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Eine berühmte Aufnahme-Location: die Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem Was dem VEB Deutsche Schallplatte billig war, nämlich die Lukaskirche in Dresden und die Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig wegen ihrer hervorragenden Akustik zu einem Tonstudio umzubauen und zu nutzen, war den westlichen Labels, allen voran der DG, nur billig: Sie nutze die Dahlemer Jesus-Christus-Kirche als Aufnahmestudio. Die Verantwortung dafür – wenn man es so nennen will – trägt kein Geringerer als Wilhelm Furtwängler. Dazu weiter unten Näheres. Die Kirche hat aber auch noch einen anderen Symbolwert: Hier predigte während der NS-Zeit der Pfarrer Martin Niemöller, der vom U-Boot-Kommandanten im ersten Weltkrieg und späteren Befürworter der NS-Ideologie zum Mann der Kirche wurde, der außerdem einer der Mitbegründer der Bekennenden Kirche war. Als Wilhelm Furtwängler nach Weltkrieg II auf der Suche nach einem Probensaal für sein ausgebombtes Orchester auf das Gemeindehaus der Jesus-Christus-Kirche in der Thielallee gestoßen war, bot er aus Dankbarkeit der Gemeinde ein Benefizkonzert in dem in der Hittorfstraße gelegenen Gotteshauses an – und war danach begeistert über die außergewöhnlich gute Akustik des Sakralbaus. Die war entstanden aus der gemeinsamen Arbeit des Architekten Jürgen Bachmann mit dem Akustiker Johannes Biehle. Letzterer hatte für das 22 Meter hohe Kirchenschiff eine Holzdecke entworfen, deren Neigungswinkel offensichtlich dafür sorgt, dass der Klang nicht vom Kirchen-Nachhall beeinträchtigt wird, sondern brillant bleibt. Dass der Sakralbau von 1931 außerdem an einem ruhig gelegenen Park steht, ist ein zusätzliches Plus für seine Nutzung als ein Aufnahmestudio für Plattenproduktionen. Bild-Copyright: Berkahn Herbert von Karajan hat in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Furtwänglers Liebe zu dieser Aufnahme-Location übernommen und viele seiner Projekte mit den Berliner Philharmonikern dort realisiert. In einem Interview hat sich einer der Philharmoniker, Peter Brehm, an eine „Bohème“-Aufnahme mit Luciano Pavarotti Anfang der 1970er Jahre erinnert, der mit seinem „herzergreifenden“ Gesang den Dirigenten zu Tränen gerührt hat. Auch dass er Pavarotti auf seine Leibesfülle ansprach, was von dem Sänger cool pariert wurde, teilt Brehm mit. Die Liste der an diesem Aufnahmeort tätig gewesenen Musiker ist lang: Claudio Abbado, Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, auch Simon Rattle, Svjatoslav Richter, Carlo Maria Giulini, Mstislav Rostropowitsch, Anne-Sophie Mutter, Gidon Kremer und Nigel Kennedy standen hier vor den Mikrofonen. Nur Benedetto Michelangeli hat sich (nach einer Inspektion der Kirche) geweigert, dort Aufnahmen zu machen. Thomas Quasthoff dagegen hatte keine Bedenken, hier sein Bach-Kantaten-Album zu realisieren. Die Reihe der hier eingespielten Klassikaufnahmen ist fast endlos zu nennen (einen vielleicht genaueren Überblick bietet Discogs); hier sind nur Beispiele genannt: Gustav Mahler: 9. Sinfonie, Berliner Philharmoniker, Sir John Barbirolli Ludwig van Beethoven: Fidelio mit Helga Dernesch, Jon Vickers, Karl Ridderbusch, Zoltan Kélémen, Horst Laubenthal, José van Dam, Helen Donath; Chor der Deutschen Oper Berlin, Berliner Philharmoniker; Leitung Herbert von Karajan Beethoven, Mendelssohn: Violinkonzerte mit Yehudi Menuhin, Berliner Philharmoniker, Leitung Wilhelm Furtwängler Beethoven: Violinkonzert op. 61 mit Wolfgang Schneiderhan, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von∙Paul van Kempen Ferruccio Busoni: Orchesterwerke mit dem Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Gerd Albrecht Johann Sebastian Bach: Kantate „Brich dem Hungrigen dein Brot“ mit dem Berliner Motettenchor und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Fritz Lehmann; als Solisten: Gunthild Weber (S), Lore Fischer (A), Hermann Schey (B) Ludwig van Beethoven: 9 Sinfonien; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan; als Solisten: Janowitz, Rössl-Majdan, Kmentt, Berry Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik mit Berliner Philharmoniker unter Fritz Lehmann Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail mit Maria Stader, Rita Streich, Ernst Haefliger, Martin Vantin, Josef Greindl; RIAS-Kammerchor und RIAS-Symphonie-Orchester Berlin unter Ferenc Fricsay Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert F-Dur KV 459 mit-Clara Haskil, den Berliner Philharmonikern unter Ferenc Fricsay Richard Wagner: Tristan und Isolde mit Jon Vickers, Helga Dernesch, Christa Ludwig, Walter Berry, Karl Ridderbusch; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan Franz Schreker: Der ferne Klang mit Thomas Moser, Gabriele Schnaut, Victor von Halem, Siegmund Nimsgern, Hans Helm, Roland Hermann; Radio-Symphonie-Orchester Berlin; Leitung Gerd Albrecht Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan; Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg mit Dietrich Fischer-Dieskau, Catarina Ligendza, Christa Ludwig, Placido Domingo, Horst R. Laubenthal, Roland Hermann, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin; Leitung Eugen Jochum Eine berühmte Aufnahme-Location: die Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem Was dem VEB Deutsche Schallplatte billig war, nämlich die Lukaskirche in Dresden und die Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig wegen ihrer hervorragenden Akustik zu einem Tonstudio umzubauen und zu nutzen, war den westlichen Labels, allen voran der DG, nur billig: Sie nutze die Dahlemer Jesus-Christus-Kirche als Aufnahmestudio. Die Verantwortung dafür – wenn man es so nennen will – trägt kein Geringerer als Wilhelm Furtwängler. Dazu weiter unten Näheres. Die Kirche hat aber auch noch einen anderen Symbolwert: Hier predigte während der NS-Zeit der Pfarrer Martin Niemöller, der vom U-Boot-Kommandanten im ersten Weltkrieg und späteren Befürworter der NS-Ideologie zum Mann der Kirche wurde, der außerdem einer der Mitbegründer der Bekennenden Kirche war. Als Wilhelm Furtwängler nach Weltkrieg II auf der Suche nach einem Probensaal für sein ausgebombtes Orchester auf das Gemeindehaus der Jesus-Christus-Kirche in der Thielallee gestoßen war, bot er aus Dankbarkeit der Gemeinde ein Benefizkonzert in dem in der Hittorfstraße gelegenen Gotteshauses an – und war danach begeistert über die außergewöhnlich gute Akustik des Sakralbaus. Die war entstanden aus der gemeinsamen Arbeit des Architekten Jürgen Bachmann mit dem Akustiker Johannes Biehle. Letzterer hatte für das 22 Meter hohe Kirchenschiff eine Holzdecke entworfen, deren Neigungswinkel offensichtlich dafür sorgt, dass der Klang nicht vom Kirchen-Nachhall beeinträchtigt wird, sondern brillant bleibt. Dass der Sakralbau von 1931 außerdem an einem ruhig gelegenen Park steht, ist ein zusätzliches Plus für seine Nutzung als ein Aufnahmestudio für Plattenproduktionen. Bild-Copyright: Berkahn Herbert von Karajan hat in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Furtwänglers Liebe zu dieser Aufnahme-Location übernommen und viele seiner Projekte mit den Berliner Philharmonikern dort realisiert. In einem Interview hat sich einer der Philharmoniker, Peter Brehm, an eine „Bohème“-Aufnahme mit Luciano Pavarotti Anfang der 1970er Jahre erinnert, der mit seinem „herzergreifenden“ Gesang den Dirigenten zu Tränen gerührt hat. Auch dass er Pavarotti auf seine Leibesfülle ansprach, was von dem Sänger cool pariert wurde, teilt Brehm mit. Die Liste der an diesem Aufnahmeort tätig gewesenen Musiker ist lang: Claudio Abbado, Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, auch Simon Rattle, Svjatoslav Richter, Carlo Maria Giulini, Mstislav Rostropowitsch, Anne-Sophie Mutter, Gidon Kremer und Nigel Kennedy standen hier vor den Mikrofonen. Nur Benedetto Michelangeli hat sich (nach einer Inspektion der Kirche) geweigert, dort Aufnahmen zu machen. Thomas Quasthoff dagegen hatte keine Bedenken, hier sein Bach-Kantaten-Album zu realisieren. Die Reihe der hier eingespielten Klassikaufnahmen ist fast endlos zu nennen (einen vielleicht genaueren Überblick bietet Discogs); hier sind nur Beispiele genannt: Gustav Mahler: 9. Sinfonie, Berliner Philharmoniker, Sir John Barbirolli Ludwig van Beethoven: Fidelio mit Helga Dernesch, Jon Vickers, Karl Ridderbusch, Zoltan Kélémen, Horst Laubenthal, José van Dam, Helen Donath; Chor der Deutschen Oper Berlin, Berliner Philharmoniker; Leitung Herbert von Karajan Beethoven, Mendelssohn: Violinkonzerte mit Yehudi Menuhin, Berliner Philharmoniker, Leitung Wilhelm Furtwängler Beethoven: Violinkonzert op. 61 mit Wolfgang Schneiderhan, Berliner Philharmoniker unter der Leitung von∙Paul van Kempen Ferruccio Busoni: Orchesterwerke mit dem Radio-Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Gerd Albrecht Johann Sebastian Bach: Kantate „Brich dem Hungrigen dein Brot“ mit dem Berliner Motettenchor und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Fritz Lehmann; als Solisten: Gunthild Weber (S), Lore Fischer (A), Hermann Schey (B) Ludwig van Beethoven: 9 Sinfonien; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan; als Solisten: Janowitz, Rössl-Majdan, Kmentt, Berry Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik mit Berliner Philharmoniker unter Fritz Lehmann Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail mit Maria Stader, Rita Streich, Ernst Haefliger, Martin Vantin, Josef Greindl; RIAS-Kammerchor und RIAS-Symphonie-Orchester Berlin unter Ferenc Fricsay Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert F-Dur KV 459 mit-Clara Haskil, den Berliner Philharmonikern unter Ferenc Fricsay Richard Wagner: Tristan und Isolde mit Jon Vickers, Helga Dernesch, Christa Ludwig, Walter Berry, Karl Ridderbusch; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan Franz Schreker: Der ferne Klang mit Thomas Moser, Gabriele Schnaut, Victor von Halem, Siegmund Nimsgern, Hans Helm, Roland Hermann; Radio-Symphonie-Orchester Berlin; Leitung Gerd Albrecht Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen; Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan; Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg mit Dietrich Fischer-Dieskau, Catarina Ligendza, Christa Ludwig, Placido Domingo, Horst R. Laubenthal, Roland Hermann, Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin; Leitung Eugen JochumBerühmte Aufnahme-Orte der Plattenindustrie
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als Solisten u.a. Kelemen, Ligendza, Dernesch, Janowitz, Stewart, Ridderbusch, Rebmann, Moser, Brilioth, Ludwig, Talvela, Grobe![]()
als Solisten u.a. Kelemen, Ligendza, Dernesch, Janowitz, Stewart, Ridderbusch, Rebmann, Moser, Brilioth, Ludwig, Talvela, Grobe
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