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Berlioz, Louis-Hector "Les nuits d'été" – >Qual, Ekstase … und eine Reise ins Unbekannte<

Louis-Hector Berlioz

(11. Dezember 1803 – 8. März 1869)

 

Hector Berlioz (1832, Émile Signol)

war ein französischer Komponist der Romantik. Sein Schaffen umfasst Orchesterwerke wie die Symphonie fantastique und Harold in Italy , Chorwerke wie das Requiem und L’Enfance du Christ, seine drei Opern Benvenuto Cellini, Les Troyens und Béatrice et Bénédict sowie Werke hybrider Gattungen wie die „dramatic Symphonie“ Roméo et Juliette und die „dramatische Legende“ La Damnation de Faust .

Les nuits d’été (Sommernächte) op.7

1. Vilanelle

2. Le spectre de la rose

3. Sur les lagunes

4. Absence

5. Au cimentière

6. L’île inconnue 

ist ein Liederzyklus des französischen Komponisten Hector Berlioz. Der Zyklus der viele Jahre lang stark vernachlässigt wurde, jedoch im 20. Jahrhundert wurde er mitunter eines der eines der beliebtesten Werke des Komponisten. Die Orchester Version ist häufiger zu hören als die Klavier Version .

Die Lieder bilden eine Erzählung, die von einer im Frühling geborenen Lebensfreude (Villanelle) und einem Verlust der Unschuld (Le spectre de la rose) zum Tod einer Geliebten (Sur les lagunes) führt, einem Klagelied (Abwesenheit) , die Auslöschung ihres Gedächtnisses (Au Cimetière) und der Beginn einer neuen Zukunft (L’île inconnue)

 Die sechs Lieder komponierte Berlioz zwischen den Kompositionen von Romeo et Juliette und La damnation de Faust. Die zugrundeliegenden Gedichte sind von Theophile Gautier aus der Sammlung „La comedie de la mort“. Berlioz komponierte die Lieder für Mezzosopran oder Tenor sie erschienen 1841, das zweite und vierte Lied wurden damals häufig aufgeführt. Für Marie, seine spätere zweite Ehefrau richtete Berlioz das Lied Absence für Mezzo und kleines Orchester ein. Einige Jahre später 1856, orchestrierte Berlioz auch die anderen 5 Lieder. Die beiden Lieder 2 und 3 wurden dabei auch in eine tiefere Tonart transponiert, somit überschritt der Zyklus den Umfang einer einzelnen Stimmlage.

LG tiranno 

 

 

Bevor ich mich mit dem Liederzyklus von Berlioz beschäftigte (ich bin ein begeisterter Liebhaber seiner Werke) wusste ich nicht viel, so auch nicht ob er auch offiziell für andere Stilmmlagen geschrieben wurde. 

Diese Version für Bariton hat mich vollends überzeugt 

Immer noch wird heute allzu oft vergessen, dass Berlioz „Les nuits d´été“ später immerhin für diverse Stimmlagen eingerichtet hat, darunter das Lamento „Sur les lagunes“ für Bariton. Stéphane Degout bringt dafür nun den nötigen Nuancenreichtum und die hier leicht abgedunkelte Ausdruckstiefe mit. Aber auch in den restlichen fünf Chansons weiß er mit seiner körperreichen und beste Textverständlichkeit garantierenden Stimme zu 

Wir kennen diese Lieder hauptsächlich von weiblichen Sängern, hier bei Degout erweitert er die Idee eines „Helden“ der sich mutig vorwagt.

>>>> „Tatsächlich hebt eine stärkere, tiefere Stimme die druckvollen Rhythmen in „Villanelle“ hervor und bringt die erotische Anziehungskraft in der Zeile „Et dis-moi de ta voix si douce: ‚Toujours‘“ zum Vorschein. Die Resonanz von Degouts Timbre funktioniert auch gut mit der aufwändigeren Orchestrierung von „Le spectre de la Rose“, die prominente Teile für Cello, Klarinette, Flöte und Harfe enthält. Berlioz orchestrierte „Sur les lagunes“ für Bariton, also die Passung zwischen den Stimmen und das fließende „Wasser“ erklingt im Orchester. Ein hochfliegendes „Ah ! sans amour s’en aller sur la mer !“. Auf „Absence“ folgt ein sehr gutes „Au Cimetière – Clair de Lune“ wo Degout die innewohnende Kraft in seiner Stimme zurückhält und Mysterium suggeriert. Ein stilvolles „L’île inconnue“, ein weiterer Beweis dafür, dass es nicht so sehr auf die Stimme ankommt, die diese Songs funktionieren lässt, sondern auf Kunstfertigkeit.<<<<<<

KURZ UND BÜNDIG aus einer Rezension 

Dieses Album muss man haben …
… weil die Orchesterfarben von Berlioz auf Originalinstrumenten viel besser zur Geltung kommen.

Dieses Album hat gefehlt …
… weil es kaum Aufnahmen der Lieder mit männlichen Protagonisten gibt.

Dieses Album lohnt sich …
… weil es ein brillanter Auftakt zum Berlioz-Gedenkjahr 2019 ist – und auch danach noch Bestand haben wird.

Dieses Album ist ein Hörgenuss …
… weil so großartige Solisten wie Tabea Zimmermann und Stéphane Degout mitwirken.

👍👍👍👍👍

Es gibt aber auch sehr gelungene Einspielungen div. Sängerinnen, dazu später!

LG tiranno 

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