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Béla Bartók (1881-1845): Uraufführung am 12. Mai 1917 in Budapest. Rollen: Das Ballett hat ein Märchenthema als Handlung und besteht aus einer Einleitung und sieben Tänzen Die Einleitung erinnert an Wagners Vorspiel zur Oper Das Rheingold, da es mit einem C-Dur-Orgelpunkt beginnt, was möglicherweise das Erwachen der Natur bedeuten könnte. Das Ballett beginnt nach der Einleitung mit dem Blick auf eine hochmütige Prinzessin, die unter der Obhut einer Fee in ihrem schmucken Schloss lebt. Der Prinz lebt auf seinem ebenso schmucken Schloss und ist von der Prinzessin nur durch einen Bachlauf und einen Wald getrennt. Der Prinz hat sich in die Prinzessin verliebt, kann aber wegen eines Zaubers der Fee nicht mit ihr zusammenkommen (Tanz der Bäume und Wellentanz). Der Prinz hat allerdings eine Idee, wie man den Zauber, der ihn von der Prinzessin fernhält, überwinden kann: Er schnitzt nämlich eine menschengroße Holzpuppe, die er nicht nur mit seiner Kleidung ausstaffiert, sondern der er sogar seine lockige Haarpracht überstülpt. Zum Schluss gibt er der Holzpuppe noch eine sehr schöne Krone mit. Was als eine Hilfe zur Eroberung der Prinzessin gedacht war, geht für den Prinzen aber völlig daneben: die Prinzessin verliebt sich in die Holzpuppe – und tanzt mit ihr einen Pas de deux. Was die Prinzessin nicht weiß: die Fee hat den Popanz durch ihre Zauberei mit allen möglichen Künsten wie springen und tanzen ausgestattet, was ihr einfach gefällt. Der echte Prinz ist natürlich enttäuscht, aber auch verzweifelt, denn das Ergebnis seiner Idee ist nicht das, was er erhofft hatte. Aber die Natur zeigt sich plötzlich willig und greift tröstend dem Prinzen unter die Arme. Sie sorgt dafür, dass der holzgeschnitzte Prinz immer kraftloser wird und letztlich zusammenbricht. Das ist für die Prinzessin nicht akzeptabel und ihr wird plötzlich der echte Prinz bewusst. Sie verliebt sich in ihn, doch der entzieht sich ihr (für das Publikum unverständlich). Auch der Wald ist auf einmal gegen die Prinzessin, zeigt ihr, sie damit verspottend, mehrere holzgeschnitzte Prinzen. Das ist eine Art Initialzündung; sie überwindet ihren hochmütigen Stolz, entledigt sich im Schlusstanz ihres Schmucks und ihrer Haare. Dadurch ist nicht nur ein gewisser Bann gebrochen auch die Natur ist versöhnt. Der Prinz und seine Prinzession können sich vereinen und das Ballett schließt mit einer Horn-Melodie. Quelle: © Manfred Béla Bartók (1881-1845): Uraufführung am 12. Mai 1917 in Budapest. Rollen: Das Ballett hat ein Märchenthema als Handlung und besteht aus einer Einleitung und sieben Tänzen Die Einleitung erinnert an Wagners Vorspiel zur Oper Das Rheingold, da es mit einem C-Dur-Orgelpunkt beginnt, was möglicherweise das Erwachen der Natur bedeuten könnte. Das Ballett beginnt nach der Einleitung mit dem Blick auf eine hochmütige Prinzessin, die unter der Obhut einer Fee in ihrem schmucken Schloss lebt. Der Prinz lebt auf seinem ebenso schmucken Schloss und ist von der Prinzessin nur durch einen Bachlauf und einen Wald getrennt. Der Prinz hat sich in die Prinzessin verliebt, kann aber wegen eines Zaubers der Fee nicht mit ihr zusammenkommen (Tanz der Bäume und Wellentanz). Der Prinz hat allerdings eine Idee, wie man den Zauber, der ihn von der Prinzessin fernhält, überwinden kann: Er schnitzt nämlich eine menschengroße Holzpuppe, die er nicht nur mit seiner Kleidung ausstaffiert, sondern der er sogar seine lockige Haarpracht überstülpt. Zum Schluss gibt er der Holzpuppe noch eine sehr schöne Krone mit. Was als eine Hilfe zur Eroberung der Prinzessin gedacht war, geht für den Prinzen aber völlig daneben: die Prinzessin verliebt sich in die Holzpuppe – und tanzt mit ihr einen Pas de deux. Was die Prinzessin nicht weiß: die Fee hat den Popanz durch ihre Zauberei mit allen möglichen Künsten wie springen und tanzen ausgestattet, was ihr einfach gefällt. Der echte Prinz ist natürlich enttäuscht, aber auch verzweifelt, denn das Ergebnis seiner Idee ist nicht das, was er erhofft hatte. Aber die Natur zeigt sich plötzlich willig und greift tröstend dem Prinzen unter die Arme. Sie sorgt dafür, dass der holzgeschnitzte Prinz immer kraftloser wird und letztlich zusammenbricht. Das ist für die Prinzessin nicht akzeptabel und ihr wird plötzlich der echte Prinz bewusst. Sie verliebt sich in ihn, doch der entzieht sich ihr (für das Publikum unverständlich). Auch der Wald ist auf einmal gegen die Prinzessin, zeigt ihr, sie damit verspottend, mehrere holzgeschnitzte Prinzen. Das ist eine Art Initialzündung; sie überwindet ihren hochmütigen Stolz, entledigt sich im Schlusstanz ihres Schmucks und ihrer Haare. Dadurch ist nicht nur ein gewisser Bann gebrochen auch die Natur ist versöhnt. Der Prinz und seine Prinzession können sich vereinen und das Ballett schließt mit einer Horn-Melodie. Quelle: © ManfredBARTÓK, Béla: DER HOLZGESCHNITZTE PRINZ
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DER HOLZGESCHNITZTE PRINZ
Ballett in einem Akt
Libretto von József Újfalussy nach Béla Balázs
Prinz, Prinzessin, Fee, Bäume, Gewässer, Natur.
Erster Tanz: Tanz der Prinzessin im Wald
Zweiter Tanz: Tanz der Bäume
Dritter Tanz: Wellentanz
Vierter Tanz: Tanz der Prinzessin mit der Holzpuppe
Fünfter Tanz: Die Prinzessin zerrt und rupft an ihm und will ihn zum Tanz nötigen
Sechster Tanz: Mit verführerischem Tanze will sie ihn zu sich locken
Siebter Tanz: Die Prinzessin will erschrocken zu ihm eilen, doch der Wald hält sie auf
DER HOLZGESCHNITZTE PRINZ
Ballett in einem Akt
Libretto von József Újfalussy nach Béla Balázs
Prinz, Prinzessin, Fee, Bäume, Gewässer, Natur.
Erster Tanz: Tanz der Prinzessin im Wald
Zweiter Tanz: Tanz der Bäume
Dritter Tanz: Wellentanz
Vierter Tanz: Tanz der Prinzessin mit der Holzpuppe
Fünfter Tanz: Die Prinzessin zerrt und rupft an ihm und will ihn zum Tanz nötigen
Sechster Tanz: Mit verführerischem Tanze will sie ihn zu sich locken
Siebter Tanz: Die Prinzessin will erschrocken zu ihm eilen, doch der Wald hält sie auf
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