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BURKHARD, Paul: DAS FEUERWERK

Paul Burkhard (1911-1977)
DAS FEUERWERK
Musikalische Komödie in drei Akten
Text von Erik Charell (Erich Löwenherz) und Jürg Amstein
nach dem Lustspiel „Der schwarze Hecht“ von Emil Sautter.

Uraufgeführt am 16. Mai 1950 im Theater am Gärtnerplatz, München.

Personen:
Albert Oberholzer, Fabrikant
Karline, seine Frau
Anna, ihre Tochter
Kati, Köchin bei Oberholzers
Josef, Hausdiener
Fritz Oberholzer, Landwirt
Berta, seine Frau
Gustav Oberholzer, Regierungsrat
Paula, seine Frau
Heinrich Oberholzer, Professor
Klara, seine Frau
Herbert Klusmann, Schiffsreeder
Lisa, seine Frau
Alexander Oberholzer (genannt Obolski), Zirkusdirektor
Iduna, seine Frau
Robert Fischer, ein junger Gärtner (Tenor).

Ort und Zeit: Eine Residenzstadt, um 1900.

Erster Akt
Wohnung der Familie Oberholzer.
Albert Oberholzer feiert seinen 60. Geburtstag und neben den Verwandten sind auch viele Freunde eingeladen. Frau Karline, Tochter Anna und Köchin Kati haben natürlich alle Hände voll mit den Vorbereitungen zu tun. Anna muss immer an den Onkel Alexander, der als Kind von zu Hause weggelaufen und zum Zirkus gegangen ist, denken und wünscht sich, dass er sich wieder einmal blicken ließe.

Die Verwandten kommen zur Gratulation, beispielsweise der biedere Fritz mit seiner Frau Berta, der ewig zerstreute Professor mit Klara, der sich äußerst vornehm gebende Onkel Gustav mit seiner energischen Frau Paula und der gemütliche Reeder Herbert Klusmann mit Tante Lisa. Es bleibt nicht aus, dass der Verwandtschaftsklatsch umgehend aufblüht.

Da klingelt es wieder an der Tür und es macht sich tatsächlich allgemeines Erstaunen breit, denn Onkel Alexander steht mit seiner Frau Iduna vor der Tür. Er ist das schwarze Schaf der Familie, nennt sich als Zirkusdirektor „Obolski“, tritt sehr selbstsicher auf und spricht über seinen Zirkus in den höchsten Tönen. Aber, man kann es sehen, nur Anna, freut sich aufrichtig über den Besuch ihres Onkels. Und es dauert auch nicht lange, da verkündet sie, begeistert von Onkel Alexanders Schilderungen, auch zum Zirkus gehen zu wollen. Die Eltern fallen aus allen Wolken, wollen sich bestimmt energisch dagegen aussprechen, da beginnt Onkel Heinrich mit dem Feuerwerk, das alle Münder zu Annas Plänen schweigen lässt.

Zweiter Akt
Im Garten der Oberholzers.
Anna hat einen in sie verliebten Verehrer, den Gärtner Robert Fischer, den ihre Eltern aber nicht goutieren – was Anna jedoch nicht hindert, sich mit ihm in aller Heimlichkeit zu treffen. Voller Begeisterung erzählt Anna jetzt ihrem Robert, Artistin beim Zirkus ihres Onkels werden zu wollen, und erzeugt damit natürlich bei ihm Bestürzung und heftigen Widerspruch. Er schildert das traute Glück, über dass sie sich doch immer wieder unterhalten haben. Doch gerade kommen die Verwandten in den Garten und stören Roberts idyllische Erzählungen. Alle reden auf Anna ein, ihren Plan zu vergessen und bringen sie durch Vorwürfe jeglicher Art zu einem Weinkrampf. Als sie es leid ist, flüchtet sie sich zum Onkel Obolkski, der ihr die Herrlichkeiten des Zirkuslebens vorschwärmt. Und Anna sieht vor ihrem geistigen Auge statt des häuslichen Gartens schon die Manege mit den Clowns, Artisten und Tieren und sich selbst als eine Trapezkünstlerin. Robert ist aber nicht bereit, auf Anna zu verzichten: er beginnt einen heftigen Streit mit Onkel Obolski, weil ihm seine Einflussnahme Anna gegenüber gegen den Strich geht. Die aber weiß sich keinen Rat mehr: was, so fragt sie sich, soll sie nur tun?

Dritter Akt
Wieder in der Wohnung Oberholzer.
Die fröhliche Stimmung, die durch den Charme Idunas aufgekommen ist, hat sich belebend auf die zunächst trockene Stimmung im Haus der Oberholzers ausgewirkt. So spielt Onkel Heinrich zum Beispiel zu einem Walzer auf und Iduna muss mit Gustav und Fritz tanzen. Irgendwie gewinnt der Zuschauer aber den Eindruck, dass Iduna nicht so ganz mit dem Kopf dabei ist; sie träumt vom Frieden in stiller Häuslichkeit und hasst das geschäftige Treiben beim Zirkus. Auch die ewige Wanderschaft von einer Stadt zur anderen ist ihr zuwider. Und dann die ständigen Aufregungen um den für andere Frauen entflammten Gatten zerren an ihren Nerven. Darüber spricht sie mit Anna, die auf diese Weise auch die Kehrseite des Zirkuslebens kennenlernt. Ihre Träume vom glücklichen Artistendasein haben offensichtlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Die Stimmung schlägt um, als man sich zu Tisch begeben will, denn nun wenden sich die Frauen gegen Onkel „Obolski“ und seine Frau Iduna, die als Verführerin der Männer beschimpft wird. Und das geht dem Paar zu weit: das „schwarze Schaf“ hält der Familie vor seinem Abgang eine Standpauke, die sich gewaschen hat. Iduna nimmt zärtlich von Anna Abschied, die dank ihrer weiß, wo ihr Platz im Leben ist. Und Papa Oberholzer ist über Annas Entscheidung so glücklich, dass er mit der Verbindung seiner Tochter zum Gärtner Robert jetzt sogar einverstanden ist.

Anmerkungen:
Der Komponist schrieb zusammen mit Jürg Amstein und Erik Charell insgesamt fünf Titel für „Der schwarze Hecht“. Höhepunkt der komischen Revueoperette ist das Lied „O mein Papa“, erstmals in absichtlich gebrochenem Hochdeutsch vorgetragen von Erna Lenser während der Uraufführung am 1. April 1939 im Schauspielhaus Zürich. Insgesamt brachte es das Musical hier auf elf Aufführungen.

Elf Jahre später, 1950, wurde die Revueoperette neu aufgegriffen. Die hochdeutsche Variante der Originalrevue wurde am 16. März 1950 unter dem Titel „Das Feuerwerk“ im Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz uraufgeführt. Das Werk, das als „Musikalische Komödie“ veröffentlicht wurde, erinnert sowohl vom Sujet als auch von der Musik her an ein amerikanisches Musical und markiert somit die Abkehr von der traditionellen Operette  im deutschsprachigen Unterhaltungstheater der 1950er Jahre.

 Liebe Freunde!

Inspiriert von Manfreds Beitrag über Paul Burkhards „Feuerwerk“, musste ich mir gleich den Musikfilm mit Romy Schneider und Karl Schönbock u. A. anschauen. Ja, es ist keine Operette, sondern für mich ein Musical. Ich wußte auch nicht, wo ich dieses interessante Werk einordnen sollte. Ich habe „Feuerwerk“ in mehreren Besetzungen und früher sehr viel gehört. Ich besitze einen sehr schönen Querschnitt daraus mit Liselotte Ebnet als „Iduna“, Brigitte Mira als „Köchin“ in den Hauptrollen und Paul Burkhard mit dem Sinfonieorchester Graunke als Dirigent. Das „Pony-Lied“ und „O mein Papa“ gibt es natürlich nicht nur mit Lys Assia, sondern mit vielen anderen Interpreten. Hier meine Lieblingsaufnahme:

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