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Bruckner, Anton, Sinfonie d-Moll, „Nullte/Annullierte“, WAB 100

Bruckner, Anton, Sinfonie d-Moll, „Nullte/Annullierte“, WAB 100

Zwischen 2020 und 2024 hat Dennis Russell Davies gemeinsam mit dem MDR Sinfonieorchester einen faszinierenden Bruckner-Zyklus mit allen elf Sinfonien in ihren Erstfassungen aufgenommen. „Ich war tief bewegt und inspiriert von den ursprünglichen Erstfassungen.“, so Dennis Russell Davies. Seit Mai 2026 werden die Live-Einspielungen monatlich auf den Streamingplattformen veröffentlicht.
Die „Studiensymphonie“ in f-Moll wurde bereits hier vorgestellt.
Nun hören wir die „Nullte/Annullierte“ in d-Moll, WAB 100.

Das Werk entstand im Jahre 1869, in einer Zeit günstiger äußerer Umstände. Die Überwindung seiner Nervenkrise und der Umzug nach Wien könnten in Bruckner das Bedürfnis geweckt haben, nach der Ersten einen sinfonischen Neubeginn zu versuchen. Es scheint, als hätte der Komponist in der „Nullten“ erst einmal neue Lösungen erproben wollen, bevor er diese dann in späteren Sinfonien in vollendeter Form ausführte. Besonders die dritte Sinfonie profitiert von den Erfahrungen aus der „Nullten“. Auch in der neunten Sinfonie ist dieser Einfluss noch teilweise spürbar. Beide Werke haben mit ihr die Tonart d-Moll gemeinsam. Attestiert man der „Nullten“, namentlich ihrem zweiten und vierten Satz, auch oft ein gewisses unfertiges Erscheinungsbild, so darf ihre Bedeutung für die spätere Entwicklung des Sinfonikers Bruckner nicht unterschätzt werden.
Das Werk wäre im Grunde genommen als „annullierte zweite Sinfonie“ zu bezeichnen, analog zur f-Moll-Sinfonie, die die „annullierte erste Sinfonie“ darstellt. Die volkstümliche Bezeichnung „Nullte“ sollte besser vermieden werden, nicht zuletzt, weil sie eine falsche Chronologie impliziert. (Wikipedia)

https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mSvX6PT8mfnMY6EeZTpKyUmQZTfYaSXRU

 

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