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Ein französischer Tastenkünstler: Justin Taylor, Cembalist

Der Franzose Justin Taylor hat 2016 – mit 24 Jahren – sein Debüt-Album mit französischen Cembalo-Werken beim Label Alpha herausgegeben: Große Cembalomusik – La Famille Forqueray – des französischen Barock ist da zu hören. Erst jetzt kam mir sein Album unter die Hände – und hat mich enthusiastisch in die Taten des PC hämmern lassen

Der Titel der CD erzählt uns bereits einiges über das Programm. Im Mittelpunkt stehen Vater & Sohn Antoine & Jean-Baptiste Forqueray; der eine lebte von 1672-1745, der andere von 1699-1782. Und Vater Forqueray war eine Berühmtheit an der Gambe, mit dem es wohl nur Marin Marais aufnehmen konnte. Der Sohn Jean-Baptiste muss auf der Gambe aber auch kein schlechter gewesen sein. Ein kleines Denkmal für die Ewigkeit hat er sich mit der Edition der Gambenwerke seines Vaters gesetzt, die er zudem in einer Cembalo-Fassung herausgab. Beide sind hier nun mit einer äußerst reizvollen Suite vertreten, bei der Wiedergabe man unterm Strich rasch alle Diskussionen um die bis heute anhaltende Frage vergisst, ob Jean-Baptiste nicht vielleicht der eigentliche Autor der von ihm transkribierten Tanzsätze war. Was ich übrigens nicht entscheiden kann und auch nicht möchte.

Hinzu gesellen sich mit Franҫois Couperin und Jacques Duphly zwei absolute Cembalo-Granden mit einem musikalischen „Forqueray“-Porträt: was heißen soll, dass einzelne Sätze Musiker-Namen wie Forqueray oder Rameau und Couperin tragen. Ein anspruchsvolles Programm hat also Monsieur Taylor da zusammengestellt und es mit einer eigenen Cembalo-Bearbeitung einer Forqueray-Suite für drei Gamben komplettiert.

So gibt es viele Gründe, warum Taylor 2015 beim renommierten „Concours Musica Antiqua“ im belgischen Brügge gleich drei Hauptpreise abgeräumt hatte und daher zu Recht nun mit einem extradicken Lorbeerkranz ins Aufnahmestudio gehen konnte. Nicht nur besitzt er eben den nötigen Geist, um sich in diesen streng geordneten Klangwelten zu bewegen. Zugleich zeigt sich Taylor als ein Genussmensch, der das nötige Gespür für all die fein ausgeleuchteten Ornamente, furiosen Attacken und den verführerischen Zauber besitzt.

Und das historische Ruckers-Hemsch-Cembalo, das Justin Taylor benutzt, ist das genau richtige Instrument, um die Musik des französischen Barock adäquat in die Mikrofone der Aufnahmegeräte zu transportieren. Bei den richtigen Lautsprechern oder auch den richtigen Kopfhörern kommt diese wunderbare Cembalomusik auch mit der richtige Verve an das Ohr des Hörers.

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uhrand

Jpc in Georgsmarienhütte hat die hier kurz vorgestellte Cembalo-CD noch im Programm:

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/la-famille-forqueray-portrait/hnum/4106570

Diese Adresse habe ich eingegeben, weil mir die Darstellung des Platten-Covers nicht gelungen ist – weder bei dem Anbieter jpc noch bei amazon.

Guten Abend
Manfred

 

 

Willi und uhrand haben auf diesen Beitrag reagiert.
Williuhrand

Sehr schön lieber Manfred, dass du das das Klavierforum um einen veritablen jungen Cembalisten erweitert hast, von dem ich bisher noch nichts gehört hatte, auch, weil die Cembalisten nicht mein Hauptbeschäftigungsgebiet im Klavierforum sind. Ich registriere sie, habe auch einige schon gehört wie den berühmten Scott Ross (Domenico Scarlatti) und kenne einige andere wie Christopher Hogwood und Karl Richter hauptsächlich mit anderen Werken und in anderen Funktionen. Ich habe mir nun ein Werk ausgesucht, dass ich ganz sicher in meiner Sammlung habe, weil ich von dem Komponisten alles habe:

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Ich habe, um Taylor  näher kennenzulernen, eine CD bestellt mit Werken von J.S. Bach, Vivaldi, Marcello und A. Scarlatti und werde darüber berichten, wenn ich sie gehört habe.

Liebe Grüße

Willi😀

manfred hat auf diesen Beitrag reagiert.
manfred

Jean-Baptiste Forqueray (1699-1782)

Den Musikunterricht erhielt Jean-Baptiste Forqueray von seinem Vater Antoine (Hofgambist, ordentliches Kammermusikmitglied). Laut Laborde verblüffte er den Hof bereits im Alter von fünf oder sechs Jahren mit seiner Virtuosität.

Sein eifersüchtiger Vater ließ ihn um 1715 in Bicêtre einsperren und 1725 aus Frankreich verbannen. Seine einflussreichen Schüler ließen das Urteil aufheben. Nach ein oder zwei Monaten im Exil kehrte er 1726 nach Frankreich zurück. Er ist ordentliches Kammermitglied.

Quantz wurde auf ihn aufmerksam, als er im kleinen Chor der Académie royale mitwirkte. 1727 war er mit Guignon in Rennes und Nantes.

Er heiratete Jeanne Nolson im Jahr 1732 und kam zum Gefolge des Ritters Étienne Boucon, eines Kunstliebhabers, dessen Schwester Mondonville heiratete. Gleichzeitig spielte er regelmäßig für den Steuereinnehmer Ferrand.

1737 spielte er mit Telemann. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1740 ließ er sich in Paris in der Rue des Petits Champs nieder und heiratete im folgenden Jahr, am 10. März, erneut Marie-Roze Du Bois (Marie-Rose Dubois), Tochter von Jérôme Du Bois, Anwalt im Parlament und Berater des Königs.

Im Jahr 1742 trat er offiziell die Nachfolge seines Vaters am Hof ​​an.

1747 veröffentlichte er ein Buch mit Stücken für Gambe und Basso Continuo, das er seinem Vater zuschrieb, und von diesem veröffentlichte er Transkriptionen seiner Stücke für Cembalo.

Er scheint seine Karriere als Musiker um 1760 zugunsten der Musikverlagstätigkeit aufgegeben zu haben. 1761 erhielt er eine königliche Pension, und stand im Dienst des Prinzen von Conti.

Um 1768 verfasste er für Esperendieu, den Sekretär des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, Spielanweisungen für die Gambe. (musicologie.org, Wikipedia)

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manfred

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