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Das gesamte Kantatenschaffen Johann Sebastian Bachs in der Chronologie von Helmuth Rilling

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Kantate BWV 62, „Nun komm, der Heiden Heiland“

Nun komm, der Heiden Heiland (BWV 62) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Choralkantate auf Martin Luthers Nun komm, der Heiden Heiland 1724 in Leipzig für den 1. Advent, den 3. Dezember 1724.

Bach schrieb die Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den 1. Advent, mit dem das Kirchenjahr beginnt, und führte sie am 3. Dezember 1724 erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 13,11–14 LUT, „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen.“, und Mt 21,1–9 LUT, der Einzug Jesu in Jerusalem. Die Choralkantate basiert auf Martin Luthers Lied Nun komm, der Heiden Heiland, dem Hauptlied für den 1. Advent.[1] Mit der ersten Strophe dieses Liedes hatte Bach bereits zehn Jahre zuvor in Weimar die Kantate Nun komm, der Heiden Heiland, BWV 61, begonnen. Der unbekannte Dichter behielt die erste und die letzte (achte) Strophe im Wortlaut bei, dichtete die Strophen 2 und 3 zu einer Arie um, Strophen 4 und 5 zu einem Rezitativ, die beiden weiteren Strophen zu einer Arie und einem Duett-Rezitativ.

Bach führte die Kantate 1736 erneut auf, dabei fügte er für alle Sätze eine Stimme für Violone hinzu, nachdem die Thomasschule 1735 bei einer Auktion ein Instrument erworben hatte.[2] Bachs Nachfolger Johann Friedrich Doles führte die Kantate nach Bachs Tod auf.[1]

Helmuth Rilling spielte diese zweite Kantate gleichen Titels im Oktober 1979 und Februar und April 1980 an gekannter Stelle ein, wobei ihm neben dem Chior und Orchester Inga Nielsen, Sopran, Helen Watts, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Philippe Huttenlocher, Bass zur Seite standen. Dies kann in Youtube in den Nr. 42 bis 47 nachgehört werden:

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Kantate BWV 63, „Christen, ätzet diesen Tag“

Christen, ätzet diesen Tag (BWV 63) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

Die frühere Vermutung, dass die Poesie von BWV 63 mit dem Halleschen Theologen Johann Michael Heineccius in Verbindung zu bringen ist, konnte jüngst als bloße, zudem wenig stichhaltige Spekulation des vorigen Jahrhunderts entlarvt werden.[1] Angesichts der Entstehungszeit, die der Quellenbefund nahelegt, lässt sich vermuten, dass Bachs Erstfassung (BWV 63a) zu Weihnachten 1713 entstand, als er in Weimar mit einigen „Verrichtungen zu Hoffe wegen des Prinzens Geburths Feste“ beschäftigt war, wie er es in einem Brief vom 14. Januar 1714 formulierte. Herzog Johann Ernsts Geburtstag wurde gleichzeitig mit dem Fest der Geburt Christi am 1. Weihnachtstag begangen. Der doppelte Anlass von Weihnachtsfest und Fürstengeburtstag würde auch die ungewöhnlich große und festliche Besetzung der Kantate mit vier Trompeten und Pauken erklären.

Zum Reformationsjubiläum des Jahres 1717 in Halle kam es am 31. Oktober zu einer Aufführung von Bachs Kantate in parodierter Form (mit weitgehend gleicher Musik bei verändertem Text, BWV 63b), wie ein Textdruck beweist. Bachs Mitwirkung bei dieser Aufführung, statt bei den Reformationsfeierlichkeiten in Weimar seine Hoforganistenpflichten wahrzunehmen, könnte seine berühmte Gefängnishaft veranlasst haben, die er nur wenige Tage später antreten musste.
https://de.wikipedia.org/wiki/Christen,_%C3%A4tzet_diesen_Tag
Weiteres kann ebenda gelesen werden.

Helmuth Rilling machte mit wechselnden Solisten die Aufnahmen dieser Kantate 1971, und die Sätze 1 – 3 und 7 im Februar und März 1981, wobei folgende Solistinnen und Solisten folgenden Sätze sangen:
Arleen Auger, Sopran, Julia Hamari, Alt (Nr. 2), Hildegard Laurich, Alt (Nr. 5), Adalbert Kraus, Tenor, Walter Heldwein, Bass (Nr. 3), Wolfgang Schöne, Bass (Nr. 6). Dies kann man in Youtube in den Nr. 42 bis 47 nachhören:

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Kantate BWV 64, „Seht, welch eine Lieb hat uns der Vater erzeiget“

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget (BWV 64) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1723 in Leipzig für den 3. Weihnachtstag, der auch der Festtag des Evangelisten Johannes ist, und führte sie am 27. Dezember 1723 erstmals auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für den 3. Weihnachtstag, der als Fest des Evangelisten Johannes begangen wurde. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Hebr 1,1-14 LUT und Joh 1,1-14 LUT, der Prolog des Johannes-Evangeliums. Der unbekannte Textdichter bezieht sich nur in allgemeiner Weise auf die Lesungen und betont den Aspekt, dass der Glaubende, der sich von Gott so sehr geliebt weiß, wie es Weihnachten zeigt, sich nicht mehr um Belange der „Welt“ zu sorgen braucht. Drei Choräle sind in den Text einbezogen, davon ist nur einer ein Weihnachtslied, die siebte Strophe von Luthers Gelobet seist du, Jesu Christ. Drei Choräle in einer Kantate sind selten bei Bach, sie kommen allerdings auch in der Kantate Darzu ist erschienen der Sohn Gottes vor, die am Vortag aufgeführt wurde als die erste Kantate, die Bach in Leipzig für Weihnachten geschrieben hatte. Möglicherweise stammen beide Texte vom selben Autor. Der Eingangschor basiert auf 1 Joh 3,1 LUT. Satz 4 ist die erste Strophe von Balthasar Kindermanns Was frag ich nach der Welt, der Schlusschoral ist Gute Nacht, o Wesen, die fünfte Strophe von Johann Francks Jesu, meine Freude.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sehet,_welch_eine_Liebe_hat_uns_der_Vater_erzeiget
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die Aufnahmen zu dieser Kantate erfolgten im September 1977, im Januar 1978 und im April 1981 (Satz Nr. 5) und folgende Solistinnen und Solisten waren beteiligt:
Arleen Auger, Sopran, Ann Murray, Alt und Philippe Huttenlocher, Bass. Dies kann in Youtube in den Nr, 55 bis 62 nachgehört werden:

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Kantaate BWV65, „Sie werden aus Saba alle kommen“

Sie werden aus Saba alle kommen (BWV 65) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, auch die „Goldkantate“ genannt.

Bach schrieb die Kantate, um am Epiphaniasfest (Erscheinung des Herrn) seine erste Weihnachtszeit in Leipzig festlich abzuschließen. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Jes 60,1–6 LUT und Mt 2,1–12 LUT, die Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Jesus als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen. Der unbekannte Textdichter ist möglicherweise derselbe wie für die unmittelbar zuvor aufgeführten Weihnachtskantaten Darzu ist erschienen der Sohn Gottes und Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget. Er beginnt mit dem letzten Vers der Lesung, Jesajas Prophetie. Deren Erfüllung beschreibt, als zweiter Satz, die vierte Strophe des Chorals Ein Kind geborn zu Bethlehem (nach Puer natus in Bethlehem, 1543): Die Kön’ge aus Saba kamen dar. Das erste Rezitativ folgert, dass es Aufgabe jedes Christen ist, ebenfalls ein Geschenk zu bringen, nämlich sein eigenes Herz. Das wird Thema der folgenden Arie. Das zweite Rezitativ vergleicht den Glauben mit Gold, das Gebet mit Weihrauch und die Geduld mit Myrrhe, auch dies wird Thema der folgenden Arie. Der Schlusschoral ist die 10. Strophe von Paul Gerhardts Choral Ich hab in Gottes Herz und Sinn, den Bach später in der gleichnamigen Choralkantate BWV 92 bearbeitete.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sie_werden_aus_Saba_alle_kommen
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmut Rilling nahm diese Kantate im September 1978 und Februar 1979 an bekanntem Orte mit Chor und Orchester sowie Adalbert Kraus, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass, auf. Dies kann in der Youtube-GA in den Nr. 63 bis 69 nachgehört werden.

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Kantate BWV 66: „Erfreut euch, ihr Herzen“

Erfreut euch, ihr Herzen (BWV 66) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

Bach komponierte die Kantate für den 2. Osterfesttag (Ostermontag) in Leipzig. Sie geht zurück auf eine weltliche Kantate, die er in Köthen für den 10. Dezember 1718 komponiert hatte und deren Musik verschollen ist. Die Osterkantate wurde am 10. April 1724 uraufgeführt.

Der unbekannte Dichter hatte mit der Neudichtung des Texts eine schwierige Aufgabe. Dies lag vor allem daran, dass der ursprüngliche Text in einzelnen Sätzen einem starken Dialogcharakter folgte. Er löste diese Aufgabe dadurch, dass er an einigen Stellen diesen Charakter vernachlässigte, an anderen einen Dialog zwischen „Zuversicht“ und „Schwachheit“ einfügte. Diese Personifikationen veränderte Bach in einer späteren Aufführung zu „Hoffnung“ und „Furcht“. Die Textvorlage beschränkt sich auf die allgemeine Betrachtung von Jesu Tod und Auferstehung. Sie lässt keinen Bezug zum Evangelium erkennen, dem Gang nach Emmaus (Lk 24,13–35 LUT).
https://de.wikipedia.org/wiki/Erfreut_euch,_ihr_Herzen
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling und die Seinen nahmen diese Kantate im Jahre 1972  (Sätze 2, 3 und 6) sowie im Februar/März 1981 (Sätze 1, 4 und 5), wobei ihnen Gabriele Schreckenbach, Alt, Adalbert Krausd, Tenor, Philippe Huttenlocher und Wolfgang Schöne, Bass, zur Seit standen. Dies kann in der Youtube-GA in den Nr. 70 – 75 nachgehört werden:

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Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

Halt im Gedächtnis Jesum Christ (BWV 67) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für Quasimodogeniti, den 1. Sonntag nach Ostern, und führte sie am 16. April 1724 zum ersten Mal auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig, nach seiner Johannes-Passion, für den Sonntag Quasimodogeniti.[1] Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Joh 5,4–10 LUT, „unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“, und Joh 20,19–31 LUT, die Erscheinung Jesu bei den Jüngern in Jerusalem nach seiner Auferstehung, erst ohne Thomas, dann mit ihm. Der unbekannte Textdichter beginnt mit einem Vers aus dem 2. Brief an Timotheus (2 Tim 2,8 LUT). Der Dichter sieht die Analogie von Thomas und dem zweifelnden Christen allgemein.[2]

In der Mitte der Kantate steht das Osterlied Erschienen ist der herrlich Tag von Nikolaus Herman (1560), das den Tag der Auferstehung preist.[3] Satz 5 sieht im Gegensatz dazu die Gefahr durch die Feinde, bis in Satz 6 Jesus erscheint, wie den Jüngern in Jerusalem, und Frieden bringt. Die Zeile „Friede sei mit euch“ erscheint in vier Abschnitten, die drei Strophen eines Gedichts rahmen. Der Schlusschoral ist die 1. Strophe von Jakob Eberts Lied „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“,[4] das Bach später in der gleichnamigen Choralkantate BWV 116 bearbeitete.
https://de.wikipedia.org/wiki/Halt_im_Ged%C3%A4chtnis_Jesum_Christ
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die Aufnahme erfolgte im September 1978 mit Chor und Orchester und Arleen Auger, Sopran, Tsuyako Mitsui, Alt (Nr. 1), Ann Murray, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Walter Heldwein, Bass, an bekannter Stelle. Dies kann in der Yotube-Sammlung in den Nr. 76 – 82 nachgehört werden:

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Kantate BWV 68 „Also hat Gott die Welt geliebt“

Also hat Gott die Welt geliebt (BWV 68) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den 2. Pfingstfesttag und führte sie am 21. Mai 1725 zum ersten Mal auf.

Bach schrieb die Kantate für den 2. Pfingstfesttag. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag waren Apg 10,16–21 LUT und Joh 3,16–21 LUT, das Treffen Jesu mit Nikodemus.[1] In seinem zweiten Leipziger Amtsjahr hatte Bach vom ersten Sonntag nach Trinitatis bis Palmsonntag für seinen zweiten Kantatenzyklus konsequent Choralkantaten komponiert, war jedoch zu Ostern wieder zu Kantaten auf freierer Textgrundlage übergegangen. Dazu gehörten neun Kantaten auf Texte der Dichterin Christiana Mariana von Ziegler, darunter auch die Kantate zum 2. Pfingsttag. Bach ordnete sie und Auf Christi Himmelfahrt allein später seinem zweiten Kantatenzyklus zu, obwohl sie nicht auf einem Choral beruhen, aber mit einer Choralphantasie beginnen. Die anderen sieben Kantaten der Autorin, die überwiegend mit einem Bass-Solo als Vox Christi (Stimme Christi) beginnen, nahm er dagegen in den dritten Kantatenzyklus.[1]

Die Dichterin wählte für den ersten Satz der Pfingstkantate mit der ersten Strophe von Salomo Liscows Kirchenlied (1675), das mit denselben Worten beginnt wie der Satz des Evangeliums: „Also hat Gott die Welt geliebt“. Im letzten Satz des fünfsätzigen Werkes zitierte sie Vers 18 des Evangeliums, den Bach in einem ungewöhnlich ausgedehnten Chorsatz bearbeitete.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Also_hat_Gott_die_Welt_geliebt,_BWV_68
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Kantate nahm Helmuth Rilling mit Chor und Orchester im Dezember 1980 und im März und April 1981 an bekanntem Orte mit Arleen Auger, Sopran und Philippe Huttenlocher auf. Dies kann in der Youtube-Sammlung in den Nr. 83 bis 87 nachgehört werden:

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Kantate BWV 69, „Lobe den Herrn, meine Seele“

Lobe den Herrn, meine Seele, BWV 69a, ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, geschrieben 1723 in Leipzig für den zwölften Sonntag nach Trinitatis, den 15. August 1723. In seinen letzten Jahren arbeitete Bach sie zu einer Kantate zur Ratswahl um, BWV 69.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig, das er am ersten Sonntag nach Trinitatis begonnen hatte, für den zwölften Sonntag nach Trinitatis, den 15. August 1723. Er führte sie um 1727 erneut auf, wobei er die Besetzung der ersten Arie veränderte, und benutzte sie in den letzten Lebensjahren für eine Kantate zur Ratswahl, Lobe den Herrn, meine Seele, BWV 69.[1] Die vorgeschriebenen Lesungen sind 2 Kor 3,4–12 LUT und Mk 7,31–37 LUT, die Heilung eines Taubstummen. Der unbekannte Kantatendichter bezog sich auf das Evangelium und deutete die Heilung als Sinnbild für das ständige Wirken Gottes am Menschen. Der Eingangschor ist daher Ps 103,2 LUT, „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“. Die Dichtung erwähnt mehrfach „erzählen“, die Fähigkeit des Geheilten: „O dass ich tausend Zungen hätte!“ (Satz 2), „Meine Seele, auf, erzähle“ (Satz 3) und „Mein Mund ist schwach, die Zunge stumm Zu deinem Preis und Ruhm“ (Satz 4). Einige Sätze beruhen auf einem Kantatentext von Johann Oswald Knauer, 1720 in Gotha veröffentlicht in Gott-geheiligtes Singen und Spielen des Friedensteinischen Zions.[2] Der Schlusschoral nimmt das Thema auf in der sechsten Strophe von Was Gott tut, das ist wohlgetan von Samuel Rodigast (1663).[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Lobe_den_Herrn,_meine_Seele,_BWV_69a
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling spielte die Kantate im März bis Mai 1983 und Februar 1982 (Satz 1) sowie Juli 1983 (Satz 3) ein. Dabei standen ihm folgende Solistinnen und Solisten zur Verfügung:
Arleen Auger, Sopran und Phileppe Huttenlocher, Bass. Die Kantate kann nachgehört werden in der Youtubesammlung in den Nummern 88 – 93:

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Willi😀

Kantate BWV 70,  „Wachet! Betet! Wachet! Betet!“

Wachet! betet! betet! wachet! (BWV 70a und 70) ist der Titel von zwei Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach. Er komponierte eine Kantate in sechs Sätzen 1716 in Weimar für den 2. Adventssonntag, und erweiterte sie 1723 in Leipzig zu einer zweiteiligen Kantate für den 26. Sonntag nach Trinitatis.

Bach schrieb die Kantate 1716 kurz vor dem Ende seiner Zeit als Konzertmeister am Hof von Johann Ernst von Sachsen-Weimar für den 2. Advent und führte sie am 6. Dezember 1716 in der Schlosskirche erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 15,4-13 LUT und Lk 21,25-36 LUT, die Wiederkunft Christi. Der Hofdichter Salomon Franck schrieb den Text und veröffentlichte ihn 1717 in Evangelische Sonn- und Fest-Tages-Andachten. Er verfasste einen Chor und vier Arien und endete mit der fünften Strophe des Chorals Meinen Jesum laß ich nicht von Christian Keimann.

Da in Leipzig im Advent tempus clausum herrschte und keine Kantatenmusik im Gottesdienst aufgeführt werden durfte, widmete Bach die Kantate für den 26. Sonntag nach Trinitatis mit ähnlicher Thematik um. Die vorgeschriebenen Lesungen für diesen Sonntag waren 2 Petr 3,3-13 LUT und Mt 25,31-46 LUT, das Jüngste Gericht. Ein unbekannter Dichter behielt die vorhandenen Sätze und erweiterte sie um Rezitative und einen Choral am Ende des ersten Teils, die letzte Strophe von Freu dich sehr, o meine Seele von Christoph Demantius.

Bach führte die erweiterte Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig am 21. November 1723 erstmals auf, und ein weiteres Mal am 18. November 1731.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wachet!_betet!_betet!_wachet!
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm die Kantate an bekanntem Ort an folgenden Terminen auf:
1970: Februar (Sätze 5+8), Oktober, (Satz 6), Dezember (Satz4) 1982. Dabei standen ihm folgende Sängerinnen und Sänger zur Verfügung:
Arleen Auger, Sopran, Verena Gohl, Alt, Lutz-Michael Harder, Tenor und Siegmund Nimsgern Bass. Die Aufnahme kann bei Youtub in den Nr. 94 bis 104 nachgehört werden:

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Kantate BWV 71, „Gott ist mein König“

Gott ist mein König (BWV 71) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

Die Kantate gehört zu Bachs Frühwerk. Er komponierte sie anlässlich des Ratswechsels der Freien Reichsstadt Mühlhausen am 4. Februar 1708. Bach war Organist an der Divi-Blasii-Kirche; der Festgottesdienst mit der Uraufführung der Kantate fand jedoch in der Marienkirche statt. Der Kompilator des Textes ist unbekannt. Für die teilweise geäußerte Vermutung, dass das Libretto von Pfarrer Georg Christian Eilmar, dem Auftraggeber der zeitnah entstandenen Kantate Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir (BWV 131), zusammengestellt und gedichtet worden sein könnte, gibt es keine Belege.

Der Text besteht überwiegend aus Worten der Bibel, die im ersten und im vierten Satz dem 74. Psalm, ferner dem 2. Buch Samuel sowie dem 1. und 5. Buch Mose entnommen sind. Der Text des zweiten Satzes „Ich bin nun achtzig Jahr“ nimmt wohl Bezug auf den 83-jährigen Bürgermeister Adolf Strecker, der in diesem Jahr zum wiederholten Male in dieses Amt gewählt worden war. Die Bibelzitate werden im zweiten Satz ergänzt durch die 6. Strophe des Kirchenliedes „O Gott, du frommer Gott“ von Johann Heermann. Insgesamt lassen sich die Texte dem Anlass gemäß als eine Meditation über den Übergang von alt nach jung verstehen, verbunden mit abschließenden, frei gedichteten Glückwünschen für das „neue Regiment“, d. h. die neuen Amtsinhaber.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gott_ist_mein_K%C3%B6nig
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling hat diese Kantate im Juni  1975 und Febraur 1982 (Sätze 3 und 79 an bekannter Stelle mit Chor und Orchester und mit Kathrin Graf Sopran, Arleen Auger, Sopran (Nr. 7), Helrun Gardow, Alt, Hanna Schwarz, Alt (Nr. 5), Gabriele Schrecknbacher, Alt (Nr. 7), Alexander Senger, Tenor, Adalbert Kraus, Tenor (Nr. 2), Lutz-Michael Harder, Tenor (Nr. 7), Niklas Tüller, Bass, Philipp Huttenlocher, Bass (Nr. 7). Dies kann nachgehört werden in der Youtube-Sammlung in den Nr. 105 – 111:

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Kantate BWV 72, “ Alles nur nach Gottes Willen“

Alles nur nach Gottes Willen (BWV 72) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den dritten Sonntag nach Epiphanias, den 27. Januar 1726. Bach benutzte später den Eingangschor für das Gloria seiner Messe in g-Moll, BWV 235.

Bach schrieb die Kantate 1726 in seinem dritten Kantatenzyklus in Leipzig für den 3. Sonntag nach Epiphanias, den 27. Januar 1726. Die vorgeschriebenen Lesungen sind Röm 12,17–21 LUT, der Aufruf, das Böse durch Gutes zu überwinden, und Mt 8,1–13 LUT, die Heilung eines Aussätzigen. Der Kantatentext wurde bereits 1715 von Salomon Franck in Weimar in Evangelisches Andachts-Opffer veröffentlicht. Bach vertonte ihn erst in Leipzig, ähnlich wie die Kantate Ihr, die ihr euch von Christo nennet. Der abschließende Choral Was mein Gott will, das g’scheh allzeit wurde von Albrecht von Preußen 1547 geschrieben. Die Melodie von Claudin de Sermisy erschien zuerst 1528 in der Liedersammlung Trente et quatre chansons. Bach hatte den Choral ein Jahr zuvor seiner Choralkantate Was mein Gott will, das g’scheh allzeit, BWV 111, für denselben Sonntag zugrunde gelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alles_nur_nach_Gottes_Willen
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling setzte bei der Aufnahme dieser Kantate im Februar 1971 und im Februar 1972 neben dem Bach-Collegium Stuttgart den Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart sowie folgende Sängerinnen und Sänger ein:
Arleen Auger, Sopran, Hildegard Laurich, Alt und Wolfgang Schöne, Bass. Die Kantate kann man in Youtube in den Nr. 112 bis 117 nachhören:

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Kantate BWV 73, „Herr, wie du willt, so schick’s mit mir“

Herr, wie du willt, so schicks mit mir (BWV 73) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1724 in Leipzig für den 3. Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 23. Januar 1724 erstmals auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für den 3. Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 23. Januar 1724 erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 12,17–21 LUT und Mt 8,1–13 LUT, die Heilung eines Aussätzigen. Der unbekannte Textdichter nimmt die Worte des Kranken „Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen“ als Ausgangspunkt für die Empfehlung, diese vertrauensvolle Haltung auch im Angesicht des Todes zu bewahren. Im ersten Satz fügt er zwischen die Zeilen der ersten Strophe von Kaspar Bienemanns Choral Herr, wie du willst, so schick’s mit mir drei Rezitative. Der Schlusschoral ist die letzte Strophe von Ludwig Helmbolds Von Gott will ich nicht lassen.

Bach führte die Kantate in einer revidierten Fassung am 21. Januar 1748 oder 26. Januar 1749 erneut auf.

Helmuth Rilling nahme diese Kantate im Februar 1971 und den Satz Nr. 5 im Oktober 1982 auf. Er setzte hierbei im Eingangschor erneut den Figuralchor der Gedächtniskirche Stattgart ein und in den Soli Magdalena Schreiber, Sopran, Adalbert Kraus, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass. In der Youtube-Sammlung kann man die Kantate in den Nr. 118 bis 122 nachhören:

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Kantate BWV 74, „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“

Wer mich liebet, der wird mein Wort halten (BWV 74) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Pfingstsonntag 1725.

Bach komponierte diese Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den Pfingstsonntag.[1] Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag stammten aus der Apostelgeschichte des Lukas (Apostelgeschichte 2,1–13 LUT) und dem Evangelium nach Johannes (Johannes 14,23–31 LUT).[2]

Die Librettistin für dieses Werk war Christiana Mariana von Ziegler, die nach Ostern 1724 an neun Kantaten mit Bach zusammenarbeitete, beginnend mit Ihr werdet weinen und heulen, BWV 103. Mehrere dieser Texte begann sie mit einem Jesuswort aus den Evangelien. Für diese Kantate wählte sie drei Bibelworte, für Satz 1 Johannes 14, 23, für Satz 4 Johannes 14, 28, und für Satz 6 Römer 8,1 LUT. Sie schloss den Text mit der zweiten Strophe von Paul Gerhardts Kirchenlied Gott Vater, sende deinen Geist. Ein Großteil ihrer eigenen Dichtung basiert auf der Perikope aus dem Johannesevangelium.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Wer_mich_liebet,_der_wird_mein_Wort_halten,_BWV_74
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling zeichnete diese Kantate im Februar 1972 und im Februar 1982 (Sätze 1, 4-6, 8) an bekanntem Orte auf und hatte neben Chor und Orchester folgenden Sängerinnen und Sänger zur Verfügung:
Helen Donath, Sopran, Hildegard Laurich, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass.
Dies kann inYoutube in den Nr. 123 bis 130mnachgehört werden:

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Kantate BWV 75, „Die Elenden sollen essen“

Die Elenden sollen essen (BWV 75) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie für den 1. Sonntag nach Trinitatis und führte sie in Leipzig in der Nikolaikirche am 30. Mai 1723 zum ersten Mal auf. Bach trat damit seinen Dienst als Kantor in Leipzig an und begann seinen ersten Jahreszyklus von Kantaten.

Bach komponierte die Kantate für seinen Amtsantritt als Kantor in Leipzig am 1. Sonntag nach Trinitatis, dem 30. Mai 1723.[1][2] Er begann damit ein Projekt, für alle Anlässe des Kirchenjahres neue Kantaten zu komponieren.[3]

Die Partitur ist besonders säuberlich auf Papier geschrieben, das nicht aus Leipzig stammt, daher ist anzunehmen, dass Bach das komplexe Werk in 14 Sätzen bereits in Köthen komponierte.[4]

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Joh 4,16–21 LUT, „Gott ist Liebe“, und Lk 16,19–31 LUT, das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus. Der unbekannte Dichter nimmt einen Psalmvers, Ps 22,27 LUT, der das Bild des Essens anspricht, zum Ausgangspunkt und verknüpft dadurch das Evangelium mit dem Alten Testament, wie später auch die Kantate Brich dem Hungrigen dein Brot, BWV 39, mit einem Zitat aus dem Alten Testament beginnt. Der Dichter geht im ersten Teil des Werkes, der aus sieben Sätzen besteht, auf den Gegensatz von Reichtum und Armut ein. In einem symmetrisch gebauten zweiten Teil aus ebenfalls sieben Sätzen, nach der Predigt zu musizieren, vertieft er das Thema zu Gedanken über geistliche Armut und geistlichen Reichtum: „Jesus macht mich geistlich reich“ und „O Armut, der kein Reichtum gleicht!“. Beide Teile werden mit je einer Strophe des Chorals Was Gott tut, das ist wohlgetan von Samuel Rodigast beschlossen, der erste Teil mit der zweiten, der zweite Teil mit der sechsten Strophe.

Eine Leipziger Chronik, „Acta Lipsiensium academica“, berichtete über das auch soziale Ereignis: „… führte … Hr. Joh. Sebastian Bach … mit gutem applauso seine erste Music auf“.

Den Satz des Schlusschorals verwendete Bach in erweiterter Form nochmals in der Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (BWV 100).[5]
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Elenden_sollen_essen
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese Kantate mit der Frankurter Kantorei und dem Bachkollegium Stuttgart auf und zwar im Juli 1970 und Juli 1983 die Sätze 1, 8 -10 und im Februar 1984 die Sätze 3, 4 und 13. Dabei standen ihm folgende Solistinnen und Solisten in folgenden Sätzen der 14-teiligen Kantate zur Verfügung*):
Ingeborg Reichelt, Sopran, Verena Gohl, Alt (Nr. 1), Julia Hamari, Alt, Adalbert Kraus, Tenor (Nr. 1), Aldo, Baldin, Tenor, Hans Friedrich Kunz Bass (Die Solisten, hinter denen keine Satznummer steht, standen durchgehend zur Verfügung).
Die Kantate kann bei Youtube in den Nr. 131 bis 144 nachgehört werden:

https://www.youtube.com/watch?v=9nEqVa6hRgs&list=PLr0MsaDpKsY9IDlXBpVXS1nbjQXiuWrRk&index=131

 

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Willi😀

 

Kantate BWV 76, „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“

Das Werk wurde zum ersten Mal am 6. Juni 1723 in der Thomaskirche in Leipzig aufgeführt und ist damit die zweite von Bachs Leipziger Kantaten nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor. Wie auch die erst eine Woche zuvor aufgeführte Kantate Die Elenden sollen essen (BWV 75) besteht die Komposition aus zwei Teilen, die ursprünglich jeweils vor und nach der Predigt erklangen. Die aufwändige Gestaltung beider Werke zeigt das große Engagement, mit dem Bach sich der neuen Aufgabe widmete.

Der unbekannte Textdichter greift die Thematik der Evangelienlesung zum 2. Sonntag nach Trinitatis auf, der Bekehrung der Menschen zu Gott. Die Worte des Eingangchores sind die Verse 2 und 4 des Psalm 19. Nach der Aufforderung zum Bekenntnis zu Gott wird in den Sätzen 4 und 5 die Götzenanbetung durch den Großteil der Menschheit beklagt. Im anschließenden Rezitativ folgt der Dank der bekehrten Heiden, bekräftigt durch den Lutherchoral „Es woll uns Gott genädig sein“, der den ersten Teil abschließt. Im zweiten Teil geht die Aufforderung an die „treue Schar“ der Bekennenden, den Hass ihrer Feinde mit Liebe zu vergelten. Auch hier erfolgt wiederum eine abschließende Reflexion des Themas, diesmal durch die 3. Strophe desselben Lutherliedes.
……

Verschiedene Textpassagen aus Psalm 19 sind auch noch von anderen Komponisten vertont worden. Der erste Teil des Oratoriums Die Schöpfung (Hob. XXI:2) von Joseph Haydn (1732–1809) endet mit dem Chor Die Himmel erzählen die Ehre Gottes.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Himmel_erz%C3%A4hlen_die_Ehre_Gottes
Weiteres kann ebenda nachgelesn werden.

Helmuth Rilling nahm diese ebenfalls 14-teilige Kantate im September und Dezember 1977 und im Januara 1978 auf, und dab standen ihm neben seinem Stammchor und-orchester folgende solistinnen und Solisten zur Verfügung:
Arleen Auger, Sopran, Helen Watts, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Siegmund Nimsgern, Bass. Dies kann in der Youtube-Sammlung in den Nr. 145 bis 158 nachgehört werden:

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Willi😀

 

Kantate BWV 77, „Du sollst Gott, deinen Herren, lieben“

Du sollt Gott, deinen Herren, lieben (BWV 77) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1723 in Leipzig für den 13. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 22. August 1723 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate 1723 in seinem ersten Amtsjahr in Leipzig für den 13. Sonntag nach Trinitatis.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Gal 3,15–22 LUT, Paulus über „Gesetz und Verheißung“, und Lk 10,23–37 LUT, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Laut Christoph Wolff stammt der Kantatentext von Johann Oswald Knauer und erschien in Gotha 1720 in „Gott-geheiligtes Singen und Spielen“.[1] Der Text lehnt sich eng an das Evangelium an, insbesondere an die Vorgeschichte der Erzählung vom Barmherzigen Samariter. Die Frage des Schriftgelehrten, was er tun müsse, um das Himmelreich zu erlangen, soll er selbst beantworten: das Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben. Dieses Doppelgebot der Liebe ist der Text des ersten Satzes. Dementsprechend ist der folgende Text in zwei Teile aufgeteilt, ein Rezitativ und Arie behandeln die Liebe zu Gott, ein symmetrisches Paar die Liebe zum Nächsten. Der Text des Schlusschorals ist nicht überliefert. Karl Friedrich Zelter schlug die achte Strophe von David Denickes Choral Wenn einer alle Ding verstünd (1657) vor.[2] Werner Neumann schlug die achte Strophe von Denickes O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ (1657) vor, „Herr, durch den Glauben wohn in mir“.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Du_sollt_Gott,_deinen_Herren,_lieben
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm aus dieser Kantate die Sätze 2, 3 und 4 im Februar 1972 und die Sätze 1, 5 und 6 im Juli 1983 auf. Dabei standen ihm folgende Solistinnen und Solisten zur Seite:
Helen Donath, Sopran, Julia Hamari, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass. Dies kann man in der Youtube-GA in den Nr. 159 bis 164 nachhören:

https://www.youtube.com/watch?v=kF4Ma0F3zK0&list=PLr0MsaDpKsY9IDlXBpVXS1nbjQXiuWrRk&index=159

 

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Willi😀

 

 

Kantate BWV 78, „Jesu, der du meine Seele“

Jesu, der du meine Seele (BWV 78) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach.

Die Kantate wurde am 10. September 1724 erstmals für den 14. Sonntag nach Trinitatis aufgeführt und ist damit dem berühmten „Choralkantatenjahrgang“ 1724/25 zuzuordnen. Der Textdichter ist unbekannt. Das Libretto basiert auf dem gleichnamigen Kirchenlied von Johann Rist aus dem Jahre 1641. Dabei wurden die erste und die letzte Choralstrophe direkt übernommen. Die fünf Binnensätze der Kantate stellen Umdichtungen von Rists Texten dar, wobei einzelne Zeilen im Wortlaut zitiert werden, teilweise aber auch Elemente mehrerer Strophen in einzelne Sätze eingehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jesu,_der_du_meine_Seele
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling hat diese Kantate im Oktober 1979 aufgenommen, wobei ihm neben Chor und Orchester Arleen Auger, Sopran, Carolyn Watkinson, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass, zur Seite standen. Dies kann bei Youtube in den Nr. 165 bis 171 nachgehört werden:

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Willi😀

Kantate BWV 79, „Gott, der Herr, ist Sonn‘ und Schild“

Gott der Herr ist Sonn und Schild (BWV 79) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für das Reformationsfest und führte sie am 31. Oktober 1725 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem dritten Amtsjahr in Leipzig. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag waren 2 Thess 2,3–8 LUT, Mahnung zur Standhaftigkeit gegen die Widersacher, und Offb 14,6–8 LUT, „Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre“.

Ein unbekannter Textdichter ging nicht auf die Lesungen ein, sondern behandelte den festlichen Anlass, beginnend mit einem Psalmvers, Psalm 84,12 LUT. Als Satz 3 bezog er die erste Strophe von Martin Rinckarts Lied „Nun danket alle Gott“ ein,[1] und als Schlusschoral die letzte Strophe von Ludwig Helmbolds „Nun lasst uns Gott dem Herren“.[2]

Bach führte die Kantate am 31. Oktober 1725 erstmals auf. Für eine weitere Aufführung, wahrscheinlich 1730, änderte er die Instrumentierung, indem er die Oboen durch Flöten verdoppelte und in der Alt-Arie die Flöte als Obligat-Instrument einsetzte. Er benutzte die Musik des Eingangschors und des Duetts in seiner Missa in G, BWV 236 und die der Alt-Arie in der Missa in A, BWV 234.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gott_der_Herr_ist_Sonn_und_Schild
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm dise Kantate im Oktober und November 1981 auf. Dabei wirkten folgende Sängerinnen und Sänger zusätzlich zum Chor und Orchester mit:
Arleen Auger, Sopran, Julai Hamari, Alt und Philippe Huttenlocher, Bass. Dies kann man bei Youtube in den Nr. 172 bis 77 nachhören:

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Willi😀

 

Kantate BWV 80: „Ein feste Burg ist unser Gott“

Ein feste Burg ist unser Gott (BWV 80) ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach, die auf dem gleichnamigen bekannten Choral Ein feste Burg ist unser Gott von Martin Luther basiert.

Die Entstehungsgeschichte dieses Werkes ist in weiten Teilen ungesichert. Die Grundlage bildet die Kantate 80a Alles, was von Gott geboren, BWV 80a, die Bach 1715 oder 1716 in Weimar komponierte und deren Musik verschollen ist. Überliefert sind jedoch die ursprünglichen Textdichtungen von Salomon Franck. Zum Reformationsfest wurde von Bach in Leipzig vermutlich zwischen 1728 und 1731, möglicherweise aber auch schon 1723, eine einfache Fassung der Kantate komponiert, BWV 80b, die in den folgenden Jahren mehrfache Bearbeitung erfahren hat. Die in einer der überlieferten Fassungen vorgeschriebenen Trompeten und Pauken in Satz 1 und 5 wurde nach dem Tode Bachs von seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach hinzugefügt.

Die Choralkantate enthält als primäre Textquelle alle vier Strophen des Lutherliedes, das in Anlehnung an Psalm 46 das Gottvertrauen thematisiert. Gemäß der ursprünglichen Bestimmung der zweiten Textquelle zum 3. Fastensonntag handelt die Dichtung Francks vom Krieg Satans gegen Gott.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_feste_Burg_ist_unser_Gott,_BWV_80
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmut Rillin hat diese Kantate im September und Oktober 1983 mit der Gächinger Kantorei und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie folgenden Sängerinnen und Sängern aufgenommen:
Arleen Auger, Sdopran, Gabriele Schreckenbach, Alt, Lutz Michael Harder, Tenor und Philippe Huttenlocher, Bass. Dies kann in Youtube unter den Nr. 178 bis 185 nachgehört werden:

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Willi😀

 

 

Kantate BWV 81, „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Jesus schläft, was soll ich hoffen (BWV 81) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias und führte sie erstmals am 30. Januar 1724 auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für den 4. Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 30. Januar 1724 erstmals auf. Der 4. Sonntag nach Epiphanias ist selten und kommt nur in Jahren vor, in denen Ostern spät liegt. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Röm 13,8–10 LUT und Mt 8,23–27 LUT, die Sturmstillung. Der Textdichter ist unbekannt, Erdmann Neumeister und Christian Weiss wurden vorgeschlagen. Der Dichter bezieht sich auf das Evangelium und zeigt Jesus als verborgen (schlafend) und offenbar (handelnd), ähnlich wie in Mein Gott, wie lang, ach lange?, 1716 in Weimar geschrieben und drei Wochen zuvor wieder aufgeführt. Die Worte des vierten Satzes zitieren das Evangelium: „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ Der Schlusschoral ist die zweite Strophe von Johann Francks Jesu meine Freude.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_schl%C3%A4ft,_was_soll_ich_hoffen%3F
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmut Rilling spielte diese Kantate im Februar 1971 und im Juli und Oktober 1983 ein. Dabei standen ihm neben seinem Chor und Orchester Julia Hamari, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Siegmund Nimsgern, Bass, zur Seite. Dies kann man bei Youtube in den Nr. 186 bis 192 nachhören:

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Willi😀

Kantate BWV 82, „Ich habegenug“

Ich habe genug (BWV 82; ursprünglicher Titel: „Ich habe genung“) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Solokantate für Bass in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung und führte sie am 2. Februar 1727 erstmals auf. In den 1730er Jahren erstellte er eine Version für Sopran, BWV 82a. Teile der Kantate wurden in das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach kopiert. Das Werk wird oft aufgeführt und wurde von Bachs Kirchenkantaten am häufigsten aufgenommen.

Bach schrieb die Kantate in seinem vierten Jahr in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Mal 3,1–4 LUT und Lk 2,22–32 LUT, die Darstellung des Herrn. Das Evangelium erwähnt kurz die Reinigung Marias und geht ausführlich auf Simeon ein, dem prophezeit wurde, er werde nicht sterben, bevor er den Messias gesehen habe.[1] Sein Lobgesang Nunc dimittis („Herr, nun lässest du deinen Diener in Friede fahren“) ist fester Bestandteil der Komplet und des anglikanischen Evensong.

In vorangegangenen Jahren hatte Bach für das Fest zwei Kantaten aufgeführt, die sich ebenfalls auf Simeons Lobgesang konzentrieren, Erfreute Zeit im neuen Bunde, BWV 83, 1724 und die Choralkantate auf Luthers Kirchenlied als Paraphrase des Lobgesangs, Mit Fried und Freud ich fahr dahin, BWV 125, 1725. Stärker noch als in den früheren Werken betont der Theologe und Bachschüler Christoph Birkmann (1703–1771) als Textdichter in Ich habe genug die Sehnsucht, dem irdischen Elend zu entkommen und mit Jesus vereint zu werden.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_habe_genug
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese berühmte Solokantate mit dem Bach Collegium Stuttgart und Dietrich Fischer-Dieskau als Basssolisten in der Gedächtniskirche Stuttgart auf. Dies kann in der Youtube-Sammlung in den Nr. 193 bis 203 nachgehört werden.

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Willi😀

Nachtrag: Wie ich nach demSpeichern gesehen habe, riegelt Youtube auch hier nach 200 Nummern ab. Man kann also hier nicht die ganze Kantate nachhören oder muss zu Youtube wechseln.

Liebe Grüße

willi😀

Kantate BWV 83, „Erfreute Zeit im neuen Bunde“ 

Erfreute Zeit im neuen Bunde (BWV 83) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für das Fest Mariae Reinigung und führte sie erstmals am 2. Februar 1724 auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung und führte sie am 2. Februar 1724 erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Mal 3,1–4 LUT und Lk 2,22–32 LUT, die Darstellung des Herrn. Das Evangelium erwähnt kurz die Reinigung Marias und geht ausführlich auf Simeon ein, dem prophezeit wurde, er werde nicht sterben, bevor er den Messias gesehen habe.

Sein Lobgesang Nunc dimittis („Herr, nun lässest du deinen Diener in Friede fahren“) ist fester Bestandteil der Komplet und des anglikanischen Evensong. Der unbekannte Textdichter behandelt nur diesen Aspekt des Festes und bezieht ihn auf die Situation des eigenen Todes. Der Lobgesang erscheint im 2. Satz wörtlich, ergänzt durch Rezitativ. Satz 3 ist eine Paraphrase von Hebr 4,16 LUT. Satz 4 greift den letzten Satz des Evangeliums auf, der Schlusschoral drückt diesen Gedanken in Martin Luthers Worten aus mit der vierten Strophe seiner Umdichtung von Simeons Lobgesang, Mit Fried und Freud ich fahr dahin.

Das Werk war Bachs erste Kantate zu diesem Fest, er führte es 1727 erneut auf. 1725 komponierte er eine Choralkantate Mit Fried und Freud ich fahr dahin, BWV 125, auf den gesamten Luther-Choral, 1727 schrieb er seine bekannte Solo-Kantata Ich habe genug.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erfreute_Zeit_im_neuen_Bunde
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling hat diese Kantate an bekanntem Orte im September 1978 eingespielt. Dabei standen neben seinem bekannten Chor und Orchester folgende Sängerinnen und Sänger zur Verfügung:
Helen Watts, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Walter Heldwein, Bass.
Für das passgerechte Nachhören habe ich eine neue Sammlung in Youtube gefunden. Hier können die fünf Sätze dieser Kantate durch Anklicken der Uhrzeit 00:00:00 unter dem Namen Nicolás Nicholson nachgehört werden:

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Willi😀

Kantate BWV 84, „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“

Ich bin vergnügt mit meinem Glücke (BWV 84) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Die Solokantate für Sopran für den Sonntag Septuagesimae wurde am 9. Februar 1727 in Leipzig unter der Leitung von Bach uraufgeführt.

Bach schrieb die Kantate in Leipzig für den Sonntag Septuagesimae, den dritten Sonntag vor Aschermittwoch. Sie wird seinem dritten Kantatenzyklus zugerechnet und ist eine der wenigen Kantaten, die Bach selbst als Cantata bezeichnet hat. Er hatte für den Anlass zuvor bereits zwei Kantaten komponiert, Nimm, was dein ist, und gehe hin 1724 und die Choralkantate Ich hab in Gottes Herz und Sinn 1725. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 1 Kor 9,24 LUT – 10,5 LUT, „Wettlauf um den Sieg“, und Mt 20,1–16 LUT, das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Wie in den früheren Kantaten bezieht sich der Kantatentext nur allgemein auf das Evangelium: Der Christ soll sich begnügen mit dem Glück, das ihm zuteilwird, ohne Neid auf andere, die bevorzugt erscheinen. Titel und Text zeigen Ähnlichkeit mit Picanders Ich bin vergnügt mit meinem Stande, das 1728 veröffentlicht wurde. Es ist unklar, ob Picander seinen Text auf einer früheren Vorlage aufbaute oder ob Bach eine Version von Picander benutzte, die für den Druck verändert wurde. Wie Klaus Hofmann beobachtet, enthält er Gedanken der frühen Aufklärung: „Seine Verse sind ein Preis der Genügsamkeit, der Bescheidung mit dem, was Gott uns zugedacht hat; ein Lob der Zufriedenheit (das ist mit dem Wort „vergnügt“ gemeint, in seiner damaligen Bedeutung), der Neidlosigkeit gegen andere und der Dankbarkeit gegen Gott. Wie die Gedankenwelt, so ist auch die Sprache nicht eigentlich die Bachs, sondern die der nächstjüngeren Generation: Es fehlt das rhetorische Pathos der Barockdichtung, die Drastik und Künstlichkeit der Bilder; die Sprache ist schlicht und prägnant und nicht bildlich, sondern rational.“[1]

Der Schlusschoral ist die 12. Strophe von Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadts bekanntem Lied „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ (1686).[2] Bach benutzte seine erste Strophe bereits in seinen Kantaten Wo gehest du hin? (1724) und Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? BWV 27 (1726).
https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_vergn%C3%BCgt_mit_meinem_Gl%C3%BCcke
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling spielte dies Kantate im Juni und Juli 1983 ein und hatte dabei in der Gedächtniskirche Stuttgart neben der Gächinger Kantorei das Württembergische Kammerorchester Heilbronn sowie Arleen Auger, Sopran, zur Verfügung. Nachhören kann man diese Kantate an der schon beschriebenen Stelle unter Anklicken der Uhrzeit-Kompination 00:18.52 – 00:33:22 :

https://www.youtube.com/watch?v=ELC8ixAPyso&list=PLr5RRQC6c-2gOwHzEuOyD5qWEO8zIVKWz&index=27

 

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Willi😀

 

Kantate BWV 85, „Ich bin ein guter Hirt“

ch bin ein guter Hirt (BWV 85) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für „Misericordias Domini“, den 2. Sonntag nach Ostern, und führte sie am 15. April 1725 zum ersten Mal auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Jahr als Thomaskantor in Leipzig für den Sonntag „Misericordias Domini“.[1] Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Petr 2,21–25 LUT, „Christus als Vorbild“, und Joh 10,12–16 LUT, Der gute Hirte. Nach John Eliot Gardiner ist der unbekannte Textdichter derselbe wie in den Kantaten der beiden vorangegangenen Sonntage, Bleib bei uns, denn es will Abend werden (BWV 6) und Am Abend aber desselbigen Sabbats (BWV 42),[1] bevor Bach an den folgenden Sonntagen Texte von Christiana Mariana von Ziegler vertonte.[2] Die drei zusammenhängenden Kantatentexte waren vermutlich bereits für Bachs ersten Kantatenzyklus vorgesehen, doch hatte er sie nicht komponiert, vielleicht wegen der Belastung durch die erste Aufführung der Johannes-Passion. Die Texte basieren auf Themen aus dem Johannes-Evangelium.[1] Die Kantate beginnt mit Vers 14 des Sonntagevangeliums, „Ich bin ein guter Hirt“.[3] Satz 2 erläutert, dass Jesus dies in seiner Passion verwirklicht hat. Der Gedanke wird kommentiert in der ersten Strophe von Cornelius Beckers Choral „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ (1598),[4] einer Umdichtung von Psalm 23.[1] In Satz 4 bezieht sich der Dichter auf Vers 12 des Evangeliums, den Unterschied zwischen dem Hirten, der für die Schafe wacht und sein Leben für sie einsetzt, und den Mietlingen, die schlafen und die Schafe vernachlässigen. Satz 5 nennt Liebe als das Motiv des Hirten für seine Hingabe. Die Kantate endet mit dem Choral „Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt“, der vierten Strophe von Ernst Christoph Homburgs Lied „Ist Gott mein Schild und Helfersmann“ (1658). Bach führte die Kantate am 15. April 1725 erstmals auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_ein_guter_Hirt
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese Kantate im Dezember 1980, April 1981 und Juli 1983 in der Aula der Alten Universität Salzburg auf wieder mit seinem angestammten Chor und Orchester sowie Arleen Auger, Sopran, Gabriele Schreckenbach,  Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Walter Heldwein, Bass. Diese Aufnahme kann man hier an der schon beschriebenen Stelle durch Anklicken der Uhrzeit
00:33:27 – 00:52:15 nachhören:

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Liebe Grüße

Willi😀

P.S. Nachtrag: Wenn das Anklicken der Anfangszeit nicht klappt, wie vorhein bei mir, kann man sich damit helfen, den Schieberegler auf die Anfangszeit zu schieben, wie es mir dann auch gelungen ist und das Geschehen mit der Themenarie im Bass begann,

Liebe Grüße

Willi😀

Kantate BWV 86, „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch (BWV 86) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den fünften Sonntag nach Ostern, Rogate, und führte sie am 14. Mai 1724 erstmals auf.

Bach schrieb die Kantate in Leipzig für den Sonntag Rogate, den fünften Sonntag nach Ostern. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Jak 1,22–27 LUT und Joh 16,23–30 LUT aus den Abschiedsreden Jesu. Das Evangelium enthält die Zusage Jesu: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben“, die der unbekannte Textdichter für den 1. Satz der Kantate wählte. Als Satz 3 benutzt er die 16. Strophe des Chorals Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn (1530) von Georg Grünwald und als Schlusschoral die elfte Strophe von Es ist das Heil uns kommen her von Paul Speratus (1524). Der Dichter behandelt vorsichtig die Frage, wie sich die Zusage mit der Lebenserfahrung vereinbaren lasse. In Satz 2 benutzt er das Bild einer Rose mit Dornen, um widersprüchliche Aspekte zu illustrieren. In den Sätzen 3 und 4 festigt er die Zusage, die allerdings im Zusammenhang mit der Zeit gesehen werden müsse. Satz 5 behandelt das Warten auf die Erfüllung der Zusage, und der Schlusschoral bestätigt, dass Gott die rechte Zeit wisse. Der Aufbau der sechs Sätze – ein Evangeliumzitat zu Beginn, Choräle als Sätze 3 und 6, die Folge von Rezitativ und Arien – ist ähnlich wie in Wo gehest du hin?, eine Woche zuvor erstmals aufgeführt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrlich,_wahrlich,_ich_sage_euch
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmut Rilling nahm diese Kantate im Februar und September 1978 sowie im Februar 1979 an altbekanntem Ort und mit dem bewährten Chor und Orchester sowie folgenden Solisten auf:
Arleen Auger, Sopran, Helen Watts, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Walter Heldwein, Bass. Nachhören kann man diese Kantate an der schon beschriebenen Stelle im 4. Abschnitt durch Anklicken der Zeit 00:52:19 – 01:08:09 oder durch den Schieberegler durch Schieben auf die erste Zeitangabe:

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Willi😀

Kantate BWV 87, „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“

Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen (BWV 87) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für Rogate, den 5. Sonntag nach Ostern, und führte sie am 6. Mai 1725 zum ersten Mal auf.

Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den Sonntag Rogate.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Jak 1,22–27 LUT, „Täter des Wortes, nicht nur Hörer“, und Joh 16,23–30 LUT, „Gebete werden erhört“ aus den Abschiedsreden. Bach hatte in seinem zweiten Jahr in Leipzig Choralkantaten komponiert zwischen dem ersten Sonntag nach Trinitatis und Palmsonntag, war zu Ostern jedoch zu Kantaten auf freien Text zurückgekehrt, vielleicht weil ein Textdichter nicht länger zur Verfügung stand.

Es ist die dritte von neun Kantaten für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten auf Texte von Christiana Mariana von Ziegler.[1][2] Der Text beginnt, wie andere Kantaten aus diesem Zeitraum, mit einem Vers aus dem Evangelium. Die Dichterin deutet diesen Vers als Vorwurf. Am Ende des ersten Rezitativs steht die Umdichtung eines weiteren Verses aus dem Evangelium. Ein zweites wörtliches Bibelzitat erscheint in Satz 5. Es wird vorbereitet durch ein Rezitativ, das nicht Teil der gedruckten Ausgabe ist. Alfred Dürr vermutet, dass Bach dessen Text selbst schrieb, um einen besseren Übergang ermöglichen.[3] Die Dichterin wählte als Schlusschoral die neunte Strophe von Heinrich Müllers Lied Selig ist die Seele (1659).[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/Bisher_habt_ihr_nichts_gebeten_in_meinem_Namen
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Kantate zeichnet Helmuth Rilling mit der Gächinger Kantorei und dem Bach Collegium Stuttgart im Februar und März 1981 an bekanntem Orte mit Julia Hamari, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Walter Heldwein, Bass, auf.
Dies kann in Youtube durch Anklicken der Aufnahmezeit von 00:00:00 bis 00:20:15 nachgehört werden:

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Kantate BWV 88, „Siehe, ich will viel Fischer aussenden“

Siehe, ich will viel Fischer aussenden (BWV 88) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den 5. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 21. Juli 1726 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate in Leipzig zum 5. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 21. Juli 1726 erstmals auf.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Petr 3,8–15 LUT, „Heiliget Christum in euren Herzen“, und Lk 5,1–11 LUT, der große Fischfang des Simon Petrus. Der Kantatentext ist in Struktur und Inhalt sehr ähnlich zu Kantaten von Johann Ludwig Bach. Das Thema ist dem Evangelium entnommen. Ein unbekannter Textdichter geht von einem entsprechenden Vers von Jeremia aus, Jer 16,16 LUT, der die Kantate eröffnet. Die prophetischen Worte von den Fischern und Jägern bezogen sich ursprünglich auf die Rückkehr aus dem Babylonischen Exil. Der zentrale Satz der Kantate, der den zweiten Teil nach der Predigt beginnt, ist das Zitat von Vers 10 des Evangeliums. Die Kantate schließt mit der letzten Strophe von Georg Neumarks Choral Wer nur den lieben Gott läßt walten (1641). Dieser Choral hatte 1724 als Grundlage für Bachs Choralkantate Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV 93, zum selben Anlass in seinem zweiten Kantatenzyklus gedient.
https://de.wikipedia.org/wiki/Siehe,_ich_will_viel_Fischer_aussenden
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmut Rilling nimmt diese Kantate am bekannten Orte im Juni und Juli 1970 auf, wobei zu der Zeit noch der Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart beteiligt war, usammen mit dem Bach-Collegium Stuttgart und Ingeborg Reichelt, Sopran, Verna Gohl, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Wolfgang Schöne, Bass. Hierzu kann man in der vorliegenden YT-Sammlung die Zeitangaben 00:20:17 – 00:42:50 anklicken und die zweiteilige siebensätzige Kantate nachhören:

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Kantate BWV 89, „Was soll ich aus die machen, Ephraim?“

Was soll ich aus dir machen, Ephraim (BWV 89) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1723 in Leipzig für den 22. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 24. Oktober 1723 erstmals auf.

Bach komponierte die Kantate 1723 in seinem ersten Amtsjahr in Leipzig für den 22. Sonntag nach Trinitatis. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Phil 1,3–11 LUT, „Dank und Bitte des Paulus für die Gemeinde in Philippi“, und Mt 18,23–35 LUT, das Gleichnis vom Schalksknecht.

Der unbekannte Textdichter betonte den im Evangelium vorgegebenen Gegensatz der Gerechtigkeit Gottes und der Ungerechtigkeit des Menschen. Er beginnt mit einem passenden Zitat des Propheten Hosea, Hos 11,8 LUT. Die nächsten beiden Sätze, Rezitativ und Arie, behandeln den sündigen Menschen, eine weitere Kopplung von Rezitativ und Arie dagegen Gottes Gnade. Der Schlusschoral ist die 7. Strophe von Johann Heermanns Wo soll ich fliehen hin (1630), einem Choral, den Bach ein Jahr später in seiner Choralkantate Wo soll ich fliehen hin behandelte.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Was_soll_ich_aus_dir_machen,_Ephraim
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nimmt diese Kantate wieder mit seinem Stammchor und -orchester an bekanntem Orte auf, wobei Arleen Auger, Sopran, Helen Watts, Alt und Philippe Huttenlocher ihm zur Seite stehen. Die Kantate kann nachgehört werden durch Anklicken der Zeiten 00:42:53 – 00:55:

https://www.youtube.com/watch?v=ilBjTbXHKCI&list=PLr5RRQC6c-2gOwHzEuOyD5qWEO8zIVKWz&index=28

 

Liebe Grüße

Willi😀

 

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