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Zdenĕk Fibich (1850-1900): Personen der Handlung: Ort und Zeit der Handlung, Tschechien, Sagenzeit Vorgeschichte Erster Akt Ein Opferhain bei Vyšerad Zweiter Akt Kleine Lichtung in einem dichten Wald mit einer großen Eiche Dritter Akt Ein einsames Felsental 1) Burg bei Prag © Gerhard Wischniewski Zdenĕk Fibich (1850-1900): Personen der Handlung: Ort und Zeit der Handlung, Tschechien, Sagenzeit Vorgeschichte Erster Akt Ein Opferhain bei Vyšerad Zweiter Akt Kleine Lichtung in einem dichten Wald mit einer großen Eiche Dritter Akt Ein einsames Felsental 1) Burg bei Prag © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Auch auf youtube gibt es Gesamtaufnahmen und Ausschnitte. Informationen zum Werk Auch auf youtube gibt es Gesamtaufnahmen und Ausschnitte.FIBICH, Zdenĕk: ŠÁRKA
Šárka
Oper in drei Akten
Libretto von Anežka Schulzovà
Uraufführung: 1897 am Nationaltheater in Prag
Originalsprache: Tschechisch.
Šárka (Sopran)
Přemysl, Fürst (Bariton)
Ctirad (Tenor)
Vitoraz, Priester (Bass)
Vlasta (Mezzosopran)
Libyna (Sopran)
Svatava (Sopran)
Mlada (Sopran)
Radka (Mezzosopran)
Castava (Kontra-Alt)
Hosta (Kontra-Alt)
Bauern; Herren, Priester Frauen
Die Fürstin Libuša ist gestorben. Sie hatte einen Mädchenrat, den sie sehr schätzte und dessen Führerin Vlasta war. Nun hat der Fürst Přemysl die Regierungsgewalt an sich gerissen und den Mädchenrat aus der Burg Vyšerad1) vertrieben. Eine daraus, Šárka, will das nicht hinnehmen. Ihr Gegenspieler ist Ctirad, der Mädchen besonders hasst.
Vlasta sitzt auf den Stufen des Opferaltars und denkt voller Trauer an die Zeit, in der Libuša noch lebte. Ein Falke fällt zu Boden. Šárka, die ihn mit dem Pfeil getroffen hat, kommt herbeigelaufen und legt den toten Vogel auf den Opferstein. Dann entdeckt sie Vlasta, und wirft ihr vor,Vyšerad verlassen zu haben. Diese erklärt, dass sich nicht zur Sklavin machen lassen wollte. Auch Šárka bringt düstere Nachrichten. Sie hat versucht, in die Burg zu gelangen, aber man habe ihr den Eintritt verweigert. Sie wurden verspottet und in der Ratsitzung sei beschlossen worden, dass der Mann wieder Herr der Frau sein solle und die Frau im Haus bleiben und “Geschirr spülen solle”. Vor allem dieser Lord Ctirad fühle sich durch die Frauen in seinem Stolz verletzt und übt starken Einfluß auf Přemysl aus. Klagen helfen nicht, es sei jetzt Zeit zum Handeln. Da Přemysl mit seinen Mannen bald zu einer Opferzeremonie eintreffen werde, wollen sie hier warten und ihre Rechte – notfalls mit Gewalt – einfordern. Auch andere Jungfrauen kommen aus verschiedenen Richtungen und klagen. Šárka wirft ihnen Zaghaftigkeit vor und stachelt sie zum Widerstand auf. Vlasta und die anderen schließen sich den Worten Šárkas an und schwören, ihre Rechte zu verteidigen,
Přemysl erscheint mit Priestern, die reiche Opfergaben tragen, und weiteren Oberhäuptern auf. Šárka schreit auf, als sie Ctirad an dessen Seite sieht, den sie gerne demütigen möchte.
Přemysl hält eine Trauerrede auf den Tod Libušas. Dann stimmen Vitoraz, der Oberpriester, die Priester und Männer einen Lobgesang an. Šárka stört die Feier, stürzt sich mit anklagenden Worten auf die Opfergaben und zerstreut sie. Die Jungfrauen springen ihr bei. Die Männer versuchen vergeblich, sie zu behindern. Přemysl schlichtet den Streit und die Parteien hören auf, miteinander zu kämpfen. Doch Ctirad nennt die Frauen, die er als “Unkraut” bezeichnet, unzuverlässig und hasserfüllt. Die Männer fordern, sie zu töten.
Vlasta tritt vor und fordert Gerechtigkeit. Přemysl sagt zu und fordert sie auf, zu sprechen. Vlasta beschreibt die bisherigen Tätigkeiten der Jungfrauen, bittet, sie in ihre bisherigen Rechte wieder einzusetzen, und die Jungfrauen stimmen mit ein. Přemysl geht zwar auf die Forderungen nicht ein, sondern fordert Respekt dafür, dass nun die Männer das Land regieren, schenkt aber Šárka als Zeichen des Friedens das Leben.
Doch Šárka erklärt sich damit allein nicht einverstanden. Sie will mit einem der Männer kämpfen. Ctirad hält den Kampf eines Mannes mit einer Frau als lächerlich und kein Mann würde sich darauf einlassen. Da zieht Šárka ihr Schwert und stürmt auf ihn ein. Doch Vlasta hält sie zurück, einen Mord zu begehen. Sie will die Rechte in einem Kampf mit den Männern erlangen. Damit sind die Männer einverstanden.
Die bewaffnete Vlasta erscheint und ruft “Heya”. Aus der Ferne antworten die Jungfrauen. Vlasta erklärt, dass sie gesiegt hätten. Sie hätten einen ganzen Clan niedergemetzelt. Die ebenfalls bewaffneten Jungfrauen kommen und versammeln sich um sie herum. Aber auch Jungfrauen wurden getötet und Vlasta gedenkt in Ehren ihrer Heldenhaftigkeit. Weitere Jungfrauen unter Führung von Radka und Mlada treten auf. Sie berichten, dass sie ein schlafendes Dorf überfallen und als die überraschtern Männer zu fliehen versuchten, alle getötet haben. Den Kopf ihres Anführers haben sie in einen Korb mitgebracht. Vlasta lobt sie für ihre Tat. Ein Horn ertönt in der Ferne und Vlasta antwortet mit ihrem Horn. Eine dritte Gruppe unter Führung Libynas erscheint, Sie bringen gefangene Frauen mit – eine davon in Brautkleidung – die um Erbarmen flehen. Sie waren auf einer Hochzeit eines Freundes von Ctirad, der ebenfalls dort anwesend war, und haben, als alle betrunken waren, die Frauen einschließlich der Braut entführt. Die Männer würden sie verfolgen, hätten aber ihre Spur verloren.
Da taucht plötzlich Šárka, die die Erzählung mitgehört hat, aus dem Wald auf und fragt, ob Ctirad hierher kommen werde. Zwei der Mädchen, Castava und Hosta, berichten, dass sie Ctirad allein durch den Wald streifen sahen. Da bittet Šárka Vlasta, allein mit ihm kämpfen zu dürfen, die sie jedoch warnt. Doch Šárka besteht darauf, bittet um eine kleine Gruppe, während die anderen die gefangenen Frauen zur Burg bringen sollen. Von den zurückbleibenden Jungfrauen lässt sich Šárka bestätigen, ob sie schön sei, was diese bestätigen. Diese Schönheit will sie als Kriegslist verwenden. Sie läßt sich von Radka an die Eiche fesseln, und bittet Mlada um ihr Horn. Dann sollen sich die anderen in der Nähe verstecken, bis sie das Horn hören. Die Mädchen gehen.
Die zurückbleibende Šárka denkt über ihre Kindheit nach. Sie hatte einen Traum vom Glück, den sie nun in Hass gegen Ctirad zu verdrängen versucht. Gleichgültig sei, wer von beiden stirbt, wichtig ist, dass die Leidenschaft erlischt.
Es ist Nacht geworden. Ctirad nähert sich. Er will hier ausruhen und am nächsten Morgen seine Männer zum Kampf sammeln. Dann entdeckt er Šárka. Sie stöhnt. Da zieht er sein Messer und durchtrennt die Schlinge, mit der sie an den Baum gefesselt ist. Šárka täuscht vor, dass die wilden Truppen von Vlasta sie gefesselt hätten, um sie hier den Tieren auszuliefern, weil sie sich für die gefangenen Frauen eingesetzt habe. Aus Dank dafür will Ctirad ihr helfen. Sie tut zwar so, als würde sie ihm nicht glauben und bittet, dass er ihr Leben schnell beende. Er aber will ihr Beschützer sein. Beide merken, dass in ihnen die Leidenschaft zueinander wächst. Sie lässt sich endgültig von ihm befreien und fällt in seine Arme, vortäuschend, als hätten Erschöpfung und Schwäche sie überwältigt. Als sie ihn bittet, sie gehen zu lassen, nimmt er sie leidenschaftlich in die Arme und gesteht ihr seine Liebe. Doch sie reißt sich erst einmal los, zieht einen Dolch, bedroht ihn und schreit auf. Doch nach kurzer Zeit wirft sie den Dolch weg und wirft sich leidenschaftlich in seine Arme. Es kommt zu einem langen Kuss. Beide schwärmen nun von ihrem Glück. Plötzlich jedochfleht sie ihn an, sich zu retten: Wenn sie in das Horn blase, würde ein Horde wütender Jungfrauen aus dem Wald hervorbrechen. Mit dem Worten, er sei kein Feigling, hebt er das Horn auf und bläst selbst hinein. Aus allen Richtungen stürmen nun die Jungfrauen heran, überwältigen Ctirad und wollen ihn töten. Doch Šárka tritt zwischen sie und verlangt, dass er ihr allein gehöre. So bleibt er zwar Gefangener der Jungfrauen, aber vorläufig am Leben.
Šárka hat sich von ihren Genossinen entfernt und die Krieger Přemysls hierher geführt mit dem Gedanken, Ctirad zu retten. Die Männer trauen ihr nicht und fordern Přemysl auf, sie ihnen zur Bestrafung zu übergeben. Da holt sie – ohne ihre Absicht zu verraten – unter ihrem Umhang Ctirads Schwert hervor. Alle glauben nun, Ctirad sei tot und Přemysl übergibt sie den Männern, die sie töten wollen. Sie springt auf einen Felsen, verletzt sich selbst mit dem Schwert und schwört bei ihrem eigenen Blut, man möge sie töten, aber Ctirad retten. Sie verrät, dass eine Schar Jungfrauen diesen mit sich hierher schleppe. Přemysl ruft zu den Waffen. Sie rät jedoch, vorsichtig zu sein, da die Jungfrauen eine Falle planen. Sie werde Wache halten und ihnen durch einen Schlag an ihr Schild das Zeichen zum Angriff geben. Die Männer verstecken sich.
Šárka fragt sich nun, was sie zu dem Verrat geführt hat, aber sie sagt sich, er muss leben, auch wenn alles andere untergeht. Dann versteckt auch sie sich.
Angeführt von Vlasta kommen die Jungfrauen mit ihrem Gefangenen und verkündigen ihm, dass er noch heute sterben soll. Sie bereiten die Hinrichtung vor, während er auf einem Felsen sitzend seinen Tod erwartet. Er bedauert, weil er nun sterben muss, da ihm gerade jetzt die Sonne des Glücks aufgegangen ist.
Šárka erscheint zwischen den Felsen, ohne dass er es bemerkt und vernimmt, wie er die Liebe preist.
Inzwischen rufen die Jungfrauen mit einem Gesang die Dämonen auf, sich ihr Opfer zu holen. Sie beginnen, Ctirad mit ihren Waffen zu verwunden. Da springt Šárka hervor, umarmt ihn und die Jungfrauen weichen überrascht zurück. Sie versucht bei Vlasta für ihn einzutreten. Doch diese lässt sie nicht zu Wort kommen und verflucht sie wegen ihres Verrats. Dann ergreifen die Jungfrauen beide. Šárka gelingst es aber, sich loszureißen und auf ihr Schild zu schlagen. Die Männer stürmen mit gezückten Schwertern herbei. Eine Schlacht entbrennt. Nur Ctirad und Šárka bleiben auf der Bühne. Sie löst seine Fesseln und beide glauben sich gerettet. Ctirad steigt auf einen Felsen und beschreibt, wie die Jungfrauen von den Männern gefällt werden. Ein Gewitter zieht auf und Ctirad nimmt sie schützend in seine Arme.
Doch in Šárka regt sich das schlechte Gewissen. Sie erlebt eine Vision der der Geister der gefallenen Jungfrauen und schreit verzweifelt, während Ctirad sich wundert, da er nichts sieht. Die Geister rufen ihr zu, mit ihnen zu kommen. Ctirad bittet sie, die Erscheinungen zu verbannen. Ihre Liebe werde siegen. Sie fällt bewußtlos in seine Arme.
Das Gewitter verschwindet und Šárka erwacht aus ihrem Albtraum. Sie glaubt sich erlöst, doch als sie und Ctirad sich küssen wollen, treten die Erscheinungen erneut auf. Da hält Šárka ihren Tod für die einzige Erlösung. Sie klettert auf eine Klippe und stürzt sich hinab. Der zurückbleibende Ctirad ruft verzweifelt aus: “Allein! Allein! Wie soll ich weiterleben?”
Šárka
Oper in drei Akten
Libretto von Anežka Schulzovà
Uraufführung: 1897 am Nationaltheater in Prag
Originalsprache: Tschechisch.
Šárka (Sopran)
Přemysl, Fürst (Bariton)
Ctirad (Tenor)
Vitoraz, Priester (Bass)
Vlasta (Mezzosopran)
Libyna (Sopran)
Svatava (Sopran)
Mlada (Sopran)
Radka (Mezzosopran)
Castava (Kontra-Alt)
Hosta (Kontra-Alt)
Bauern; Herren, Priester Frauen
Die Fürstin Libuša ist gestorben. Sie hatte einen Mädchenrat, den sie sehr schätzte und dessen Führerin Vlasta war. Nun hat der Fürst Přemysl die Regierungsgewalt an sich gerissen und den Mädchenrat aus der Burg Vyšerad1) vertrieben. Eine daraus, Šárka, will das nicht hinnehmen. Ihr Gegenspieler ist Ctirad, der Mädchen besonders hasst.
Vlasta sitzt auf den Stufen des Opferaltars und denkt voller Trauer an die Zeit, in der Libuša noch lebte. Ein Falke fällt zu Boden. Šárka, die ihn mit dem Pfeil getroffen hat, kommt herbeigelaufen und legt den toten Vogel auf den Opferstein. Dann entdeckt sie Vlasta, und wirft ihr vor,Vyšerad verlassen zu haben. Diese erklärt, dass sich nicht zur Sklavin machen lassen wollte. Auch Šárka bringt düstere Nachrichten. Sie hat versucht, in die Burg zu gelangen, aber man habe ihr den Eintritt verweigert. Sie wurden verspottet und in der Ratsitzung sei beschlossen worden, dass der Mann wieder Herr der Frau sein solle und die Frau im Haus bleiben und “Geschirr spülen solle”. Vor allem dieser Lord Ctirad fühle sich durch die Frauen in seinem Stolz verletzt und übt starken Einfluß auf Přemysl aus. Klagen helfen nicht, es sei jetzt Zeit zum Handeln. Da Přemysl mit seinen Mannen bald zu einer Opferzeremonie eintreffen werde, wollen sie hier warten und ihre Rechte – notfalls mit Gewalt – einfordern. Auch andere Jungfrauen kommen aus verschiedenen Richtungen und klagen. Šárka wirft ihnen Zaghaftigkeit vor und stachelt sie zum Widerstand auf. Vlasta und die anderen schließen sich den Worten Šárkas an und schwören, ihre Rechte zu verteidigen,
Přemysl erscheint mit Priestern, die reiche Opfergaben tragen, und weiteren Oberhäuptern auf. Šárka schreit auf, als sie Ctirad an dessen Seite sieht, den sie gerne demütigen möchte.
Přemysl hält eine Trauerrede auf den Tod Libušas. Dann stimmen Vitoraz, der Oberpriester, die Priester und Männer einen Lobgesang an. Šárka stört die Feier, stürzt sich mit anklagenden Worten auf die Opfergaben und zerstreut sie. Die Jungfrauen springen ihr bei. Die Männer versuchen vergeblich, sie zu behindern. Přemysl schlichtet den Streit und die Parteien hören auf, miteinander zu kämpfen. Doch Ctirad nennt die Frauen, die er als “Unkraut” bezeichnet, unzuverlässig und hasserfüllt. Die Männer fordern, sie zu töten.
Vlasta tritt vor und fordert Gerechtigkeit. Přemysl sagt zu und fordert sie auf, zu sprechen. Vlasta beschreibt die bisherigen Tätigkeiten der Jungfrauen, bittet, sie in ihre bisherigen Rechte wieder einzusetzen, und die Jungfrauen stimmen mit ein. Přemysl geht zwar auf die Forderungen nicht ein, sondern fordert Respekt dafür, dass nun die Männer das Land regieren, schenkt aber Šárka als Zeichen des Friedens das Leben.
Doch Šárka erklärt sich damit allein nicht einverstanden. Sie will mit einem der Männer kämpfen. Ctirad hält den Kampf eines Mannes mit einer Frau als lächerlich und kein Mann würde sich darauf einlassen. Da zieht Šárka ihr Schwert und stürmt auf ihn ein. Doch Vlasta hält sie zurück, einen Mord zu begehen. Sie will die Rechte in einem Kampf mit den Männern erlangen. Damit sind die Männer einverstanden.
Die bewaffnete Vlasta erscheint und ruft “Heya”. Aus der Ferne antworten die Jungfrauen. Vlasta erklärt, dass sie gesiegt hätten. Sie hätten einen ganzen Clan niedergemetzelt. Die ebenfalls bewaffneten Jungfrauen kommen und versammeln sich um sie herum. Aber auch Jungfrauen wurden getötet und Vlasta gedenkt in Ehren ihrer Heldenhaftigkeit. Weitere Jungfrauen unter Führung von Radka und Mlada treten auf. Sie berichten, dass sie ein schlafendes Dorf überfallen und als die überraschtern Männer zu fliehen versuchten, alle getötet haben. Den Kopf ihres Anführers haben sie in einen Korb mitgebracht. Vlasta lobt sie für ihre Tat. Ein Horn ertönt in der Ferne und Vlasta antwortet mit ihrem Horn. Eine dritte Gruppe unter Führung Libynas erscheint, Sie bringen gefangene Frauen mit – eine davon in Brautkleidung – die um Erbarmen flehen. Sie waren auf einer Hochzeit eines Freundes von Ctirad, der ebenfalls dort anwesend war, und haben, als alle betrunken waren, die Frauen einschließlich der Braut entführt. Die Männer würden sie verfolgen, hätten aber ihre Spur verloren.
Da taucht plötzlich Šárka, die die Erzählung mitgehört hat, aus dem Wald auf und fragt, ob Ctirad hierher kommen werde. Zwei der Mädchen, Castava und Hosta, berichten, dass sie Ctirad allein durch den Wald streifen sahen. Da bittet Šárka Vlasta, allein mit ihm kämpfen zu dürfen, die sie jedoch warnt. Doch Šárka besteht darauf, bittet um eine kleine Gruppe, während die anderen die gefangenen Frauen zur Burg bringen sollen. Von den zurückbleibenden Jungfrauen lässt sich Šárka bestätigen, ob sie schön sei, was diese bestätigen. Diese Schönheit will sie als Kriegslist verwenden. Sie läßt sich von Radka an die Eiche fesseln, und bittet Mlada um ihr Horn. Dann sollen sich die anderen in der Nähe verstecken, bis sie das Horn hören. Die Mädchen gehen.
Die zurückbleibende Šárka denkt über ihre Kindheit nach. Sie hatte einen Traum vom Glück, den sie nun in Hass gegen Ctirad zu verdrängen versucht. Gleichgültig sei, wer von beiden stirbt, wichtig ist, dass die Leidenschaft erlischt.
Es ist Nacht geworden. Ctirad nähert sich. Er will hier ausruhen und am nächsten Morgen seine Männer zum Kampf sammeln. Dann entdeckt er Šárka. Sie stöhnt. Da zieht er sein Messer und durchtrennt die Schlinge, mit der sie an den Baum gefesselt ist. Šárka täuscht vor, dass die wilden Truppen von Vlasta sie gefesselt hätten, um sie hier den Tieren auszuliefern, weil sie sich für die gefangenen Frauen eingesetzt habe. Aus Dank dafür will Ctirad ihr helfen. Sie tut zwar so, als würde sie ihm nicht glauben und bittet, dass er ihr Leben schnell beende. Er aber will ihr Beschützer sein. Beide merken, dass in ihnen die Leidenschaft zueinander wächst. Sie lässt sich endgültig von ihm befreien und fällt in seine Arme, vortäuschend, als hätten Erschöpfung und Schwäche sie überwältigt. Als sie ihn bittet, sie gehen zu lassen, nimmt er sie leidenschaftlich in die Arme und gesteht ihr seine Liebe. Doch sie reißt sich erst einmal los, zieht einen Dolch, bedroht ihn und schreit auf. Doch nach kurzer Zeit wirft sie den Dolch weg und wirft sich leidenschaftlich in seine Arme. Es kommt zu einem langen Kuss. Beide schwärmen nun von ihrem Glück. Plötzlich jedochfleht sie ihn an, sich zu retten: Wenn sie in das Horn blase, würde ein Horde wütender Jungfrauen aus dem Wald hervorbrechen. Mit dem Worten, er sei kein Feigling, hebt er das Horn auf und bläst selbst hinein. Aus allen Richtungen stürmen nun die Jungfrauen heran, überwältigen Ctirad und wollen ihn töten. Doch Šárka tritt zwischen sie und verlangt, dass er ihr allein gehöre. So bleibt er zwar Gefangener der Jungfrauen, aber vorläufig am Leben.
Šárka hat sich von ihren Genossinen entfernt und die Krieger Přemysls hierher geführt mit dem Gedanken, Ctirad zu retten. Die Männer trauen ihr nicht und fordern Přemysl auf, sie ihnen zur Bestrafung zu übergeben. Da holt sie – ohne ihre Absicht zu verraten – unter ihrem Umhang Ctirads Schwert hervor. Alle glauben nun, Ctirad sei tot und Přemysl übergibt sie den Männern, die sie töten wollen. Sie springt auf einen Felsen, verletzt sich selbst mit dem Schwert und schwört bei ihrem eigenen Blut, man möge sie töten, aber Ctirad retten. Sie verrät, dass eine Schar Jungfrauen diesen mit sich hierher schleppe. Přemysl ruft zu den Waffen. Sie rät jedoch, vorsichtig zu sein, da die Jungfrauen eine Falle planen. Sie werde Wache halten und ihnen durch einen Schlag an ihr Schild das Zeichen zum Angriff geben. Die Männer verstecken sich.
Šárka fragt sich nun, was sie zu dem Verrat geführt hat, aber sie sagt sich, er muss leben, auch wenn alles andere untergeht. Dann versteckt auch sie sich.
Angeführt von Vlasta kommen die Jungfrauen mit ihrem Gefangenen und verkündigen ihm, dass er noch heute sterben soll. Sie bereiten die Hinrichtung vor, während er auf einem Felsen sitzend seinen Tod erwartet. Er bedauert, weil er nun sterben muss, da ihm gerade jetzt die Sonne des Glücks aufgegangen ist.
Šárka erscheint zwischen den Felsen, ohne dass er es bemerkt und vernimmt, wie er die Liebe preist.
Inzwischen rufen die Jungfrauen mit einem Gesang die Dämonen auf, sich ihr Opfer zu holen. Sie beginnen, Ctirad mit ihren Waffen zu verwunden. Da springt Šárka hervor, umarmt ihn und die Jungfrauen weichen überrascht zurück. Sie versucht bei Vlasta für ihn einzutreten. Doch diese lässt sie nicht zu Wort kommen und verflucht sie wegen ihres Verrats. Dann ergreifen die Jungfrauen beide. Šárka gelingst es aber, sich loszureißen und auf ihr Schild zu schlagen. Die Männer stürmen mit gezückten Schwertern herbei. Eine Schlacht entbrennt. Nur Ctirad und Šárka bleiben auf der Bühne. Sie löst seine Fesseln und beide glauben sich gerettet. Ctirad steigt auf einen Felsen und beschreibt, wie die Jungfrauen von den Männern gefällt werden. Ein Gewitter zieht auf und Ctirad nimmt sie schützend in seine Arme.
Doch in Šárka regt sich das schlechte Gewissen. Sie erlebt eine Vision der der Geister der gefallenen Jungfrauen und schreit verzweifelt, während Ctirad sich wundert, da er nichts sieht. Die Geister rufen ihr zu, mit ihnen zu kommen. Ctirad bittet sie, die Erscheinungen zu verbannen. Ihre Liebe werde siegen. Sie fällt bewußtlos in seine Arme.
Das Gewitter verschwindet und Šárka erwacht aus ihrem Albtraum. Sie glaubt sich erlöst, doch als sie und Ctirad sich küssen wollen, treten die Erscheinungen erneut auf. Da hält Šárka ihren Tod für die einzige Erlösung. Sie klettert auf eine Klippe und stürzt sich hinab. Der zurückbleibende Ctirad ruft verzweifelt aus: “Allein! Allein! Wie soll ich weiterleben?”
Die Oper nach einer tschechischen Legende wurde bei ihrer Uraufführung – wie ein Kritiker dazu schrieb – „mit besonderer Herzlichkeit“ aufgenommen. Von der Kittrik wurde vor allem das nationale Element in Fibichs Werk hervorgehoben. Es war die erste seiner Opern, die auch außerhalb von Prag aufgeführt wurde und ist auch seine erfolgreichste. Ins Ausland hat sie es bisher nur selten geschafft, z.B. in jüngerer Zeit 1996 zum Wexwood-Festival in Irland oder 1998 zu einer konzertanten Aufführung in Wien.
Auf CD gibt es einige Aufnahmen, z.B. von der Wiener Aufführung
Diese Inhaltsangabe wurde anhand einer spanischen Übersetzung (nach Vergleich mit dem tschechischen Text) gefertigt.
Auch Janacek hat eine Oper mit diesem Thema geschrieben, vgl. dazu die Inhaltsangabe in diesem Opernführer. Smetana widmete der Legende einen der sechs Teile seines Zyklus‘ „Mein Vaterland“
Die Oper nach einer tschechischen Legende wurde bei ihrer Uraufführung – wie ein Kritiker dazu schrieb – „mit besonderer Herzlichkeit“ aufgenommen. Von der Kittrik wurde vor allem das nationale Element in Fibichs Werk hervorgehoben. Es war die erste seiner Opern, die auch außerhalb von Prag aufgeführt wurde und ist auch seine erfolgreichste. Ins Ausland hat sie es bisher nur selten geschafft, z.B. in jüngerer Zeit 1996 zum Wexwood-Festival in Irland oder 1998 zu einer konzertanten Aufführung in Wien.
Auf CD gibt es einige Aufnahmen, z.B. von der Wiener Aufführung
Diese Inhaltsangabe wurde anhand einer spanischen Übersetzung (nach Vergleich mit dem tschechischen Text) gefertigt.
Auch Janacek hat eine Oper mit diesem Thema geschrieben, vgl. dazu die Inhaltsangabe in diesem Opernführer. Smetana widmete der Legende einen der sechs Teile seines Zyklus‘ „Mein Vaterland“
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Telefon: 0178-1069333
Gestaltung Agentur kuh vadis