informativ

diskussionsfreudig

meinungsbildend

kooperativ

Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

Hallo und herzlich Willkommen im Troubadour Forum!

Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Die Liebe im Kunstlied

Seite 1 von 3Nächste

Neben Mond, Nacht und Tod, ist die Liebe als Thema im Kunstlied unentbehrlich.

Heines Gedicht betont ihre Wichtigkeit:

„Zuweilen dünkt es mich, als trübe
Geheime Sehnsucht deinen Blick –
Ich kenn es wohl, dein Missgeschick:
Verfehltes Leben, verfehlte Liebe!
.
Du nickst so traurig! Wiedergeben
Kann ich dir nicht die Jugendzeit –
Unheilbar ist dein Herzeleid:
Verfehlte Liebe, verfehltes Leben!“
.
Hans Eisler / Heinrich Heine: Verfehlte Liebe

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gerhard Wischniewski hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard Wischniewski
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Über die Liebe, da gibt es ja wohl die meisten wunderschönen Beispiele, wie das hier, aus der Operette der Zigeunerbaron von Johann Strauss. Es singen Helen Donath, Werner Hollweg. Ich will nur den letzten Satz hier schreiben:

„Die Liebe ist eine Himmelsmacht“.

https://www.youtube.com/watch?v=XPG6bt1hbp0

Gerhard Wischniewski und André haben auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard WischniewskiAndré

Hier ist Ludwig van Beethoven mit seinem Lied: „Ich liebe dich so wie du mich“, nach einem Text von Karl Friedrich Wilhelm Herrosee. 1795 entstand die kleine Komposition für Gesang und Klavier, die allerdings erst 1803 veröffentlicht wurde.

Ich liebe dich so wie du mich

Ich liebe dich, so wie du mich,
am Abend und am Morgen,
noch war kein Tag, wo du und ich
nicht teilten unsre Sorgen.

Auch waren sie für dich und mich
geteilt leicht zu ertragen;
du tröstetest im Kummer mich,
ich weint in deine Klagen.

Drum Gottes Segen über dir,
du, meines Lebens Freude.
Gott schütze dich, erhalt dich mir,
schütz und erhalt uns beide.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Willi, Gerhard Wischniewski und André haben auf diesen Beitrag reagiert.
WilliGerhard WischniewskiAndré

Die „Liebe“ ist nicht nur im Leben, sondern auch in der Musikliteratur unendlich ergiebig. Mir fiel dazu als Erstes „O Mädchen, mein Mädchen aus der Operette „Friederike von Franz Lehar ein:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Der Eingangsvers stammt aus Goethes Mailied, das Hans Pfitzner in seiner Gesamtheit vertont hat:

Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

Und Freud‘ und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd‘, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb‘, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb‘ ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud‘ und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Liebe Grüße
Gerhard

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Hallo

Von dem deutschen Dichter Karl August Candidus stammt die Vorlage für Johannes Brahms´ Lied „Alte Liebe“. Es ist Bestandteil seines Op. 72. Wir hören den Tenor Cyril Dubois und Tristan Raes am Klavier. Die beiden haben vor einiger Zeit eine beeindruckende Box mit allen Fauré-Liedern vorgelegt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Alte Liebe

Es kehrt die dunkle Schwalbe
aus fernem Land zurück,
die frommen Störche kehren
und neues Glück bringen.

An diesem Frühlingsmorgen,
So trüb verhängt und warm,
Ist mir, als fänd ich wieder
Den alten Liebesharm.

Es ist, als ob mich leise
Wer auf die Schulter schlägt,
Als ob ich säuseln hörte,
Wie einer Taube Flug.

Es klopft an meine Türe,
Und ist doch niemand draus;
Ich atme Jasmindüfte,
Und habe keinen Strauß.

Es ruft mir aus der Ferne,
Ein Auge sieht mich an,
Ein alter Traum erfaßt mich
Und führt mich auf seine Bahn.

Gruß Wolfgang

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Hier sehen wir, wie sich Liebe und Tod vereinen. So intensiv kann das Gefühl der Liebe sein, dass die Tragik einer verlorenen Liebe mit dem eigenen Tod verbunden wird.
Dieses Schumann-Lied erinnert mich vom musikalischen Material her ein wenig an den Wilden Reiter aus seinem Jugendalbum.

Es leuchtet meine Liebe,
In ihrer dunkeln Pracht,
Wie’n Märchen traurig und trübe,
Erzählt in der Sommernacht.

“Im Zaubergarten wallen
Zwei Buhlen, stumm und allein;
Es singen die Nachtigallen,
Es flimmert der Mondenschein.

“Die Jungfrau steht still wie ein Bildnis,
Der Ritter vor ihr kniet.
Da kommt der Riese der Wildnis,
Die bange Jungfrau flieht.

“Der Ritter sinkt blutend zur Erde,
Es stolpert der Riese nach Haus -„
Wenn ich begraben werde,
Dann ist das Märchen aus.

Robert Schumann / Heinrich Heine: Es leuchtet die Liebe
https://youtu.be/i4pDeu9eu14

Gerhard Wischniewski hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard Wischniewski
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hallo

Ich bleibe bei Johannes Brahms und der Vertonung von Hoffmann von Fallerslebens „Von ewiger Liebe“. Die Geschichte eines Jungen, der an sich selbst und seiner Beziehung zur Geliebten zweifelt. Sie gibt ihm die Sicherheit und den Halt, den er offenbar braucht. 

Irgendwie will ich nicht daran glauben, dass diese Liebe tatsächlich „ewig besteh´n“ wird.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dunkel, wie dunkel in Wald und in Feld!
Abend schon ist es, nun schweiget die Welt.

Nirgend noch Licht und nirgend noch Rauch,
Ja, und die Lerche sie schweiget nun auch.

Kommt aus dem Dorfe der Bursche heraus,
Gibt das Geleit der Geliebten nach Haus,

Führt sie am Weidengebüsche vorbei,
Redet so viel und so mancherlei:

„Leidest du Schmach und betrübest du dich,
Leidest du Schmach von andern um mich,

Werde die Liebe getrennt.“ so geschwind,
Schnell wie wir früher vereiniget sind.

Scheide mit Regen und scheide mit Wind,
Schnell wie wir früher vereiniget sind.“

Spricht das Mägdelein, Mägdelein spricht:
„Unsere Liebe sie trennet sich nicht!“

Fest ist der Stahl und das Eisen gar sehr,
Unsere Liebe ist fester noch mehr.

Eisen und Stahl, man schmiedet sie um,
Unsere Liebe, wer wandelt sie um?

Eisen und Stahl, sie können zergehn,
Unsere Liebe muss ewig bestehn!“

Gerhard Wischniewski und André haben auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard WischniewskiAndré

Peter Cornelius, der seine Texte wohl selbst dichtete, hat in seinen Brautliedern ein Liebeslied „Märchenwunder“ geschrieben, dessen Text den Gedanken ähnelt, wie ich sie empfunden habe, als ich vor nunmehr über 64 Jahren meine liebe Frau kennenlernte und wie ich noch fast täglich in der Rückerinnerung daran denke:

Nun laß mich träumen, laß mich schwärmen,
Mich ruhen still an deiner Brust,
Voll süßem Bangen, bittrem Härmen,
Ach und unendlich hoher Lust.

O laß mich sinnend noch gedenken
Der sehnsuchtsvollen Hoffnungszeit,
Erinn’rung, laß die Flügel senken
Still über meine Seligkeit!

Ich träumte in der Kindheit Tagen
Das Märchen, das sich heut‘ begibt;
Zur Wahrheit werden Wundersagen,
Wenn sich zwei Herzen treu geliebt.

Und gleich‘ ich nicht dem Königskinde,
Das überdacht von Rosen schlief,
Bis eine Stimme, süß und linde,
Zum Leben es aus Träumen rief?

Und dann ein freudiges Bewegen,
Und Festgeläut und Kuß auf Kuß,
Und langer Jahre Glück und Segen;
Das ist des Märchens schöner Schluß.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Das folgende von Robert Schumann vertonte Liebeslied stammt aus Goethes West-östlichem Divan:

Dir zu eröffnen
mein Herz verlangt mich;
Hört‘ ich von deinem,
darnach verlangt mich;
Wie blickt so traurig
die Welt mich an!

In meinem Sinne
wohnet mein Freund nur,
Und sonsten keiner
und keine Feindesspur.
Wie Sonnenaufgang
ward mir ein Vorsatz!

Mein Leben will ich
nur zum Geschäfte
Von seiner Liebe machen.
Ich denke seiner,
mir blutet das Herz.

Kraft hab‘ ich keine
als ihn zu lieben,
So recht im Stillen.
Was soll das werden!
Will ihn umarmen
und kann es nicht.

Robert Schumann / Johann Wolfgang von Goethe: Liebeslied (Lieder und Gesänge, Vol. 2, Op. 51 Nr. 5)
https://youtu.be/DJV2W-25-aQ

Gerhard Wischniewski hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard Wischniewski
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

 Plaisir d’amour ist ein bekanntes französisches Liebeslied. Hier gesungen von Barbara Hendricks 

Plaisir d’amour ne dure qu’un moment.
chagrin d’amour dure toute la vie.

J’ai tout quitté pour l’ingrate Sylvie.
Elle me quitte et prend un autre amant.

Plaisir d’amour ne dure qu’un moment.
chagrin d’amour dure toute la vie.

Tant que cette eau coulera doucement
vers ce ruisseau qui borde la prairie,

Je t’aimerai me répétait Sylvie.
L’eau coule encore. Elle a changé pourtant.

Plaisir d’amour ne dure qu’un moment.
chagrin d’amour dure toute la vie.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

musika

 

Gerhard Wischniewski und André haben auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard WischniewskiAndré

“Plaisir d’amour“ ist eines meiner Lieblingslieder, obwohl es bei uns absolut nicht zutrifft. Ich antworte einmal mit einem sehr bekannten Operettenensemble: „Wer uns getraut“ aus dem „Zigeunerbaron“

BARINKAY
Wer uns getraut?
Ei sprich!

SAFFI
Sag‘ Du’s!

BARINKAY
Der Dompfaff, der hat uns getraut.

ALLE
Der Dompfaff, der hat sie getraut.
Ja, ja.

BARINKAY
Im Dom, der uns zu Häupten blaut.

SAFFI
O seht doch, wie herrlich,
Voll Glanz und Majestät.

BARINKAY
Mit Sternengold, mit Sternengold,
So weit Ihr schaut, besät.

SAFFI, BARINKAY
Und mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht.

ALLE
Ja – mild sang die Nachtigall
Ihr Liedchen in die Nacht:
Die Liebe, die Liebe
Ist eine Himmelsmacht.

CARNERO
Und wer war Zeuge dabei?

BARINKAY
Wer Zeuge war?
Ei sprich!

SAFFI
Sag‘ Du’s!

BARINKAY
Zwei Störche, die klapperten laut.

ALLE
Zwei Störche, die klapperten laut.
Ja ja.

BARINKAY
Das Storchenpaar hat zugeschaut.

SAFFI
Es nickten und blickten
So schlau uns beide an.

BARINKAY
Als sagten sie:
O liebet euch,
Ihr seid ja Weib und Mann.

SAFFI, BARINKAY
Vergesst nie, – dass oft der Storch
Das Glück in’s Haus gebracht,
Wo Liebe, ja Liebe
Daheim – die Himmelsmacht.

ALLE
Vergesst nie, dass oft der Storch
Das Glück ins Haus gebracht,
Wo Liebe, ja Liebe
Daheim – die Himmelsmacht

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Boccaccio, eine selten gespielte Operette von Franz von Suppé.  „Hab ich nur deine Liebe.“

1.
Hab ich nur deine Liebe, die Treue brauch ich nicht,
die Liebe ist die Knospe nur, aus der die Treue bricht.
Drum sorge für die Knospe,
dass sie auch schön gedeih, auf dass sie sich in voller Pracht entfalten mag, o gib d’rauf acht,
ob mit, ob ohne Treu’!
2.
Selbst auch ohne Treue hat Liebe oft entzückt,
Doch ohne Liebe Treu’ allein hat keinen noch beglückt.
Drum sorge für die Knospe,
dass sie auch schön gedeih, auf dass sie sich in voller Pracht entfalten mag, o gib d’rauf acht,
ob mit, ob ohne Treu’!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gerhard Wischniewski und André haben auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard WischniewskiAndré

Der Text von ‚Plaisir d’amour‚ stammt aus der Novelle Célestine von Jean-Pierre Claris de Florian, die 1784 veröffentlicht wurde. Die Melodie komponierte wenig später Jean-Paul-Égide Martini, der sich in jungen Jahren Johann Paul Aegidius Schwarzendorf nannte; sie wurde erstmals 1785 veröffentlicht.
Der Text benennt eine entflohene Liebe „Sylvie“ des Sängers und thematisiert den Zwiespalt, dass Menschen nach Liebe suchen und in ihr nur eine kurze, orgiastische Erfüllung finden, derweilen der Kummer ein Leben lang anhält. Der Refrain auf Deutsch:
Oh Liebesfreud, wie schnell eilst du vorbei,
Oh Liebesleid, deine Schmerzen in Ewigkeit.
Hector Berlioz instrumentierte die Melodie 1859 für kleines Orchester:

François Le Roux (*1955), Bariton
Montreal Symphony Orchestra, Charles Dutoit

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gerhard Wischniewski hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gerhard Wischniewski
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber Uhrand,

danke für den interessanten Bericht. Dass die Vertonung dieses Liedes von Hector Berlioz stammt, war mir bisher auch unbekannt. Allerdings muss ich zu der deutschen Übertragung sagen, dass mich der französische Text , dessen wörtliche Übersetzung – obwohl in gleichen Sinne – wie folgt lauten müsste, irgendwie mehr berührt:

Liebesfreude dauert nur einen Augenblick
Liebesleid dauert das ganze Leben. 

Liebe Grüße
Gerhard

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Da gibt es noch einen anderen deutschen Text auf die Melodie, Michael Schanze hat ihn wohl gesungen. Passt eigentlich nicht hierher, aber der Text ist schön.

Ich hab‘ dich lieb‘
ich lass’ dich nie mehr allein.
Ein Leben lang
werde ich bei dir sein.

Ich hab‘ dich lieb‘
drum hab‘ Vertrauen zu mir.
Wenn du mich brauchst
dann bin ich neben dir.

Ich will nie
nie mehr
wieder von dir geh’n
ich will immer fest zu dir steh’n;
was ich denke
was ich fühle
was ich hab‘
was ich bin
das bekommt erst durch dich
einen Sinn.

Ich hab‘ dich lieb‘
das weiß ich seit ich dich sah
ein Leben lang
bin ich nun für dich da.

Ich will nie
nie mehr
wieder von dir gehn ……

Ich hab‘ dich so lieb‘
ich lass’ dich nie mehr allein.
Ein Leben lang
werde ich bei dir sein.

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

„Die Welt der französischen mélodie ist so reichhaltig, dass Alexandre [Tharaud] und ich lange und aufwühlende Sitzungen verbrachten, über seine vielen Schätze nachdenkend“, schreibt Sabine Devieilhe. „Entstanden ist ein Rezital, das die Zuhörer an Orte führt, von denen sie nie zu träumen gewagt hätten. Die Intimität, die zwischen Stimme und Klavier besteht, ist greifbar: zwei Partner, die sich in endlosem Wechselspiel einander ergänzen. Das Konzept des „Chanson d’amour“ hat uns mit seiner Poesie erfreut, und die französische mélodie bietet eine unendliche Palette von Farben. Es lag an uns, sie vollständig zum Leben zu erwecken!“

»Die Qualität dieser Einspielung, die bei Erato erschienen ist, liegt auch darin, dass Devieilhe und Tharaud immer subtil vorgehen–niemals übertrieben, niemals überpointiert.​« (SWR2, Treffpunkt Klassik, 27.​09.​20)

Fauré:

  • Notre amour
  • Au bord de l’eau

Poulenc:

  • Voyage à Paris (aus: Banalités, Nr. 4)
  • Zwei Gedichte von Louis Aragon: 1. C 
  • Zwei Gedichte von Louis Aragon: 2. Fêtes galantes 

Ravel:

  • 5 mélodies populaires grecques: 1. Chanson de la mariée
  • 5 mélodies populaires grecques: 2. La-bas, vers l’église
  • 5 mélodies populaires grecques: 3. Quel galant m’est comparable
  • 5 mélodies populaires grecques: 4. Chanson des cueilleuses
  • 5 mélodies populaires grecques: 5. Tout gai!
  • Sur l’herbe
  • Trois beaux oiseaux du paradis

Poulenc: Hôtel (aus: Banalités, Nr.2)
Fauré: Chanson d’amour
Debussy:

  • Nuit d’étoiles
  • Romance

Ravel:

  • Manteau de fleurs
  • Chanson française

Fauré:

  • Après un rêve
  • Les berceaux

Debussy:

  • Apparition
  • Ariettes oubliées: 1. C’est l’extase
  • Ariettes oubliées: 2. Il pleure dans mon cœur
  • Ariettes oubliées: 3. L’ombre des arbres
  • Ariettes oubliées: 4. Paysages belges: Chevaux de bois
  • Ariettes oubliées: 5. Aquarelles 1: Green
  • Ariettes oubliées: 6. Aquarelles 2: Spleen

Ravel: Ballade de la reine morte d’aimer
Poulenc: Les chemins de l’amour

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hallo

Juliane Banse habe ich Ende 2021 in St. Gallen mit Mahlers „Rückert-Liedern“ in der Bearbeitung mit Streichquartett erlebt. Hier interpretiert sie eines der schönsten Liebeslieder „Du meine Seele“ oder auch „Widmung“ genannt von Robert Schumann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Du meine Seele, du mein Herz,
Du meine Wonn‘, o du mein Schmerz,
Du meine Welt, in der ich lebe,
Mein Himmel du, darein ich schwebe.

O du mein Grab, in das hinab
Ich ewig meinen Kummer gab.
Du bist die Ruh, du bist der Frieden,
Du bist vom Himmel mir beschieden.

Dass du mich liebst, macht mich mir wert,
Dein Blick hat mich vor mir verklärt,
Du hebst mich liebend über mich,

 
Mein guter Geist, mein bess’res Ich!

Gruß Wolfgang

Friedrich Rückert: erscheint in Liebesfühling, Vierter Strauss: Wiedergewonnen
Clara Schumann: „Liebst du um Schönheit“ (1841), aus Zwölf Gedichte aus Friedrich Rückerts Liebesfrühling [Nrn. 2,4,11 von Clara Schumann; der Rest von Robert Schumann], op. 12 Nr. 4.

Joanne Polk / Korliss Uecker
https://youtu.be/cMaIcHi1sLQ
Liebst du um Schönheit,
O nicht mich liebe!
Liebe die Sonne,
Sie trägt ein gold’nes Haar!

Liebst du um Jugend,
O nicht mich liebe!
Liebe den Frühling,
Der jung ist jedes Jahr!

Liebst du um Schätze,
O nicht mich liebe.
Liebe die Meerfrau,
Sie hat viel Perlen klar.

Liebst du um Liebe,
O ja, mich liebe!

Liebst du um Liebe,
O ja, mich liebe,

Liebe mich immer,
Dich lieb‘ ich immerdar.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Kein Feuer, keine Kohle…. mit Hermann Prey

Dieses Lied, dessen Autor und Komponist unbekannt sind, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es ist ein Hochgesang auf die Intimität der Liebe zwischen zwei Menschen. Nur sie beide und jeder für sich sind betroffen. Niemanden anderen geht es etwas an. Es zählt die persönliche Treue und Verlässlichkeit.

Quelle: Florian Russi

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kein Feuer, keine Kohle
Kann brennen so heiß,
Als heimlich stille Liebe
Von der niemand nichts weiß.

 Keine Rose, keine Nelke
Kann blühen so schön,
Als wenn zwei verliebte Herzen
Bei einander tun stehn.

 Setz‘ du mir einen Spiegel
Ins Herz hinein,
Daß du kannst darinnen sehen,
Wie so treu ich es mein‘

musika

 

Duparc: L’invitation au voyage
Gérard Souzay · Jacqueline Bonneau
Liedtext und deutsche Übersetzung: https://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=2257
https://youtu.be/zLw3atXDCaE

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Francis Poulenc (1899 – 1963): „Les Chemins de l’amour“ (gesungener Walzer), FP. 106 (1940)

Das bereits für Singstimme und Klavier vorgestellte Lied erklingt hier in einer schönen Orchestrierung von Frédéric Chaslin, der es auch dirigiert.

Julie Cherrier-Hoffmann, Sopran
Orchestra del Teatro La Fenice di Venezia, Frédéric Chaslin

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Les chemins qui vont à la mer
Ont gardé de notre passage,
Des fleurs effeuillées
Et l’écho sous leurs arbres
De nos deux rires clairs.

Hélas! des jours de bonheur,
Radieuses joies envolées,
Je vais sans retrouver traces
Dans mon cœur.

Chemins de mon amour,
Je vous cherche toujours,
Chemins perdus, vous n’êtes plus
Et vos échos sont sourds.
Chemins du désespoir,
Chemins du souvenir,
Chemins du premier jour,
Divins chemins d’amour.

Si je dois l’oublier un jour,
La vie effaçant toute chose,
Je veut, dans mon cœur,
qu’un souvenir repose,
Plus fort que l’autre amour.
Le souvenir du chemin,
Où tremblante et toute éperdue,
Un jour j’ai senti sur moi
Brûler tes mains.

Chemins de mon amour,
Je vous cherche toujours,
Chemins perdus, vous n’êtes plus
Et vos échos sont sourds.
Chemins du désespoir,
Chemins du souvenir,
Chemins du premier jour,
Divins chemins d’amour.

====================================================================

Die Wege, die zum Meer führen
Haben von unserem Aufenthalt
entlaubte Blumen behalten,
Und das Echo unter ihren Bäumen
Von unserem klaren Lachen.

Ach! Von den Tagen des Glücks,
verflogenen strahlenden Freuden,
gehe ich, ohne Spuren zu finden
In meinem Herzen.

Wege meiner Liebe,
Ich suche immer noch nach euch,
Verlorene Pfade, ihr seid nicht mehr
Und eure Echos sind taub.
Wege der Verzweiflung,
Wege der Erinnerung,
Wege des ersten Tages,
Göttliche Wege der Liebe.

Wenn ich es eines Tages vergessen muss,
währen das Leben alles löscht,
Ich möchte, in meinem Herzen,
dass eine Erinnerung ruht,
Stärker als die andere Liebe.
Die Erinnerung an den Weg,
Wo ich zitternd und völlig verstört,
eines Tages auf mir fühlte
das Brennen deiner Hände.

Wege meiner Liebe,
Ich suche immer noch nach euch,
Verlorene Pfade, ihr seid nicht mehr
Und eure Echos sind taub.
Wege der Verzweiflung,
Wege der Erinnerung,
Wege des ersten Tages,
Göttliche Wege der Liebe.

Jean Anouilh ❤

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Die unerfüllte Liebe, die Schumann ziemlich melancholisch vertonte, erscheint bei Felix Mendelssohn als huschte sie schnell vorüber. Ist es nicht erstaunlich, dass beide Ansätze, obwohl so unterschiedlich, dennoch gleichermaßen überzeugend und eindrucksvoll wirken? In der Interpretation von Dietrich Fischer-Dieskau und Wolfgang Sawallisch gefällt mir die Mendelssohn-Fassung jedenfalls sehr gut, nicht zuletzt wegen der ausgewogenen Balance zwischen Sänger und Pianist.

Felix Mendelssohn: „Allnächtlich im Traume seh‘ ich dich“, op. posth. 86 (Sechs Gesänge für eine Singstimme und Klavier) Nr. 4

Dietrich Fischer-Dieskau · Wolfgang Sawallisch

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Allnächtlich im Traume seh‘ ich dich
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und laut aufweinend stürz‘ ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

Du siehst mich an wehmütiglich
Und schüttelst das blonde Köpfchen;
Aus deinen Augen schleichen sich
Die Perlentränentröpfchen.

Du sagst mir heimlich ein leises Wort
Und gibst mir den Strauß von Zypressen.
Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
Und’s Wort hab‘ ich vergessen.

Heinrich Heine ❤

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hallo

Hier die „Verschwiegene Liebe“ von Hugo Wolf in einer besonderen Aufnahme mit Barbra Streisand.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Über Wipfel und Saaten
In den Glanz hinein –
Wer mag sie erraten,
Wer holte sie ein?
Gedanken sich wiegen,
Die Nacht ist verschwiegen,
Gedanken sind frei.

Errät‘ es nur eine,
Wer an sie gedacht
Beim Rauschen der Haine,
Wenn niemand mehr wacht
Als die Wolken, die fliegen –
Mein Lieb ist verschwiegen
Und schön wie die Nacht.

 

Gruß Wolfgang

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Ich habe vorhin im Thread über das Herz in der Musik das folgende Lied „Trockne Blumen“ aus Schuberts „Schöner Müllerin“ eingestellt. Dabei kam mir der Gedanke, dass es auch hier hinpasst, erzählt es doch auch von Liebe, wenngleich unerfüllter:

Als Tonbeispiel wähle ich hier wieder Fritz Wunderlich, dessen Interpretation gerade dieses Liedes mich stets tief beeindruckt hat. Begleitet wird er wieder von Hubert Giesen:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Trockne Blumen

Ihr Blümlein alle,
Die sie mir gab,
Euch soll man legen
Mit mir in’s Grab.

Wie seht ihr alle
Mich an so weh,
Als ob ihr wüßtet,
Wie mir gescheh‘?

Ihr Blümlein alle,
Wie welk, wie blaß?
Ihr Blümlein alle,
Wovon so naß?

Ach, Thränen machen
Nicht maiengrün,
Machen todte Liebe
Nicht wieder blühn.

 Und Lenz wird kommen,
Und Winter wird gehn,
Und Blümlein werden
Im Grase stehn,

Und Blümlein liegen
In meinem Grab,
Die Blümlein alle,
Die sie mir gab.

Und wenn sie wandelt
Am Hügel vorbei,
Und denkt im Herzen:
Der meint‘ es treu!

Dann Blümlein alle,
Heraus, heraus!
Der Mai ist kommen,
Der Winter ist aus.

Liebe Grüße

Willi????

???? Vielen Dank Willi, für die Einstellung dieses wirklich wunderschönen Liedes! Da manche Themen sich überschneiden, würde dieses Lied beispielsweise auch bei Der Tod im Kunstlied passen. Aber wir wollen ja nicht päpstlicher sein als der Papst ????

Liebe Grüße

André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Aber, wo du Recht hast, hast du Recht, lieber André.

Liebe Grüße

Willi????

http://www.youtube.com/watch?v=zV527OpSNkU

Wenn auch hier die Liebe nicht im Vordergrund steht, so ist die Waldseligkeit von Richard Strauss, hier in der Orchesterfassung gesungen von Peter Anders zu den schönsten Liebesliedern überhaupt. Text von Richard Dehmel. Kurz und bündig, ein Liebesgeständnis der besonderen Art

 

Der Wald beginnt zu rauschen,
den Bäumen naht die Nacht;
als ob sie selig lauschen,
berühren sie sich sacht.

Und unter ihren Zweigen,
da bin ich ganz allein,
da bin ich ganz mein eigen:
ganz nur Dein.

Ich habe vor dem zu Bett gehen noch Schuberts Lied „Fülle der Liebe“, D.854 nach dem Gedicht von Friedrich Schlegel. Hier singt es Florian Boesch, der von Burkhard Kehring begleitet wird:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Fülle der Liebe

Ein sehnend Streben
Theilt mir das Herz,
Bis alles Leben
Sich lös't in Schmerz.

In Leid erwachte
Der junge Sinn,
Und Liebe brachte
Zum Ziel mich hin.

Ihr edle Flammen,
Wecktet mich auf;
Es ging mitsammen
Zu Gott der Lauf.

Ein Feuer war es,
Das alles treibt;
Ein starkes, klares,
[Was]1 ewig bleibt.

Was wir anstrebten,
[War]2 treu gemeynt;
Was wir [durchlebten]3
Bleibt tief vereint.

Da trat ein Scheiden
Mir in die Brust;
Das tiefe Leiden
Der Liebes Lust.

Im Seelengrunde
Wohnt mir Ein Bild;
Die Todeswunde
Ward nie gestillt.

Viel tausend Thränen
Flossen hinab;
Ein ewig Sehnen 
Zu Ihr ins Grab.

In Liebes Wogen
Wallet der Geist,
Bis fortgezogen,
Die Brust zerreißt.

Ein Stern erschien mir 
Vom Paradies;
Und dahin flieh'n wir 
Vereint gewiß.

Hier noch befeuchtet
Der Blick sich lind,
Wenn mich umleuchtet
Dieß Himmelskind.

Ein Zauber waltet
Jetzt über mich, 
Und der gestaltet
Dieß all nach sich,

Als ob uns vermähle
Geistesgewalt,
Wo [Seele]4 in Seele
Hinüberwallt.

Ob auch zerspalten
Mir ist das Herz;
Seelig doch halten
Will ich den Schmerz.

Liebe Grüße

Willi????

????

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Neue Liebe, op 19 Nr. 4, von F. Mendelssohn-Bartholdy, Text von Heinrich Heine, hier mit Diana Damrau

In dem Mondenschein im Walde
Sah ich jüngst die Elfen reiten,
Ihre Hörner hört’ ich klingen,
Ihre Glöcklein hört’ ich läuten.

Ihre weißen Rößlein trugen
Gold’nes Hirschgeweih’ und flogen
Rasch dahin; wie wilde Schwäne
Kam es durch die Luft gezogen.

Lächelnd nickte mir die Kön’gin,
Lächelnd, im Vorüberreiten.
Galt das meiner neuen Liebe?
Oder soll es Tod bedeuten?

 
 
 
musika
Seite 1 von 3Nächste

Gestaltung Agentur kuh vadis