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Der Wiener Georg Kreisler, der „taubenvergiftende“ Meister der ganz bösen Lieder ist der jüngste und langlebigste in der Runde. Inzwischen spielt man ihn gelegentlich im TV, da sein rabenschwarzer Humor heute besser verstanden wird als im 20. Jahrhundert. Noch minderjährig, floh er mit der Familie nach dem sog „Anschluss“ 1938 gerade noch rechtzeitig in die USA. Kreisler erzählt, dass er als Gymnasiast zusammen mit den anderen jüdischen Klassenkammeraden bespuckt, verprügelt und aus der Schule geworfen wurde. Arnold Schönberg versuchte, den talentierten jungen Mann in der University of California unterzubringen, was aber am fehlenden Abitur scheiterte (das er ja nicht mehr ablegen konnte). Als US – Bürger und Soldat kam er ins Nachkriegsdeutschland und fungierte als Übersetzer in den Vernehmungen festgesetzter Nazigrößen. Zurück in USA, komponierte er u. A. für Charlie Chaplin und präsentierte seine Lieder in Clubs. Plattenaufnahmen wurden ihm wegen seiner herben Texte und Themen verwehrt. 1956 kehrte er zurück nach Wien, arbeitete mit Schauspielgrößen wie Helmut Qualtinger, jedoch auch hier weigerte man sich, seine Lieder in den Medien auszustrahlen. Er pendelte noch zeitweise zwischen München und Berlin hin und her und blieb schließlich in der Salzburger Gegend. Ab 2001 trat er nicht mehr auf, sondern wurde Schriftsteller und verstarb mit 89 Jahren. Viel Vergnügen mit den folgenden beiden köstlichen Hinterlassenschaften des Georg Kreisler. Der Wiener Georg Kreisler, der „taubenvergiftende“ Meister der ganz bösen Lieder ist der jüngste und langlebigste in der Runde. Inzwischen spielt man ihn gelegentlich im TV, da sein rabenschwarzer Humor heute besser verstanden wird als im 20. Jahrhundert. Noch minderjährig, floh er mit der Familie nach dem sog „Anschluss“ 1938 gerade noch rechtzeitig in die USA. Kreisler erzählt, dass er als Gymnasiast zusammen mit den anderen jüdischen Klassenkammeraden bespuckt, verprügelt und aus der Schule geworfen wurde. Arnold Schönberg versuchte, den talentierten jungen Mann in der University of California unterzubringen, was aber am fehlenden Abitur scheiterte (das er ja nicht mehr ablegen konnte). Als US – Bürger und Soldat kam er ins Nachkriegsdeutschland und fungierte als Übersetzer in den Vernehmungen festgesetzter Nazigrößen. Zurück in USA, komponierte er u. A. für Charlie Chaplin und präsentierte seine Lieder in Clubs. Plattenaufnahmen wurden ihm wegen seiner herben Texte und Themen verwehrt. 1956 kehrte er zurück nach Wien, arbeitete mit Schauspielgrößen wie Helmut Qualtinger, jedoch auch hier weigerte man sich, seine Lieder in den Medien auszustrahlen. Er pendelte noch zeitweise zwischen München und Berlin hin und her und blieb schließlich in der Salzburger Gegend. Ab 2001 trat er nicht mehr auf, sondern wurde Schriftsteller und verstarb mit 89 Jahren. Viel Vergnügen mit den folgenden beiden köstlichen Hinterlassenschaften des Georg Kreisler.Georg Kreisler
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