Danke für den Besuch unserer Website. Hier kannst du als Gast in den Hauptthemenbereichen Oper, Operette, Oratorium, Lied und Klavier mitlesen, dich umfangreich informieren und den Meinungsaustausch verfolgen. Den vollen Nutzen des Forums hast du allerdings nur, wenn du angemeldet und registriert bist. Dann kannst du alle Funktionen und Bereiche des Forums uneingeschränkt nutzen. Das heißt, du kannst eigene Beiträge schreiben und einstellen, auf Beiträge anderer Nutzer antworten, eigene Threads eröffnen, mitdiskutieren und dir durch die eigene Mitwirkung ein oft durch intensive Diskussionen erhelltes Meinungsbild schaffen. Das Troubadour-Forum geht über die rein lexikalische Funktion bewusst hinaus. Deshalb haben wir einen Servicebereich aufgebaut, indem du Hilfestellungen bei Anschaffungen, Besuch von Veranstaltungen und Festivals, Aufbau von Bild- und Tonträgerdokumenten und Antwort auf deine Fragen erhalten kannst. Wir verstehen uns jedoch auch als Begegnungsstätte zwischen neuen und erfahrenen Musikfreunden, zwischen Jung und Alt, persönliche Kontakte unter den Nutzern sollen erlaubt und ermöglicht werden. Wir würden uns freuen, wenn du bei uns mitmachst und eventuell auch neue Themen und Ideen einbringst.
Umberto Giordano (1867 – 1948) Bozzetto1) lirico in einem Akt Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Neapel zu Beginn des 20. Jahrhundert Innenhof in einem Kinderasyl mit Eingang zu einer Kapelle. Ein Nachmittag im Mai. 1) Entwurf, Skizze © Gerhard Wischniewski Umberto Giordano (1867 – 1948) Bozzetto1) lirico in einem Akt Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Neapel zu Beginn des 20. Jahrhundert Innenhof in einem Kinderasyl mit Eingang zu einer Kapelle. Ein Nachmittag im Mai. 1) Entwurf, Skizze © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Eine Auffürung aus Foggia im Jahre 2012 kann man auf youtube sehen. Informationen zum Werk Eine Auffürung aus Foggia im Jahre 2012 kann man auf youtube sehen.GIORDANO, Umberto: MARIENMONAT (Mese mariano)
MESE MARIANO
(Marienmonat)
Libretto von Salvatore Di Giacomo
Uraufführung: 1910 am Teatro Massimo in Palermo
Originalsprache: Italienisch
Carmela, Mutter eines ausgesetzten Kindes (Sopran)
Die Gräfin (Sopran)
Don Fabiano, Rektor (Bariton)
Die,Oberin Contraalt)
Pazienza, Caritasschwester (Mezzosopran)
Celeste, Caritasschwester (Mezzosopran)
Cristina, Caritasschwester (Sopran)
Ines, Caritasschwester (Mezzosopran)
Maria, Caritasschwester (Sopran)
Valentina, eines der Kinder (Kinderstimme)
Kinder
Kinder spielen fröhlich. Die Oberin kommt mit zwei Mädchen, die einen Korb mit Rosen bringen. Sie erteilt den Mädchen noch Verhaltensregeln, ehe diese die Blumen in die Kapelle bringen. Die anderen Schwestern kündigen die Gräfin an. Alles ist aufgeregt. Die Oberin fragt, wo der Rektor bleibe, und erteilt noch Anordnungen für die Aufstellung bestimmter Gegenstände. Die Kinder werden in Reih‘ und Glied aufgestellt. Schwester Maria kommt mit einen Blumenstrauß, den die Oberin einem Mädchen Valentina mit der genauen Anweisung übergibt, wie sie ihn der Gräfin zu präsentieren hat.
Dann erscheint die Gräfin mit ihrer Dienerin, die eine große Kiste trägt. Valentina überreicht ihr den Blumenstrauß. Die Kinder singen ein Sonett. Die Gräfin begrüßt alle und verteilt aus der Kiste Süßigkeiten an die Kinder. Valentina darf noch eine kurze Dankesansprache halten, die der Rektor verfasst hat und auf die er sich stolz zeigt. Er lässt der Gräfin Getränke und Gebäck auf einem Tisch hinstellen. Dann weist er sie auf die die renovierte Kirche hin und bedankt sich für ihre Spenden. Schließlich gehen sie in die Kirche. Die Schwestern gehen mit den Kindern hinaus in den Garten. Nur die Schwestern Pazienzia und Ines bleiben zurück.
Da tritt Carmela ein. Schwester Ines will sie zunächst abweisen, aber sie erklärt, dass sie gekommen sei, um ihren Sohn Antonino zu sehen. Ines entfernt sich, um die Oberin zu suchen. Schwester Pazienza hat die Eintretende erkannt und nähert sich ihr. Carmela hat sie ebenfalls als Bekannte von vor 10 Jahren erkannt und nennt sie “Nina”. Doch diese erklärt, dass sie sie hier nur noch Schwester Pazienza heiße und sie nicht mehr vertraut mit ihr sein dürfe.
Die Oberin kommt mit Schwester Ines herbei. Carmela stellt sich vor und fragt nach ihrem Sohn, den sie nun seit einen Jahr nicht mehr gesehen habe. Die Oberin wundert sich, dass er einen anderen Nachnamen trägt als die Mutter. Dann schickt sie Ines, den Jungen zu suchen. Die Oberin möchte eine Erklärung zu der Namensabweichung. Da es Carmela peinlich ist, bittet sie Schwester Pazienza, ihre Geschichte zu erzählen, die sie selbst mit Geschehnissen, die Pazienza noch nicht kennt, ergänzt.
Wir erfahren, dass Carmela mit 16 Jahren die Mutter verlor und der Vater, der ein Schurke war, sich nicht um sie kümmerte. Sie verliebte sich in einen Arbeiter, der sie schwängerte, aber verließ. Ein anderer Mann habe sie dann geheiratet. Doch direkt nach der Heirat habe er verlangt, dass das fremde Kind weg müsse. Sie habe sich nur mit Gewalt von dem Kind trennen können. In einer Arie schildert Carmela nun, wie es ihr war, als sie das Kind abgeben musste. Ihr Mann habe eine Frau gefunden, die schon länger verheiratet war, aber keine Kinder bekam. Die Frau kam Antonio dann abholen, und sie habe das knapp einjährige KInd unter viel Schmerzen abgegeben. Dass es nun hier gelandet sei, läge daran, dass diese Frau inzwischen verstorben sei.
Schwester Pazienza erinnert sich nicht an ein Kind mit diesem Namen. Sie möchte inzwischen Carmela, die lieber hier auf ihr Kind warten will, mit in die Kirche nehmen. Diese folgt ihr widerwillig.
Die Oberin ist allein zurückgeblieben. Plötzlich erscheint Schwester Ines mit den anderen Schwestern. Sie berichten der Oberin, dass der Junge heute nacht gestorben sei. Alle aber haben Bedenken, es Carmela zu sagen.
Als Carmela mit Schwester Pazienza aus der Kirche kommt, nähert sich ihr Schwester Cristina und versucht ihr mit allerhand Ausreden zu erklären, dass sie ihren Sohn heute nicht sehen könne. Schließlich muss das Himmelfahrtsfest dafür herhalten. Während man die Kinder aus der Kirche singen hört, gebietet die Oberin, dass man da nicht stören dürfe und auch der Gang in die Kirche sei ihr jetzt nicht erlaubt. Schwester Pazienza bestätigt wider besseres Gewissen, dass sie Antonio in der ersten Reihe gesehen habe. Man macht Carmela klar, dass sie ein anderes Mal wiederkommen müsse. Sie muss den Hof also unverrichteter Dinge verlassen, gibt noch einen Kuchen für ihren Antonio ab und verspricht wiederzukommen. Während sie geht, glaubt sie unter der Kinderstimmen aus der Kirche die Stimme ihres Sohnes zu hören.
MESE MARIANO
(Marienmonat)
Libretto von Salvatore Di Giacomo
Uraufführung: 1910 am Teatro Massimo in Palermo
Originalsprache: Italienisch
Carmela, Mutter eines ausgesetzten Kindes (Sopran)
Die Gräfin (Sopran)
Don Fabiano, Rektor (Bariton)
Die,Oberin Contraalt)
Pazienza, Caritasschwester (Mezzosopran)
Celeste, Caritasschwester (Mezzosopran)
Cristina, Caritasschwester (Sopran)
Ines, Caritasschwester (Mezzosopran)
Maria, Caritasschwester (Sopran)
Valentina, eines der Kinder (Kinderstimme)
Kinder
Kinder spielen fröhlich. Die Oberin kommt mit zwei Mädchen, die einen Korb mit Rosen bringen. Sie erteilt den Mädchen noch Verhaltensregeln, ehe diese die Blumen in die Kapelle bringen. Die anderen Schwestern kündigen die Gräfin an. Alles ist aufgeregt. Die Oberin fragt, wo der Rektor bleibe, und erteilt noch Anordnungen für die Aufstellung bestimmter Gegenstände. Die Kinder werden in Reih‘ und Glied aufgestellt. Schwester Maria kommt mit einen Blumenstrauß, den die Oberin einem Mädchen Valentina mit der genauen Anweisung übergibt, wie sie ihn der Gräfin zu präsentieren hat.
Dann erscheint die Gräfin mit ihrer Dienerin, die eine große Kiste trägt. Valentina überreicht ihr den Blumenstrauß. Die Kinder singen ein Sonett. Die Gräfin begrüßt alle und verteilt aus der Kiste Süßigkeiten an die Kinder. Valentina darf noch eine kurze Dankesansprache halten, die der Rektor verfasst hat und auf die er sich stolz zeigt. Er lässt der Gräfin Getränke und Gebäck auf einem Tisch hinstellen. Dann weist er sie auf die die renovierte Kirche hin und bedankt sich für ihre Spenden. Schließlich gehen sie in die Kirche. Die Schwestern gehen mit den Kindern hinaus in den Garten. Nur die Schwestern Pazienzia und Ines bleiben zurück.
Da tritt Carmela ein. Schwester Ines will sie zunächst abweisen, aber sie erklärt, dass sie gekommen sei, um ihren Sohn Antonino zu sehen. Ines entfernt sich, um die Oberin zu suchen. Schwester Pazienza hat die Eintretende erkannt und nähert sich ihr. Carmela hat sie ebenfalls als Bekannte von vor 10 Jahren erkannt und nennt sie “Nina”. Doch diese erklärt, dass sie sie hier nur noch Schwester Pazienza heiße und sie nicht mehr vertraut mit ihr sein dürfe.
Die Oberin kommt mit Schwester Ines herbei. Carmela stellt sich vor und fragt nach ihrem Sohn, den sie nun seit einen Jahr nicht mehr gesehen habe. Die Oberin wundert sich, dass er einen anderen Nachnamen trägt als die Mutter. Dann schickt sie Ines, den Jungen zu suchen. Die Oberin möchte eine Erklärung zu der Namensabweichung. Da es Carmela peinlich ist, bittet sie Schwester Pazienza, ihre Geschichte zu erzählen, die sie selbst mit Geschehnissen, die Pazienza noch nicht kennt, ergänzt.
Wir erfahren, dass Carmela mit 16 Jahren die Mutter verlor und der Vater, der ein Schurke war, sich nicht um sie kümmerte. Sie verliebte sich in einen Arbeiter, der sie schwängerte, aber verließ. Ein anderer Mann habe sie dann geheiratet. Doch direkt nach der Heirat habe er verlangt, dass das fremde Kind weg müsse. Sie habe sich nur mit Gewalt von dem Kind trennen können. In einer Arie schildert Carmela nun, wie es ihr war, als sie das Kind abgeben musste. Ihr Mann habe eine Frau gefunden, die schon länger verheiratet war, aber keine Kinder bekam. Die Frau kam Antonio dann abholen, und sie habe das knapp einjährige KInd unter viel Schmerzen abgegeben. Dass es nun hier gelandet sei, läge daran, dass diese Frau inzwischen verstorben sei.
Schwester Pazienza erinnert sich nicht an ein Kind mit diesem Namen. Sie möchte inzwischen Carmela, die lieber hier auf ihr Kind warten will, mit in die Kirche nehmen. Diese folgt ihr widerwillig.
Die Oberin ist allein zurückgeblieben. Plötzlich erscheint Schwester Ines mit den anderen Schwestern. Sie berichten der Oberin, dass der Junge heute nacht gestorben sei. Alle aber haben Bedenken, es Carmela zu sagen.
Als Carmela mit Schwester Pazienza aus der Kirche kommt, nähert sich ihr Schwester Cristina und versucht ihr mit allerhand Ausreden zu erklären, dass sie ihren Sohn heute nicht sehen könne. Schließlich muss das Himmelfahrtsfest dafür herhalten. Während man die Kinder aus der Kirche singen hört, gebietet die Oberin, dass man da nicht stören dürfe und auch der Gang in die Kirche sei ihr jetzt nicht erlaubt. Schwester Pazienza bestätigt wider besseres Gewissen, dass sie Antonio in der ersten Reihe gesehen habe. Man macht Carmela klar, dass sie ein anderes Mal wiederkommen müsse. Sie muss den Hof also unverrichteter Dinge verlassen, gibt noch einen Kuchen für ihren Antonio ab und verspricht wiederzukommen. Während sie geht, glaubt sie unter der Kinderstimmen aus der Kirche die Stimme ihres Sohnes zu hören.
Der Librettist Salvatore Di Giacomo hatte ein Drama im neapolitanischern Dialekt “O mese mariano” geschrieben, das damals in ganz Italien gespielt wurde. Als Giordano das Werk gesehen hatte, bat er den Verfasser, dies in ein Libretto für die Oper umzuformen. Zwar war die Uraufführung in Palermo (zusammen mit Mascagnis “Amica”) ein Erfolg, aber der größere Erfolg stellte sich einen Monat später am Teatro Costanzi in Rom ein. Schon im gleichen Jahr wurde die Oper dann auch an Stätten außerhalb Italiens aufgeführt. Eine Reihe späterer Aufführungen (bis 2022) sind bekannt, allerdings keine in Deutschland.
Das Thema der Mutter, die von ihrem Kind getrennt leben muss, ist auch aus Puccinis “Suor Angelica” bekannt, die 1918 uraufgeführt wurde. In beiden Fällen spielt es unter Nonnen.
Die Inhaltsangabe entstand nach dem endgültigen italienischen Libretto, das von Giordano 1913 noch einmal überarbeitet wurde.
Hier eine Audio-Aufnahme vom Festival 1998 in Martina Franca
Der Librettist Salvatore Di Giacomo hatte ein Drama im neapolitanischern Dialekt “O mese mariano” geschrieben, das damals in ganz Italien gespielt wurde. Als Giordano das Werk gesehen hatte, bat er den Verfasser, dies in ein Libretto für die Oper umzuformen. Zwar war die Uraufführung in Palermo (zusammen mit Mascagnis “Amica”) ein Erfolg, aber der größere Erfolg stellte sich einen Monat später am Teatro Costanzi in Rom ein. Schon im gleichen Jahr wurde die Oper dann auch an Stätten außerhalb Italiens aufgeführt. Eine Reihe späterer Aufführungen (bis 2022) sind bekannt, allerdings keine in Deutschland.
Das Thema der Mutter, die von ihrem Kind getrennt leben muss, ist auch aus Puccinis “Suor Angelica” bekannt, die 1918 uraufgeführt wurde. In beiden Fällen spielt es unter Nonnen.
Die Inhaltsangabe entstand nach dem endgültigen italienischen Libretto, das von Giordano 1913 noch einmal überarbeitet wurde.
Hier eine Audio-Aufnahme vom Festival 1998 in Martina Franca
Kontakt
Telefon: 0178-1069333
Gestaltung Agentur kuh vadis