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Claudio Abbado, seit 11 Jahren kann er mit den Großen der Musik diskutieren

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 18 in B-dur KV 456

Das 18. Klavierkonzert in B-Dur, KV 456 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach einer abweichenden Zählung ist es das 12. Klavierkonzert des Komponisten.

Das 18. Klavierkonzert entstand, wie seine Vorgänger, im Jahr 1784 in Wien. Er schrieb dieses Werk mit großer Wahrscheinlichkeit für die Pianistin Maria Theresia Paradis, Leopold Mozart meinte, er hätte es „für die Paradis nach Paris gemacht“.[1] Das Konzert wird zu den sogenannten Militärkonzerten gezählt, da es mit einem marschartigen Hauptthema im ersten Satz beginnt. Das Konzert erinnert an manchen Stellen an Mozarts eigene Oper Die Entführung aus dem Serail von 1782. Weiterhin scheint es in manchen Passagen von Johann Christian Bachs bekanntem Konzert in B-Dur inspiriert zu sein.

Das 18. Klavierkonzert bringt nicht so viele Neuerungen und Besonderheiten wie das vorhergehende 17. Klavierkonzert. Das Werk gehört zu den sogenannten Militärkonzerten, da es ein marschartiges Hauptthema im ersten Satz aufweist, ähnlich wie das nachfolgende 19. Klavierkonzert oder in abgeschwächter Form das 16. Klavierkonzert. Die Instrumentierung in diesem Konzert ist äußerst abwechslungsreich. Der Orchesterapparat wird auf vielfältige Art und Weise zusammengesetzt und die längst obligaten Bläser stellen an einigen Stellen wieder einen dritten Klangkörper dar. Auffällig ist das Zitat aus einer Arie von Die Entführung aus dem Serail im zweiten Satz. Dieser zutiefst inwendige und emotionale Satz erinnert also einerseits an Mozarts Vergangenheit. Andererseits weist er aber in verschiedenen melodischen Wendungen bereits auf Ludwig van Beethoven. Das Finalrondo wartet mit einer harmonischen Neuerung in der Musik Mozarts auf. Erstmals besteht eine chromatische Relation zwischen den Sätzen, was zu dieser Zeit äußerst selten war und nur in Einzelfällen bei Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn vorkam. Das h-Moll des Rondos ist chromatisch die erhöhte Stufe der B-Dur-Grundtonart des Konzertes. Im Lauf der Musikgeschichte wird das Arbeiten mit chromatischen Relationen zwischen den Sätzen sich durchsetzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/18._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert wurde im November 1986 in den Abbey Road Studios in London aufgenommen:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 19 in F-dur KV 459

Das 19. Klavierkonzert in F-Dur, KV 459, ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach abweichender Zählung ist es das 13. Klavierkonzert des Komponisten.

Das 19. Klavierkonzert entstand, ebenso wie seine fünf Vorgänger, im Jahr 1784 in Wien. Wie sein Vorgänger gilt es auf Grund des marschartigen Themas des Hauptsatzes, als Militärkonzert. Darüber hinaus wird es häufig als 2. Krönungskonzert bezeichnet, da Mozart dieses wahrscheinlich neben dem ursprünglichen Krönungskonzert KV 537 aufführte. Anlass für diese Aufführung war die Krönung des Kaisers Leopold II. 1790 in Frankfurt. Ob das Konzert bereits vorher aufgeführt wurde, ist nicht bekannt. 1786 schickte Mozart dieses Werk jedoch an den Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, der es möglicherweise aufführen ließ.

Das Konzert wird wie sein Vorgänger KV 456 als Militärkonzert bezeichnet, was an der marschartigen Thematik des Hauptsatzes liegt. Von den beiden als Krönungskonzert bezeichneten Werken Mozarts ist dieses frühere 19. Klavierkonzert das weitaus bedeutendere. Es gehört zu den ungewöhnlichen Vertretern der Klavierkonzerte Mozarts. Schon die Tempoangaben sind schneller, als in den vorausgehenden Konzerten. So fehlt diesem Werk gar ein Andante-Mittelsatz, welcher durch ein Allegretto ersetzt wurde. Die entscheidende Neuerung dieses Konzertes ist die Einverleibung kontrapunktischer Elemente in den Kontext des Solokonzertes. So finden sich im Finalsatz ein einfaches und ein doppeltes Fugato. Dies ist für Mozarts Klavierkonzerte einmalig, weist aber beispielsweise auf den Finalsatz der späten 41. Sinfonie. Die Ausdehnung des dritten Satzes antizipiert einmal mehr die eigenen und musikgeschichtlich folgenden sinfonischen Klavierkonzerte. Die Rolle des Soloklaviers ist in diesem Konzert bemerkenswert häufig auf eine begleitende Funktion reduziert. Die seit dem 15. Klavierkonzert KV 450 obligaten Bläser übernehmen hier oftmals die melodische Führung. Die Thematik des Finalsatzes findet sich in zwei Werken großer Komponisten wieder. So baut Joseph Haydn das Finale seiner 89. Sinfonie auf das Hauptthema des dritten Satzes des vorliegenden Konzertes auf. Ludwig van Beethoven verwendet diesen Gedanken für das Bauernthema im dritten Satz seiner Pastorale.
https://de.wikipedia.org/wiki/19._Klavierkonzert_(Mozart)

Dieses Konzert zeichneten Claudio Abbado und Rudolf Serkin mit dem London Symphonie im März 1983 in der Kingsway Hall in London auf:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 20 in d-moll Kv 466

Das 20. Klavierkonzert in d-Moll, KV 466 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach abweichender Zählung handelt es sich um das 14. Konzert.

Das 20. Klavierkonzert entstand im Februar 1785 in Wien. Es gilt als erstes sogenanntes sinfonisches Konzert Mozarts.

Einen Tag nach der Fertigstellung wurde das Klavierkonzert am 11. Februar 1785 im Wiener Casino „Zur Mehlgrube“ uraufgeführt, wobei Mozart selbst den Solopart übernahm. Vater Leopold Mozart, der bei der Uraufführung anwesend war, äußerte sich in einem Brief an Mozarts Schwester lobend über das Konzert.

Das 20. Klavierkonzert stellt in vieler Hinsicht einen Durchbruch dar. Es ist das erste Beispiel eines sinfonischen Klavierkonzertes. Spätestens im 19. Klavierkonzert hatte sich dies mit großen, eigenständigen Orchesterpassagen und zeitweiser Begleitfunktion des Soloklaviers angedeutet. Das 20. Konzert hat dahingehend ähnliche Bedeutung wie das 15. Klavierkonzert KV 450 für die Entwicklung der Orchesterexposition und der Rolle der Bläser.

Das Werk ist das erste von nur zwei Klavierkonzerten Mozarts in Moll: Im Folgejahr schrieb er das 24. Klavierkonzert KV 491 in c-Moll. Die Tonart d-Moll hat es gemeinsam mit Werken wie dem Requiem KV 626 sowie der Ouvertüre und dem Auftritt des Komturs aus Don Giovanni. Diese Tonart steht bei Mozart für größte Dramatik und Ausdruckskraft. Das Konzert erfreute sich größter Beliebtheit bei Ludwig van Beethoven, der das Werk häufig spielte und zwei Kadenzen für den ersten und letzten Satz schrieb. Auch Johannes Brahms schrieb später für den ersten Satz des Konzertes eine Kadenz.

Der Hauptsatz endet in einem Piano, was bei Mozart selten vorkommt und auf den ersten Blick nicht zum dramatischen Charakter des Werkes passt. Vielmehr steckt hierin eine großangelegte inhaltliche Verknüpfung der Sätze untereinander. Die Lösung der entfachten musikalischen Konflikte ist auf die weiteren Sätze des Konzertes verschoben. Dieses Vorgehen einer künstlerischen Gesamtkonzeption wird sich in den folgenden musikalischen Epochen bis zur Perfektion durchsetzen.

Mozart überwand spätestens mit diesem Konzert die Verpflichtung der Musik an Unterhaltungsideale und fand zur Freiheit des individuellen Künstlers. Damit gehört das Konzert KV 466 zu den Wegbereitern kommender musikalischer Epochen.
https://de.wikipedia.org/wiki/20._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert nahmen Claudio Abbado und Rudolf Serkin mit dem London Symphony im Oktober 1981 in der Kingsway Hall auf.

https://www.youtube.com/watch?v=NpzELFDIztc

 

Hat man jemals einen krasseren Gegensatz gehört als den Beginn de Romanze zum Beginn des Kopfsatzes? (Willi)

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 21 in C-dur KV 467

Das 21. Klavierkonzert in C-Dur KV 467 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach abweichender Zählung handelt es sich um das 15. Klavierkonzert des Komponisten.

Innerhalb von vier Wochen nach der Komposition des 20. Klavierkonzerts KV 466 schrieb Mozart im Frühjahr 1785 das 21. Klavierkonzert in Wien nieder. Es gehört somit zur Gruppe der großen sinfonischen Klavierkonzerte, die mit dem vorhergehenden Konzert begann. Das reich orchestrierte Werk scheint in manchen Punkten von Joseph Haydn inspiriert zu sein. Mozart schrieb das Werk für die eigenen Konzertaufführungen in Wien.

Das 21. Klavierkonzert stellt einen großen inhaltlichen Gegenpunkt zu seinem direkten Vorgänger, dem 20. Klavierkonzert KV 466, dar. Dem düsteren Vorgänger in d-Moll wird hier ein C-Dur-Werk mit großer Orchesterbesetzung und glänzender sowie heiterer Thematik gegenübergestellt. Wie bereits der Vorgänger gehört dieses Werk zu den sinfonischen Klavierkonzerten, ein Typus, den Mozart im d-Moll-Konzert erreicht hatte. Die orchestralen Anteile sind sehr groß; das Soloklavier übernimmt an einigen Stellen nur begleitende Funktion. So ist beispielsweise das Hauptthema des ersten Satzes ein stark orchestrales Thema, das vom Klavier auch nur flüchtig aufgenommen wird. Ein drittes Thema nimmt die Thematik der g-Moll-Sinfonie KV 550 vorweg, die erst drei Jahre später entstand.

Die Orchesterbesetzung ist um Trompeten und Pauken erweitert, was letztmals im Klavierkonzert KV 451 vorgekommen war. In formaler Hinsicht treibt Mozart die vorher in vielen Konzerten praktizierte Verquickung von Rondoform und Sonatensatzform im letzten Satz hier auf die Spitze. Das zweite Couplet fällt beispielsweise einer großen Durchführung zum Opfer. Mozart beweist hiermit erneut, dass er in der Lage ist, die üblichen Formprinzipien kreativ zu interpretieren und seinen Kompositionsidealen anzupassen.
Der Sänger und Songwriter Neil Diamond wurde nach eigener Aussage durch dieses Konzert zu seinem Titel Song Sung Blue inspiriert.
https://de.wikipedia.org/wiki/21._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert zeichneten Claduio Abbado und Rudolf Serkin im Oktober 1982 in der Londoner Kingsway Hall auf. Dies kann man in der Youtube-Datei in den Nr. 1 bis 3 nachhören:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 22 in Es-dur KV 482

Das 22. Klavierkonzert Es-Dur KV 482 zählt mit seiner Spieldauer von circa 35 Minuten zu den längsten und musikalisch reichsten Konzertwerken von Wolfgang Amadeus Mozart. Einer abweichenden Zählung zufolge, in der nur die ausschließlich von Mozart selbst stammenden Klavierkonzerte gezählt werden, handelt es sich um das 16. Konzert.

Das „große“ Es-Dur-Konzert entstand als erstes einer Gruppe von drei Klavierkonzerten (KV 482, KV 488 und KV 491), die zwischen Dezember 1785 und März 1786 datiert sind. Mozart komplettierte das Werk am 16. Dezember 1785. Zeitlich fällt die Entstehung mit der Komposition der Oper Die Hochzeit des Figaro zusammen. Obwohl die Oper das prestigeträchtigste Genre der damaligen Zeit war, erfreuten sich Klavierkonzerte und insbesondere Mozarts eigenhändige Ausführung des Soloparts größter Beliebtheit. Die Uraufführung fand möglicherweise am 23. Dezember in Wien statt, das Datum ist allerdings nur annähernd gesichert durch biographische Indizien.

Anstelle der Oboen erscheinen beim 22. Klavierkonzert zum ersten Mal die Klarinetten im Orchester und werden sogleich auf höchst charakteristische Weise eingesetzt. Bemerkenswert sind ferner die zahlreichen solistisch gesetzten Bläserdialoge, die dem Werk neben den festlich aufspielenden, prachtvollen Tutti klangliche Leuchtkraft und Wärme verleihen.[1] Der Klavierpart ist in weiten Teilen noch nicht als endgültig zu verstehen, Mozart spielte bei der ersten Aufführung selbst am Klavier und reicherte ihn mit seinen Ideen an. Die Interpreten sind gefordert, über die an einigen Stellen angedeuteten „Konturtöne“ (Neue Mozart Ausgabe) hinaus ihren Part geschmackvoll auszufüllen. Aus dem genannten Grund sind auch keine Kadenzen überliefert, denn diese fertigte Mozart nur dann an, wenn er das jeweilige Werk anderen zur ersten Aufführung überließ.

Das 22. Klavierkonzert KV 482 gehört, wie seine beiden Vorgänger KV 466 und KV 467, zu den sinfonischen Klavierkonzerten Mozarts. Gemeinsam mit den beiden nachfolgenden Konzerten KV 488 und KV 491 handelt es sich um die einzigen Klavierkonzerte, in denen der Komponist Klarinetten (anstelle der Oboen) einsetzt. Auch der übrige Orchesterpart ist groß angelegt und schreibt wie in den Konzerten KV 451 und KV 467 Trompeten und Pauken vor. Neu ist hingegen die prominentere Rolle der Hörner. Die vielfachen solistisch gesetzten dialogischen Bläserpartien verleihen dem Werk – neben den festlich aufspielenden Tutti – klangliche Leuchtkraft und Wärme. Die Neuerungen liegen also v. a. im Bereich der Instrumentation.
https://de.wikipedia.org/wiki/22._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen, auch den weiter oben (KV 271) von mir erwähnten Hinweis auf den langsamen Mittelteil im Finale, der mit zum Berührendsten gehört, was ich jemals von Mozart gehört habe:
„Nach einem kadenzartig improvisierten Eingang durch das Klavier folgt nun das 2. Couplet (T. 218–264), jedoch handelt es sich hier um ein Andante cantabile im Stil eines Menuetts – quasi „Musik aus einer anderen (früheren) Zeit“. Eine derartige Unterbrechung eines schnellen Finalrondos war zuvor nur in Mozarts 9. Klavierkonzert KV 271 geschehen. Das 2. Couplet in der Subdominanttonart As-Dur gliedert sich in drei Abschnitte: zweimalig wird ein gesangliches Bläserthema in den Klarinetten und Fagotten leicht variiert von den Streichern und dem Klavier wiederholt.Die Rückleitung (T. 253–264) moduliert auf die Dominante der Varianttonart es-Moll (statt Es-Dur).“….

Diese Aufnahme entstand im Otober 1984 in St. John am Smith Square in London:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 23 in A-dur KV 488

Das 23. Klavierkonzert in A-Dur, KV 488 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Einer abweichenden Zählung zufolge, in der nur die ausschließlich von Mozart selbst stammenden Klavierkonzerte gezählt werden, handelt es sich um das 17. Klavierkonzert des Komponisten.

Das 23. Klavierkonzert wurde am 2. März 1786 fertiggestellt. Es entstand parallel zur Arbeit an der Oper Die Hochzeit des Figaro. Wie seine Vorgänger seit dem 15. Klavierkonzert gehört es zu den großen Wiener Konzerten, die Mozart für eigene Konzertaufführungen komponierte. Im September 1786 schickte Mozart das Werk zusammen mit einigen anderen Kompositionen an den befreundeten Joseph Maria, den Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen, damit er die Werke aufführen könne.

Das 23. Klavierkonzert KV 488 gehört zu den Klavierkonzerten, die als sinfonische Konzerte Mozarts bezeichnet werden. Eine große Gemeinsamkeit hat es mit den Klavierkonzerten KV 482 und KV 491, da es sich um die einzigen Klavierkonzerte Mozarts handelt, in denen Klarinetten anstelle von Oboen bzw. in KV 491 Klarinetten und Oboen vorgeschrieben sind.[1] Diese drei Konzerte werden deshalb oft als Klarinettenkonzerte bezeichnet. Die Instrumentierung weicht jedoch erheblich von den beiden anderen Konzerten ab, da das Werk eher kammermusikalisch orchestriert ist. Es fehlen Trompeten und Pauken, wie in den früheren kammermusikalischen Konzerten von 1784.

Das Klavierkonzert KV 488 stellt den Inbegriff des klassischen Klavierkonzertes dar und ist eines der berühmtesten Werke Mozarts. Der Klavierpart ist wieder virtuoser gestaltet als im vorhergehenden 22. Konzert. Die formale Anlage des Konzertes ist durchaus fortschrittlich. Im ersten Satz nehmen die einzelnen Bestandteile der Sonatensatzform etwa gleich viel Raum ein. Nur die Reprise ist länger, da in ihr die in der Durchführung erreichten Fortschritte eingearbeitet werden. Dieses Vorgehen weist auf die großen Klavierkonzerte Beethovens und die romantischen Werke dieser Gattung. Zwischen den Sätzen besteht eine enge thematische Bindung, wie sie bisher allenfalls im Klavierkonzert KV 466 zu finden war. Auch dies weist auf die Zukunft des Klavierkonzertes.
https://de.wikipedia.org/wiki/23._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert wurde zusammen mit dem 21. im Oktober 1982 in der Londoner Kingsway Hall aufgezeichnet:

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Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 24 in c-moll KV 491

Das 24. Klavierkonzert in c-Moll, KV 491 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach einer abweichenden Zählung, in der nur die reinen und vollständig von Mozart stammenden Werke beachtet werden, ist es das 18. Klavierkonzert des Komponisten.

Das 24. Klavierkonzert wurde in der ersten Februarhälfte 1786 in Wien vollendet. Wie die anderen großen in Wien geschriebenen Klavierkonzerte entstand es für eigene Aufführungen Mozarts. Das Autograph enthält für Mozart ungewöhnlich viele Änderungen und Korrekturen, was darauf schließen lässt, dass dieses Konzert einem längeren Schaffensprozess ausgesetzt war als die meisten Werke Mozarts. Auch dieses Konzert entstand parallel mit der Hochzeit des Figaro zu einer Zeit, als die Oper schon fast fertig war und in Teilen bereits geprobt wurde. Vermutlich wurde das Klavierkonzert am 7. April 1786 uraufgeführt.

Das 24. Klavierkonzert ist neben dem 20. Klavierkonzert KV 466 das einzige Klavierkonzert Mozarts, das in einer Molltonart steht. Beide Werke sind Konzerte von größter Intensität der Dramatik. Gerade hierin weist das Konzert deutlich auf das Schaffen Beethovens hin, speziell auf dessen 3. Klavierkonzert, ebenfalls in c-Moll. Dieses ähnelt Mozarts 24. Klavierkonzert auch in der Thematik. Der verstärkte Einsatz von Chromatik prägt den musikalischen Charakter von abgründiger Tiefe, Leid und Tragik.

Mozart hat auch mit diesem c-Moll-Konzert die Verpflichtung der Musik an Unterhaltungsideale endgültig überwunden und zur Freiheit des individuellen Künstlers gefunden. Es ist bemerkenswert, dass er dieses Ideal ausgerechnet in einer Zeit höchster Beliebtheit beim Publikum immer weiter verwirklichte und damit seine Souveränität über die gesellschaftliche Verpflichtung der Kunst demonstrierte. Auf diese Weise gehört das Konzert KV 491, ebenso wie das d-Moll-Werk KV 466, zu den Wegbereitern kommender musikalischer Epochen.

Das 24. Klavierkonzert gehört zu den Klavierkonzerten, die als sinfonische Konzerte Mozarts bezeichnet werden. Eine große Gemeinsamkeit hat es mit den Klavierkonzerten KV 482 und KV 488, da es sich um die einzigen Klavierkonzerte Mozarts handelt, in denen Klarinetten vorgeschrieben sind. Diese drei Konzerte werden deshalb oft als Klarinettenkonzerte bezeichnet. Der übrige Orchesterapparat ist sehr groß angelegt und schreibt, wie in den Konzerten KV 451 und KV 467 Trompeten und Pauken vor. Da in diesem Konzert Oboen und Klarinetten vorgeschrieben sind, handelt es sich gar um eine der größten Besetzungen in Mozarts Schaffen überhaupt. Nur wenige Werke wie die Haffner oder Pariser Sinfonie weisen eine ähnliche Instrumentierung auf. Gerade hierin besteht ein großer Gegensatz zum vorhergehenden, kammermusikalisch orchestrierten Klavierkonzert KV 488.
https://de.wikipedia.org/wiki/24._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert wurde im Oktober 1985 in der Henry Wood Hall in London aufgezeichnet:

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Willi😀

P.S. Ich hatte das große Glück, diesem äußerst beeindruckenden und kontrastreichen Konzert in Alfred Brendels Berliner Abschiedeskonzert 2008 in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Phulharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle beiwohnen zu dürfen.

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 25 C-dur, KV 503

Das 25. Klavierkonzert in C-Dur, KV 503, ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach einer abweichenden Zählung, in der nur die reinen und vollständig von Mozart stammenden Konzerte berücksichtigt werden, handelt es sich um das 19. Klavierkonzert des Komponisten.

Das 25. Klavierkonzert wurde im Dezember 1786 in Wien vollendet. Es gilt als letztes der großen in Wien entstandenen Klavierkonzerte Mozarts. Diese komponierte Mozart allesamt für eigene Konzertaufführungen. Die Komposition des Werkes fällt schon in die Zeit nach der Vollendung der Hochzeit des Figaro, eine Periode, in der Mozart ein höchstes Maß an Produktivität erreichte und innerhalb weniger Wochen einige große Kompositionen vollendete. Kurz nach der Fertigstellung des Klavierkonzertes brach Mozart zu einer Reise nach Prag auf, wo er dieses Konzert vermutlich auch spielte.

Das 25. Klavierkonzert gehört, wie alle Werke dieser Gattung seit dem 20. Klavierkonzert, zu den sinfonischen Konzerten. Im Gegensatz zu den zuvor entstandenen Konzerten KV 482, KV 488 und KV 491 verzichtet Mozart hier wieder auf die Verwendung von Klarinetten. Dennoch weist das Konzert durch die Verwendung von Trompeten und Pauke eine große Besetzung auf, wie sie beispielsweise in den Konzerten KV 451 oder KV 466 zu finden ist. Das 25. Klavierkonzert ist das letzte der großen Wiener Konzerte, die spätestens mit dem 15. Klavierkonzert KV 450 begannen. Das Konzert gehört zu den größer angelegten Werken innerhalb dieser Gruppe und hat mit etwa 35 Minuten eine ähnlich lange Aufführungsdauer wie das 22. Klavierkonzert KV 482. Der Kopfsatz ist gar der längste Konzertsatz, den Mozart geschrieben hat. Das Werk weist einige kompositionstechnische Besonderheiten und Neuerungen auf, die deutlich in die Zukunft und auf Beethoven weisen. Neben der Dimension des Werkes betrifft dies beispielsweise die detaillierte motivische Arbeit. Das Anfangsmotiv des zweiten Themas durchdringt den kompletten Satz, oftmals ohne direkt präsent zu sein. Des Weiteren weist das Konzert ungewöhnlich häufig die Verwendung langer Orgelpunkte auf. Diese geht über die bei Mozart übliche Verwendung des Orgelpunktes, zur Wiederkehr eines Hauptthemas, hinaus. Charakteristisch ist darüber hinaus der häufige Wechsel der Tonalitäten. Die Hauptthemen tauchen in der Regel sowohl in Dur als auch in Moll auf. Dies kann durchaus als künstlerische Weiterentwicklung Mozarts gelten, die in die Zukunft weist. Der künstlerisch und menschlich gereifte Mozart ist in der Lage, Dramatik und Schwermut in der Kunst zu thematisieren und eine tiefe emotionale Aussage zu tätigen, wie nicht zuletzt die Konzerte KV 466 und KV 491 zeigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/25._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Aufnahme entstand, zusammen mit dem KV 459, im März 1983 in der Londoner KIngsway Hall:

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Gewisse Berühmtheit erlangte das zweite Thema des Kopfsatzes wegen der ersten sieben Töne, die so in dem später entstandenen berühmtesten französischen Stück aller Zeiten auftauchte.🤔😀

Liebe Grüße

Willi😀

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 27 B-dur KV 595

Das 27. Klavierkonzert in B-Dur KV 595 ist das letzte Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Einer abweichenden Zählung zufolge, in der nur die reinen und vollständig von Mozart stammenden Klavierkonzerte berücksichtigt werden, ist es das 21. Konzert.

Mozart begann das Konzert schon 1788 in Particell-Form niederzuschreiben, ließ es dann aber drei Jahre liegen. Am 5. Januar 1791 beendete er es und trug es in sein eigenhändiges Werkverzeichnis ein. Am 4. März 1791 wurde es bei einer Akademie des Klarinetten-Virtuosen Johann Joseph Beer im Konzertsaal des Hoftraiteurs Ignaz Jahn in der Himmelpfortgasse erstmals aufgeführt, den Solopart spielte Mozart selbst.[1] Briefe aus dem Winter 1788/89 an seinen Freund und Logenbruder Michael Puchberg, in denen er um Geld bittet, belegen seine finanziellen Nöte in jener Zeit. Als Solist war er in seinen letzten Lebensjahren kaum mehr gefragt, dieses Konzert war sein letzter öffentlicher Auftritt dieser Art.

Das 27. Klavierkonzert stellt in mancher Hinsicht das reifste Werk Mozarts dieser Gattung dar. Von der Besetzung her zählt es zu den kammermusikalisch orchestrierten Klavierkonzerten, ähnlich wie beispielsweise das 14. Konzert KV 449. Formal weist das Konzert eher auf frühe Werke vor dem 13. Klavierkonzert hin. Die Vielfalt der Themen ist eingegrenzt und der Solopart weit weniger virtuos und ausgeschmückt als in einigen zurückliegenden Werken, auch hält sich Mozart mit strukturellen Neuerungen zurück. Dennoch enthält auch dieses Werk Eigentümlichkeiten und Neuerungen, die beweisen, dass Mozart bis zum Schluss auf der Suche nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten war. So meldet sich das Klavier unüblicherweise auch nach der Solokadenz im ersten Satz noch ausführlich zu Wort. Die Durchführung des Hauptsatzes ist von einer nie dagewesenen Dichte an Modulationen und einer geistreichen Verarbeitung des Themas gekennzeichnet. Im dritten Satz verbindet Mozart lyrische Kantabilität mit der Rondoform und sparsamen thematischen Mitteln. Auch liegt in diesem Werk eine ähnliche künstlerische Gesamtkonzeption vor wie beispielsweise im 20. Klavierkonzert KV 466; so enthält bereits der Kopfsatz das Material des zweiten Themas des Mittelsatzes. Dies ist ein Konzept, das in die Zukunft weist und von Beethoven weiter perfektioniert wird. Zum Kopf- und Finalsatz sind Mozarts eigene Solo-Kadenzen überliefert.
https://de.wikipedia.org/wiki/27._Klavierkonzert_(Mozart)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert entstand ebenfalls im März 1983 in der Kingsway Hall:

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Liebe Grüße

Willi😀

 

Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nt. 3 in c-moll op. 37

Das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37 ist das dritte Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven.

Das Werk entstand in den Jahren 1800 bis 1803. Es ist Prinz Louis Ferdinand von Preußen gewidmet. Es wurde mit Beethoven als Solist am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. Beethovens Freund Ignaz von Seyfried, der auf Beethovens Bitte hin während der Uraufführung die Noten umblätterte, berichtete später, dass diese bis auf ein paar „mir rein unverständliche ägyptische Hieroglyphen“[1] leer waren.
https://de.wikipedia.org/wiki/3._Klavierkonzert_(Beethoven)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Ein singuläres musikalisches Ereignis  fand 2005 in Luzern statt, als Claudio Abbado und Alfred Brendel mit dem Lucerne Festival Orchestra Beethovens 3. Klavierkonzert aufführten:

https://www.youtube.com/watch?v=q4COBFUKPnI

 

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Willi😀

Wir kommen nun zu Werken, die Claudio Abbado mit Martha Argerich aufgenommen hat und gehen dabei beinahe fünfzig Jahre zurück:

Sergei Prokofieff, 3. Klavierkonzert in C-dur op. 26

Sergei Prokofjew komponierte sein Klavierkonzert Nr. 3 in C-dur, opus 26 von 1917 bis 1921, die Uraufführung fand am 16. Dezember 1921 in Chicago mit Prokofjew als Solisten statt.

Das Klavierkonzert Nr. 3 gilt als das am einfachsten zu verstehende Klavierkonzert Prokofjews, da es im Gegensatz zum 2. Klavierkonzert auf den exzessiven Gebrauch von Dissonanzen verzichtet und reich an musikalischen Einfällen ist. Bis heute erfreut es sich großer Popularität[1] (zum Beispiel wurde dieses Konzert von den beiden bestplatzierten Pianisten im Finale des Tschaikowski-Wettbewerbs 2007 aufgeführt). Die Uraufführung in Chicago wurde verhalten aufgenommen, erst in der Pariser Premiere von 1922 (Dirigent Sergei Alexandrowitsch Kussewizki, Pianist Prokofjew) wurde das Werk vom Publikum angenommen.

Das dritte ist das mit Abstand am häufigsten ge- und eingespielte Konzert Prokofjews. Es ist das einzige Konzert, das der Komponist selbst als Pianist, 1932 mit dem London Symphony Orchestra unter Piero Coppola für His Master’s Voice, einspielte. Eine weitere frühe Aufnahme, mit William Kapell 1949 unter Antal Doráti, hielt sich ebenfalls bis heute im Katalog. Van Cliburns Aufnahme mit Fritz Reiner und dem Chicago Symphony Orchestra 1960 war die erste Aufnahme des Konzertes in der Chicago Orchestra Hall, in der die Uraufführung 1921 stattgefunden hatte. Byron Janis’ Moskauer Einspielung 1962 war die erste Aufnahme in der Sowjetunion, die von nicht-russischen Tonmeistern betreut wurde. Martha Argerich spielte das Konzert zweimal ein; 1967 mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado, 1997 mit Charles Dutoit. Letztere Aufnahme erhielt einen Grammy. Die Aufnahme von Terence Judd beim Tschaikowski-Wettbewerb 1978 unter Alexander Lasarew wurde auf Schallplatte und CD veröffentlicht und ist bis heute erhältlich. Jewgeni Kissin brachte es bisher sogar auf drei Aufnahmen; die letzte unter Vladimir Ashkenazy erhielt ebenfalls einen Grammy. Unter den Gesamtaufnahmen aller 5 Klavierkonzerte sind Ashkenazy (mit Previn), Alexander Toradse (mit Gergijew), Wladimir Krainew (mit Kitajenko), Yefim Bronfman (mit Mehta), Michel Béroff (mit Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig) sowie Horacio Gutierrez in der gemeinsamen Gesamtaufnahme mit Boris Berman (unter Neeme Järvi) zu nennen.
https://de.wikipedia.org/wiki/3._Klavierkonzert_(Prokofjew)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Aufnahme kam noch in der Berliner Jesus-Christus-Kirche im Mai und Juni 1967 zustande, obwohl die Philharmonie schon existierte, aber dort war in jenen Tagen noch ein gewisser Herbert von Karajan der Hausherr…

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Nach einer halben Stunde vergeblichen Suchens bei Youtube musste ich zu einem Trick greifen: wohl Abbado, wohl Argerich, wohl 2. Satz Prok. III. KK, wohl 1967, aber nicht Berlin, sondern Paris, nicht Berliner Philh., sondern Orchestre National de Paris:
sorry

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Das oben Gesagte gilt nur für den II. Satz.

Liebe Grüße

Willi😀

Maurice Ravel, Klavierkonzert in G-dur

Das Klavierkonzert in G-Dur ist eines von zwei Klavierkonzerten von Maurice Ravel. Es entstand zwischen 1929 und 1931, parallel zu seinem Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand. Es besteht aus drei Sätzen: Allegramente, Adagio assai, und Presto. Neben baskischen Einflüssen ist es von damals auch in Paris modernen Jazzharmonien und -eigenheiten geprägt, die Ravel während seiner Amerikatournee 1928 beeindruckten.

Nach seiner erfolgreichen Konzerttournee durch Amerika wollte Ravel das Werk ursprünglich selber uraufführen. Gesundheitsbeschwerden hinderten ihn jedoch daran – durch vorbereitende Übungen der Etüden Franz Liszts und Frédéric Chopins litten seine Hände unter Ermüdungserscheinungen. Stattdessen wurde das Konzert am 14. Januar 1932 durch Ravel am Dirigentenpult des Orchestre Lamoureux und Marguerite Long am Flügel uraufgeführt. Long war eine für ihre Interpretationen der Werke Gabriel Faurés und Claude Debussys bekannte Pianistin und hatte Ravel bereits vorher um ein neu aufzuführendes Werk gebeten – letzten Endes widmete er ihr sogar die Partitur des Klavierkonzerts. Die Erstaufführung auf dem Nordamerikanischen Kontinent fand am Abend des 22. April 1932 gleichzeitig durch das Boston Symphony Orchestra und das Philadelphia Orchestra in ihren jeweiligen Stammhäusern statt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klavierkonzert_G-Dur_(Ravel)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Dieses Konzert wurde an gleichem Orte und zum gleichen Zeitpunkt mit den gleichen Musikern eingespielt wie das Dritte Prokofieff, und es kann in der Youtube-Datei in den Nr. 1 bis 3 nachgehört werden:

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Frédéric Chopin, Klavierkonzert Nr. 1 e-moll op. 11

Frédéric Chopin vollendete das 1. Klavierkonzert op. 11 in e-Moll im Alter von 20 Jahren. Er widmete es Friedrich Kalkbrenner und brachte es am 11. Oktober 1830 – am Vorabend des Novemberaufstands – im Nationaltheater Warschau zur Uraufführung. Er berichtete Tytus Woyciechowski von „lebhaften Bravorufen“.

Chopins zwei Klavierkonzerte, das in f-Moll op. 21 und sein op. 11, sind etwa zur gleichen Zeit entstanden. Es gilt als gesichert, dass das Konzert in f-Moll eigentlich sein erstes Klavierkonzert gewesen ist, das Nr. 1 somit sein zweites. Weshalb sie indessen in umgekehrter Reihenfolge veröffentlicht wurden, ist nicht ganz geklärt. Es wird angenommen, dass Chopin, der 1831 seinen endgültigen Aufenthalt in Paris nahm, dort einige seiner Werke, darunter eben auch die zwei Konzerte, einem Verleger angeboten hat, dieser aber aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades der Stücke, die für den „Hausgebrauch“ von Liebhabermusikern nicht geeignet waren, erst nur eines, nämlich das Konzert in e-Moll, akzeptierte.

Die Frage, ob Chopin die Orchestrierung seiner Klavierkonzerte selbst vorgenommen hat, ist nicht beantwortet. Dass Chopin fast ausschließlich für Klavier komponiert und sich zu seiner Leidenschaft für dieses Instrument stets bekannt hat, ist allerdings kein Grund für einen Zweifel daran. Er beherrschte das Orchestrieren, wenn auch nicht in der Vollkommenheit anderer Komponisten, die sich auch Orchesterwerken gewidmet haben. Allerdings zeigt seine Orchestrierung der Konzerte, dass er die Rolle des Orchesters eher als schmückendes Beiwerk betrachtete. Es darf einleiten, überleiten und die Schlusspassagen spielen, aber dort, wo das Klavier seinen Auftritt hat, ist es zurückgenommen und reduziert auf eine schmale Begleitung des Soloinstrumentes. Anders als bei den Konzerten der Wiener Klassik und auch bei vielen romantischen Konzerten hat Chopin nahezu keine Zwiesprache zwischen Soloinstrument und Orchester vorgesehen, sie wechseln sich meist nur ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/1._Klavierkonzert_(Chopin)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Claudio Abbado und Martha Argerich nahmen dieses Konzert in der Walthamstow in London im Februar 1968 mit dem LSO auf, es kann in den ersten drei Nr. nachgehört werden:

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Franz Liszt, Klavierkonzert Nr. 1 in Es-dur

Franz Liszt schuf erste Skizzen für das Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur im Jahr 1832. Überarbeitet und in der heute bekannten dritten Fassung wurde es am 17. Februar 1855 im „Kleinen Saal“ des Weimarer Schlosses unter der Leitung von Hector Berlioz und dem Komponisten selbst als Solisten uraufgeführt.

Die genaue Bezeichnung des Werks lautet (1857 im Erstdruck bei Haslinger in Wien erschienen): Erstes Concert für Pianoforte und Orchester. Henry Litolff zugeeignet von F. Liszt.

Dauer: 10 Minuten und 38 Sekunden.
Sätze 1 und 2
Dauer: 8 Minuten und 37 Sekunden.
Sätze 3 und 4
  1. Allegro maestoso
  2. Quasi adagio
  3. Allegretto vivace – allegro animato
  4. Allegro marziale animato

Die Sätze gehen ineinander über, einzige Zäsur bildet der Übergang vom dritten zum vierten Satz. Eine Diskussion bezüglich der Drei- oder Viersätzigkeit des Werks schließt sich weitgehend aus. Zwar gehen in der ersten erhaltenen Fassung des Konzerts die Taktzahlen des zweiten und dritten Satzes ineinander über und waren daher offenbar als Einheit konzipiert. Das viersätzige Grundmotiv der Fassung von der Uraufführung im Jahr 1855 ist jedoch biographisch belegt und in brieflichen Äußerungen abzulesen. Liszt spricht vom 4. Satz des Concerts vom Allegro marziale, auch vom 2. Satz Adagio und Scherzo es-Moll von Anbeginn des Triangels.

Man kann das Konzert mit Anklicken der Zeit 5:01 in der Zeile „B2, 1. Satz Allegro Maestoso“ nachhören:

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Sechzehn  Jahre nach diesen beiden Konzerten entstand die zweite Aufnahme von Ravels G-dur-Konzert, diesmal in St. John’s am Smith Square in London mit dem LSO im Februar 1984:

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Wiederum fast 11 Jahre später sind wir wieder in Berlin. Im Dezember 1994 wird in der Philharmonie dieses Konzert gespielt:

Peter Iljitsch Tschaikowski, Klavierkonzert Nr. 1 B-dur op, 23

Das 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll von Pjotr Iljitsch Tschaikowski entstand 1874 und wurde am 25. Oktober 1875 in Boston mit Hans von Bülow (dem das Konzert gewidmet ist) am Klavier uraufgeführt.

Ursprünglich wollte Tschaikowski das Klavierkonzert seinem Freund und Mentor Nikolai Rubinstein widmen, dem er viel zu verdanken hatte, hatte dieser ihm doch nicht nur eine musikalische Ausbildung ermöglicht, sondern dem mittellosen Tschaikowski auch einige Jahre kostenlos Unterkunft und Verpflegung geboten. Als er es Rubinstein am Klavier vorspielte, äußerte dieser lediglich maßlose Kritik und Verachtung, nannte das Werk unrettbar, riet Tschaikowski aber schließlich, es gründlich umzuarbeiten. Rubinsteins Reaktion ging Tschaikowski so sehr zu Herzen, dass er sich noch Jahre später in einem Brief an seine Gönnerin Nadeschda von Meck (1831–1894) mit Entsetzen an diese Szene erinnerte:

„Ich spielte den ersten Satz. Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung … Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. Weiterhin Schweigen. ‚Nun?‘ fragte ich, als ich mich vom Klavier erhob. Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Sanft zunächst, wie wenn er Kraft sammeln wollte, und schließlich ausbrechend mit der Gewalt des Jupiter Tonans. Mein Konzert sei wertlos, völlig unspielbar. Die Passagen seien so bruchstückhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär. Hier und da hätte ich von anderen stibitzt. Ein oder zwei Seiten vielleicht seien wert, gerettet zu werden; das Übrige müsse vernichtet oder völlig neu komponiert werden.“

Tschaikowski änderte an dem Konzert nicht eine Note, sondern schickte es dem Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow mit der Bitte zu, sich ein Urteil zu bilden. Dieser hatte an dem Konzert nichts auszusetzen und antwortete dem Komponisten: „Ich bin stolz auf die Ehre, die Sie mir mit der Widmung dieses herrlichen Kunstwerkes erwiesen haben, das hinreißend in jeder Hinsicht ist.“[1] Anschließend ließ er es vom Orchester einstudieren und saß bei der Uraufführung 1875 in Boston persönlich am Klavier. Zu wahrem Erfolg verhalf ihm dann doch noch Rubinstein, der seine Meinung zu dem Werk geändert hatte und 1878 eine legendäre Aufführung in Paris gab. Von dort trat das Werk einen regelrechten Siegeszug an; es wurde zu dem am häufigsten eingespielten Klavierkonzert überhaupt und wird darin bis heute von keinem anderen Konzert übertroffen.
https://de.wikipedia.org/wiki/1._Klavierkonzert_(Tschaikowski)
Weiteres kann man ebenda lesen.

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Zu dem ersten Kommentar von Nikolai Rubinstein nach dem Vorspiel Tschaikowskis verbietet die Höflichkeit jeglichen Kommentar.

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Die letzten beiden gemeinsamen Aufnahmen Abbados und Argerichs in dieser Sammlung sind Ludwig van Beethoven gewidmet:

Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 2 in B-dur op. 19

Das Klavierkonzert Nr. 2, B-Dur, op. 19 ist ein frühes Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven. Einerseits orientiert sich Beethoven hier noch an den frühen Vorbildern der Wiener Klassik, andererseits lässt sich hier schon seine spätere Handschrift erkennen.

Das Werk entstand zwischen 1788 und 1801 und war eigentlich Beethovens erstes Klavierkonzert, da es vor dem 1. Klavierkonzert entstand. Beethoven schrieb beide Werke zunächst für den eigenen Gebrauch und stellte sich u. a. mit diesen Werken einer breiten Öffentlichkeit als Pianist und Komponist vor. Auch dieses Konzert steht dem Vorgänger Mozart noch nah, ohne Beethovens eigenen Stil zu verleugnen.

Das Klavierkonzert wurde am 29. März 1795 in Wien mit Beethoven als Solisten uraufgeführt. Beethoven selbst zählte dieses Konzert nicht zu seinen besten Werken und arbeitete es in den Jahren 1794/95, 1798 sowie 1801 um. Seine endgültige Gestalt fand das Werk in der Drucklegung im Jahre 1801, zusammen mit dem 1. Klavierkonzert. Beethoven fügte dennoch 1809 für Erzherzog Rudolph eine Kadenz hinzu.

Das Werk tritt heute in Popularität und Aufführungshäufigkeit etwas hinter Beethovens andere Klavierkonzerte zurück. Das 1. Klavierkonzert, welches zusammen mit dem 2. Klavierkonzert die frühen Konzerte Beethovens darstellt, wird oftmals höher angesehen und öfter aufgeführt. Dennoch ist das Werk, auf Grund seiner unbestrittenen Qualitäten, auch heute noch in den Konzertsälen vertreten.
https://de.wikipedia.org/wiki/2._Klavierkonzert_(Beethoven)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die vorliehgende Aufnahme entstand im Jahre 2000 in Ferrara mit dem Mahler Chamber Orchestra, und es kann hier in den Nr. 4 bis 6 nachgehört werden:

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Wir schließen diese Kollektion mit Aufnahmen Abbados und Argerichs mit diesem Konzert:

Ludwig van Beethoven,Klavierkonzert Nr. 3 in c-moll op. 37

Das Werk entstand in den Jahren 1800 bis 1803. Es ist Prinz Louis Ferdinand von Preußen gewidmet. Es wurde mit Beethoven als Solist am 5. April 1803 in Wien uraufgeführt. Beethovens Freund Ignaz von Seyfried, der auf Beethovens Bitte hin während der Uraufführung die Noten umblätterte, berichtete später, dass diese bis auf ein paar „mir rein unverständliche ägyptische Hieroglyphen“[1] leer waren.

Beethovens 3. Klavierkonzert ist das einzige Klavierkonzert des Komponisten in einer Moll-Tonart.

Es gilt als sein erstes Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen, was der Gattung des Klavierkonzerts aus dem Salon in den Konzertsaal verhelfen sollte. Fortschritte im Klavierbau begünstigten diese Entwicklung. Als Vorbilder könnten Beethoven Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerte KV 466 (in d-Moll) und KV 491 (in c-Moll) gedient haben; beide Werke wurden von Beethoven sehr bewundert. Beethovens c-Moll-Konzert und Mozarts KV 491 haben einen gebrochenen Akkord in den Streichern als Kopfmotiv, eine Pauke im Kadenzausgang sowie zwischen Kadenz und Schlusstakt eine Ausführung der Coda durch das Klavier gemeinsam.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/3._Klavierkonzert_(Beethoven)

Claudio Abbado und Martha Argerich spielten dieses Konzert im Jahre 2004 an gleicher Stelle ein.

Dieses Konzert kann bei Youtube in den Nr. 1 bis 3 nachgehört werden:

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Nun kommen wir zu einem Kapitel in Claudio Abbados Diskographie, die dokumentiert, dass Claudio Abbado auch einer der bedeutendsten Mahlerdirigenten der Musikgeschichte war, deswegen werde ich in diesem Kapitel alle Aufnahmen in chronologischer Reihenfolge einstellen, die ich in meiner Sammlung habe. Debütiert hatte Claudio Abbado mit Mahler bereits im Sommer 1965, als er auf Einladung Karajans bei den Salzburger Festspielen auftrat, und nicht , wie Karajan zunächst vorschlug, mit einem Requiem von Cherubini, sondern, wie er vorschlug, mit einer Sinfonie von Gustav Mahler, und als Karajan überraschend einwilligte, wurde es dann gleich eines der Top-Werke, die Zweite, die Auferstehungssinfonie in c-moll. Hier beginnen wir jedoch mit der Ersten  in einer Aufnahme mit dem Chikago Symphony Orchestra aus 1982, als er dort bis 1985 als Erster Gastdirigent fungierte:

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In einer späteren Aufnahmeserie spielte Claudio Abbado die Erste auch mit den Berliner Philharmoniker und zwar, wie alle folgenden dieser Serie, als Liveaufnahmen:
Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 1 in D-dur

Diese Aufnahme entstand in der Berliner Philharmonie am 16. Dezember 1989 live  im Rahmen seiner Antrittskonzerte als Nachfolger Herbert von Karajans als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker:

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Gustav Mahler, zweite Sinfonie in c-moll „Auferstehung“

Die 2. Sinfonie in c-Moll ist eine Sinfonie mit Sopran– und Altsolistinnen sowie gemischtem Chor von Gustav Mahler. Der häufig verwendete Beiname Auferstehungssinfonie stammt nicht von Mahler.

Die Entstehungsgeschichte der gesamten Sinfonie erstreckt sich, bedingt durch Mahlers Arbeitsbelastung als Dirigent, über mehrere Jahre. Das Werk schrieb er zwischen 1888 und 1894. Im September 1888 war die Instrumentierung des ersten Satzes, der zu diesem Zeitpunkt den Titel „Totenfeier“ trug, bereits abgeschlossen. Offenbar kam Mahler durch den Antritt der Stelle des Opernchefs in Budapest und seinen anschließenden Umzug nach Hamburg nicht zur weiteren Arbeit an der Sinfonie. So entstanden der zweite und dritte Satz erst 1893 und die gesamte Sinfonie wurde erst 1894 fertiggestellt. Die Idee zum Schlusssatz, welcher die Idee der Auferstehung vertont, kam Mahler nach eigener Aussage 1894 auf der Totenfeier für Hans von Bülow in der Hamburger St.-Michaelis-Kirche.[1] Die Anregung zur Wahl eines Klopstock-Textes erhielt Mahler möglicherweise auch durch seinen Studienkollegen Hans Rott, auf dessen E-Dur-Symphonie er in seiner 2. Symphonie mehrfach Bezug nimmt. Rott hatte bereits 1877 einen Liedtext Klopstocks mit dem Titel „Die Auferstehung Jesu“ für Chor und Orchester vertont.[2]

Zeitgleich vertonte Mahler die Lieder aus Des Knaben Wunderhorn, von denen er das Lied „Des Antonius von Padua Fischpredigt“ nur instrumental, das Lied „Urlicht“ auch vokal in der Sinfonie verwendete.

Die Uraufführung der gesamten Sinfonie fand am 13. Dezember 1895 in Berlin unter der Leitung Gustav Mahlers statt. Die ersten drei Sätze waren bereits am 4. März 1895 von Mahler aufgeführt worden. Veranstaltungsort beider Konzerte war die Alte Philharmonie in der Bernburger Straße.[12]

Die Kritiken im Anschluss waren größtenteils verhalten, teilweise sogar spöttisch. Die Allgemeine Musik-Zeitung sprach in harten Worten von einem „hohlen Nichts“ und „brutaler Geschmacklosigkeit“. Das Resumé von „Lärm, Skandal, Unfug, Umsturz“[13] zeigt die Überforderung des Publikums mit Mahlers radikal neuem Werk. Mahler beschreibt in diesem Zusammenhang auch die Reaktion Hans von Bülows auf den ersten Satz: „Als ich ihm meine Totenfeier vorspielte, geriet er in nervöses Entsetzen und erklärte, dass Tristan gegen mein Stück eine Haydnsche Symphonie ist, und gebärdete sich wie ein Verrückter.“ Einige aufgeschlossener gesinnte Zeitgenossen wie Anton Webern äußerten sich jedoch bewundernd über Mahlers Sinfonie. Er bezeichnete Mahler nach diesem Werk als „tiefinnerlichen Komponisten“.[14] Der konservative Johannes Brahms bezeichnete Mahler aufgrund der 2. Sinfonie als „König der Revolutionäre“.[15] Angesichts der weiteren Entwicklung der Musikgeschichte und späterer mahlerscher Sinfonien wirkt die 2. Sinfonie in klanglicher Hinsicht heute kaum noch revolutionär. Ihre Dimensionen gelten hingegen nach wie vor als ungewöhnlich groß. Das Werk gehört zu den beliebtesten Sinfonien Mahlers und ist häufig in den Programmen der großen Orchester zu hören.
https://de.wikipedia.org/wiki/2._Sinfonie_%28Mahler%29
Weiteres kann man ebenda lesen.

Claudio Abbado nahm auch diese Sinfonie in Chikago auf und zwar interessanterweise schon 1977, als er dort nur gastierte, aber noch nicht ständiger Gastdirigent war. Außer dem CSO wirketen noch mit Carol Neblett, Sopran und Marilyn Horne, Alt sowie der CSO Chorus. Dies kann in der Youtube-GA nachgehört werden in den Nr. 1 bis 5:

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Die zweite Aufnahme entstand im Rahmen der Live-Aufnahmen-Serie im August 20023 live im Kultur- und Kongresszentrum in Luzern mit dem Luzerner Festspielorchester mit Eteri Gvazava, Sopran und Anna Larsson, Alt sowie dem Chor Orfeón Donostiarra, was man bei Youtube unter den Nr. 6 bis 10 nachhören kann:

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Gustav Mahler, Symphonie Nr. 3 in d-moll

Die 3. Sinfonie in d-Moll ist eine Sinfonie für Altsolo,[1] Knabenchor, Frauenchor und Orchester von Gustav Mahler.

Die 3. Sinfonie entstand über einen Zeitraum von etwa vier Jahren. 1892 begann Mahler das Werk zu konzipieren, und am 28. Juli 1896 beendete er die Arbeit an der umfangreichen Komposition. Die Hauptschaffensperiode waren die Sommer der Jahre 1895 und 1896, die Mahler in Steinbach am Attersee verbrachte. Wie schon zu den ersten beiden Sinfonien legte Mahler der Musik ein Programm als „Wegweiser“ für den Stimmungsinhalt zu Grunde. Ursprünglich sollten die Sätze diese programmatischen Namen tragen: „Pan erwacht. Der Sommer marschiert ein“, „Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen“, „Was mir die Tiere im Walde erzählen“, „Was mir der Mensch erzählt“, „Was mir die Engel erzählen“, „Was mir die Liebe erzählt“.[2] Dieses sich steigernde Konzept behielt Mahler inhaltlich bei, entschied sich aber, von der programmatischen Benennung der Sätze Abstand zu nehmen. Im ursprünglichen Plan sah Mahler einen siebten Satz vor, „Was mir das Kind erzählt“.[3] Dieser wurde später aber herausgenommen und bildete dann unter dem Titel „Das himmlische Leben“ den Finalsatz der 4. Sinfonie.

Die Uraufführung der vollständigen Sinfonie fand am 9. Juni 1902 auf dem 38. Tonkünstlerfest in Krefeld statt. Mahler dirigierte in der Stadthalle Krefeld die Städtische Kapelle Krefeld und das Gürzenich-Orchester Köln. Vorher waren bereits verschiedentlich einzelne Sätze der Sinfonie uraufgeführt worden. So wurde beispielsweise der 2. Satz mehrfach von den Berliner Philharmonikern unter Arthur Nikisch gespielt; Felix Weingartner dirigierte den 2. Satz in Hamburg, Leo Blech dirigierte ihn in Prag. Die Uraufführung des gesamten riesigen Werkes wurde von der Öffentlichkeit lange erwartet und wurde zu einem aufsehenerregenden Ereignis. Obgleich manche Kritiker das Werk als schwächer ansahen, wurde die Uraufführung zu einem der größten Erfolge Mahlers. Die Neue Zeitschrift für Musik schrieb: „Das war kein bloßes Feiern mehr, das war eine Huldigung.“[17] Auch Arnold Schönberg zeigte sich tief beeindruckt von der neuen Sinfonie. Er attestierte Mahler, „rücksichtsloseste Wahrheit“ vertont zu haben, und versicherte dem Komponisten, in der 3. Sinfonie dessen „Seele gesehen“[18] zu haben. Zwischen 1902 und 1907 führte Mahler selbst die Sinfonie insgesamt 15 Mal mit großem Erfolg auf.

Das Werk hat eine große Rezeptionsgeschichte. Es wird oft und auch von bedeutenden Orchestern gespielt und erfreut sich auch beim heutigen Publikum großer Beliebtheit. Auch außerhalb des Konzertsaals wurde die Musik der 3. Sinfonie vielfach verwendet. So wurde das Adagio beispielsweise als Filmmusik in Call to glory verwendet. John Neumeier choreographierte in den 1970er Jahren ein Ballett in Hamburg zur Musik Mahlers.
https://de.wikipedia.org/wiki/3._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Nach langem vergeblichen Suchen in Youtube nach der Liveaufnahme der Berliner Philharmoniker unter Abbado in London im Oktober 1999 entschloss ich mich zu einer anderen Aufnahme, in der die Altistin  in dieser Symphonie, und das Orchester auch in einer anderen Symphonie vertreten sind. Die nun folgende Aufnahme ist vom August 2007 aus Luzern mit dem dortigen Festspiel-Orchester, Anna Larsson, Alt, dem Arnold Schoenberg Chor und  dem Tölzer Knabenchor:

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Gustav Mahler, Symphonie Nr. 4 in G-dur

Die 4. Sinfonie in G-Dur ist eine Sinfonie mit Sopransolo von Gustav Mahler. Der Text dazu basiert auf einem Gedicht aus Des Knaben Wunderhorn.

Gustav Mahler komponierte die 4. Sinfonie in den Sommermonaten der Jahre 1899 und 1900. Die Reinschrift beendete Mahler am 5. Januar 1901. Der Kompositionsprozess umfasste lediglich drei Sätze, da das Finale bereits feststand. Für dieses verwendete Mahler das Lied Das himmlische Leben aus den von ihm vertonten Liedern Des Knaben Wunderhorn. Das Lied war bereits 1892, während der Arbeit an der 2. Sinfonie, entstanden. Ursprünglich plante Mahler, seine 4. Sinfonie als sinfonische Humoreske zu konzipieren. Hierbei sollten vokale Elemente wesentlich großzügiger integriert werden, als dies letztlich geschah. Drei der geplanten sechs Sätze sollten aus Wunderhorn-Liedern bestehen, wie der früheste Satzplan von 1896 ausweist.[1] Die tatsächliche Umsetzung hat jedoch mit diesem Plan nur noch die Tonart G-Dur und den Finalsatz gemeinsam.

Die Uraufführung der Sinfonie fand am 25. November 1901 mit dem Kaim-Orchester und der Sopranistin Margarete Michalik unter der Leitung von Gustav Mahler in München statt. Das Werk fiel durch und rief Befremden bei den Zuhörern hervor. Der im Vergleich zu den beiden vorherigen Wunderhorn-Sinfonien weniger groß angelegte und pompöse Duktus enttäuschte das Publikum. Auch sorgte die Abkehr vom romantischen Pathos für Verwirrung. Der Musikkritiker Theodor Kroyer warf Mahler beispielsweise vor, dass die Sinfonie „kein originelles Fühlen“ enthalte. Alles sei „Technik, Berechnung und innere Verlogenheit, eine kränkliche, abschmeckende Übermusik.“[3] Die Allgemeine musikalische Zeitung sprach von einem „wenig erquicklichen Eindruck“.[4] Nur wenige Kritiker erkannten den fortschrittlichen Wert des neuen Werkes. Mahlers Freund Ernst Otto Nodnagel rühmte die Uraufführung als „erstes wirkliches musikalisches Ereignis im 20. Jahrhundert“. Theodor W. Adorno äußerte später: „Ein Meisterwerk wie die vierte Sinfonie ist ein Als-Ob von der ersten bis zur letzten Note“.[5] Heute zählt Mahlers 4. Sinfonie zu den beliebtesten Werken des Komponisten und wird häufig aufgeführt. Mahler selbst bezeichnete die Sinfonie als eines seiner besten Werke.
https://de.wikipedia.org/wiki/4._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die vorliegende Aufnahme entstand im Mai 2005 mit der Sopranistin Renée Fleming in der Berliner Philharmonie live:

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Gustav Mahler, Symphonie Nr. 5 in cis-moll

Die 5. Sinfonie ist eine Sinfonie in fünf Sätzen von Gustav Mahler. Sie gilt als eine der beliebtesten Sinfonien Mahlers; vor allem seit 1971 im Film Tod in Venedig von Luchino Visconti das Adagietto verwendet wurde.

Die Sinfonie entstand in ihren wesentlichen Teilen in den Jahren 1901 bis 1902. Erste Skizzen notierte Mahler im Sommer 1901 auf seinem Sommersitz in Maiernigg. Hier konzipierte Mahler zunächst das an dritter Stelle stehende Scherzo. Weitere Teile der Sinfonie entstanden im Folgenden in Wien. Die Instrumentierung erfolgte erst 1903 und wurde 1904 nochmals überarbeitet. Die Leseproben mit den Wiener Philharmonikern führten hier zu einer reichhaltigen Umarbeitung des Schlagwerks.[1] In keiner anderen Sinfonie rang Mahler so lange mit der Instrumentierung des Werkes. Noch 1911, im Jahr seines Todes, überarbeitete Mahler die Instrumentierung erneut. Diese Fassung erschien allerdings erst 1964 im Rahmen der Mahler-Gesamtausgabe im Druck. Die Uraufführung der Sinfonie fand am 18. Oktober 1904 im Gürzenich in Köln unter der Leitung des Komponisten statt.

Die 5. Sinfonie wurde, wie einige andere Sinfonien Mahlers, nach ihrer Uraufführung nicht verstanden. Mahler beklagte sich 1905 nach einer erfolglosen Aufführung in Hamburg: „Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.“[6] Die Musikkritiken in den Jahren nach der Uraufführung waren größtenteils negativ. So urteilte der Musikkritiker Ferdinand Pfohl beispielsweise, dass die 5. Sinfonie zu Mahlers schwächeren Werken gehöre.[7] Einzig die Neue Zeitschrift für Musik stellte der Sinfonie bereits 1905 ein wohlwollendes Zeugnis aus und sprach von einer „überwältigenden Fülle von Schönheiten“.[8] Erst nach Mahlers Tod setzte sich eine immer größere Wertschätzung des Werkes durch.

Heute gilt die 5. Sinfonie als eine der beliebtesten Sinfonien Mahlers. Einen gewissen Anteil an ihrer Popularität hat der Film Tod in Venedig von Luchino Visconti aus dem Jahr 1971, dessen Filmmusik das Adagietto umfassend verwendet. In den Konzertsälen der Welt gehört die 5. Sinfonie heute zu den am häufigsten aufgeführten Sinfonien Mahlers.
https://de.wikipedia.org/wiki/5._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Symphonie wurde im Mai 1993 live in der Berliner Philharmonie aufgezeichnet:

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Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 6 a-moll

Die 6. Sinfonie in a-Moll ist eine Sinfonie von Gustav Mahler.

Die 6. Sinfonie entstand zwischen 1903 und 1904, direkt nach der 5. Sinfonie. Größtenteils schrieb Mahler das Werk in Wien, wo er als Hofoperndirektor arbeitete. Er war zu dieser Zeit als Dirigent und Komponist in Wien hoch angesehen und konnte sich künstlerisch ideal entfalten. Die Sinfonie wird zuweilen unter dem Beinamen „Tragische“ geführt, welcher jedoch nicht von Mahler selbst stammt. Mahler war allerdings der Ansicht, dass das neue Werk „Rätsel aufgeben“[1] werde.

Die Uraufführung der Sinfonie fand am 27. Mai 1906 im Essener Saalbau als Höhepunkt des Tonkünstlerfestes des Allgemeinen deutschen Musikvereins statt. Es spielten die Essener Philharmoniker, vereinigt mit dem Sinfonieorchester Utrechts, unter der Leitung des Komponisten.[10] Mahler leitete außer der Uraufführung nur zwei weitere Aufführungen des Werkes: in München am 8. November 1906 und letztmals in Wien am 4. Januar 1907. Diese Aufführung ist die einzige, bei welcher der heute teilweise geläufige Beiname „Tragische Sinfonie“ auf dem Programmzettel stand. Obgleich Mahler diesen Titel wohl selbst nicht verwendete, akzeptierte er die Nennung des Namens im Programmheft bei dieser Aufführung. Mahler fügte diese Bezeichnung jedoch nie in die Partiturdrucke ein, weshalb der Name nicht offiziell zu verwenden ist.

Im Gegensatz zur Uraufführung der 5. Sinfonie stieß die 6. Sinfonie durchaus auf Wohlwollen. Viele Kritiker lobten die Klarheit des Ausdrucks und die klassische Form des Werkes. Auch der differenzierte Orchesterklang mit seinen innovativen Verwendungen des Schlagwerkes wurde beispielsweise in der Neuen Zeitschrift für Musik gelobt.[11] Negative Äußerungen der Zeitgenossen beschränkten sich meist auf eine zu große Orchesterbesetzung und den dadurch erzeugten teilweise lärmenden Charakter der Musik. Richard Strauss sprach hier von einer „Überinstrumentierung“ des Werkes. Der tragische Ton der Sinfonie, welcher ein Sehnen, Klagen und Verzweifeln ausdrückt, wurde größtenteils vom Publikum verstanden und als schöpferisch wertvoll empfunden. Gerade diese Tiefe der Empfindung macht das Werk zu einer der schwierigsten Sinfonien Mahlers, die bis heute eine große künstlerische Herausforderung darstellt. Die Sinfonie gilt als eines der stärksten Werke Mahlers, wird jedoch auf Grund ihres pessimistischen Charakters nicht so häufig aufgeführt wie einige andere Sinfonien des Komponisten.
https://de.wikipedia.org/wiki/6._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres auch zur Satzreihenfoolge und zum Stellenwert kann man ebenda lesen.
Diese Sinfonie wurde im Juni 2004 live in der Berliner Philharmonie aufgenommen:

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Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 7 in e-moll

Die 7. Sinfonie ist eine Sinfonie von Gustav Mahler. Der schon früh verwendete Beiname Lied der Nacht stammt nicht von Mahler.

Aufgrund ihres Entstehungsprozesses gehört die 7. Sinfonie zu den mühsamsten Schöpfungen Mahlers. Bereits vor der Vollendung der 6. Sinfonie entstanden im Sommer 1904 die beiden Nachtmusiken der 7. Sinfonie. Im Sommer des darauffolgenden Jahres sollte die Fortsetzung und Vollendung des Werkes erfolgen. Mahler reiste hierfür eigens von Wien zu seiner Familie an den Wörthersee. Auf Grund des persönlichen Druckes, das Werk vollenden zu müssen, stellte sich eine kreative Blockade bei Mahler ein, der sich nach eigener Aussage „bis zum Trübsinn“[1] mit dem Werk quälte. Auch eine Reise in die Dolomiten konnte keine schöpferische Phase einläuten. Erst die Rückkehr zum Wörthersee löste die Blockade, laut eigener Aussage durch einen Ruderschlag bei einer Fahrt über den See. „Beim ersten Ruderschlag fiel mir das Thema der Einleitung zum ersten Satze ein.“[1] In nur vier Wochen erfolgte anschließend die Fertigstellung der restlichen Sinfonie. Die endgültige Instrumentation fand anschließend in mehreren Arbeitsschritten statt. Die letzten Korrekturen wurden erst wenige Tage vor der Uraufführung vorgenommen.

Die Uraufführung der 7. Sinfonie fand am 19. September 1908 im Konzertsaal der Jubiläumsausstellung[10] in Prag statt. Sie fand somit erst drei Jahre nach der Vollendung der Sinfonie statt. Das Werk war Teil des zehnten Philharmonischen Konzertes zum sechzigjährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josephs I. Bis kurz vor der Aufführung arbeitete Mahler, welcher von Zweifeln an seinem Werk geplagt wurde, an der Instrumentierung. Hierbei erhielt er Unterstützung von Alban Berg und Otto Klemperer, welche zur Aufführung ebenfalls nach Prag gereist waren. Die Uraufführung wurde jedoch zu einem großen Erfolg für Mahler. Anders als bei einigen früheren Werken, beispielsweise der 5. Sinfonie, äußerten sich die Kritiker fast ausnahmslos positiv. Arnold Schönberg lobte das Werk ausdrücklich in einem persönlichen Brief an sein künstlerisches Vorbild Mahler[11]. Die wenig später folgende Wiener Erstaufführung konnte diesen Erfolg nicht vollständig bestätigen. Das wesentlich kritischere Wiener Publikum nahm vornehmlich am Finalsatz Anstoß. Der festlich überhöhte Jubelgesang sei eine „fürchterliche Verhöhnung des Vorspiels zu den Meistersingern[12], bemerkte ein kritischer Zeitungsartikel. Tatsächlich können Teile des Finales als Parodie der Ouvertüre Wagners Meistersinger von Nürnberg interpretiert werden.

Heute wird das Werk zwar häufig in Mahler-Zyklen aufgeführt, stellt aber die am wenigsten einzeln aufgeführte Sinfonie Mahlers dar. Eine Erklärung hierfür lässt sich nur schwer finden. Möglicherweise steht sie im Schatten der benachbarten, ausdrucksstarken Sinfonien Nr. 6 und Nr. 8.

Die 7. Sinfonie stellt die letzte der drei mittleren, rein instrumentalen Sinfonien 5 bis 7 dar. Wie die 5. Sinfonie besteht sie aus fünf, statt den klassischen vier Sätzen. Die mit dieser 5. Sinfonie eingeläutete Schaffensphase setzt sich in der 7. Sinfonie fort. Auch hier wendet Mahler seine progressivere Chromatik an und stößt an einigen Stellen an die Grenzen der Tonalität, was auf die 9. Sinfonie weist. Jedoch geschieht dies weniger intensiv und seltener, als in den beiden vorausgegangenen Werken. Der marschartige Duktus des Hauptsatzes findet ein Vorbild in einigen anderen Hauptsätzen Mahlerscher Sinfonien, in welchen er ebenfalls auf diese von ihm bevorzugte Form zurückgreift. So finden sich auch in der 3., 5. und 6. Sinfonie großangelegte Marschsätze. Bemerkenswert ist die erneute und markante Verwendung volkstümlicher Elemente. Der Gebrauch der Herdenglocken erinnert an die vorausgegangene 6. Sinfonie, in welcher diese als Darstellung einer idyllischen Insel inmitten der Tragik verwendet wurden. Hier stellt ihr Klang ein Bild „weltferner Einsamkeit“ dar, das laut Mahler im „Angesicht der Ewigkeit der letzte Gruß irdischer Wesen“[13] symbolisiert. Äußerst ungewöhnlich für große Sinfonien ist die Verwendung von Gitarre und Mandoline. In den ebenfalls einmaligen Nachtmusik-Sätzen verhelfen sie zu einem Bild Eichendorffscher Romantikvisionen. Der Ort der Kunst war besonders in der Romantik die geheimnisumwobene Nacht. Wagner beschreibt das Beginnen „jener anderen Welt“[14] an der Grenze von Nacht und Tag. Die in dieser Sinfonie vorliegende Idee des nachtwandelnden Musikers rührt von Schopenhauer her[15]. Erneut stellen diese idyllischen Bilder Inseln im turbulenten sinfonischen Geschehen dar. Es sind dies durchaus programmatische Elemente, welche eine spezielle Deutung der Musik zulassen, was Mahler sonst in der Regel verhindern wollte. Dies lässt sich schon daran erkennen, dass der Horndialog zu Beginn der ersten Nachtmusik an die Scène aux Champs aus der Symphonie fantastique von Hector Berlioz erinnert, welche ein dezidiert programmatisches Werk ist. Die 7. Sinfonie stellt also bezüglich mancher gestalterischer Elemente ein Novum in Mahlers Musik dar. Dies trifft auch auf den euphorischen Finalsatz zu, da ein solch jubelndes Spektakel in keinem anderen Finalsatz von Mahler zu finden ist. Der festlich überhöhte Glanz täuscht über einen eigentlich ungewöhnlich einfach aufgebauten Satz hinweg, welcher nicht zu den stärksten Schöpfungen Mahlers gehört. Immer wieder wurde Mahler vorgeworfen, hier Richard Wagners Ouvertüre zur Oper Die Meistersinger von Nürnberg zu persiflieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/7._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Clautio Abbado nahm diese Sinfonie im Mai 2001 in der Berliner Philahrmonie auf:

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Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 8

Die 8. Sinfonie in Es-Dur ist eine Sinfoniekantate mit Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton– und Basssolisten, zwei großen gemischten Chören und Knabenchor von Gustav Mahler. Der häufig verwendete Beiname Sinfonie der Tausend stammt nicht von Mahler.

Die 8. Sinfonie entstand größtenteils im Sommer des Jahres 1906. Im ersten Halbjahr 1907 wurde sie vollständig orchestriert und ins Reine geschrieben. Bei der Veröffentlichung 1910 versah Mahler das Werk mit einer Widmung an seine Ehefrau Alma. Er spürte bereits im Schaffensprozess die Besonderheit dieser Sinfonie, die er später als sein „wichtigstes Werk“ bezeichnete. Die Niederschrift der enormen Komposition im Sommer 1906 geschah in höchster Arbeitsgeschwindigkeit. Mahler hebt hierzu hervor, dass er noch nie zuvor „unter solchem Zwange“ gearbeitet habe. Zum Entstehungsprozess bemerkt der Komponist: „Es war wie eine blitzartige Vision – so ist das Ganze sofort vor meinen Augen gestanden und ich habe es nur aufzuschreiben gebraucht, so, als ob es mir diktiert worden wäre.“[1] Die Idee, einen mittelalterlichen Hymnus als Vorlage für die neue Sinfonie zu nehmen, kam Mahler in seinem Feriendomizil in Maiernigg am Wörthersee, wo ihm ein katholisches Messbuch in die Hände fiel. Eine in Wien von Mahler nachgeprüfte, verbürgte Fassung des Hymnus enthielt deutliche Abweichungen, was zu teilweisen Umkonstruierungen der Anlage führte. Der ursprünglichen Planung, dem Hymnus insgesamt vier unterschiedliche Sätze folgen zu lassen, deren letzter eine Lobhymne auf den Eros werden sollte, folgte zunehmend die Idee, die Schlussszene des Faust von Goethe zu vertonen – ein Stoff, der Mahler sein Leben lang beschäftigte. Diese scheinbar unpassende Vereinigung zweier verschiedener Stoffe brachte Mahler häufig Kritik ein. Jedoch liegt dem Werk ein kompliziertes Verquickungssystem beider Elemente zugrunde (siehe unten). Die eigentliche Vorbereitung für die Uraufführung begann erst etwa drei Jahre nach der Fertigstellung des Werkes, im Sommer des Jahres 1910. Organisatorisch hatte sich der Konzertveranstalter Emil Gutmann der Sinfonie angenommen. Er musste jedoch erhebliche Probleme bewältigen.[2]

Die Uraufführung des bereits 1907 fertiggestellten Werkes fand erst am 12. September 1910 in München statt. Grund hierfür waren unzählige organisatorische Probleme.[6] Das Konzert fand in der Neuen Musik-Festhalle, der heutigen Halle 1 des Verkehrszentrums des Deutschen Museums in München statt. Mahler dirigierte das Orchester des Konzertvereins München, die heutigen Münchner Philharmoniker, selbst. Der Leipziger Großchor Riedel-Verein, der Wiener Singverein und 350 Schüler der Münchner „Zentral-Singschule“ als Kinderchor steuerten die vokalen Elemente der Aufführung bei. Der bedeutende Dirigent Otto Klemperer assistierte Mahler bei den letzten Vorbereitungen der Aufführung zusammen mit Bruno Walter. Walter selbst wählte die acht Gesangssolisten aus, die zunächst jeweils in den Heimatstädten probten, bevor sie Anfang September nach München zu den Hauptproben unter Mahlers Leitung zusammenkamen.[2]

Klemperer gestand in diesem Kontext ein, „erstmals die Mahlersche Musik soweit begriffen zu haben, dass ich mir sagte: Hier steht ein großer Komponist vor dir“.[7] Mahler beauftragte Klemperer bereits während der Proben mit der Vollendung der Interpretation des Werkes: „Falls nach meinem Tode irgendetwas nicht richtig klingt, ändern Sie es. Sie haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht das zu tun.“[8]

Unter den 3000 Zuhörern befanden sich viele bekannte Schriftsteller, Komponisten und Dirigenten der Zeit, wie Siegfried Wagner, Alfredo Casella, Hermann Bahr, Leopold Stokowski, Arnold Berliner und Thomas Mann. Letzterer schrieb nach der Aufführung ein hymnisches Dankschreiben an Mahler.[9]

Die Uraufführung der 8. Sinfonie wurde zum größten Erfolg Mahlers zu dessen Lebzeiten. Ein Moment der Stille nach dem Schlussakkord und anschließend nicht endender Jubel der zahlreichen Zuhörenden und Aufführenden, der volle 20 Minuten anhielt, rief Mahler immer wieder heraus.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/8._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Aufnahme entstand live im Februar 1994 mit den Berliner Philharmonikern und folgenden weiteren Mitwirkenden:

Cheryl Studer, Sopran, Sylvia McNair, Sopran, Andrea Rost, Sopran, Anne Sofie von Otter, Alt, Rosemarie Lang, Alt, Peter Seifert, Tenor, Bryn Terfel, Bariton, Jan Nendrik Rootering, Bass, Rundfunkchor Berlin, Prager Philharmonischer Chor un der Tölzer Knabenchorm allesamt unter der Leitung von Claudio Abbado:

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Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 8 in e- moll, Teil 2. Schlussezne aus Goethes Faust II:

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Weitere Teile können bei Youtube abgerufen werden.

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Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9 d-moll

Gustav Mahlers 9. Sinfonie ist das letzte vollendete Werk des Komponisten.

Mahler sah für diese Sinfonie ausdrücklich keine Tonartbezeichnung vor. Oftmals wird sie nach der Tonart des Kopfsatzes als Sinfonie in D-Dur bezeichnet, was allerdings die progressive Tonalität des Werkes (ähnlich der 5. Sinfonie) außer Acht lässt. Die Sinfonie beginnt in D-Dur und endet in Des-Dur, womit die tonale Einheit insbesondere der Ecksätze aufgehoben ist, und dem Werk keine Grundtonart mehr zugeschrieben werden kann.[1]

Die Arbeit an der 9. Sinfonie begann im Sommer (wahrscheinlich Juli) 1909. Nach einer Übertragung in Reinschrift im Winter berichtete Gustav Mahler seinem Freund Bruno Walter in einem Brief am 1. April 1910, das Werk sei fertig. Zu größten Teilen entstand es in Toblach, im dortigen Domizil Mahlers. Abermals schrieb Mahler das Werk in einer Art Schaffensrausch nieder. Seine Kompositionsweise setzte eine Gesamtkonzeption des Werkes voraus, so dass Mahler gleichzeitig an mehreren Sätzen der Sinfonie arbeitete. Seine ganze Konzentration galt der Komposition des neuen Werkes, da seine Frau Alma mit der Tochter bei einem Kuraufenthalt in Levico weilte. Mahler genoss die Zeit des Komponierens, was er nur durch gelegentliche Spaziergänge unterbrach. „Das Alleinsein ist den ganzen Tag über schön – sehr schön“, schrieb Mahler in einem Brief aus Toblach.[2] Die Reinschrift stellte Mahler später in New York fertig.

Die Uraufführung des Werkes fand am 26. Juni 1912 in Wien statt. Die Wiener Philharmoniker spielten das Werk unter der Leitung Bruno Walters. Mahler, der bereits am 18. Mai 1911 gestorben war, konnte die Uraufführung nicht mehr miterleben. Das revolutionäre Werk löste im Gegensatz zur vorherigen 8. Sinfonie keine Jubelstürme, sondern eher Verwunderung und Befremdung aus. Der in diesem Werk vollzogene Übergang zur Neuen Musik überforderte das Wiener Publikum noch. Die komponierenden Kollegen Mahlers erkannten die Qualität des Werkes hingegen sofort, und namentlich Alban Berg und Arnold Schönberg feierten die Sinfonie als Übergang zu einer neuen musikalischen Epoche. Heute gilt die 9. Sinfonie als Mahlers konsequente Vollendung seines kompositorischen Weges. Ihre Abschiedsthematik hat obendrein zu verschiedenen Mystifizierungen geführt. Mahler wurde hier die Antizipierung seines Todes unterstellt. Durch Arnold Schönberg geriet auch wieder in den Fokus, dass die meisten großen Sinfoniker über eine 9. Sinfonie nicht herausgekommen waren. So schrieben beispielsweise Ludwig van Beethoven, Antonín Dvořák und Anton Bruckner bereits genau neun nummerierte Sinfonien und starben vor der Vollendung einer zehnten bzw. schrieben keine weitere. Schönberg schrieb dazu: „Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe. Vielleicht wären die Rätsel dieser Welt gelöst, wenn einer von denen, die sie wissen, die Zehnte schriebe. Und das soll wohl nicht so sein.“[6] Mahler legte bezüglich dieser Frage selbst eine gewisse Abergläubigkeit an den Tag. Auch er sollte vor der Vollendung seiner 10. Sinfonie sterben.
https://de.wikipedia.org/wiki/9._Sinfonie_(Mahler)
Weiteres kann man ebenda lesen.

Claudio Abbado nahm die Neunte Mahler im neunten Monat des Jahres 1999 in der Berliner Philharmonie live auf:

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Ist es ein Zufall, dass im Satz über das Entstehungsdatum der Neunten Mahler (auch im Zusammenhang mit den Ausführungen Arnolde Schoenbergs (s.o.) fünf Mal die Zahl „9“ vorkommt?

Liebe Grüße

Willi😀

 

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