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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Boccherini, Luigi, Cellokonzert Nr. 2 A-Dur, G. 475 „Der Frosch“

Cellist Steven Isserlis: »Anders als der fast gleichaltrige Haydn will Boccherini nie schockieren; lieber schafft er seinen Musikern und Zuhörern einen Raum idealer Schönheit, verfeinerter Empfindungen – und das glückte ihm wie sonst keinem. Im Vergleich mit Mozart und Haydn mag er unschuldig, ja naiv wirken, doch der Eindruck trügt – er ist einfach anders. Jene beiden verfolgten ihre Laufbahn in Wien, im Mittelpunkt des Musiklebens, und waren ganz von dieser Welt; Boccherini verbrachte mehr als sein halbes Leben weitab in Spanien und lebte dort in seiner eigenen, idyllischen Sinnenwelt.« Nicht von ungefähr prägten Alexandre-Étienne Choron and François Joseph-Marie Fayolle 1810 in ihrem Dictionnaire Historique des Musiciens (1810–1811) das viel zitierte Bonmot »Wenn Gott in Musik zum Menschen sprechen wollte, so täte er es durch Haydns Musik; wollte er aber selbst Musik hören, würde er die Werke Boccherinis wählen.«

Vielleicht gelingt es ja prominenten Fürsprechern wie Steven Isserlis mit ihren Einspielungen, Boccherinis Musik einem größeren Publikum nahezubringen, damit er im breiten Bewusstsein endlich den bedeutenden Platz einnimmt, der ihm bislang durch Ignoranz verwehrt worden ist.

Luigi Boccherini: Cellokonzert Nr. 2 in A-Dur, G. 475 „Der Frosch“

  1. Allegro
  2. Adagio
  3. Rondo. Allegro

Steven Isserlis · Orchestra of the Age of Enlightenment

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