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Beethoven, Ludwig van, Quintett Es-dur op. 16 für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott

Das Quintett für Klavier und Bläser, op. 16, gehört zu jenen Werken des frühen Beethoven, die von jeher in enger Verbindung mit Mozart gesehen wurden. Schon A. W. Thayer, der große Beethoven-Biograph des 19. Jahrhunderts, stellte fest: “In diesem Werke tritt Beethoven ersichtlich und unmittelbar mit Mozart in Wettstreit, der ein Quintett in ganz gleicher Zusammensetzung, in derselben Tonart und in genau derselben Form – längere Einleitung, erster Satz, langsamer Satz, Rondo – schrieb”. Die erwähnten Übereinstimmungen werden durch eine Reihe melodischer Anklänge an Opernthemen Mozarts unterstrichen. Schon beim ersten Hören fällt die Verwandschaft zwischen dem Andante und der Zerlina-Arie Batti, batti, o bel Masetto aus Don Giovanni auf; andere Anklänge sind eher versteckt. Den Komponisten Carl Reinecke verleitete diese Beobachtung in seiner populären Musikgeschichte Meister der Tonkunst (Berlin 1903) zu der Schlußfolgerung: “… wenn der jüngere Meister im Quintett, op. 16 den Mozartschen Spuren mit Bewußtsein folgt, so sucht er dies in keiner Weise zu verbergen, sondern er wählt … lauter Motive, welche überall auf populär gewordene Melodien von Mozart hinweisen, gleichsam als wolle er der Welt zeigen, daß er die geistige Erbschaft Mozarts angetreten habe.”
Beethovens “Quintett auf dem Fortepiano mit 4 blasenden Instrumenten akkompagnirt”, wie es der Programmzettel der Wiener Uraufführung 1797 nannte, entstand freilich auch aus rein pragmatischen Gründen. Nachdem Mozart auf die Idee gekommen war, das bevorzugte Soloinstrument des “Clavierlands” Wien mit den vorzüglichen Bläsern der Stadt in einem Werk zu kombinieren, hatte sich ein Markt für Klavier-Bläser-Kammermusik gebildet, der auch den Pianisten Beethoven reizen mußte. Vieles verstand sich dabei von selbst: Es-Dur war für konzertierende Bläser mit Horn die Idealtonart. Die dreisätzige Konzertform ohne Menuett deutet auf den konzertanten Charakter des Quintetts hin. Allenfalls die langsame Einleitung signalisiert bei Mozart wie bei Beethoven einen weitergehenden, sinfonischen Anspruch.
Weiteres kann man hier lesen: https://www.kammermusikfuehrer.de/werke/173

Hier habe ich als erstes Audio/Video-Beispiel das Beethoven-Quintett mit folgenden Musikern:
Klara Würtz, Klavier, Henk de Graaf, Klarinette, Hans Meyer, Oboe, Peter Garsterland, Fagott und Martin de Merwe, Horn.
Es wurde am 12. 9. 2016 bei Youtube eingestellt.

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Liebe Grüße

Willi😀

Gestaltung Agentur kuh vadis