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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Gregor Joseph Werner: Komponist der Eszterházis

Gregor Joseph Werner war eine lexikalische Größe für mich, aber musikalisch ein völlig unbekanntes Blatt. Diesen Komponisten entdeckt zu haben, hat etwas mit dem Oratorium Der gute Hirt zu tun. Dieses Stück, in der Tradition der Sepolcro-Kompositionen entstanden, ist von einer bemerkenswerten Musiksprache gekennzeichnet, die zwischen dem Spätbarock und der Wiener Klassik changiert. Und es bringt in der von mir gehörten Version des Orfeo-Orchesters mit dem Purcell-Chor (und den Solisten) unter der Leitung von György Vashegyi die Musik des Kapellmeisters der ungarischen Magnatenfamilie Eszterházy exemplarisch zu Gehör. Es zeigt aber auch, dass Werner mehr war, als nur der Vorgänger von Joseph Haydn. Seine Musik ist, nach meiner Wahrnehmung, traditionell und weist doch streckenweise auf Ausdrucksmittel hin, die in die Zeit der Wiener Klassik gehören.

Dass es spannend sein kann, Neues zu entdecken, ist bekannt. Das muss sich ja nicht immer nur auf neue Interpreten beziehen, es kann ja auch mal ein Komponist sein, den zwar viele Lexika kennen, dessen Musik man, seit er nicht mehr unter den Lebenden weilt, nicht mehr gehört hat. Dass sich dazu ein Ensemble gesellt, das mir völlig unbekannt war, ist ein zusätzliches Plus, denn die hier Aufspielenden und die hier Singenden waren, für mich jedenfalls auch neu. Lobenswert ist das, was Lajos Rovatkay mit la festa musicale präsentiert. Lobenswert auch das, was Gregor Joseph Werner vor über 200 Jahren seinem Notenpapier anvertraut hat. Und lobenswert werden die Musikfreunde das finden, was durch das Label audite unter’s Volk gebracht wurde. Dazu gehört auch das Voktett Hannover, das mit seinen an dieser Art Musiksprache geschulten Stimmen sich als ein sehr guter Sachwalter der Musik von Gregor Joseph Werner erweist.

Titel: "Gregor Joseph Werner - Salve Reginas · Pastorellas". Namen: Harer, Euler, Poplutz, Flaig. Ensemble: la festa musicale.  Gregor Joseph Werner Masses and Motets Vol. 3. Türkises, abstraktes Muster im Hintergrund.

"Gregor Joseph Werner, Antonio Caldara, Vol. 4, Voktett Hannover, la festa musicale, Lajos Rovatkay; rote, wirbelnde Muster."  Titel: Gregor Joseph Werner, Festive Masses. Künstler: Harer, Potter, Mammel, Haupt. Vol. 5, la festa musicale. Hintergrund: Goldene Ornamente auf braunem Grund.

André hat auf diesen Beitrag reagiert.
André

Lieber Manfred,

danke für das Plädoyer für Werner!

Diese fünf CDs hatte ich auch schon vorgestellt:

https://troubadour-forum.de/foren/thema/werner-gregor-joseph-1695-1766-geistliche-musik-vol-1-salve-reginas-pastorellas-auf-cd/

https://troubadour-forum.de/foren/thema/werner-gregor-joseph-1695-1766-geistliche-musik-vol-2-requiem-c-moll-auf-cd/

https://troubadour-forum.de/foren/thema/werner-gregor-joseph-1695-1766-geistliche-musik-vol-3-messen-motetten-auf-cd/

https://troubadour-forum.de/foren/thema/werner-gregor-joseph-1695-1766-geistliche-musik-vol-4-gregor-joseph-werner-antonio-caldara-auf-cd/

https://troubadour-forum.de/foren/thema/werner-gregor-joseph-1695-1766-geistliche-musik-vol-5-festmessen/

 

Das von dir erwähnte Oratorium „Der gute Hirt“ ist allerdings in obiger Reihe nicht zu finden.

 

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Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber André!

Dass Du bereits zu Werner geschrieben hast, wußte ich nicht. Ich bin auch nicht auf den Gedanken gekommen, im Forum schon etwas über den Haydn-Vorgänger gelesen zu haben. Vielmehr bin ich davon ausgegangen, dass Werner eine unbekannte Größe war und ist. Bei mir war der auslösende Faktor Der gute Hirt, mich mit Werner zu beschäftigen. Dazu dann bei jpc auch noch CDs zu finden, war schon eine Überraschung für mich. Ich überlege (und schlage vor), meinen Text unter Deinen zu stellen und meine CD_Cover-Abbildungen zu löschen.

Was hälst Du davon?

LG
Manfred

Lieber Manfred,

da nun alle Infos im Komponistenforum verlinkt sind, würde ich persönlich es einfach so lassen, wie es jetzt ist.

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Gestaltung Agentur kuh vadis