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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Neue Expressmeldungen

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Hallo

SWR Kultur widmet an den Werktagen dieser Woche die Musikstunde von 9-10 Uhr dem Andenken an Dietrich Fischer-Dieskau.

Gruss Wolfgang

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Maria João Pires erlitt kürzlich einen Schlaganfall. Die 80-jährige Pianistin gab bekannt, dass sie für einige Zeit von der Bühne zurücktreten wird. Aufgrund der gesundheitlichen Probleme mussten Auftritte im In- und Ausland abgesagt werden.

„Ich werde diese Zeit der Wiederentdeckung des Gleichgewichts zwischen Körper und Geist widmen, Freude am Rückzug, Lesen und Meditieren finden, und aus den Lektionen lernen, die mir das Leben lehren möchte“, heißt es in einem Instagram-Post der portugiesischen Pianistin. „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Geduld, Ihre Unterstützung und Ihre tröstenden Worte.“

Maria João Pires gilt weltweit als eine der größten Interpretinnen klassischer Musik.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lalo Schifrin im Alter von 93 gestorben

Lalo Schifrin (21. Juni 1932 – 26. Juni 2025), argentinischer Dirigent, Komponist und Pianist, ist im Alter von 93 in Los Angeles, Kalifornien, infolge von Komplikationen einer Lungenentzündung gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

In seinen Kompositionen verschmolz Schifrin Elemente der klassischen Musik mit Jazz und modernen Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts. So komponierte er unter anderem das Concierto Caribeño für Flöte und Orchester. Im folgenden Video spielen Mathilde Calderini und das Orchestre Philharmonique de Radio France daraus den 3. Satz (Allegro Molto Vivace), unter der Leitung von Victor Jacob:

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https://youtu.be/3xqHC4A66Uk

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Werkstatistik

Die Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins bietet als Handbuch einen Überblick über die professionellen Repertoireproduktionen einer Spielzeit und die ihnen zugrunde liegenden Werke. Alljährlich sammelt und verarbeitet die Redaktion der DEUTSCHEN BÜHNE die von den Theatern gelieferten Aufführungsdaten und bereitet sie als E-Book auf.

Die Kapitel sind unterteilt nach den Sparten Oper, Operette, Musical, Musiktheater gesamt, Schauspiel, Ballett/Tanz, Kinder-/Jugendtheater, Puppen-/Figurentheater, Revue, Projekt/Mehrspartenprojekt/Performance und Digitales Theater. Geordnet sind die Aufführungslisten nach Autor:innen, Werk und Inszenierungen; Aufführungszahlen und Zahl der Zuschauer:innen ergänzen die einzelnen Inszenierungen. Abgerundet werden die Kapitel durch anschauliche Diagramme und Tabellen mit den meistgespielten Werken, Inszenierungen und Autor:innen, als Dramatiker:innen, Komponist:innen oder Choreograf:innen.

[Quelle: Deutscher Bühnenverein]

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Pianistin Martha Argerich sagt Auftritte aus gesundheitlichen Gründen ab

Aufgrund ihres sich verschlechternden Gesundheitszustands muss die 81-jährige Pianistin bis auf Weiteres alle Konzerte absagen. Aufgrund einer Herzerkrankung sagte Martha Argerich letzte Woche drei Konzerte mit dem israelischen Cellisten Mischa Maisky im französischen Lyon ab. Laut Radio Classique sprang der argentinische Pianist Sergio Tiempo kurzfristig für sie ein.

Außerdem sagte sie zusätzliche Auftritte ab, darunter eine für diese Woche in Rom geplante Konzertreihe mit der Santa Cecilia Academy unter der Leitung von Sir Antonio Pappano. „Mit großem Bedauern hat die Pianistin Martha Argerich bekannt gegeben, dass sie nicht auftreten kann“, schrieb die Akademie auf ihrer Website. „Sie wird durch den isländischen Pianisten Vikingur Ólafsson ersetzt, dem die Akademie dankt, dass er sich so kurzfristig bereit erklärt hat, aufzutreten.“ Zu den Pianisten, die Argerich für die Europatournee der Santa Cecilia Academy vom 23. Januar bis 4. Februar 2023 vertreten, gehören Ólafsson und Seong-Jin Cho.

Diese Absagen folgen auf die Absagen von Argerich Ende 2022, ebenfalls gesundheitsbedingt. Wie die New York Times berichtete, kehrte die argentinische Pianistin Anfang des Monats zusammen mit Daniel Barenboim für drei Konzerte mit den Berliner Philharmonikern auf die Bühne zurück. Wir wünschen Frau Argerich gute Gesundheit und einen erholsamen Start ins neue Jahr.

https://theviolinchannel.com/pianist-martha-argerich-cancels-performances

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Der britische Dirigent Sir Roger Norrington ist tot.

Er starb dem Orchestra of the Age of Enlightenment zufolge am 18.7.25 im Alter von 91 Jahren.

Norrington dirigiert am liebsten barfuß.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hunderte Künstler unterzeichnen Petition und fordern Israel auf, den „schrecklichen“ Gaza-Krieg zu beenden

Bild: Palästinenser eilen herbei, um humanitäre Hilfe abzuholen, die über Zawaida im zentralen Gazastreifen abgeworfen wurde, 31. Juli 2025. (AP Photo/Abdel Kareem Hana)

Rund 1.000 Musiker, Schriftsteller, Schauspieler und andere hatten bis Sonntagnachmittag eine Petition unterzeichnet, die Israel auffordert, den Krieg in Gaza zu beenden. Dies löste heftige Reaktionen einiger Kritiker aus der Kreativbranche aus. Die Petition mit dem Titel „Stoppt den Horror in Gaza“ wirft Israels Führung vor, die Bevölkerung des Gazastreifens absichtlich auszuhungern und unschuldige Palästinenser zu töten. Sie schürt die schwelende Antikriegsstimmung mit einer harschen Rhetorik, die bisher in Israel kaum verbreitet war. „Entgegen unseren Werten und unserem Willen sehen wir uns mitschuldig an den schrecklichen Taten unserer Regierung in Gaza: der Tötung von Kindern und Zivilisten, der Hungerpolitik, der Massenvertreibung und der sinnlosen Zerstörung ganzer Städte“, schreiben die Unterzeichner. Die Erklärung fordert die Kriegsbeteiligten auf, „illegale Befehle“ zu missachten und „keine Kriegsverbrechen zu begehen“, und fordert ein Ende des Krieges und die Freilassung aller Geiseln.

Zu den Unterzeichnern gehörten die Sänger Chava Alberstein und Gidi Gov, der Jazzkünstler Avishai Cohen, die Schriftsteller David Grossman und Etgar Keret, der Dramatiker Yehoshua Sobol, die Schauspielerin Hanna Laszlo, der Animator David Polonsky und der Choreograf Ohad Naharin.

Eine am Dienstag um 15:30 Uhr von Channel 12 News veröffentlichte Liste der Unterzeichner enthielt 974 Namen und 62 weitere, die anonym bleiben wollten. Die Liste enthielt jedoch auch viele Personen außerhalb der Kreativbranche, wie Therapeuten, einen Elektriker, Lehrer und einen Landschaftsarchitekten.

Während viele in Israel schon lange ein Ende des Krieges fordern, sind diese Forderungen größtenteils aus der Sorge um die Geiseln und das Wohlergehen der Soldaten entstanden und nicht aus dem primären Blick auf das Leid der Gaza-Bewohner. In den letzten Wochen hat die Besorgnis weltweit und auch in Israel zugenommen, da sich Berichte über Massenhunger im Gazastreifen häuften und die Hilfsgüter die Zivilbevölkerung im Gazastreifen nur langsam erreichen.

https://www.timesofisrael.com/hundreds-of-artists-sign-petition-demanding-israel-end-horrific-gaza-war/

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Die Zukunft des Dirigierens

Rita Castro Blanco, Simon Clausse, Alena Hron, Joséphine Korda, Polina Lebedieva, John Rabbi Lumagba, Mauro Mariani, Richard Octaviano Kogima, Shira Samuels-Shragg und Jorge Yagüe – zehn aussergewöhnliche Talente wurden ausgewählt, um an der Gstaad Conducting Academy 2025 teilzunehmen. In kurzen Videoportraits stellen sich Teilnehmenden vor, bevor sie live auf der Bühne im Festival-Zelt Gstaad ihr Können Zeigen – bei intensiven Arbeitsphasen und Proben auf dem Weg ins Finale um den Neeme Järvi Prize. Erleben Sie die Zukunft des Dirigierens – ganz egal, wo Sie gerade sind! Die Konzerte am 13., 14. und 15. August werden weltweit per Livestream über Gstaad Digital Festival übertragen.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Diese Kurzmeldung über Franz Schubert kam in der Dresdener Abendzeitung vom 19. August:

„Der junge talentvolle Tonsetzer Schubert,
dessen Lieder-Compositionen den musikalischen Maler beurkunden,
fährt fort, in diesem leider zu viel vernachlässigten Zweige Vorzügliches zu leisten.
Alle seine Compositionen zeigen von tiefem Gemüthe,
verbunden mit einer bedeutenden musikalischen Theorie.
Seine Lieder finden viele Abnehmer.“

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Am  Sonntag 24. August kommt um 17.30 Uhr im SWR Fernsehen eine  Dokumentation 

„Whisky statt Oper- wenn der Traumjob zum Albtraum wird“.

In dieser Sendung wird über die Wende des arrivierten Tenors  Thorsten Büttner vom Sängerberuf hin zum Whisky Experten berichtet.

Sicherlich äußerst  interessant, weil an diesem Beispiel aufgezeigt werden kann wie recht- und schutzlos besonders junge Sängerinnen und Sänger als „Spielbälle“ der Theaterleitungen sind. Immer noch gibt es den Wahnsinn, dass bei einem Intendantenwechsel das gesamte sängerische Personal ausgewechselt werden kann. Erst ab einer Ensemblezugehörigkeit von über fünfzehn Jahren gibt es einen Kündigungsschutz. 

Es ist also zu empfehlen, dass viele von uns sich die Sendung ansehen. Sicherlich bietet sie genügend Stoff für eine nachfolgende Diskussion über die Situation von Sängern:innen an deutschen Bühnen.

Die Troubadour Mitglieder und  Freunde, die zu den Künstlertreffen er Gottlob Frick  Gesellschaft kommen haben Thorsten Büttner bei seinen allgemein anerkannten Auftritten sicherlich schon  gehört. Er wird übrigens beim Künstlertreffen in diesem Jahr beim Vorabendtreffen  am Freitag 17. Oktober eine Whisky-Präsentation durchführen. Dann können auch direkte Fragen an ihn gestellt werden.

Herzlich grüßen Ingrid und Hans die Sängerfreunde

Das Emerging Black Composers Project wird trotz Trumps DEI-Angriffen fortgesetzt

DEI: Diversity, Equity, and Inclusion (Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion)

Die Arbeit des Emerging Black Composers Project wird fortgesetzt, obwohl das San Francisco Symphony Orchestra und das San Francisco Conservatory of Music das Programm im Februar pausierten.

„Ich freue mich sehr, dass das Emerging Black Composers Project weiterhin einige der besten musikalischen Talente des Landes finden und fördern wird“, sagte Daniel Bartholomew-Poyser, Vorsitzender des EBCP, in einer Erklärung. „Das Komitee hat die Bewerbungen einer starken Kandidatengruppe geprüft und angehört, und wir freuen uns darauf, im Herbst einen neuen Gewinner bekannt zu geben.“

Das Symphony Orchestra und das Conservatory starteten das jährliche Projekt 2020, um einige der Hürden abzubauen, die schwarzen Komponisten beim Aufbau ihrer Karriere im Weg stehen. Die Gewinner erhalten eine Auftragsgebühr von 15.000 US-Dollar, eine Premiere mit dem Symphony Orchestra und Mentoring durch erfahrene Musiker der Organisation. Die Bewerbungen werden in einem anonymen Verfahren von verschiedenen führenden Persönlichkeiten der Branche beurteilt, darunter Bartholomew-Poyser, Kedrick Armstrong, Cristian Măcelaru und Nico Muhly.

Die Bemühungen um das EBCP wurden Anfang des Jahres gestoppt. Das Symphonieorchester und das Konservatorium verwiesen auf ein Memo des Büros für Bürgerrechte des US-Bildungsministeriums, in dem die Bemühungen um Diversität als „abstoßend“ und „beschämend“ bezeichnet wurden. Es drohte damit, Schulen, die entsprechende Bemühungen durchführen, die Bundesmittel zu streichen. Vertreter des Konservatoriums und des Symphonieorchesters erklärten damals gegenüber der Chronicle, sie versuchten, das Projekt zu retten.

„Das San Francisco Symphony Orchestra ist von dieser jüngsten Executive Order nicht betroffen und setzt sich weiterhin voll und ganz dafür ein, dass das Emerging Black Composers Project fortgesetzt wird“, schrieben sie Anfang des Jahres. „Wir arbeiten noch an den Details für den weiteren Verlauf des Projekts, aber es bleibt sowohl für das Symphonieorchester als auch für das SFCM wichtig.“ Diese Strategie scheint sich durchgesetzt zu haben, da das Symphonieorchester nun alleiniger Projektverwalter ist, während das Konservatorium weiterhin unterstützender Partner bleibt.

Der Gewinner des fünften jährlichen EBCP Michael Morgan Prize wird im Herbst bekannt gegeben, so das Symphonieorchester. Die Bewerbungen für das nächste Jahr werden voraussichtlich im November beginnen.

https://www.sfchronicle.com/entertainment/article/emerging-black-composers-project-sf-symphony-20836124.php

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Rückblick Bayreuther Festspiele 2025

Höhepunkte und Bilanz

„Alles was ist, endet!“ So prophezeit es Göttin Erda in Richard Wagners „Rheingold“. Am Dienstagabend sind nun die Bayreuther Festspiele mit einer Vorstellung des „Parsifal“ für dieses Jahr zu Ende gegangen.

Für Wagner-Fans war es ein ereignisreicher Sommer, der vor allem durch herausragende sängerische Leistungen und große Namen im Orchestergraben geprägt war.

Die Tickets für die quietschbunte Eröffnungs-Premiere zählten natürlich zu den begehrtesten der Saison. Und wie von einem Musical-Profi wie Regisseur Matthias Davids nicht anders zu erwarten, kam das komödiantische Element bei dieser Produktion nicht zu kurz. Für den „Siegfried“ oder „Tristan und Isolde“ hatte es hingegen im Vorfeld noch einige Restkarten gegeben. Was für Kulturpessimisten ein weiterer Beweis für den „Niedergang des Grünen Hügels“ war. Doch bei genauem Hinsehen hätten diese notorischen Schwarzmaler sehr wohl merken können, dass diese wenigen freien Plätze durchwegs in den teuersten Kategorien lagen und meist an einer Hand abzuzählen waren.

Mehr:

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/bayreuther-festspiele-2025-richard-wagner-bilanz-meistersinger-ring-lohengrin-parsifal-100.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Der Komponist Rodion Schtschedrin ist im Alter von 92 Jahren verstorben

verschoben

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Israelischer Dirigent verurteilt Gaza-Krieg

Nach einem Konzert bei den BBC Proms hat der israelische Dirigent Ilan Volkov die Kriegsführung seines Landes und die Terrormethoden der Hamas verurteilt und zum Handeln aufgerufen.

[Bildquelle: James Mollison]
Nach dem Konzert mit dem BBC
Scottish Symphony Orchestra am Donnerstag in der Londoner Royal Albert Hall bei den BBC Proms hat sich der israelische Dirigent Ilan Volkov ans Publikum gewandt. Sichtlich und hörbar bewegt las er von einem Zettel einige Sätze ab, die sich um die aktuelle Lage in Gaza drehten. Er stamme aus Israel, sagte der Dirigent, der seit Jahrzehnten auch international auftritt, er lebe dort, er liebe sein Land. „Aber was dort [in Gaza] passiert, ist abscheulich und entsetzlich in einem Ausmaß, das unvorstellbar ist. Unschuldige Palästinenser werden zu Tausenden getötet, immer wieder vertrieben, ohne Krankenhäuser und Schulen, ohne zu wissen, wann die nächste Mahlzeit kommt. Israelische Geiseln werden unter schrecklichen Bedingungen seit fast zwei Jahren festgehalten, und politische Gefangene schmachten in israelischen Gefängnissen.“ 

Ilan Volkov: „Politik ist Teil des Lebens“

Teilweise ging sein Appell im Lärm des Saales unter. Dabei gab es auch hörbar Gegenrufe, die ein Weiterreden verhindern wollten. Volkov ging direkt darauf ein und meinte, die Störer könnten den Saal jederzeit verlassen, wenn sie der Meinung seien, Politik hätte nichts mit Musik zu tun. Aber Politik, so Volkov wörtlich, „ist Teil des Lebens.“ Nach erneutem Stören erwiderte Volkov: „Ihr lasst mich jetzt ausreden, danach könnt ihr mich ja das ganze Leben lang verfluchen.“

Ilan Volkov: Nicht nur zuschauen, sondern handeln

Volkov sagte, dass dieser Krieg nicht von Israelis und Palästinensern allein gestoppt werden könne: „Ich bitte euch alle, alles in eurer Macht Stehende zu tun, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Jede kleine Handlung zählt, während Regierungen zögern und warten. Wir können das nicht länger geschehen lassen. Jeder Moment, der vergeht, gefährdet die Sicherheit von Millionen.“ Die große Mehrheit des anwesenden Publikums unterstützte diese Worte mit nachdrücklichem Applaus.

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/ilan-volkov-bbc-proms-aufruf-gegen-gaza-krieg-100.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Israelischer Dirigent Ilan Volkov bei Protest an der Grenze zu Gaza festgenommen

 

Der israelische Dirigent Ilan Volkov war einer von vier Aktivisten, die letzten Freitag an der Grenze zu Gaza festgenommen wurden, nur eine Woche nach seiner eindringlichen Erklärung bei den BBC Proms gegen den Völkermord im Gazastreifen. Er wurde bei seiner Verhaftung durch die Polizei gefilmt und sagte: „Wir müssen den Völkermord jetzt stoppen. Er zerstört das Leben aller. Stoppt ihn.“

Volkov und die anderen wurden etwa eine Stunde später freigelassen. Sie kehrten zu den Protestierenden zurück, die die Grenze erreichen und eine Demonstration veranstalten konnten. Die Aktion wurde aus Solidarität mit der globalen Hilfsflotte Sumud ausgerufen, deren Ziel es ist, die Blockade und Belagerung des Gazastreifens zu durchbrechen. Militärische Kräfte hinderten die Demonstranten daran, nach Gaza einzureisen, doch sie konnten den Zaun erreichen. Sie demonstrierten etwa eine halbe Stunde lang und trotzten der militärischen Einschüchterung, bei der Soldaten ihre Plakate zerrissen. Die Zahl der Demonstranten wird unterschiedlich geschätzt, doch marschierten zwischen 100 und 200 Demonstranten zum Grenzzaun zum Gazastreifen. Sie trugen Plakate in Englisch und Hebräisch mit Slogans wie „Stoppt den zionistischen Terrorismus“ und „Stoppt die anhaltende Nakba“.

 

Die Demonstranten skandierten: „Stoppt die Zerstörung, stoppt den Hunger, es herrscht ein Holocaust in Gaza.“ Sie forderten ein Ende des Völkermords, die Entwaffnung Israels und einen Boykott, um dies zu erreichen. Sie riefen Wehrpflichtige dazu auf, den Wehrdienst zu verweigern, und skandierten: „Im Dienst, im Feld, jeder Soldat ist Mittäter des Mordes.“

 

Volkov hat auch innerhalb Israels Unterstützung gewonnen und damit das wachsende Unbehagen über den Kurs der rechtsextremen Netanjahu-Regierung zum Ausdruck gebracht. Er schrieb, das Ziel des israelischen Massakers in Gaza sei „die Fortsetzung der Zerstörung“. Er konstatierte das Fehlen jeglicher Demokratie und wahrheitsgetreuer Medienberichterstattung, während die Netanjahu-Regierung ihre Bemühungen verstärkte, eine Überprüfung ihres Handelns zu verhindern. Wenige Tage vor Volkovs Verhaftung wurde zwei Abgeordneten der regierenden britischen Labour-Partei die Einreise ins besetzte Westjordanland aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung“ verweigert. Auch früheren Ministerdelegationen des CAABU wurde die Einreise verweigert.

 

Die Verhaftung Volkovs und die Maßnahmen gegen Abgeordnete eines israelischen Verbündeten zeigen, dass kein humanitärer Protest den Völkermord stoppen kann, sondern nur ein politischer und industrieller Kampf der Arbeiterklasse, um Starmer und Netanjahu zu stürzen.

 

https://www.wsws.org/en/articles/2025/09/22/aoar-s22.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Kölner Oper soll jetzt im September 2026 wiedereröffnen

Nach einer jahrelangen Sanierung mit extrem gestiegenen Kosten steht jetzt ein Termin zur Wiedereröffnung der Kölner Bühnen fest. Kölns Oberbürgermeisterin Reker kündigte an, am 24. September 2026 werde es einen Festakt geben. Die Oper und das Schauspielhaus werden seit 2012 saniert. Die Wiedereröffnung war für 2015 geplant, die Kosten wurden mit 250 Millionen Euro veranschlagt. Inzwischen wurden 798 Millionen ausgegeben. Gründe für die Fehlplanung waren laut Reker Fehler in der Bauleitung, aber auch die Annahme, dass man „modernste Bühnentechnik in denkmalgeschütze Gebäude“ bauen könnte.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/koelner-oper-soll-jetzt-im-september-2026-wiedereroeffnen-102.html

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Dirigent Zubin Mehta storniert Konzerte aus gesundheitlichen Gründen

Zubin Mehta, der derzeit emeritierter Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra (IPO) ist, hat seine Konzerte mit dem Orchester im November und Dezember aufgrund von schlechter Gesundheit abgesagt. Er sollte zunächst ab 27. November 2025 das IPO in Verdis AIDA an mehreren Terminen leiten, und am 9. und 11. Dezember mit Ravels Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2, sowie Mozarts Ouvertüre für die Entführung aus dem Serail und dem Fagott-Konzert mit Solist Daniel Mazaki auftreten.
Der italienische Dirigent Vincenzo Milletarì, der seit August dieses Jahres eine Produktion von AIDA leitet, wird ihn ersetzen.
Seit Beginn seiner Karriere im Jahr 2017 ist Milletarì mit der Royal Danish Opera, der Prager State Opera, der norwegischen Opera Oslo, dem Orchester Sinfonica di Milano, Filarmonica Toscanini, Aalborg Symphony Orchestra, Odense Symphony Orchestra und dem Copenhagen Philharmonic aufgetreten. Er ist Absolvent des Konservatoriums „Giuseppe Verdi“ in Mailand und der Royal Academy of Music in Kopenhagen, wo zu seinen Mentoren Riccardo Muti und Pier Giorgio Morandi gehörten.

Mehtas jüngste Stornierungen mit dem IPO wären seine letzten Konzerte für 2025 gewesen. Bereits Anfang dieses Jahres hatte sich der 89-Jährige aus gesundheitlichen Gründen aus Konzerten mit den Berliner Philharmonikern, der Bayerischen Staatsoper und den Münchener Philharmonikern zurückgezogen.

Mehta, einer der bedeutendsten Dirigenten, die heute arbeiten, hatte die Wiener, Berliner und Israel Philharmoniker schon im Alter von 25 Jahren geleitet. in den 1960er und 70er Jahren war er Musikdirektor im Montreal Symphony Orchestra und dem Philharmonic-Orchestra in Los Angeles. 1977 wurde er zum Chefdirigenten des IPO ernannt und 1981 zu seinem Musikdirektor fürs Leben. Er ging 2019 in den Ruhestand, bevor er die Rolle des emeritierten Musikdirektors mit dem IPO übernahm.

Wir wünschen Herrn Mehta eine schnelle Genesung!

https://theviolinchannel.com/conductor-zubin-mehta-cancels-concerts-for-health-reasons/

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

András Schiff erhält den Praemium Imperiale

Die Verleihung des Praemium Imperiale ist mehr als eine Ehrung des Lebenswerks eines großen Musikers. Dieser Preis, oft als „Nobelpreis der Künste“ bezeichnet, würdigt Künstlerinnen und Künstler, die auf höchstem Niveau wirken und Gesellschaft nachhaltig mitgestalten.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kulturpreis-praemium-imperiale-fuer-pianisten-andras-schiff-und-architekten-eduardo-souto-moura-102.html

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Camerata Bern erhält Berner Musikpreis

Die Camerata Bern wird für ihr über 60-jähriges Wirken als prägendes Kammermusikensemble ausgezeichnet. Mit seiner unverwechselbaren Präsenz und den Bildungsprojekten strahle es weit über Bern hinaus, heisst es im Communiqué.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 17. November in Biel statt.

https://www.derbund.ch/berner-musikpreis-nemo-und-camerata-bern-ausgezeichnet-288059699947

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Bayerische Staatsoper: Absage Zubin Mehta. Nicholas Carter übernimmt „Die Fledermaus“

Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass Zubin Mehta sein für Dezember und Januar geplantes Dirigat für Die Fledermaus an der Bayerischen Staatsoper aus persönlichen Gründen nicht wahrnehmen kann. Die Entscheidung fiel nach sorgfältiger Abwägung und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Uns ist bewusst, dass diese Absage für viele Musikfreunde enttäuschend ist. Umso mehr danken wir Ihnen für Ihr Verständnis in dieser außergewöhnlichen Situation.
Nicholas Carter wird das Dirigat für alle Vorstellungen von Die Fledermaus übernehmen und gibt damit – vor den bereits geplanten Vorstellungen von L’elisir d’amore im April 2026 – sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper.

Ihr Team der Bayerischen Staatsoper

Artist - Nicholas Carter - Nicholas Carter
Nicholas Carter: Foto: Agentur

Nicholas Carter ist seit 2021 Chefdirigent und Co-Operndirektor der Bühnen Bern, wo er u. a. Tosca, Arabella und den Ring des Nibelungen leitete. Zuvor war er Kapellmeister an der Hamburgischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin sowie von 2016 bis 2019 Principal Conductor des Adelaide Symphony Orchestra und von 2018 bis 2021 Chefdirigent des Stadttheater Klagenfurts sowie des Kärntner Sinfonieorchesters. Gastengagements führten ihn außerdem nach Hamburg (u. a. Le nozze di Figaro), die Deutsche Oper Berlin (u. a. Wagners Ring), das Opernhaus Zürich (Les Pêcheurs de perles), die Wiener Staatsoper, die Metropolitan Opera in New York (Brett Deans Hamlet und Brittens Peter Grimes) sowie ans Festival in Glyndebourne. Zudem dirigierte er Orchester wie das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das MDR Sinfonieorchester Leipzig, das BBC Symphony Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Seoul Philharmonic und das Hong Kong Philharmonic Orchestra. Er wird von der Saison 2026/27 an Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und des Staatsorchesters Stuttgart, wo er u. a. bereits Aufführungen von Der Spieler und Das Rheingold leitete. An der Bayerischen Staatsoper gibt er 2025/26 sein Debüt mit Die Fledermaus. Im April 2026 folgt L’elisir d’amore.

https://onlinemerker.com/infos-des-tages-freitag-31-oktober-2025/

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ab September 2026: Irland führt bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler ein

Seit drei Jahren läuft in Irland ein Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen für Künstler:innen. Offenbar so erfolgreich, dass das zuständige Ministerium dieses Programm jetzt dauerhaft etablieren will. Profitieren könnten Hunderte Menschen.

Irland: Grundeinkommen für Künstler:innen bald dauerhaft. (Bild: Photo Veterok/Shutterstock)

Als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf die Kunst- und Kulturszene hatte Irland im Jahr 2022 ein Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen gestartet. Dieses kommt ausschließlich Künstler:innen zugute.

Irland: Grundeinkommen für 2.000 Künstler

Bisher erhalten auf diese Weise 2.000 Kunstschaffende jeweils 325 Euro pro Woche, also rund 1.400 Euro pro Monat und knapp 17.000 Euro pro Jahr. Das Programm sollte eigentlich im August 2025 ablaufen, war aber noch einmal bis Februar 2026 verlängert worden. Jetzt könnte daraus eine dauerhafte Einrichtung werden.

Entsprechende Pläne hat jetzt das zuständige Ministerium für Kunst, Kultur, Kommunikation, Medien und Sport veröffentlicht. Das Nachfolgeprogramm soll im Herbst 2026 an den Start gehen. Künstler:innen sollen sich in der ersten Jahreshälfte dafür bewerben können.

Künstler per Losverfahren ausgewählt

Ob konkrete Anforderungen erfüllt werden müssen und wieviele Künstler:innen genau in den Genuss der Basiszahlung kommen, steht noch nicht fest. Während des Pilotprojekts wurden die Künstler:innen per Losverfahren ausgewählt.

Allerdings müsse die Regierung dem Plan noch zustimmen, so das Ministerium. Dann sei aber nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der möglichen Profiteur:innen von aktuell 2.000 noch weiter erhöht werde.

Kulturminister: Enormer Erfolg für Irland

Ziel sei es jedenfalls, „ein dauerhaftes Grundeinkommen im Kunst- und Kultursektor zu etablieren“, wie Kultur- und Kommunikationsminister Patrick O’Donovan in einer Mitteilung erklärte. Und weiter: „Dieses Programm ist weltweit beispielhaft und ein enormer Erfolg für Irland. Es muss zukunftssicher und nachhaltig gestaltet werden“.

Die Forschung habe gezeigt, dass das irische Grundeinkommen für Künstler:innen deren Karrieren erfolgreich unterstütze. Allein schon weil die finanzielle Unsicherheit verringert werde, die typisch für eine Karriere im Kunstbereich sei, wie es vonseiten des Ministeriums heißt.

Grundeinkommen: Psychische Gesundheit verbessert

Diejenigen, die eine solche Zahlung erhalten haben, fanden, dass die Zahlungen ihr tägliches Leben verbessert hätten, berichtet Business Insider. In einem Bericht der irischen Regierung hieß es, dass die Zahlungen auch die psychische Gesundheit verbessert hätten – über die Verringerung des finanziellen Stresses und der Förderung der beruflichen Weiterbildung hinaus.

Positive Auswirkungen auf die Psyche zeigen viele ähnliche Experimente zum bedingungslosen Grundeinkommen. Besondere Aufmerksamkeit hatte ein Pilotprojekt in Finnland erhalten, das im Jahr 2017 gestartet war. Damals hatten 2.000 zufällig ausgewählte Langzeitarbeitslose jeweils 560 Euro monatlich ausgezahlt bekommen.

Deutsche Testpersonen arbeiteten weiter

Eine deutsche Langzeitstudie zum bedingungslosen Grundeinkommen zeigte nicht nur, dass Empfänger:innen deutlich zufriedener waren. Die Studie räumte auch mit einem Vorurteil auf: Denn die Testpersonen legten sich nicht auf die faule Haut, sondern arbeiteten trotz Grundeinkommens weiter.

https://t3n.de/news/irland-grundeinkommen-kuenstler-1713683

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Maria João Pires beendet Karriere

Am vergangenen Samstag erhielt die Pianistin Maria João Pires in Lissabon den Helena-Vaz-da-Silva-Preis für die Förderung des kulturellen Erbes. Bei dieser Gelegenheit gab sie das Ende ihrer Konzertkarriere bekannt, nachdem sie im Juni aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr auftreten konnte. Laut der Musikerin geht die Entscheidung über ihre Beziehung zur Musik hinaus: „Ich befinde mich heute in einem Prozess des radikalen Wandels, auf der Suche nach der Wahrheit, nach Wahrheiten, auf dem Weg der Akzeptanz, vielleicht des Verständnisses dessen, was ich zuvor nie akzeptiert hatte“, erklärte sie laut der portugiesischen Zeitung Público.

„Die Fähigkeit zu töten, zu zerstören, auszulöschen“

In ihrer Dankesrede drückte die 81-jährige Künstlerin ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber den Organisatoren des Preises und all jenen aus, die sie ihr Leben lang unterstützt hatten. Sie fügte hinzu: „Wettbewerb lässt uns oft das Wesentliche vergessen: Gemeinschaft, die Gruppe und unser wahres Wesen.“

Mit Blick auf die aktuellen internationalen Ereignisse betonte Maria João Pires: „Die unbegrenzte Fähigkeit der Menschheit, im Laufe der Geschichte zu töten, zu zerstören und auszulöschen, ist wahrlich erschreckend und unerklärlich.“ Sie erklärte: „Das Undenkbare geschieht: Wir werden Zeugen grausamer Massaker, der Vernichtung von Völkern und Kulturen und der gnadenlosen Zerstörung unseres Planeten. Es scheint, als müssten wir uns plötzlich fragen: Ist die Menschheit letztlich unintelligent oder einfach unfähig, sich mit den gesammelten Erfahrungen weiterzuentwickeln?“

[Meine persönliche Ansicht: die Menschheit ist untreu gegenüber Gott und der Natur.]

https://www.diapasonmag.fr/a-la-une/maria-joao-pires-annonce-mettre-fin-a-sa-carriere-60023.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Die Auswirkungen der Kürzungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf die klassische Musik in den USA

In der Washington Post vom Sonntag 12.10.2025 schreibt Michael Andor Brodeur: „Im Juli kürzte die Trump-Regierung die Mittel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk um rund 1,1 Milliarden US-Dollar und löste damit faktisch die Corporation for Public Broadcasting auf, die fast 60 Jahre lang Bundesmittel an Organisationen wie PBS, NPR und andere Mitgliedssender verteilt hatte. Gleichzeitig beschloss der Kongress die vollständige Streichung aller Bundesmittel für öffentlich-rechtliche Medien. Diese Situation hat Hörer, die auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Nachrichten und Informationen angewiesen sind – insbesondere in ländlichen und abgelegenen Gebieten –, in eine prekäre Lage gebracht. Auch Sender im ganzen Land versuchen verzweifelt, die durch den Wegfall der Bundesmittel entstandenen Finanzierungslücken zu schließen… Am 1. Oktober traten diese Kürzungen offiziell in Kraft und zwangen Dutzende von Sendern, Hunderte von Stellen abzubauen. Dadurch gerieten gefährdete Sender in große Not… Für Liebhaber klassischer Musik sollte diese scheinbar geringfügige Schließung ein Schlag ins Gesicht sein.“ Unheilvoller Unterton: Bedenkt man, dass rund 96 Prozent der klassischen Musik im US-Radio über öffentlich-rechtliche Sender ausgestrahlt werden, wirkt der Verlust eines einzelnen Senders wie die Spitze eines besonders gefährlichen Eisbergs. Die drohende Schließung öffentlich-rechtlicher Radiosender gefährdet den kostenlosen Zugang zu klassischer Musik für Millionen von Menschen. Darüber hinaus sind viele Sender eng mit der jeweiligen regionalen Klassikszene verbunden und pflegen langjährige Partnerschaften und symbiotische Beziehungen, die die Sichtbarkeit und Zukunftsfähigkeit der lokalen Kulturwirtschaft stärken.

https://symphony.org/the-effects-of-cuts-to-public-radio-on-classical-music-in-the-u-s/

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Wettbewerb „Das Lied“ wird eingestellt

Das Musikfestival „Heidelberger Frühling“ stellt den Gesangswettbewerb „Das Lied“ ein. Grund seien die angekündigten Sparvorgaben und Kürzungen im Doppelhaushalt der Stadt Heidelberg, teilten die Veranstalter am Montag mit. Die letzte Ausgabe fand 2023 statt, die nächste war für den Sommer 2026 geplant.

https://www.musik-heute.de/27297/wettbewerb-das-lied-wird-eingestellt/

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
Rechte Kontrolle in Italiens Kulturinstitutionen?
Das Opernhaus Scala in Mailand

Italiens Orchester wehren sich: In Venedig wird gegen die neue Musikdirektorin am La Fenice protestiert, an der Mailänder Scala gegen die Ankündigung von künstlerischen Überprüfungen

An der Mailänder Scala hat Daniel Barenboim am Montag die Konzertsaison mit einem Beethoven-Abend eröffnet, und der Beifall am Ende hätte vermutlich noch länger angehalten, hätte das wiederholte Zurückkehren auf die Bühne den Maestro nicht so erschöpft.

Das Mailänder Publikum feiert jede Rückkehr Barenboims, mit dem es eine lange gemeinsame Geschichte verbindet, wie ein großes Fest. Diesmal erschien der Applaus allerdings auch wie eine Geste des Aufbegehrens gegen den politischen Druck, dem sich Italiens Musiklandschaft ausgesetzt sieht. Am Wochenende hatte der Staatssekretär für Kultur, Gianmarco Mazzi von Melonis Brüdern Italiens, während einer Konferenz in Verona eine „künstlerische Überprüfung“ aller Opern- und Symphonieorchester angekündigt.

Es fehle Italien an musikalischer Spitzenleistung. „Wenn wir einen Vergleich mit dem Tennis anstellen, dann haben wir kein Sinner-, sondern ein Cerúndolo-Orchester“, sagte Mazzi (der argentinische Tennisspieler Francisco Cerúndolo steht auf Platz 21 der Weltrangliste). Es gebe Protokolle, so Mazzi weiter, die künstlerische Überprüfungen vorsehen, doch das stark gewerkschaftlich geprägte Opernsystem bekämpfe sie.

Ehrung als bestes Opernorchester der Welt

Die Mitarbeiter der Scala reagierten prompt. Die vom Staatssekretär für Kultur angekündigten Überprüfungen „erscheinen, so wie sie dargestellt werden, letztlich als reine Vergeltungsmaßnahme, als ‚Zurechtweisung‘“, heißt es in einer Stellungnahme der Gewerkschaften der Scala. Es stelle sich die Frage, ob kontrolliert werden solle, um etwas zu verbessern oder um dem Opernhaus womöglich zu schaden.

Künstlerische Kontrollen seien laut Tarifvertrag ohnehin vorgesehen, und sowohl Orchestermusiker als auch Chorsänger und Tänzer hätten sich bei ihren Bewerbungen um eine Festanstellung umfassenden Überprüfungen ihrer Fähigkeiten zu unterziehen. Die künstlerische Überprüfung als ein neu einzuführendes Instrument darzustellen, bedeute, die Realität zu verzerren. In der Erklärung wird außerdem auf das internationale Ansehen des Scala-Orchesters verwiesen. Es hat 2018 und abermals 2024 den ersten Preis bei den Opera Awards als bestes Opernorchester der Welt gewonnen.

Mit seinen Äußerungen hat Mazzi die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung in Italiens Opernwelt weitergeschürt.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/musik-und-buehne/italiens-orchester-gegen-kontrollen-von-rechts-110786627.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Spektakulärer Zuwachs für die Autographen-Sammlung der Internationalen Stiftung Mozarteum

Zwölf originale Handschriften der Mozart-Familie aus der Sammlung Eggers sind der bedeutendste Zuwachs seit den Schenkungen der Mozart-Söhne im 19. Jahrhundert

Es ist in der fast 150-jährigen Geschichte der Internationalen Stiftung Mozarteum der seit langem relevanteste Neuzugang in der Sammlung: Zwölf originale Handschriften der Mozart-Familie aus der Sammlung von Hans Joachim Eggers gelangten größtenteils als Schenkung in die Autographen-Sammlung – allesamt kostbare Dokumente, die Mozarts faszinierende Persönlichkeit noch deutlicher zeichnen. Darunter ist die einzige Abschrift von Mozarts Miserere KV 85 aus dem Jahr 1770 aus der Hand von Leopold Mozart, zudem der Brief, in dem Mozart mit seiner Schwester 1787 den Nachlass des verstorbenen Vaters regelt, oder auch der Brief, in dem Wolfgang Amadé seiner Mutter 1778 erstmals von Aloisia Weber, seiner ersten großen, jedoch unerwiderten Liebe, berichtet.

Den Traum eines jeden Mozart-Verehrers, eine eigene Sammlung mit Originalhandschriften von Wolfgang Amadé und Leopold Mozart, hat sich der Kölner Virologe Hans Joachim Eggers (1927–2016) erfüllt. 1975, vor genau 50 Jahren, begann er damit, Mozart-Autographe auf Auktionen zu erwerben. 30 Jahre später war er im Besitz der bedeutendsten privaten Mozart-Sammlung, die in Deutschland und Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengetragen werden konnte. Bescheiden, wie Eggers war, blieb die Sammlung vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen. Salzburg und der Stiftung Mozarteum war Eggers als langjähriger Besucher der Mozartwoche verbunden. Durch Entgegenkommen seiner Nachfahren sind nun zwölf Stücke aus dieser einmaligen Kollektion an die Internationale Stiftung Mozarteum gelangt, überwiegend als Schenkungen. Es ist der größte Zuwachs für die weltweit umfangreichste Sammlung an Briefen und Dokumenten zur Mozart-Familie seit den Vermächtnissen der beiden Mozart-Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Mozart im 19. Jahrhundert.

Ein Großteil der Schätze aus der Sammlung Eggers wird nun zum allerersten Mal öffentlich gezeigt in der Sonderausstellung Prachtvolle Premiere: Die Mozart-Autographe der Sammlung Eggers, die vom 28. November 2025 bis 1. Februar 2026 im Mozart-Wohnhaus zu sehen ist.

 

Die Briefe, Dokumente und Musikhandschriften stehen allen Interessierten als Digitalisate zum genauen Studium in der Bibliotheca Mozartiana digital zur Verfügung: Sammlung Eggers

https://mozarteum.at/press_release/spektakulaerer-zuwachs-fuer-die-autographen-sammlung-der-internationalen-stiftung-mozarteum

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Mit 90 Jahren und nach einer 60-jährigen Karriere hat Maestro Jean-Claude Casadesus immer noch viele Projekte im Sinn.

1976 gründete er das Orchestre National de Lille, das er über vierzig Jahre lang dirigierte. Unter seiner Leitung konzertierte das Orchester weltweit. Der Maestro feiert nun sein 60-jähriges Bühnenjubiläum mit einer Reihe internationaler Konzerte. Um mehr zu erfahren, haben wir ihm einige Fragen gestellt.

Sie feiern Ihren 90. Geburtstag und 60 Jahre im Showgeschäft – wie blicken Sie auf Ihre außergewöhnliche künstlerische Karriere zurück?

Ich hatte diese Frage nicht erwartet; es war ein Ausdruck von Begeisterung, von Freude darüber, Meisterwerke mit so vielen Menschen teilen zu dürfen. Ich versuchte, das Wesen meines Lebens, meine Gefühle, zu vermitteln, und es erfüllte mich mit Freude, Menschen zu begegnen, die dachten, diese Gefühle seien nichts für sie, und ihnen dabei zu helfen, sie mit ihnen zu teilen.

Könnten Sie uns eine Erinnerung an Lille mitteilen, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? Oder eine Erinnerung aus dem Ausland?

Erinnerungen? Genauer gesagt, drei. Wenige Tage nach dem Anschlag im Bataclan dirigierte ich Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie in Lille . Ich sprach zum Publikum und sagte, dass wir uns niemals der Barbarei beugen würden, und ließ alle meine Musiker aufstehen und die Marseillaise spielen.

Auf Arte gibt es eine Dokumentation darüber; der Sender hat das Konzert aufgezeichnet und als Schallplatte veröffentlicht. Ich meine, das Symbol der Auferstehung passte meiner Meinung nach perfekt zu dieser Tragödie, die gleichzeitig hoffentlich auch einen Hoffnungsschimmer birgt.

Eine Erinnerung aus dem Ausland? Nun, vor zwei oder drei Jahren bat mich der König von Marokko, ein großes Konzert zur Begrüßung von Papst Franziskus zu dirigieren. Es war das erste Mal seit 34 Jahren, dass ein Papst dieses wunderschöne Land betreten hatte.

So dirigierte ich Caccinis Ave Maria mit dem marokkanischen Philharmonischen Orchester und einem großen Chor. Hinter mir, im Imam-Ausbildungszentrum in Rabat, saßen 2000 religiöse Würdenträger, der Papst und der König – ganz im Sinne des Königs und des ökumenischen Bestrebens, die drei monotheistischen Religionen einander näherzubringen. Drei Künstler, drei Sänger, ein Imam, eine jüdische und eine christliche Frau wirkten mit. Es war, um es so auszudrücken, ein unglaublich bewegendes Erlebnis.

Ich kann Ihnen auch von einem Gefühl erzählen, das ich kürzlich in Lille empfunden habe: Xavier Bertrand, der Präsident der Region, beschloss, unser Auditorium Nouveau Siècle, in dessen Bau ich über zehn Jahre so viel Zeit und Mühe investiert hatte, zu taufen. Er nannte es Jean-Claude-Casadesus-Saal, und ich muss sagen, dass ich diese Entscheidung, solange ich noch lebe, als große Ehre empfinde.

Jean-Claude Casadesus und das Orchestre National de Lille.
Jean-Claude Casadesus und das Orchestre National de Lille. • © Ugo Ponte-ONL

Was sind Ihre Pläne?

Am 25. Januar 2026 dirigiere ich ein großes Konzert im Théâtre des Champs-Élysées. Es handelt sich um ein Jubiläumskonzert, das Sie zu meinem 90. Geburtstag erwähnt haben, mit dem Orchestre des Concerts Colonne. Warum gerade dieses Konzert? Zweifellos in Erinnerung an meine Anfänge; nach meinem Abschluss am Konservatorium begann ich meine zweite musikalische Laufbahn als Schlagzeuger: Zehn Jahre lang war ich Solopauker dieses Orchesters. Vor sechzig Jahren begann ich dort auch meine Dirigentenlaufbahn.

Dieses Programm umfasst Verdis Ouvertüre La Forza del Destino , Ravels Klavierkonzert in G-Dur mit meinem Enkel Thomas Enhco als Solisten und Berlioz‘ Symphonie Fantastique .

Jean-Claude Casadesus und sein Enkel Thomas Enhco, Jazz- und Klassikpianist.
Jean-Claude Casadesus und sein Enkel Thomas Enhco, Jazz- und Klassikpianist. • © DR

Warum also diese Werke? Die Macht des Schicksals ist offensichtlich ein Symbol für das Leben, für die schnell vergehende Zeit… Mein Enkel verkörpert die Weitergabe dieses Erbes! Er ist ein wunderbarer Pianist, und ich wage zu behaupten, dass ich, zusammen mit seiner Mutter und all seinen Förderern, zu der Entwicklung seines großartigen Talents im Jazz und in der Sinfoniemusik beigetragen habe. Und dann ist da noch das Werk des Komponisten Ravel, der meiner Familie so am Herzen liegt…! Berlioz, der Begründer des Orchesters, wie wir es heute kennen, ist ein unglaublicher Innovator: Diese Sinfonie bietet zudem die Gelegenheit, alle Orchestergruppen zu präsentieren.

Zu meinen Projekten gehören auch Einladungen nach Januar nach Budapest im Februar, Jerewan im März, Japan im April, Rumänien im Mai, mein Klavierfestival, das Lille Piano Festival, das ich für Lille 2004 ins Leben gerufen habe und an dem ich regelmäßig im Juni teilnehme.

Ich werde Ende Juni auch das Festival „Étoiles du Classique“ in Saint-Germain-en-Laye besuchen, ein Treffen talentierter junger Musiker der heutigen Generation. Im August werde ich an der Abschlussveranstaltung des Festival de Musique en Ré auf der Île de Ré teilnehmen.

Im September werde ich mit meinem ehemaligen Lille National Orchestra wiedervereint, um dessen fünfzigjähriges Bestehen und die Wiedereröffnung unseres Saals zu feiern, der sich derzeit im Umbau befindet. Und, so Gott will, werde ich im Oktober mit einem weiteren mir sehr wichtigen Orchester, dem Lettischen Nationalorchester in Riga, wiedervereint sein, danach… nun ja, danach werden wir sehen!

https://france3-regions.franceinfo.fr/hauts-de-france/nord-0/lille/a-90-ans-et-apres-60-ans-de-carriere-le-maestro-jean-claude-casadesus-a-toujours-des-projets-plein-la-tete-3258799.html

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Drama um Star-Bariton Jubilant Sykes (71):US-Opernsänger erstochen! Sohn festgenommen

Jubilant Sykes (†71) starb qualvoll in seinem Haus durch einen Messerangriff. Sein eigener Sohn ist der Tatverdächtige

Jubilant Sykes (†71) starb qualvoll in seinem Haus durch einen Messerangriff. Sein eigener Sohn ist der Tatverdächtige

Foto: AP
Das Haus des Opernstars: Hier spielten sich die schrecklichen Szenen am Montagabend (Ortszeit) ab

Das Haus des Opernstars: Hier spielten sich die schrecklichen Szenen am Montagabend (Ortszeit) ab

Foto: action press

Alles begann mit einem Notruf. Eine Person aus Sykes’ Haus meldete um kurz nach 21 Uhr Ortszeit einen „laufenden Überfall“ mit Körperverletzung. „Die Beamten trafen schnell ein und nahmen Kontakt mit dem Anrufer auf, der sie in das Haus führte“, heißt es in der Erklärung der Polizei. Dort fanden sie den „lebensgefährlich verletzten“ Sänger. Die Verletzungen deuteten direkt auf eine Messerattacke hin.

Täter soll der eigene Sohn sein

Der mutmaßliche Täter, der Sohn des Opernstars, wurde noch im Haus gefunden. Er ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Für seinen Vater kam jede Hilfe zu spät, er wurde noch am Tatort für tot erklärt. Die Ermittlungen laufen weiter, Sohn Micah wird wegen Mordes angeklagt, der Fall liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft von Los Angeles.

Jubilant Sykes, geboren in Los Angeles, hinterlässt eine eindrucksvolle Karriere

Er sang in den größten Opernhäusern der Welt – von der Metropolitan Opera bis zur Deutschen Oper Berlin, von der Carnegie Hall bis zum Kennedy Center. Für seine Arbeit an Leonard Bernsteins „Mass“ war er für einen Grammy nominiert. Auch als Schauspieler machte er sich einen Namen, etwa in „Freedom“ neben Cuba Gooding Jr. oder in „The Descent“ 2023.

https://www.bild.de/unterhaltung/stars-und-leute/jubilant-sykes-71-us-opernsaenger-erstochen-eigener-sohn-festgenommen-693919edff72d1ca14997e83

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ab 2026 führt Irland dauerhaft ein Grundeinkommen für Künstler*innen ein. In einem Pilotprojekt wurde es bereits seit 2022 als Reaktion auf die Auswirkungen der Pandemie auf Künstler*innen und Kulturschaffende getestet und nun die Ergebnisse der begleitenden wissenschaftlichen Studie ausgewertet.

Nach den positiven Studienergebnissen soll das sogenannte „Basic Income for the Arts“ nun auf Dauer fortgesetzt werden, wie Kulturminister Patrick O’Donovan Anfang Oktober in einer Sitzung zum Haushalt des nächsten Jahres bekanntgab. Ins Leben gerufen wurde der Versuch der Stabilisierung des Einkommens von Künstler*innen durch Kulturministerin Catherine Martin als vorerst dreijähriger Versuch, der nun verstetigt wird. Das irische Vorgehen erfährt internationale Aufmerksamkeit. So erkundigten sich laut O’Donovan bereits Australien, Wales, Südkorea, Kanada, Norwegen, Litauen, Estland und verschiedene europäische Kulturräte über das Programm.

https://www.kunstforum.de/nachrichten/irland-fuehrt-grundeinkommen-fuer-kuenstlerinnen-ein


Das dreijährige Projekt unterstützte 2.000 Künstler*innen mit regelmäßigen Zahlungen, um ihre kreative Arbeit finanziell zu stabilisieren, und zeigte durchgehend positive Ergebnisse.
Während des Pilotprogramms gaben die teilnehmenden Künstlerinnen an, mehr finanzielle Sicherheit und Wohlbefinden zu erleben, deutlich mehr Zeit in ihre künstlerische Praxis zu investieren und mehr Werke zu schaffen als Künstlerinnen ohne diese Unterstützung.
Auswertungen zeigten, dass sie wöchentlich mehr Stunden mit kreativen Tätigkeiten verbrachten, mehr in Materialien und Produktion investierten und höhere Einnahmen aus künstlerischer Arbeit erzielten.
Eine umfassende Kosten‑Nutzen‑Analyse ergab, dass das Programm über seine Laufzeit mehr als 100 Millionen Euro an sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen generierte.
Für jeden investierten Euro erhielt die Gesellschaft schätzungsweise 1,39 Euro an Wert zurück – unter anderem durch kulturelles Engagement, verbessertes psychisches Wohlbefinden und geringere Abhängigkeit von Sozialleistungen.
Expertinnen und Entscheidungsträgerinnen betonen, dass das Pilotprojekt gezeigt hat, dass die Unterstützung von Künstler*innen nicht nur individuelle Lebenswege stärkt, sondern auch Gemeinschaften, Kulturleben und die Wirtschaft fördert.

Die Entscheidung der Regierung, das Programm dauerhaft zu machen, spiegelt breite Unterstützung in der Bevölkerung und im Kulturbereich wider.

Quelle: Irische Berichte und Analysen zum Grundeinkommen für Künstlerinnen (Verschiedene Autoren, 2025)

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Nachruf: Mezzosopranistin Yvonne Naef stirbt mit 68 Jahren

Die Schweizer Mezzosopranistin Yvonne Naef ist im Alter von 68 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

Naef studierte in Zürich, Basel und Mannheim und startete ihre Karriere als Mitglied von Opernhäusern in St. Gallen und Wiesbaden.

Bekannt wurde sie an der Zürich-Oper, die zu ihrer künstlerischen Heimat wurde und an der sie mehrere wichtige Rollen spielte, darunter Eboli in Verdis “Don Carlo,” Marfa in Mussorgskys “Khovanshchina,” und Ariane in Dukas’ “Ariane et Barbe-Bleue.”

Sie erlangte jedoch hohes Ansehen für ihre Interpretationen von Wagner-Rollen, darunter Brangäne in “Tristan und Isolde,” Kundry in “Parsifal,” und Fricka in “Der Ring des Nibelungen.”

Anschließend trat sie an vielen der großen Theater der Welt auf, darunter an der Hamburger Staatsoper, am Teatro alla Scala Scala in Mailand, am Königlichen Opernhaus in London, an der Pariser Oper, an der Deutschen Oper in Berlin und am Théatre Royal de la Monnaie in Brüssel, Bayreuther Festspiele, die Niederländische Oper in Amsterdam und an der Metropolitan Opera in New York, wo sie 39 Mal in mehreren Ring-Zyklen auftrat.

Sie arbeitete auch mit vielen der großen Dirigenten ihrer Zeit zusammen, darunter Pierre Boulez, Christoph Eschenbach, James Levine, Kent Nagano, Jonathan Nott, Michael Tilson Thomas und Franz Welser-Möst.

Außerhalb der Opernbühne war Naef für ihre Konzert- und Liedinterpretationen bekannt, darunter die Werke von Gustav Mahler und Arnold Schönberg.

Im Jahr 2014 begann sie als Vocal Coach an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zu arbeiten.

Naef hinterließ viele Aufnahmen, darunter “Il Trovatore” für das Royal Opera House, Orchestral Works and Songs Von Hector Berliozund Wagners “Die Walküre” von der Hamburger Staatsoper.

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