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Troubadour-Forum für die Freunde der Oper, des Gesangs und der Klaviermusik

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Das Spiel mit Kunstliedtiteln

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Da bringe ich einen weiteren Komponisten isn Spiel: Max Reger: „Reiterlied“ nach einem Text von Martin Boelitz. Damit geht es weiter mit „D“

Ein Reiter muß haben
ein Rößlein, zu traben,
zwei Sporen, die blinken,
einen Becher zu trinken!

Laßt funkeln die Sterne
aus dämmernder Ferne
wer weiß, ob wir morgen
noch singen und sorgen!

In blutiger Seide
das Schwert aus der Scheide,
ruht mancher im Grabe,
manch munterer Knabe.
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Dann bin ich wieder bei Carl Loewe und seinem Werk „Deutsche Barcarole“ nach einem Text von Otto Prechtler, den Loewe 1844 in Wien kennengelernt hatte und den Text noch im gleichen Jahr vertonte. Hier habe ich mal in einer älteren Aufnahme von 1944 Josef Greindl, der hier von Michael Raucheisen begleitet wird:

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Deutsche Barcarole

Wellen säuseln, Winde locken, 
und das Schiff wiegt sich am Strand; 
und die Klänge ferner Glocken 
schweifen über Flut und Land. 

In die Ferne soll ich ziehen, 
weit von dir?
In die Ferne Liebchen!
komm mit mir!

Wellen donnern Stürme brausen, 
überm Abgrund tanzt das Schiff;
und es treibt mit Todesgrousen 
unaufhaltsam das Riff. 

Flieht das Blut aus deiner Wange?
Sinkt der Mut, die Hoffnung dir?
Zittre nicht und sei nicht bange, 
Liebchen! komm zu mir!

Einsam an des Meeres Strande, 
aber traulich winkt mein Haus; 
Treue wohnt im kleinen Raume, 
und die Liebe schmückt es aus. 

Ja, des Himmels stillen Segen, 
teilen will ich ihn mit dir!
Sieh, mein Herz schlägt dir entgegen 
ewig bleib' bei mir!

Liebe Grüße

Willi????

Hugo Wolf: Epiphanias, aus Goethe-Lieder, Nr. 19

Elisabeth Schwarzkopf · Gerald Moore
So lustig kommt das S ????

https://youtu.be/-7hdkl9ZRIg?si=I_-JxlQqKU0hFF8e

Die heiligen drei König mit ihrem Stern,
Sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern;
Sie essen gern, sie trinken gern,
Sie essen, trinken und bezahlen nicht gern.

Die heiligen drei König sind kommen allhier,
Es sind ihrer drei und sind nicht ihrer vier:
Und wenn zu dreien der vierte wär,
So wär ein heilger Drei König mehr.

Ich erster bin der weiß und auch der schön,
Bei Tage solltet ihr erst mich sehn!
Doch ach, mit allen Spezerein
Werd ich sein Tag kein Mädchen mir erfrein.

Ich aber bin der braun und bin der lang,
Bekannt bei Weibern wohl und bei Gesang.
Ich bringe Gold statt Spezerein,
Da werd ich überall willkommen sein.

Ich endlich bin der schwarz und bin der klein,
Und mag auch wohl einmal recht lustig sein.
Ich esse gern, ich trinke gern,
Ich esse, trinke und bedanke mich gern.

Die heiligen drei König sind wohlgesinnt,
Sie suchen die Mutter und das Kind;
Der Joseph fromm sitzt auch dabei,
Der Ochs und Esel liegen auf der Streu.

Wir bringen Myrrhen, wir bringen Gold,
Dem Weihrauch sind die Damen hold;
Und haben wir Wein von gutem Gewächs,
So trinken wir drei so gut als ihrer sechs.

Da wir nun hier schöne Herrn und Fraun,
Aber keine Ochsen und Esel schaun,
So sind wir nicht am rechten Ort
Und ziehen unseres Weges weiter fort.

Johann Wolfgang von Goethe ❤

Lieber André,

ich habe dich heute nachmittag um kurz vor fünf angerufen, ich rufe dich morgen nochmal an. Und nun nehme ich das „S“ und hoffe, dass die Ballade „Der Sturm von Alhama“ von Carl Loewe, die dieser 1834 auf königliche Anregung komponierte und dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen widmete. Der Text stammte aus dem Spanischen/Arabischen von Victor Aimé Huber. Es singt Jan Kobow, begleitet von Cord Garben:

Damit wird das A frei.

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Der Sturm von Alhama

Durch die Straßen von Granada
Einst der Maurenkönig ritte,
Von dem Tore von Elviras
Bis zu dem von Bibarrambla.
Wehe mir! Alhama!

Kamen Briefe an den König:
Daß Alhama sei gefallen.
Warf die Briefe in das Feuer,
Und den Boten hieb er nieder.
Wehe mir! Alhama!

Von dem Maultier steigt herunter
Und sein Roß besteigt er bald:
Zakatin er aufwärts reitet
Nach dem festen Schloß Alhambra.
Wehe mir! Alhama!

Angekommen in Alhambra,
Rasch befiehlt er seinen Treuen:
»Die Trompeten lasset schmettern 
Und die silbernen Posaunen.
Wehe mir! Alhama!

Und die rauhe Kriegestrommel lasset
Wild zum Streite rühren, 
Daß es alle Mauren hören,
Von der Vega und Granada.«
Wehe mir! Alhama!

Als den Schall die Mauren hörten,
Der zum blut’gen Streite ruft,
Ein und Einer, Zwei und Zweie,
Sie sich eilig alle scharten.
Wehe mir! Alhama!

Hub ein alter Maur‘ die Rede,
Also sprach er zu dem König:
»Warum rufst du uns, o Herr!
Warum ruft uns die Trompete?«
Wehe mir! Alhama!

»Hören sollt ihr, meine Freunde,
Eine jammervolle Kunde: 
Vor der Christen wildem Mute
Ist Alhama jüngst gefallen.«
Wehe mir! Alhama!

Alter Alfaqui1 entgegnet,
Mit dem langen weißen Barte:
»Recht geschieht dir, edler König!
Edler König, du verdienst es!
Wehe mir! Alhama!

Schlugst die tapfern Bencerrages,
Die Blüte von Granada;
Hast die Fremden aufgenommen,
Die aus Cordova entflohen.
Wehe mir! Alhama!

Drum verdienest du, o König!
Eine doppelt harte Strafe,
Daß dein Reich und du verderbest,
Daß Granada selber falle.
Wehe mir! Alhama!

Wenn das Recht man nicht mehr ehret,
Ist es Recht, daß Alles sinke,
Daß Granada selber falle,
Und mit ihm auch du verderbest.«
Wehe mir! Alhama!

Feuer strahlen seine Augen,
Als der König dies vernommen;
Da von Recht der Priester redet,
Spricht vom Rechte auch der König:
Wehe mir! Alhama!

»Weiß als König, daß nicht Rechtens,
Was des Königs Willen hemmt.«
Also spricht der Maurenkönig,
Und er wiehert laut vor Zorne.
Wehe mir! Alhama!

Maur‘ Alfaqui! Maur‘ Alfaqui! 
Du mit deinem langen Barte,
Dich zu fahren er gebietet,
Um des Falles von Alhama!
Wehe mir! Alhama!

Läßt dein Haupt herunter schlagen,
Am Alhambra auf es stecken,
Dir zu Strafe, und zum Schrecken
Allen denen, die es sehen.
Wehe mir! Alhama!

»Ritter ihr, und wackre Männer,
Sprecht von mir zum König dieses,
Sprecht zum König von Granada,
Daß ich nichts ihm hab‘ verschuldet.
Wehe mir! Alhama!

Daß Alhama ist verloren,
Füllt mein Herz mit bitt’rem Grame.
Doch hat er die Stadt verloren,
Wohl viel mehr verloren Andre;
Wehe mir! Alhama!

Alhama! Ja die Väter ihre Söhne,
Und die Weiber ihre Gatten,
Sein Geliebtestes der Eine,
Und der Andre seinen Ruhm.
Wehe mir! Alhama!

Und ich selbst verlor die Tochter,
Sie, die Blume dieses Landes,
Hundert Unzen gäb ich gerne,
Sie zu lösen, wenn ich könnte!«
Wehe mir! Alhama!

Als der Alfaqui gesprochen,
Ward sein Haupt ihm abgeschlagen,
Am Alhabra aufgestecket,
Wie der König es befohlen.
Wehe mir! Alhama!

Männer, Weiber, kleine Kinder
Den Verlust da laut beweinen,
Und die Damen weinten alle,
Die es gab in ganz Granada.
Wehe mir! Alhama!

Auf den Straßen und Balkonen
Sieht man Trauer allenthalben,
Wie ein Weib der König weinet,
Weil er also viel verloren!
Wehe mir! Alhama!

Liebe Grüße

Willi????
uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Danke Willi für den Anruf, heute versuche ich dann dran zu gehen ????
Claude Debussy: Apparition (1884), aus Quatre chansons de jeunesse, Nr. 4
Und hier erscheint nun das N ????

Sabine Devieilhe, Alexandre Tharaud: https://youtu.be/bSJOScPGeOI?si=-XKaPyzasKlBuXwC

Liedtext mit deutscher Übersetzung: https://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=111789

Stéphane Mallarmé ❤

Das N führt mich wieder zu Robert Schumann und seinem Frauenliebe und-leben op. 42. Daraus nehme ich das Lied „Nun hast du mir den ersten Schmerz getan“. Der Text ist wie die anderen auch aus dem gleichnamigen Gedichtzyklus von Adelbert von Chamisso. Ich habe hier die wunderbare Elina Granca, begleitet von Malcolm Martineau:

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Es bleibt weiterhin das N.

Nun hast du mir den ersten Schmerz getan

Nun hast du mir den ersten Schmerz gethan,
  Der aber traf.
Du schläfst, du harter, unbarmherz'ger Mann,
  Den Todesschlaf.

Es blicket die Verlass'ne vor sich hin,
  Die Welt ist leer.
Geliebet hab' ich und gelebt, ich bin
  Nicht lebend mehr.

Ich zieh' mich in mein Inn'res still zurück,
  Der Schleier fällt,
Da hab' ich dich und mein [vergang'nes]1 Glück,
  Du meine Welt!

Liebe Grüße

Willi????

Da ich wieder online bin, stelle ich ein: Mozart Arie für Sopran, die ich selber sehr gerne gesungen habe.

Non te mer

Ch’io mi scordi di te?
Che a lui mi doni puoi consigliarmi?
E puoi voler che in vita?
Ah no! Sarebbe il viver mio di morte assai peggior.
Venga la morte, intrepida l’attendo.
Ma, ch’io possa struggermi ad altra face,
ad altr’oggetto donar gl’affeti miei, come tentarlo?
Ah, di dolor morrei!

Non temer, amato bene,
per te sempre il cor sarà.
Più non reggo a tante pene,
l’alma mia mancando va.
Tu sospiri? O duol funesto!
Pensa almen, che istante è questo!
Non mi posso, oh Dio! spiegar.
 
Stelle barbare, stelle spietate,
perchè mai tanto rigor?
Alme belle, che vedete
le mie pene in tal momento,
dite voi, s’egual tormento
può soffrir un fido cor?
Es bleibt das R
 
 
 
musika

(Mein erster Beitrag als frisch gebackener Moderator ????, dank Erikas und Willis Vertrauen und Freischaltung)

Mozart vertonte die „wunderschöne“ Qual, die ein treues Herz erleiden muss natürlich ganz anders, als es ein romantischer oder impressionistischer Komponist getan hätte. Aber ich bewundere auch seine Mittel der ausdrucksvollen Gestaltung!

Claude Debussy: Les roses, L. 13
Dieser Titel bringt uns das kurvige S ????

Veronique Dietschy · Emmanuel Strosser:

https://youtu.be/2lFeQNhZmX4?si=huQINqs9fbKLzUYK

Lorsque le ciel de saphir est de feu,
Lorsque l’Eté, de son haleine touche
La folle Nymphe amoureuse, et par jeu
Met un charbon rougissant sur sa bouche;
Quand sa chaleur, dédaigneuse et farouche,
Fait tressaillir le myrte et le cyprès,
On sent brûler sous ses magiques traits
Les fronts blémis, et les lèvres micloses,
Et le riant feuillage des forêts,
Et vous aussi, coeurs enflammés des Roses.


Wenn der saphirblaue Himmel feurig ist,
Wenn der Sommer mit seinem Atem
Die verrückte verliebte Nymphe berührt, und zum Spaß
eine rötliche Kohle auf ihren Mund legt;
Wenn die Hitze, verächtlich und wild,
die Myrte und die Zypresse erzittern lässt,
spüren wir es brennen unter seinen magischen Merkmalen
auf der blassen Stirn und den halb geschlossenen Lippen,
Und im lachenden Laub der Wälder,
Und auch bei euch, ihr feurigen Rosenherzen.

Théodore de Banville ❤

Das kurvige „S“, lieber André, beschreibt im nächsten Stück bedrohliche Vorgänge, die „Der späte Gast“ von Carl Loewe, „in schottischen Nebel gekleidet, auslöst, dem sinistren Edward Herders nachempfunden. Der Dichter Willibald Alexis lässt hier den alten, nicht nur schottischen Volksglauben wieder aufleben, dass der Geist eines Verstorbenen so lange umherirrt, bissein Leichnam mit krichlichem Segen beerdigt wurde. Es singt Iris Vermillion, begleitet von Cord Garben:
(siehe auch das cpo-Booklet der Gesamtausgabe, S. 59)

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Es bleibt das T.

Der späte Gast

Was klopft ans Tor? Über die rote Heide
geht nur mein Sohn und ich, wir beide.
Wir beide wohnen in der Wildnis allein,
mein Sohn schläft dort im Kämmerlein.
Keinen Kobold laß ich zur Tür herein.

„Mutterlein! nimm mich ins kleine Haus,
draußen weht es so kalt, draußen weht es so graus.
Oft schon kreuzt‘ ich die rote Heide,
oft schon sahen wir uns beide,
kein Kobold ich, tu nichts Leide.“

Denn bist du ein Irrwisch und locktest ins Moor
meine Tochter, als ich das Kind verlor.
Im Schilf, das dort am Felsen gränzt,
da tanzt mein Kind, wenn der Mond drauf glänzt,
du magst bei ihm schlafen, du hässlich Gespenst.

„Ich kann nich schlafen auf welkem Gras,
von Tau und Regen ist’s kalt, von Tau und Regen ist’s naß.
Ich bin kein Irrwisch, ich bin dir verwandt,
deine Tochter hab‘ ich Schwester gennant
und hab‘ sie gewarnt vor des Sumpfes Rand.“

Verwandt ist mir niemand, niemand wert,
ich steh‘ allein hier an meinem Herd.
Den Fremden empfinge des Hundes Gebell,
dem Blutsfreund, spräng’ er entgegen schnell,
nun starrt er zitternd auf eine Stell.

„Mutter, der alte Hund kannte bald die Stimme,
die draußen im Dunkel schallt.
Er hatte schon sieben Jahr mich gekannt,
seit ich ihn drüben am Kreuzweg fand.
Mutter, ich bin dir so nah, so nah verwandt.“

Was hast mich spät in der Nacht geweckt?
Was hast du im Schlummer die Mutter geschreckt?
Was schläfst du nicht ruhig im Kämmerlein?
Was spukest du draußen im Mondesschein?
Mein Sohn kanns ja nur draußen sein.

„Mutter, dein Sohn steht draußen nicht,
aber mich brachte dein Schoß ans Licht.
Noch schläft dein Sohn im Kämmerlein,
aber ich schwebe im Mondeschein
und will so gern zu dir hinein.“

Mein Sohn, du stehst so nahe bei mir,
warum öffnest du selber nicht die Tür?
Leicht Flechtwerk ist sie von Elsenwald,
und draußen weht der Wind so kalt,
o komm ins warme Kämmerlein bald!

„Mutter, ich stehe sehr weit von die,
öffnen kann ich nicht mehr die Tür!
Selbst wie der Wind bin ich leicht und schwach,
komm nie mehr under dein warmes Dach,
drum gib mir draußen ein kalt Gemach!“

Ich öffne geschwind, mein liebes Kind.
Wo bist du? Es saust vorbei der Wind.
„Der Wind weht fort mich, Mütterlein!“
O weh! da liegt im Kämmerlein mein Sohn,
blaß wie der Mondenschein.

Liebe Grüße

Willi????

Hugo Wolf Mörike Lieder Der Tambour

Hugo Wolf – Der Tambour aus „Mörike-Lieder“ (Eduard Mörike) Maximilian Vogler – Tenor Sebastian Issler – Piano

Der Tambour

Wenn meine Mutter hexen könnt,
Da müßt sie mit dem Regiment,
Nach Frankreich, überall mit hin,
Und wär die Marketenderin.
Im Lager, wohl um Mitternacht,
Wenn Niemand auf ist als die Wacht,
Und alles schnarchet, Roß und Mann,
Vor meiner Trommel  ich dann:
Die Trommel müßt‘ eine Schüssel sein,
Ein warmes Sauerkraut darein,
Die Schlegel Messer und Gabel,
Eine lange Wurst mein,
Mein Tschako wär‘ ein Humpen gut,
Den  ich mit Burgunderblut.
Und weil es mir an Lichte fehlt,
Da scheint der Mond in mein Gezelt;
Scheint er auch auf  herein,
Mir fällt doch meine Liebste ein:
Ach weh! Jetzt hat der Spaß ein End!
– Wenn  meine Mutter hexen könnt!

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Das R wird frei.

musika

Ich bin wieder mal bei Schubert und seinen Liedern nach den Dichtern der Empfindsamkeit. Hier geht es um die Lieder nach Texten von Friedrich Gottlob Klopstock und in diesem Fall  um „Das Rosenband“. Es singt Wolfgang Holzmair, begleitet von Wolfgang Brunner:

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Es bleibt das D.

Das Rosenband

Im Frühlingsschatten fand ich sie;
Da band ich Sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt‘ es nicht und schlummerte.

Ich sah sie an; mein Leben hing
Mit diesem Blick‘ an ihrem Leben:
Ich fühlt‘ es wohl und wußt‘ es nicht.

Doch lispelt‘ ich ihr sprachlos zu
Und rauschte mit den Rosenbändern.
Da wachte sie vom Schlummer auf.

Sie sah mich an; ihr Leben hing
Mit diesem Blick‘ an meinem Leben,
Und um uns ward’s Elysium.

Liebe Grüße

Willi????

Hector Berlioz: Le Dépit de la bergère (Die enttäuschte Hirtin)
Dieses Jugendwerk bringt uns das E zurück .

Elsa Dreisig · Jeff Cohen

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De mon berger volage
J’entends le flageolet.
De ce nouvel hommage
Je ne suis plus l’objet ;
Je l’entends qui fredonne
Pour une autre que moi.
Hélas ! que j’étais bonne
De lui donner ma foi !

Autrefois l’infidèle
Faisait dire aux échos
Que j’étais la plus belle
Des filles du hameau ;
Que j’étais sa bergère,
Qu’il était mon berger ;
Que je serais légère
Sans qu’il devînt léger.

Un jour, c’était ma fête,
Il vint de grand matin ;
De fleurs ornant ma tête,
Il plaignait son destin.
Il dit : « Veux-tu, cruelle,
Jouir de mes tourments ? »
Je dis : « Sois-moi fidèle,
Et laisse faire au temps ! »

Le printemps qui vit naître
Des volages ardeurs
Les a vu disparaître
Aussitôt que les fleurs ;
Mais, s’il ramène à Flore
Les inconstants zéphirs,
Ne pourrait-il encore
Ramener ses désirs,
Ramener ses désirs ?
———————————–
Von meinem treulosen Hirten
höre ich das Flageolett.
Von dieser neuen Hommage
bin ich nicht länger das Objekt;
Ich höre ihn summen
Für eine andere als mich.
Ach! zu gut war ich
Um ihm meinen Glauben zu schenken!

Früher brachte der Treulose
die Echos zum reden
Dass ich die Schönste wäre
der Mädchen aus dem Weiler;
Dass ich seine Hirtin wäre,
Dass er mein Hirte sei;
Dass ich leicht wäre
Ohne dass er leicht wird.

Eines Tages hatte ich Geburtstag,
Er kam früh am Morgen;
Mit Blumen, die meinen Kopf schmücken,
beklagte er sein Schicksal.
Er sagte: „Willst du, grausame Frau,
meine Qualen genießen?“
Ich sage: „Sei mir treu,
Und überlass es der Zeit!“

Der Frühling, aus dem geboren wird
ein unbeständiger Eifer,
Hat gesehen, wie er verschwunden ist
so wie die Blumen;
Aber wenn er der Flora 
die wankelmütigen Zephire erweckt,
Könnte er nicht immer noch
seine Wünsche erwecken,
seine Wünsche erwecken?

Unidentifizierte Autorin (Mme. ****) ❤

Ich bin dann wieder bei Carl Loewe und seiner Legende „Die Eiladung“, Text von Albert Knapp, die  er 1837 vertonte. Es singt Ingeborg Danz, begleitet von Cord Graben:

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Es gleibt das G.

Die Einladung

Ein frommer Landmann in der Kirche saß;
Den Text der Pfarrer aus Johanne las
Am Ostermontag, wie der Heiland rief
Vom Ufer: "Kindlein, habt ihr nichts zu essen?"
Das drang dem Landmann in die Seele tief, 
Daß er in stiller Wehmut dagesessen.

Drauf betet er: "Mein liebster Jesu Christ!
So fragest du? O wenn du hungrig bist,
So sei am nächsten Sonntag doch mein Gast,
Und halt an meinem armen Tische Rast!

Ich bin ja wohl nur ein geringer Mann,
Der nicht viel Gutes dir bereiten kann;
Doch deine Huld, die sich zu Sündern trieb,
Nimmt auch an meinem Tische wohl vorlieb!"

Er wandelt heim und spricht sein herzlich Wort
An jedem Tag, die ganze Woche fort.
Am Samstag Morgen läßt's ihn nimmer ruh'n,
"Frau", hebt er an, "nimm aus dein bestes Huhn,
bereit es kräftig, fege Flur und Haus,
Stell' in die Stub' auch einen schönen Strauß;
Denn wisse, daß du einen hohen Gast
Auf morgen Mittag zu bewirten hast!
Putz' unsre Kinderlein, mach' alles rein,
Der werte Gast will wohl empfangen sein."

Da springen alle Kinderlein heran:
"O Vater, sag', wie heißt der liebe Mann?"
Die Mutter fragt: "O Vater, sage mir,
Gar einen Herren ludest du zu dir?"
Der Vater lächelt, aber sagt es nicht,
Und Freude glänzt in seinem Angesicht.

Am Sonntag ruft der Morgenglocken Hall,
Zum lieben Gotteshause zieh'n sie all,
Und immer seufzt der Vater innerlich,
"O liebster Jesu, komm, besuche mich!
Du hast gehungert, ach, so möcht' ich gern
Dich einmal speisen, meinen guten Herrn!"

Wie die Gemeinde drauf nach Hause geht,
Die Mutter bald am Heerde wieder steht.
Das Huhn ist weich, die Suppe dick und fett;
Sie deckt den Tisch, bereitet alles nett,
Trägt auf, und denkt beim zwölften Glockenschlag:
"Wo doch der Gast so lange bleiben mag!"

Es schlägt auf Eins; da wird's ihr endlich bang:
"Sprich, lieber Mann, wo weilt dein Gast so lang?
Die Suppe siedet ein, die Kinder stehn
Und hungern da, und noch ist nichts zu sehn.
Wie heißet denn der Herr? Ich glaube fast,
Daß du vergeblich ihn geladen hast."

Der Vater aber winkt den Kinderlein:
"Seid nur getrost! er kommt nun bald herein."
Drauf wendet er zum Himmel das Gesicht
Und faltet zum Gebet die Hände, - spricht:
"Herr Jesu Christe, komm, sei unser Gast,
Und segne uns, was du bescheeret hast!"

Da klopft es an der Türe; seht, ein Greis
Blickt matt herein, die Locken silberweiß!
"Gesegn' es Gott! erbarmt euch meiner Not!
Um Christi willen nur ein Stücklein Brot!
Schon lange bin ich hungrig umgeirrt,
Vielleicht daß mir bei euch ein Bißchen wird!"

Da eilt der Vater: "Komm, du lieber Gast!
Wie du so lange doch gesäumet hast!
Schon lange ja dein Stuhl dort oben steht!
Komm, labe dich, du kommst noch nicht zu spät!"

Und also führet er den armen Mann
Mit hellen Augen an den Tisch hinan:
"Und, Mutter, sieh' doch! seht, ihr Kinderlein,
Den Heiland lud' ich vor acht Tagen ein!
Ich wußt' es wohl, daß, wenn man Jesum lädt,
Er einem nicht am Haus vorübergeht.
O Kinder, seht! in diesem Ärmsten ist
Heut unser Gast der Heiland Jesus Christ!"

Liebe Grüße

Willi????
uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Renee Fleming sings Schubert’s „Gretchen am Spinnrade

Es bleibt das E

Meine Ruh ist hin
Mein Herz ist schwer
Ich finde, ich finde sie nimmer
Und nimmermehr

Wo ich ihn nicht hab
Ist mir das Grab
Die ganze Welt
Ist mir vergällt

Mein armer Kopf
Ist mir verrückt
Mein aremer Sinn
Ist mir zerstückt

Meine Ruh ist hin
Mein Herz ist schwer
Ich finde, ich finde sie nimmer
Und nimmermehr

Nach ihm nur schau ich
Zum Fenster hinaus
Nach ihm nur geh ich
Aus dem Haus

Sein hoher Gang
Sein‘ edle Gestalt
Seines Mundes Lächeln
Seiner Augen Gewalt

Und seiner Rede
Zauberfluss
Sein Händedruck
Und ach, sein Kuss

Meine Ruh ist hin
Mein Herz ist schwer
Ich finde, ich finde sie nimmer
Und nimmermehr

Mein Busen drängt
Sich nach ihm hin
Auch dürf ich fassen
Und halten ihn

Und küssen ihn
So wie ich wollt
An seinen Küssen
Vergehen sollt!

Ach, könnt ich ihn küssen
So wie ich wollt
An seinen Küssen
Vergehen sollt!

An seinen Küssen
Vergehen sollt!

Meine Ruh ist hin
Mein Herz ist schwer

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musika

Noch einmal kehre ich zu Carl Loewe zurück und seinen Edward, über den dessen dichterischer Schöpfer Johann Gottfried Herder an Goethe schrieb: „Noch lege ich ein altes, recht schauderhaftes schottisches Lied bei, das ich unmittelbar aus der Ursprahce habe“.
Neben Schubert und Brahms geriet auch der junge Loewe in den Bann dieses grausigen Vatermordes und nahm1818 Herders erste Version als Vorlage für seine große Ballade.
Ich habe hier einen Sänger, de ich vor einem halben Jahrhundert als jungen Bass am Münsterschen Stadttheater in Lortzings „Undine“ erlebt habe, Karl Ridderbusch, der hier 1977 von Richard Trimborn begleitet wird:

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Es wird das „D“ frei.

Edward

Dein Schwerdt, wie ists [von]1 Blut so roth?
     [Edward, Edward]2!
Dein Schwerdt, wie ists [von]1 Blut so roth
     Und gehst so traurig da! – O!
Ich hab geschlagen meinen Geyer todt
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen meinen Geyer todt,
     Und das, das geht mir nah! – O!

[Dein’s]3 Geyers Blut ist nicht so roth!
     Edward, Edward!
[Dein’s]3 Geyers Blut ist nicht so roth,
     Mein Sohn, bekenn mir frey! – O!
Ich hab geschlagen mein Rothroß todt!
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen mein Rotroß todt!
     [Und’s]4 war so stolz und treu! O!

Dein Roß war alt und hasts nicht noth!
     Edward, Edward,
Dein Roß war alt und hasts nicht noth,
     Dich drückt ein [ander]5 Schmerz. O!
Ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Und das, das quält mein Herz! O!

Und was wirst du nun an dir thun?
     Edward, Edward!
Und was wirst du nun an dir thun?
     Mein Sohn, [bekenn mir mehr]6! O!
Auf Erden soll mein Fuß nicht ruhn!
     Mutter, Mutter!
Auf Erden soll mein Fuß nicht ruhn!
     Will wandern [über]7 Meer! O!

Und was soll werden dein Hof und Hall,
     Edward, Edward,
Und was soll werden dein Hof und Hall,
     So herrlich [sonst und]8 schön! O!
Ach! immer stehs und sink‘ und fall,
     Mutter, Mutter!
Ach immer stehs und sink‘ und fall,
     [Ich werd es nimmer]9 sehn! O!

Und was soll werden [dein]10 Weib und Kind,
     Edward, Edward?
Und was soll werden [dein]10 Weib und Kind,
     [Wann]11 du gehst [über]7 Meer – O!
Die Welt ist groß! laß sie betteln drinn,
     Mutter, Mutter!
Die Welt ist groß! laß sie betteln drinn,
     Ich seh sie nimmermehr! – O!

Und was soll deine Mutter thun?
     Edward, Edward!
Und was soll deine Mutter thun?
     Mein Sohn, das sage mir! O!
Der Fluch der Hölle soll auf Euch ruhn,
     Mutter, Mutter!
Der Fluch der Hölle soll auf Euch ruhn,
     Denn ihr, ihr [riethets]12 mir! O.

Liebe Grüße

Willi????

Georges Auric: „Domino„, 1920, aus Alphabet : 7 Vierzeiler von Raymond Radiguet, Nr. 3
Das Spiel bringt uns das O

Maria Lagios – Elizabeth Buccheri:

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Le domino, jeu des ménages
Embellit les soirs de campagne.
Du grand-père écoutons l’adage :
« Qui triche enfant finit au bagne »
——————————————-
Domino, Haushaltsspiel
Verschönert Landabende.
Hören wir auf Großvaters Spruch:
« Wer als Kind betrügt, landet im Zuchthaus »

Raymond Radiguet ❤

Edith Wiens „O wüsst‘ ich doch den Weg zurück“ Johannes Brahms Op. 63

O wüßt ich doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
O warum sucht ich nach dem Glück
Und ließ der Mutter Hand?

O wie mich sehnet auszuruhn,
Von keinem Streben aufgeweckt,
Die müden Augen zuzutun,
Von Liebe sanft bedeckt!

Und nichts zu forschen, nichts zu spähn,
Und nur zu träumen leicht und lind,
Der Zeiten Wandel nicht zu sehn,
Zum zweiten Mal ein Kind!

O zeig mir doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
Vergebens such ich nach dem Glück –
Ringsum ist öder Strand!

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Es bleibt das K

musika

Ich habe abermals Carl Loewe und seine Ballade von 1846 „Die Kaiserjagd im Wienerwald“, Text Johann Nepomuk Vogl,  über das Ereignis einer Jagd, die der damalige Kaiser Österreichs, Franz I. im Wienerwald auf Rehe und Hirsche für die gekrönten Häupter Russlands, Dänemarks und Bayerns gab, und zwar 1814 während des Wiener Kongresses. Es singt Roman Trekel, begleitet von Cord Garben:

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Es bleibt das D.

Die Kaiserjagd im Wienerwald

I. Der Jagd

 Horch, Hörnerklang, horch, Treiberruf,
   ha! wie das klingt und schallt!
 Der Österreicher Kaiser jagt
   nicht fern von Wien im Wald.

 Mit ihm der Bayern alter Max,
   der Däne weiß von Haar,
 und Alexander, welcher herrscht
   in Reussenland als Zar.

 "Wohlauf, nun laßt uns sehn,
   wem hold Diana ist,
 und wer von uns das Beste sich
   im heut'gen Waidwerk schießt!"

 Und über Busch und Weißdorn
   setzt in Angst und Todesweh
 der Hirsch, in Lüften das Gehörn,
   das leichtbeschwingte Reh.

 Und hinterher der Treiber Schar
   mit Toben und Juhei,
 und seht, schon stürzet Hirsch und Reh,
   getroffen von dem Blei.

II. Der Schützling

 Da kommt im Flug durchs Waldgeheg ein Rehlein auch heran,
 das weiß nicht, wo es nehmen soll zur Rettung seine Bahn;
 das schaut mit todesbangem Blick die Schützen rings herum,
 dann kehrt's, von neuer Angst gejagt, gar hastig wieder um.

 Doch ach, da sperrt der Treiber Schar ihm rings den Weg zur Flucht,
 wie's auch nach diesem schnell und scheu im weiten Kreise sucht.
 Und wieder, wie verzweifelnd, flieht's in seiner höchsten Not
 hin zu den Reih'n der Schützen, wo sein harrt der bittre Tod.

 So fliegt es fort und fort, doch bringt die Hast ihm nicht Gewinn,
 zum Tod ermattet sinkt's zuletzt vor Alexander hin.
 Den Blick es an in seinem Schmerz, als wollt' zu ihm es fleh'n:
 O rette mich, du starker Mann, sonst ist's um mich gescheh'n!

III. Kaiserhuld

 Und Alexander wirft sogleich die Büchse hin zur Erd'
 und streichelt sanft das zarte Tier, das Hilf' von ihm begehrt,
 dann reißt er selbst sich von der Brust herab das breite Band
 und schlingt dem Reh es um den schlanken Hals mit hast'ger Hand.

 Da kommt herbei mit den Gefährten all der Kaiser Franz,
 der steht, die Gruppe anzuschau'n, vor ihr verwundert ganz.
 Doch Alexander spricht zu ihm: "Herr Kaiser, laßt dies Tier
 mir frei, das seine Zuflucht nahm in höchster Not zu mir.

 "Es brächt' mir Weh, müßt' ich im Blut
 den armen Schützling schau'n,
 denn nimmer soll auf Kaiserhuld
 ein Herz vergebens bau'n."

 Und um den Russenherrscher steht bewegt der bunte Schwarm,
 doch Östreichs Kaiser drückt dem Zar die Hand gar fest und warm:
 "Nie werde diesem Reh hinfort gekrümmt auch nur ein Haar,
 es soll an Euer edles Herz mich mahnen immerdar!"

Liebe Grüße

Willi????

César Franck: „Les Danses de Lormont“ (Die Tänze von Lormont), aus 6 Duette für gleiche Stimmen, FWV 89: IV.
Nach den Tänzen kommt das T ????

Elodie Favre · Brigitte Balleys · Laurent Martin:

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Refrain:
Poursuivant les nuées
De nos chansons
De main en main nouées
Dansons! dansons!

Nous sommes de Lormont les blanches demoiselles
La brise nous soulève et nous porte en avant
On dirait qu’à ’nos pieds la danse met des ailles
Pour nous jeter au vent, pour nous jeter au vent.

(Refrain)

Avec sa grande voix, la mer nous accompagne,
La mer qui bat la grêve et qui rompt les roseaux
En nous voyant d’en bas planer sur la montagne,
Nous prend pour des oiseaux.

Regardez, regardez la montagne enflammée,
C’est Lormont qui s’allume au coucher du soleil,
Regardez, sur son front tourner la ronde aimée
Comme un cercle vermeil, comme un cercle vermeil.

(Refrain)
———————————————————-
Refrain:
Dem Schwarm nachgehend
Von unseren Liedern,
Hand an Hand gebunden,
Lass uns tanzen! Lass uns tanzen!

Wir sind aus Lormont, die weißen Damen
Die Brise hebt uns und trägt uns vorwärts
Es scheint, dass der Tanz unseren Füßen Flügel verleiht
Um uns in den Wind zu werfen, um uns in den Wind zu werfen.

(Refrain)

Mit seiner großen Stimme begleitet uns das Meer,
Das Meer, das das Ufer schlägt und das Schilf bricht.
Während es uns von unten über dem Berg schweben sieht,
Hält es uns für Vögel.

Schau, schau auf den brennenden Berg,
Es ist Lormont, das bei Sonnenuntergang aufleuchtet.
Schau, vor ihm dreht sich der geliebte Rundtanz
Wie ein roter Kreis, wie ein roter Kreis.

(Refrain)

Marceline Desbordes-Valmore ❤

Ich schließe an aus den Ausgewählten Liedern von Robert Schumann die Tragödie II: Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, mit dem Text von Heinrich Heine. Es singt Mitsuko Shirai, begletet von Hartmut Höll:

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Es wird wiederum das T frei.

Liebe Grüße

Willi????

Sophie Rennert & Graham Johnson, Franz Schubert, Schwanengesang D 957 „Die Taubenpost

Es bleibt wieder das T

Ich hab‘ eine Brieftaub‘ in meinem Sold,
Die ist gar ergeben und treu,
Sie nimmt mir nie das Ziel zu kurz,
Und fliegt auch nie vorbei

Ich sende sie vieltausendmal
Auf Kundschaft täglich hinaus,
Vorbei anlieben Ort,
Bis zu der Liebsten Haus.

Dort schaut sie zum Fenster heimlich hinein,
Belauscht ihren Blick und Schritt,
Gibt meine Grüße scherzend ab
Und nimmt die ihren mit.

Kein Briefchen brauch‘ ich zu schreiben mehr,
Die Thräne selbst geb‘ ich ihr:
O sie verträgt sie sicher nicht,
Gar eifrig dient sie mir.

Bei Tag, bei Nacht, im [Wachen und]2 Traum,
Ihr gilt das alles gleich:
Wenn sie nur wandern, wandern kann,
Dann ist sie überreich!

Sie wird nicht müd, sie wird nicht matt,
Der Weg ist stets ihr neu;
Sie braucht nicht Lockung, braucht nicht Lohn,
Die Taub‘ ist so mir treu!

Drum heg‘ ich sie auch so treu an der Brust,
Versichert des schönsten Gewinns;
Sie heißt – die Sehnsucht! Kennt ihr sie? –
Die Botin treuen Sinns.

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musika

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uhrand

Dann bin ich wieder bei Carl Loewe und seiner späten Komposition „Der Traum der Witwe“, von 1860, mit dem Text Friedrich Rückerts, einer Nachdichtung einer arabischen Legende. Es singt wieder Iris Vermillion, begleitet von Cord Garben:

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Es bleibt wieder einmal das E.

Der Traum der Witwe

In Basra eine Wittwe war
Mit ihren beiden Söhnen, 
Sie zog sie fromm von Jahr zu Jahr
Zum Guten und zum Schönen.

Einst schlief sie in Gedanken ein
An ihres Hauses Segen,
Da trat der jüngste von den zwei'n
Ihr aus dem Traum entgegen.

Sprach: "Mütterchen, wir haben da
Das Zicklein bei der Alten,
Das überwächst die Mutter ja,
Wenn wir's noch länger halten.

Es saugt ihr ganz das Euter aus,
Drum, eh' sie uns versiege,
Schlacht' ich das Zicklein in das Haus,
Und melke du die Ziege."

Die Mutter sprach: "Es ist wohl wahr,
Ich will es dir erlauben."
Im Traum war alles ihr so klar,
Sie konnte wach sich glauben.

Da ging der Sohn, das Messer nahm
Er aus dem Schrank und schliff es,
Ging dann damit zum Stall und kam
Zum Zicklein und ergriff es,

Und schlachtet' es und brühet' es,
Und schob es wohl beraten
Zum Ofen ein, und glühet' es,
Und zog's heraus gebraten.

Die Mutter prüft' im Traum und Duft,
Daß nichts war dran vergessen.
Darauf er seinen Bruder ruft;
Sie setzen sich und essen.

Da sagt ihr ältster Sohn ein Wort,
Das sie nicht mehr verstehet,
Worauf zu ihm der jünge dort
Her mit dem Messer gehet.

Und bohrt ihm's Messer in den Leib,
Daß er vom Blute rauchet.
Vom Traum erwacht das arme Weib,
In Schweiß vor Angst getauchet.

Es fällt durchs Dach des Morgens Schein
Und dämmert schon im Raume,
Und wirklich tritt ihr Sohn herein,
Ihr jüngster, wie im Traume,

Spricht: "Mütterchen, wir haben da
Das Zicklein bei der Alten,
Das überwächst die Mutter ja,
Wenn wir's noch länger halten.

Es saugt ihr ganz das Euter aus, 
Drum, eh' sie uns versiege,
Schlacht' ich das Zicklein in das Haus,
Und melke du die Ziege."

Die Mutter spricht: "Das ist wohl wahr,
Ich will es dir erlauben."
Da werden ihr die Bilder klar,
Daß sie den Sinn ihr rauben.

Hin geht der Sohn, das Messer nimmt
Er aus dem Schrank und schleift es:
Dem ältern Bruder ist's bestimmt,
Die Schaudernde begreift es:

Vom Lager sie sich raffen will, 
Die Glieder doch versagen den Dienst,
Und wieder hält sie still
Ohnmächtiges Verzagen.

Sie sinkt in Schlaf zurück und ruft
Laut des Propheten Namen.
Er selber tritt aus Wolkenduft
Und spricht: "In Gottes Namen!

Was wirret dich?" Da giebt sie ganz
Ihr Leid ihm in Verwahrung.
Er wendet sich im Morgenglanz,
Und spricht: "Traumoffenbarung!"

Da tritt aus aufgetaner Wand
Ein Weib hervor, ein holdes,
Durchwirkt ihr Haar und ihr Gewand
Von Sternen reinen Goldes.

Er sprach zu ihr: "Was nahmst du vor
Mit dieser armen Frommen?"
Sie sprach: "Bei Gott, der dich erkor,
Ich bin ihr nicht gekommen."

Sie schwebt davon, er aber ruft
Zur Wand: "O Traumverwirrung!"
Ein unhold Weib tritt aus der Kluft
Mit falschen Schmuck's Umflirrung.

Er spricht zu ihr: "Was wolltest du 
Mit dieser frommen Alten?"
Sie spricht: "Verstören ihre Ruh
Mit falschen Schreck gestalten."

Er spricht: "Geh hin, ich zürne nicht,
Du tatest nur das Deine.
Doch du o Weib, im hellen Licht
Erwache frei vom Scheine.

Geschlachtet ist das Zicklein schon,
Die Söhne sind im Frieden
Beim Schmaus und haben dir davon
Den besten Teil beschieden."

Liebe Grüße

Willi????
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uhrand

Georges Auric: „Escarpin“ (Tanzschuh), 1920, aus Alphabet: 7 Vierzeiler von Raymond Radiguet, Nr. 7
Der Tanzschuh bringt das N

Maria Lagios / Elizabeth Buccheri:

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Grand bal dans la forêt ce soir
Les dryades à chaque pin
Ont accroché deux escarpins
Que chaussent leurs cavaliers noirs
——————————————-
Heute Abend gibt es einen Ball im Wald:
auf jeder Kiefer haben die Waldnymphen
zwei Tanzschuhe aufgehängt,
und ihre dunklen Partner ziehen sie an.

Raymond Radiguet ❤

Und ich bin heute zum letzten Mal in den nächsten drei Wochen aus Coesfeld im Forum, ab morgen aus Bayern und nochmals mit Loewe und seinem „Nussbraunen Mädchen“,  einer schon 1521 erschienenen schottischen Ballade, die Johann Gottfried Herder umdichtete. Die Vorlage befindet sich in den „Reliques of ancient english poetry“, einer Gedichtsammlung des Bischofs Thomas Percy aus dem Jahre 1765. Es singt Christian Elsner, wiederum begleitet von Cord Garben:

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Es bleibt bei dem N.

Das nussbraune Mädchen

Es kam zu ihr
Leis an die Tür
Ihr Lieb um Mitternacht:
„Tu, Mädchen, auf
Im schnellen Lauf
Eh jemand hier erwacht!“
Sie tat ihm auf
In schnellem Lauf:
 
„Ich muß, ich muß von hier
Zum Tod verdammt
Von Richter amt
Nehm‘ Abschied ich von dir
Ich muß gar bald
In wilden Wald;
Sonst ist’s um mich geschehn.“
„O nein, o nein!
Es kann nicht sein!
Auch ich will mit dir gehn.“
„Was ist der Zeit
Glückseligkeit
Sie wandelt Lieb‘ in Not!“
„O Lieber, nein!
Es kann nicht sein
Uns scheidet nur der Tod!“
 
„Ach, Liebe, nein!
Ich muß allеin
Bleib‘ hier und tröste dich;
Es stillt diе Zeit
Ja alles Leid
Sie stillt dir’s sicherlich
Was wird die Stadt
Die Zungen hat
So scharf wie Spieß und Schwert
Für bittre Schmach
Dir reden nach
Wenn sie die Flucht erfährt?“
 
„Ach, Lieber, nein!
Es kann nicht sein;
Mich tröstet keine Zeit;
Ein jeder Tag
Der kommen mag
Macht neu mir Herzeleid
Was geht die Stadt
Die Zungen hat
Was ihre Schmach mich an?
Komm, Liebster, bald
Zum grünen Wald
Wenn er uns sichern kann.“
„Der grüne Wald
Ist wild und kalt
Und drohet mit Gefahr;
Wenn meine Hand
Den Bogen spannt
So zitterst du fürwahr!
Er hascht man dich
So bind’t man dich
So leidest du mit mir;
So folgt auf Not
Der bittre Tod;
Bleib‘ hier
Ich rate dir!“
 
„Nein, Lieber, nein!
Die Lieb‘ allein
Macht sicher in Gefahr
Sie giebt dem Weib
Auch Mannesleib
Und Mannesherz fürwahr
Wann deine Hand
Den Bogen spannt
Lausch ich für dich und mich
Und trotze Not
Und trotze Tod
Und sichre mich und dich!“
„Der wilde Wald
Ist Aufenthalt
Für Räuber und fürs Tier;
Kein Dach und Fach
Als Himmelsdach
Als Laub zur Decke dir!
Dein‘ Hütt‘ und Raum
Ist Höhl‘ und Baum
Dein Bette kalter Schnee;
Dein kühler Wein
Muß Wasser sein
Dein Labsal Hungersweh.“
 
„Der grüne Wald
Ist Aufenthalt
Der Freiheit mir und dir
Folg‘ ich dir nach
Was brauch ich Dach?
Was dir ziemt, ziemet mir
Dein‘ harte Hand
Tut Widerstand
Dem Räuber und dem Wild
Schafft Speis‘ und Trank
Und lebenslang
Die Quelle süß mir quillt!“
 
„Wohlan, so sei
Denn fest und treu
Und hör ein ander Wort
Der grüne Wald
Ist Aufenthalt
Für meine Buhle dort
Die lieb‘ ich sehr
Und lieb‘ sie mehr
Als dich, die alt mir ist
Nun wähle dort
Den Ruheort
Ohn‘ allen Weiberzwist.“
 
„Laß immer sein
Die Buhle dein
Im grünen Walde dort;
Ich will, wie dir
Auch folgen ihr
Will horchen ihrem Wort
Und lieben dich
Und üben mich
Und wären’s mehr auch noch!
In süßer Pflicht
Und fehlen nicht
Der Liebe süßem Joch!“
 
„O Liebste mein
Kein Flitterschein
Kein Wandel ist in dir!
Von allen je
Die ich erseh
Bist du die Treue mir!
Sei frei und froh
Es ist nicht so
Ich bin nicht fortgebannt!
Sei ohne Harm
Ich bin nicht arm
Ich bin ein Graf im Land!“
 
„Sei was du bist
Die mit dir ist
Ist immer Königin!
Was wankt so oft
Und unverhofft
Als falscher Männer Sinn?
Du wankest nie!
Und spät und früh
Will ich die Deine sein;
Alt oder neu
Bin ich dir treu
Lieb‘ ewig dich allein!“
 
Liebe Grüße
 
Willi????
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uhrand

???? Ich wünsche euch eine glückliche Wohnortverlegung! ????

Edvard Grieg: „Die norwegischen Berge“, op. 61 (Kinderlieder) Nr. 6
Von dem Berge kommt das E ????

Veslemøy Fluge Berg · Audun Kayser:

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Norwegisch:
De norske fjelde

• Ifald du følger mig over heien,
saa skal jeg vise dig sæterveien,
saa skal vi fare i fjeldet ind,
hvor solen gylder den hvide tind.
• Vi har saa lidet af agerflekker,
og mere er det, som skogen dækker;
men fjeldet dækker nok allermest –
i nord og sør — og især i vest.
• I Gudbrandsdalene først vi frister:
der vokser furu paa høie rister;
der faar vi krabbe os fod for fod; –
saa har vi Rondane midt imod.
• Og nord paa Dovre, paa vide vidder,
der er det, Snehætta mægtig sidder;
hun sidder rumt paa sin dronningstol,
og hun har svøbt sig i sne og sol.
• Men vil du vide, hvor bedst du finder
de fagre flyer, de fine tinder,
saa følg mig ind under Jotunfjeld
en rigtig skinnende sommerkveld.
• Da skal vi sidde ved Glitretinden,
hvor skodden viger saa smaat for vinden;
da skal det hviske i hjertet dit:
“Aa nei, aa nei! aa, er dette mit?“
———————————————
• Geh mit mir über die Moore
und ich zeige dir den Weg zur Berghütte;
dann nehmen wir die Bergstraße
wo die Sonne die schneebedeckten Gipfel mit Gold bemalt.
• Wir haben nicht viele Felder
und ein großer Teil unseres Landes ist bewaldet,
aber bei weitem das meiste ist Gebirgsgelände
sowohl im Norden als auch im Süden, vor allem aber im Westen.
• Wir beginnen im Gudbrandsdal
wo an den Berghängen Kiefernwälder wachsen,
dort werden wir Schritt für Schritt hinaufsteigen
bis wir geradeaus Rondane sehen.
• Und auf den weiten Flächen von Dovre
Schaut einfach mal rein, da ist die mächtige Snøhetta
sie sitzt dort auf ihrem goldenen Thron
nachdem sie sich mit Sonne und Schnee geschmückt hatte.
• Aber wenn du wissen möchtest, wo du sie finden kannst
die herrlichen Bergplateaus, die schönsten Gipfel,
dann komm mit mir an einem schönen Sommerabend
nach Jotunheimen.
• Und wir werden unter Glittertind sitzen
wo die Brisen die Bergnebel kaum aufwirbeln;
und dann wird dir dein Herz zuflüstern
„Aaaaaah – und ist das alles wirklich meins?“.

Nordahl Rolfsen ❤️

Hallo

Alban Berg – Er klagt, dass der Frühling so kurz blüht

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Kleine Blumen wie aus Glas
seh‘ ich gar zu gerne,
durch das dunkelgrüne Gras
gucken sie wie Sterne.

Gelb und rosa, rot und blau,
schön sind auch die weißen,
Trittmadam‘ und Himmeltau,
wie sie alle heißen.

Komb und gibb mir mittendrin
Küßgens ohnbemessen.
Morgen sind sie längst dahin
und wir selbst vergessen.

Es bleibt das „T“.

Gruß Wolfgang

… und hier die neue Übersicht.

Gruß Wolfgang

Auric Domino
Auric Escarpin
Berg Die Nachtigall
Berg Er klagt, dass der Frühling so kurz blüht
Berlioz Le dépit de la Bergère
Brahms Der Gang zum Liebchen
Brahms Die Liebende schreibt
Brahms Immer leiser wird mein Schlummer
Brahms Meerfahrt
Brahms Meine Liebe ist grün
Brahms Nachgang
Brahms Nein, Geliebter, setze Dich
Brahms Nicht mehr zu Dir zu gehen
Brahms Nicht wandle, mein Licht, dort außen
Brahms O wüsst´ ich doch den Weg zurück
Brahms Regenlied
Brahms Sapphische Ode
Brahms Trennung
Cornelius Sonnenuntergang
Debussy  Apparition
Debussy  Dans le jardin
Debussy  En Sourdine
Debussy  Les roses
Eisler Die Heimat
Eisler Dir auch wurde Sehnsucht nach der Heimat tödlich
Fauré Hymne
Fauré Reflets dans l´eau
Franck Les danses de Lormont
Grieg Die norwegischen Berge
Hensel Erster Verlust
Hensel Harfners Lied
Kosma Et la fête continue
Loewe Das Erkennen
Loewe Das Grab zu Ephesus
Loewe Das nussbraune Mädchen
Loewe Der Nöck
Loewe Der Sturm von Alhama
Loewe Der Traum der Witwe
Loewe Der Treuergebene
Loewe Deutsche Barcarole
Loewe Die Einladung
Loewe Die Kaiserjagd im Wienerwald
Loewe Die nächtliche Heerschau
Loewe Die Reigerbaize
Loewe Die Uhr
Loewe Drachenfels
Loewe Edward
Loewe Elvershöh
Loewe Erlkönig
Loewe Graf Eberstein
Loewe Mahomets Gesang
Loewe Niemand hat´s gesehen
Loewe Tom der Reimer
Loewe  Der späte Gast
Loewe  Räuber
Medtner Nähe des Geliebten 
Mendelssohn Die Nachtigall
Mendelssohn Nachtlied
Mozart Non te mer
Pfitzner Es geht mit mir zu Ende
Ravel Tout gail
Ravel Trois beaux oiseaux du paradis
Reger Grablied
Reger Reiterlied
Schoeck Nachts am Schreibepult
Schoeck Trost
Schoenberg Erwartung
Schubert Daphne am Bach
Schubert Das Rosenband
Schubert Das Wirtshaus
Schubert Der Doppelgänger
Schubert Der Erlkönig
Schubert Der Goldschmiedegesell
Schubert Der Gott und die Bajadere
Schubert Der greise Kopf
Schubert Der Lindenbaum
Schubert Der Neugierige
Schubert Der Unglückliche
Schubert Die Forelle
Schubert Die Nebensonnen
Schubert Die Rose
Schubert Die Stadt
Schubert Die Taubenpost
Schubert Dithyrambe
Schubert Eifersucht und Stolz
Schubert Einsiedelei
Schubert Elysium
Schubert Erstarrung
Schubert Ganymed
Schubert Gefror´ne Tränen
Schubert Gesang der Geister über den Wassern
Schubert Gretchen am Spinnrade
Schubert Gute Nacht
Schubert Ihr Bild
Schubert Krähe
Schubert Leise flehen meine Lieder
Schubert Mut
Schubert Nacht und Träume
Schubert Nähe des Geliebten 
Schubert Rückblick
Schubert Über allen Wipfeln ist Ruh
Schubert Zum Offertorium
Schumann, Robert Auf einer Burg
Schumann, Robert Der Nussbaum
Schumann, Robert Ein Jüngling liebt ein Mädchen
Schumann, Robert Er, der herrlichste von allen
Schumann, Robert Erinnerung
Schumann, Robert Erstes Grün
Schumann, Robert Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
Schumann, Robert Es leuchtet meine Liebe
Schumann, Robert Geisternähe
Schumann, Robert Niemand
Schumann, Robert Nun hast Du mir den ersten Schmerz getan
Selber Nasobēm
Strauss, Richard Efeu
Strauss, Richard Im Abendrot
Strauss, Richard Kornblumen
Strauss, Richard Traum durch die Dämmerung
Vierne Le galop
Webern Der Tag ist vergangen
Wolf Der Tambour
Wolf Epiphanias
Wolf Gretchen vor dem Andachtsbild der Mater Dolorosa
Wolf Peregrina
Wolf Traurige Wege
Wolf Trunken müssen wir alle sein
Zilcher Der Einsiedler
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uhrand

????????????

Joseph Haydn: „The flowers of the forest“ Hob. XXXIa no. 212
Zurück aus dem Wald kommt das T ????

Dieses Lied bezieht sich auf die verheerende Schlacht von Flodden im Jahr 1513, in der König James IV. von Schottland und die Blüte seines Adels getötet wurden. „The Forest“ war der Name eines bestimmten Bezirks des Landes, der bekannt war für seine hervorragenden Bogenschützen, die auf dem Feld fast bis zum letzten Mann ums Leben kamen, und das Lied beklagt ihren Verlust: ‚Die Blumen des Waldes werden vernichtet.‘

Haydn Trio Eisenstadt, Lourna Anderson :

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I’ve seen the smiling of Fortune beguiling,
I’ve tasted her pleasures and found them decay:
Sweet was her blessing, and kind her caressing,
But now they are fled, they are fled far away.

I’ve seen the forest adorn’d the foremost,
Wi‘ flowers o‘ the fairest, baith pleasant and gay:
Sae bonny was their blooming, their scent the air perfuming,
But now they are wither’d and a’wede away.

I’ve seen the morning with gold the hills adorning,
And loud tempests storming before middle day;
I’ve seen Tweed’s silver streams, glitt’ring in the sunny beams,
Grow drumlie and dark as they roll’d on their way.

O fickle fortune, why this cruel sporting,
Why thus perplex us poor sons of a day?
Nae mair thy frowns will fear me, nae mair thy smile will cheer me,
Since the Flowers o‘ the Forest are a’wede away.
—————————————————
Ich habe das Lächeln der betörenden Fortuna gesehen,
Ich habe ihre Freuden gekostet und fand sie faul:
Süß war ihr Segen und freundlich ihre Liebkosung,
Aber nun sind sie geflohen, sie sind weit weg geflohen.

Ich habe den Wald vorn geschmückt gesehen,
Mit Blumen der Schönsten, Freundlichsten und Fröhlichsten:
Sae bonny war ihr Blühen, ihr Duft erfüllte die Luft,
Aber jetzt sind sie verdorrt und vernichtet.

Ich habe den Morgen mit Gold gesehen, der die Hügel schmückte,
Und laute Stürme stürmend vormittags;
Ich habe Tweeds silberne Ströme gesehen, die in den Sonnenstrahlen glitzerten,
trommelig und dunkel werdend, während sie auf ihrem Weg rollten.

O wankelmütiges Glück, warum diese grausamen Späße,
Warum verwirrst du uns armen Söhne eines Tages so?
Nae Mair dein Stirnrunzeln lehrt mich fürchten, Nae Mair dein Lächeln wird mich aufmuntern,
Da die Blumen des Waldes vernichtet werden.

Alison Cockburn ❤️

Dieses dein Beispiel, lieber André, führt mich auf geradem Wege zu meinem Lieblingslied aus Schuberts Schöner Müllerin, „Trockne Blumen“,  und natürlich zu meinem Lieblingssänger dieses Stücks, Fritz Wunderlich, der hier wieder , wie so oft, von seinem väterlichen Freund Hubert Giesen begleitef wir, und wie immer, muss ich bei dieser Interpretation, einige Tränen verdrücken:

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Es bleibt das N.

Trockne Blumen

Ihr Blümlein alle,
Die sie mir gab,
Euch soll man legen
Mit mir ins Grab.

Wie seht ihr alle
Mich an so weh,
Als ob ihr wüsstet,
Wie mir gescheh’?

Ihr Blümlein alle,
Wie welk, wie blass?
Ihr Blümlein alle
Wovon so nass?

Ach, Tränen machen
Nicht maiengrün,
Machen tote Liebe
Nicht wieder blühn.

Und Lenz wird kommen
Und Winter wird gehen,
Und Blümlein werden
Im Grase stehn.

Und Blümlein liegen
In meinem Grab,
Die Blümlein alle,
Die sie mir gab.

Und wenn sie wandelt
Am Hügel vorbei,
Und denkt im Herzen:
„Der meint’ es treu!“

Dann Blümlein alle,
Heraus, heraus!
Der Mai ist kommen,
Der Winter ist aus.

Liebe Grüße

Willi????

Fanny Hensel: „Die Nonne„, op. 9 (Zwölf Lieder [dies ist das Opus von Felix Mendelssohn, in dem drei Lieder von Fanny Mendelssohn-Hensel komponiert wurden]) Nr. 12
Die Nonne führt uns zum E

Barbara Bonney, Sopran
Geoffrey Parsons, Klavier

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Im stillen Klostergarten
Eine bleiche Jungfrau ging;
Der Mond beschien sie trübe,
An ihrer Wimper hing
Die Träne zarter Liebe.

„O wohl mir, dass gestorben
Der treue Buhle mein!
Ich darf ihn wieder lieben:
Er wird ein Engel sein,
Und Engel darf ich lieben.“

Sie trat mit zagem Schritte
Wohl zum Mariabild;
Es stand im lichten Scheine,
Es sah so muttermild
Herunter auf die Reine.

Sie sank zu seinen Füßen,
Sah auf mit Himmelsruh‘,
Bis ihre Augenlider
Im Tode fielen zu:
Ihr Schleier wallte nieder.

Ludwig Uhland ❤

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