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Das gesamte Kantatenschaffen Johann Sebastian Bachs in der Chronologie von Helmuth Rilling

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Kantate BWV 184, „Erwünschtes Freudenlicht“

Erwünschtes Freudenlicht (BWV 184) ist eine geistliche (evangelische) Kantate von Johann Sebastian Bach, die er in Leipzig 1724 für den dritten Tag des Pfingstfests komponierte. Sie wurde am 30. Mai 1727 erneut aufgeführt. Wahrscheinlich basiert das Werk auf einer früheren weltlichen Kantate, BWV 184a. BWV 184a, größtenteils verloren, war in Köthen als Duett für Sopran und Generalbass mit mehreren Tanzelementen komponiert worden.

Die Kantate enthält sechs Sätze und ist für drei Solostimmen, einen vierstimmigen Chor und ein barockes Instrumentalensemble bestehend aus zwei Flöten, Streichinstrumenten und Generalbass gesetzt. Ungewöhnlich für Bachs Kirchenkantaten schließt das Werk nicht mit einem Choral ab; stattdessen steht eine Vertonung der letzten Strophe der Hymne „O Herre Gott, dein göttlichs Wort“ von Anarg zu Wildenfels an der vorletzten Stelle, auf die zum Beschluss der Kantate ein Refrain folgt. Der tänzerische Einfluss der zugrundeliegenden Kantate spiegelt sich im Passepied des zweiten Satzes, im Menuett des vierten Satzes und in der Gavotte des letzten Satzes wider.

Bach komponierte die Kantate Erwünschtes Freudenlicht für den Pfingstdienstag, den dritten Tag des Pfingstfests.[1] Sie basierte wahrscheinlich auf einer früheren weltlichen Kantate zum Neujahrstag (BWV 184a), die in Köthen komponiert worden war.[2] Der Musikwissenschaftler Szymon Paczkowski schlägt zwei weitere mögliche Anlässe für das weltliche Vorbild vor: den Geburtstag von Prinz Leopold von Anhalt-Köthen am 10. Dezember 1720 und die Hochzeit von Leopold und Friederike Henriette von Anhalt-Bernburg am 11. Dezember 1721.

Der Bach-Forscher Alfred Dürr wies auf viele Ähnlichkeiten mit Erhöhtes Fleisch und Blut, BWV 173 hin: Beide waren Adaptionen von weltlichen Kantaten, beide zu Pfingsten in Bachs erstem Jahr in Leipzig geschrieben und beide 1731 wiederaufgeführt. Während die zugrundeliegende Kantate für Erhöhtes Fleisch und Blut erhalten blieb (die Glückwunschkantate Durchlauchtster Leopold, BWV 173a), ist die von Erwünschtes Freudenlicht größtenteils verloren, nur wenige Instrumentalteile sind vorhanden. Es war eine Duett-Kantate mit mehreren Tanzbewegungen.[3]

Die vorgeschriebenen Schriftlesungen für diesen Festtag stammten aus der Apostelgeschichte des Lukas, dem Heiligen Geist in Samarien (Apostelgeschichte 8, 14–17 EU) sowie aus dem Evangelium nach Johannes, dem Guten Hirten (Johannes 10, 1–10 EU) Der Dichter, der einen Text an die vorhandene Musik anpasste, ist unbekannt. Möglicherweise behielt er den Wortlaut des Anfangs des Eröffnungsrezitativs bei und beschrieb Jesus weiterhin als den Hirten seiner „glückseligen Herde“. Der Librettist nahm als vorletzten Satz der Kantate die letzte (achte) Strophe der Hymne O Herre Gott, dein göttlichs Wort von Anarg zu Wildenfels auf.

Bach führte Erwünschtes Freudenlicht am 30. Mai 1724 in Leipzig als Adaption von BWV 184a auf und führte die Kantate dort am 3. Juni 1727 und am 15. Mai 1731 erneut auf.[1]

Helmuth Rilling nahm diese Kantate im September 1976 und Januar und April 1977 auf, wobei er seine Stammformationen und das Soloquartett Arleen Auger, Sopran, Gabriele Schnaut, Alt, Adalbert Kraus, Tenor und Niklaus Tüller, Bass, zur Verfügung hatte. Dies kann in Youtube durch Anklicken der Zahlenkombination 00:43:52 – 01:07:35 nachgehört werden:

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Kantate BWV 185, „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“

Barmherziges Herze der ewigen Liebe (BWV 185) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1715 in Weimar für den 4. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 14. Juli 1715 erstmals auf.

Bach war in Weimar Hoforganist von Johann Ernst von Sachsen-Weimar und wurde am 2. März 1714 zum Konzertmeister ernannt. Damit ging die Aufgabe einher, monatlich eine geistliche Kantate in der Schlosskirche aufzuführen. Bach komponierte die Kantate zum 4. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 14. Juli 1715 erstmals auf. Er datierte sie selbst „1715“.

Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Röm 8,18–23 LUT, „Alle Kreatur sehnt sich mit uns nach der Offenbarung der Kinder Gottes“, und Lk 6,36–42 LUT, die Ermahnung aus der Bergpredigt, barmherzig zu sein und nicht zu richten. Der Kantatentext wurde vom Hofdichter Salomon Franck für den Anlass verfasst und 1715 in Evangelisches Andachts-Opffer veröffentlicht. Franck geht auf das Evangelium ein, erinnert an die Ermahnungen und erwähnt die Bilder vom Splitter im Auge des Bruders und dem Blinden, der einen Blinden führen will. Die letzte Arie fasst die Ermahnungen zusammen als „Das ist der Christen Kunst“. Die Kantate schließt mit der ersten Strophe von Johann Agricolas Choral Ich ruf zu dir, Herr Jesus Christ (ca. 1530).

Als Bach die Kantate in Leipzig am 20. Juni 1723 erneut aufführte, transponierte er sie von fis-Moll nach g-Moll. Er führte im selben Gottesdienst, seinem vierten in Leipzig, auch seine neue Kantate Ein ungefärbt Gemüte auf, nachdem er sein Amt als Kantor mit zweiteiligen Kantaten angetreten hatte, mit Die Elenden sollen essen und Die Himmel erzählen die Ehre Gottes.[1] Bach bearbeitete den Choral 1724 für denselben Anlass zu der Choralkantate Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ.

Das Eingangsduett ist in zweierlei Hinsicht mit dem Schlusschoral verbunden. Die Melodie wird Zeile für Zeile von der Oboe als cantus firmus gespielt, mit Verzierungen und im tänzerischen 6/4-Takt. Das erste Intervall in den Stimmen und im Continuo ist dieselbe fallende Terz wie am Anfang des Chorals. Das Contrasubjekt ist eine Spiegelung des Themas, so wie menschliche Barmherzigkeit die göttliche spiegeln sollte.

Das Alt-Rezitativ wird anfangs von Streichern begleitet und geht dann über in ein Arioso mit continuo. Die Alt-Arie weist die reichste Instrumentierung auf, mit figurierten Oboensoli. Der Text der Bass-Arie mit Continuo fasst die Ermahnungen des Evangeliums in einem langen Satz zusammen, doch Bach zerlegt ihn in Teile, die eingeleitet werden durch „Das ist der Christen Kunst“. Der Bass als die Vox Christi (Stimme Christi) hält diese Predigt. In Leipzig wurde die Continuo-Stimme von den Violinen eine Oktav höher verdoppelt. Der Schlusschoral wird überstrahlt von einer fünften Stimme in der Violine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Barmherziges_Herze_der_ewigen_Liebe
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese Kantate im Februar und Mai 1976 auf mit der Frankfurter Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart sowie Arleen Auger, Sopran, Hildegard Laurich, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Philippe Huttenlocher, Bass. Dies kann man bei Youtube unter Anklicken der Zahlenkombination 00:00:00 – 00:15:40 nachhören:

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Kantate BWV 186, „Ärgere dich, o Seele, nicht“

Ärgre dich, o Seele, nicht (BWV 186) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Sie wurde 1723 in Leipzig auf der Grundlage einer Adventskantate BWV 186a aus Bachs Weimarer Zeit für den 7. Sonntag nach Trinitatis geschrieben und am 11. Juli 1723 zum ersten Mal aufgeführt.[1][2]

Die Kantate basiert auf einem Kantatentext von Salomon Franck für den dritten Adventssonntag, 1717 veröffentlicht in Evangelische Sonn- und Fest-Tages-Andachten. Die Dichtung enthielt die Sätze 1, 3, 5, 8 und 10 des späteren Werkes und einen anderen Schlusschoral von Ludwig Helmbold. Bach komponierte das Werk, BWV 186a, 1716 in Weimar, wo es am 13. Dezember 1716 aufgeführt wurde.

Eine Rekonstruktion der Kantate wurde 1963 von Diethard Hellmann veröffentlicht.[1]

Da in Leipzig im Advent tempus clausum eingehalten wurde und keine Kantaten aufgeführt wurden, konnte Bach das Werk dort nicht im Advent aufführen. Er arbeitete sie zu einer Kantate in zwei Teilen für den 7. Sonntag nach Trinitatis um, ähnlich wie er unmittelbar zuvor Herz und Mund und Tat und Leben für den 2. Juli 1723 erweitert hatte. Er fügte Rezitative hinzu, änderte die Texte der Arien leicht, ersetzte den Schlusschoral durch Vers 11 des Chorals Es ist das Heil uns kommen her (1523) von Paul Speratus und fügte Vers 12 dieses Chorals als Abschluss von Teil 1 der Kantate hinzu.

Die Lesungen für den Sonntag sind Röm 6,19-23 LUT und Mk 8,1-9 LUT, die Speisung der 4000. Die Rezitative erwähnen daher Mangel, Hunger oder schmecket und sehet.[1]

Der Eingangschor ist in Rondoform, A B A B A. Teil A behandelt die erste Textzeile, Teil B die Zeilen 2 bis 4. Teil A ist eine komplexe Struktur von instrumentaler und vokaler Komposition. Die Instrumente beginnen mit einer achttaktigen Sinfonia, gefolgt von einer kurzen vokalen „Devise“, die das Orchester wiederholt. Erst danach beginnt eine Fuge in den Stimmen, die in Material der Sinfonia eingebettet ist. Die erste Wiederholung von A ist in der Sinfonia gekürzt, die zweite Wiederholung beginnt gleich mit der Fuge. In großem Kontrast ist Teil B a cappella gesetzt und teilweise homophon.

Die Besetzung der vier Arien steigert sich, außerdem beginnen die tiefen Stimmen, während die hohen Stimmen erst in Teil 2 eingesetzt werden. Die erste Arie wird nur vom Continuo begleitet, die beiden folgenden im Triosatz, die letzte Aria ist ein Duett mit Orchester. In der Tenorarie „ergeht sich die Oboe im Freudenmotiv“.[3] Die letzte Arie – ein Duett für Sopran und Alt – hat Gigue-Charakter, die Stimmen werden oft parallel geführt, um zu illustrieren: Laß, Seele, kein Leiden von Jesu dich scheiden. Albert Schweitzer schrieb, dieses Duett „atmet dionysische Freude“.[3]

Die vier Rezitative enden sämtlich als Arioso.

Die abschließenden Choräle, Satz 6 und 11, haben die gleiche Musik in Form einer Choralfantasie.[3] Das Orchester spielt ein Concerto, in das die Stimmen eingebettet sind. Der Sopran singt den cantus firmus, während die Unterstimmen in schnelleren Notenwerten, manchmal imitierend, kontrapunktieren.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rgre_dich,_o_Seele,_nicht
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese Kantate im September 1976 und im Januarund April 1977 auf mit der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart sowie Arlee Auger, Sopran, Helen Watts, Alt, Kurt Equiluz, Tenor und Philippe Huttenlocher, Bass, was in der Youtubesammlung durch Anklicken der folgenden Zahlenkombi nachgehört werden kann: 00:15:43 – 00:49:30:

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Kantate BWV 187, „Es wartet alles auf dich“

Es wartet alles auf dich (BWV 187) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den 7. Sonntag nach Trinitatis. Später verwendete er vier ihrer Sätze für seine Messe in g-Moll.

Bach schrieb die Kantate 1726 in Leipzig in seinem dritten Kantatenzyklus für den 7. Sonntag nach Trinitatis. Er führte sie drei Mal auf, zuerst am 4. August 1726, ein zweites Mal zwischen 1735 und 1740, und schließlich am 26. Juli 1749. Die vorgeschriebenen Lesungen sind Röm 6,19–23 LUT und Mk 8,27–28 LUT, die Speisung der viertausend. Der Eingangschor auf Ps 104,27–28 LUT steht in unmittelbarem Zusammenhang zum Evangelium. Der zweite Teil beginnt mit einer Bass-Arie auf Mt 6,31–32 LUT aus der Bergpredigt. Die Kantate wird beschlossen mit den Strophen 4 und 6 von Hans Vogels Choral Singen wir aus Herzensgrund (1563).[1] Der Dichter der übrigen Sätze ist unbekannt, Walter Blankenburg schlug Christoph Helm vor. Der Dichter paraphrasiert weitere Psalmverse aus Psalm 104 und im dritten Satz Ps 65,12 LUT

Bach benutzte die Musik von vier Sätzen, Eingangschor und drei Arien, für Sätze im Gloria seiner Messe in g-Moll.

Im Eingangschor erreicht Bach eine Einheit der Form, doch gleichzeitig die verschiedene Behandlung der vier Ideen der Psalmverse in motettischer Form. Die Motive der instrumentalen Sinfonia von 28 Takten sind den ganzen Satz über fast durchgehend präsent und stiften Einheit. Der erste Halbvers Es wartet alles auf dich (a) wird in freier Polyphonie dargestellt, die in den Orchestersatz eingebettet ist. Sie wird wiederholt zusammen mit der Fortführung daß du ihnen Speise gibest (b) in freier Polyphonie mit kanonischer Imitation über zwei Themen, während die Instrumente meist colla parte spielen. Dann werden a and b wiederholt, eingebettet in die Sinfonia, die instrumental weitergeführt wird. Im folgenden zweiten Abschnitt ist Wenn du ihnen gibest … (c) das Thema einer Fuge, Wenn du deine Hand auftust … (d) das Kontrasubjekt. Die Instrumente spielen anfangs colla parte und werfen dann Motive der Sinfonia ein. Im dritten Abschnitt wird der gesamte Text wiederholt, eingebettet in einen Teil der Sinfonia.
https://de.wikipedia.org/wiki/Es_wartet_alles_auf_dich
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling nahm diese Kantate bereits vor 55 Jahren im Februar 1971 auf, zusammen mit der Gächinger Kantorei, dem Bach-Collegium Stuttgart und Maria Friesenhausen, Sopran, Hildegard Laurich, Alt und Wolfgang Schöne Bass, was in der Youtubesammlung durch Anklicken der folgenden Zahlenkombination nachgehört werden kann: 00:49:33 – 01:13:53 :

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Kantate BWV 188, „Ich habe meine Zuversicht“

Ich habe meine Zuversicht (BWV 188) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, die er in Leipzig 1728 für den 21. Sonntag nach Trinitatis (17. Oktober 1728) komponierte.

Bach komponierte diese Kantate für den 21. Sonntag nach Trinitatis. Die Partitur wurde im 19. Jahrhundert „in Stücke geschnitten und an Privatpersonen verkauft“. Das zurzeit verfügbare Werk ist eine Rekonstruktion.[1]

Die vorgeschriebenen Schriftlesungen für diesen Tag waren aus dem Brief des Paulus an die Epheser (Epheser 6, 10–17 EU) und aus dem Evangelium nach Johannes (Johannes 4, 46–54 EU). Der Text für die Sätze 2 bis 5 wurde von Christian Friedrich Henrici (auch als Picander bekannt) verfasst.[2] Der sechste Satz ist ein Choral mit anonymer Urheberschaft, der vor 1603 geschrieben worden war.[3]

Die einleitende Sinfonia für Soloorgel und Orchester leitet sich aus dem dritten Satz von Bachs Klavierkonzert in d-Moll, BWV 1052, ab.[4]

Die Tenor-Arie wurde mit Sätzen aus den Französischen Suiten und der Fünften Englischen Suite verglichen. Es beginnt mit einem Ritornell von Streichinstrumenten, das von der Oboe verdoppelt wird. Nachdem der Tenor eingetreten ist, bewegen sich die beiden Teile in den Kontrapunkt. Formal hat der Satz einen erweiterten zweiteiligen A-Abschnitt, bevor er in einen B-Abschnitt übergeht, der sich durch seine Betonung der instrumentalen Arpeggien auszeichnet.[4]

Das Secco-Rezitativ ist im Bass geschrieben und endet mit einem pastoralen Arioso.[4]

Die Altarie ist „dunkel und dramatisch“, in e-Moll mit Bratsche und obligater Orgel. Die Orgellinie ist komplex und trägt zu einem Satz bei, der „ein komplexes und sich ständig veränderndes Kaleidoskop von reich verschlungenen Rhythmen und Melodien“ ist.[4]

Das kurze Rezitativ für Sopran wird von Akkorden der Streichinstrumente begleitet. Der letzte Satz ist eine vierteilige Fassung der Choralmelodie, die von Oboe, Taille und Streichern verdoppelt wird.[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_habe_meine_Zuversicht
Weiteres kann man  ebenda lesen.

Helmuth Rillingnahmdiese Kantate im Juni und Okttober 1983 auf mit der Gächinger Kantorei und dem Württembergischen Kammerorhcester Heilbronn und Arleen Auger, Sopran, Julia Hamari, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Walter Heldwein, Bass. Dies kann man in Youtube in den Nr. 1 bis 6 nachhören:

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Kantate BWV 190,“ Singet dem Herrn ein neues Lied“

Singet dem Herrn ein neues Lied (BWV 190) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Neujahrstag 1724. 1730 arbeitete er die Kantate für die Zweihundertjahrfeier des Augsburger Bekenntnisses um zu Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV 190a. Unter demselben Titel komponierte Bach auch eine doppelchörige Motette (BWV 225).

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für Neujahr 1724. Der Tag wurde als Fest der Beschneidung des Herrn gefeiert. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Festtag waren Gal 3,23–29 LUT, die Heiden werden sich bekehren, und Lk 2,21 LUT, die vorgeschriebene Beschneidung und Namensgebung Jesu nach acht Tagen. Der unbekannte Textdichter, möglicherweise Picander, bezieht sich nur in allgemeiner Weise auf die Lesungen. Die Namensgebung wird am Ende von Satz 4 erwähnt, und in der folgenden Arie beginnt jede Zeile mit dem Namen Jesus. Ansonsten überwiegen Lob und Dank für die Gaben der Vergangenheit und die Bitte um weiteren Segen. Für den Eingangschor stellte der Dichter Verse aus zwei Psalmen mit dem Beginn von Martin Luthers deutschem Tedeum zusammen, im Einzelnen kombinierte er Ps 149,1 LUT und Ps 150,4,6 LUT mit Herr Gott, dich loben wir. Die Worte des Tedeum erscheinen erneut in Satz zwei, erweitert um Rezitative. Der Schlusschoral ist die zweite Strophe von Johann Hermanns Jesu, nun sei gepreiset (1591).

Der Eingangschor auf drei Psalmverse und zwei Zeilen aus Luthers Tedeum ist in drei Teilen aufgebaut. Ein Concerto Singet dem Herrn wird abgeschlossen durch die einstimmig gesungene Choralmelodie Herr Gott, dich loben wir, eine Chorfuge Alles was Odem hat wird durch ein ähnliches Herr Gott, wir danken dir abgeschlossen, der letzte Abschnitt Halleluja ist eine verkürzte Reprise des ersten.

In Satz 2 ist der Choral vierstimmig gesetzt und wird von Rezitativen der drei Solisten ergänzt. Die folgende Arie ist schlicht und tänzerisch. Das Duett, Satz 5, wird von einem obligaten Instrument begleitet, das nicht bezeichnet ist. Es könnte eine Oboe d’amore oder Violine sein. Gardiner versuchte beides, entschied sich dann jedoch für Viola d’amore. Keine der Arien hat ein da capo. Streicher intensivieren das Gebet im letzten Rezitativ. Der Trompetenchor akzentuiert die Zeilenenden im Schlusschoral.

Bach führte die Kantate in der 2. Hälfte der 1730er Jahre erneut auf. Wahrscheinlich gingen bei der Umarbeitung Teile der Stimmen verloren. Für die ersten beiden Sätze sind nur die Singstimmen und die Violinstimmen erhalten. Eine Rekonstruktion wurde versucht von Bernhard Todt (1904), Walther Reinhart (1948), Olivier Alain (1971), Diethard Hellmann (1995)[1] und Ton Koopman sowie Masato Suzuki (Eingangssatz) und Masaaki Suzuki (2. Satz).
https://de.wikipedia.org/wiki/Singet_dem_Herrn_ein_neues_Lied,_BWV_190
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Kantate hat Helmuth Rilling schon 1997 aufgenommen mit Helen Watts, Alt, Kurt Equiluz, Tenor, Niklas Tüller, Bass, der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart. Dies kan bei Youtube in den Nr. 7 bis 13 nachgehört werden:

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Kantate BWV 191, „Gloria in excelsis Deo“

Gloria in excelsis Deo („Ehre sei Gott in der Höhe“) (BWV 191) ist eine Festmusik von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Weihnachtskantate 1742 in Leipzig. Er bearbeitete dabei Musik, die er 1733 in einem Gloria für den Dresdner Hof komponiert hatte und die er später als Gloria seiner h-Moll-Messe verwendete.

Bach komponierte die Musik zur Umrahmung einer akademischen Rede bei einer Universitätsfeier, die am 1. Weihnachtsfeiertag 1742 in der Paulinerkirche stattfand.[1] Er bearbeitete dabei Musik, die er 1733 in Kyrie und Gloria für den Dresdner Hof komponiert hatte und die er später seiner h-Moll-Messe eingliederte. Sie ist einzigartig unter seinen Kantaten, weil sie aus vorgenanntem Zusammenhang in lateinischer Sprache abgefasst und für fünfstimmigen Chor gesetzt ist.[2] Zudem ist sie mit einer Aufführungsdauer von nur etwa 15 Minuten wesentlich kürzer als vergleichbare Werke. Die Kantate bezieht sich auf den in der Festrede behandelten Bibelabschnitt aus der Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas (Lk 2,14 EU).[1][2]

Der erste Satz (Gloria) stimmt fast vollständig mit dem entsprechenden Satz der Messkomposition überein, während der zweite und dritte Satz eng an ihr Vorbild angelehnt sind. Die Doxologie beginnt mit dem Duett Gloria Patri et Filio et Spiritui sancto, das Bach aus dem Domine Deus der Messe entwickelte, der Schlusschor Sicut erat in principio beruht auf Cum sancto spiritu. Einzelne Stimmen, zum Beispiel der fugierte Teil Sicut erat in principio, sind in der Kantate von Instrumenten verstärkt.[2] Bach übernahm diese Änderungen jedoch nicht in die gültige Abschrift der h-Moll-Messe, und überließ es damit der Spekulation, ob er sie als Verbesserungen ansah.[3]

Helmuth Rilling nahm diese Kantate im Februar und mai 1971 auf mit Nobuko Gamo Yamamoto, Sopran und Adalbert Kraus, Tenor, der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart, was in der Youtube-Sammlung in den Nr. 14 bis 16 nachgehört werden kann:

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Willi😀

Kantate BWV 192, „Nun danket alle Gott“

Nun danket alle Gott (BWV 192) ist eine Choralkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie wohl 1730 in Leipzig für einen unbekannten Anlass. Die Originalpartitur und Tenorstimme sind verschollen; das Werk wurde aber von Bernhard Todt um den Tenor ergänzt. Mit drei Sätzen gehört die Kantate zu den kürzesten Kantaten Bachs; die groß angelegten Sätze führen jedoch zu einer Länge, die ausgleichend wirkt.

Der Anlass der Kantate ist unbekannt; sie kann aufgrund der Konstellation der Schreiber der Einzelstimmen aber in zeitlichen Zusammenhang mit der Kantate 51 (Jauchzet Gott in allen Landen) gebracht werden. Diese entstand im September 1730.

Im ersten Satz, der im Dreivierteltakt steht, liegt die Choralmelodie im Sopran. Ein doppelter Kontrapunkt eröffnet Bach viele Möglichkeiten der Variation. Der Chor, der die einzelnen Choralverse nach und nach zu Gehör bringt, die von Orchesterritornellen umrahmt sind, beginnt den Stollenteil inklusive Sopran in freier Manier zu vertonen, bevor die Choralmelodie vom Sopran in langen Noten vorgetragen wird. Nach dem letzten Vers folgt ein viertaktiger Schlusspunkt (Nun danket alle Gott, nun danket alle Gott) im Stile eines Amens.

Der zweite Satz im Zweivierteltakt wirkt tänzerisch. Er moduliert über den Stollenteilen von D nach A, um im Abgesang von A nach D zurückzukehren. Die beiden Solisten werden ebenfalls von Ritornellen des Orchesters unterbrochen.

Auch der dritte Satz ist tanzartig; es handelt sich um eine Gigue. Die Choralmelodie liegt wie in Strophe 1 im Sopran und wird ebenso in langen Noten vorgetragen. Der Zwölf-Achtel-Takt ist in Dreierfiguren unterteilt, in denen Orchester und Unterchor freipolyphon begleiten. Die Choralzeilen sind von Orchesterritornellen umrahmt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nun_danket_alle_Gott,_BWV_192
Weiteres kann man ebenda lesen.

Helmuth Rilling hat diesen Kantate mit Helen Donath, Sopran und Niklaus Tüller, Bass sowie der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart im Januar und Februar 1974 aufgenommen. Sie kann in Youtube in den Nr. 17 bis 19 nachgehört werden:

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Kantate BWV 193 „Ihr Tore zu Zion“

Ihr Tore zu Zion (manchmal Ihr Pforten zu Zion, BWV 193) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie 1727 in Leipzig für den Ratswechsel und führte sie am 25. August 1727 zum ersten Mal auf. Ein Teil der Musik ist verschollen und wurde verschiedentlich rekonstruiert. Ungefähr gleichzeitig komponierte Bach das Drama per musica Ihr Häuser des Himmels, ihr scheinenden Lichter (BWV 193a). Beiden Werken sind einige Sätze gemeinsam.

Bach komponierte die Kantate in Leipzig für den Ratswechsel, den Festgottesdienst zur Einführung des neugewählten Stadtrats. Die Einführung des Stadtrats wurde in Leipzig regelmäßig in einem Festgottesdienst an dem Montag begangen, der auf den Bartholomäustag (24. August) folgte.[1] Bach führte die Kantate erstmals am 25. August 1727 auf. Der Text eines unbekannten Dichters enthält Ideen aus Psalmen, zu Beginn Ps 87,2 LUT, „Der Herr liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen in Jakob“, in Satz 2 Ps 121,4 LUT, „Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht“. Gott wird als Erhalter des „Leipziger Jerusalem“ gepriesen.

Einige Sätze, namentlich 1, 3 und 5, sind wahrscheinlich Parodien von Teilen des Drama per Musica Ihr Häuser des Himmels, ihr scheinenden Lichter (BWV 193a), das Bach für den Namenstag Augusts des Starken am 3. August 1727 komponiert hatte. Der Text des weltlichen Werkes in elf Sätzen wurde von Picander geschrieben und in Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte, Teil II, in Leipzig 1729 veröffentlicht. Die allegorischen Figuren sind Providentia (Vorsehung), Fama (Ruhm), Salus (Heil) und Pietas (Frömmigkeit). Die Titelseite trägt die Widmung „Bey der / Hohen Nahmens-Feyer / Ihro / Koenigl. Maj. in Pohlen / und Churfl. Durchl. zu Sachsen etc. / bezeigte / In einer geringen MUSIC / Seinen allerunterthaenligsten Glueckwunsch / Christian Friedrich Henrici / Leipzig den 3. Aug. 1727“.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Ihr_Tore_zu_Zion
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Kantate wurde im Juni, Juli und Oktober 1983 aufgenommen, wobei Arleen Auger, Sopran und  Julia Hamari, Alt, sowie die Gächinger Kantorei und das Bach-Collegium Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling mitwirkten. Dies kann bei Youtube unter den Nr. 1 bis 6 nachgehört werden:

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Kantate BWV 194 „Hocherwünschtes Freudenfest“

Höchsterwünschtes Freudenfest (BWV 194) ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach, die anlässlich des Umbaus der Kirche zu Störmthal und der damit verbundenen Weihe der von Zacharias Hildebrandt neu erschaffenen Orgel entstand.

Die Kantate entstand laut ihrer Überschrift im Autograph als „Concerto Bey Einweyhung der Orgel zu Störmthal“ (Johann Sebastian Bach: Autograph der Kantate)[2]

Der Text bezieht sich nicht auf die Orgelweihe im Besonderen, sondern auf die zugleich gefeierte Wiedereinweihung der erneuerten Kirche. Er entfaltet im Hinblick auf „Gotteshäuser“ die theologische Dialektik, die seit Salomos Tempelweihgebet die jüdisch-christliche Tradition bestimmt: dass Gott zwar kein Haus braucht und dass kein Haus ihn fassen kann, dass er aber dort, wo die gläubige Gemeinde ihm Lobgesang und Bittgebet darbringt – „die Farren … unsrer Lieder“ –, den Glanz seiner Gegenwart schenkt. Auffälligerweise ist dabei nicht von den Mitteln dieser Gegenwart die Rede, die für die lutherische Theologie konstitutiv sind, dem verkündeten Wort Gottes und den Sakramenten.

Auffallend ist die „weltliche“ Form der Kantate: Auf eine französische Ouvertüre folgen Stücke in Form einer Pastorale, Gavotte, Gigue und Menuett, was auf eine Entstehung der Musik bereits zu Bachs Köthener Zeit hindeutet. Ihr liegt wohl eine Glückwunschkantate aus jener Zeit zugrunde, was die Suitenform erklären würde. Hiervon sind einzelne Instrumentalstimmen erhalten, jedoch kein Text. Auch diese Glückwunschkantate könnte, so wird in der Literatur vermutet, wiederum die Kontrafaktur eines Instrumentalkonzertes gewesen sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6chsterw%C3%BCnschtes_Freudenfest
Weiteres kann man ebenda lesen.

Im Januar 1977 erfolgte die Aufnahme mit Judith Beckmann, Sopran, Adalbert Kraus, Tenor und Walter Heldwein, Bass, der Gächinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling. Dies kann bei Youtube in den Nr. 7 bis 18 nachgehört werden:

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Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 195 „Dem Gerechten muss das Licht“

Dem Gerechten muß das Licht (BWV 195) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach, die er in Leipzig als Hochzeitskantate komponierte, wahrscheinlich 1727. Nur unvollständige Partituren späterer Aufführungen aus den 1740er Jahren überlebten. Die Kantate verwendet zwei Verse aus Psalm 97 für den Eröffnungssatz und die erste Strophe auf Paul Gerhardts Hymne Nun danket all und bringet Ehr für den Schlusschor. Der Librettist der anderen Sätze ist unbekannt.

Bach komponierte diese Kantate um 1727 in Leipzig für eine Hochzeit.[1] Die Originalfassung des Werkes ist verloren, eine unvollständige zweite Version aus dem Jahr 1742 und eine vollständige Überarbeitung aus den späten 1740er Jahren sind erhalten. Diese Daten decken sich mit Wiederholungsaufführungen des Werkes.[2]

Der Schlusschor ist die erste Strophe von Paul Gerhardts Hymne Nun danket all und bringet Ehr mit der Melodie von Lobt Gott, ihr Christen alle gleich. Der Eröffnungssatz basiert auf Psalm 97 (Psalmen 97, 11–12 EU), die Urheber des Rests des Textes sind anonym.[1] Alfred Dürr leitete aus Anspielungen im Text ab, dass das Werk für die Hochzeit eines Anwalts bestimmt war.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Dem_Gerechten_mu%C3%9F_das_Licht
Weiteres kann man ebenda lesen,

Diese Aufnahme entstand im Oktober 1983 mit Shibone Inoue Haller, Sopran, Elisabeth Graf, Alt, Oly Pfaff, Tenor, Andreas Schmidt, Bass, der Gächinger Kantorei und dem Württembergischern Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Helmuth Rilling, und sie kann in Youtube in den Nr.1 – 6 nachgehört werden:

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Johann Sebastian Bach,  Kantate BWV 196, „Der Herr denket an uns“

Der Herr denket an uns (BWV 196) ist eine Trauungskantate von Johann Sebastian Bach, die er wahrscheinlich für die Eheschließung eines Freundes komponiert hat.

Als Anlass für die Komposition wird nach Philipp Spitta die Eheschließung des mit Bach befreundeten Pfarrers Johann Lorenz Stauber (* 12. Juni 1660 in Arnstadt; † 8. April 1723 in Dornheim (Thüringen)) vermutet, der Bach 1707 in der St.-Bartholomäi-Kirche in Dornheim mit seiner ersten Frau Maria Barbara getraut hatte.[1] Die Trauung, zu der diese Kantate komponiert wurde, fand wahrscheinlich am 5. Juni 1708 statt. Diese Datierung ist jedoch umstritten.[2] Stauber heiratete an jenem Tag Regina Wedemann, eine Tante von Bachs erster Ehefrau.[1] Dagegen datiert Christoph Wolff die Kantate, die auch er als Hochzeitskantate interpretiert, in die Jahre 1707/1708, ohne sich auf einen bestimmten Anlass festzulegen,[3] und hält sie für eine der frühesten Kantaten Bachs.[4

Der Text ist ganz auf das Thema der christlichen Ehe abgestimmt und orientiert sich am Psalm 115, dessen Verse 12 bis 15 in Luthers Übersetzung Verwendung finden. Die Kantate beinhaltet – wie immer in Bachs früher Schaffensperiode – weder Rezitative noch Schlusschoral.

Wie viele Kantaten aus Bachs früher Zeit beginnt das Werk mit einer einleitenden Sinfonia. Das Lobes- und Segensszenario der folgenden Abschnitte wird hier klanglich vorweggenommen. Der Andante-Satz ist polyphon durchkomponiert, seine punktierte Rhythmisierung erinnert an den ersten Teil einer französischen Ouvertüre.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_denket_an_uns
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Kantate nahm Helmuth Rilling im Januar 1976 auf mit Doris Soffel, Sopran, Aldo Baldin, Tenor und Niklaus Tüller, Bass sowie der Gächinger Kontorei und dem Bach-Collegium Stuttgart, was man in Youtube in den Nr. 7 bis 11 nachhören kann:

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Johann Sebastian Bach Kantate BWV 197, „Gott ist unsere Zuversicht“

Gott ist unsre Zuversicht (BWV 197) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach.

1728 komponierte Bach in Leipzig eine Weihnachtskantate, Ehre sei Gott in der Höhe (BWV 197.1) die er 1736/37 in diese Hochzeitskantate überarbeitete. Satz 5 ist eine Choralstrophe von Martin Luther, der letzte Satz stammt von Georg Neumark; die Urheberschaft des Rests des Textes ist anonym.[1]

Der Eröffnungssatz ist ein Chor in Da-capo-Form mit einer markanten Trompete und einer aktiven Violinenlinie. Die Sänger verwenden Fugen. Das Bassrezitativ ist als Secco-Rezitativ geschrieben und „auf eine Melodie von fast kindlicher Naivität und Einfachheit eingestellt“. Die Struktur der Alt-Arie kombiniert Elemente der Da-capo- und der Ritornell-Form. Die Instrumentation der Einleitung kehrt nicht vollständig zurück und die Reprise unterscheidet sich erheblich von der Eröffnung. Der vierte Satz ist ein Bassrezitativ mit Akkordstreichern. Der Abschnitt schließt mit einer vierteiligen Fassung der Choralmelodie mit unterschiedlichen Phrasenlängen.[3]

Der zweite Abschnitt beginnt mit einer Bass-Arie, die „eine Klangfülle hat, die ihresgleichen sucht“. Bach griff hier im Parodieverfahren auf eine Alt-Arie der Kantate BWV 197 a als Vorlage zurück. Ein zweiteiliges Sopran-Rezitativ führt zu einer Arie im Stil eines Siciliano,[4] die in BWV 197 a für Bass geschrieben war; hier wird sie von einem Sopran gesungen.[3] Der vorletzte Satz ist ein Bassrezitativ mit Akkordoboen und dazwischenliegenden Streichern. Der Schlusschoral ist relativ einfach und in Moll gehalten.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Gott_ist_unsre_Zuversicht
Weiteres kann man ebenda lesen.

Die Aufnahme dieser Kantate wurde im Februaer 1984 durchgeführt mit Costanza Cuccaro, Sopran, Mechthild Georg, Alt und Philippe Huttenlocher, Bass, sowie der Gächinger Kantorei und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Helmuth Rilling, was unter Youtbe in den Nr. 12 bis 22 nachgehört werden kann:

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Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 198 „Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl“

Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl BWV 198 ist eine Kantate, die Johann Sebastian Bach für die Trauerfeier der Universität Leipzig zu Ehren der verstorbenen Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth komponierte und am 17. Oktober 1727 in Leipzig aufführte. Diese weltliche Bachkantate ist auch als Trauerode oder Trauerode auf den Tod der Königin Christiane Eberhardine bekannt.[1]

Bach schrieb mehrere musikalische Werke für Feierlichkeiten der Universität Leipzig.[2] Er komponierte diese Kantate auf Wunsch der Universität als Trauermusik zu Ehren von Christiane Eberhardine, die als Ehefrau von August II. Kurfürstin von Sachsen und Titularkönigin von Polen war.

Die Kantate wurde am 17. Oktober 1727 in der Leipziger Paulinerkirche (Universitätskirche in Leipzig) uraufgeführt. Bach dirigierte vom Cembalo aus.

Der Text wurde von dem Leipziger Gelehrten und Dichter Johann Christoph Gottsched verfasst. Der Text ist weltlich gehalten, weitgehend ohne religiöse Elemente im Zusammenhang mit Erlösung und dem Leben nach dem Tod. Er rühmt die verstorbene Fürstin als „Heldin“, als „Fürbild großer Frauen“, „erhabne Königin“, „Glaubenspflegerin“ und Inbegriff der Tugend. Die meisten Stücke stellen die Trauer um die „teure Mutter“ und die „Tränengüsse“ der Trauernden in den Vordergrund. Beispielhaft sind die pathetischen Zeilen im Sopran-Rezitativ:
https://de.wikipedia.org/wiki/La%C3%9F,_F%C3%BCrstin,_la%C3%9F_noch_einen_Strahl
Weiteres kann man ebenda lesen.

Diese Aufnahme  entstand imSeptember/Oktober 1983 mit Arleen Auger, Sopran, Gabriele Schreckenbach, Alt, Aldo Baldin, Tenor und Philippe Huttenlocher, Bass, was man bei Youtube in den Nr. 1 -10 nachhören kann:

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Johann Sebastian Bach, BWV 199 „Mein Herze schwimmet im Blut“

Mein Herze schwimmt im Blut ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 199). Der Großteil des Textes ist Georg Christian Lehms’ Sammlung Gottgefälliges Kirchen-Opfer entnommen; er handelt von der Erlösung eines Sünders durch Gott. Ausgehend vom Evangeliumstext dieses Sonntags, dem Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner (Lukas-Evangelium 18,9–14 LUT), meditiert der Dichter über das Thema Reue und Vergebung. Etwas früher hatte Bach dieselbe Quelle für seine Kantate Widerstehe doch der Sünde (BWV 54) benutzt.

Das Werk wurde 1714 in Weimar für eine Aufführung am 11. Sonntag nach Trinitatis (12. August) komponiert. Es ist geschrieben für Solo-Sopran, Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo. Für spätere Aufführungen nahm Bach einige Änderungen vor; die Neue Bachausgabe kennt zwei Versionen: Die erste, in Weimar entstandene, Version beginnt in c-Moll und verwendet im sechsten Satz eine obligate Viola; die zweite (Leipziger) Fassung steht einen Ton höher und setzt für den obligaten Part ein Violoncello piccolo ein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Herze_schwimmt_im_Blut
Weiteres kann man ebenda lesen.

Hier erfolgte die Aufnahme im April 1976 mit Arleen Auger, Sopran und dem Bach Collegium Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling. Dies kann man bei Youtube in den Nr. 11 bis 18 nachhören kann:

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Johann Sebastian Bach, BWV 200, „Bekennen will ich seinen Namen“

„Bekennen will ich seinen Namen“ ist eine Bearbeitung Bachs einer Arie von Gottfried Heinrich Stölzels Passionsoratorium „Die leidende und am Kreuz sterbende Liebe Jesu“. Er setzte es für Alt, zwei Geigen und Continuo, möglicherweise als Teil eine Kantate für das Fest der Reinigung. Er leitete die Uraufführung wahrsecheinlich um 1742.
https://en.wikipedia.org/wiki/Bekennen_will_ich_seinen_Namen,_BWV_200
Übersetzung: Willi

Die Aufnahme dieser Arie als letzter Teil von Bachs geistlichem Kantatenschaffen erfolgte im Februar 1984 mit Mechthild Georg, Alt und Instrumentalsolisten unter der Leitung von Helmuth Rilling:

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