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Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5

Diese Symphonie ist ein gigantisches Klangfresko, für dessen Fertigstellung der Komponist zwei Jahre benötigte. Sie ist durchdrungen von einem ungeheuren Hauch von frischem Wind und einer beispiellosen Fülle an Details. Es braucht erstklassige Orchester und Dirigenten.

Anton Bruckners Werke waren Eugen Jochum praktisch zeitlebens verbunden. Er war nicht nur der erste Dirigent, der alle neun Sinfonien des Meisters von St. Florian einspielte: Bruckners Siebte Symphonie stand sogar auf dem Programm des Konzerts der Münchner Philharmoniker, mit dem er im Alter von 23 Jahren seine Karriere eröffnete. Eine Aufführung der Fünften Symphonie führte 1932 zu seinem Engagement in Berlin als Leiter von „Musical Hour on the Air“. Und als Jochum sich 1934 im Klostergarten in der Kaiser-Wilhelm-Straße als neuer Generalkapellmeister in Hamburg vorstellte, machte er Bruckners Fünfte Symphonie erneut zu seiner Visitenkarte.

Jochums Arbeit mit dem Königlichen Concertgebouw-Orchester Amsterdam, das er bereits mehrfach dirigiert hatte und dessen Leitung er nach dem Tod von Eduard Van Beinum gemeinsam mit dem jungen Bernard Haitink übernahm, war mehr als ein bloßes Intermezzo. In der Radiosendung lobt Jochum die „außerordentlich warme, vollblütige Musikfreude“ des Amsterdamer Orchesters, sein „besonderes Gefühl“ für Gustav Mahler und nicht zuletzt seine „große Liebe“ zu Bruckner.

Die Aufnahme, die hier mit diesem prächtigen Orchester präsentiert wird, ist eine der großartigsten Aufnahmen, die Bruckner jemals gewidmet wurden.

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5
Königliches Concertgebouw-Orchester Amsterdam, Eugen Jochum

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Wolfgang Kaercher hat auf diesen Beitrag reagiert.
Wolfgang Kaercher
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Da dieser Thread hautpsächlich auf Eugen Jochum als Brucknerdirigent zielt, sei noch eine Gesamtaufnahme von Jochum erwähnt, die dieser mit der Staatskapelle Dresden erstellte:

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Liebe Grüße

Willi😀

Hier habe ich die Fünfte mit einem der größten Brucknerdirigenten aller Zeiten, Günter Wand, mit der er im Juli 1998 das 13. Schleswig-Holstein-Musikfestival in der Lübecker Musik- und Kongresshalle eröffnete:

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Liebe Grüße

Willi😀

Auch Christian Thielemann, (noch) ein Vertreter der „jüngeren“ Dirigentengeneration, stellt hier eindrucksvoll seine Fähigkeiten als Brucknerdirigent unter Beweis. Persönlich konnte ich mich vor etlichen Jahren davon überzeugen, als ich ihn mit „seiner“ damaligen Staaqtskapelle Dresden im Essener Saalbau in einem höchst eindrucksvollen Konzert mit Bruckners „Achter“ erlebte. Hier jedoch die Fünfte mit dem BRSO 2023:

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Liebe Grüße

Willi😀

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