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Georg Friedrich Händel (1685-1759) Dramma per musica in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Bursa2) Anfang des 15. Jahrhunderts Erster Akt Hof im Palast des Tamerlano, wo Bajazet gefangen gehalten wird Szenenwechsel: Die Gemächer Bajazets und Asterias im Palast Tamerlanos Szenenwechsel: Vorhalle im Palast von Tamerlano Zweiter Akt Galerie, die zum Gemach Tamerlanos führt Szenenwechsel: Thronsaal Dritter Akt Hof des Gebäudes, in dem Bajazet und Asteria gefangen gehalten werden Szenenwechsel: Kaiserlicher Saal, für die Tafel gedeckt. 1) Kaiserreich am Schwarzen Meer © Gerhard Wischniewski Georg Friedrich Händel (1685-1759) Dramma per musica in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Bursa2) Anfang des 15. Jahrhunderts Erster Akt Hof im Palast des Tamerlano, wo Bajazet gefangen gehalten wird Szenenwechsel: Die Gemächer Bajazets und Asterias im Palast Tamerlanos Szenenwechsel: Vorhalle im Palast von Tamerlano Zweiter Akt Galerie, die zum Gemach Tamerlanos führt Szenenwechsel: Thronsaal Dritter Akt Hof des Gebäudes, in dem Bajazet und Asteria gefangen gehalten werden Szenenwechsel: Kaiserlicher Saal, für die Tafel gedeckt. 1) Kaiserreich am Schwarzen Meer © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Auch auf youtube kann man diese als Gesamtaufnahme und weitere Inszenierungen finden.
Informationen zum Werk Auch auf youtube kann man diese als Gesamtaufnahme und weitere Inszenierungen finden.
HÄNDEL, Georg Friedrich: TAMERLANO
TAMERLANO
Libretto von Nicola Francesco Haym
Uraufführung 1724 am King’s Theatre London
Originalsprache: Italienisch
Tamerlano, Tartarenherrscher (Alt)
Bajazet, Sultan der Türken, Gefangener Tamerlanos (Tenor)
Asteria, seine Tochter und Geliebte Andronicos (Sopran)
Andronico, griechischer Fürst, Verbündeter Tamerlanos (Alt)
Irene, Prinzessin von Trapezunt1) und Verlobte Tamerlanos (Sopran)
Leone, ihr Berater (Bass)
Zaide, Vertraute Asterias (stumme Rolle)
Gefolge Tamerlanos und Irenes, Krieger, Wachen
Andronico befreit Bajazet aus seinem Kerker. Doch als dieser erfährt, dass Tamerlano die Befreiung angeordnet hat, will er sie nicht annehmen. Er bittet Andronico um dessen Schwert. Als dieser es ihm nicht geben will, entreißt er einem Wärter sein Schwert und will sich töten. Andronico erinnert ihn an seine Tochter Asteria, er hält er ein und wirft das Schwert von sich. Er würde fröhlich in den Tod gehen, wenn da nicht die Liebe zu seiner Tochter wäre. Er geht ab.
Tamerlano kommt, will Andronico sein Reich zurückgeben, das die Griechen in seine Gewalt gegeben haben, und ihn nach Byzanz schicken. Doch dieser möchte Tamerlanos Hof noch nicht so schnell verlassen. Tamerlano willigt gerne ein, da er Andronico überreden will, Bajazet, der ihn hasst, zu bewegen, ihm (Tamerlano) seine Tochter Asteria zur Braut zu geben. Als Andronico das hört, ist es für ihn ein schwerer Schlag, denn auch er liebt Asteria. Er erinnert Tamerlano an seine Verlobte Irene, die Tamerlano aber noch nicht kennt. Doch dieser will sie Andronico überlassen, wofür er als Gegenleistung lediglich erbittet, die Zustimmung Bajazets zur Heirat mit Asteria einzuholen. Dann geht er.
Andronico ist erschüttert. Er selbst hat sie zu Tamerlano geführt und ihre Bitten und Tränen für ihren Vater haben die Liebe in diesem erweckt. Er steht nun im Zwiespalt zwischen seiner Liebe und der Pflicht gegenüber Tamerlano und hofft, dass Asteria Verständnis dafür zeige. Er will seine Liebe nicht offenbaren.
Asteria hat erfahren, dass Andronico ins Reich der Griechen zurückkehren will und fürchtet, dass er sie in der Gefangenschaft zurücklassen werde. Tamerlano tritt auf. Er berichtet Asteria, dass er Andronico bereits zu ihrem Vater geschickt habe, um die Einwilligung zur Hochzeit zwischen ihm und ihr einzuholen und gesteht ihr seine Liebe. Sie möchte aber ihr Schicksal aus Andronicos Munde hören. Tamerlano erklärt ihr, dass er garnicht anders könne, weil er ihm den Thron zurückgebe und ihm auch Irene überlasse. Sie solle darüber nachdenken, denn Andronico erhalte den Thron und ihr Vater die Freiheit. Er geht.
Asteria drückt nun ihre Enttäuschung aus, dass ihr Geliebter treulos sei und sie benutze, um seinen Thron zu erlangen.
Andronico kommt mit Bajazet. Er bittet ihn, nachdem dieser das Angebot abgelehnt hat, doch erst einmal seine Tochter anzuhören, fürchtet allerdings, dass sie zustimmen könnte. Asteria antwortet zunächst nicht. Doch dann wirft sie Andronico vor, aus Eigenliebe auf den Vorschlag Tamerlanos einzugehen. Andronico fühlt sich ungerecht behandelt, denn Asteria zeigt keine Anzeichen der Ablehnung. Doch Bajazet will Tamerlano die Tochter verweigern, obwohl Andronico ihn darauf aufmerksam macht, dass ihn das den Kopf kosten könnte. Bajazet aber fordert ihn auf, Tamerlano die ablehnende Antwort zu überbringen und geht.
Andronico wundert sich über Asterias Schweigen, aber sie legt ihm lediglich nahe, Tamerlano die Antwort ihres Vater zu überbringen. Als er gegangen ist, klagt sie verzweifelt, weil sie sich von Andronico verraten fühlt. Dann geht auch sie.
Leone, ein Berater Irenes, tritt auf und bedauert die Treulosigkeit Tamerlanos zu seiner Verlobten.
Andronico kommt von einer, Leone mit Irene von der anderen Seite. Sie beschwert sich, dass Tamerlano sie nicht selbst empfängt. Leone stellt ihr den griechischen Prinzen vor und dieser erklärt, dass er von Tamerlano erwählt sei, sie zu empfangen. Als sie nach ihrem Bräutigam fragt, gesteht er, dass er selbst es sei. Sie sieht sich also als Braut getäuscht, will aber Tamerlano selbst zur Rechenschaft ziehen. Um ihn zu sprechen, rät Andronico ihr, da dieser sie ja noch nicht kennt, sich als Gefährtin Irenes vorzustellen und Leone als Begleiter mitzunehmen. Irene ist damit einverstanden. Sie will Rache nehmen und geht mit Leone.
Andronico, der zurückbleibt, beklagt sein Unglück.
Tamerlano erzählt Andronico, dass Asteria sich entschlossen habe, ihn zu heiraten. Als dieser nach der Zustimmung des Vater fragt, erklärt Tamerlano, dass diese für ihn unwichtig sei, wenn er doch das Herz der Tochter habe. Zaida, ihre Vertraute, werde sie gleich in seine Gemächer führen. Andronico rät er, sich nicht mehr darum zu kümmern, sondern sich auf die Heirat mit Irene zu freuen. Er geht.
Asteria kommt und beide machen sich Vorwürfe: Andronico, dass sie aus Ehrgeiz den Thron anstrebe, sie, dass er selbst sie dahin dränge, weil er nicht die Kraft habe, sich gegen Tamerlano zu stellen. Nun will er lautstark gegen die Hochzeit protestieren, auch wenn er sich zum Feind Tamerlanos mache und eventuell sterben müsse. Zaida kommt und flüstert Asteria etwas ins Ohr, die daraufhin erklärt, die Zeit wäre abgelaufen, sie müsse gehen.
Der zurückbleibende Andronico schildert nun seine ganze Verzweiflung. Seine einzige Hoffnung setzt er auf Bajazet. Dennoch glaubt er, dass die Sterne für ihn ungünstig stehen. Er geht
Der Vorhang zum Gemach Tamerlanos öffnet sich und man sieht Tamerlano und Asteria in der Mitte sitzen. Leone kündigt eine Jungfrau an, die Tamerlano im Namen Irenes sprechen möchte. Auf seine Einladung kommt Irene herein und macht ihm sofort Vorwürfe, ihre Königin verraten zu haben und Asteria, dass der Thron Irene gehöre und er ihr einen Treuebruch zum Geschenk mache. Tamerlano gibt zwar seine Schuld zu, aber er übergebe Irene einen Thron, der seinem nicht nachstehe. Sie aber sagt, dass diese ein solches Geschenk zurückweisen und nach Trapezunt zurückkehren werde, wenn sie Tamerlanos Hand nicht bekäme. Da meint er, sie solle dafür sorgen, dass Asteria ihm missfalle, dann werde er Irene umarmen. Er verschwindet.
Asteria erklärt ihr nun, dass sie kein Verlangen nach dem Thron habe und bittet die vermeintliche Botin, Irene mitzuteilen, sie solle nicht gehen, denn sie werde es verstehen, Tamerlano zu missfallen. Darauf gibt sie Irene ihr Wort und ihre Hand. Dann geht sie
Irene spricht Leone ihr Vertrauen aus und bittet ihn, Asteria im Auge zu behalten der vorsichtig deren Schritte beobachten will. Als sie gegangen ist, schildert er seine persönlichen Gedanken über die Liebe. Dann geht auch er.
Bajazet sucht seine Tochter und erfährt von Andronico, dass sie bei Tamerlano ist. Er wird wütend und tadelt auch Andronico, dass er zu feige war, sie aufzuhalten. Andronico verteidigt sich damit, dass sie auf einen verschmähten Liebhaber genausowenig höre wie auf den Vater. Bajazet will nun alles unternehmen, sie zu hindern, auf den Thron zu gelangen, auch wenn es sein Leben koste. Er geht.
Andronico ist Bajazets Aufforderung, mit ihm zu gehen, nicht gefolgt. Er entschließt sich, Tamerlano zu entmachten und dann sich selbst zu töten. Er denkt über das Verhalten Asterias nach, die er immer noch für grausam und verräterisch hält.
Tamerlano fordert Asteria auf, mit ihm den Thron zu besteigen. Sie folgt ihm, aber mit dem Gedanken, das “Ungeheuer” zu enthaupten. Da stürmt Bajazet herein und fordert seine Tochter. Tamerlano weist ihn ab, sie sei nun nicht mehr dessen Tochter, sondern seine Braut. Bajazet widerspricht, seine Tochter könne nicht die Braut eines “Hirten” sein, der ihrer nicht würdig sei. Dann wendet er er sich an Asteria und fragt, warum sie schweige. Tamerlano will ihn demütigen: Er solle sich zur Erde beugen und sein Haupt solle ihm zum Schemel dienen. Doch Bajazet beugt sich von selbst und fordert Tamerlano und seine Tochter auf, über ihn hinweg auf den Thron zu steigen. Tamerlano will aufsteigen, doch Asteria weigert sich seiner Forderung. Nun kommt auch Andronico hinzu und beobachtet, dass Bajazet der Aufforderung aufzustehen nicht folgt, um den Aufstieg zu verhindern. Asteria bittet ihren Vater um Verzeihung und setzt sich auf den Thron mit dem Gedanken, dass er und Andronico bald erkennen werden, warum sie das tut. Der wendet sich an Bajazet und fragt, ob das noch seine Tochter ist, die ihn geliebt und Achtung vor dem Vater gehabt habe, was dieser verneint. Tamerlano bedankt sich bei Andronico, dass er ihm zu Asteria verholfen hat. Dafür will er ihn nun mit Irene belohnen und lässt sie rufen.
Diese, die Tamerlano noch für eine Botin hält, erklärt, dass der Thron, der Irene zustehe ja besetzt sei und macht Asteria Vorwürfe. Tamerlano will sie verjagen, aber sie erklärt, dass Irene nicht eher kommen werde, ehe der Thron und das Bett für sie geräumt seien. Bajazet erklärt, sich für sie einzusetzen. Er wirft seiner Tochter Verrat vor und verlangt, dass sie ihn töte. Als Tamerlano die Erschütterung Asterias erkennt, will er herauskehren, dass er als Gemahl wichtiger sei und meint, wer auf dem Thron wankt, sei es nicht wert, darauf zu verweilen. Asteria steigt herab und legt Tamerlano einen Dolch vor die Füße. Dieser sei für die erste Begegnung im Bett vorgesehen gewesen. Der wütende Tamerlano will sie und ihren Vater sofort wieder in Fesseln legen. Aber Asteria hält ihn auf und erklärt, dass sie gerne in den Tod gehen werden. Der besänftigte Vater und Asteria bieten sich an, sofort zu sterben. Der tobende Tamerlano aber will ein großes Gemetzel. Auch Andronico bittet Asteria um Vergebung für seine Schuld und Irene lobt Asteria für ihre Standhaftigkeit. Als alle anderen abgegangen sind, drückt Asteria ihre Freude über die auch ohne den von ihr geplanten Mord ausgeübte Rache aus.
Asteria hält sich für schuldig, weil ihre Rache ihr Ziel verfehlt hat. Bajazet sieht als Ausweg nur die Möglichkeit, Gift zu nehmen, von dem er noch eine geringe Menge hat, die er mit ihr teilen will. Asteria ist froh, das sie den Vater und Andronico besänftigen konnte, ist aber zugleich traurig, nun beide zu verlieren. In der Hoffnung, dass sie sich am Ufer des Lethe3) wiedertreffen werden, geht Bajazet.
Tamerlano kommt mit Andronico. Er gesteht, dass seine Liebe durch Asterias Verachtung an Kraft gewonnen habe. Er beauftragt Andronico.ihr zu bestellen, dass der Thron immer noch frei sei. Andronico fühlt sich der Aufgabe nicht gewachsen. Er spricht stattdessen Asteria an, gesteht nun in Gegenwart Tamerlanos seine eigene Liebe zu ihr und erklärt sich zu dessen Rivalen. Tamerlano ist erstaunt, was er da hört und Asteria fordert Andronico auf, zu schweigen. Doch er erklärt, dass er Tamerlanos Gaben zurückweise. Und auf dessen Frage erklärt Asteria, dass sie ihn hasse und ihr Geliebter Andronico sie gegen ihn verteidigen werde. Da ordnet Tamerlano die Enthauptung Bajazets und die Heirat Asterias mit dem niedrigsten Sklaven an. Sie fällt vor Tamerlano auf die Knie und bittet, sie zu bestrafen, aber ihrem Vater zu vergeben.
Bajazet kommt hinzu und fordert seine Tochter auf, aufzustehen. Vor einem Feind wie diesem dürfe sie nicht knien. Andronico warnt ihn. Doch Bajazet nennt Tamerlano gottlos und feige. Nun kennt Tamerlanos Zorn keine Grenzen mehr. Er nennt alle drei, die vor ihm stehen, Übertäter. Er verurteilt Bajazet und Asteria, ihn an seiner Tafel zu bedienen und Andronico dazu, dieser Erniedrigung seiner Geliebten zuzuschauen. Dann geht er.
Bajazet tadelt seine Tochter dafür, dass sie der nach der niederträchtigen Tat, der Ehe mit Tamerlano zuzustimmen, alle ihre frühere Ktaft verloren habe. Und auch Andronico fragt er, ob dieser nicht die Möglichkeit hatte, sich dem zu entziehen. Nur Standhaftigkeit und Verachtung seien die Waffen, die man gegen einen Tyrannen einsetzen muss. Dennoch habe er noch ein Herz für sie und sie werden sehen, ob das auch noch für sie beide ausreicht. Er geht.
Leone kommt hinzu und verkündet, dass die Minister auf Asterias Abreise drängen. Andronico, der zwei Königreiche abtreten musste, bedauert, dass ihm nun auch die Geliebte genommen wird. Er will lieber mit ihr sterben.
Irene ist trotz der Geschehnisse bereit, Tamerlano zu lieben, zweifelt aber immer noch, ob er sie verachten könne. Leone jedoch hofft auf ein glückliches Ende und geht.
Tamerlano kommt mit Bajazet und Andronico . Er zeigt ihnen die Tafel und sagt dem Verdacht schöpfenden Bajazet, dass er einen Weg gefunden habe, wie er ihn demütigen könne. Dann lässt er Asteria rufen. Andronico will sie verteidigen, aber Bajazet sagt ihm, dass sie selbst für ihre Verteidigung ausgerüstet sei.
Asteria kommt. Tamerlano fordert sie auf, vor ihm niederzuknien und ihm in dieser Stellung eine Schale mit Getränk reichen. Während Andronico und Bajazet sich empören, und Tamerlano die beiden höhnisch darauf hinweist, schüttet sie heimlich das Gift, das ihr Vater ihr gegeben hat, ins Getränk. Aber Irene hat es gesehen und will Tamerlano davon abhalten, es zu trinken. Da Tamerlano sich empört, dass die Unverschämte immer noch da sei, gibt sie endlich zu erkennen, dass sie Irene selbst sei. Tamerlano, die Unsicherheit Asterias bemerkend, verlangt nun, dass ihr Vater oder ihr Geliebter das Getränk kosten solle, um ihm zu versichern, dass es rein ist. Asteria zögert und will schließlich selbst trinken, aber Andronico hindert sie daran. Tamerlano hat den Sachverhalt erkannt und ruft die Soldaten. Sie sollen Bajazet in den Sklavenstall führen und Asteria von Zeit zu Zeit dorthin bringen und den Sklaven als Beute überlassen, wobei der Vater zusehen soll. Bajazet droht ihm – ehe er geht – noch an, dass sein Schatten noch aus dem Totenreiche wiederkehren und ihn bekämpfen werde.
Irene, die mit Tamerlano zurückgeblieben ist, fragt, was aus ihr wird. Er erklärt sie nun zu seiner Braut und Königin und verspricht, seine Grausamkeit zu ändern.
Andronico, Asteria und Leone treten auf. Leone verkündet, dass Bajazet besänftigt sei. Er möchte mit Tamerlano und Asteria sprechen. Andonico und Tamerlano sind erstaunt.
Da tritt dieser mit heiterer Miene auf. Er verkündet, dass er sich von Tamerlano befreit habe, indem er das Gift selbst genommen habe. Ihm täte nur leid, dass seine Tochter zurückbleibe und weiter leiden müsse. Asteria möchte mit ihm sterben. Bajazet ruft die Furien auf, ehe er sich,gestützt von Asteria und Andronico in den Hintergrund zurückzieht und stirbt. Andronico macht Tamerlano bittere Vorwürfe und Asteria bittet Tamerlano, auch sie zu töten. Dann geht sie.
Irene schickt ihre Getreuen ihr nach, um sie in ihrem Leid zu trösten. Sie bittet Tamerlano, sie ihr zu überlassen. Andronico sieht dennoch keine Hoffnung mehr, dass sie zu überleben bereit sei und will sich selbst töten. Da endlich lenkt Tamerlano ein und gibt sich besiegt. Er übergibt Andronico und und Asteria das Reich, das er ihm zu Beginn überlassen wollte. Er selbst werde Irene heiraten. Tamerlano und Andronico beschwören in einem Duett, dass nun Friede und Liebe einkehren sollen und der Hass besiegt sei. Tamerlano bittet Irene um Vergebung für seine Vergehen und sie vergibt ihm. Im Schlusschor preisen alle gemeinsam, dass die dunkle Nacht nun einem schönen Tag gewichen sei.
2) viertgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz
3) Nach der griechischen Sage der Fluß des Vergessens, über den der Fährmann Charon die Seelen der Toten in die Unterwelt bringt.
TAMERLANO
Libretto von Nicola Francesco Haym
Uraufführung 1724 am King’s Theatre London
Originalsprache: Italienisch
Tamerlano, Tartarenherrscher (Alt)
Bajazet, Sultan der Türken, Gefangener Tamerlanos (Tenor)
Asteria, seine Tochter und Geliebte Andronicos (Sopran)
Andronico, griechischer Fürst, Verbündeter Tamerlanos (Alt)
Irene, Prinzessin von Trapezunt1) und Verlobte Tamerlanos (Sopran)
Leone, ihr Berater (Bass)
Zaide, Vertraute Asterias (stumme Rolle)
Gefolge Tamerlanos und Irenes, Krieger, Wachen
Andronico befreit Bajazet aus seinem Kerker. Doch als dieser erfährt, dass Tamerlano die Befreiung angeordnet hat, will er sie nicht annehmen. Er bittet Andronico um dessen Schwert. Als dieser es ihm nicht geben will, entreißt er einem Wärter sein Schwert und will sich töten. Andronico erinnert ihn an seine Tochter Asteria, er hält er ein und wirft das Schwert von sich. Er würde fröhlich in den Tod gehen, wenn da nicht die Liebe zu seiner Tochter wäre. Er geht ab.
Tamerlano kommt, will Andronico sein Reich zurückgeben, das die Griechen in seine Gewalt gegeben haben, und ihn nach Byzanz schicken. Doch dieser möchte Tamerlanos Hof noch nicht so schnell verlassen. Tamerlano willigt gerne ein, da er Andronico überreden will, Bajazet, der ihn hasst, zu bewegen, ihm (Tamerlano) seine Tochter Asteria zur Braut zu geben. Als Andronico das hört, ist es für ihn ein schwerer Schlag, denn auch er liebt Asteria. Er erinnert Tamerlano an seine Verlobte Irene, die Tamerlano aber noch nicht kennt. Doch dieser will sie Andronico überlassen, wofür er als Gegenleistung lediglich erbittet, die Zustimmung Bajazets zur Heirat mit Asteria einzuholen. Dann geht er.
Andronico ist erschüttert. Er selbst hat sie zu Tamerlano geführt und ihre Bitten und Tränen für ihren Vater haben die Liebe in diesem erweckt. Er steht nun im Zwiespalt zwischen seiner Liebe und der Pflicht gegenüber Tamerlano und hofft, dass Asteria Verständnis dafür zeige. Er will seine Liebe nicht offenbaren.
Asteria hat erfahren, dass Andronico ins Reich der Griechen zurückkehren will und fürchtet, dass er sie in der Gefangenschaft zurücklassen werde. Tamerlano tritt auf. Er berichtet Asteria, dass er Andronico bereits zu ihrem Vater geschickt habe, um die Einwilligung zur Hochzeit zwischen ihm und ihr einzuholen und gesteht ihr seine Liebe. Sie möchte aber ihr Schicksal aus Andronicos Munde hören. Tamerlano erklärt ihr, dass er garnicht anders könne, weil er ihm den Thron zurückgebe und ihm auch Irene überlasse. Sie solle darüber nachdenken, denn Andronico erhalte den Thron und ihr Vater die Freiheit. Er geht.
Asteria drückt nun ihre Enttäuschung aus, dass ihr Geliebter treulos sei und sie benutze, um seinen Thron zu erlangen.
Andronico kommt mit Bajazet. Er bittet ihn, nachdem dieser das Angebot abgelehnt hat, doch erst einmal seine Tochter anzuhören, fürchtet allerdings, dass sie zustimmen könnte. Asteria antwortet zunächst nicht. Doch dann wirft sie Andronico vor, aus Eigenliebe auf den Vorschlag Tamerlanos einzugehen. Andronico fühlt sich ungerecht behandelt, denn Asteria zeigt keine Anzeichen der Ablehnung. Doch Bajazet will Tamerlano die Tochter verweigern, obwohl Andronico ihn darauf aufmerksam macht, dass ihn das den Kopf kosten könnte. Bajazet aber fordert ihn auf, Tamerlano die ablehnende Antwort zu überbringen und geht.
Andronico wundert sich über Asterias Schweigen, aber sie legt ihm lediglich nahe, Tamerlano die Antwort ihres Vater zu überbringen. Als er gegangen ist, klagt sie verzweifelt, weil sie sich von Andronico verraten fühlt. Dann geht auch sie.
Leone, ein Berater Irenes, tritt auf und bedauert die Treulosigkeit Tamerlanos zu seiner Verlobten.
Andronico kommt von einer, Leone mit Irene von der anderen Seite. Sie beschwert sich, dass Tamerlano sie nicht selbst empfängt. Leone stellt ihr den griechischen Prinzen vor und dieser erklärt, dass er von Tamerlano erwählt sei, sie zu empfangen. Als sie nach ihrem Bräutigam fragt, gesteht er, dass er selbst es sei. Sie sieht sich also als Braut getäuscht, will aber Tamerlano selbst zur Rechenschaft ziehen. Um ihn zu sprechen, rät Andronico ihr, da dieser sie ja noch nicht kennt, sich als Gefährtin Irenes vorzustellen und Leone als Begleiter mitzunehmen. Irene ist damit einverstanden. Sie will Rache nehmen und geht mit Leone.
Andronico, der zurückbleibt, beklagt sein Unglück.
Tamerlano erzählt Andronico, dass Asteria sich entschlossen habe, ihn zu heiraten. Als dieser nach der Zustimmung des Vater fragt, erklärt Tamerlano, dass diese für ihn unwichtig sei, wenn er doch das Herz der Tochter habe. Zaida, ihre Vertraute, werde sie gleich in seine Gemächer führen. Andronico rät er, sich nicht mehr darum zu kümmern, sondern sich auf die Heirat mit Irene zu freuen. Er geht.
Asteria kommt und beide machen sich Vorwürfe: Andronico, dass sie aus Ehrgeiz den Thron anstrebe, sie, dass er selbst sie dahin dränge, weil er nicht die Kraft habe, sich gegen Tamerlano zu stellen. Nun will er lautstark gegen die Hochzeit protestieren, auch wenn er sich zum Feind Tamerlanos mache und eventuell sterben müsse. Zaida kommt und flüstert Asteria etwas ins Ohr, die daraufhin erklärt, die Zeit wäre abgelaufen, sie müsse gehen.
Der zurückbleibende Andronico schildert nun seine ganze Verzweiflung. Seine einzige Hoffnung setzt er auf Bajazet. Dennoch glaubt er, dass die Sterne für ihn ungünstig stehen. Er geht
Der Vorhang zum Gemach Tamerlanos öffnet sich und man sieht Tamerlano und Asteria in der Mitte sitzen. Leone kündigt eine Jungfrau an, die Tamerlano im Namen Irenes sprechen möchte. Auf seine Einladung kommt Irene herein und macht ihm sofort Vorwürfe, ihre Königin verraten zu haben und Asteria, dass der Thron Irene gehöre und er ihr einen Treuebruch zum Geschenk mache. Tamerlano gibt zwar seine Schuld zu, aber er übergebe Irene einen Thron, der seinem nicht nachstehe. Sie aber sagt, dass diese ein solches Geschenk zurückweisen und nach Trapezunt zurückkehren werde, wenn sie Tamerlanos Hand nicht bekäme. Da meint er, sie solle dafür sorgen, dass Asteria ihm missfalle, dann werde er Irene umarmen. Er verschwindet.
Asteria erklärt ihr nun, dass sie kein Verlangen nach dem Thron habe und bittet die vermeintliche Botin, Irene mitzuteilen, sie solle nicht gehen, denn sie werde es verstehen, Tamerlano zu missfallen. Darauf gibt sie Irene ihr Wort und ihre Hand. Dann geht sie
Irene spricht Leone ihr Vertrauen aus und bittet ihn, Asteria im Auge zu behalten der vorsichtig deren Schritte beobachten will. Als sie gegangen ist, schildert er seine persönlichen Gedanken über die Liebe. Dann geht auch er.
Bajazet sucht seine Tochter und erfährt von Andronico, dass sie bei Tamerlano ist. Er wird wütend und tadelt auch Andronico, dass er zu feige war, sie aufzuhalten. Andronico verteidigt sich damit, dass sie auf einen verschmähten Liebhaber genausowenig höre wie auf den Vater. Bajazet will nun alles unternehmen, sie zu hindern, auf den Thron zu gelangen, auch wenn es sein Leben koste. Er geht.
Andronico ist Bajazets Aufforderung, mit ihm zu gehen, nicht gefolgt. Er entschließt sich, Tamerlano zu entmachten und dann sich selbst zu töten. Er denkt über das Verhalten Asterias nach, die er immer noch für grausam und verräterisch hält.
Tamerlano fordert Asteria auf, mit ihm den Thron zu besteigen. Sie folgt ihm, aber mit dem Gedanken, das “Ungeheuer” zu enthaupten. Da stürmt Bajazet herein und fordert seine Tochter. Tamerlano weist ihn ab, sie sei nun nicht mehr dessen Tochter, sondern seine Braut. Bajazet widerspricht, seine Tochter könne nicht die Braut eines “Hirten” sein, der ihrer nicht würdig sei. Dann wendet er er sich an Asteria und fragt, warum sie schweige. Tamerlano will ihn demütigen: Er solle sich zur Erde beugen und sein Haupt solle ihm zum Schemel dienen. Doch Bajazet beugt sich von selbst und fordert Tamerlano und seine Tochter auf, über ihn hinweg auf den Thron zu steigen. Tamerlano will aufsteigen, doch Asteria weigert sich seiner Forderung. Nun kommt auch Andronico hinzu und beobachtet, dass Bajazet der Aufforderung aufzustehen nicht folgt, um den Aufstieg zu verhindern. Asteria bittet ihren Vater um Verzeihung und setzt sich auf den Thron mit dem Gedanken, dass er und Andronico bald erkennen werden, warum sie das tut. Der wendet sich an Bajazet und fragt, ob das noch seine Tochter ist, die ihn geliebt und Achtung vor dem Vater gehabt habe, was dieser verneint. Tamerlano bedankt sich bei Andronico, dass er ihm zu Asteria verholfen hat. Dafür will er ihn nun mit Irene belohnen und lässt sie rufen.
Diese, die Tamerlano noch für eine Botin hält, erklärt, dass der Thron, der Irene zustehe ja besetzt sei und macht Asteria Vorwürfe. Tamerlano will sie verjagen, aber sie erklärt, dass Irene nicht eher kommen werde, ehe der Thron und das Bett für sie geräumt seien. Bajazet erklärt, sich für sie einzusetzen. Er wirft seiner Tochter Verrat vor und verlangt, dass sie ihn töte. Als Tamerlano die Erschütterung Asterias erkennt, will er herauskehren, dass er als Gemahl wichtiger sei und meint, wer auf dem Thron wankt, sei es nicht wert, darauf zu verweilen. Asteria steigt herab und legt Tamerlano einen Dolch vor die Füße. Dieser sei für die erste Begegnung im Bett vorgesehen gewesen. Der wütende Tamerlano will sie und ihren Vater sofort wieder in Fesseln legen. Aber Asteria hält ihn auf und erklärt, dass sie gerne in den Tod gehen werden. Der besänftigte Vater und Asteria bieten sich an, sofort zu sterben. Der tobende Tamerlano aber will ein großes Gemetzel. Auch Andronico bittet Asteria um Vergebung für seine Schuld und Irene lobt Asteria für ihre Standhaftigkeit. Als alle anderen abgegangen sind, drückt Asteria ihre Freude über die auch ohne den von ihr geplanten Mord ausgeübte Rache aus.
Asteria hält sich für schuldig, weil ihre Rache ihr Ziel verfehlt hat. Bajazet sieht als Ausweg nur die Möglichkeit, Gift zu nehmen, von dem er noch eine geringe Menge hat, die er mit ihr teilen will. Asteria ist froh, das sie den Vater und Andronico besänftigen konnte, ist aber zugleich traurig, nun beide zu verlieren. In der Hoffnung, dass sie sich am Ufer des Lethe3) wiedertreffen werden, geht Bajazet.
Tamerlano kommt mit Andronico. Er gesteht, dass seine Liebe durch Asterias Verachtung an Kraft gewonnen habe. Er beauftragt Andronico.ihr zu bestellen, dass der Thron immer noch frei sei. Andronico fühlt sich der Aufgabe nicht gewachsen. Er spricht stattdessen Asteria an, gesteht nun in Gegenwart Tamerlanos seine eigene Liebe zu ihr und erklärt sich zu dessen Rivalen. Tamerlano ist erstaunt, was er da hört und Asteria fordert Andronico auf, zu schweigen. Doch er erklärt, dass er Tamerlanos Gaben zurückweise. Und auf dessen Frage erklärt Asteria, dass sie ihn hasse und ihr Geliebter Andronico sie gegen ihn verteidigen werde. Da ordnet Tamerlano die Enthauptung Bajazets und die Heirat Asterias mit dem niedrigsten Sklaven an. Sie fällt vor Tamerlano auf die Knie und bittet, sie zu bestrafen, aber ihrem Vater zu vergeben.
Bajazet kommt hinzu und fordert seine Tochter auf, aufzustehen. Vor einem Feind wie diesem dürfe sie nicht knien. Andronico warnt ihn. Doch Bajazet nennt Tamerlano gottlos und feige. Nun kennt Tamerlanos Zorn keine Grenzen mehr. Er nennt alle drei, die vor ihm stehen, Übertäter. Er verurteilt Bajazet und Asteria, ihn an seiner Tafel zu bedienen und Andronico dazu, dieser Erniedrigung seiner Geliebten zuzuschauen. Dann geht er.
Bajazet tadelt seine Tochter dafür, dass sie der nach der niederträchtigen Tat, der Ehe mit Tamerlano zuzustimmen, alle ihre frühere Ktaft verloren habe. Und auch Andronico fragt er, ob dieser nicht die Möglichkeit hatte, sich dem zu entziehen. Nur Standhaftigkeit und Verachtung seien die Waffen, die man gegen einen Tyrannen einsetzen muss. Dennoch habe er noch ein Herz für sie und sie werden sehen, ob das auch noch für sie beide ausreicht. Er geht.
Leone kommt hinzu und verkündet, dass die Minister auf Asterias Abreise drängen. Andronico, der zwei Königreiche abtreten musste, bedauert, dass ihm nun auch die Geliebte genommen wird. Er will lieber mit ihr sterben.
Irene ist trotz der Geschehnisse bereit, Tamerlano zu lieben, zweifelt aber immer noch, ob er sie verachten könne. Leone jedoch hofft auf ein glückliches Ende und geht.
Tamerlano kommt mit Bajazet und Andronico . Er zeigt ihnen die Tafel und sagt dem Verdacht schöpfenden Bajazet, dass er einen Weg gefunden habe, wie er ihn demütigen könne. Dann lässt er Asteria rufen. Andronico will sie verteidigen, aber Bajazet sagt ihm, dass sie selbst für ihre Verteidigung ausgerüstet sei.
Asteria kommt. Tamerlano fordert sie auf, vor ihm niederzuknien und ihm in dieser Stellung eine Schale mit Getränk reichen. Während Andronico und Bajazet sich empören, und Tamerlano die beiden höhnisch darauf hinweist, schüttet sie heimlich das Gift, das ihr Vater ihr gegeben hat, ins Getränk. Aber Irene hat es gesehen und will Tamerlano davon abhalten, es zu trinken. Da Tamerlano sich empört, dass die Unverschämte immer noch da sei, gibt sie endlich zu erkennen, dass sie Irene selbst sei. Tamerlano, die Unsicherheit Asterias bemerkend, verlangt nun, dass ihr Vater oder ihr Geliebter das Getränk kosten solle, um ihm zu versichern, dass es rein ist. Asteria zögert und will schließlich selbst trinken, aber Andronico hindert sie daran. Tamerlano hat den Sachverhalt erkannt und ruft die Soldaten. Sie sollen Bajazet in den Sklavenstall führen und Asteria von Zeit zu Zeit dorthin bringen und den Sklaven als Beute überlassen, wobei der Vater zusehen soll. Bajazet droht ihm – ehe er geht – noch an, dass sein Schatten noch aus dem Totenreiche wiederkehren und ihn bekämpfen werde.
Irene, die mit Tamerlano zurückgeblieben ist, fragt, was aus ihr wird. Er erklärt sie nun zu seiner Braut und Königin und verspricht, seine Grausamkeit zu ändern.
Andronico, Asteria und Leone treten auf. Leone verkündet, dass Bajazet besänftigt sei. Er möchte mit Tamerlano und Asteria sprechen. Andonico und Tamerlano sind erstaunt.
Da tritt dieser mit heiterer Miene auf. Er verkündet, dass er sich von Tamerlano befreit habe, indem er das Gift selbst genommen habe. Ihm täte nur leid, dass seine Tochter zurückbleibe und weiter leiden müsse. Asteria möchte mit ihm sterben. Bajazet ruft die Furien auf, ehe er sich,gestützt von Asteria und Andronico in den Hintergrund zurückzieht und stirbt. Andronico macht Tamerlano bittere Vorwürfe und Asteria bittet Tamerlano, auch sie zu töten. Dann geht sie.
Irene schickt ihre Getreuen ihr nach, um sie in ihrem Leid zu trösten. Sie bittet Tamerlano, sie ihr zu überlassen. Andronico sieht dennoch keine Hoffnung mehr, dass sie zu überleben bereit sei und will sich selbst töten. Da endlich lenkt Tamerlano ein und gibt sich besiegt. Er übergibt Andronico und und Asteria das Reich, das er ihm zu Beginn überlassen wollte. Er selbst werde Irene heiraten. Tamerlano und Andronico beschwören in einem Duett, dass nun Friede und Liebe einkehren sollen und der Hass besiegt sei. Tamerlano bittet Irene um Vergebung für seine Vergehen und sie vergibt ihm. Im Schlusschor preisen alle gemeinsam, dass die dunkle Nacht nun einem schönen Tag gewichen sei.
2) viertgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz
3) Nach der griechischen Sage der Fluß des Vergessens, über den der Fährmann Charon die Seelen der Toten in die Unterwelt bringt.
Händel hat diese Oper für die „Royal Academy of Music“ geschrieben. Schon 1725 gab es in Hamburg eine Aufführung in der Oper am Gänsemarkt, allerdings in deutscher Sprache mit neuen Rezitativen von Johann Philipp Pretorius, die Georg Philipp Telemann komponierte. Außerdem wurden Stimmlagen geändert (z.B Tamerlano und Andronico in Bässe) und für Bajazet Ersatzarien geschrieben.
In neuerer Zeit wurde die Oper in Karlruhe 1924 wiederaufgenommen, ebenfalls in deutscher Sprache und mit den geänderten Stimmlagen. In den ursprünglichen Stimmlagen wurde sie1975 bei einer Studenten-Aufführung in Birmingham gesungen. Es gab auch später bis heute eine größerere Anzahl von Neuinszenierungen in Europa und Amerika. Die Oper wird heute als eines der Meisterwerke Händels bezeichnet.
Das Thema „Tamerlano (Timur Leng(1336–1405))“ ist von verschiedenen Komponisten vertont worden.
Dieser Inhaltsangabe liegt das italienische Originallibretto zugrunde.
Es gibt mehrere Aufnahmen auf CD, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Erwähnt aus den DVD-Aufnahmen sei hier nur die folgende Aufnahme, die auch Hilfestellung bei der Durcharbeitung des Librettos geleistet hat.
Händel hat diese Oper für die „Royal Academy of Music“ geschrieben. Schon 1725 gab es in Hamburg eine Aufführung in der Oper am Gänsemarkt, allerdings in deutscher Sprache mit neuen Rezitativen von Johann Philipp Pretorius, die Georg Philipp Telemann komponierte. Außerdem wurden Stimmlagen geändert (z.B Tamerlano und Andronico in Bässe) und für Bajazet Ersatzarien geschrieben.
In neuerer Zeit wurde die Oper in Karlruhe 1924 wiederaufgenommen, ebenfalls in deutscher Sprache und mit den geänderten Stimmlagen. In den ursprünglichen Stimmlagen wurde sie1975 bei einer Studenten-Aufführung in Birmingham gesungen. Es gab auch später bis heute eine größerere Anzahl von Neuinszenierungen in Europa und Amerika. Die Oper wird heute als eines der Meisterwerke Händels bezeichnet.
Das Thema „Tamerlano (Timur Leng(1336–1405))“ ist von verschiedenen Komponisten vertont worden.
Dieser Inhaltsangabe liegt das italienische Originallibretto zugrunde.
Es gibt mehrere Aufnahmen auf CD, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Erwähnt aus den DVD-Aufnahmen sei hier nur die folgende Aufnahme, die auch Hilfestellung bei der Durcharbeitung des Librettos geleistet hat.
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Gestaltung Agentur kuh vadis