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Conrad (Smith), Barbara, 1937-2017, US-amerikanische Mezzosopranistin

Barbara Smith Conrad (11. August 1937 – 22. Mai 2017) war eine US-amerikanische Opernsängerin. Die Mezzosopranistin trat an der Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper, dem Teatro Nacional in Venezuela und vielen anderen Häusern auf. Sie war zudem als Pädagogin tätig, leitete das von ihr mitbegründete Wagner-Theaterprogramm, unterhielt ein privates Studio und nahm an mehreren Künstlerresidenzen teil.

Conrad erlangte landesweite Aufmerksamkeit, als ihre Arbeit als Studentin 1957 im Mittelpunkt einer Rassenkontroverse stand. Die Afroamerikanerin Conrad, die in einer Rolle neben einem weißen Künstler besetzt war, wurde aufgrund des Drucks der texanischen Legislative auf die Universitätsleitung von ihrer Position entfernt.

Conrads Leben wurde im Film „When I Rise“ (2011) dargestellt.

Frühe Jahre

Geboren wurde sie als Barbara Louise Smith, das jüngste von fünf Kindern, in Center Point bei Pittsburg, Texas. Schon als Kind interessierte sie sich für Musik und trat mit ihren Geschwistern in deren Baptistenkirche auf. 1956 begann sie ihr Studium an der University of Texas in Austin als eine der ersten afroamerikanischen Studentinnen. Im darauffolgenden Jahr wurde sie in der Studentenaufführung von „Dido und Aeneas“ als Dido, Königin von Karthago, besetzt. Kontroversen innerhalb der Studentenschaft und die Angst vor negativer Publicity aufgrund ihrer romantischen Beziehung mit einem weißen Studenten veranlassten Joseph Norwin „Joe“ Chapman vom texanischen Parlament, den Universitätspräsidenten zum Eingreifen zu raten. Conrad wurde die Rolle zwei Wochen vor der geplanten Premiere entzogen. Lokale und studentische Medien protestierten gegen die Entscheidung, ebenso wie acht weitere texanische Parlamentarier. Time griff den Artikel auf. Die landesweite Berichterstattung über die Kontroverse und die Entscheidung veranlasste den bekannten Sänger Harry Belafonte, Conrads Studium an einer von ihr gewählten Hochschule zu finanzieren. Conrad, die sich für die Integration der University of Texas eingesetzt hatte, entschied sich trotz des Verlusts der Stelle, dort zu bleiben und schloss 1959 mit einem Bachelor of Music ab. Sie nahm den Vornamen ihres Vaters, Conrad, als Künstlernamen an, als sie der Unterhaltungsgewerkschaft Equity beitrat, da bereits eine andere Barbara Smith registriert war.

Karriere

Obwohl Conrad Belafontes Angebot, die Hochschule zu wechseln, nicht annahm und die Kosten übernahm, profitierte sie nach ihrem Abschluss von seiner Schirmherrschaft, als er sie in seine New Yorker Kreise einführte. Ihre Kosten wurden von Eleanor Roosevelt übernommen, die ebenfalls durch die Kontroverse um die gemischtrassige Besetzung ihrer Rolle von Conrad erfahren hatte. Damit begann für Conrad eine lange Karriere, in der sie führende Rollen an vielen internationalen Opernhäusern übernahm, darunter an der Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper, dem Teatro Nacional in Venezuela, der Houston Grand Opera, der New York City Opera und der Pittsburgh Opera. 1977 spielte sie die amerikanische Altistin Marian Anderson in dem ABC-Film „Eleanor and Franklin: The White House Years“. Sie trat außerdem mit Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra und den Symphonieorchestern London, Boston, Cleveland und Detroit auf und sang auf Einladung 1987 sowohl im Weißen Haus als auch 1995 für Papst Johannes Paul II. in New York City.

Als Pädagogin gründete Conrad ein privates Studio und bot Künstlerresidenzen und Meisterkurse an. Sie war Mitbegründerin des Wagner-Theaterprogramms an der Manhattan School of Music, das sich der Ausbildung von Wagner-Darstellern widmete, und fungierte als dessen Gesangsdirektorin.

Die University of Texas vergibt ein Stipendium im Namen von Conrad, die 1985 zur herausragenden Alumna ernannt wurde.

Tod

Am 22. Mai 2017 starb Conrad im Alter von 79 Jahren in Edison, New Jersey, an den Folgen der Alzheimer-Krankheit. Am 11. Juni 2017 wurde Conrad auf dem Texas State Cemetery in Austin, Texas, beigesetzt.

[Aus dem englischen Wikipedia übersetzt]

Hinweis: Barbara Conrad steht in unserer Datei mit folgendem Text:

Barbara Conrad, * 11. 8. 1945 — + 22. 5. 2017, war eine amerikanische Mezzosopranistin:
https://www.youtube.com/watch?v=BIv0NpQUTGE
http://operasb.com/news/wp-content/uploads/Barbara-Smith-Conrad-in-Aida-e1273519220886.jpg
Leider konnte ich keinen biografischen Text über Barbara Conrad finden.

Bis auf das Geburtsjahr stimmt unser Text also mit dem Wikipedia-Artikel überein. Wieso bei uns 1945 als Geburtsjahr steht, bei Wikipedia aber 1937, ist mir noch schleierhaft. Falls 1937 korrekt ist (wovon ich erstmal ausgehe), hat die Sängerin 2025 natürlich keinen runden Geburtstag.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

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