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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Ein spät Entwickelter: Jean-Philippe Rameau

Für mich war die französische Oper eine Art Terra incognita. Das könnte damit zu tun haben, dass ich diese Sprache nicht beherrsche. Sie scheint mir jedenfalls schwerer zu sein, als z.B. Italienisch oder Englisch. Diese Sprachen beherrsche ich zwar auch nicht, aber sie wollen mir einfach leichter ins Ohr gehen, als das Französische. Insofern sind mir Opern aus Frankreich jahrzehntelang versperrt geblieben. Ob Barock oder Romantik: die französischen Komponisten waren mir immer suspekt. Und das hat nicht nur mit Sprache zu tun, sondern auch mit der gänzlich anderen Herangehensweise der französischen Komponisten ans Opern-Sujet.

Herangetastet an französische Komponisten habe ich mich mit geistlichen Werken von Marc Antoine Charpentier und Jean Baptiste Lully. Interessanterweise ist gerade der Letztgenannte von Geburt an Italiener, der aber schon früh nach Frankreich kam und sich dort auch musikalisch assimilierte. Ein anderer Musiker ist bei mir aber im Moment ganz vorne (obwohl ich seine Musik in Bezug auf seine Ballettkompositionen, hier Les Indes Galantes, schon seit Jahrzehnten kenne): Jean-Philippe Rameau. Jene Suite habe ich vor vielen Jahrzehnten in einer Rundfunk-Sendung des WDR hören können; damals spielte die Capella Coloniensis (unter Marcel Couraud oder auch Eigel Kruttge, Günter Wich wohl eher nicht) und diese Musik gefiel mir. Tatsächlich habe ich sie später als LP gekauft, und zwar mit dem Collegium aureum unter seinem legendären Konzertmeister Franzjosef Maier. Auf der zweiten Seite war die Suite aus Rameaus Dardanus eingespielt. Die gibt (oder gab es) zumindest auch als CD – insofern habe ich sie auch noch heute!

Rameau (1683-1764) Zeitgenosse von Vivaldi, Händel und Bach (um nur einige zu nennen) ist seit einiger Zeit mit einer 27 CD Box in meinem Regal vertreten

 

und hier wurden mir die Opern Rameaus von kompetenten Dirigenten und Ensembles zu meiner vollsten Zufriedenheit vermittelt. Die Erato-Warner-Classics-Box selbst ist anspruchsvoll gestaltet, wobei die einzelnen CD’s in stabile Kartonhüllen mit farblich abgestimmter Kolorierung verpackt sind. Auch ein kleines Heftchen liegt bei, das allerdings nur die notwendigsten Informationen bereithält. Es wäre bei der Fülle an Operntexten unmöglich gewesen, alle abzudrucken. Aber es gibt zu jedem Werk entsprechende Hinweise, wo der Musikfreund Libretti oder zumindest Informationenfinden im Internet kann. Folgende Opern sind in dieser Box enthalten:

Hippolyte et Aricie (3 CD) mit Mark Padmore (T), Anna-Maria Panzarella (S), Lorraine Hunter (M), Laurent Naouro (B), Paul Agnew (T), Patricia Petibon (S), u.a; Les Arts Florissants unter William Christie

Les Indes galantes (3 CD) mit Gerda Hartmann (S), Philippe Huttenlocher (B), Louis Devos (T), Jennifer Smith (S), u.a; Chor: Joie de Valence; Orchestre Francois Paillard

Castor et Pollux (3 CD) mit Jeanette Scovotti (S), Zeger Vandersteene (T), Gérard Souzay (Bar); Stockholm Kammerkören; Concentus musicus Wien; Nikolaus Harnoncourt;

Les Fêtes d’Hébè (2 CD) mit Sophie Dannemann, (S), Paul Agnew (T), Sarah Connolly (M),u.a; Les Arts Florissants; William Christie

Dardanus (2 CD) mit Christiane Eda-Pierre (S), Frederica von Stade (S), José van Dam (B), u.a; Chor und Orchester der Nationaloper Paris; Raymond Leppard

Platée (2 CD) mit Guy de Mey, Véronique Gens (S), Jennifer Smith (S), Bernard Deletré (B), Vincent Le Texier (BB), u.a; Les Musiciens du Louvre; Marc Minkowski

Pigmalion (1 CD) mit Michael Goldthorpe (T), Marilyn Hill Smith (S), Anne-Marie Rodde (S); Chor und Orchester des English Barock Festival; Nicholas McGegan

Les Surprises d l’Amour (Suite en concert) aus dem Opera-ballet; Les Musiciens du Louvre; Marc Minkowski

Naïs (2 CD) mit Ian Caddy (Bar), Ian Caley (T), Linda Russell (S), John Tomlinson (B), Jennifer Smith (S), u.a; Chor und Orchester des English Barock Festival; Nicholas McGegan

Zoroastre (3 CD) mit Mark Padmore (haut-contre), Nathan Berg (B), Gaëlle Méchaly (S), Anna Maria Panzarella (S), u.a; Les Arts Florrissant; William Christie

La Guirlande ou Les Fleurs enchantés (1 CD) mit Sophie Danemann (S), Paul Agnew (countertenor), Francois Bazola (B), u.a; Les Arts Florissants; Capella Coloniensis; William Christie

Les Boréades (3 CD) mit Jennifer Smith (S), Anne-Marie Rodde (S), Philip Langridge (haut-contre), John Aler (haut-contre) Gilles Cachemaille (Bar), Stephen Varcoe (Bar); Monteverdi Choir; English Baroque Soloists; John Eliot Gardiner

Diese Box, vor einigen Jahren bei meinem Versandhändler zu einem Sonderpreis erstanden, ist ein preisgünstiger Einstieg in die Opernwelt des noch heute gern weltweit unterschätzten Jean Philippe Rameau gewesen. Allerdings musste ich mich von dem gewohnten Schema der Opera seria italienischer Provenienz verabschieden; die französischen Herangehensweise ist ganz anders: damals wurde in Frankreich das recitativo secco durch ein eher lyrisches Rezitativ ersetzt. Und der Wechsel von Rezitativ und Arie (die in der ABA-Form) kommt bei Rameau auch nicht vor. Seine Arien sind in Form von dekorativen divertissements gebildet und die Chöre kommen viel öfters zum Einsatz als man es von der italienische geformten Opera seria kennt.

Heute besteht das Problem, dass es diese Erato/Warner-Box bei meinem Versender nicht mehr gibt und dass, andererseits, Amazon sie noch im Programm hat, aber zu einem Preis, der an einen Apothekenpreis denken lässt. Lässt man dieses Denken mal beiseite, dann kostet jede CD dieser Box etwa 5,71 € und man kommt so auf den angegebenen Preis von 154 Euronen für diese 27-Opern-Ausgabe, damals von Erato herausgebracht, heute von Warner vermarktet. Das ist natürlich mehr als eine Überlegung wert. Und da ist jeder Musikfreund allein auf sich gestellt. Empfehlenswert ist das Angebot aus musikalisch-künstlerischer Sicht trotzdem.

Ordne die Vokabeln der jeweils richtigen Zahl zu!

« Aimer, c’est savoir dire je t’aime sans (1) . » – Victor Hugo

« Il n’y a qu’un (2)  dans la vie, c’est d’aimer et d’être aimé.» – George Sand
« Les seuls beaux yeux sont ceux qui vous regardent avec (3) . » Coco Chanel
  • parler
  • tendresse
  • bonheur

Bei richtiger Lösung gibt es ein Gratislied von Rameau!

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber André,

ich würde „parler“ der 1, „tendresse“ der 3 und „bonheur“ der 2 zuordnen.
Zu Manfreds Aussage zu dem Sprachen muss ich sagen, dass mir Französisch auch etwas schwerer erscheint als Italienisch. Aber vom Klang her liebe ich es genauso wie das Italienische. Englisch als Sprache in der Oper mag ich nicht so sehr. Zwar habe ich Englisch als erste Sprache gelernt, Französisch mußte ich in der Schule drei Jahre nachholen, als wir als Heimatvertriebene von Schleswig-Holstein nach Rheinland-Pfalz umgesiedelt wurden, vo am Gymnasium Französisch die erste Fremdsprache war, deshalb bin ich in Englisch etwas sicherer. Italienisch habe ich mir selbst beigebracht, bevor wir die erste Reise nach Italien unternommen haben. Doch da halfen mir meine Lateinkenntnisse, um es etwas schneller zu begreifen. Dennoch ist es bei dem Alltagsitalienisch geblieben, einbezogen einige Texte aus Opern, die ich auswendig kann.  Ähnlich ging es mir mit Spanisch, was ich aber nicht in der Form ausgebaut habe, weil wir nur wenige Male in Spanien waren. Meine Lieblingsoper ist eine französische, nämlich Bizets „Carmen“. Von Rameau kenne ich leider nur wenig, z.B. „Les Indes galantes“, die ich als Videoaufzeichnung auf DVD habe.

Liebe Grüße
Gerhard

Lieber Gerhard,

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Gestaltung Agentur kuh vadis