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Johann Sebastian Bach (1685-1750): Uraufführung am 25. Juni 1946 im Théâtre des Champs-Élysées, Paris. Rollen: 1 Tänzer, 1 Tänzerin. Erstes Bild: Mansardenzimmer in Paris. Zweites Bild: Mansardenzimmer ohne die Wände. Anmerkungen. Die Musik ist Bachs Passacaglia für Orgel in c-Moll (BWV 582), allerdings ohne die sich anschließende Fuge, die Ottorino Respighi mit einer üppigen Orchestrierung versehen hat. © Manfred Johann Sebastian Bach (1685-1750): Uraufführung am 25. Juni 1946 im Théâtre des Champs-Élysées, Paris. Rollen: 1 Tänzer, 1 Tänzerin. Erstes Bild: Mansardenzimmer in Paris. Zweites Bild: Mansardenzimmer ohne die Wände. Anmerkungen. Die Musik ist Bachs Passacaglia für Orgel in c-Moll (BWV 582), allerdings ohne die sich anschließende Fuge, die Ottorino Respighi mit einer üppigen Orchestrierung versehen hat. © ManfredBACH, Johann Sebastian: LE JEUNE HOMME ET LA MORT
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LE JEUNE HOMME ET LA MORT
(Der junge Mann und der Tod)
Mimisches Drama in zwei Bildern, konzipiert und Libretto von Jean Cocteau
Bachs Musik wurde orchestriert von Ottorino Respighi (1879-1936)
Choreographie von Roland Petit
Das Publikum bekommt einen Mann in einem verdreckten Overall präsentiert, der mit einer Zigarette rauchend auf dem Bett liegt und hin und wieder auf seine Uhr schaut. Er steht auf und geht nervös hin und her. Plötzlich öffnet sich die Tür und eine junge Frau in einem gelben Kleid kommt ins Zimmer. Sie benimmt sich irgendwie passiv, zündet sich aber dann eine Zigarette an. Die Avancen, die ihr der Overall-Mann macht, und die daran sich anschließende Liebeserklärung, scheint sie nicht zu interessieren, denn sie reagiert erst abweisend, dann unerwartet aggressiv. Aber diese Aggressivität scheint ihr selbst doch unangenehm zu sein, denn sie geht plötzlich auf den Mann zu und führt ihn zu einem Stuhl. Sie beschäftigt sich dann mit einem Strick, der von der Decke hängt, formt ihn zu einer Schlinge und zeigt sie dem Mann – worauf sie die Mansarde verlässt. Der Mann ist wütend geworden, springt und hüpft über die Möbel des Mansardenzimmers, wobei er die Möbel teilweise umstößt. Nach diesem Wutausbruch wird der Mann ebenso schnell wieder ruhig, umkreist mehrmals das Seil mit der Schlinge, stellt dann den Stuhl unter das Seil und – erhängt sich.
Durch die fehlenden Wände sieht man „tout Paris“ mit dem Eiffelturm und einer Leuchtreklame der Firma Citroën. Und man sieht eine Frau in einem weißen Kleid, einer roten Kapuze und einer Totenkopfmaske, sich dem Mann nähern. Dem gibt sie Signale, er möge sich aus der Schlinge befreien. Das gelingt ihm und er stellt sich neben die Frau, die ihre Maske abnimmt. Es ist die von dem Mann geliebte Frau, die ihm den Weg aus der Mansarde über die Dächer von Paris weist, den sie gemeinsam gehen…
Das Ballett war ein großer Erfolg; man könnte es als Ergebnis der Zusammenarbeit des Choreographen mit Jean Cocteau und als eine Idee des Direktors des Balletts der Champs-Élysées, Boris Kochno, der Todesnähe und Suizid zum Thema eines Balletts machen wollte, ansehen.
LE JEUNE HOMME ET LA MORT
(Der junge Mann und der Tod)
Mimisches Drama in zwei Bildern, konzipiert und Libretto von Jean Cocteau
Bachs Musik wurde orchestriert von Ottorino Respighi (1879-1936)
Choreographie von Roland Petit
Das Publikum bekommt einen Mann in einem verdreckten Overall präsentiert, der mit einer Zigarette rauchend auf dem Bett liegt und hin und wieder auf seine Uhr schaut. Er steht auf und geht nervös hin und her. Plötzlich öffnet sich die Tür und eine junge Frau in einem gelben Kleid kommt ins Zimmer. Sie benimmt sich irgendwie passiv, zündet sich aber dann eine Zigarette an. Die Avancen, die ihr der Overall-Mann macht, und die daran sich anschließende Liebeserklärung, scheint sie nicht zu interessieren, denn sie reagiert erst abweisend, dann unerwartet aggressiv. Aber diese Aggressivität scheint ihr selbst doch unangenehm zu sein, denn sie geht plötzlich auf den Mann zu und führt ihn zu einem Stuhl. Sie beschäftigt sich dann mit einem Strick, der von der Decke hängt, formt ihn zu einer Schlinge und zeigt sie dem Mann – worauf sie die Mansarde verlässt. Der Mann ist wütend geworden, springt und hüpft über die Möbel des Mansardenzimmers, wobei er die Möbel teilweise umstößt. Nach diesem Wutausbruch wird der Mann ebenso schnell wieder ruhig, umkreist mehrmals das Seil mit der Schlinge, stellt dann den Stuhl unter das Seil und – erhängt sich.
Durch die fehlenden Wände sieht man „tout Paris“ mit dem Eiffelturm und einer Leuchtreklame der Firma Citroën. Und man sieht eine Frau in einem weißen Kleid, einer roten Kapuze und einer Totenkopfmaske, sich dem Mann nähern. Dem gibt sie Signale, er möge sich aus der Schlinge befreien. Das gelingt ihm und er stellt sich neben die Frau, die ihre Maske abnimmt. Es ist die von dem Mann geliebte Frau, die ihm den Weg aus der Mansarde über die Dächer von Paris weist, den sie gemeinsam gehen…
Das Ballett war ein großer Erfolg; man könnte es als Ergebnis der Zusammenarbeit des Choreographen mit Jean Cocteau und als eine Idee des Direktors des Balletts der Champs-Élysées, Boris Kochno, der Todesnähe und Suizid zum Thema eines Balletts machen wollte, ansehen.
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