Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.
Ernest Amédée Chausson (1855 – 1899) Drame lyrique in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Imaginäres Reich Camelot in legendärer Zeit Erster Akt Großer Saal im Palast des Königs Arthus Szenenwechsel: Eine Terrasse. Im Hintergrund der Eingang zu dem Gemächern der Königin. Nacht Zweiter Akt Am Rande eines Kiefernwaldes Szenenwechsel: Innenhof in Arthus‘ Schloss mit Blick auf den Garten und Apfelbäume Dritter Akt Felsige Anhöhe mit Blick auf das Schlachtfeld Szenenwechsel: Das Schlachtfeld an der Küste. Abend © Gerhard Wischniewski Ernest Amédée Chausson (1855 – 1899) Drame lyrique in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Imaginäres Reich Camelot in legendärer Zeit Erster Akt Großer Saal im Palast des Königs Arthus Szenenwechsel: Eine Terrasse. Im Hintergrund der Eingang zu dem Gemächern der Königin. Nacht Zweiter Akt Am Rande eines Kiefernwaldes Szenenwechsel: Innenhof in Arthus‘ Schloss mit Blick auf den Garten und Apfelbäume Dritter Akt Felsige Anhöhe mit Blick auf das Schlachtfeld Szenenwechsel: Das Schlachtfeld an der Küste. Abend © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Eine Videoaufnahme auf DVD ist mir nicht bekannt. Informationen zum Werk Eine Videoaufnahme auf DVD ist mir nicht bekannt.CHAUSSON, Ernest Amédée: KÖNIG ARTHUS (Le roi Arthus)
LE ROI ARTHUS
(König Arthus)
Libretto vom Komponisten
Uraufführung: 1903 am Theatre de la Monnaie in Brüssel
Originalsprache; Französisch
König Arthus, legendärer König von Camelot (Bariton)
Guinevere seine Gemahlin (Mezzosopran)
Lancelot, Ritter der Tafelrunde (Tenor)
Mordred, Ritter der Tafelrunde und Neffe des Königs (Bass)
Lyonnel, Diener Lancelots (Tenor)
Merlin, Zauberer (Bariton)
Allan, Knappe Guineveres (Bass)
Ein Bauer (Tenor)
Ein Ritter (Bass)
Ein Reitknecht (Bass)
Vier Soldaten (2 Tenöre, 2 Bässe)
Ritter, Soldaten, Reitknechte, Pagen, Barden, Frauen Guineveres
König Arthus hält in Anwesenheit seiner Gattin Guinevere und des Hofstaats eine Rede auf den Sieg über die Sachsen und seine tapferen Ritter. Alle jubeln und preisen auch ihn und sein Schwert Excalibur. Arthus fordert nun auf, den Sieg zu feiern und regt die Barden an, vor allem einem das Lob zu singen: Lancelot, dem sie den Sieg verdanken. Dieser weist jedoch seinen besonderen Ruhm zurück; alle seien genau wie er bereit, ihr Blut für ihren König zu opfern.
Mordred, einer der Ritter und Neffe Arthus‘ ist jedoch neidisch und flüstert einer Gruppe anderer Ritter zu, dass immer nur Lanvcelot hervorgehoben werde. Während die Barden das Lob Lancelots singen, trägt sich Mordred mit Rachegedanken. Die anderen stimmen ihm zu.
Arthus bemerkt, dass Lancelot trübe Gedanken hegt und fragt ihn nach dem Grund. Aber Mordred mischt sich ein und verspottet den Ritter, worauf Arthus ihn zur Ordnung ruft.
Guinevere geht auf Lancelot zu und überreicht ihm einen Kelch mit den Worten, dass sein Ruhm weiterleben werde, wenn ihn die Barden besingen. Dabei flüstert sie ihm zu, er möge heute Nacht zu ihr kommen. Mordred, den sie früher einmal abgewiesen hat, hat das bemerkt und droht den beiden heimlich. Guinevere geht mit ihren Damen ab und Arthus lässt Tische für ein Bankett herrichten.
Von außen hört man die Nachtwächter singen. Lyonnel, der Diener Lancelots sitzt auf den Stufen der Terrasse und hält Wache. Er äußert seine Enttäuschung über seinen Herrn, der ihn Ehre und Ttreue gelehrt habe und nun diese verhängnisvolle Liebe zu der Gattin seines Freundes Arthus unterhält. Er hat auch die Eifersucht Mordreds beobachtet und wacht nun, damit dieser die beiden nicht überraschen könne. Guinevere und Lancelot erscheinen eng umschlungen auf der Terrasse und Lyonnel versteckt sich.
In einem Duett schwärmen sich beide ihr Liebe zueinander vor. Plötzlich erscheint Lyonnel und erinnert seinen Herren daran, dass der Tag anbricht und er hier verschwinden müsse. Schon hört man wieder die Nachtwächter den neuen Tag verkünden. Lyonnel bringt Lancelot seine Waffen und Guinevere lädt ihn für den nächsten Abend ein.
Da sieht man Mordred heranschleichen und als er Guinevere und Lancelot erkennt, ruft er die Wächter herbei. Lancelot ergreift sein Schwert, sie kämpfen miteinander und Mordred wird von einem kräftigen Schlag getroffen, so dass Guinevere ihn zunächst für tot hält. Guinevere und Lyonnel drängen Lancelot zu fliehen. Er zögert, doch Guinevere bittet ihn, im nahen Wald auf sie zu warten. Sie werde – von Lyonnel geführt – dort hinkommen. Lyonnel reißt Lancelot mit sich fort und Guinevere zieht sich in ihre Gemächer zurück. Bevor sie sie erreicht, bemerkt sie, dass Mordred erwacht und schwacher Stimme die Soldaten herbeiruft, dir ihn dann umringen.
Im Hintergrund durchquert ein Bauer, Korn säend die Landschaft und singt ein Lied über eine Piratenbande, die das Land bedroht und von König Arthus besiegt wird. Lancelot tritt auf, er macht sich Gedanken über das Schicksal Guineveres und fragt sich auch, ob Mordred wirklich tot ist. Sonst würde dieser ihn sicherlich an den König verraten. Währenddessen überquert der Bauer noch einmal singend den Hintergrund. Lancelot macht sich, als er den Namen des König hört, Gedanken über seinen Verrat an ihm. Er sieht sich als Eidbrecher, glaubt aber dennoch, dass er nicht von Guinevere lassen kann.
Endlich hört man Guinevere nach ihm rufen. Außer Atem stürmt sie herbei und berichtet, dass Mordred lebe und ihn beschuldige, worauf viele Ritter sich gegen ihn verbündeten. Arthus jedoch weigere sich sich noch, die Anschuldigungen zu glauben. Lancelot fragt, was er tun kann, um Guinevere zu retten. Sie schlägt ihm vor, zu Arthus zurückzukehren und sich zu verteidigen. Sie habe geleugnet, aber Arthus wolle ihn hören und könne seinen Freund nicht für schuldig halten. Lancelot aber will sich nicht noch einer weiterten Lüge schuldig machen. Doch sie drängt ihn: Warum nicht eine weitere Lüge, da er doch ohnehin schuldig sei, indem er sie liebe? Er aber will das Vertrauen des Königs nicht noch weiter missbrauchen. Er wäre eher bereit, für sie zu sterben. Auch sie weiß, dass sie etwas Schändliches verlangt, aber sie sieht keinen anderen Weg. Schließlich nennt sie ihn einen Feigling. Als sie sich nun verzweifelt auf eine Bank niederlässt, entschließt er sich, den Weg zu gehen, um sie zu retten. Er geht zogernd und bleibt einige Male stehen. Da ruft sie ihn zurück. Er erklärt ihr, dass er die Schande auf sich nehme, danach aber im Kampf den Tod suchen wolle. Da bittet sie um Verzeihung für ihr abscheuliches Verlangen und sie beschließen zu fliehen. Nach einigen Liebesbezeugungen und Umarmungen zieht er sie schließlich mit sich fort..
Einige Rirrer unterhalten sich leise. Arthus kommt und fragt, ob Lancelot noch nicht erschienen sei. Ein Ritter verneint. Arthus winkt den Rittern, sich zurückzuziehen.
Allein geblieben ringt der König mit seinen Zweifeln. Er glaubt immer noch an Lancelots Treue und wartet darauf, dieser möge ihm bestätigen, dass Mordred gelogen habe. Dann betrachtet er sein Lebenwerk: Er habe vieles bewirkt und glaubte, sein Werk sei unsterblich. Aber er bemerkt, dass dieses langsam zerfällt. Die Ritter kämpfen untereinander aus Eifersucht. Sie ertragen nicht mehr die strengen Regeln. Viele hören auf Mordred, der offensichtlich die Krone anstrebt und haben sicher eine Verschwörung gegen Lancelot geschmiedet. Er ruft nach seinem alten Ratgeber, dem Zauberer Merlin.
Da erscheint dieser, auf einem Apfelbaum sitzend. Er erklärt, er habe von den Apfelbäumen düstere Prophezeiungen erhalten. Arthus solle nichts von der Zukunft erwarten. Das gemeinsame Werk, das sie geschaffen haben, wird untergehen. Sie hätten zu sehr auf die Tugend der Menschen vertraut. Er habe seinen geheimen Rückzugsort nur verlasssen, um ihm das zu sagen. Mehr will er nicht preisgeben. Arthus möge sein Schicksal akzeptieren. Bald werde er die Erde verlassen. Einmal werde jedoch der Tag des Erwachens kommen und es werden bessere Zeiten anbrechen.
Arthus will sein Schicksal annehmen, möchte aber von Merlin noch wissen, ob Guinevere und Lancelot unschuldig seien. Doch Merlin schweigt und verschwindet.
Da rennt Arthus, „Guinevere“ schreiend in sein Svchloss. Die Ritter eilen herbei und wundern sich über die Schreie des Königs. Einer der Ritter erklärt, dass die Königin verschwunden sei. Die Ritter streiten miteinander, warum Mordred das Liebespaar verraten habe, Alles ist verwirrt. Da stürzt auch Arthus mit gezückten Schwert herbei und ruft zum Krieg gegen den Entführer auf.
Guinevere eilt herbei. Ihr alter Knappe Allan hält sie auf, damit sie sich dem Schlachtfeld nicht zu sehr nähere. Sie geht bis zum äußersten Rand, um die Schlacht zu beobachten. Wir erfahren von ihr, dass Lancelot seine Anhänger gesammelt hat und in den Kampf gezogen ist und sie glaubt, dass er siegen wird. Von Allan vernehmen wir aber auch, dass Mordred sein Gegner ist, der sich zum König erklärt habe und von Rittern der Tafelrunde unterstützt wird.
Nachdem sie kurze Zeit dem Geschehen in auf dem Schlachtfeld zugesehen hat, setzt sie sich auf einen Stein und denkt über ihre Liebe nach. Sie bereut nichts, hat aber auch bemerkt, dass Lancelot sich verändert hat und fragt sich, ob er sie noch liebe. Allan beobachtet währenddessen weiterhin das Geschehen. Plötzlich berichtet er, dass Lancelot den Kampf aufgegeben habe und hierher komme.
Lancelot tritt auf und Guinevere eilt ihm entgegen. Er gibt zu, geflohen zu sein. Er habe sich zwar ihrem Willen gefügt und sei in diesen goteslästerlichen Kampf gezogen. Aber als Arthus in den gegnerischen Reihen auftauchte, habe ihn die Scham überwältigt, er habe sein Schwert weggeworfen und sei geflohen. Sie macht ihm Vorwürfe, dass ihm ihre Liebe weniger bedeute als sein Verhältnis zu Arthus, nennt ihn erneut einen Feigling und will ihn wieder zum Kampf anstacheln. Er will aber seine Waffen nicht mehr aufnehmen, sondern versuchen, zum König zu gelangen und den Tod zu erleiden. Sie aber will nicht mehr zurück zu Arthus, um dessen Gnade zu erdulden. Als das Kampfgetöse lauter wird, wendet er sich an den Knappen, Guinevere zu beschützen, und sagt ihr Lebewohl. Sein Leben gehöre nur noch seinem König. Sie stößt ihn von sich und er verschwindet mit Lyonnel. Weitere Knappen erscheinen, doch Guinevere schickt sie fort. Auch Allen, der noch zögert, weist sie davon.
Allein denkt sie noch einmal darüber nach, wie Lancelot sie verraten habe. Und dennoch liebe sie ihn immer noch. Als die Kampfgeräusche verstummen, erkennt sie, dass er seinen Willen erreicht hat. Ihn zu überleben erscheint ihr sinnlos. Sie sucht nach einer Waffe, löst schließlich ihre Zöpfe und erdrosselt sich damit.
Lancelot liegt wie leblos am Boden. Die Soldaten versuchen festzustellen, ob er noch lebt. Einer schlägt vor, ihn in die Sonne zu tragen, vielleicht dass diese ihn wiederbelebt. Sie tragen ihn an einen Felsen in die Sonne. Die Soldaren bedauern es, wenn der tapferste aller Ritter sterbe. Andere Soldaten treten heran und geben ihm die Schuld, wenn die Tafelrunde untergeht. Ein Knecht weist sie zurecht: Ihnen stehe es nicht zu, ihn zu richten.
Von Lyonnel begleitet nähert sich der König. Er klagt, dass ihm Guinevere und Lancelot, die beiden die er am meisten liebte, das das Herz zerrissen haben und nun beide tot sind. Lancelot erwacht jedoch noch einmal und ordnet an, den Kampf einzustellen. Dann bittet er Arthus, den er erst jetzt entdeckt, ihn zu töten. Arthus aber hat sich mit seinem Schicksal und baldigem Tod abgefunden und verzichtet auf Rache. Lancelot prophezeit ihm mit seinen letztern Worten, dass seine Ideale weiterleben werden. Dann stirbt er. Arthus lässt ihn von den Soldaten wegtragen und auch Lyonnel folgt ihnen.
Arthus ist allein geblieben. Er hat allen Mut verloren und bittet Gott um einen Schlaf ohne Morgen. Ein unsichtbarer Chor lockt ihn in eine Welt jenseits aller Dinge, die eines Tages vergehen müssen. Dort soll er die unreine Welt vergessen. Auf dem Meer erscheint ein kleines Boot voller Jungfrauen, von denen eine am Heck große Flügel ausbreitet. Arthus nimmt Abschied von seiner Heimat und der Vergangenheit. Er wirft seine Waffen ins Meer und geht an Bord, während der Chor ihm ein Lied singt, dass seine Träume einer gerechten Welt zwar zerfallen seien, er aber eines Tages wiederkehren und sein großes Werk erneut aufnehmen werde.
LE ROI ARTHUS
(König Arthus)
Libretto vom Komponisten
Uraufführung: 1903 am Theatre de la Monnaie in Brüssel
Originalsprache; Französisch
König Arthus, legendärer König von Camelot (Bariton)
Guinevere seine Gemahlin (Mezzosopran)
Lancelot, Ritter der Tafelrunde (Tenor)
Mordred, Ritter der Tafelrunde und Neffe des Königs (Bass)
Lyonnel, Diener Lancelots (Tenor)
Merlin, Zauberer (Bariton)
Allan, Knappe Guineveres (Bass)
Ein Bauer (Tenor)
Ein Ritter (Bass)
Ein Reitknecht (Bass)
Vier Soldaten (2 Tenöre, 2 Bässe)
Ritter, Soldaten, Reitknechte, Pagen, Barden, Frauen Guineveres
König Arthus hält in Anwesenheit seiner Gattin Guinevere und des Hofstaats eine Rede auf den Sieg über die Sachsen und seine tapferen Ritter. Alle jubeln und preisen auch ihn und sein Schwert Excalibur. Arthus fordert nun auf, den Sieg zu feiern und regt die Barden an, vor allem einem das Lob zu singen: Lancelot, dem sie den Sieg verdanken. Dieser weist jedoch seinen besonderen Ruhm zurück; alle seien genau wie er bereit, ihr Blut für ihren König zu opfern.
Mordred, einer der Ritter und Neffe Arthus‘ ist jedoch neidisch und flüstert einer Gruppe anderer Ritter zu, dass immer nur Lanvcelot hervorgehoben werde. Während die Barden das Lob Lancelots singen, trägt sich Mordred mit Rachegedanken. Die anderen stimmen ihm zu.
Arthus bemerkt, dass Lancelot trübe Gedanken hegt und fragt ihn nach dem Grund. Aber Mordred mischt sich ein und verspottet den Ritter, worauf Arthus ihn zur Ordnung ruft.
Guinevere geht auf Lancelot zu und überreicht ihm einen Kelch mit den Worten, dass sein Ruhm weiterleben werde, wenn ihn die Barden besingen. Dabei flüstert sie ihm zu, er möge heute Nacht zu ihr kommen. Mordred, den sie früher einmal abgewiesen hat, hat das bemerkt und droht den beiden heimlich. Guinevere geht mit ihren Damen ab und Arthus lässt Tische für ein Bankett herrichten.
Von außen hört man die Nachtwächter singen. Lyonnel, der Diener Lancelots sitzt auf den Stufen der Terrasse und hält Wache. Er äußert seine Enttäuschung über seinen Herrn, der ihn Ehre und Ttreue gelehrt habe und nun diese verhängnisvolle Liebe zu der Gattin seines Freundes Arthus unterhält. Er hat auch die Eifersucht Mordreds beobachtet und wacht nun, damit dieser die beiden nicht überraschen könne. Guinevere und Lancelot erscheinen eng umschlungen auf der Terrasse und Lyonnel versteckt sich.
In einem Duett schwärmen sich beide ihr Liebe zueinander vor. Plötzlich erscheint Lyonnel und erinnert seinen Herren daran, dass der Tag anbricht und er hier verschwinden müsse. Schon hört man wieder die Nachtwächter den neuen Tag verkünden. Lyonnel bringt Lancelot seine Waffen und Guinevere lädt ihn für den nächsten Abend ein.
Da sieht man Mordred heranschleichen und als er Guinevere und Lancelot erkennt, ruft er die Wächter herbei. Lancelot ergreift sein Schwert, sie kämpfen miteinander und Mordred wird von einem kräftigen Schlag getroffen, so dass Guinevere ihn zunächst für tot hält. Guinevere und Lyonnel drängen Lancelot zu fliehen. Er zögert, doch Guinevere bittet ihn, im nahen Wald auf sie zu warten. Sie werde – von Lyonnel geführt – dort hinkommen. Lyonnel reißt Lancelot mit sich fort und Guinevere zieht sich in ihre Gemächer zurück. Bevor sie sie erreicht, bemerkt sie, dass Mordred erwacht und schwacher Stimme die Soldaten herbeiruft, dir ihn dann umringen.
Im Hintergrund durchquert ein Bauer, Korn säend die Landschaft und singt ein Lied über eine Piratenbande, die das Land bedroht und von König Arthus besiegt wird. Lancelot tritt auf, er macht sich Gedanken über das Schicksal Guineveres und fragt sich auch, ob Mordred wirklich tot ist. Sonst würde dieser ihn sicherlich an den König verraten. Währenddessen überquert der Bauer noch einmal singend den Hintergrund. Lancelot macht sich, als er den Namen des König hört, Gedanken über seinen Verrat an ihm. Er sieht sich als Eidbrecher, glaubt aber dennoch, dass er nicht von Guinevere lassen kann.
Endlich hört man Guinevere nach ihm rufen. Außer Atem stürmt sie herbei und berichtet, dass Mordred lebe und ihn beschuldige, worauf viele Ritter sich gegen ihn verbündeten. Arthus jedoch weigere sich sich noch, die Anschuldigungen zu glauben. Lancelot fragt, was er tun kann, um Guinevere zu retten. Sie schlägt ihm vor, zu Arthus zurückzukehren und sich zu verteidigen. Sie habe geleugnet, aber Arthus wolle ihn hören und könne seinen Freund nicht für schuldig halten. Lancelot aber will sich nicht noch einer weiterten Lüge schuldig machen. Doch sie drängt ihn: Warum nicht eine weitere Lüge, da er doch ohnehin schuldig sei, indem er sie liebe? Er aber will das Vertrauen des Königs nicht noch weiter missbrauchen. Er wäre eher bereit, für sie zu sterben. Auch sie weiß, dass sie etwas Schändliches verlangt, aber sie sieht keinen anderen Weg. Schließlich nennt sie ihn einen Feigling. Als sie sich nun verzweifelt auf eine Bank niederlässt, entschließt er sich, den Weg zu gehen, um sie zu retten. Er geht zogernd und bleibt einige Male stehen. Da ruft sie ihn zurück. Er erklärt ihr, dass er die Schande auf sich nehme, danach aber im Kampf den Tod suchen wolle. Da bittet sie um Verzeihung für ihr abscheuliches Verlangen und sie beschließen zu fliehen. Nach einigen Liebesbezeugungen und Umarmungen zieht er sie schließlich mit sich fort..
Einige Rirrer unterhalten sich leise. Arthus kommt und fragt, ob Lancelot noch nicht erschienen sei. Ein Ritter verneint. Arthus winkt den Rittern, sich zurückzuziehen.
Allein geblieben ringt der König mit seinen Zweifeln. Er glaubt immer noch an Lancelots Treue und wartet darauf, dieser möge ihm bestätigen, dass Mordred gelogen habe. Dann betrachtet er sein Lebenwerk: Er habe vieles bewirkt und glaubte, sein Werk sei unsterblich. Aber er bemerkt, dass dieses langsam zerfällt. Die Ritter kämpfen untereinander aus Eifersucht. Sie ertragen nicht mehr die strengen Regeln. Viele hören auf Mordred, der offensichtlich die Krone anstrebt und haben sicher eine Verschwörung gegen Lancelot geschmiedet. Er ruft nach seinem alten Ratgeber, dem Zauberer Merlin.
Da erscheint dieser, auf einem Apfelbaum sitzend. Er erklärt, er habe von den Apfelbäumen düstere Prophezeiungen erhalten. Arthus solle nichts von der Zukunft erwarten. Das gemeinsame Werk, das sie geschaffen haben, wird untergehen. Sie hätten zu sehr auf die Tugend der Menschen vertraut. Er habe seinen geheimen Rückzugsort nur verlasssen, um ihm das zu sagen. Mehr will er nicht preisgeben. Arthus möge sein Schicksal akzeptieren. Bald werde er die Erde verlassen. Einmal werde jedoch der Tag des Erwachens kommen und es werden bessere Zeiten anbrechen.
Arthus will sein Schicksal annehmen, möchte aber von Merlin noch wissen, ob Guinevere und Lancelot unschuldig seien. Doch Merlin schweigt und verschwindet.
Da rennt Arthus, „Guinevere“ schreiend in sein Svchloss. Die Ritter eilen herbei und wundern sich über die Schreie des Königs. Einer der Ritter erklärt, dass die Königin verschwunden sei. Die Ritter streiten miteinander, warum Mordred das Liebespaar verraten habe, Alles ist verwirrt. Da stürzt auch Arthus mit gezückten Schwert herbei und ruft zum Krieg gegen den Entführer auf.
Guinevere eilt herbei. Ihr alter Knappe Allan hält sie auf, damit sie sich dem Schlachtfeld nicht zu sehr nähere. Sie geht bis zum äußersten Rand, um die Schlacht zu beobachten. Wir erfahren von ihr, dass Lancelot seine Anhänger gesammelt hat und in den Kampf gezogen ist und sie glaubt, dass er siegen wird. Von Allan vernehmen wir aber auch, dass Mordred sein Gegner ist, der sich zum König erklärt habe und von Rittern der Tafelrunde unterstützt wird.
Nachdem sie kurze Zeit dem Geschehen in auf dem Schlachtfeld zugesehen hat, setzt sie sich auf einen Stein und denkt über ihre Liebe nach. Sie bereut nichts, hat aber auch bemerkt, dass Lancelot sich verändert hat und fragt sich, ob er sie noch liebe. Allan beobachtet währenddessen weiterhin das Geschehen. Plötzlich berichtet er, dass Lancelot den Kampf aufgegeben habe und hierher komme.
Lancelot tritt auf und Guinevere eilt ihm entgegen. Er gibt zu, geflohen zu sein. Er habe sich zwar ihrem Willen gefügt und sei in diesen goteslästerlichen Kampf gezogen. Aber als Arthus in den gegnerischen Reihen auftauchte, habe ihn die Scham überwältigt, er habe sein Schwert weggeworfen und sei geflohen. Sie macht ihm Vorwürfe, dass ihm ihre Liebe weniger bedeute als sein Verhältnis zu Arthus, nennt ihn erneut einen Feigling und will ihn wieder zum Kampf anstacheln. Er will aber seine Waffen nicht mehr aufnehmen, sondern versuchen, zum König zu gelangen und den Tod zu erleiden. Sie aber will nicht mehr zurück zu Arthus, um dessen Gnade zu erdulden. Als das Kampfgetöse lauter wird, wendet er sich an den Knappen, Guinevere zu beschützen, und sagt ihr Lebewohl. Sein Leben gehöre nur noch seinem König. Sie stößt ihn von sich und er verschwindet mit Lyonnel. Weitere Knappen erscheinen, doch Guinevere schickt sie fort. Auch Allen, der noch zögert, weist sie davon.
Allein denkt sie noch einmal darüber nach, wie Lancelot sie verraten habe. Und dennoch liebe sie ihn immer noch. Als die Kampfgeräusche verstummen, erkennt sie, dass er seinen Willen erreicht hat. Ihn zu überleben erscheint ihr sinnlos. Sie sucht nach einer Waffe, löst schließlich ihre Zöpfe und erdrosselt sich damit.
Lancelot liegt wie leblos am Boden. Die Soldaten versuchen festzustellen, ob er noch lebt. Einer schlägt vor, ihn in die Sonne zu tragen, vielleicht dass diese ihn wiederbelebt. Sie tragen ihn an einen Felsen in die Sonne. Die Soldaren bedauern es, wenn der tapferste aller Ritter sterbe. Andere Soldaten treten heran und geben ihm die Schuld, wenn die Tafelrunde untergeht. Ein Knecht weist sie zurecht: Ihnen stehe es nicht zu, ihn zu richten.
Von Lyonnel begleitet nähert sich der König. Er klagt, dass ihm Guinevere und Lancelot, die beiden die er am meisten liebte, das das Herz zerrissen haben und nun beide tot sind. Lancelot erwacht jedoch noch einmal und ordnet an, den Kampf einzustellen. Dann bittet er Arthus, den er erst jetzt entdeckt, ihn zu töten. Arthus aber hat sich mit seinem Schicksal und baldigem Tod abgefunden und verzichtet auf Rache. Lancelot prophezeit ihm mit seinen letztern Worten, dass seine Ideale weiterleben werden. Dann stirbt er. Arthus lässt ihn von den Soldaten wegtragen und auch Lyonnel folgt ihnen.
Arthus ist allein geblieben. Er hat allen Mut verloren und bittet Gott um einen Schlaf ohne Morgen. Ein unsichtbarer Chor lockt ihn in eine Welt jenseits aller Dinge, die eines Tages vergehen müssen. Dort soll er die unreine Welt vergessen. Auf dem Meer erscheint ein kleines Boot voller Jungfrauen, von denen eine am Heck große Flügel ausbreitet. Arthus nimmt Abschied von seiner Heimat und der Vergangenheit. Er wirft seine Waffen ins Meer und geht an Bord, während der Chor ihm ein Lied singt, dass seine Träume einer gerechten Welt zwar zerfallen seien, er aber eines Tages wiederkehren und sein großes Werk erneut aufnehmen werde.
Die Sagengestalt des Königs Arthus taucht in verschiedenen literarischen Werken in unterschiedlichen Versionen auf. Auch manche anderen Sagen werden damit in verbindung gebracht. Chaussons Libretto ist an den Roman „Lancelot“ von Chretien de Troyes angelehnt, in dem Lancelot und Guinevere Ehebruch begehen. Auch andere musikalische Werke zeigen Parallelen dazu, vor allem Wagners „Tristan und Isolde“.
Die Oper wurde erst 1903 nach Chaussons tragischen Tod uraufgeführt.Sie war ein großer Erfolg und hielt sich einige Jahre im Spielplan.Danach erlahmte das Interesse. In Deutschland wurde sie erst 1996 in Dortmund aufgeführt. In Bregenz wurde sie im gleichen Jahr gezeigt. Es folgten Aufführungen in Brüssel (2003), Straßburg (2014), Paris (2015) und in Erl(2022)
Die Inhaltsangabe wurde anhand des französichen Librettos verfasst.
Es gibt verschiedene Aufnahmen auf CD, z.B.
Auf youtube kann man sich jedoch Gesamtaufnahmen und Ausschnitte ansehen und -hören.
Die Sagengestalt des Königs Arthus taucht in verschiedenen literarischen Werken in unterschiedlichen Versionen auf. Auch manche anderen Sagen werden damit in verbindung gebracht. Chaussons Libretto ist an den Roman „Lancelot“ von Chretien de Troyes angelehnt, in dem Lancelot und Guinevere Ehebruch begehen. Auch andere musikalische Werke zeigen Parallelen dazu, vor allem Wagners „Tristan und Isolde“.
Die Oper wurde erst 1903 nach Chaussons tragischen Tod uraufgeführt.Sie war ein großer Erfolg und hielt sich einige Jahre im Spielplan.Danach erlahmte das Interesse. In Deutschland wurde sie erst 1996 in Dortmund aufgeführt. In Bregenz wurde sie im gleichen Jahr gezeigt. Es folgten Aufführungen in Brüssel (2003), Straßburg (2014), Paris (2015) und in Erl(2022)
Die Inhaltsangabe wurde anhand des französichen Librettos verfasst.
Es gibt verschiedene Aufnahmen auf CD, z.B.
Auf youtube kann man sich jedoch Gesamtaufnahmen und Ausschnitte ansehen und -hören.
Kontakt
Telefon: 0178-1069333
Gestaltung Agentur kuh vadis