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Troubadour-Forum für die Freunde der Oper, des Gesangs und der Klaviermusik

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Die Rose im Kunstlied und mehr

Ich habe mal wieder eine Idee für ein Konzert, Inhalt sollen „Rosen“ sein, ob Oper, Lied, Operette oder auch  geistlichen Lieder, alles darf genannt werden.

Ich beginne mal mit Johannes Brahms, hier mit Nathalie Stutzmann

Sapphische Ode, Op. 94/4: Rosen brach ich Nachts mir am dunklen Hage

Rosen brach ich nachts mir am dunklen Hage;
Süßer hauchten Duft sie als je am Tage;
Doch verstreuten reich die bewegten Äste
Tau, der mich nässte.

Auch der Küsse Duft mich wie nie berückte,
Die ich nachts vom Strauch deiner Lippen pflückte:
Doch auch dir bewegt im Gemüt gleich jenen,
Tauten die Tränen

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Das darf natürlich nicht fehlen, Rosenkavalier von R. Strauss, mit Anneliese Rothenberger und Sena Jurinac,

Wiener Philharmoniker unter Karajan

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Und hier die Rosen aus der Operette „Der Vogelhändler“, mit Peter Minich und Renate Holm.

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https://www.google.de/search?q=zeit+der+rosen+grieg&sca_esv=297f8d6bee6ef7a9&sxsrf=A

Wunderschön, dieses Lied von Edvard Grieg im Konzertsaal zu erleben, hier in einer Aufnahme mit Renée Fleming.

Zur Rosenzeit
Johann Wolfgang von Goethe

Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;
Blühet, ach! dem Hoffnungslosen,
Dem der Gram die Seele bricht!

Jener Tage denk’ ich trauernd,
Als ich, Engel, an dir hing,
Auf das erste Knöspchen lauernd
Früh zu meinem Garten ging;

Alle Blüten, alle Früchte
Noch zu deinen Füßen trug
Und vor deinem Angesichte
Hoffnung in dem Herzen schlug.

Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;
Blühet, ach! dem Hoffnungslosen,
Dem der Gram die Seele bricht!

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

„The Last Rose of Summer“ ist ein Gedicht von Thomas Moore, das später auf eine traditionelle irische Melodie, „The Groves of Blarney“, vertont wurde. Von Flotow behielt die Melodie bei und übersetzte das Gedicht ins Deutsche.

 

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Heute abend sprachen wir im engsten Administratorenkreis über ein neues Thema, das musika im Zusammenhang mit Planungen für ein neues Konzert vorschwebte, nämlich die Rose, die sicherlich die in der Musik am meisten besungene Blume überhaupt ist, und da musste ich in mich gehen und zugeben, dass ich mich mit diesem Thema überhaupt noch nicht beschäftigt hatte, auch weil ich in den vergangenen acht Tagen eher damit beschäftigt war, überhaupt wieder „richtig gehen“ zu können. Da verrsprach ich, noch heute ein Beispiel einzustellen des uneingeschränkten Liederfürsten Franz Schubert, und da stieß ich auf dieses Lied, das „Die Rose“ heißt und dessen Text von Karl Friedrich Wilhelm Schlegel (1800-1801) stammt und in dem das Wort „Rose“ überhaupt nicht vorkommt.

Die Rose

Es lockte schöne Wärme,
Mich an das Licht zu wagen,
Da brannten wilde Gluten,
Das muss ich ewig klagen.
Ich konnte lange blühen
In milden heitern Tagen,
Nun muss ich frühe welken,
Dem Leben schon entsagen.
Es kam die Morgenröte,
Da ließ ich alles Zagen
Und öffnete die Knospe,
Wo alle Reize lagen.
Ich konnte freundlich duften
Und meine Krone tragen,
Da ward zu heiß die Sonne,
Die muss ich drum verklagen.
Was soll der milde Abend,
Muss ich nun traurig fragen.
Er kann mich nicht mehr retten,
Die Schmerzen nicht verjagen.
Die Röte ist verblichen,
Bald wird mich Kälte nagen.
Mein kurzes junges Leben
Wollt’ ich noch sterbend sagen.

Hier singt es die wunderbare Gundula Janowitz, begleitet von Irwin Gage:

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Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Fast gleichzeitig kam auch ein Lied in mein Gedächtnis zurück, das zu meinen Lieblingsweihnachtsliedern gehört und das ich auch hier nennen möchte, in der Melodie von Michael Praetorius. Es wird hier in der vierstrophigen Fassung im vierstimmigen Chorsatz vorgetragen :

Es ist ein Ros‘ entsprungen

Es ist ein Ros entsprungen
Aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
Von Jesse kam die Art
Und hat ein Blümlein bracht,
Mitten im kalten Winter,
Wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein das ich meine,
Davon Jesaias sagt:
Maria ist’s, die Reine,
Die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ew’gen Rat
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.

Das Bümelein so kleine,
Das duftet uns so süß,
Mit seinem hellen Scheine
Vertreibt’s die Finsternis.
Wahr‘ Mensch und wahrer Gott,
Hilf uns aus allem Leide,
Rettet von Sünd‘ und Tod.

O Jesu, bis zum Scheiden
Aus diesem Jammertal
Laß Dein Hilf uns geleiten
Hin in den Freudensaal,
In Deines Vaters Reich,
Da wir Dich ewig loben,
O Gott, uns das verleih!

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Auch ich durfte in meiner nun schon über sechzigjährigen Chorsängerzeit diesen Satz viele Male mitgestalten.

Liebe Grüße

Willi????

Doch auch ein amerikanisches Volkslied ist mir erinnerlich, das zu meinen derartigen Lieblingsliedern gehört:

The Yellow Rose of Texas

Gene Autry

There’s a yellow rose in Texas
That I am gonna back to see
Nobody else could miss her,
Not half as much as me
She cried so when I left her,
It like to broke my heart
And if I ever find her
We never more will part
 
She’s the sweetest little rosebud
That Texas ever knew
Her eyes are bright as diamonds
They sparkle like the dew
You may talk about your Clementine
And sing of Rosa Lee
But the Yellow Rose of Texas
Is the only girl for me.
 
Where the Rio Grande is flowin‘,
And starry skies are bright
She walks along the river
In the quiet summer night
I know that she remembers
When we parted long ago
I promised to return
And not to leave her so
 
She’s the sweetest little rosebud
That Texas ever knew
Her eyes are bright as diamonds
They sparkle like the dew
You may talk about your Clementine
And sing of Rosa Lee
But the Yellow Rose of Texas
Is the only girl for me.
 
Oh, now I’m gonna find her,
For my heart is full of woe
We’ll do the things together
We did so long ago
We’ll play the banjo gaily,
She’ll love me like before
And the Yellow Rose of Texas
Shall be mine forevermore
 
She’s the sweetest little rosebud
That Texas ever knew
Her eyes are bright as diamonds
They sparkle like the dew
You may talk about your Clementine
And sing of Rosa Lee
But the Yellow Rose of Texas
Is the only girl for me.
 
 
 
Liebe Grüße
 
Willi????

Ich habe noch eine Rose von Antonin Dvorak gefunden, die dieser nach einem Text von Josef Srb-Debrnov komponiert hat:

Wilde Rose

Ging einst ein Mägdelein
Früh an dern Wiesenrain,
mäht auf der blanken Au,
schmerzte sie der kalte Tau.
Ging dann an den Rain entlang,
schluchzte und weinte bang.
Fand einen Dornenstrauch,
fand eine Rose auch.
„Liebliches Röselein,
sollst mir gepflückt nun sein.“

Wer mich im Winter bricht,
sieht meine Schönheit nicht,
doch wenn der Sommer glüht,
bin ich schon halb verblüht.
Den, der im Lenz mich pflückt,
immer mein Glanz beglückt,
den , der im Lenz mich pflückt,
immer, ja immer mein Glanz beglückt.

Hier singen Barbara Bonney und Angelika Kirchschlager, begleitet von Malcolm Martineau:

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Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Josephine Lang (1815 – 1880), „Wie, wenn die Sonn‘ aufgeht“, 1861
Heike Hallaschka, Sopran
Heidi Kommerell, Klavier

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Wie, wenn die Sonn‘ aufgehet,
Die Rose blühend stehet,
In ihrer schönsten Zier.
Und doch verwelkt sich beuget,
Wenn sich die Sonne neiget,
So blühen und verwelken wir.

Andreas Gryphius ❤

Willi und musika haben auf diesen Beitrag reagiert.
Willimusika

Lieber André,

schön dass du dieses Lied von Josephine Lang eingestellt hast, denn mit der Sopranistin Heike Hallaschka habe ich schon in etlichen Konzerten mitgewirkt (als Chortenor), zuletzt im November des letzten Jahres im Mozart-Requiem in Coesfeld-Lette, wo mein Stammchor ansässig ist.

Liebe Grüße

Willi????

Heike Hallaschka ist auch seit vielen Jahren die Initiatorin der Haus-Stapel-Konzerte (Haus Stapel ist eines der größten Wasserschlösser Westfalens). Bei diesen Konzerten tritt sie auch immer selbst auf, ich habe dort schon etliche Konzerte mit ihr erlebt. Hier habe ich einen Ausschnitt aus dem Mai des letzten Jahres, der auch hierhin gehört. Sie singt „The rosen enslaves the nightingale“ von  Nikolai Rimski-Korsakov, begleitet von Professor Ravew am Klavier und Gary Woolf, Flöte:

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The rose enslaves the nighingale

The Nightingale in fervent song
Doth woo the rose the whole night long,
But to his lay no ear she lendeth,
Her head in innocence she bendeth.
Thus oft the lover sings a strain,
To his guitar, of grief and pain,
With glowing love he hopeth, feareth,
But even if the maiden heareth,
She doth not know of whom he sings,
Or why his song so sadly rings.

Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Lieber Willi,

sehr schönes Lied ❤! Gute Idee mit der Flöte, das passt wunderbar!

Aber ich glaube, der gesungene Text ist hier anders als der, den den du eingestellt hast; ich konnte aber leider keinen alternativen Text dazu finden ????. Das Original ist natürlich auf Russisch.

Die Komponistin Josephine Lang ist übrigens eine tolle Entdeckung für mich, und ich finde ihre Lieder wunderschön ❤!
Eine Begeisterung die Ich mit Fanny Hensel teile:  „[…] spiele ich es durch, finde […] die Lieder der Lang, die mir so gut gefallen, daß ich sie spiele u. wieder spiele, u. mich nicht davon trennen kann, u. sie endlich bei Seite lege, um sie zu behalten, den ganzen Tag habe ich besonders das eine Altlied gesungen u. allen Leuten davon erzählt […]. Die Sachen sind so recht musikalisch in tiefster Seele, die Modulationen oft so sinnreich u. eigen, daß ich große Freude daran habe. Wenn ich sie in München kennengelernt hätte wie du, würde ich ihr gewiss schreiben, um ihr das auszusprechen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Josephine_Caroline_Lang#Fanny_Hensel_über_Josephine_Lang

Auf der Suche nach Hallaschka hier im Forum, hatte ich deinen Beitrag über das Stapel-Haus übrigens schon gefunden, bevor ich das Lied hier einstellte:  https://troubadour-forum.de/foren/thema/haus-stapel-konzert-saison-2022/ 

Liebe Grüße
André

Lieber André, meine Programmankündigung von 2022 hatte ich schon wieder vergessen, und das o. a. Konzert hatte ich erst buchen wollen, aber dann hatten sich meine privaten Pläne doch nennenswert verändert, so dass ich den Termin nicht mehr wahrnehmen konnt. Auch in diesem Jahr ist dort wieder im gleichen Monat ein ähnliches Konzert, an dem auch unser Dirigent Maximilian wieder teilnimmt, aber auch da kann ich nicht hin, will aber hier ein Lied einstellen, das dann dort möglicherweise gesungen wird:

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Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne (Heinrich Heine)

Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne
Die liebt‘ ich einst alle in Liebeswonne
Ich lieb‘ sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;
Sie selber, aller Liebe Bronne
Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne
Ich lieb‘ sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;

Der o. a. Liederabend steht unter dem Motto- wer hätte das gedacht- „Im wunderschönen Monat Mai“, weswegen das gleichnamige Lied mit ziemlicher Sicherheit dort dann gesungen werden wird.

Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Ich habe mal, zur Abwechslung, ein Lied aus Korsika mitgebracht:

Ich liebe dich

Bleib neben mir, geh nicht weg, ich liebe dich.
Spürst du nicht, wie mein Herz bebt?
Seit so vielen Jahren bist du für mich ein seltenes Juwel.
Wenn ich ohne dich leben müsste, würde ich sterben wollen.

Unsere Häuser sind nach Süden ausgerichtet,
Dein Fenster leuchtet bei Sonnenaufgang,
Ich weiß, dass du es beim Klang der Glocke öffnest
Haare wehen im Wind wie die Frauen in der Menge.

Ich kann nicht die Luft atmen, die du atmest
Ohne vor Leidenschaft zu zittern, wenn der Wind weht,
Voller Küsse, Lieder und Seufzer,
Bringen Sie deinen Duft zurück und ich werde ihn riechen.

Du bist so frisch und rein wie die Morgendämmerung, die gerade geboren wurde,
Du bist ein immer blühender Rosenstrauch,
Gib mir die Rose, die schönste, die begehrteste,
Diejenige, die in deinem Herzen geboren wird und erblüht.

Ti Tengu Cara

Stammi vicinu, ùn ti n’andà, ti tengu cara
Soca nùn senti cum’ellu trema lu me core
Da parechji anni sì per me la perla rara
S’avessi à vive senza à tè, bramu di more

E nostre case sò di punta à la sulana
Luce lu to purtellu à lu spuntà di u sole
Sò chè tù l’apri à lu sunà di la campana
Capelli sciolti cum’e le donne di le fole

Ùn possu rispirà l’aria che tu respiri
Senza trimà di passione quandu u ventu
Carcu di basgi, di canzone è di suspiri
Porta dinù lu to odore è ch’eo lu sentu

Si fresca è pura quant’è l’alba appena nata
Un rusulaghju sì, fiuritu à tutte l’ore
Dammi la rosa, la più bella, a più bramata
Quella chi nasce è chi fiurisce in lu to core

Petru Santu Leca

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