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Gar viel und schön ward hier von euch gesungen Jubiläumskonzert Oskar Hillebrandt bei den Tiroler Festspielen am 9.Juli 2023 in Erl „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze.“ Dieses geflügelte Wort wird von der Leitung der Tiroler Festspiele offensichtlich nicht akzeptiert. Denn dort werden verdiente Künstler geehrt, indem diesen zu besonderen Anlässen spezielle Veranstaltungen gewidmet werden. Im Rahmen der diesjährigen Sommer-Festspiele wurde für den weltweit renommierten Bariton Oskar Hillebrandt aus Anlass seines 80. Geburtstages ein Jubiläumskonzert veranstaltet: Der Sänger ist den Tiroler Festspielen in ganz besonderem Maße verbunden. Zunächst als Mitwirkender in zahlreichen Produktionen bei den Festspielen und heute als geschätzter Sprachcoach. Wenn am Vorabend in der Premiere von Wagners „SIEGFRIED“ die hervorragende Wortverständlichkeit der Sängerinnen und Sänger einer der zahlreichen Pluspunkte dieser Aufführung war, dann ist das sicherlich zum großen Teil der Arbeit des Sprachcoachs Hillebrandt zu danken. Auch das Festspielpublikum nahm diese Matinee vormittags um 11.00 Uhr ausgezeichnet an, denn der Saal im neuen Festspielhaus war bis auf wenige freie Randplätze voll besetzt. Fürwahr zu einem solchen Zeitpunkt keine Selbstverständlichkeit. Man hatte aber auch alles getan, um dem Publikum besondere Schmankerln zu bieten. Dem Jubilar zuliebe wirkten noch drei weitere Opernstars und Publikumslieblinge, alles Freunde und Wegbegleiter von Oskar Hillebrandt, mit: Die Sopranistin Ildiko Raimondi, die bei den besonders fachkundigen, kritischen Wiener Opernfreunden seit langem zu den Publikumslieblingen zählt. Der an allen bedeutenden Musiktheatern weltweit geschätzte Bassbariton Falk Struckmann und der vielseitige in Opern und Operetten bewährte Tenor Gerhard Siegel. Für die Begleitung wurden zwei Klaviere mit den versierten Pianisten Emanuele Lippi und Paolo Trolan aufgeboten. Die sorgten mit einer temporeichen, temperamentvollen Darbietung von Ravels „LA VALSE“ in einer Bearbeitung für zwei Klaviere für Schwung und eine Einführung nach Maß und im weiteren Verlauf des Programms für perfekte Sängerbegleitung. Danach gleich mit lebhaftem Auftrittsapplaus und ersten Bravos empfangen, betrat die Hauptperson Oskar Hillebrandt die Bühne. Mit der ganzen Erfahrung seiner langen Karriere gestaltete der Sänger die gefühlvolle Arie des Sancho aus „DON QUICHOTTE“ von Jules Massenet. In diesem Stück konnte Hillebrandt vor allem mit vorbildlichem Legato, wunderschönen Tönen in der Mittellage, gefühlvollem Ausdruck und seiner bekannt vorbildlichen Artikulation und Sprache überzeugen. Verstärkter Applaus und vermehrte Bravos. Besonders gespannt war man auf den Moderator des Abends, denn der Präsident der Tiroler Festspiele, Hans Peter Haselsteiner, hatte persönlich als Einspringer diese Aufgabe übernommen. Wie würde er sich in dem ungewohnten Terrain bewähren? Selbstverständlich verfügt er über Charisma und Autorität der Führungskraft und ist gewohnt, vor großen Gruppen zu sprechen. Nun kommt das Unerwartete: Haselsteiner führte völlig locker, gelöst, humorig, angereichert mit Anekdoten und heiteren Erlebnissen, durch das Programm. Darüber hinaus war er fachlich gut vorbereitet. charmant liebenswürdigen Moderation zu danken. Chapeau! Man ist versucht als Resümee zu formulieren: Haselsteiner ein Held in jedem Fach. Die Sonne ging auf, als strahlend Ildiko Raimondi die Bühne betrat. In zwei Liedern „Morgen“, von Richard Strauss und in den Wesendonck-Liedern von Richard Wagner stellte Ildiko Raimondi ihr ganzes Können als Liedersängerin nachdrücklich unter Beweis. Mit hoher Gesangskultur und differenzierter Ausdruckskraft gelang es ihr, den ganzen Kosmos der Gefühle erlebbar zu machen. Schon von den ersten Tönen an offenbarte sich, was für diese überaus gewinnende Sopranistin typisch, ja fast ein Markenzeichen ist – Seele und Herz, die in ihrem Vortrag permanent mitschwingen. Diese Tugenden kamen in dem virtuos gesungenen Kaiserwalzer „Heute macht die Welt Sonntag für mich“ von Nico Dostal noch mehr zum Tragen. Bis hinauf in die höchsten Höhen wurden selbst die Spitzentöne glockenhell und strahlend gemeistert. Eine beeindruckende Leistung, die vom Publikum und den Gesangskollegen bejubelt wurde. Falk Stuckmann ist eine der Sängerpersönlichkeiten, die schon beim ersten Auftritt Größe und Autorität ausstrahlen. Eine Aura, die alle seine Beiträge auszeichnete. Struckmann entwickelte sich vom international renommierten Heldenbariton immer mehr ins seriöse Bassfach. Bereits die Arie des Fiesco „Leb‘ wohl auf ewig Palast der Väter“, aus Verdis „SIMONE BOCCANEGRA“, ein Bravourstück aller großen Bassisten, beeindruckte in der ergreifenden Klage um die Tochter. Der Fluch auf den elenden Verführer schuf sogar Gänsehaut-Feeling. Selbst die tiefen Lagen klangen voll und rund. Ein Eindruck, der sich bei Hagens Wacht aus Wagners „GÖTTERDÄMMERUNG“ noch verstärkte. Selbstverständlich ist Struckmann kein schwarzer Bass, wie ihn die Wagner-Kenner von Greindl, Salminen oder gar Frick im Ohr haben. Struckmann erzielt seine enorme Wirkung in der Rolle des Hagen durch seine außergewöhnliche Fähigkeit zur Dramatik. Grandios sein Ausbruch „Mir aber bringt er den Ring“! Dieser sängerische und dramatische Höhepunkt ist erinnerungswürdig und bleibt haften. Sein vielseitiges Können konnte der Tenor Gerhard Siegel bereits in der Arie des Mister X aus Kalmans Operette „DIE ZIRKUSPRINZESSIN“ unter Beweis stellen. Mit leichter, heiterer Tongebung und schönstem tenoralen Schmelz ließ er die Märchenaugen strahlen. Auffallend waren bei ihm auch die harmonischen Bewegungen. Er agierte so harmonisch, dass selbst im Konzertsaal Bühnenwirkung erzielt werden konnte. Eine ganz andere Herausforderung war dann die Arie des Siegmund „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ aus Wagners „WALKÜRE“. Hier waren die Qualitäten eines jugendlichen Heldentenors gefragt. Diese Anforderungen meisterte Siegel mit seiner hellen, beweglichen Tenorstimme ebenfalls mühelos. Wunderschön der fast schwebende Ausklang der Arie. Drei herausragende Opernstars gratulierten aus Verehrung und Freundschaft Oskar Hillebrandt zu seinem achtzigsten Geburtstag. Wie würde der wesentlich Ältere im Kreis dieser Sängergrößen bestehen können? Oskar Hillebrandt bestand nicht nur, er glänzte. Durch diesen Glanz und die freudige Stimmung wurde dieses Jubiläumskonzert zu einer Sternstunde der Gesangskunst. Selbstverständlich hat der erfahrene Kenner und Könner aus dem umfassenden Repertoire von nahezu 200 Opern, die er in den 65 Jahren seiner internationalen Karriere weltweit sang, Stücke ausgewählt, in denen er auch im reifen Sängeralter brillieren konnte. Geschickt stellte er mit der Loewe- Ballade „Odins Meeresritt“, dem Einzug der Gäste „Gar viel und schön“ aus „TANNHÄUSER“ ein Programm zusammen, indem er sein sängerisches Können unter Beweis stellen konnte: Die in allen Lagen hervorragend ansprechende Stimme, die perfekte Technik, die Tonschönheit, das makellose Legato, die Fähigkeit des differenzierenden Ausdrucks und die geradezu legendäre Kunst der sprachlichen Gestaltung der Artikulation und der Verständlichkeit des Textes. Eine Rolle, in der all das Gesagte geradezu exemplarisch demonstriert wird, ist der Hans Sachs in Wagners „MEISTERSINGERN“. Als der Schusterpoet wird Oskar Hillebrandt auch am nachdrücklichsten in Erinnerung bleiben. Deshalb war der vollendet zelebrierte Flieder-Monolog: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. trotz all der anderen fabelhaften Gesangsleistungen der Höhepunkt dieses denkwürdigen Jubiläumskonzerts. Der nicht endende Jubel, die Bravorufe und die Standing Ovations waren der sichtbarste Beweis: AUCH DIR, LIEBER OSKAR, IST UND BLEIBT DER SCHNABEL HOLD GEWACHSEN Hans A, Hey Gar viel und schön ward hier von euch gesungen Jubiläumskonzert Oskar Hillebrandt bei den Tiroler Festspielen am 9.Juli 2023 in Erl „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze.“ Dieses geflügelte Wort wird von der Leitung der Tiroler Festspiele offensichtlich nicht akzeptiert. Denn dort werden verdiente Künstler geehrt, indem diesen zu besonderen Anlässen spezielle Veranstaltungen gewidmet werden. Im Rahmen der diesjährigen Sommer-Festspiele wurde für den weltweit renommierten Bariton Oskar Hillebrandt aus Anlass seines 80. Geburtstages ein Jubiläumskonzert veranstaltet: Der Sänger ist den Tiroler Festspielen in ganz besonderem Maße verbunden. Zunächst als Mitwirkender in zahlreichen Produktionen bei den Festspielen und heute als geschätzter Sprachcoach. Wenn am Vorabend in der Premiere von Wagners „SIEGFRIED“ die hervorragende Wortverständlichkeit der Sängerinnen und Sänger einer der zahlreichen Pluspunkte dieser Aufführung war, dann ist das sicherlich zum großen Teil der Arbeit des Sprachcoachs Hillebrandt zu danken. Auch das Festspielpublikum nahm diese Matinee vormittags um 11.00 Uhr ausgezeichnet an, denn der Saal im neuen Festspielhaus war bis auf wenige freie Randplätze voll besetzt. Fürwahr zu einem solchen Zeitpunkt keine Selbstverständlichkeit. Man hatte aber auch alles getan, um dem Publikum besondere Schmankerln zu bieten. Dem Jubilar zuliebe wirkten noch drei weitere Opernstars und Publikumslieblinge, alles Freunde und Wegbegleiter von Oskar Hillebrandt, mit: Die Sopranistin Ildiko Raimondi, die bei den besonders fachkundigen, kritischen Wiener Opernfreunden seit langem zu den Publikumslieblingen zählt. Der an allen bedeutenden Musiktheatern weltweit geschätzte Bassbariton Falk Struckmann und der vielseitige in Opern und Operetten bewährte Tenor Gerhard Siegel. Für die Begleitung wurden zwei Klaviere mit den versierten Pianisten Emanuele Lippi und Paolo Trolan aufgeboten. Die sorgten mit einer temporeichen, temperamentvollen Darbietung von Ravels „LA VALSE“ in einer Bearbeitung für zwei Klaviere für Schwung und eine Einführung nach Maß und im weiteren Verlauf des Programms für perfekte Sängerbegleitung. Danach gleich mit lebhaftem Auftrittsapplaus und ersten Bravos empfangen, betrat die Hauptperson Oskar Hillebrandt die Bühne. Mit der ganzen Erfahrung seiner langen Karriere gestaltete der Sänger die gefühlvolle Arie des Sancho aus „DON QUICHOTTE“ von Jules Massenet. In diesem Stück konnte Hillebrandt vor allem mit vorbildlichem Legato, wunderschönen Tönen in der Mittellage, gefühlvollem Ausdruck und seiner bekannt vorbildlichen Artikulation und Sprache überzeugen. Verstärkter Applaus und vermehrte Bravos. Besonders gespannt war man auf den Moderator des Abends, denn der Präsident der Tiroler Festspiele, Hans Peter Haselsteiner, hatte persönlich als Einspringer diese Aufgabe übernommen. Wie würde er sich in dem ungewohnten Terrain bewähren? Selbstverständlich verfügt er über Charisma und Autorität der Führungskraft und ist gewohnt, vor großen Gruppen zu sprechen. Nun kommt das Unerwartete: Haselsteiner führte völlig locker, gelöst, humorig, angereichert mit Anekdoten und heiteren Erlebnissen, durch das Programm. Darüber hinaus war er fachlich gut vorbereitet. charmant liebenswürdigen Moderation zu danken. Chapeau! Man ist versucht als Resümee zu formulieren: Haselsteiner ein Held in jedem Fach. Die Sonne ging auf, als strahlend Ildiko Raimondi die Bühne betrat. In zwei Liedern „Morgen“, von Richard Strauss und in den Wesendonck-Liedern von Richard Wagner stellte Ildiko Raimondi ihr ganzes Können als Liedersängerin nachdrücklich unter Beweis. Mit hoher Gesangskultur und differenzierter Ausdruckskraft gelang es ihr, den ganzen Kosmos der Gefühle erlebbar zu machen. Schon von den ersten Tönen an offenbarte sich, was für diese überaus gewinnende Sopranistin typisch, ja fast ein Markenzeichen ist – Seele und Herz, die in ihrem Vortrag permanent mitschwingen. Diese Tugenden kamen in dem virtuos gesungenen Kaiserwalzer „Heute macht die Welt Sonntag für mich“ von Nico Dostal noch mehr zum Tragen. Bis hinauf in die höchsten Höhen wurden selbst die Spitzentöne glockenhell und strahlend gemeistert. Eine beeindruckende Leistung, die vom Publikum und den Gesangskollegen bejubelt wurde. Falk Stuckmann ist eine der Sängerpersönlichkeiten, die schon beim ersten Auftritt Größe und Autorität ausstrahlen. Eine Aura, die alle seine Beiträge auszeichnete. Struckmann entwickelte sich vom international renommierten Heldenbariton immer mehr ins seriöse Bassfach. Bereits die Arie des Fiesco „Leb‘ wohl auf ewig Palast der Väter“, aus Verdis „SIMONE BOCCANEGRA“, ein Bravourstück aller großen Bassisten, beeindruckte in der ergreifenden Klage um die Tochter. Der Fluch auf den elenden Verführer schuf sogar Gänsehaut-Feeling. Selbst die tiefen Lagen klangen voll und rund. Ein Eindruck, der sich bei Hagens Wacht aus Wagners „GÖTTERDÄMMERUNG“ noch verstärkte. Selbstverständlich ist Struckmann kein schwarzer Bass, wie ihn die Wagner-Kenner von Greindl, Salminen oder gar Frick im Ohr haben. Struckmann erzielt seine enorme Wirkung in der Rolle des Hagen durch seine außergewöhnliche Fähigkeit zur Dramatik. Grandios sein Ausbruch „Mir aber bringt er den Ring“! Dieser sängerische und dramatische Höhepunkt ist erinnerungswürdig und bleibt haften. Sein vielseitiges Können konnte der Tenor Gerhard Siegel bereits in der Arie des Mister X aus Kalmans Operette „DIE ZIRKUSPRINZESSIN“ unter Beweis stellen. Mit leichter, heiterer Tongebung und schönstem tenoralen Schmelz ließ er die Märchenaugen strahlen. Auffallend waren bei ihm auch die harmonischen Bewegungen. Er agierte so harmonisch, dass selbst im Konzertsaal Bühnenwirkung erzielt werden konnte. Eine ganz andere Herausforderung war dann die Arie des Siegmund „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ aus Wagners „WALKÜRE“. Hier waren die Qualitäten eines jugendlichen Heldentenors gefragt. Diese Anforderungen meisterte Siegel mit seiner hellen, beweglichen Tenorstimme ebenfalls mühelos. Wunderschön der fast schwebende Ausklang der Arie. Drei herausragende Opernstars gratulierten aus Verehrung und Freundschaft Oskar Hillebrandt zu seinem achtzigsten Geburtstag. Wie würde der wesentlich Ältere im Kreis dieser Sängergrößen bestehen können? Oskar Hillebrandt bestand nicht nur, er glänzte. Durch diesen Glanz und die freudige Stimmung wurde dieses Jubiläumskonzert zu einer Sternstunde der Gesangskunst. Selbstverständlich hat der erfahrene Kenner und Könner aus dem umfassenden Repertoire von nahezu 200 Opern, die er in den 65 Jahren seiner internationalen Karriere weltweit sang, Stücke ausgewählt, in denen er auch im reifen Sängeralter brillieren konnte. Geschickt stellte er mit der Loewe- Ballade „Odins Meeresritt“, dem Einzug der Gäste „Gar viel und schön“ aus „TANNHÄUSER“ ein Programm zusammen, indem er sein sängerisches Können unter Beweis stellen konnte: Die in allen Lagen hervorragend ansprechende Stimme, die perfekte Technik, die Tonschönheit, das makellose Legato, die Fähigkeit des differenzierenden Ausdrucks und die geradezu legendäre Kunst der sprachlichen Gestaltung der Artikulation und der Verständlichkeit des Textes. Eine Rolle, in der all das Gesagte geradezu exemplarisch demonstriert wird, ist der Hans Sachs in Wagners „MEISTERSINGERN“. Als der Schusterpoet wird Oskar Hillebrandt auch am nachdrücklichsten in Erinnerung bleiben. Deshalb war der vollendet zelebrierte Flieder-Monolog:
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