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Ich habe mir Bachs Weihnachtsoratorium in der Interpretation von Gerhard Schmidt-Gaden angehört, der den Tölzer Knabenchor mit Sopran- und Altsolist, sowie Theo Altmeyer und Barry McDaniel und das Collegium Aureum leitete. Diese Ausgabe (eine Produktion der Freiburger deutschen harmonia mundi [dhm]) habe ich schon sehr lange. Sie ist ein Geschenk von Frau Altmeyer, deren Gatte den Tenorpart genauso sang, wie ich es liebe: eine schöne, warme und mich begeisternde Stimme singt die Geschichte aus dem Lukasevangelium (und natürlich auch die Tenor-Arien) völlig unspektakulär, aber souverän und ohne opernhaften Duktus. Der Grund für das Geschenk war, dass Frau Altmeyer in einem anderen Forum gelesen hatte, dass meinem Vater, in einem Altenheim lebend und damals schon dement, die Matthäus-Passion und das WO aus seinem unverschlossenen Schrank gestohlen wurde; Frau Altmeyer hatte mit mir über den Foren-Betreiber Verbindung aufgenommen und mir beide Aufnahmen als Ersatz geschenkt (was ich als sehr großzügig empfand). Die Bass-Partien sang der US-amerikanische Bariton Barry McDaniel, einem Lyriker mit einem Tonumfang von 2½ Oktaven und mit einer ausgefeilten Atemtechnik. Über diese Atemtechnik las ich mal, dass McDaniel das 9 Takte lange Melisma in Bachs Kreuzstab-Kantate ohne Luft zu holen singen konnte. Ich muss sagen, dass für mich die Stimme dieses Künstlers eine Art Neuentdeckung war, denn (auch das habe ich mir angelesen) er stand immer im Schatten seiner Konkurrenten Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau. Hier musste ich feststellen, dass McDaniel in seinen Arien jegliches Opernhafte vermied und im Duett mit dem Knabensopran Hans Buchhierl (Mitglied der „Tölzer“) sich der Knabenstimme anzupassen in der Lage war. Das gilt im übrigen auch für Theo Altmeyer. Ich kann sagen, hier waren zwei Gesangsprofis am Werk, denen jedes Startum fremd war, die auf die Knabenstimmen Rücksicht nahmen und sich im Gesang nicht in den Vordergrund schoben. Das Collegium Aureum, laut Booklet auf Originalinstrumenten spielend, erfüllte die orchestralen Erwartungen zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ich kann mir vorstellen, dass diese Aufnahme ziemlich nahe an die Uraufführung herankommt, denn Bach hatte ja in den Gottesdiensten der Weihnachtszeit 1734/35) auch nur die Thomaner als Chor zur Verfügung. Da habe ich übrigens Josua Rifkin und Andrew Parrot gegen mich, denn die gehen davon aus, dass das WO (und die übrigen Kirchenkantaten) zu Bachs Zeiten nicht vom Gesamtchor der Thomaner, sondern lediglich von einem Solisten-Quartett ausgeführt wurden, die Chorteile also auch von den Soli gesungen wurden. Ton Koopman, auch nicht gerade unbedarft in der Problematik der historischen Aufführungspraxis, folgt dieser Argumentation nicht: er geht von einer Gesangskultur aus, die den gesamten Thomas-Chor in den Chorpartien einschließt. Da keiner bei der Uraufführung dabei war und da es keine eindeutigen Belege gibt, wie damals verfahren wurde, kann sich jeder aussuchen, wie es ihm zupass kommt. Weihnachtsoratorium, BWV 248: Cantata No. 3: Seid froh dieweil – Choral – Herrscher des… – YouTube Eine Gesamtaufnahme fand ich nicht, nur einzelne Schnipsel und habe deshalb den obigen ausgesucht. Ich habe mir Bachs Weihnachtsoratorium in der Interpretation von Gerhard Schmidt-Gaden angehört, der den Tölzer Knabenchor mit Sopran- und Altsolist, sowie Theo Altmeyer und Barry McDaniel und das Collegium Aureum leitete. Diese Ausgabe (eine Produktion der Freiburger deutschen harmonia mundi [dhm]) habe ich schon sehr lange. Sie ist ein Geschenk von Frau Altmeyer, deren Gatte den Tenorpart genauso sang, wie ich es liebe: eine schöne, warme und mich begeisternde Stimme singt die Geschichte aus dem Lukasevangelium (und natürlich auch die Tenor-Arien) völlig unspektakulär, aber souverän und ohne opernhaften Duktus. Der Grund für das Geschenk war, dass Frau Altmeyer in einem anderen Forum gelesen hatte, dass meinem Vater, in einem Altenheim lebend und damals schon dement, die Matthäus-Passion und das WO aus seinem unverschlossenen Schrank gestohlen wurde; Frau Altmeyer hatte mit mir über den Foren-Betreiber Verbindung aufgenommen und mir beide Aufnahmen als Ersatz geschenkt (was ich als sehr großzügig empfand). Die Bass-Partien sang der US-amerikanische Bariton Barry McDaniel, einem Lyriker mit einem Tonumfang von 2½ Oktaven und mit einer ausgefeilten Atemtechnik. Über diese Atemtechnik las ich mal, dass McDaniel das 9 Takte lange Melisma in Bachs Kreuzstab-Kantate ohne Luft zu holen singen konnte. Ich muss sagen, dass für mich die Stimme dieses Künstlers eine Art Neuentdeckung war, denn (auch das habe ich mir angelesen) er stand immer im Schatten seiner Konkurrenten Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau. Hier musste ich feststellen, dass McDaniel in seinen Arien jegliches Opernhafte vermied und im Duett mit dem Knabensopran Hans Buchhierl (Mitglied der „Tölzer“) sich der Knabenstimme anzupassen in der Lage war. Das gilt im übrigen auch für Theo Altmeyer. Ich kann sagen, hier waren zwei Gesangsprofis am Werk, denen jedes Startum fremd war, die auf die Knabenstimmen Rücksicht nahmen und sich im Gesang nicht in den Vordergrund schoben. Das Collegium Aureum, laut Booklet auf Originalinstrumenten spielend, erfüllte die orchestralen Erwartungen zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ich kann mir vorstellen, dass diese Aufnahme ziemlich nahe an die Uraufführung herankommt, denn Bach hatte ja in den Gottesdiensten der Weihnachtszeit 1734/35) auch nur die Thomaner als Chor zur Verfügung. Da habe ich übrigens Josua Rifkin und Andrew Parrot gegen mich, denn die gehen davon aus, dass das WO (und die übrigen Kirchenkantaten) zu Bachs Zeiten nicht vom Gesamtchor der Thomaner, sondern lediglich von einem Solisten-Quartett ausgeführt wurden, die Chorteile also auch von den Soli gesungen wurden. Ton Koopman, auch nicht gerade unbedarft in der Problematik der historischen Aufführungspraxis, folgt dieser Argumentation nicht: er geht von einer Gesangskultur aus, die den gesamten Thomas-Chor in den Chorpartien einschließt. Da keiner bei der Uraufführung dabei war und da es keine eindeutigen Belege gibt, wie damals verfahren wurde, kann sich jeder aussuchen, wie es ihm zupass kommt. Weihnachtsoratorium, BWV 248: Cantata No. 3: Seid froh dieweil – Choral – Herrscher des… – YouTube Eine Gesamtaufnahme fand ich nicht, nur einzelne Schnipsel und habe deshalb den obigen ausgesucht.Dem Original nahe: Bachs WO und die „Tölzer“
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