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Sara Glojnarić (*1991) Mixtape1)-Oper in 11 Szenen Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Ein Bus, Gegenwart Vorbemerkung: 1.Szene: Stuttgart 2.Szene: Lika/Winterbach 3.Szene: Neapel 4.Szene: Slawonien 5.Szene: Neapel 6.Szene: Tankstelle 7.Szene: Antalya 8.Szene: Passkontrolle 9.Szene: Jugoslawien 10.Szene: Winterbach/Lika 11.Szene: Chiste ‚o paese d“o sole 2) 1) Entstanden nach Interviews mit Gastarbeitern, die auf Kassetten Musik aus ihrer Heimat aus den 1970er bis 1990er Jahren mitbrachten, die Komponistin mit moderner klassischer Musik verwoben hat..
Sara Glojnarić (*1991) Mixtape1)-Oper in 11 Szenen Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Ein Bus, Gegenwart Vorbemerkung: 1.Szene: Stuttgart 2.Szene: Lika/Winterbach 3.Szene: Neapel 4.Szene: Slawonien 5.Szene: Neapel 6.Szene: Tankstelle 7.Szene: Antalya 8.Szene: Passkontrolle 9.Szene: Jugoslawien 10.Szene: Winterbach/Lika 11.Szene: Chiste ‚o paese d“o sole 2) 1) Entstanden nach Interviews mit Gastarbeitern, die auf Kassetten Musik aus ihrer Heimat aus den 1970er bis 1990er Jahren mitbrachten, die Komponistin mit moderner klassischer Musik verwoben hat..
Informationen zum Werk https://www.swr.de/swrkultur/programm/sara-glojnaric-station-paradiso-ard-oper-2026-06-20-100.html Dieser Link soll aber z.Zt. abgeschaltet sein. Lustein hat sich um Wiedereinschaltung bemüht. Ob er wieder aufgenommen wird, ist im Augenblick fraglich. Wer weitere Informationen haben möchte, kann im Internet verschiedene Besprechungen aus Zeitungen und Zeitschriften finden, u.a.: https://deropernfreund.de/staatsoper-stuttgart/stuttgart-station-paradiso-sara-glojnaric/ Informationen zum Werk https://www.swr.de/swrkultur/programm/sara-glojnaric-station-paradiso-ard-oper-2026-06-20-100.html Dieser Link soll aber z.Zt. abgeschaltet sein. Lustein hat sich um Wiedereinschaltung bemüht. Ob er wieder aufgenommen wird, ist im Augenblick fraglich. Wer weitere Informationen haben möchte, kann im Internet verschiedene Besprechungen aus Zeitungen und Zeitschriften finden, u.a.: https://deropernfreund.de/staatsoper-stuttgart/stuttgart-station-paradiso-sara-glojnaric/ Liebe Forum-Mitglieder, ich habe mich in den letzten Tagen bei SWR Kultur um eine Wiedereinschaltung des Links zu der Radiosendung von der Stuttgarter Station-Paradiso-Premiere bemüht. Nun habe ich vorhin von SWR Kultur eine abschlägige Nachricht bekommen. Den Link zu der Radiosendung könne man aus rechtlichen Gründen nicht reaktivieren. Der Link durfte nur 30 Tage eingeschaltet bleiben. Aber vielleicht kommt eine Reaktivierung im Zusammenhang mit der Stuttgart Wiederaufnahme der Oper Ende November. Das muss man abwarten, ob das geht. Herzlichst, Lustein Liebe Forum-Mitglieder, ich habe mich in den letzten Tagen bei SWR Kultur um eine Wiedereinschaltung des Links zu der Radiosendung von der Stuttgarter Station-Paradiso-Premiere bemüht. Nun habe ich vorhin von SWR Kultur eine abschlägige Nachricht bekommen. Den Link zu der Radiosendung könne man aus rechtlichen Gründen nicht reaktivieren. Der Link durfte nur 30 Tage eingeschaltet bleiben. Aber vielleicht kommt eine Reaktivierung im Zusammenhang mit der Stuttgart Wiederaufnahme der Oper Ende November. Das muss man abwarten, ob das geht. Herzlichst, LusteinGLOJNARIC; Sara, STATION PARADISO
STATION PARADISO
Libretto von Tanja Sljivar
Uraufführung: 2026 in Stuttgart
Originalsprache: Deutsch
Busfahrer (Bass)
Braut (Sopran)
Yugo-Vater (Bass)
Yugo-Tochter(Mezzosopran)
Neapolitaner(Tenor)
türkischer Vater (Tenor)
türkische Tochter (Sopran)
süditalienische Mutter (Alt)
süditalienische Tochter (Alt)
singendeTante Mari(j)a (Mezzosopran)
kochende Tante Mari(j)a (stumme Rolle)
spielende Tante Mari(j)a (stumme Rolle)
Die gesamte Handlung besteht aus einer fiktiven Busfahrt mit südländischen Gastarbeitern durch ihre Heimatländer, wobei diese ihre Erinnerungen und jeweiligen Empfindungen in Bezug auf ihre eigentliche Heimat und Stuttgart, wo sie jetzt leben, ausdrücken.
Die “Station Paradiso”, nach der die Oper benannt ist, ist eine erdachte Bushaltestelle in der Nähe des Hauptbahnhofs, an der die Fahrt beginnt und endet. Der Fahrer taucht auf. In einer Arie gibt er bekannt, dass er statt einer Fahrkarte um eine Kassette mit ihrem jeweiligen Lieblingslied aus früherer Zeit und ihrer Heimat bittet. Dann steigen die oben genannten Personen ein und unterhalten sich darüber, wie es in den Nachkriegsjahren bei ihrer Anwerbung war und was sie vorgefunden haben.
Noch während der Fahrt auf der Autobahn nennt der Fahrer den Weg, den der Bus zu seinem Ziel Neapel nehmen wird, und verbindet im Geiste viele Orte miteinander, bis die Braut, die allein unterwegs ist und noch nach einem Bräutigam suchen will, feststellt, dass sie gar nicht auf dem Weg zu der erwarteten nächsten Station sind. Doch als der Fahrer bestätigt, dass sie auf dem Weg nach Neapel seien, fordern ihn die Zweifelnden auf, weiter zu fahren. Die türkische Tochter erwähnt, dass sie mit dem Vater, der an Alzheimer leidet, fahre, damit er ein letztes Mal die Landschaft, wo er als Kind gelebt, und seine Verwandtschaft sehe. Und dieser murmelt: “ Wir sind auf einem guten Weg.
Der Fahrer unternimmt die “Fahrscheinkontrolle”, das heißt, er lässt die Gäste die Koffer öffnen, die Kassetten herausnehmen und fragt, wer als Erster sein Lied spielt. Die süditalienische Mutter und ihre Tochter finden nach Durchsuchen ihres Gepäcks eine Kassette, die die Tochter dem Fahrer zum Abspielen bringt und zu der sie den Text mitsingen. Es ist die Großmutter, die auf der Kassette singt und die die Tochter nie kennengelernt hat. Die Tochter, die in Deutschland geboren ist, macht der Mutter deshalb Vorwürfe. Die Tanten Marija erzählen, dass ihre Verwandten bei Siemens arbeiten und sie die Geräte dieser Firma gerne verwenden. Dann kommt die Rede auf alles, was Deutschland damals noch nicht hatte: Spaghetti, Mozarella, Basilikum usw. Und die Tanten schwärmen, wie damals alle zusammenhielten. Auch die Braut schwärmt von ihrer Tante, zu der sie jetzt ziehen will.
Die Braut erzählt in einem Monolog aus ihrer Kindheit und von der kroatischen Hochzeit ihrer Tante. Deren Brautschleier habe sie immer bei sich und jedes Wochenende fahre sie herunter. Ihre Mutter wolle nur immer da runter fahren, um Spaß zu haben und die Tante zu besuchen, aber sie wolle jetzt dableiben.
Der Fahrer spricht den Neaopolitaner auf ein Lied an. Dieser versucht unter seinem Sitz etwas zu verbergen, ehe er eine Kasette aus seiner Hosentasche zieht. Die süditalienische Mutter reißt sie ihm weg und behauptet, diese Lieder hätten sie in der Schule gesungen. Auf ihre Frage, was er verberge, muss er zugeben, dass er Neapolitaner Kekse, die in Deutschland gebacken sind, außerdem für seinen Vater Espresso von Dallmayr Prodomo statt von Lavazza und Segafreddo mit sich führe. Seine Kassette nimmt er der süditalienischen Mutter wieder fort und erklärt, dass er sie als Kleinkind zum Einschlafen benötigt habe. Die Mutter entreißt sie ihm erneut und bringt sie zum Fahrer. Die drei Tanten Marija singen nun im Chor das Lied vom Einmachglas.
In der kurzen Pause erinnern sich auf die Frage der süditalienischen Tochter alle daran, wie schwer sie in Deutschland geschuftet haben und mit Singen gegen die Erschöpfung gekämpft haben.
Nun möchte der Fahrer von dem türkischen Vater ein Lied als Fahrschein. Dieser, ein Rentner mit Alsheimer, durchwühlt seine Hosentaschen und bietet dem Fahrer Geld. Seine Tochter stellt er als seinen Sohn vor. Er erzählt, wie dieser auf der Bühne steht. Vater und Tochter singen ein türkisches Lied. Doch das Lied scheint auch irgendwie aus seinem Koffer zu klingen. Der riesige Koffer bricht auf und der Komponist des Liedes Orban Gendebay springt heraus. Alle anderen vermuten, dass der türkische Vater aus Angst, eine Kassette könnte kaputt gehen von allem mehrere Aufnahmen gemacht habe. Der Vater singt noch einmal einige Zeilen aus dem Lied. Dann kehrt der Komponist in den Koffer zurück.
Der Fahrer gibt den Fahrgästen, die teilweise schon schlafen, über Lautsprecher bekannt, die Papiere bereitzuhalten. Unterdessen singt die türkische Tochter, die als Kind nach Deutschland gekommen ist, wie sie schon im Kindergarten bei Problemen dolmetschen musste. Später habe sie für ihren Vater gedolmetscht, wozu sie als Erwachsene immer noch dient, auch jetzt.
Aus dem Grenzhäuschen sieht man immer nur eine Hand, die die Pässe entgegennimmt . Inzwischen parodieren die Fahrgäste die ewig gleichen Fragen der Deutschen: “Woher kommst du?” Und wenn die Reisenden sagen: “Von hier” wird noch einmal nachgebort: “Und woher kommt deine Familie?” Weil die Namen nicht deutsch klingen.
Hier gerät nun der Yugo-Vater ins Licht und wird von seiner Tochter begrüßt. Auch die Braut ist über ihn entzückt, der sich ein wenig seiner Jugendlichkeit bewahrt hat Der Vater überreicht dem Fahrer eine Schallplatte mit den größten Hits des Ex-Yu-Rocks. Dann eröffnet er, dass er zwar in Deutschland sei, aber ein Grundstück in Jugoslawien habe, auf dem er ein Haus baue. Während die Braut dorthin ziehen möchte, tut die Tochter diese Angabe mit den Worten ab, dass dort nichts als ein Haufen Zeugs existiere. Dann schwärmt der Vater von dem früheren Leben dort. Aber die Tochter erinnert ihn, dass es das Land gar nicht mehr gäbe. Dennoch will sie später das vom Vater geplante Werk vollenden.
Die Fahrgäste sind eingeschlafen. Der Fahrer singt für sich allein ein Lied.
Wieder in Stuttgart. Die Gäste erwachen und jeder äußert seine Gedanken. Der Napolitaner sieht im Geiste sein Neapel. Die Yugo-Tochter sucht ihren Vater und findet ihn nicht. War er nur eine Vision? Die süditalienische Tochter freut sich, wieder in Stuttgart zu sein. Auch die Braut gibt etwas unwillig zu, wieder hier zu sein, weil ihre Mutter sie erwarte. Der türkische Vater bildet sich ein, dass sein Vorgesetzter ihn mit Blumenstrauß und Schokolade erwarte und die süditalienische Mutter berichtet, dass es regnete, als sie hier eintraf. Dann zeigt der Napolitaner dem Fahrer und den Gästen, was er im Koffer versteckt hatte: Eine Urne mit der Asche seines Vaters, die er in dessen Heimat nach Neapel bringen wollte. Dieser hörte gerne Mandolinen und in diesem Moment erklingen diese auch im Orchesterraum. Abschließend singen alle im Chor, dass die Stadt, in der sie wieder angekommen sind, ein Versprechen ausstrahle.
2) Refrain eines napolitanischen Liedes, was übersetzt bedeutet: “Dies ist das Land der Sonne”
STATION PARADISO
Libretto von Tanja Sljivar
Uraufführung: 2026 in Stuttgart
Originalsprache: Deutsch
Busfahrer (Bass)
Braut (Sopran)
Yugo-Vater (Bass)
Yugo-Tochter(Mezzosopran)
Neapolitaner(Tenor)
türkischer Vater (Tenor)
türkische Tochter (Sopran)
süditalienische Mutter (Alt)
süditalienische Tochter (Alt)
singendeTante Mari(j)a (Mezzosopran)
kochende Tante Mari(j)a (stumme Rolle)
spielende Tante Mari(j)a (stumme Rolle)
Die gesamte Handlung besteht aus einer fiktiven Busfahrt mit südländischen Gastarbeitern durch ihre Heimatländer, wobei diese ihre Erinnerungen und jeweiligen Empfindungen in Bezug auf ihre eigentliche Heimat und Stuttgart, wo sie jetzt leben, ausdrücken.
Die “Station Paradiso”, nach der die Oper benannt ist, ist eine erdachte Bushaltestelle in der Nähe des Hauptbahnhofs, an der die Fahrt beginnt und endet. Der Fahrer taucht auf. In einer Arie gibt er bekannt, dass er statt einer Fahrkarte um eine Kassette mit ihrem jeweiligen Lieblingslied aus früherer Zeit und ihrer Heimat bittet. Dann steigen die oben genannten Personen ein und unterhalten sich darüber, wie es in den Nachkriegsjahren bei ihrer Anwerbung war und was sie vorgefunden haben.
Noch während der Fahrt auf der Autobahn nennt der Fahrer den Weg, den der Bus zu seinem Ziel Neapel nehmen wird, und verbindet im Geiste viele Orte miteinander, bis die Braut, die allein unterwegs ist und noch nach einem Bräutigam suchen will, feststellt, dass sie gar nicht auf dem Weg zu der erwarteten nächsten Station sind. Doch als der Fahrer bestätigt, dass sie auf dem Weg nach Neapel seien, fordern ihn die Zweifelnden auf, weiter zu fahren. Die türkische Tochter erwähnt, dass sie mit dem Vater, der an Alzheimer leidet, fahre, damit er ein letztes Mal die Landschaft, wo er als Kind gelebt, und seine Verwandtschaft sehe. Und dieser murmelt: “ Wir sind auf einem guten Weg.
Der Fahrer unternimmt die “Fahrscheinkontrolle”, das heißt, er lässt die Gäste die Koffer öffnen, die Kassetten herausnehmen und fragt, wer als Erster sein Lied spielt. Die süditalienische Mutter und ihre Tochter finden nach Durchsuchen ihres Gepäcks eine Kassette, die die Tochter dem Fahrer zum Abspielen bringt und zu der sie den Text mitsingen. Es ist die Großmutter, die auf der Kassette singt und die die Tochter nie kennengelernt hat. Die Tochter, die in Deutschland geboren ist, macht der Mutter deshalb Vorwürfe. Die Tanten Marija erzählen, dass ihre Verwandten bei Siemens arbeiten und sie die Geräte dieser Firma gerne verwenden. Dann kommt die Rede auf alles, was Deutschland damals noch nicht hatte: Spaghetti, Mozarella, Basilikum usw. Und die Tanten schwärmen, wie damals alle zusammenhielten. Auch die Braut schwärmt von ihrer Tante, zu der sie jetzt ziehen will.
Die Braut erzählt in einem Monolog aus ihrer Kindheit und von der kroatischen Hochzeit ihrer Tante. Deren Brautschleier habe sie immer bei sich und jedes Wochenende fahre sie herunter. Ihre Mutter wolle nur immer da runter fahren, um Spaß zu haben und die Tante zu besuchen, aber sie wolle jetzt dableiben.
Der Fahrer spricht den Neaopolitaner auf ein Lied an. Dieser versucht unter seinem Sitz etwas zu verbergen, ehe er eine Kasette aus seiner Hosentasche zieht. Die süditalienische Mutter reißt sie ihm weg und behauptet, diese Lieder hätten sie in der Schule gesungen. Auf ihre Frage, was er verberge, muss er zugeben, dass er Neapolitaner Kekse, die in Deutschland gebacken sind, außerdem für seinen Vater Espresso von Dallmayr Prodomo statt von Lavazza und Segafreddo mit sich führe. Seine Kassette nimmt er der süditalienischen Mutter wieder fort und erklärt, dass er sie als Kleinkind zum Einschlafen benötigt habe. Die Mutter entreißt sie ihm erneut und bringt sie zum Fahrer. Die drei Tanten Marija singen nun im Chor das Lied vom Einmachglas.
In der kurzen Pause erinnern sich auf die Frage der süditalienischen Tochter alle daran, wie schwer sie in Deutschland geschuftet haben und mit Singen gegen die Erschöpfung gekämpft haben.
Nun möchte der Fahrer von dem türkischen Vater ein Lied als Fahrschein. Dieser, ein Rentner mit Alsheimer, durchwühlt seine Hosentaschen und bietet dem Fahrer Geld. Seine Tochter stellt er als seinen Sohn vor. Er erzählt, wie dieser auf der Bühne steht. Vater und Tochter singen ein türkisches Lied. Doch das Lied scheint auch irgendwie aus seinem Koffer zu klingen. Der riesige Koffer bricht auf und der Komponist des Liedes Orban Gendebay springt heraus. Alle anderen vermuten, dass der türkische Vater aus Angst, eine Kassette könnte kaputt gehen von allem mehrere Aufnahmen gemacht habe. Der Vater singt noch einmal einige Zeilen aus dem Lied. Dann kehrt der Komponist in den Koffer zurück.
Der Fahrer gibt den Fahrgästen, die teilweise schon schlafen, über Lautsprecher bekannt, die Papiere bereitzuhalten. Unterdessen singt die türkische Tochter, die als Kind nach Deutschland gekommen ist, wie sie schon im Kindergarten bei Problemen dolmetschen musste. Später habe sie für ihren Vater gedolmetscht, wozu sie als Erwachsene immer noch dient, auch jetzt.
Aus dem Grenzhäuschen sieht man immer nur eine Hand, die die Pässe entgegennimmt . Inzwischen parodieren die Fahrgäste die ewig gleichen Fragen der Deutschen: “Woher kommst du?” Und wenn die Reisenden sagen: “Von hier” wird noch einmal nachgebort: “Und woher kommt deine Familie?” Weil die Namen nicht deutsch klingen.
Hier gerät nun der Yugo-Vater ins Licht und wird von seiner Tochter begrüßt. Auch die Braut ist über ihn entzückt, der sich ein wenig seiner Jugendlichkeit bewahrt hat Der Vater überreicht dem Fahrer eine Schallplatte mit den größten Hits des Ex-Yu-Rocks. Dann eröffnet er, dass er zwar in Deutschland sei, aber ein Grundstück in Jugoslawien habe, auf dem er ein Haus baue. Während die Braut dorthin ziehen möchte, tut die Tochter diese Angabe mit den Worten ab, dass dort nichts als ein Haufen Zeugs existiere. Dann schwärmt der Vater von dem früheren Leben dort. Aber die Tochter erinnert ihn, dass es das Land gar nicht mehr gäbe. Dennoch will sie später das vom Vater geplante Werk vollenden.
Die Fahrgäste sind eingeschlafen. Der Fahrer singt für sich allein ein Lied.
Wieder in Stuttgart. Die Gäste erwachen und jeder äußert seine Gedanken. Der Napolitaner sieht im Geiste sein Neapel. Die Yugo-Tochter sucht ihren Vater und findet ihn nicht. War er nur eine Vision? Die süditalienische Tochter freut sich, wieder in Stuttgart zu sein. Auch die Braut gibt etwas unwillig zu, wieder hier zu sein, weil ihre Mutter sie erwarte. Der türkische Vater bildet sich ein, dass sein Vorgesetzter ihn mit Blumenstrauß und Schokolade erwarte und die süditalienische Mutter berichtet, dass es regnete, als sie hier eintraf. Dann zeigt der Napolitaner dem Fahrer und den Gästen, was er im Koffer versteckt hatte: Eine Urne mit der Asche seines Vaters, die er in dessen Heimat nach Neapel bringen wollte. Dieser hörte gerne Mandolinen und in diesem Moment erklingen diese auch im Orchesterraum. Abschließend singen alle im Chor, dass die Stadt, in der sie wieder angekommen sind, ein Versprechen ausstrahle.
2) Refrain eines napolitanischen Liedes, was übersetzt bedeutet: “Dies ist das Land der Sonne”
Das 2026 uraufgeführte Werk wurde von der Staatsoper Stuttgart in Auftrag gegeben. Die Autoren (Text und Musik) haben dazu eine Reihe Emigranten und deren Nachkommen befragt. Die Inhaltsangabe wurde nach dem Libretto im Begleitheft der Stuttgarter Oper erstellt, das eine Reihe zusätzlicher interessanter Angaben zu der Oper enthält.
Aufnahmen auf CD oder DVD sind mir bisher nicht bekannt.
Eine Radiosendung mit der Gesamteinspielung der Oper gab es unter folgendem Link:
Das 2026 uraufgeführte Werk wurde von der Staatsoper Stuttgart in Auftrag gegeben. Die Autoren (Text und Musik) haben dazu eine Reihe Emigranten und deren Nachkommen befragt. Die Inhaltsangabe wurde nach dem Libretto im Begleitheft der Stuttgarter Oper erstellt, das eine Reihe zusätzlicher interessanter Angaben zu der Oper enthält.
Aufnahmen auf CD oder DVD sind mir bisher nicht bekannt.
Eine Radiosendung mit der Gesamteinspielung der Oper gab es unter folgendem Link:![]()
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