Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.
Das, was die Überschrift andeutet, beginnt mit dem Einakter Das Rheingold, dem Vorabend zum Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, das sich Richard Wagner in seiner Doppelfunktion als Librettist und Komponist vorgenommen hat. Und genau diese Oper habe ich mir seit langer Zeit mal wieder angehört und zwar in einer Aufnahme, die 1971 bei den Bayreuther Festspielen entstand. Es sind folgende Interpreten, die dem Dirigenten Karl Böhm zur Verfügung standen Wotan Theo Adam Ich kann mich noch daran erinnern, dass die ursprüngliche Philips-LP-Box, die ich ziemlich zeitig nach dem Erscheinen gekauft habe, den Hinweis erhielt, dass Böhm Wagner durch Mozart gefiltert dirigiert habe. Böhms Dirigat sollte wohl durch diese Aussage den Käufern ein wenig schmackhafter gemacht werden. Mir war das eigentlich wurscht, ich kannte den Werbetext vor dem Kauf nicht, es war mir aber bewusst, dass Böhm nicht unbedingt als Wagner-Dirigent bekannt war – Böhm war der hochgelobte Mozart-Papst. Ich hätte natürlich den Ring des Nibelungen erwerben können, den Sir Georg Solti Ende der fünfziger Jahre bis zur Mitte der sechziger Jahre bei Decca aufgenommen hat. Ich wusste auch, dass diese Einspielung schon seit Jahren hochgelobt wurde, habe mich aber doch für Böhm entschieden, der mir irgendwie als der kompetentere Dirigent erschien. Den Solti-Klotz habe ich dann später trotzdem gekauft, wie auch Furtwänglers Rom-Ring und den ersten Digitalen-Ring, den Janowski in Dresden verwirklichte. Furtwängler hat natürlich den Nachteil der zeitlich frühen Aufnahme mit den entsprechenden technischen Nachteilen, Solti bringt halt Solisten zu Gehör, die zu den ewig Besten gehören, die jemals gesungen haben. Auch Janowski hat seine Meriten, aber ich bin heute noch begeistert von der Live-Spannung, die Böhm in Bayreuth zustande gebracht hat. Dabei lasse ich mich auch nicht von den Kritikern, die es natürlich gibt, beirren, ich halte Böhms Ring (wie auch seinen Bayreuther Tristan [trotz Windgassen]) noch immer für einen der Höhepunkte der Bayreuther Wagner-Diskographie. Theo Adam als Gott Wotan ist so mit der Rolle verbandelt, dass man ihn als Inbegriff eines Wotan, zumindest nach 1945, bezeichnen darf. Gustav Neidlinger als Nibelung Alberich darf damit auch als entsprechender Gegenpart zu Wotan gelten – für mich jedenfalls ist Neidlinger der Alberich schlechthin. Sein Bruder Mime, gesungen von Erwin Wohlfahrt, ist stimmlich und darstellerisch ebenso eine „sichere Bank“. Man hört förmlich seine Ängstlichkeit, die Alberich als Herrscher über die Nibelungen verbreitet, aus seinem Gesang heraus. Ich könnte über jeden einzelnen Sänger-Darsteller, über jede einzelne Sänger-Darstellerin, schreiben und kann mir Protest vorstellen, aber ich muss für mich feststellen, dass dieser Ring, von Karl Böhm in Bayreuth dirigiert ein wahrhaftiges Lob verdient. Da sind zum Beispiel die beiden Riesen Fasolt und Fafner, sängerisch dargestellt von Martti Talvela und Kurt Böhme, ein überzeugendes Bass-Team. Ich nehme Fasolt-Talvela seine Verliebtheit in Freia, Göttin der Jugend, durch Mithören seines Gesangs ab, während ich Böhme als Fafner den Verschlagenen, Goldgierigen und schließlich Bruder-Mörder hörbar nachempfinden kann. Dieses Rheingold ist für mich ein Schatz, den ich ebensowenig missen möchte wie die entsprechenden Solti- oder Janowski-Protagonisten. Das, was die Überschrift andeutet, beginnt mit dem Einakter Das Rheingold, dem Vorabend zum Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, das sich Richard Wagner in seiner Doppelfunktion als Librettist und Komponist vorgenommen hat. Und genau diese Oper habe ich mir seit langer Zeit mal wieder angehört und zwar in einer Aufnahme, die 1971 bei den Bayreuther Festspielen entstand. Es sind folgende Interpreten, die dem Dirigenten Karl Böhm zur Verfügung standen Wotan Theo Adam Ich kann mich noch daran erinnern, dass die ursprüngliche Philips-LP-Box, die ich ziemlich zeitig nach dem Erscheinen gekauft habe, den Hinweis erhielt, dass Böhm Wagner durch Mozart gefiltert dirigiert habe. Böhms Dirigat sollte wohl durch diese Aussage den Käufern ein wenig schmackhafter gemacht werden. Mir war das eigentlich wurscht, ich kannte den Werbetext vor dem Kauf nicht, es war mir aber bewusst, dass Böhm nicht unbedingt als Wagner-Dirigent bekannt war – Böhm war der hochgelobte Mozart-Papst. Ich hätte natürlich den Ring des Nibelungen erwerben können, den Sir Georg Solti Ende der fünfziger Jahre bis zur Mitte der sechziger Jahre bei Decca aufgenommen hat. Ich wusste auch, dass diese Einspielung schon seit Jahren hochgelobt wurde, habe mich aber doch für Böhm entschieden, der mir irgendwie als der kompetentere Dirigent erschien. Den Solti-Klotz habe ich dann später trotzdem gekauft, wie auch Furtwänglers Rom-Ring und den ersten Digitalen-Ring, den Janowski in Dresden verwirklichte. Furtwängler hat natürlich den Nachteil der zeitlich frühen Aufnahme mit den entsprechenden technischen Nachteilen, Solti bringt halt Solisten zu Gehör, die zu den ewig Besten gehören, die jemals gesungen haben. Auch Janowski hat seine Meriten, aber ich bin heute noch begeistert von der Live-Spannung, die Böhm in Bayreuth zustande gebracht hat. Dabei lasse ich mich auch nicht von den Kritikern, die es natürlich gibt, beirren, ich halte Böhms Ring (wie auch seinen Bayreuther Tristan [trotz Windgassen]) noch immer für einen der Höhepunkte der Bayreuther Wagner-Diskographie. Theo Adam als Gott Wotan ist so mit der Rolle verbandelt, dass man ihn als Inbegriff eines Wotan, zumindest nach 1945, bezeichnen darf. Gustav Neidlinger als Nibelung Alberich darf damit auch als entsprechender Gegenpart zu Wotan gelten – für mich jedenfalls ist Neidlinger der Alberich schlechthin. Sein Bruder Mime, gesungen von Erwin Wohlfahrt, ist stimmlich und darstellerisch ebenso eine „sichere Bank“. Man hört förmlich seine Ängstlichkeit, die Alberich als Herrscher über die Nibelungen verbreitet, aus seinem Gesang heraus. Ich könnte über jeden einzelnen Sänger-Darsteller, über jede einzelne Sänger-Darstellerin, schreiben und kann mir Protest vorstellen, aber ich muss für mich feststellen, dass dieser Ring, von Karl Böhm in Bayreuth dirigiert ein wahrhaftiges Lob verdient. Da sind zum Beispiel die beiden Riesen Fasolt und Fafner, sängerisch dargestellt von Martti Talvela und Kurt Böhme, ein überzeugendes Bass-Team. Ich nehme Fasolt-Talvela seine Verliebtheit in Freia, Göttin der Jugend, durch Mithören seines Gesangs ab, während ich Böhme als Fafner den Verschlagenen, Goldgierigen und schließlich Bruder-Mörder hörbar nachempfinden kann. Dieses Rheingold ist für mich ein Schatz, den ich ebensowenig missen möchte wie die entsprechenden Solti- oder Janowski-Protagonisten. Lieber Manfred, ich habe beim Lesen deines Beitrages Einiges festgestellt, das sich mit meinen Eindrücken deckt, zumal ich die vier Ringe, die du hier nennst, auch in meiner Sammlung habe. Besonders herausgestochen ist mir beim Lesen dein Endruck, den du von Kurt Böhme als Fafner geschildert hast. Ich kann dies zwar nicht aus dem Ring bestätigen, wohl aber von einer ganz anderen Aufnahme, die ich in der ersten Hälfte der 1960er Jahre erworben habe, dem Freischütz, den Eugen Jochum mit dem BRSO damals aufgenommen hat. Dort singt Kurt Böhme den Kaspar, der mir bei allen Aufnahmen, die ich gehört und teilweise auch in meiner Sammlung habe, sinistrer und böswilliger erschienen ist als alle seine Kollegen, die ich in der Rolle gehört habe. Liebe Grüße Willi😀 Lieber Manfred, ich habe beim Lesen deines Beitrages Einiges festgestellt, das sich mit meinen Eindrücken deckt, zumal ich die vier Ringe, die du hier nennst, auch in meiner Sammlung habe. Besonders herausgestochen ist mir beim Lesen dein Endruck, den du von Kurt Böhme als Fafner geschildert hast. Ich kann dies zwar nicht aus dem Ring bestätigen, wohl aber von einer ganz anderen Aufnahme, die ich in der ersten Hälfte der 1960er Jahre erworben habe, dem Freischütz, den Eugen Jochum mit dem BRSO damals aufgenommen hat. Dort singt Kurt Böhme den Kaspar, der mir bei allen Aufnahmen, die ich gehört und teilweise auch in meiner Sammlung habe, sinistrer und böswilliger erschienen ist als alle seine Kollegen, die ich in der Rolle gehört habe. Liebe Grüße Willi😀 Lieber Manfred, leider muss ich Dich darauf hinweisen, dass Dir bei der Datierung des Böhm-Rheingoldes ein Fehler passiert ist. Diese Rheingold-Aufnahme ist nicht aus dem Jahre 1971, sondern von 1966. Der Böhm-Ring stellt einen Live-Mitschnitt von den Bayreuther Festspielen 1966, 67 dar. Aus dem Jahre 1966 stammen Rheingold und Siegfried, aus dem Jahre 1967 Walküre und Götterdämmerung. Das nur mal zur Information. Deine Begeisterung für das Böhm-Rheingold kann ich nicht teilen. Der ganze Böhm-Ring ist überhaupt nicht mein Fall. Böhms Grundkonzept geht dahin, einen an Bach und Mozart geläuterten Wagner zu präsentieren. Da denkt man natürlich gleich, dass er die Sache sehr leise und kammermusikalisch angeht. Aber das Gegenteil ist der Fall. Böhms Ring ist der lauteste, den ich kenne. In dieser überlauten, unorganischen Klangsauce gehen jede Menge Einzelheiten unter, da hört man überhaupt keine Details. Vieles, was ich in der Partitur lese, höre ich in Böhms Ring überhaupt nicht. Darüber hinaus hat er nicht den für Wagner erforderlichen langen Atem. Nicht nur einmal reißen ihm die Spannungsbögen ab. Zudem ist die Zählzeit Eins bei ihm immer eine Nuance zu lange. Aber das ist ein ständiges Problem von ihm. Nein, mit Böhms Ring kann ich mich nicht anfreunden. Auch Deine Begeisterung für manche der Sänger kann ich nicht durchweg teilen. Nicht mein Fall ist schon Theo Adam, der als Wotan total in die Maske singt, was nicht sein sollte. Und Wolfgang Windbassen finde ich absolut mäßig mit seinem dünnen, körperlosen Gesang und seiner Unsitte, sich ständig auf den Konsonanten und Klingern auszuruhen. Anja Silja und Erwin Wohlfarth singen meiner Ansicht nach ebenfalls nicht gut, weil überhaupt nicht im Körper. Marke dünnstimmig ist auch Dorothea Sieberts Woglinde. Das ist zumindest meine Ansicht. Andere mögen anderer Meinung sein. Sehr gut finde ich dagegen Gustav Neidlinger als Alberich, Gerd Nienstadt als Donner, Hermin Esser als Froh und Martti Talvela als Fasolt. Die singen hervorragend im Körper und haben eine phantastische italienische Gesangstechnik. Auch Kurt Böhme als Fafner ist nicht schlecht, singt aber für meinen Geschmack etwas zu robust. Herzlichst, Lustein Lieber Manfred, leider muss ich Dich darauf hinweisen, dass Dir bei der Datierung des Böhm-Rheingoldes ein Fehler passiert ist. Diese Rheingold-Aufnahme ist nicht aus dem Jahre 1971, sondern von 1966. Der Böhm-Ring stellt einen Live-Mitschnitt von den Bayreuther Festspielen 1966, 67 dar. Aus dem Jahre 1966 stammen Rheingold und Siegfried, aus dem Jahre 1967 Walküre und Götterdämmerung. Das nur mal zur Information. Deine Begeisterung für das Böhm-Rheingold kann ich nicht teilen. Der ganze Böhm-Ring ist überhaupt nicht mein Fall. Böhms Grundkonzept geht dahin, einen an Bach und Mozart geläuterten Wagner zu präsentieren. Da denkt man natürlich gleich, dass er die Sache sehr leise und kammermusikalisch angeht. Aber das Gegenteil ist der Fall. Böhms Ring ist der lauteste, den ich kenne. In dieser überlauten, unorganischen Klangsauce gehen jede Menge Einzelheiten unter, da hört man überhaupt keine Details. Vieles, was ich in der Partitur lese, höre ich in Böhms Ring überhaupt nicht. Darüber hinaus hat er nicht den für Wagner erforderlichen langen Atem. Nicht nur einmal reißen ihm die Spannungsbögen ab. Zudem ist die Zählzeit Eins bei ihm immer eine Nuance zu lange. Aber das ist ein ständiges Problem von ihm. Nein, mit Böhms Ring kann ich mich nicht anfreunden. Auch Deine Begeisterung für manche der Sänger kann ich nicht durchweg teilen. Nicht mein Fall ist schon Theo Adam, der als Wotan total in die Maske singt, was nicht sein sollte. Und Wolfgang Windbassen finde ich absolut mäßig mit seinem dünnen, körperlosen Gesang und seiner Unsitte, sich ständig auf den Konsonanten und Klingern auszuruhen. Anja Silja und Erwin Wohlfarth singen meiner Ansicht nach ebenfalls nicht gut, weil überhaupt nicht im Körper. Marke dünnstimmig ist auch Dorothea Sieberts Woglinde. Das ist zumindest meine Ansicht. Andere mögen anderer Meinung sein. Sehr gut finde ich dagegen Gustav Neidlinger als Alberich, Gerd Nienstadt als Donner, Hermin Esser als Froh und Martti Talvela als Fasolt. Die singen hervorragend im Körper und haben eine phantastische italienische Gesangstechnik. Auch Kurt Böhme als Fafner ist nicht schlecht, singt aber für meinen Geschmack etwas zu robust. Herzlichst, Lustein Lieber Lustein, ich kenne alle Kritikpunkte, bleibe aber bei meiner eigenen Ansicht, die Du nicht teilst – was grundsätzlich o.k. ist. Was den Zeitpunkt der Aufnahme betrifft, da steht in meinem Booklet „Recorded live at the 1971 Bayreuth Festival“. Die gleiche Angabe wird bei der „Siegfried“-Aufnahme gemacht, während bei „Walküre“ und „Götterdämmerung“ das Jahr 1967 angegeben wird. Das hat mich immer schon zum Nachdenken angeregt, erklärt Dir aber bestimmt meine oben gemachte Aussage. Ich werde aber nun nicht weiter forschen… Manfred, der „morgendlich“ grüßt! Lieber Lustein, ich kenne alle Kritikpunkte, bleibe aber bei meiner eigenen Ansicht, die Du nicht teilst – was grundsätzlich o.k. ist. Was den Zeitpunkt der Aufnahme betrifft, da steht in meinem Booklet „Recorded live at the 1971 Bayreuth Festival“. Die gleiche Angabe wird bei der „Siegfried“-Aufnahme gemacht, während bei „Walküre“ und „Götterdämmerung“ das Jahr 1967 angegeben wird. Das hat mich immer schon zum Nachdenken angeregt, erklärt Dir aber bestimmt meine oben gemachte Aussage. Ich werde aber nun nicht weiter forschen… Manfred, der „morgendlich“ grüßt! Ich habe, der Ansicht unseres foreigenen „Chefkritikers“ in meiner naiven, möglicherweise wahrheitsfernen Ansicht nicht folgend, im Internet nach kurzer Recherche folgende Aussagen über Karl Böhm und Bayreuth gefunden: „Karl Böhms musikalische Interpretation stimmte in erstaunlicher Weise mit Wielands moderner Inszenierung überein, obwohl er der älteren Generation angehörte. Der Klang war fließend, schlank, ohne konventionelles Pathos. Böhm ›zelebriert nicht, sondern konzertiert.‹“ Im Jahr 1965 stand Böhm dann bei Wieland Wagners Neuinszenierung des Ring des Nibelungen erneut mit großem Erfolg am Pult. Die Produktion galt in den 1960er Jahren neben dem Tristan als Bayreuths größter künstlerischer Erfolg der Nachkriegszeit, als »Ring aller Ringe«. Wieland Wagner: Ziel der heutigen Wagner-Interpretation sollte sein: weniger Pedal, weniger Pathos, kein Schrei, Entfettung und subtile Klangmischung. Das gelingt lateinischen Dirigenten besonders gut. Auch Karl Böhm möchte ich zu dieser Gruppe Dirigenten zählen, die das dunkle Werk Wagners durch mittelmeerische Clarté aufhellen. Karl Böhm: Lange hatte ich es mir überlegt, ob ich diese Titanen-Arbeit in meinem Alter noch wagen sollte; […]. Ich, der ich mit Wagner in die musikalische Welt eingezogen war, mich dann durch die Liebe zu Mozart von ihm etwas entfernt hatte, habe ihn nun plötzlich in einem neuen Licht gesehen. Und siehe da: plötzlich war alles Bombastische weg! […] Ich formulierte: ich hatte einen durch Mozart geläuterten neuen, modernen Wagnerstil gefunden. Wie glücklich ich jetzt rückschauend sagen kann: es ist mir gelungen alle – weltweit gesehen!! – zu überzeugen. Gefunden bei: https://backstageclassical.com/durch-mozart-gelaeuterter-wagner/ Nun: einen scheint Karl Böhm auf ganzer Linie nicht überzeugt zu haben: lustein! Liebe Grüße Willi😀 Ich habe, der Ansicht unseres foreigenen „Chefkritikers“ in meiner naiven, möglicherweise wahrheitsfernen Ansicht nicht folgend, im Internet nach kurzer Recherche folgende Aussagen über Karl Böhm und Bayreuth gefunden: „Karl Böhms musikalische Interpretation stimmte in erstaunlicher Weise mit Wielands moderner Inszenierung überein, obwohl er der älteren Generation angehörte. Der Klang war fließend, schlank, ohne konventionelles Pathos. Böhm ›zelebriert nicht, sondern konzertiert.‹“ Im Jahr 1965 stand Böhm dann bei Wieland Wagners Neuinszenierung des Ring des Nibelungen erneut mit großem Erfolg am Pult. Die Produktion galt in den 1960er Jahren neben dem Tristan als Bayreuths größter künstlerischer Erfolg der Nachkriegszeit, als »Ring aller Ringe«. Wieland Wagner: Ziel der heutigen Wagner-Interpretation sollte sein: weniger Pedal, weniger Pathos, kein Schrei, Entfettung und subtile Klangmischung. Das gelingt lateinischen Dirigenten besonders gut. Auch Karl Böhm möchte ich zu dieser Gruppe Dirigenten zählen, die das dunkle Werk Wagners durch mittelmeerische Clarté aufhellen. Karl Böhm: Lange hatte ich es mir überlegt, ob ich diese Titanen-Arbeit in meinem Alter noch wagen sollte; […]. Ich, der ich mit Wagner in die musikalische Welt eingezogen war, mich dann durch die Liebe zu Mozart von ihm etwas entfernt hatte, habe ihn nun plötzlich in einem neuen Licht gesehen. Und siehe da: plötzlich war alles Bombastische weg! […] Ich formulierte: ich hatte einen durch Mozart geläuterten neuen, modernen Wagnerstil gefunden. Wie glücklich ich jetzt rückschauend sagen kann: es ist mir gelungen alle – weltweit gesehen!! – zu überzeugen. Gefunden bei: https://backstageclassical.com/durch-mozart-gelaeuterter-wagner/ Nun: einen scheint Karl Böhm auf ganzer Linie nicht überzeugt zu haben: lustein! Liebe Grüße Willi😀 Die großen Pultheroen Bruno Walter, Furtwängler, Leinsdorf, Solti u. a. prägten ein gr0ßen, pathetischen Wagnerstil und verfügten in der Regel über die führenden Wagner-Sänger weltweit. Von diesen Dirigenten existieren grandiose Aufnahmen von Wagners Ring., die eine ganze großartige Ära des Wagnerstils beeinflussten. Nahezu selbstverständlich ging die musikalische Entwicklung weiter und es gab eine Entwicklung hin zu einem schlankeren Musikstil, den Karl Böhm, Herbert von Karajan und vor allem Rudolf Kempe verwirklichten. Besonders Kempe gelang es nach Meinung der Sängerfreunde meisterhaft selbst im Ring eine teilweise fast kammermusikalische Interpretation zu realisieren.. Dabei wurden aber auch die großen dramatischen Stellen, wie Wotans Feuerzauber, Mannenszene, Trauermarsch, Schwurszene, Brünhildes Schlussgesang und das Finale der Götterdämmerung, entsprechend glanzvoll dominierend verwirklicht. Es entwickelte sich also eine differenziertere musikalischere Auslegung, mit größerer Differenzierung und höherer Transparenz der Werke des großen Klangmagiers Richard Wagner. Nun kann man die gewaltigen Dramen gerade des Rings nicht nur von der Musik her beurteilen. Sie sind ein Gesamtkunstwerk wo Musik, Gesang, Darstellung, Bühnenbild und Kostüme untrennbar zum Gesamteindruck gehören. Ohne weiter groß auszuholen gehe ich jetzt auf den entscheidenden Wandel nach dem 2. Weltkrieg ein. Das war die Wagner-Interpretation von Wieland und Wolfgang Wagner, die das sogenannte Neubayreuth schufen. Wagners Dramen wurden entschlackt: Völlig neue Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme und vor allem der Sängerschauspieler wurde geboren. Dazu nur ein Beleg: Ludwig Suthaus, bis dahin einer der führenden Wagner – Heldentenöre, erklärte Wieland Wagner, dass er in diese revolutionär modernisierten Inszenierungen nicht mehr passe. Auch Bernd Aldenhoff und Günter Treptow, ebenfalls führende Wagner Heldentenöre, wurden nie warm und erfolgreich in Neubayreuth. Das Maß aller Dinge war Wolfgang Windgassen, die Inkarnation des Sängerschauspielers. Sein Konkurrent in dieser Zeit war Hans Hopf mit weit größerem Stimmvolumen, aber er entsprach weit weniger dem modern gewordenen Idealbild des Sängerschauspielers. Wolfgang Wagner setzte Hopf allerdings in seiner großartigsten Inszenierung des Rings in den Jahren 1960 -1964 ein. Nie hörten die Sängerfreunde z. B. die Schmiedelieder im „Siegfried“ herrlicher gesungen als von Hans Hopf. Unseres Erachtens stand Wolfgang Wagner etwas zu Unrecht im Schatten seines Bruders. Auch er schuf großartige Inszenierungen, wie den gerade erwähnten Ring in den Jahren 1960 – 1964 zusammen mit dem idealen Wagner-Dirigenten Rudolf Kempe. Es stand auch eine Sängerbesetzung zur Verfügung, die ihresgleichen sucht: Birgit Nilsson, Astrid Varnay, Jerome Hines, Regina Resnik, James Milligan, Ottokar Kraus, Regine Crespin , Fritz Uhl, Gottlob Frick, Herold Kraus, Hans Hopf, Thomas Stewart, Marga Höffgen, Gerhard Stolze u. a. Unvergesslich das Bühnenbild mit einer einzigartigen riesigen Scheibe. Diese bildete im gesamten Ring die Grundlage des Bühnenbildes, indem aus ihren Elementen sämtliche Bühnenbilder gebaut wurden, wie z.B. Hundings Hütte, Walhall, die Drachenhöhle, eine Felsenlandschaft für die Mannenszene, die Gibichungen-Halle usw. Bei den erhebenden Takten der Schlussszene schloss sich die Scheibe als Symbol einer neuen Welt. Grandios! Die Sängerfreunde schrieben diesen Beitrag ,um aufzuzeigen, dass es nahezu unmöglich ist die beste Gesamtaufnahme des wahrscheinlich größten Musikdramas aller Zeiten zu finden und zu benennen. Es kommt darauf an zu welcher Zeit wurde aufgenommen und welcher Wagnerstil dominierte in dieser Ära. Unter diesen Aspekten haben alle maßgeblichen Gesamtaufnahmen ihre Meriten, so auch die Böhm Aufnahme, die diese Diskussion im Forum auslöste, als eine sehr persönliche und mutige Aufnahme, die eine neue Richtung ankündigte. Nun lehnen wir uns noch weit aus dem Fenster: Es war jedoch unschwer zu erkennen, dass für uns die unvergesslichste Aufführung der Wolfgang Wagner/ Rudolf Kempe Ring bei den Bayreuther Festspoenin den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war. Vielleicht spielt auch ein persönlicher Grund mit: Wir lernten beim Ringzyklus 1960 Birgit Nilsson persönlich kennen, die mit unserem langjährigen Freund Gottlob Frick eng befreundet war und Hans Hans Hopf besuchten wir zusammen mit Gretel und Gottlob Frick in seiner bayrischen Heimat. Es war auch der einzige Ringzyklus in Bayreuth über den Hans der Sängerfreund 1961eine komplette Berichterstattung schreiben konnte. Bleibende, unvergessliche Eindrücke. Die großen Pultheroen Bruno Walter, Furtwängler, Leinsdorf, Solti u. a. prägten ein gr0ßen, pathetischen Wagnerstil und verfügten in der Regel über die führenden Wagner-Sänger weltweit. Von diesen Dirigenten existieren grandiose Aufnahmen von Wagners Ring., die eine ganze großartige Ära des Wagnerstils beeinflussten. Nahezu selbstverständlich ging die musikalische Entwicklung weiter und es gab eine Entwicklung hin zu einem schlankeren Musikstil, den Karl Böhm, Herbert von Karajan und vor allem Rudolf Kempe verwirklichten. Besonders Kempe gelang es nach Meinung der Sängerfreunde meisterhaft selbst im Ring eine teilweise fast kammermusikalische Interpretation zu realisieren.. Dabei wurden aber auch die großen dramatischen Stellen, wie Wotans Feuerzauber, Mannenszene, Trauermarsch, Schwurszene, Brünhildes Schlussgesang und das Finale der Götterdämmerung, entsprechend glanzvoll dominierend verwirklicht. Es entwickelte sich also eine differenziertere musikalischere Auslegung, mit größerer Differenzierung und höherer Transparenz der Werke des großen Klangmagiers Richard Wagner. Nun kann man die gewaltigen Dramen gerade des Rings nicht nur von der Musik her beurteilen. Sie sind ein Gesamtkunstwerk wo Musik, Gesang, Darstellung, Bühnenbild und Kostüme untrennbar zum Gesamteindruck gehören. Ohne weiter groß auszuholen gehe ich jetzt auf den entscheidenden Wandel nach dem 2. Weltkrieg ein. Das war die Wagner-Interpretation von Wieland und Wolfgang Wagner, die das sogenannte Neubayreuth schufen. Wagners Dramen wurden entschlackt: Völlig neue Gestaltung des Bühnenbildes, der Kostüme und vor allem der Sängerschauspieler wurde geboren. Dazu nur ein Beleg: Ludwig Suthaus, bis dahin einer der führenden Wagner – Heldentenöre, erklärte Wieland Wagner, dass er in diese revolutionär modernisierten Inszenierungen nicht mehr passe. Auch Bernd Aldenhoff und Günter Treptow, ebenfalls führende Wagner Heldentenöre, wurden nie warm und erfolgreich in Neubayreuth. Das Maß aller Dinge war Wolfgang Windgassen, die Inkarnation des Sängerschauspielers. Sein Konkurrent in dieser Zeit war Hans Hopf mit weit größerem Stimmvolumen, aber er entsprach weit weniger dem modern gewordenen Idealbild des Sängerschauspielers. Wolfgang Wagner setzte Hopf allerdings in seiner großartigsten Inszenierung des Rings in den Jahren 1960 -1964 ein. Nie hörten die Sängerfreunde z. B. die Schmiedelieder im „Siegfried“ herrlicher gesungen als von Hans Hopf. Unseres Erachtens stand Wolfgang Wagner etwas zu Unrecht im Schatten seines Bruders. Auch er schuf großartige Inszenierungen, wie den gerade erwähnten Ring in den Jahren 1960 – 1964 zusammen mit dem idealen Wagner-Dirigenten Rudolf Kempe. Es stand auch eine Sängerbesetzung zur Verfügung, die ihresgleichen sucht: Birgit Nilsson, Astrid Varnay, Jerome Hines, Regina Resnik, James Milligan, Ottokar Kraus, Regine Crespin , Fritz Uhl, Gottlob Frick, Herold Kraus, Hans Hopf, Thomas Stewart, Marga Höffgen, Gerhard Stolze u. a. Unvergesslich das Bühnenbild mit einer einzigartigen riesigen Scheibe. Diese bildete im gesamten Ring die Grundlage des Bühnenbildes, indem aus ihren Elementen sämtliche Bühnenbilder gebaut wurden, wie z.B. Hundings Hütte, Walhall, die Drachenhöhle, eine Felsenlandschaft für die Mannenszene, die Gibichungen-Halle usw. Bei den erhebenden Takten der Schlussszene schloss sich die Scheibe als Symbol einer neuen Welt. Grandios! Die Sängerfreunde schrieben diesen Beitrag ,um aufzuzeigen, dass es nahezu unmöglich ist die beste Gesamtaufnahme des wahrscheinlich größten Musikdramas aller Zeiten zu finden und zu benennen. Es kommt darauf an zu welcher Zeit wurde aufgenommen und welcher Wagnerstil dominierte in dieser Ära. Unter diesen Aspekten haben alle maßgeblichen Gesamtaufnahmen ihre Meriten, so auch die Böhm Aufnahme, die diese Diskussion im Forum auslöste, als eine sehr persönliche und mutige Aufnahme, die eine neue Richtung ankündigte. Nun lehnen wir uns noch weit aus dem Fenster: Es war jedoch unschwer zu erkennen, dass für uns die unvergesslichste Aufführung der Wolfgang Wagner/ Rudolf Kempe Ring bei den Bayreuther Festspoenin den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war. Vielleicht spielt auch ein persönlicher Grund mit: Wir lernten beim Ringzyklus 1960 Birgit Nilsson persönlich kennen, die mit unserem langjährigen Freund Gottlob Frick eng befreundet war und Hans Hans Hopf besuchten wir zusammen mit Gretel und Gottlob Frick in seiner bayrischen Heimat. Es war auch der einzige Ringzyklus in Bayreuth über den Hans der Sängerfreund 1961eine komplette Berichterstattung schreiben konnte. Bleibende, unvergessliche Eindrücke. Ich darf vielleicht eine Audio-Kopie einer Liveaufführung vom 21. 8. 1961 des Rheingold beifügen: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Liebe Grüße Willi😀 Ich darf vielleicht eine Audio-Kopie einer Liveaufführung vom 21. 8. 1961 des Rheingold beifügen: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Liebe Grüße Willi😀Der Mythos vom Wissen und Handeln: Wagners "Ring"
![]()
Donner Gerd Nienstedt
Froh Hermin Esser
Loge Wolfgang Windgassen
Fricka Annelies Burmeister
Freia Anja Silja
Erda Vera Soukupova
Alberich Gustav Neidlinger
Mime Erwin Wohlfahrt
Fasolt Martti Talvela
Fafner Kurt Böhme
Woglinde Dorothea Siebert
Wellgunde Helga Dernesch
Flosshilde Ruth Hesse
So die LP-Box
So sieht die CD-Ausgabe aus
Donner Gerd Nienstedt
Froh Hermin Esser
Loge Wolfgang Windgassen
Fricka Annelies Burmeister
Freia Anja Silja
Erda Vera Soukupova
Alberich Gustav Neidlinger
Mime Erwin Wohlfahrt
Fasolt Martti Talvela
Fafner Kurt Böhme
Woglinde Dorothea Siebert
Wellgunde Helga Dernesch
Flosshilde Ruth Hesse
So die LP-Box
So sieht die CD-Ausgabe aus![]()
![]()
![]()
Mehr erfahren
Mehr erfahren
Kontakt
Telefon: 0178-1069333
Gestaltung Agentur kuh vadis