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Die Walküre oder Inzest wird bestraft

Die Walküre von Richard Wagner

Teatro alla Scala 7. Dezember 1994

Dirigent Riccardo Muti

Plácido Domingo

Siegmund

Matthias Hölle

Hunding

Monte Pederson

Wotan

Waltraud Meier

Sieglinde

Gabriele Schnaut

Brünhilde

Marjana Lipovsek

Fricka

Susan Anthony

Gerhilde

Ruth Floreen

Ortlinde

Margareta Hintermeier

Waltraute

Anna Gonda

Schwertleite

Gabriele Maria Ronge

Helmwige

Katja Lytting

Siegrune

Penelope Walker

Grimgerde

Lioba Braun

Rossweise

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Waltraud Meier unterstreicht auch als Sieglinde ihre Ausnahmestellung als ideale Wagnersängerin.

Plácido Domingo ist stimmlich ein kraftvoller Siegmund, wäre er nur nicht so sehr auf dem Kriegsfuß mit unserer Sprache. Mitunter hat man den Eindruck, er weiß nicht, was er gerade singt. Zum Glück gibt’s den Teleprompter.

Matthias Hölle verkörpert den düster-dräuenden Hunding sehr gut. Dämonisch und mordlüstern flößt er stimmlich und darstellerisch Furcht ein

Marjana Lipovsek gibt die strenge Fricka, Hüterin von Gesetz und Moral.

Monte Pedersons Wotan ist kraftvoll und autoritär, in seiner großen Abschiedsszene wird er zum zärtlich-liebenden Vater, Stimme und Atem reichen bis zum letzten „Wer meines Speeres spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!“

Gabriele Schnaut ist eine stimmgewaltige und charismatische Brünnhilde, ihre Stimme klingt nicht immer schön, aber sehr eindringlich und bühnenpräsent.

Riccardo Muti begeistert mit dem Scala-Orchester und bietet Wagner vom Feinsten.

Nachbetrachtung zur Überschrift:

Mich stimmt der 2. Akt immer traurig, weil ein Mensch einen „Fehltritt“ mit dem Leben bezahlen muss. Siegmund hat seine Schwester Sieglinde beschlafen und daraus entstand Siegfried. Eine Sünde fürwahr, doch ist der Preis des Lebens dafür nicht zu hoch? Wotan hätte ohne die Moralpredigt seiner Gattin Fricka diesen gewaltsamen Tod seines Sohnes nicht herbeigeführt. Welch schmerzhaftes Los, sich  entscheiden zu müssen zwischen der Liebe zu seinem Kind und der Aufforderung seiner strengen Gemahlin zur Sühne. 

Wäre ich vor der Wahl gestanden, ich hätte meinen Sohn nicht geopfert, sondern Gnade vor recht ergehen lassen.

Wie hättet Ihr an Wotans Stelle entschieden? 

Lieber Wolansky,

hätte Wotan Milde walten lassen, gäbe es keinen Konflikt, deswegen keine Geschichte und daher auch keine Oper „Walküre“. Bühnengerechte Geschichten leben von starken Gefühlen und Handlungen. Milde kann sich in der Oper höchstens Sarastro erlauben. Schon bei Bassa Selim in der Entführung wirkt sie aufgesetzt….

Bewußt überspitzt formuliert…

Grüße am Ende eines langen Tages!

Honoria Lucasta

Liebe Honoria Lucasta,

dein Einwand stimmt natürlich, rein vom Kopf her betrachtet. Und mir ging es auch nicht darum, das Welt-Drama RING zu einer Seifenoper umzugestalten. Meine Bemerkung entstand als Vater dreier Söhne aus dem Herzen heraus.

Es wird natürlich weiter gemordet und gemeuchelt, in der Oper wie im richtigen Leben auch – leider!

Lieber Wolansky,

Deine noble Milde ehrt Dich! 

Einen schönen Abend wünscht

Honoria Lucasta

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