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Manuel de Falla (1876-1946): Uraufführung am 22. Juli 1919 im Alhambra Theater, London, durch das Ballet russes. Rollen:
Einziger Akt. Der Müller holt gerade Wasser aus dem Fluss, als ein dandyhaft gekleideter Mann die Szene betritt und der Frau des Müllers Komplimente macht, auf die sie aber nicht eingeht. Der Dandy geht weiter und der Corregidor* kommt mitsamt Gouverneur und dessen Frau sowie 6 Polizisten des Weges. Auch der Corregidor kann sich nicht zurückhalten und macht der Frau des Müllers Komplimente. Bald darauf nähert sich ein Mädchen mit einem Krug, dem sich jetzt der Müller zuwendet, was aber seiner Frau nicht passt, denn sie macht ihm eine Szene. Der Corregidor kommt, jetzt allein, zurück. Da er verrückt nach ihr ist, hat die Frau des Müllers leichtes Spiel. Sie lässt ihn an dem Wein des Müller-Ehepaares kosten und das hat die Folge, das er schon kurz darauf torkelnd hinfällt. Das Müller-Ehepaar muss lachen und der Spott des Paares lässt den Corregidor nicht nur wütend aussehen, aufstehen und abgehen. Nun kommen so nach und nach die Dorfbewohner auf die Szene, um den Anbruch der Johannisnacht zu feiern. Aber zur Überraschung aller kommen Polizisten angelaufen und verhaften den Müller. Danach geht es mit der Johannisnacht-Sause weiter. Die Dorfbewohner bemerken nicht, dass der Corregidor zurückgekommen ist und sich erneut hoffnungsvoll der Müllerin nähert. Die lässt sich aber nicht so einfach umgarnen, macht sich Sorgen um ihren Mann und flieht in die Richtung einer Brücke über den Fluss. Der Corregidor folgt ihr; als er auf der Brücke die Müllerin umarmen will, kann die ihn ohne große Mühe in den Fluss stoßen und zu den Dorfbewohnern zurückgehen. So eingenässt zu sein hält aber den Verwaltungsbeamten nicht davon ab, zu der Müllerin zurückzukehren und dort die Werbung um die Müllerin wieder aufzunehmen. Die ist es endgültig leid und macht sozusagen Tabula rasa: sie holt sich eine Pistole und bedroht den Corregidor; sodann kann sie fliehen. Der Corregidor besorgt sich einen Mantel vom Müller, entledigt sich dann seiner nassen Kleidung und will dann gehen. Inzwischen ist aber der Müller aus der Haft geflohen, findet auf der Brücke über den Fluss den Umhang des Corregidors, den er sich umhängt und dann weiter zu seinem Haus eilt. Und hier kommt es zum Showdown: Müller und Corregidor stoßen hier zusammen, und der Müller kann den Beamten leicht niederringen. Immerhin gelingt es ihm, ins Haus des Müllers zurückzueilen, während der sich davonmacht. Polizisten treten auf der Suche nach dem entflohenen Müller auf die Szene und finden in dessen Haus den Müller, ahnen aber nicht, dass es der Corregidor im Mantel des Müllers ist. Wegen des Lärms sind aber auch einige der Dorfbewohner mittlerweile auf den Platz gekommen und sehen die Polizisten mit dem verhafteten „Müller“ abgehen. Diese einfachen Menschen haben, im Gegensatz zu den Polizisten, den Corregidor im Mantel des Müllers erkannt. Sie feiern den Abtransport des Beamten mit einer ausgelassenen Jota** und verhöhnen noch zusätzlich den Gouverneur, den sie mit einer ihm ähnlich aussehenden Puppe spielend darstellen.. *Corregidor: Verwaltungsbeamter in Spanien; Quelle: © Manfred Manuel de Falla (1876-1946): Uraufführung am 22. Juli 1919 im Alhambra Theater, London, durch das Ballet russes. Rollen:
Einziger Akt. Der Müller holt gerade Wasser aus dem Fluss, als ein dandyhaft gekleideter Mann die Szene betritt und der Frau des Müllers Komplimente macht, auf die sie aber nicht eingeht. Der Dandy geht weiter und der Corregidor* kommt mitsamt Gouverneur und dessen Frau sowie 6 Polizisten des Weges. Auch der Corregidor kann sich nicht zurückhalten und macht der Frau des Müllers Komplimente. Bald darauf nähert sich ein Mädchen mit einem Krug, dem sich jetzt der Müller zuwendet, was aber seiner Frau nicht passt, denn sie macht ihm eine Szene. Der Corregidor kommt, jetzt allein, zurück. Da er verrückt nach ihr ist, hat die Frau des Müllers leichtes Spiel. Sie lässt ihn an dem Wein des Müller-Ehepaares kosten und das hat die Folge, das er schon kurz darauf torkelnd hinfällt. Das Müller-Ehepaar muss lachen und der Spott des Paares lässt den Corregidor nicht nur wütend aussehen, aufstehen und abgehen. Nun kommen so nach und nach die Dorfbewohner auf die Szene, um den Anbruch der Johannisnacht zu feiern. Aber zur Überraschung aller kommen Polizisten angelaufen und verhaften den Müller. Danach geht es mit der Johannisnacht-Sause weiter. Die Dorfbewohner bemerken nicht, dass der Corregidor zurückgekommen ist und sich erneut hoffnungsvoll der Müllerin nähert. Die lässt sich aber nicht so einfach umgarnen, macht sich Sorgen um ihren Mann und flieht in die Richtung einer Brücke über den Fluss. Der Corregidor folgt ihr; als er auf der Brücke die Müllerin umarmen will, kann die ihn ohne große Mühe in den Fluss stoßen und zu den Dorfbewohnern zurückgehen. So eingenässt zu sein hält aber den Verwaltungsbeamten nicht davon ab, zu der Müllerin zurückzukehren und dort die Werbung um die Müllerin wieder aufzunehmen. Die ist es endgültig leid und macht sozusagen Tabula rasa: sie holt sich eine Pistole und bedroht den Corregidor; sodann kann sie fliehen. Der Corregidor besorgt sich einen Mantel vom Müller, entledigt sich dann seiner nassen Kleidung und will dann gehen. Inzwischen ist aber der Müller aus der Haft geflohen, findet auf der Brücke über den Fluss den Umhang des Corregidors, den er sich umhängt und dann weiter zu seinem Haus eilt. Und hier kommt es zum Showdown: Müller und Corregidor stoßen hier zusammen, und der Müller kann den Beamten leicht niederringen. Immerhin gelingt es ihm, ins Haus des Müllers zurückzueilen, während der sich davonmacht. Polizisten treten auf der Suche nach dem entflohenen Müller auf die Szene und finden in dessen Haus den Müller, ahnen aber nicht, dass es der Corregidor im Mantel des Müllers ist. Wegen des Lärms sind aber auch einige der Dorfbewohner mittlerweile auf den Platz gekommen und sehen die Polizisten mit dem verhafteten „Müller“ abgehen. Diese einfachen Menschen haben, im Gegensatz zu den Polizisten, den Corregidor im Mantel des Müllers erkannt. Sie feiern den Abtransport des Beamten mit einer ausgelassenen Jota** und verhöhnen noch zusätzlich den Gouverneur, den sie mit einer ihm ähnlich aussehenden Puppe spielend darstellen.. *Corregidor: Verwaltungsbeamter in Spanien; Quelle: © Manfred FALLA, Manuel de: DER DREISPITZ
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DER DREISPITZ (El sombrero de tres picos)
Ballett in einem Akt
Choreographie von Léonide Massine
Libretto von Gregorio Martínez Sierra nach Pedro Antonio de Alarćon
Der Müller, seine Frau, der Corregidor, dessen Frau, ein Dandy, 6 Polizisten,
Nachbarn (8 Tänzerinnen, 8 Tänzer), Jota (8/7).
Dorfplatz in Andalusien mit Ziehbrunnen Stadtmauer mit Tor, links das Müller-Haus mit einem Vogelkäfig; außerhalb der Stadtmauer ein Fluss mit Brücke; im Hintergrund Berge.
**Jota: ein spanischer Tanz in Tripeltakt.
DER DREISPITZ (El sombrero de tres picos)
Ballett in einem Akt
Choreographie von Léonide Massine
Libretto von Gregorio Martínez Sierra nach Pedro Antonio de Alarćon
Der Müller, seine Frau, der Corregidor, dessen Frau, ein Dandy, 6 Polizisten,
Nachbarn (8 Tänzerinnen, 8 Tänzer), Jota (8/7).
Dorfplatz in Andalusien mit Ziehbrunnen Stadtmauer mit Tor, links das Müller-Haus mit einem Vogelkäfig; außerhalb der Stadtmauer ein Fluss mit Brücke; im Hintergrund Berge.
**Jota: ein spanischer Tanz in Tripeltakt.
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