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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Die Liebe im Kunstlied

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Claude Debussy: Fleur des blés (1881)

Nicolai Gedda, Tenor
Aldo Ciccolini, Klavier

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Fleur des blés
Le long des blés que la brise
Fait onduler puis défrise
En un désordre coquet,
J’ai trouvé de bonne prise
De t’y cueillir un bouquet.

Mets-le vite à ton corsage, –
Il est fait à ton image
En même temps que pour toi …
Ton petit doigt, je le gage,
T’a déjà soufflé pourquoi:

Ces épis dorés, c’est l’onde
De ta chevelure blonde
Toute d’or et de soleil;
Ce coquelicot qui fronde,
C’est ta bouche au sang vermeil.

Et ces bluets, beau mystère!
Points d’azur que rien n’altère,
Ces bluets ce sont tes yeux,
Si bleus qu’on dirait, sur terre,
Deux éclats tombés des cieux.
———————————————-
Unter den Weizenhalmen, die der Wind weht
macht es wellig und richtet es dann auf
in einem schelmischen Durcheinander
Ich konnte es mit großer Leichtigkeit
Pflücken für dich einen Blumenstrauß.

Lege ihn schnell an deine Brust,
weil es nach Deinem Bild gemacht ist
Er ist so kultiviert für dich…
Dein kleiner Finger, ich weiß es,
hat bereits vorgeschlagen, warum:

Diese goldenen Ähren sind die Welle
deiner blonden Haare
alles Gold und Sonne;
der Mohn sprießt
Es ist dein Mund, rot vor Blut.

Und die blauen Kornblumen, ein wunderschönes Geheimnis!
himmelblaue Punkte, dass sich nichts ändern kann,
Diese Kornblumen sind deine Augen
so blau, dass man auf Erden sagen würde:
zwei Fragmente, die vom Himmel gefallen sind.

André Girod ❤

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Othmar Schoeck: Vier Gedichte von Hermann Hesse, Op. 8: No. 3, Auskunft
Dietrich Henschel, Wolfram Rieger

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Auskunft

In Welschland, wo die braunen
Buben vom Straßenrand
In die heiße Bläue staunen,
Da bin ich wohl bekannt.

Dort wachsen schwarze Bäume
Wie Fackeln steil und schlank,
Die machen dir alle Träume
Von welscher Liebe krank.

Dort schlagen blaue Wellen
An goldig braunen Stein,
Dir fallen dabei viel Stellen
Aus den schönsten Liedern ein.

Und wo drei Bäume stehen,
Das nennen sie einen Wald,
Darunter siehst du gehen
Manch schöne Frauengestalt.

Und wenn dir eine gegeben
Einen Kuss auf deinen Mund,
So bist du krank fürs Leben
Und wirst nicht mehr gesund.

Hermann Hesse

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Alles um Liebe D 241

Katharina Konradi (Sopran), Daniel Heide (Klavier)
  • Was ist es, das die Seele füllt?
    Ach, Liebe füllt sie, Liebe!
    Sie füllt nicht Gold noch Goldes Wert;
    Nicht, was die schnöde Welt begehrt,
    Sie füllt nur Liebe, Liebe!
  • Was ist es, das die Sehnsucht stillt?
    Ach, Liebe stillt sie, Liebe!
    Sie stillt nicht Titel, Stand noch Rang,
    Und nicht des Ruhmes Schellenklang;
    Sie stillt nur Liebe, Liebe!
  • Gern geb‘ ich, was ich hab‘ und bin,
    Gern geb‘ ich’s hin um Liebe.
    Des Reichtums bunter Seifenschaum,
    Der Wollust Rausch, des Ruhmes Traum,
    Was frommt es ohne Liebe!
Ludwig Gotthard Kosegarten 💖
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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Franz Liszt: Oh! quand je dors, S. 282 (erste Version) · Katharina Konradi · Daniel Heide

Oh! quand je dors, viens auprès de ma couche,
comme à Pétrarque apparaissait Laura,
Et qu’en passant ton haleine me touche…
Soudain ma bouche
S’entrouvrira!

Sur mon front morne où peut-être s’achève
Un songe noir qui trop longtemps dura,
Que ton regard comme un astre se lève…
Et soudain mon rêve
Rayonnera!

Puis sur ma lèvre où voltige une flamme,
Éclair d’amour que Dieu même épura,
Pose un baiser, et d’ange deviens femme…
Soudain mon âme
S’éveillera!

Victor Hugo (1802 – 1885) 💖

Oh! Wenn ich schlafe, komm an mein Bett,
wie Laura Petrarca erschien,
und lass deinen Atem mich berühren…
Plötzlich wird sich mein Mund
öffnen!

Auf meiner düsteren Stirn,
wo vielleicht ein dunkler Traum endet,
lass deinen Blick wie einen Stern aufsteigen…
Und plötzlich wird mein Traum
erstrahlen!

Dann auf meiner Lippe, wo eine Flamme flackert,
ein Blitz der Liebe, den Gott selbst läuterte,
gib einen Kuss, und vom Engel werde zur Frau…
Plötzlich wird meine Seele
erwachen!

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Wolfgang Kaercher
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Franz Liszt: Il m’aimait tant!, S. 271 · Katharina Konradi · Daniel Heide

Non, je ne l’aimais pas ; mais de bonheur émue,
Ma sœur, je me sentais rougir en l‘écoutant ;
Je fuyais son regard, je tremblais à sa vue :
Il m’aimait tant !

Je me parais pour lui, car je savais lui plaire ;
Pour lui, j’ai mis ces fleurs et ce voile flottant ;
Je ne parlais qu’à lui, je craignais sa colère :
Il m’aimait tant !

Mais un soir il me dit : « Dans la sombre vallée
» Viendrez-vous avec moi? “ Je le promis… pourtant,
En vain il m‘attendit ; je n’y suis pas allée…
Il m’aimait tant !

Alors il a quitté ma joyeuse demeure.
Malheureux! il a dû me maudire en partant ;
Je ne le verrai plus ! je suis triste, je pleure :
Il m’aimait tant !

Delphine de Girardin (1804 – 1855) 💖

Nein, ich liebte ihn nicht; doch von Glück erfüllt,
meine Schwester, ich spürte, wie ich errötete, als ich ihm zuhörte;
ich wich seinem Blick aus, ich zitterte beim Anblick von ihm:
Er liebte mich so sehr!

Ich schmückte mich für ihn, denn ich wusste, wie ich ihm gefallen konnte;
für ihn trug ich diese Blumen und diesen wallenden Schleier;
ich sprach nur mit ihm, ich fürchtete seinen Zorn:
Er liebte mich so sehr!

Doch eines Abends sagte er zu mir: „Im dunklen Tal,
willst du mit mir kommen?“ Ich versprach es … doch,
vergebens wartete er auf mich; ich ging nicht …
Er liebte mich so sehr!

Dann verließ er mein fröhliches Zuhause.
Unglücklicher! Er muss mich verflucht haben, als er ging;
ich werde ihn nie wiedersehen! Ich bin traurig, ich weine:
Er liebte mich so sehr!

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Wolfgang Kaercher
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Richard Strauss: Traum durch die Dämmerung op. 29 Nr. 1

Weite Wiesen im Dämmergrau;
Die Sonne verglomm, die Sterne ziehn;
Nun geh’ ich hin zu der schönsten Frau,
Weit über Wiesen im Dämmergrau,
Tief in den Busch von Jasmin.

Durch Dämmergrau in der Liebe Land;
Ich gehe nicht schnell, ich eile nicht;
Mich zieht ein weiches, samtenes Band
Durch Dämmergrau in der Liebe Land,
In ein blaues, mildes Licht.

Otto Julius Bierbaum, 1865-1910 💖

Sarah Wegener, Sopran
Götz Payer, Klavier

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Fanny Hensel, 1805-1847, „Frühling“, op. 7 (Sechs Lieder) Nr. 3

Lotte Kortenhaus, Mezzosopran
Robert Lillinger, Klavier

Über’m Garten durch die Lüfte
Hör‘ ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Alles fängt schon an zu blühn.

Jauchzen möcht‘ ich, möchte weinen,
Lenz und Liebe muss das sein!
Alle Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen,
Und in Träume rauscht der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen:
Sie ist dein, ja sie ist dein!

Joseph von Eichendorff, 1788-1857, „Frühlingsnacht“ (in Gedichte Nr. 4: ‚Frühling und Liebe‘) 💖

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Das folgende Lied beschreibt die vollkommene Hingabe und das Finden von Frieden und Stille in der geliebten Person, die als die Verkörperung der Ruhe selbst angesehen wird:

Du bist die Ruh,
Der Friede mild,
Die Sehnsucht du,
Und was sie stillt.

Ich weihe dir
Voll Lust und Schmerz
Zur Wohnung hier
Mein Aug' und Herz.

Kehr' ein bei mir,
Und schließe du
Still hinter dir
Die Pforten zu.

Treib andern Schmerz
Aus dieser Brust.
Voll sey dies Herz
Von deiner Lust.

Dies Augenzelt
Von deinem Glanz
Allein erhellt,
O füll' es ganz.

Friedrich Rückert 💖

Während wir noch die entsprechende Melodie von Schubert in den Ohren haben, 
die auch Liszt für Solo-Klavier bearbeitet hat, 
lässt die nun folgende Vertonung von Fanny Hensel ganz andere Töne erklingen:

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
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Gestaltung Agentur kuh vadis