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Das Liedduo Yukari Fukui und Yuan Ma stellt sich vor

Junge Liedtalente stellen sich vor

 

Yukari Fukui

Die japanische Sopranistin Yukari Fukui absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik in Nagoya und an der International University Kagoshima bei Prof. Uwe Heilmann. Ihren Master schloss sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Maria Venuti ab und legte 2024 ihr Solistenexamen bei Prof. Hanno Müller-Brachmann ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von KS Prof. Julia Varady und Dorothea Röschmann.

Yukari Fukui ist Preisträgerin zahlreicher renommierter Wettbewerbe. Darunter befinden sich der Sonderpreis beim Internationalen Mozartwettbewerb Salzburg (2023), die Silbermedaille bei der Vienna International Music Competition (2023) sowie der Fürstin Eugénie-Preis 2024 (1. Preis) im Lied-Duo mit Yuan Ma. Zudem wurde sie mit einem Stipendium des Richard-Wagner-Verbands Karlsruhe ausgezeichnet.

Auf der Opernbühne war sie u. a. als Pamina bei den Schlossfestspielen Ettlingen, als Serpetta am Badischen Staatstheater Karlsruhe, als Zerbinetta bei den Richard-Strauss-Tagen Garmisch-Partenkirchen sowie als Ida und Frosch bei den Opernfestspielen Glatt zu erleben. 2025 debütierte sie mit dem Beethoven Orchester Bonn unter Dirk Kaftan in Mozarts Requiem und sang in Japan Mendelssohns Elias unter Prof. Uwe Heilmann. Neben der Oper ist sie auch im Konzertfach aktiv.

Während ihres Studiums wirkte sie gemeinsam mit Yuan Ma intensiv in der Liedklasse von Heike-Dorothee Allardt und präsentierte zahlreiche Liedprogramme. Beim Preisträgerkonzert des Fürstin Eugénie-Preises 2024 interpretierten sie Lieder von Liszt, Richard Strauss und Amy Beach; die Aufnahme des Konzerts wurde im SWR Mittagskonzert ausgestrahlt.

Wieso interessiere ich als junger Mensch mich für das Thema Lied?

Mich fasziniert das Lied besonders, weil in jedem einzelnen Werk eine eigene Geschichte lebt und sowohl Interpretierende als auch Zuhörende dieser Geschichte durch ihre persönlichen Lebenserfahrungen begegnen können. Selbst beim gleichen Werk empfindet jeder Mensch etwas anderes – gerade diese Vielfalt macht für mich den besonderen Reiz des Liedes aus.

Darüber hinaus ist es mir wichtig, die Gedanken und Empfindungen des Komponisten in Bezug auf den zugrunde liegenden Text tief zu verstehen. Auf dieser Basis empfinde ich große Freude daran, gemeinsam mit meiner Pianistin zu ergründen, was ich mit dem Lied zum Ausdruck bringen und wie ich es mit meiner Stimme gestalten möchte.

Zugleich spüre ich, dass sich meine eigene Wahrnehmung mit zunehmender Lebenserfahrung verändert. Was ich vor einigen Jahren in einem Lied empfunden habe, unterscheidet sich von dem, was ich heute darin entdecke. Mit jedem Lebensabschnitt erweitert sich mein Blick, und so öffnet sich mir das Lied immer wieder neu wie eine größere Welt.

Welche drei für mich neuen Lieder möchte ich unbedingt einmal aufführen?

„Tomorrow is Saint Valentine‘s Day“ von Cheryl Frances-Hoad

„An eine Äolsharfe“ (Mörike-Lieder) von Hugo Wolf

„Im Frühling“ (Mörike-Lieder) von Hugo Wolf

Welche Liedaufnahme würde ich auf die „einsame Insel“ mitnehmen?

Wenn ich nur eine einzige Aufnahme auf die „einsame Insel“ mitnehmen dürfte, würde ich ohne Zögern R. Strauss’ Vier letzte Lieder“ wählen. Der Grund ist einfach: Unter den Liedkomponisten ist Richard Strauss mein Favorit, und dieses Werk gehört zu seinen späten Schöpfungen. Es ist ein sehr bekanntes Stück, das ich unzählige Male gehört habe – und doch berührt es mich jedes Mal aufs Neue tief im Herzen.

Welche Sängerin oder welchen Sänger ich dabei bevorzugen würde, kann ich nicht sagen, denn jede Aufnahme hat ihre ganz eigene Schönheit.  Es ist ein Werk, mit dem ich mich mein ganzes Leben lang auseinandersetzen möchte – in der Hoffnung, es eines Tages mit meiner eigenen Stimme singen zu können.

 

Yuan Ma

Ma Yuan ist derzeit Dozentin für die Abteilung Oper und Gesang am School of Music der Chinese University of Hong Kong, Shenzhen. Sie studierte bei Frau Jiang Jixi, Dr. Du Minshan, Prof. Peter Waas, Prof. Karl-Peter Kammerlander und Frau Heike-Dorothee Allardt und schloss mit dem Solistenexamen ab.

Im Februar 2023 qualifizierte sie sich gemeinsam mit der Sängerin Yukari Fukui für den Salzburger Internationalen Mozart-Gesangswettbewerb. Sie gewannen den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Vokalwerks von Mozart. Im selben Jahr erhielt sie Preise für die beste Klavierbegleitung beim Bella Voce-Gesangswettbewerb – veranstaltet vom Kulturfonds Baden e.V. – und beim Internationalen Gesangswettbewerb Basel in der Schweiz. Zusammen mit der Sängerin Yukari Fukui wurde sie unter mehr als 400 Bewerbern aus der ganzen Welt für den Internationalen Gesangswettbewerb Queen Elisabeth in Belgien ausgewählt. Im Juli 2024 nahm sie als Klavierbegleiterin am Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Gesangswettbewerb in Leipzig, Deutschland, teil. Im September desselben Jahres qualifizierten sie und die Sängerin Yukari Fukui sich für den Internationalen Liedduo-Wettbewerb Hugo Wolf in Stuttgart, Deutschland. Im Dezember gewannen sie den 1. Preis beim ersten deutschen Fürstin-Eugénie Liedduo-Wettbewerb und wurden eingeladen, im Februar 2025 ein Konzert in Hechingen, Deutschland, zu geben. Die gesamte Aufführung wurde vom deutschen SWR-Rundfunk aufgezeichnet und im April ausgestrahlt. Von 2020 bis 2023 war sie als Lehrbeauftragte an der Abteilung für Gesang und Oper der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in Deutschland tätig.

Wieso interessiere ich als junger Mensch mich für das Thema Lied?

An einem Wintertag saß ich allein zu Hause und hörte Schuberts „An den Mond“. Plötzlich, in diesem einen Augenblick, fand ich eine tiefe Resonanz in mir zu dem Gedicht, das dem Lied zugrunde liegt. In diesem Moment begann meine Leidenschaft für das Kunstlied.

Diese Verbindung von Dichtung und Musik kann uns im richtigen Moment bis in die Tiefen unserer Seele treffen – sie kann einen zu Tränen rühren, zum Nachdenken anregen…

Je mehr ich über Kunstlieder lernte, desto mehr erkannte ich, wie die Musik die ursprünglichen Gedichte nicht nur begleitet, sondern sie in ein völlig neues Licht taucht und mit unterschiedlichsten Farben füllt. Besonders faszinierend finde ich es, wenn man verschiedene Vertonungen desselben Gedichts vergleicht. Man entdeckt, wie viele verschiedene Perspektiven und Interpretationen ein und derselbe Text haben kann und wie unterschiedlich die musikalische Farbpalette jedes Komponisten ausfällt. Das ist für mich eine der spannendsten Entdeckungen.

Welche drei für mich neuen Lieder möchte ich unbedingt einmal aufführen?

„Amor“ von Richard Strauss

„Das Rosenband“ von Richard Strauss

„Erstes Liebeslied eines Mädchens“ von Hugo Wolf

Welche Liedaufnahme würde ich auf die „einsame Insel“ mitnehmen?

Wenn ich unbedingt eine Aufnahme auswählen und auf die „einsame Insel“ mitnehmen müsste, dann wäre es Franz Schuberts Liederzyklus „Schwanengesang“, aufgenommen 1990 von der Plattenfirma DECCA, mit dem Tenor Peter Schreier und dem Pianisten András Schiff. Diese Aufnahme habe ich entdeckt, als ich diesen Zyklus studiert habe. Ich liebe an ihr Peter Schreiers klare deutsche Artikulation und seinen Ausdruck der unterschiedlichen Stimmungen jedes Liedes, ohne je übertrieben oder aufdringlich zu wirken. András Schiff ist ebenfalls voller Ideen und Eigenständigkeit. Ihr Zusammenspiel strahlt eine Tiefe in der Zurückhaltung aus – eine Aufnahme, die ich bis heute immer wieder hervorhole.

Queen Elisabeth Competition

LIszt – O lieb, solang du lieben kannst

 

 

 

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