informativ

diskussionsfreudig

meinungsbildend

kooperativ

Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

Hallo und herzlich Willkommen im Troubadour Forum!

Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

CHOPIN, Frédéric: KAMELIENDAME

Frédéric Chopin (1810-1849):
(DIE) KAMELIENDAME

Ballett in drei Akten mit einem Prolog
Choreographie: John Neumeier

Uraufführung am 4. November 1978 in Stuttgart, Württembergisches Staatstheater, durch das dortige Ballett.

Rollen: Armand Duval, Monsieur Duval (Armands Vater), Nanina (Marguerites Zofe), Herzog, Prudence Duvernoy (Freundin der Kameliendame), Graf N., ein Pianist, ein Ehepaar, Auktionator, sein Assistent, 4 Arbeiter auf der Auktion, Marguerite Gautier, Figuren des Balletts »Manon Lescaut«, Manon Lescaut, Des Grieux, 3 Verehrer von Manon, Olympia, Gaston Rieux, Arthur, Edouard & Eugène (2 Verehrer Marguerites), uva.

Prolog.
Das Bild zeigt einen herrschaftlichen Salon in Paris in dem eine Auktion stattfindet. Man sieht Interessenten vorbeischlendern, während ein Auktionator Anweisungen erteilt und Arbeiter mit dem Ausrollen von Teppichen beschäftigt sind und Möbel transportieren. Die Zofe Nanina (ganz in Schwarz gekleidet) und Monsieur Duval (der auf einer Chaiselongue sitzt) fallen durch ihre Untätigkeit in dem Gewusel auf. Plötzlich stürzt ein junger Mann in den Salon und bricht dort zusammen. Es ist Armand Duval, ein ehemaliger Geliebter der Kurtisane Marguerite Gautier. Übrigens ist es die Hinterlassenschaft der Madame Gautier, die hier auf der Auktion versteigert werden sollen. Armand erzählt seinem Vater seine Erlebnisse mit Marguerite Gautier:

Erster Akt.
In einem der Pariser Varieté-Theater steht das Ballett »Manon Lescaut« auf dem Programm. Unter den Zuschauern ist auch Armand Duval, der hier den Männer-Schwarm Marguerite Gautier wiedersieht; beide sind sich einig, dass sich in dem Ballett das eigene Schicksal widerspiegelt, wobei sich Armand als Des Grieux sieht und Marguerite als jene Manon. Nach der Vorstellung gehen Prudence Duvernoy, Gaston Rieux, Graf N. und Armand mit Marguerite in ihre Wohnung, wobei es auffällt, dass Marguerite die Chuzpe besitzt, Armand zu benutzen, um Graf N. zu ärgern. Und das gelingt ihr ziemlich schnell, denn der Graf verlässt Marguerites Wohnung emotional aufgeladen. Die ist allerdings auch nicht lange für ihre Gäste da, denn ein Hustenanfall zwingt sie, sich in ihr Zimmer zurückzuziehen; Armand folgt ihr und gesteht ihr seine Liebe. Zunächst scheint das Marguerite nicht ernst zu nehmen, denn sie tändelt mit ihrem Gegenüber – doch je länger er bleibt, umso mehr wird sie von seiner Zuneigung überwältigt. Von nun an kann sie auch nirgends mehr hingehen, ohne dass Armand in ihrer Nähe ist. Und so ist es, als sie den Herzog und seine Hofgesellschaft auf einer Landpartie begleitet.

Zweiter Akt.
Die Landpartie ist für Marguerite ein Gewinn, denn der Herzog stellt ihr eines seiner Häuser zur Verfügung und das nutzt sie aus, indem sie mit ihren Freunden (unter ihnen auch Armand) amüsiert. Der Auftritt des Herzogs verändert allerdings kurz darauf die Lage, denn er wirft Armand hinaus. Das gefällt Marguerite absolut nicht, und sie gibt dem Herzog eine Kette, die er ihr mal geschenkt hat, zurück. Am Verliebtsein der beiden ändert sich durch des Herzogs Rauswurf nichts, beide sind glücklich und zufrieden, jetzt wieder in der Wohnung von Marguerite wohnend. Als Armand gerade nicht bei Marguerite weilt, kommt Nanina mit einem Brief von Armands Vater. Darin teilt er ihr sein Kommen in den nächsten Tagen mit. Der alte Duval tritt mit einer sichtbaren Erregung auf und verlangt von ihr, sich von seinem Sohn zu trennen. Was für Marguerite zunächst eine unmögliche Forderung war, änderte sich im Laufe der Begegnung, denn sie willigt in Duvals Forderung ein. Als Armand zurückkehrt, ist Marguerite nicht mehr da. In einem Brief informiert sie ihn, dass sie ihr altes Leben wieder aufnehmen werde – was Armand veranlasst, zu packen und ihr zu folgen…

Dritter Akt.
Was eigentlich nicht möglich ist, hat sich hier so ergeben: Marguerite und Armand treffen sich auf den Champs Élysées; sie hat noch den Grafen N. und die junge Kokotte Olympia als Begleiter bei sich. Armand macht sofort Olympia den Hof, offensichtlich um Marguerite eifersüchtig zu machen. Das funktioniert aber so nicht, denn Marguerite gibt Armand zu verstehen, dass sie ernsthaft erkrankt ist, worauf der sofort sein Verhalten umstellt auf Rücksichtnahme. Die Folge ist eine erneute Aufnahme ihrer Beziehung. Marguerite hat einen Traum: sie sieht darin das „Manon“-Ballett und erkennt darin ein Zerrbild ihrer selbst. Sie beschließt, angeregt durch den Traum, den schlafenden Armand zu verlassen – und zwar sofort. Das aber will Armand keinesfalls so einfach hinnehmen: bei einem Ball, den der Herzog gibt, trifft Armand auf Marguerite und er demütigt sie, indem er ihr einen Brief-Umschlag mit einem hohen Geldbetrag übergibt, worauf sie zusammenbricht. Es ist Gaston Rieux, der sie umgehend vom Ball entfernt.

Szenenwechsel: Salon in Marguerites Haus.

Armands Vater war zu Besuch bei Marguerite, er ist gerade dabei, sich zu verabschieden. Auch Armand ist bei Marguerite; Nanina erscheint und übergibt ihm das Tagebuch, das die todkranke Herrin für Aufzeichungen benutzt hat – und das, bis in aktuellen Tage hinein. Armand blättert sofort in diesen Aufzeichnungen und erfährt auf diese Weise, dass sie noch einmal im „Manon“-Ballett war, die Vorstellung schnell wieder verließ, ihr Tagebuch mit Gedanken füllte – und dann starb…

Cover

Chopin, Frédéric - Die Kameliendame

© Manfred

Gestaltung Agentur kuh vadis