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Pietro Francesco Cavalli (1602-1676): Tragedia in einem Prolog und fünf Akten Personen der Handlung: Ort und Zeit der Handlung: Griechische Mythologie Prolog Berglandschaft mit 14 Flüssen Erster Akt Waldrand mit einer weiten Ebene, in deren Hintergrund die Stadt Oechalia1)zu sehen ist Zweiter Akt Hof des Königspalasts Szenenwechsel: In der Höhle des Schlafes Dritter Akt Ein Garten in Oechalia mit einem Bett Vierter Akt Ein Meeresufer mit Türmen. Einer davon ist Hylos Gefängnis. Szenenwechsel: Zypressengarten mit Königsgräbern Fünfter Akt In der Unterwelt Szenenwechsel: Säulenhalle im Tempel der Juno 1) antike griechische Stadt (auch Stadt des Eurytos genannt), deren Lage unbekannt ist. Sie wurde der Sage nach von Herakles erobert. © Gerhard Wischniewski Pietro Francesco Cavalli (1602-1676): Tragedia in einem Prolog und fünf Akten Personen der Handlung: Ort und Zeit der Handlung: Griechische Mythologie Prolog Berglandschaft mit 14 Flüssen Erster Akt Waldrand mit einer weiten Ebene, in deren Hintergrund die Stadt Oechalia1)zu sehen ist Zweiter Akt Hof des Königspalasts Szenenwechsel: In der Höhle des Schlafes Dritter Akt Ein Garten in Oechalia mit einem Bett Vierter Akt Ein Meeresufer mit Türmen. Einer davon ist Hylos Gefängnis. Szenenwechsel: Zypressengarten mit Königsgräbern Fünfter Akt In der Unterwelt Szenenwechsel: Säulenhalle im Tempel der Juno 1) antike griechische Stadt (auch Stadt des Eurytos genannt), deren Lage unbekannt ist. Sie wurde der Sage nach von Herakles erobert. © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Auch youtube bietet mehrere Gesamtaufnahmen und Ausschnitte an.
Informationen zum Werk Auch youtube bietet mehrere Gesamtaufnahmen und Ausschnitte an.
CAVALLI, Pietro Francesco: ERCOLE AMANTE (Der liebende Herakles)
L’ERCOLE AMANTE
(Der liebende Herakles)
Libretto: Francesco Buti nach Ovids Methamorphosen
Uraufführung 1662 am Thèâtre des Tuileries in Paris
Originalsprache: Italienisch
Herakles, Halbgott (Bass)
Deianira, seine Gattin (Sopran)
Hylos, sein Sohn (Tenor)
Iole, seine Geliebte, Tochter des Königs Eurytos (Sopran)
Ihr Page (Sopran)
Lichas, Diener Deianiras (Alt)
Juno, oberste Göttin (Sopran
Venus, Göttin der Liebe(Sopran)
Merkur, Götterbote (Tenor)
Neptun, Gott des Meeres (Bass)
Sonno, Gott des Schlafes (stumme Rolle)
Pasithea, seine Gattin (Sopran)
Bellezza (Hebe), Göttin der Jugend und Schönheit (Sopran)
Diana Cinthia, Tochter des Gottes Jupiter, Sinnbild jungfräulicher Reinheit (Sopran)
Schatten des Königs Eurytos (Bass)
Schatten des Königs Busiris Contra-Alt)
Schatten des Königs Laomedori (Tenor)
Schatten der Königin Clerica (Alt)
Der Tiber (Bass)
Flüsse, Bäche , Zephire, Priester, Seelen in der Unterwelt, Planeten, Tänzer
Diana Cinthia als Sinnbild jungfräulicher Reinheit schwebt in einer Bühnenmaschinerie herab. Die Flüsse – unter ihnen auch der Tiber – preisen den französischen König (Ludwig XIV), von dem sie nach Ende qualvoller Kriegsjahre nun ein goldenes Zeitalter erwarten. Auch Diana hebt die Verdienste des Königs hervor und spricht auch die bevorstehende Ehe mit Maria Theresia aus Spanien an. Sie vergleicht die Hochzeit mit der des Herakles mit Hebe. 2)
Herakles ist von Iole, der Tochter des Königs Eurytos, in die er sich verliebt hat, zurückgewiesen worden. Er beklagt sich über den Gott Amor, als dessen Opfer er sich fühlt.
In einer Bühnenmaschinerie steigt Venus begleitet von Grazien herab. Sie singt mit den Grazien über die Schönheit und Macht der Liebe. Sie verspricht Herakles, ihm zu helfen. Er solle Iole an einen bestimmten Ort locken, wo sie dann mit ihren Liebespfeilen dafür sorgen werde, dass diese in Liebe zu ihm entbrenne. Er verspricht ihr dafür kostbare Opfergaben. Der Chor der Grazien wünscht ihm dazu Glück, Dann verschwinden sie wieder.
Nun schwebt Juno in einem Wagen vom Himmel herab. Sie gilt als Behüterin der Ehe und ärgert sich darüber, dass diese „zypriotische Göttin“ (Venus) Herakles begünstigen und sie mit ruchlosen Künsten beleidigen will. Denn, wie wir aus ihren Worten erfahren, ist Herakles mit Deianira verheiratet. Und dieser Schurke strebe nun ein Liebesverhältnis mit Ione an, deren Vater Eurytos er getötet hat. Liebe, die nicht aus natürlicher Leidenschaft entstehe, sondern erzwungen werde, werde sich in Hass verwandeln. Juno bittet die Winde, sie zu der Grotte des Schlafes zu tragen und entfesselt Stürme und Blitze.2)
Iole und Hylos, der Sohn des Herakles, preisen ihre gegenseitige leidenschaftliche Liebe und schwören sich Treue, auch wenn Hylos‘ Vater sein Rivale ist. Und Iole will auf ihr Königreich verzichten, wenn sie sie nur Hylos behalten könne.
Ioles Page fragt im Namen von Herakles, ob Iole mit diesem in Garten spazieren gehen wolle. Iole kann das nicht ablehnen, verspricht aber dem eifersüchtigen Hylos, dass nichts sie trennen könne. Dem Pagen erteilt sie die Zusage, sie werde aber von Hylos begleitet. Hylos äußert sich noch, dass er, wohin er auch immer gehe, stets in Gedanken bei ihr sei. Dann gehen die beiden.
Der Page macht sich inzwischen Gedanken über das Wesen der Liebe.
Deianira und ihr Diener Lichas halten ihn auf. Sie erfahren, dass er mit einer wichtigen Nachricht Ioles zu Herakles eilen muss. Lichas errät deren Inhalt und Deianira ist über den Verrat ihres Gatten erschüttert. Der Page berichtet, dass es am Hofe weitere Liebesaffären gebe, Iole aber Hylos liebe und Herakles hasse. Lichas meint, dass es daran liege, dass der eine jung, der andere aber älter sei. Der Page erzählt weiter, dass König Eurytos Herakles seine Tochter Iole versprochen habe, die aber Hylos liebte. Um seiner Tochter zu gefallen, habe der König sein Versprechen gegenüber Herakles gebrochen und dieser habe ihn getötet. Nun aber müsse er schnell dem ungeduldigen Herakles die Nachricht Ioles bringen.
Deianira ist entsetzt, ihre Ehe und das Leben ihres Sohne sei in Gefahr, denn Herakles habe in seiner Wut schon andere Familienmitglieder ermordet. Sie bereut, ihm aus ihrer Heimat hierher gefolgt zu sein. Lichas will ihr beistehen und beide wollen das weitere Geschehen verkleidet zu beobachten.
Pasithea, die Gattin des Schlafgottes Sonno singt ihrem Gatten ein Schlaflied und der Chor der Bäche und Zephyre stimmt mit ein.
Juno steigt mit ihrem Wagen vom Himmel herab und bittet Pasithea, ihr ihren Gatten kurzzeitig zu überlassen. Sie brauche ihn, um ein paar Sterbliche in Schach zu halten. Sie verspricht, ihn in einer Stunde wiederzubringen. Pasithea erfüllt ihren Wunsch. Sie laden den Schlafenden in Junos Wagen und alle wünschen Juno Glück.2)
Venus steigt auf einer Wolke herab, auf ihren Konkurrenten Amor schimpfend. Sie zeigt Herakles, der sie erneut um Hilfe bittet, einen Zauberstab, mit dem sie das Bett verzaubert. Wenn Iole in diesem Bett schlafe, werde ihre Verachtung in leidenschaftliche Liebe verwandelt werden. Herakles ist skeptisch: Solange die Liebe nicht vom Himmel sondern aus der Hölle kommt, aus der Venus stammt, scheint ihm diese wertlos. Doch Venus versucht ihn eines anderen zu belehren: Solange er sie genieße, wäre es doch egal, ob diese Liebe Betrug oder Gnade sei. Bei Amor sei diese immer mit Leid verbunden. Sie verschwindet.
Der Page kommt und meldet die Zusage Ioles. Von ihm erfährt Herakles aber auch, dass diese seinen Sohn Hylos liebt.
Hylos und Iole mit einem Chor von Jungfrauen treten ein. Sie hält Herakles, der sie noch einmal um ihre Liebe anfleht, entgegen, dass sie für ihn, der ihren Vater getötet habe, nur Abscheu empfinde. Herakles erklärt, dass er für die Verweigerung, die ihm ihr Vater erteilt habe, selbst den Donnergott getötet hätte. Iole sagt, dass sie der alleinige Grund für diesen Bruch des Versprechens gewesen sei. Da gibt er ihr die Schuld am Tode des Vaters. Inzwischen habe er aber seine Wildheit abgelegt. Er verspreche ihr, ihr jeden Willen unterwürfig zu erfüllen. So kann er sie überreden, sich zu ihm auf das Bett zu setzen. Sobald sie sitzt, beginnt der Zauber der Venus zu wirken und ihr Hass verwandelt sich in leidenschaftliche Liebe. Hylos ist entsetzt und er erklärt, dass er den Tod in den Bergen suchen werde. Er eilt davon
Iole denkt darüber nach, wie sie in diesen Irrtum verfallen ist, Herakles redet ihr ein, sie habe die Gefühle Hylos‘ nicht sehr verletzt. Sie steht im Bann des Zaubers und bekennt, dass sie nur noch für Herakles da sei. Er trägt ihr die Ehe an. Sie aber will erst ihren Vater mit geheimnisvollen Gebeten besänftigen. Herakles stimmt zu.
Juno kommt mit dem Sonno in ihrem Wagen. Sie bittet ihn, Herakles in Schlaf Fallen zu lassen. Der erstaunten Iole gebietet sie, schnell von dem verzauberten Bett zu steigen und lässt sie an Kräuter, die sie mitgebracht hat, riechen, die sie von ihrem teuflischen Bann befreien. Iole freut sich über die Erlösung, aber was nützt es, wenn ihr einziger Schatz Hylos nun vor ihr flieht. Doch Juno hat vorgebeugt. Sie hat Hylos beraten und dieser hört verborgen alles mit. Dann reicht sie Iole einem Dolch, mit dem sie den schlafenden Herakles erstechen soll und entschwindet mit Sonno.
Iole betet zu ihrem Vater, dass er ihr Mut verleihe, das Opfer zu vollziehen. Als sie zustechen will springt Hylos dazwischen. Er entreißt ihr den Dolch. Er will seinen Vater, den er dennoch liebt, nicht töten lassen, sondern ihn besänftigen, und, wenn das nichts nützt, sich selbst töten.
Merkur, der Götterbote, weckt Herakles und verschwindet wieder. Dieser sieht Hylos mit der Waffe. Er glaubt, dass Hylos ihn habe töten wollen. Hylos will nun nicht mehr leben und Iole gesteht, dass sie es war, die Herakles töten wollte, um ihren Vater zu rächen und seinen Liebesintrigen zu entgehen.
Deianira und Lichas – verkleidet – kommen hinzu. Deianira sieht ihren Sohn in Gefahr und will ihre Verkleidung ablegen. Aber Lichas rät davon ab, da Herakles im Zorn auch sie töten könne. Sie vernehmen, dass Herakles Iole und Hylos töten will, aber Iole sagt ihm zu, dass sie seiner Liebe möglicherweise nachgeben werde, wenn er Hylos verschone. Herakles will nun seinen Sohn in einem Turm am Meer einsperren,um sicher zu sein, dass er seine Hoffnung auf Iole bewahren könne.
Deianira und Hylos nehmen voneinander Abschied. Auch Lichas verabschiedet sich von dem Pagen, da Deianira wohl verbannt und er mit ihr gehen werde. Er hofft aber auf ein Wiedersehen, da Deianira noch nie Befehle befolgt habe. Das verzauberte Bett verschwindet.2)
Hylos beklagt sein Schicksal. Der Tod wäre weniger schmerzhaft als diese Gefangenschaft.
Der Page kommt in einem Boot. Als Hylos ihn nach den Neuigkeiten fragt, erklärt er, dass Iole Herakles heiraten müsse. Er bringt ihm einen Brief von ihr, worin sie ihn um Vergebung bittet, dass sie sich nun in die Hochzeit mit Herakles eingewilligt habe, um sein (Hylos‘) Leben zu erhalten.
Als der Page sich auf den Heimweg machen will, bricht ein Sturm los. Hylos muss – die Götter um Hilfe anrufend – mit ansehen, wie dieser vom Meer verschlungen wird. Hylos zögert zunächst und entschließt sich dann, ebenfalls zu sterben. Mit dem Wort „Iole“ auf den Lippen stürzt er sich in Meer.
Juno erscheint mit ihrem Wagen in der Luft und ruft Neptun, den jungen Mann zu retten. Neptun taucht auf und bringt Hylos wohlbehalten zurück. Er ist erstaunt, warum dem Jüngling der Tod verlockender ist als das Leben. Dieser gibt an, dass ihm das Wasser des Lethe3) den verzweifelten Liebesdurst stillen sollte. Neptun belehrt ihn, selbst bei Liebeskummer niemals die Hoffnung aufzugeben. Dann schickt er ihn zu Junos Wagen und verschwindet.
Während Zephyre um Junos Wagen tanzen und spielen, belehrt diese Hylos, dass der Mensch nicht in die Pläne des Schicksals eingreifen und sich entmutigen lassen soll. Hylos dankt ihr, aber er glaubt, dass seine Seele wohl immer gespalten bleiben werde. Dann setzt Juno Hylos an Land ab und kehrt mit ihrem Wagen in den Himmel zurück.2)
Deianira eröffnet Lichas, dass sie sterben möchte, denn ihr Sohn wurde ihr genommen und ihr Ehemann werde nun bald eine andere heiraten. Sie möchte in einem Grab ohne Komfort begraben werden, und niemals wieder die Sonne sehen. Alles was sie besitze, soll Lichas erben. Lichas versucht, ihr diese Gedanken auszureden. Als sich ein Trauerzug nähert, rät er, sich diesen aus einem Versteck anzusehen
Der Chor singt ein Trauerlied. Iole will am Grab ihres Vaters um Vergebung bitten, dass sie seinen Mörder heiraten muss. Sie werde ihm nur ihren Leib, nicht ihre Seele, übergeben. Plötzlich erbebt die Erde und der Schatten des Eurytos steigt aus dessen Grab, Er zeigt seinen ganzen Zorn auf seinen Mörder. Doch als Iole ihn überzeugen kann, dass sie der Heirat nur deswegen zustimmen muss, um den unschuldigen Hylos zu retten, will auch er für dessen Rettung sorgen.
Da tritt Deianira aus ihrem Versteck und berichtet, dass jedes Opfer vergeblich sei. Hylos sei bereits tot. Sie habe in der Nähe des Turmes auf ein Boot gewartet, dass sie zu ihm bringen sollte. Da habe sie ihn ins Meer springen sehen. Einheimische hätten ihr, die ohnmächtig wurde, geholfen. Eurytos‘ Schatten hält nun Iole an, ihre nutzlose Zusage zurückzuziehen. Er werde in der Unterwelt mit den Seelen der von Herakles Ermordeten einen Pakt gegen diesen schmieden. Er verschwindet wieder.
Iole will nun auch sterben. Doch Lichas hält die beiden Todeswilligen auf. Er wisse ein Mittel, ihnen zu helfen. Deianira habe ein Gewand von dem sterbenden Zentauren Nesso erhalten, das sie inzwischen vergessen habe. Wenn sie Herakles dazu bringe, dieses zu tragen, werde er sich wieder in seine Frau verlieben. Deianira zweifelt zwar noch daran und Lichas spöttelt noch ein wenig darüber, dass es leichter sei, einen Toten zu erwecken als zwei Frauen zu überzeugen. Vielleicht habe ja auch Hylos den Sprung ins Meer bereut und sei wieder an Land geschwommen. Sie wollen es also schließlich versuchen.2)
Die Schatten der Königin Clerica von Kos und die der Könige Eurytos, Laomedon von Troja und Bussarides von Ägypten, die alle unter Herakles gelitten haben, und ein Chor der Seelen sind versammelt. Eurytos treibt zur Rache. Clerica, stimmt mit ein, da Herakles sie und ihre Kinder getötet hat. Laomedon, den Herakles so wie tausende andere umgebracht hat, stimmt dafür, ihn zu zerfleischen und auch Bussarides verlangt seinen Tod. Dazwischen fordert auch der Chor der Seelen immer wieder, dass der Grausame sterben solle. Also schlägt Eurytos vor, ihn mit der Hilfe von Furien und Vipern solange zu quälen, bis ihn die Qual leblos macht.
Hier sind neben den Priestern der Juno Herakles, Iole, Deianira und Lichas anwesend. Herakles jubelt, dass nun endlich die Hochzeit mit Iole stattfinden soll. Lichas trägt Iole auf, Herakles als Opfergabe das Gewand Nessos zu überreichen. Obwohl sie an der Wirksamkeit zweifelt, übergibt sie es ihm auf seine Aufforderung hin. Er zieht es an und empfindet sofort einen brennenden Schmerz. Er bedenkt seine Taten und fleht noch einmal verschiedene Götter an. Dann stirbt er. Lichas ist verwundert, dass das Gewand wirksamer war, als er gedacht habe. Iole jammert, nachdem das Geschehen sie nun von dem grausamen Liebhaber erlöst hat, um den vermeintlichen Tod Hylos‘. Deianira vergibt Lichas, der diese Wirkung nicht ahnen konnte und will nun, da ihr Mann tot ist und sie auch ihren Sohn tot glaubt, erneut sterben.
In diesem Augenblick taucht Hylos auf und erzählt den hocherfreuten Damen, wie er von Juno gerettet wurde. Die beiden Damen versuchen, ihn über den Tod des von ihm trotz allem geliebten Vaters hinweg zu trösten. Auch die anderen erklären, seinen Schmerz zu teilen.
Da erscheint Juno mit ihrem Wagen. Auf dessen höchsten Punkt stehen Herakles, vermählt mit Bellezza (Hebe). Juno erklärt, dass er in den Himmel aufgenommen wurde und dort geheiratet habe. Sie sollten ihre menschlichen Gefühle der Eifersucht niederlegen. Alle unverheirateten Seelen sollten sich in Liebe umschlingen. Die Anwesenden fühlen sich versöhnt, nichts sei stärker als die gegenseitige Liebe.
Herakles und Bellezza steigen aus dem Wagen, der Chor der Planeten verkündet, dass nun das irdische Leid des Herakles vorbei sei, dadurch dass er in den Himmel versetzt und Bellezza geheiratet habe. Bellezza und Herakles verkünden, dass einst an der Seine ein neuer Herakles eine iberische Schönheit heiraten werde.2)
2) am Ende des Prologs und aller Akte sowie bei Szenenwechsel im 4. Akt geht das Geschehen in je ein Ballett über, die von Jean Baptiste Lully hinzu komponiert wurde
3) in der griechischen Mythologie ein Fluss der Unterwelt, bei dessen Überquerung die Menschen ihr irdisches Leben vergessen.
L’ERCOLE AMANTE
(Der liebende Herakles)
Libretto: Francesco Buti nach Ovids Methamorphosen
Uraufführung 1662 am Thèâtre des Tuileries in Paris
Originalsprache: Italienisch
Herakles, Halbgott (Bass)
Deianira, seine Gattin (Sopran)
Hylos, sein Sohn (Tenor)
Iole, seine Geliebte, Tochter des Königs Eurytos (Sopran)
Ihr Page (Sopran)
Lichas, Diener Deianiras (Alt)
Juno, oberste Göttin (Sopran
Venus, Göttin der Liebe(Sopran)
Merkur, Götterbote (Tenor)
Neptun, Gott des Meeres (Bass)
Sonno, Gott des Schlafes (stumme Rolle)
Pasithea, seine Gattin (Sopran)
Bellezza (Hebe), Göttin der Jugend und Schönheit (Sopran)
Diana Cinthia, Tochter des Gottes Jupiter, Sinnbild jungfräulicher Reinheit (Sopran)
Schatten des Königs Eurytos (Bass)
Schatten des Königs Busiris Contra-Alt)
Schatten des Königs Laomedori (Tenor)
Schatten der Königin Clerica (Alt)
Der Tiber (Bass)
Flüsse, Bäche , Zephire, Priester, Seelen in der Unterwelt, Planeten, Tänzer
Diana Cinthia als Sinnbild jungfräulicher Reinheit schwebt in einer Bühnenmaschinerie herab. Die Flüsse – unter ihnen auch der Tiber – preisen den französischen König (Ludwig XIV), von dem sie nach Ende qualvoller Kriegsjahre nun ein goldenes Zeitalter erwarten. Auch Diana hebt die Verdienste des Königs hervor und spricht auch die bevorstehende Ehe mit Maria Theresia aus Spanien an. Sie vergleicht die Hochzeit mit der des Herakles mit Hebe. 2)
Herakles ist von Iole, der Tochter des Königs Eurytos, in die er sich verliebt hat, zurückgewiesen worden. Er beklagt sich über den Gott Amor, als dessen Opfer er sich fühlt.
In einer Bühnenmaschinerie steigt Venus begleitet von Grazien herab. Sie singt mit den Grazien über die Schönheit und Macht der Liebe. Sie verspricht Herakles, ihm zu helfen. Er solle Iole an einen bestimmten Ort locken, wo sie dann mit ihren Liebespfeilen dafür sorgen werde, dass diese in Liebe zu ihm entbrenne. Er verspricht ihr dafür kostbare Opfergaben. Der Chor der Grazien wünscht ihm dazu Glück, Dann verschwinden sie wieder.
Nun schwebt Juno in einem Wagen vom Himmel herab. Sie gilt als Behüterin der Ehe und ärgert sich darüber, dass diese „zypriotische Göttin“ (Venus) Herakles begünstigen und sie mit ruchlosen Künsten beleidigen will. Denn, wie wir aus ihren Worten erfahren, ist Herakles mit Deianira verheiratet. Und dieser Schurke strebe nun ein Liebesverhältnis mit Ione an, deren Vater Eurytos er getötet hat. Liebe, die nicht aus natürlicher Leidenschaft entstehe, sondern erzwungen werde, werde sich in Hass verwandeln. Juno bittet die Winde, sie zu der Grotte des Schlafes zu tragen und entfesselt Stürme und Blitze.2)
Iole und Hylos, der Sohn des Herakles, preisen ihre gegenseitige leidenschaftliche Liebe und schwören sich Treue, auch wenn Hylos‘ Vater sein Rivale ist. Und Iole will auf ihr Königreich verzichten, wenn sie sie nur Hylos behalten könne.
Ioles Page fragt im Namen von Herakles, ob Iole mit diesem in Garten spazieren gehen wolle. Iole kann das nicht ablehnen, verspricht aber dem eifersüchtigen Hylos, dass nichts sie trennen könne. Dem Pagen erteilt sie die Zusage, sie werde aber von Hylos begleitet. Hylos äußert sich noch, dass er, wohin er auch immer gehe, stets in Gedanken bei ihr sei. Dann gehen die beiden.
Der Page macht sich inzwischen Gedanken über das Wesen der Liebe.
Deianira und ihr Diener Lichas halten ihn auf. Sie erfahren, dass er mit einer wichtigen Nachricht Ioles zu Herakles eilen muss. Lichas errät deren Inhalt und Deianira ist über den Verrat ihres Gatten erschüttert. Der Page berichtet, dass es am Hofe weitere Liebesaffären gebe, Iole aber Hylos liebe und Herakles hasse. Lichas meint, dass es daran liege, dass der eine jung, der andere aber älter sei. Der Page erzählt weiter, dass König Eurytos Herakles seine Tochter Iole versprochen habe, die aber Hylos liebte. Um seiner Tochter zu gefallen, habe der König sein Versprechen gegenüber Herakles gebrochen und dieser habe ihn getötet. Nun aber müsse er schnell dem ungeduldigen Herakles die Nachricht Ioles bringen.
Deianira ist entsetzt, ihre Ehe und das Leben ihres Sohne sei in Gefahr, denn Herakles habe in seiner Wut schon andere Familienmitglieder ermordet. Sie bereut, ihm aus ihrer Heimat hierher gefolgt zu sein. Lichas will ihr beistehen und beide wollen das weitere Geschehen verkleidet zu beobachten.
Pasithea, die Gattin des Schlafgottes Sonno singt ihrem Gatten ein Schlaflied und der Chor der Bäche und Zephyre stimmt mit ein.
Juno steigt mit ihrem Wagen vom Himmel herab und bittet Pasithea, ihr ihren Gatten kurzzeitig zu überlassen. Sie brauche ihn, um ein paar Sterbliche in Schach zu halten. Sie verspricht, ihn in einer Stunde wiederzubringen. Pasithea erfüllt ihren Wunsch. Sie laden den Schlafenden in Junos Wagen und alle wünschen Juno Glück.2)
Venus steigt auf einer Wolke herab, auf ihren Konkurrenten Amor schimpfend. Sie zeigt Herakles, der sie erneut um Hilfe bittet, einen Zauberstab, mit dem sie das Bett verzaubert. Wenn Iole in diesem Bett schlafe, werde ihre Verachtung in leidenschaftliche Liebe verwandelt werden. Herakles ist skeptisch: Solange die Liebe nicht vom Himmel sondern aus der Hölle kommt, aus der Venus stammt, scheint ihm diese wertlos. Doch Venus versucht ihn eines anderen zu belehren: Solange er sie genieße, wäre es doch egal, ob diese Liebe Betrug oder Gnade sei. Bei Amor sei diese immer mit Leid verbunden. Sie verschwindet.
Der Page kommt und meldet die Zusage Ioles. Von ihm erfährt Herakles aber auch, dass diese seinen Sohn Hylos liebt.
Hylos und Iole mit einem Chor von Jungfrauen treten ein. Sie hält Herakles, der sie noch einmal um ihre Liebe anfleht, entgegen, dass sie für ihn, der ihren Vater getötet habe, nur Abscheu empfinde. Herakles erklärt, dass er für die Verweigerung, die ihm ihr Vater erteilt habe, selbst den Donnergott getötet hätte. Iole sagt, dass sie der alleinige Grund für diesen Bruch des Versprechens gewesen sei. Da gibt er ihr die Schuld am Tode des Vaters. Inzwischen habe er aber seine Wildheit abgelegt. Er verspreche ihr, ihr jeden Willen unterwürfig zu erfüllen. So kann er sie überreden, sich zu ihm auf das Bett zu setzen. Sobald sie sitzt, beginnt der Zauber der Venus zu wirken und ihr Hass verwandelt sich in leidenschaftliche Liebe. Hylos ist entsetzt und er erklärt, dass er den Tod in den Bergen suchen werde. Er eilt davon
Iole denkt darüber nach, wie sie in diesen Irrtum verfallen ist, Herakles redet ihr ein, sie habe die Gefühle Hylos‘ nicht sehr verletzt. Sie steht im Bann des Zaubers und bekennt, dass sie nur noch für Herakles da sei. Er trägt ihr die Ehe an. Sie aber will erst ihren Vater mit geheimnisvollen Gebeten besänftigen. Herakles stimmt zu.
Juno kommt mit dem Sonno in ihrem Wagen. Sie bittet ihn, Herakles in Schlaf Fallen zu lassen. Der erstaunten Iole gebietet sie, schnell von dem verzauberten Bett zu steigen und lässt sie an Kräuter, die sie mitgebracht hat, riechen, die sie von ihrem teuflischen Bann befreien. Iole freut sich über die Erlösung, aber was nützt es, wenn ihr einziger Schatz Hylos nun vor ihr flieht. Doch Juno hat vorgebeugt. Sie hat Hylos beraten und dieser hört verborgen alles mit. Dann reicht sie Iole einem Dolch, mit dem sie den schlafenden Herakles erstechen soll und entschwindet mit Sonno.
Iole betet zu ihrem Vater, dass er ihr Mut verleihe, das Opfer zu vollziehen. Als sie zustechen will springt Hylos dazwischen. Er entreißt ihr den Dolch. Er will seinen Vater, den er dennoch liebt, nicht töten lassen, sondern ihn besänftigen, und, wenn das nichts nützt, sich selbst töten.
Merkur, der Götterbote, weckt Herakles und verschwindet wieder. Dieser sieht Hylos mit der Waffe. Er glaubt, dass Hylos ihn habe töten wollen. Hylos will nun nicht mehr leben und Iole gesteht, dass sie es war, die Herakles töten wollte, um ihren Vater zu rächen und seinen Liebesintrigen zu entgehen.
Deianira und Lichas – verkleidet – kommen hinzu. Deianira sieht ihren Sohn in Gefahr und will ihre Verkleidung ablegen. Aber Lichas rät davon ab, da Herakles im Zorn auch sie töten könne. Sie vernehmen, dass Herakles Iole und Hylos töten will, aber Iole sagt ihm zu, dass sie seiner Liebe möglicherweise nachgeben werde, wenn er Hylos verschone. Herakles will nun seinen Sohn in einem Turm am Meer einsperren,um sicher zu sein, dass er seine Hoffnung auf Iole bewahren könne.
Deianira und Hylos nehmen voneinander Abschied. Auch Lichas verabschiedet sich von dem Pagen, da Deianira wohl verbannt und er mit ihr gehen werde. Er hofft aber auf ein Wiedersehen, da Deianira noch nie Befehle befolgt habe. Das verzauberte Bett verschwindet.2)
Hylos beklagt sein Schicksal. Der Tod wäre weniger schmerzhaft als diese Gefangenschaft.
Der Page kommt in einem Boot. Als Hylos ihn nach den Neuigkeiten fragt, erklärt er, dass Iole Herakles heiraten müsse. Er bringt ihm einen Brief von ihr, worin sie ihn um Vergebung bittet, dass sie sich nun in die Hochzeit mit Herakles eingewilligt habe, um sein (Hylos‘) Leben zu erhalten.
Als der Page sich auf den Heimweg machen will, bricht ein Sturm los. Hylos muss – die Götter um Hilfe anrufend – mit ansehen, wie dieser vom Meer verschlungen wird. Hylos zögert zunächst und entschließt sich dann, ebenfalls zu sterben. Mit dem Wort „Iole“ auf den Lippen stürzt er sich in Meer.
Juno erscheint mit ihrem Wagen in der Luft und ruft Neptun, den jungen Mann zu retten. Neptun taucht auf und bringt Hylos wohlbehalten zurück. Er ist erstaunt, warum dem Jüngling der Tod verlockender ist als das Leben. Dieser gibt an, dass ihm das Wasser des Lethe3) den verzweifelten Liebesdurst stillen sollte. Neptun belehrt ihn, selbst bei Liebeskummer niemals die Hoffnung aufzugeben. Dann schickt er ihn zu Junos Wagen und verschwindet.
Während Zephyre um Junos Wagen tanzen und spielen, belehrt diese Hylos, dass der Mensch nicht in die Pläne des Schicksals eingreifen und sich entmutigen lassen soll. Hylos dankt ihr, aber er glaubt, dass seine Seele wohl immer gespalten bleiben werde. Dann setzt Juno Hylos an Land ab und kehrt mit ihrem Wagen in den Himmel zurück.2)
Deianira eröffnet Lichas, dass sie sterben möchte, denn ihr Sohn wurde ihr genommen und ihr Ehemann werde nun bald eine andere heiraten. Sie möchte in einem Grab ohne Komfort begraben werden, und niemals wieder die Sonne sehen. Alles was sie besitze, soll Lichas erben. Lichas versucht, ihr diese Gedanken auszureden. Als sich ein Trauerzug nähert, rät er, sich diesen aus einem Versteck anzusehen
Der Chor singt ein Trauerlied. Iole will am Grab ihres Vaters um Vergebung bitten, dass sie seinen Mörder heiraten muss. Sie werde ihm nur ihren Leib, nicht ihre Seele, übergeben. Plötzlich erbebt die Erde und der Schatten des Eurytos steigt aus dessen Grab, Er zeigt seinen ganzen Zorn auf seinen Mörder. Doch als Iole ihn überzeugen kann, dass sie der Heirat nur deswegen zustimmen muss, um den unschuldigen Hylos zu retten, will auch er für dessen Rettung sorgen.
Da tritt Deianira aus ihrem Versteck und berichtet, dass jedes Opfer vergeblich sei. Hylos sei bereits tot. Sie habe in der Nähe des Turmes auf ein Boot gewartet, dass sie zu ihm bringen sollte. Da habe sie ihn ins Meer springen sehen. Einheimische hätten ihr, die ohnmächtig wurde, geholfen. Eurytos‘ Schatten hält nun Iole an, ihre nutzlose Zusage zurückzuziehen. Er werde in der Unterwelt mit den Seelen der von Herakles Ermordeten einen Pakt gegen diesen schmieden. Er verschwindet wieder.
Iole will nun auch sterben. Doch Lichas hält die beiden Todeswilligen auf. Er wisse ein Mittel, ihnen zu helfen. Deianira habe ein Gewand von dem sterbenden Zentauren Nesso erhalten, das sie inzwischen vergessen habe. Wenn sie Herakles dazu bringe, dieses zu tragen, werde er sich wieder in seine Frau verlieben. Deianira zweifelt zwar noch daran und Lichas spöttelt noch ein wenig darüber, dass es leichter sei, einen Toten zu erwecken als zwei Frauen zu überzeugen. Vielleicht habe ja auch Hylos den Sprung ins Meer bereut und sei wieder an Land geschwommen. Sie wollen es also schließlich versuchen.2)
Die Schatten der Königin Clerica von Kos und die der Könige Eurytos, Laomedon von Troja und Bussarides von Ägypten, die alle unter Herakles gelitten haben, und ein Chor der Seelen sind versammelt. Eurytos treibt zur Rache. Clerica, stimmt mit ein, da Herakles sie und ihre Kinder getötet hat. Laomedon, den Herakles so wie tausende andere umgebracht hat, stimmt dafür, ihn zu zerfleischen und auch Bussarides verlangt seinen Tod. Dazwischen fordert auch der Chor der Seelen immer wieder, dass der Grausame sterben solle. Also schlägt Eurytos vor, ihn mit der Hilfe von Furien und Vipern solange zu quälen, bis ihn die Qual leblos macht.
Hier sind neben den Priestern der Juno Herakles, Iole, Deianira und Lichas anwesend. Herakles jubelt, dass nun endlich die Hochzeit mit Iole stattfinden soll. Lichas trägt Iole auf, Herakles als Opfergabe das Gewand Nessos zu überreichen. Obwohl sie an der Wirksamkeit zweifelt, übergibt sie es ihm auf seine Aufforderung hin. Er zieht es an und empfindet sofort einen brennenden Schmerz. Er bedenkt seine Taten und fleht noch einmal verschiedene Götter an. Dann stirbt er. Lichas ist verwundert, dass das Gewand wirksamer war, als er gedacht habe. Iole jammert, nachdem das Geschehen sie nun von dem grausamen Liebhaber erlöst hat, um den vermeintlichen Tod Hylos‘. Deianira vergibt Lichas, der diese Wirkung nicht ahnen konnte und will nun, da ihr Mann tot ist und sie auch ihren Sohn tot glaubt, erneut sterben.
In diesem Augenblick taucht Hylos auf und erzählt den hocherfreuten Damen, wie er von Juno gerettet wurde. Die beiden Damen versuchen, ihn über den Tod des von ihm trotz allem geliebten Vaters hinweg zu trösten. Auch die anderen erklären, seinen Schmerz zu teilen.
Da erscheint Juno mit ihrem Wagen. Auf dessen höchsten Punkt stehen Herakles, vermählt mit Bellezza (Hebe). Juno erklärt, dass er in den Himmel aufgenommen wurde und dort geheiratet habe. Sie sollten ihre menschlichen Gefühle der Eifersucht niederlegen. Alle unverheirateten Seelen sollten sich in Liebe umschlingen. Die Anwesenden fühlen sich versöhnt, nichts sei stärker als die gegenseitige Liebe.
Herakles und Bellezza steigen aus dem Wagen, der Chor der Planeten verkündet, dass nun das irdische Leid des Herakles vorbei sei, dadurch dass er in den Himmel versetzt und Bellezza geheiratet habe. Bellezza und Herakles verkünden, dass einst an der Seine ein neuer Herakles eine iberische Schönheit heiraten werde.2)
2) am Ende des Prologs und aller Akte sowie bei Szenenwechsel im 4. Akt geht das Geschehen in je ein Ballett über, die von Jean Baptiste Lully hinzu komponiert wurde
3) in der griechischen Mythologie ein Fluss der Unterwelt, bei dessen Überquerung die Menschen ihr irdisches Leben vergessen.
Das Werk war als Huldigung zur Hochzeit des französischen Königs Ludwig XIV mit der spanischen Prinzessin Maria Theresia (1660) gedacht, was auch der Prolog und die letzte Szene des 5. Aktes ausdrücken, die eigentlich überflüssig sind. Auch sollte es gleichzeitig zur Einweihung des Théâtre des Tuilleries aufgeführt werden, dessen Bau sich aber verzögerte. Es wurde daher erst 1662 von Lully dort uraufgeführt, der eine Reihe Ballette hinzu komponierte, in die das Geschehen am Ende des Prologs und der einzelnen Akte überging, wodurch das Werk sich auf etwas das Doppelte verlängert.
Der Publikumserfolg war wegen des italienischen Stils der Musik Cavallis nur gering. Größeren Anklang fanden die Ballette Lullys. Nach wenigen Vorstellungen verschwand das Werk vom Spielplan und wurde erst im 20 Jahrhundert in Italien und Frankreich wiederbelebt.
Die Inhaltsangabe wurde teils mit Hilfe des Italienischen Librettos und teils mit seiner Übersetzung ins Spanische erstellt
Es gibt verschiedene Aufnahme auf CD, DVD und BlueRay, z.B
Das Werk war als Huldigung zur Hochzeit des französischen Königs Ludwig XIV mit der spanischen Prinzessin Maria Theresia (1660) gedacht, was auch der Prolog und die letzte Szene des 5. Aktes ausdrücken, die eigentlich überflüssig sind. Auch sollte es gleichzeitig zur Einweihung des Théâtre des Tuilleries aufgeführt werden, dessen Bau sich aber verzögerte. Es wurde daher erst 1662 von Lully dort uraufgeführt, der eine Reihe Ballette hinzu komponierte, in die das Geschehen am Ende des Prologs und der einzelnen Akte überging, wodurch das Werk sich auf etwas das Doppelte verlängert.
Der Publikumserfolg war wegen des italienischen Stils der Musik Cavallis nur gering. Größeren Anklang fanden die Ballette Lullys. Nach wenigen Vorstellungen verschwand das Werk vom Spielplan und wurde erst im 20 Jahrhundert in Italien und Frankreich wiederbelebt.
Die Inhaltsangabe wurde teils mit Hilfe des Italienischen Librettos und teils mit seiner Übersetzung ins Spanische erstellt
Es gibt verschiedene Aufnahme auf CD, DVD und BlueRay, z.B
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