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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Freude, Erheiterung und Besinnlichkeit

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Beliebte Ausreden:

Ab morgen bin ich auf Diät.

Unser Kundendienst ist immer für sie da.

Wir müssen mal wieder zusammen essen gehen.

Wir werden ihren Vorschlag gründlich prüfen.

Der für sie reservierte Tisch ist in wenigen Minuten frei.

Erich

Suzanne Valadon, eigentlich Marie-Clémentine Valadon, 1865-1938, gilt als bedeutende Vertreterin der französischen Moderne.

Lebensfreude, 1911, Öl auf Leinwand, 123 x 206 cm, Metropolitan Museum of Art

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

    Der Volksmund sagt: Religion ist Opium für das Volk.

Das ist irreführend: Opium ist eine bewusstseinserweiternde Droge.

Volker Pispers

 

Eine Aussage mit sarkastischem Zungenschlag. Die Sängerfreunde meinen: Wer eine Religion gefunden hat, an sie glaubt, hat eine Heimat  gefunden, die ihn stärkt.

Schwieriger ist es für  die Anderen, die zwar Mitglied einer Kirche sind, wichtige  Thesen dieser Religion trotz Bemühen zum Verständnis nicht akzeptieren können.

Die Sängerfreunde machen es sich vielleicht  zu leicht , denn einer ihrer   Glaubenssätze  lautet: Jede  Religion ist der Versuch einer Erklärung des Unerklärlichen.    – Zum Trotz für alle: Es gibt die Verheißung der Gnade.

(Frage an die Administration: Sollte bei diesem Beitrag gegen die Regel  „Keine Religion im Forum“ verstoßen sein, bitten wir um Verzeihung und akzeptieren widerspruchslos die Löschung  des Beitrags.)

Herzlich grüßen die Sängerfreunde

Selbst bei Franz Schubert kommt man um das Thema nicht herum. Denn wie viele Komponisten schrieb auch er nicht nur Liederzyklen, Klavierwerke und Sinfonien, sondern auch viele geistliche Werke. Sein Verhältnis zum Klerus der Zeit war aber wohl belastet.

Neben dem berühmten „Ave Maria“ und der „Deutschen Messe“ ist besonders seine Es-Dur-Messe sehr beliebt. Sie gehört mit der Messvertonung in As-Dur zu den beiden letzten Messen, die er vor seinem frühen Tod mit 31 Jahren schrieb.
Probleme mit einzelnen Geistlichen scheint Schubert allerdings durchaus gehabt zu haben. 1818 etwa äußerte er sich abfällig über das Niveau von Predigten, die er gehört hatte. „Roh wie ein Büffel“, so bezeichnete er den entsprechenden Kleriker.

Auch fehlen bei seinen Messvertonungen oft ganze Zeilen im Gloria und Credo. Doch hier gehen die Meinungen auseinander. Allerdings scheinen Mangel an Lateinkenntnissen oder Vergesslichkeit bei ihm als Gründe auszuscheiden. Zudem ließ er Passagen weg, bei denen es gut denkbar ist, dass er damit Probleme hatte. [Domradio.de]

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Passt sinngemäß leider auch heute wieder:

Brief an den Weihnachtsmann (Erich Kästner, Die Weltbühne, 1930)
Lieber, guter Weihnachtsmann,
weißt du nicht, wie’s um uns steht?
Schau dir mal den Globus an.
Da hat einer dran gedreht.
Alle stehn herum und klagen.
Alle blicken traurig drein.
Wer es war, ist schwer zu sagen.
keiner will’s gewesen sein.
In den Straßen knallen Schüsse.
Irgendwer hat uns verhext.
Laß den Christbaum und die Nüsse
diesmal wo der Pfeffer wächst.
Auch um Lichter wär es schade.
Hat man es Dir nicht erzählt?
Und bring keine Schokolade,
weil uns ganz was andres fehlt.
Uns ist gar nicht wohl zumute.
Kommen sollst du, aber bloß
mit dem Stock und mit der Rute.
(Und nimm beide ziemlich groß.)
Breite deine goldenen Flügel
aus, und komm zu uns herab.
Dann verteile deine Prügel.
Aber bitte nicht zu knapp.
Lege die Industriellen
kurz entschlossen übers Knie.
Und wenn sie sich harmlos stellen,
glaube mir, so lügen sie.
Ziehe denen, die regieren,
bitteschön, die Hosen stramm.
Wenn sie heulen und sich zieren,
zeige ihnen ihr Programm.
Und nach München lenk die Schritte,
wo der Hitler wohnen soll.
Hau dem Guten, bitte, bitte,
den Germanenhintern voll!
Komm, und zeige dich erbötig,
und verhau sie, dass es raucht!
Denn sie haben’s bitter nötig.
Und sie hätten’s längst gebraucht.
Komm, erlös uns von der Plage,
weil ein Mensch das gar nicht kann.
Ach, das wären Feiertage,
lieber, guter Weihnachtsmann!
Alles Liebe
André
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Normalerweise gehen Menschen in Museen und schauen sich in anderthalb Stunden vierhundert Gemälde an. Sie kommen mit geschwollenen Füßen zurück und machen sich auf die Suche nach einer Coca-Cola, um das Experiment zu vergessen.
Niemand geht in die Bibliothek und liest alle Bücher. Wer in eine Kunstgalerie, in ein Museum geht, sollte sich zwei Gemälde ansehen. Am Anfang meiner Meinung nach sogar nur eins. Die Person, die das Gemälde anfertigte, brauchte oft zwei Jahre für die Anfertigung. Oder auch zwei Monate lang … Was gibt mir das Recht, es mir in fünfundzwanzig Sekunden anzusehen? Als die Gemälde in der Kirche waren, sahen die Menschen sie von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod: ihr ganzes Leben lang. Und jetzt muss ich es in einer Minute betrachten, während ich schon zum nächsten Gemälde eile?

Philippe Daverio, 1949-2020, Kunsthistoriker


Lucas van Valckenborch, 1535–1597, Winterlandschaft mit Schneefall in der Nähe von Antwerpen, 1575, Mischtechnik auf Eichenholz, 61 x 82 cm,  Städel Museum Frankfurt

Alles Liebe
André

 

Erich Ruthner hat auf diesen Beitrag reagiert.
Erich Ruthner
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Vincent van Gogh, 1853-1890, Fabrik in Asnières-sur-Seine, 1887, Öl auf Leinwand
Das Gemälde zeigt eine Glasfabrik mit den charakteristischen runden Glasobjekten (Laternenkugeln), die auf dem Weg liegen.

Alle Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Alles Beste aber,   wie überall im Leben,

liegt jenseits der gr0ßen Straßen.

Theodor Fontane

Als Hans der Sängerfreund  noch  ein Junge war hing ein Bild, das  er bis  heute  in Erinnerung hat, in einer Wirtsstube.

Auf er einen Seite war der Weg zur Hölle dargestellt. Diese Bilder  zeigten eindrucksvoll Szenen voll praller   Lebenslust, Fress-und Saufgelage, usw. 

Auf er anderen Seite war  der Weg zum Himmel: Ach, war der  steil, mühselig, steinig, verworren, voller Hürden und Hindernisse. mit verführerisch bequemen  Abzweigungen  ins Freudenreich-aber nur  der  Weg der  Bescheidenheit führte ins Paradies.

Irgend wie war also  damals schon klar: Der Weg ins Himmelreich muss verdient werden,

Die Hoffnung der Sängerfreunde heißt Gnade.

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Arnold Schönberg, hier zu sehen bei seiner täglichen Arbeit als Hauptinspektor der Chiquita-Bananenfirma.

Jede Bananenstaude besteht aus 12 Bananen.

Schönberg entwickelte die 12-Ton-Kompositionstechnik dank dieser Bananen.

:mdr:

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
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:mdr:

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

“Jetzt ist nicht die Zeit, an Dinge zu denken, die du nicht hast.
Überleg dir, was du mit dem anfangen kannst, was da ist.”

Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ich weiß nicht genau, was Magie ist,
aber ich weiß, dass sie immer dann beginnt,
wenn man nicht mehr weg will.
Von Orten, von Gedanken, von Menschen.

Cesare Pavese (1908-1950)

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ist Dir an diesen Weihnachtstagen  bewusst geworden, wieviel Dir geschenkt wird, ohne dass Du dafür etwas tun musst. 

Es wird Dir gegeben  aus  Zuneigung.   Sei für diese Liebe zu Dir  als Persönlichkeit, als Mensch, als Freund gerade jetzt ganz besonders dankbar.

Die Sängerfreunde haben in der Familie vereinbart, dass man sich gegenseitig  nichts an bestimmten Feiertagen schenkt. Sondern wir versuchen uns ständig  zu beglücken indem  wir uns ständig Liebe und Freundschaft schenken und dadurch versuchen, ein glückliches Leben miteinander zu führen.

Nun kommt   das Kuriose und Unterwartete: Beim Leuchten des Christbaums offenbarte es sich, dass jeder dem anderen doch etwas   mitgebracht hat.  Der Vorsatz  zu bestimmten Anlässen nichts zu schenken ist also  nur schwer  durchzuhalten.

 

„Selbst wenn sie einmal so bedauernswerte Vierzigjährige wurden, wie sie eben prophezeit hatte, würden sie sich doch an ihre herrlichen Sommerspiele erinnern, an das wundervolle Gefühl, wie man an Sommerabenden mit nackten Füßen über das weiche Gras der Prärie lief, wie das Wasser des Baches einem warm und freundlich zwischen den Zehen perlte, wenn man über Eva-Lottas Steg platschte, auf dem Weg zu einer entscheidenden Auseinandersetzung, oder wie die Sonne durch die offenen Luken so lange in den Bäckereiboden schien, bis sogar die Holzbanken nach Sommer rochen.“
aus Kalle Blomquist, Eva-Lotta und Rasmus (von Astrid Lindgren)

 

Sich gegenseitig kleine Geschenke zu machen, könnte man vielleicht als Versuch deuten, ein bisschen Kindheit in das Erwachsenen-Leben hinüber zu retten: man freut sich dann wie ein kleines Kind!

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Zum ersten Mal gesehen:
die Taktart bei Schubert Impromptu Op. 90 Nr. 3 

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Das ist meine Tätigkeit, Frauen lesen und Bücher umarmen.

Marcel Reich-Ranicki

Interessant ist aus Sicht der Sängerfreunde, dass der Literaturpabst lange Zeit  mit seinem Literarischem Quartett  sehr populär war. Erstaunlicher Weise ist er schnell aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit verschwunden. 

Konsequenz  daraus. Man braucht sich kaum große Mühe zu machen öffentliche Bekanntheit  zu erreichen. Du bist bald vergessen. 

Wahrscheinlich bleibt man nur bei denen in Erinnerung, wo man Herz und Seele  erreichen und berühren konnte. Also sollten  wir  und bemühen  genau diese tiefergehenden Beziehungen aufzubauen.

Herzlichst die Sängerfreunde

„Besondere Neujahreswünsche mit Zuversicht!!
Liebe Freunde,
wenn man in diesen Tagen die Nachrichten verfolgt, fällt es nicht immer leicht, optimistisch zu bleiben. Vieles stimmt nachdenklich, manches bereitet mir – ehrlich gesagt – auch Sorge. Umso wichtiger ist es, sich auf das zu besinnen, was trägt und Halt gibt.
Gesundheitlich habe ich ein bewegtes Jahr hinter mir. Den Oberschenkelhalsbruch habe ich gut überstanden, und ich freue mich sehr, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Mit meinen 89 Jahren – und in dem Wissen, dass ich im September meinen 90. Geburtstag feiern darf – erfüllt mich das mit besonderer Dankbarkeit.
Besonders berührt mich, wie sich die nächste Generation entwickelt. Dass Jean Junior seinen Weg als Programmierer gegangen ist, erinnert mich oft an meine eigene frühere Zeit. Schon 1973 habe ich Sendungen zur Einführung in die digitale Technik gemacht – damals noch erklärungsbedürftig, heute allgegenwärtig. Es ist schön zu sehen, wie sich hier ein Kreis schließt.
Auch die jungen Menschen in meinem Umfeld schenken mir viel Freude. Karl mit seiner Lebendigkeit und Neugier bringt Leichtigkeit in den Alltag – leise, unaufdringlich, aber spürbar.
Mehr denn je wird mir bewusst: Familie ist das Wichtigste.
Die Kinder halten mich auf Trab, im besten Sinne. Zu sehen, wie Julie mit ihrem Pferd Kurt zu einer echten Einheit wird und scheinbar mühelos jedes Hindernis meistert, lässt mein Herz höherschlagen – manchmal auch meinen Blutdruck. Zum Glück habe ich eine Frau an meiner Seite, die sich damit auskennt.
Oft blättere ich in meinem letzten und vielleicht wichtigsten Buch: „Wohlstand und Wachstum ohne Reue – Klimarettung ja! Deindustrialisierung nein!“
Ein Buch, das Lösungen und Hoffnung geben möchte, besonders für Menschen in den Ländern der Dritten Welt, wo einfache technische Ansätze und verantwortungsvolles Handeln viel bewirken könnten. Und dann frage ich mich gelegentlich: Was habe ich falsch geschrieben, dass diese Gedanken so wenig Gehör finden? Vielleicht brauchen Hoffnung und Vernunft einfach Zeit.
Trotz allem bin ich dankbar: für das Leben, für die Menschen um mich herum und für die Fähigkeit, mich immer wieder an kleinen Dingen zu freuen.
Ich wünsche euch von Herzen ein gesundes und gutes neues Jahr – mit Zuversicht, Wärme und vielen Momenten, die gut tun.
Herzliche Grüße
Ihr
Jean Pütz“

Diesen Wünschen schließe ich mich sehr gerne an.
Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

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Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Das neue Jahr: Betrachte es mit neuen  Augen.

vergleich es mit dem alten nicht.

Es mag zu mancherlei Erfüllung taugen, 

wenn auch Dein Zweifel heut‘ noch widerspricht.

 

Vielleicht gelingt’s Dir etwas zu bewegen.

Was Du „unmöglich“ vorher noch benannt.

Vielleicht verlockt es Dich zu neuen Wegen,

die Du bisher noch nicht gekannt.

 

Bring nur Bereitschaft ihm entgegen

und bleib ihm offen zugewandt,

lass alle Sinne neu sich regen:

Horizont zeigt sich schon neues Land!

Elli Michler

CO Don Bosco Medien, München

Die Sängerfreunde hoffen, dass  die Worte der Denkerin  Elli Michler ein gutes Gefühl bei uns auslösen

“Ich würde diesen Steinway mit einer kleinen Änderung kaufen.“

“ Was soll denn geändert werden?“

“Der Preis.

Herzlich grüßen die Sängerfreunde.

„Musik besteht nicht nur aus Noten. Eine musikalische Form ist vor allem eine offenkundige Tatsache, ein Zeugnis – sie ist kein wahrnehmbarer Geisteszustand, kein zu analysierendes Muster und auch kein festes Kommunikationssystem, durch das Menschen Klänge und Bedeutungen austauschen wie Waren nach einem konventionellen Wirtschaftssystem. Das bedeutet, dass wir uns als Zuhörer zunächst fragen müssen, warum und wie ein musikalisches Werk existiert, anstatt vorschnell zu urteilen, ob es gut oder schlecht, schön oder hässlich ist. Kategorische Urteile wie gut oder schlecht, schön oder hässlich – typisch für rationalistisches Denken in der tonalen Ästhetik – erlauben uns nicht mehr zu verstehen, warum und wie ein Komponist heute an hörbaren Formen und musikalischer Handlung arbeitet …“ Luciano Berio, 1960

Alles Liebe
André

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.

Karl Kraus

Herzlich grüßen die Sängerfreunde.

Die braven Leute mögen es nicht,
dass man einen anderen Weg geht als sie.
Dabei tu ich keinem was zuleide,
wenn ich meinen eigenen Weg gehe,
oder Wege, die nicht nach Rom führen.

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Wenn Hirnforschung den Stundenplan auf den Kopf stellt: Mathe als Nebenfach?
Was wäre, wenn wir Schule komplett falsch herum denken? Wenn die sogenannten „weichen Fächer“ eigentlich die härteste Währung für die Gehirnentwicklung unserer Kinder wären?
Zwei führende Stimmen aus Wissenschaft und Pädagogik fordern genau diesen radikalen Perspektivwechsel.
🧠 Die neurobiologische Basis (Manfred Spitzer):
Der Hirnforscher Manfred Spitzer bringt es mit einer These auf den Punkt, die im klassischen Schulsystem für Schnappatmung sorgt:
„Wissenschaftlich gesehen wären die wichtigsten Schulfächer Musik, Sport, Theaterspielen, Kunst und Handarbeiten.“
Warum? Weil diese Fächer das Fundament des Gehirns bauen. Exekutive Funktionen, Selbstregulation, Feinmotorik und soziale Resonanz entstehen nicht beim Ausfüllen von Lückentexten. Sie entstehen im Tun, im Spiel, im körperlichen und kreativen Ausdruck. Ohne dieses Fundament steht das kognitive Lernen (Mathe, Sprachen) auf wackeligen Beinen.
🏫 Die pädagogische Konsequenz (Joachim Bauer):
Wenn Spitzer recht hat, dann ist die Forderung des Arztes und Neurowissenschaftlers Joachim Bauer keine nette Idee, sondern eine dringende Notwendigkeit:
„Vorrangiges Ziel der Schule sollte eine massive Ausweitung der Zeit sein, in der sich Kinder und Jugendliche mit Sport, Musik, Kunst, Tanz, Theater und mit sozialen Projekten beschäftigen.“ (Lob der Schule)
Wir müssen aufhören, Kunst, Sport und Musik als „Freizeitbeschäftigung“ abzutun, die man streicht, wenn die Mathe-Leistung sinkt. Wissenschaftlich gesehen ist das kontraproduktiv. In einer Welt voller KI brauchen wir keine menschlichen Rechenmaschinen, sondern empathische, kreative und resiliente Persönlichkeiten.
Ist unser Schulsystem mutig genug für diese wissenschaftliche Realität? Oder hängen wir zu sehr an alten Hierarchien von „wichtigem“ und „unwichtigem“ Wissen? [Euler-Coaching]

Ich bin gespannt auf eure Meinung zu dieser provokanten These! 👇

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Es ist doch klar, dass mit neuen Formen der Wissensvermittlung wie z. B. durch KI   sich Lehrer und Schüler verstärkt  auch neuen und bisher als weniger wichtig angesehenen Fächern zuwenden müssen.

Es war bisher ein Privileg der Waldorf-Schulen, dass  sie bereits dem empathischen Bereich  weit mehr Gewicht und Zeit eingeräumt haben als die staatlichen Schulen.

Allerdings wissen wir von Lehrkräften, dass Waldorf-Schüler beim Abitur gehäuft große Schwierigkeiten bei Mathe haben sollen. 

Wahrscheinlich  haben alle Methoden ihre Stärken und Schwächen. Schon seit längerer Zeit ist der Frontalunterricht weniger geworden und freiheitlichere Formen des Lernens besonders in Gruppenarbeiten gestiegen. Dieser Richtung wird und sollte auch durch die  gewollte Demokratisierung in allen Lebensbereichen die Zukunft gehören.

Sollte gehören: Denn in der  Politik erleben wir gerade, in welchem Maße autokratische, ja diktatorische Tendenzen zunehmen und freiheitliche, demokratische Haltungen und  Lebensformen unterdrückt und verdrängt werden.

Wahrscheinlich haben wir Sängerfreunde jetzt noch mehr Fragen aufgeworfen, als wie in Andrés Beitrag gewünscht Fragen beantwortet.

 

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Ich kann nur aus eigener Erfahrung reden:
Ich neigte in der Schule mehr zur Mathematik, die mich eigentlich, obwohl ich zunächst nicht wollte, aus Gymnasium gebracht hat. Ich konnte schon früh schnell rechnen und fiel dem Schulrat auf, der den Lehrer der Volksschule bat, meinen Großeltern, bei den ich aufwuchs, vorzuschlagen, mich dorthin zu schicken.
Dennoch halte ich einige Bereiche der Mathematik – wie Differenzial- und Integralrechnung, Stochastik – nicht in der Ausführlichkeit, wie sie in der Schule gelehrt werden, für erforderlich. Ich habe diese Bereiche im späteren Leben nur noch dafür gebraucht, um den eigenen Kindern und Enkeln sowie auch Kindern aus der Bekanntschaft Nachhilfe zu geben. Auf solche Bereiche sollte in der Ausbildung für Berufe, die diese Kenntnisse nötig haben, mehr Wert gelegt werden. Dafür sollte mehr Aufmerksamkeit für Rechnen, wie man es im Alltag braucht, gelegt werden.
Was Sprachen anbetrifft, halte ich intensive Kenntnisse in der englischen Sprache für wichtig, mit der man sich fast überall in der Welt verständlich machen kann. Dort, wo ich mein Abitur gemacht habe, waren noch Französisch und Latein Pflichtfächer. Latein ist insofern schätzenswert, als darauf viele Begriffe in anderen Sprachen basieren. Aber ob es notwendig ist, mag man bezweifeln. Französisch habe ich schon wegen der klanghaften Sprache geliebt. Und für Reisen habe ich mir in Eigenstudium noch Grundkenntnise in Italienisch und Spanisch angeeignet. Aber auch hier mag man bezweifeln, ob sie als Hauptfächer in der Schule notwendig sind. Andererseits befürworte ich nicht, dass man alles das künftig der KI überlassen soll.
Besser ausgebaut werden sollten aber meiner Ansicht nach die Kenntnisse unserer Muttersprache. Man braucht nur Zeitungen und Zeitschriften oder Berichte im Internet aufzuschlagen, um zu erkennen, wie sehr es an Rechtschreibung, Grammatik und Stilistik mangelt. Auch der Gebrauch vieler digitaler Geräte, wie des Smartphons, bei denen viele Beriffe vorgegeben werden, trägt zur Vernachlässigung bei.
Wir hatten einen guten Deutschlehrer, der mit uns die Literatur – Klassiker und die in den 50er Jahren gängigen Schritsteller – intensiv „gepaukt“, Da allein die Zeit im Unterricht nicht ausreichte, hatte wir vieles in Hausarbeit zu erledigen und darüber zu berichten – alle, denn im späteren Unterricht wurde dazu ein Beliebiger ausgewählt.
Die von Spitzer genannten Schulfächer – außer der Musik – wurden damals an unserem Gymnasium ncht angeboten, weil keine entsprechenden Lehrkräfte vorhanden waren. Unsern Musiklehrer bewundere ich heute noch, der in einer alten Baracke, allein mit einen alten Klavier und seiner eigenen Singstimme uns für manche klassischen Werke begeistern konnte. Nur zu Kunstwerken (Malerei und Plastik) habe ich später keine größere Beziehung, als das sie mir gefielen oder nicht gefielen, gefunden. Theater habe ich später viele Jahre bei der Volkshochschule, wo wir manche Werke der höheren Literatu auf die Beine gestellt und öffentlich gezeigt haben, gelernt. Handarbeiten habe ich mir bei meinen Großeltern und Tanten abgeschaut. habe viele schöne Tischdecken gestickt und Teppiche und Läufer geknüpft. Als wir ein Reihenhäuschen erwarben, Habe ichdie ganze Küche und Schrankwände konstruiert und den gersamten Kellerraum gefliest und ausgebaut. Man kann das auch bei eigenem Interesse erwerben.
Zwar mögen die von Herrn Spitzer genannte Fächer zur Prägung der Persönlichkeit beitragen, was ich nicht beweisen kann. aber ich kann ihm in seinen radikalen Ansichten nicht zustimmen. Ich denke, man muss die Sache wesentlich differenzierter sehen, als er das sehr einseitig darstellt.

LIebe Grüße
Gerhard

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Lieber Gerhard,

danke für Deinen sehr umfangreichen, grundsätzlichen Beitrag. Wir sind wieder einmal fast einer Meinung. Kommt vielleicht daher, dass wir fast gleich  alt sind, die gleiche Zeit durchlebten und sicherlich auch weitgehend ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Mit lieben Grüßen an Dich und Erika

Herzlichst 

die Sängerfreunde Ingrid und Hans

Es gibt keinen Augenblick in unserem Leben,

in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen können.

Charles de Foucauld

Zu dieser richtigen, recht einfachen Aussage sollte bevor der neue Weg beschritten wird allerdings  geklärt werden, ob dieser Weg auch zu den eigenen Zielen führt, denn sonst wäre das Beschreiten des Weges ein zielloses Wandern. Dies meinen zumindest die Sängerfreunde Ingrid und Hans.

Danke für eure Antworten! Dass es Probleme beim Umstieg von der Waldorfschule zur Staatsschule geben kann, ist für mich nachvollziehbar, da es in letzterer keine ganzheitliche Pädagogik gibt. Einseitigkeit würde ich aber dann eher dem staatlichen Unterricht vorwerfen, und nicht dem Ansatz von Spitzer. Denn er verurteilt Mathe und Sprachen ja nicht, sondern geht mehr in Richtung ganzheitliche Pädagogik, nach der ein Vorwissen nötig ist, um etwas Neues in einer unstrukturierten Umgebung zu lernen. Dass viele im späteren Leben nichts mehr mit einem Großteil mathematischer Kenntnisse anfangen können, lässt ja schon tief blicken, denke ich.

Alle Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ein Mittelstürmer  verbringt die meiste Zeit seines Lebens im  Strafraum.

Uwe Seeler

Die gegnerischen Spieler haben und unternehmen etwas dagegen, dass der Mittelstürmer sich die meiste Zeit im Strafraum aufhält. Deshalb ist  Fußball ein Kampfspiel.

Herzlich grüßen die Sängerfreunde

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