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Jacques Brel, belgischer Chansonnier und Schauspieler

In die erste Riege der  Chansonniers passt auch Jacques Brel, (1929-1978), dessen Chanson „Ne me quitte pas“ mir erinnerlich ist:

 

Ne me quitte pas

Ne me quitte pas
Il faut oublier
Tout peut s’oublier
Qui s’enfuit déjà
Oublier le temps
Des malentendus
Et le temps perdu
À savoir comment
Oublier ces heures
Qui tuaient parfois
À coups de pourquoi
Le cœur du bonheur
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Moi, je t’offrirai
Des perles de pluie
Venues de pays
Où il ne pleut pas
Je creuserai la terre
Jusqu’après ma mort
Pour couvrir ton corps
D’or et de lumière
Je ferai un domaine
Où l’amour sera roi
Où l’amour sera loi
Où tu seras reine
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Je t’inventerai
Des mots insensés
Que tu comprendras
Je te parlerai
De ces amants-là
Qui ont vu deux fois
Leurs cœurs s’embraser
Je te raconterai
L’histoire de ce roi
Mort de n’avoir pas
Pu te rencontrer
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
On a vu souvent
Rejaillir le feu
De l’ancien volcan
Qu’on croyait trop vieux
Il est, paraît-il
Des terres brûlées
Donnant plus de blé
Qu’un meilleur avril
Et quand vient le soir
Pour qu’un ciel flamboie
Le rouge et le noir
Ne s’épousent-ils pas?
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Je ne vais plus pleurer
Je ne vais plus parler
Je me cacherai là
À te regarder
Danser et sourire
Et à t’écouter
Chanter et puis rire
Laisse-moi devenir
L’ombre de ton ombre
L’ombre de ta main
L’ombre de ton chien
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Ne me quitte pas
Die deutsche Übersetzung kann man hier finden:
Liebe Grüße
Willi😀

Der erste große Erfolg des belgischen Chansonniers Jacques Brel war das Lied
Quand on n’a que l’amour“ aus dem Jahr 1956.

Es zeichnet sich durch das „Brelsche Crescendo“ aus: eine dramatische Steigerung in Text und Interpretation:

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Quand on n’a que l’amour
À s’offrir en partage
Au jour du grand voyage
Qu’est notre grand amour

Quand on n’a que l’amour
Mon amour toi et moi
Pour qu’éclatent de joie
Chaque heure et chaque jour

Quand on n’a que l’amour
Pour vivre nos promesses
Sans nulle autre richesse
Que d’y croire toujours

Quand on n’a que l’amour
Pour meubler de merveilles
Et couvrir de soleil
La laideur des faubourgs

Quand on n’a que l’amour
Pour unique raison
Pour unique chanson
Et unique secours

Quand on n’a que l’amour
Pour habiller matin
Pauvres et malandrins
De manteaux de velours

Quand on n’a que l’amour
À offrir en prière
Pour les maux de la terre
En simple troubadour

Quand on n’a que l’amour
À offrir à ceux-là
Dont l’unique combat
Est de chercher le jour

Quand on n’a que l’amour
Pour tracer un chemin
Et forcer le destin
À chaque carrefour

Quand on n’a que l’amour
Pour parler aux canons
Et rien qu’une chanson
Pour convaincre un tambour

Alors sans avoir rien
Que la force d’aimer
Nous aurons dans nos mains
Amis le monde entier

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hier noch eine neue Cover-Version des Chansons „Quand on n’a que l’amour „, das im vorigen Beitrag vorgestellt wurde:

Jacques Brel: Quand on n’a que l’amour (Arr. Leuenberger), Benjamin Bernheim, Carrie-Ann Matheson

 

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber Willi,

Hier liegt offenbar eine Verwechslung vor! La Mer kenne ich gut: es ist ein Lied von Charles Trenet, der es auch in dem von dir eingestellten Video singt. Es gibt zwar einige Cover anderer Sänger, aber Jacques Brel ist nicht darunter. Er sang übrigens fast ausschließlich eigene Lieder. Auch ist die Stimme im Video mit Sicherheit nicht die von Brel.

Liebe Grüße
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Da habe offenbar nicht aufgepasst.  Ich wohlIch habe es schon wieder gelöscht.

Liebe Grüße

Willi😀

Hier noch ein Video aus dem Jahr 1959 mit dem von Willi vorgestellten Titel „Ne me quitte pas“:

„Ein Mann sollte so etwas nicht singen!“, rief Edith Piaf aus, als sie Jacques Brel „Ne me quitte pas“ singen sah.
Vom Moment seiner Veröffentlichung 1959 an schockierte das Lied das Publikum. Weit entfernt von den männlichen Standards der Zeit ist „Ne me quitte pas“ laut Jacques Brel selbst eine „Hymne an die Feigheit“. Das Lied handelt von einem Mann, der für eine Frau, die ihn verlässt, auf jede Würde verzichtet. Die Musik ist dem zweiten Satz von Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 6 entnommen, die Brel als Kind auf dem Klavier gelernt hatte.

Trotz der Kontroverse wurde es der erste große Hit des belgischen Sängers und begründete seine internationale Karriere.

Alles Liebe
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Jacques Brel – Saint Pierre

Interessant ist, dass man, wenn man irgendwo festsitzt, Zeit hat – und es ist oft die einzige Zeit am Tag –, sich ein Lied auszudenken. Und das brachte mich auf die Idee für eine Art Märchen namens Heiliger Petrus.“ Jacques Brel, 1955

Vor langer Zeit
In den Tiefen des Himmels war der gute Heilige Petrus
Wie ein Schuljunge beunruhigt
Um einen Stern mit einem Herzen aus Stein

Sobald er besiegt ist, fliegt er davon
Entzündet mit seinem Blick
Das Herz, den Bart und den Heiligenschein
Vom guten Heiligen Petrus in seiner Verzweiflung

Der schrie und weinte
In den Straßen des Paradieses
Der schrie und weinte
Während wir ihn verspotteten

Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie an mich denkt
Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie mich lieben wird

Da ging der Heilige Petrus hin, um zu schauen
Auf einer wunderschönen Wolke reitend
Vergeblich in der Milchstraße suchend
Nach seinem jungen Stern mit dem wankelmütigen Herzen

Im Paradies, als er zurückkehrte
Blieb er vor der Tür
Lasst uns nicht wagen, all seinen Kummer zu zeigen
Seinen Freunden mit dem Heiligenschein

Die schrien und weinten
In den Straßen des Paradieses
Die schrien und weinten
Ihn dabei verspottend

Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie an dich denkt
Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie dich lieben wird

Doch der liebe Gott kam ihm zu Hilfe
Denn die bärtigen Männer halten zusammen
Er verwandelte den Stern in einen Planeten
Und machte den heiligen Petrus zum Türhüter

Und aus diesen gerupften Engeln
Durch die Liebe des guten heiligen Petrus
Um alles wiederzuerlangen
Schuf er die Dämonen der Hölle

Diejenigen, die schreien, die weinen
Zur Stunde, wenn die Nächte geboren werden
Diejenigen, die schreien, die weinen
In einer Ecke deines Geistes

Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie an mich denkt
Lasst uns die Federn von einem Engelsflügel rupfen
Um zu sehen, ob sie mich lieben wird

https://youtu.be/Xs_hLSmWFic?si=iZGGMG4z-PJbiWk3

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Jacques Brels Lied „Le Plat Pays“ über seine Heimatregion Flandern, live in Belgien 1965. Französischer Text und englische Übersetzung in der YouTube-Video-Beschreibung.

Le Plat Pays erschien auf dem Album Les Bourgeois am 15. März 1962. Unter dem Titel Mijn vlakke land sang es Brel auch auf Niederländisch. Die Musik sowie den französischen Text schrieb Brel selbst, die niederländische Übertragung stammt von Ernst van Altena.

Das Lied ist Brels Hommage an seine belgische Heimat Westflandern. Er beschreibt darin die karge, windgepeitschte, teilweise trostlos erscheinende Landschaft. Da sich dieser Landschaftstyp auch in Teilen der Niederlande fortsetzt, ist die niederländische Version des Chansons im Nachbarland sehr beliebt. [Wikipedia]

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Das flache Land
Deutsch D. Kaiser

Wenn nur die Nordsee ist
das letzte Niemandsland,
wenn die Wogen der Dünen
sperren den Wogen den Strand.
Wenn die Woge das Riff
bei Ebbe überspült,
und wenn so manches Herz
für immer Ebbe fühlt,
kommt dieser Nebelschwall,
der dich ertrinken lässt.
Wenn der Wind kommt von Ost,
Mein Land hält an ihm fest.
Mein flaches Land,
Oh, du bist mein.

Wenn Kathedralen so hoch
die einzigen Berge sind,
wenn Kirchtürme so schwarz
wie Klettermasten sind,
wo Teufel aus Gestein
die Wolken nieder zerren,
wenn unsere Alltagsläufe
die einzigen Reisen wären
und Regen auf die Wege
als einziger Gruß nur fällt.
Bei diesem Wind von West,
hört zu, wie es sich quält
Mein flaches Land,
Oh, du bist mein.

Wenn der Himmel hängt tief,
dass sich ein Kanal erhängt.
Wenn der Himmel hängt tief,
dass ich in Demut fall.
Wenn der Himmel ist grau,
dass sich verirrt der Kanal.
Wenn der Himmel ist grau,
dass man Vergebung schenkt.
Wenn der Wind kommt von Nord,
der sich vierteilen wird.
Wenn der Wind kommt von Nord,
hört: meine Erde klirrt
im flachen Land,
Oh, du bist mein.

Wenn etwas Mittelmeer,
sich in die Schelde wagt,
wenn man statt Frieda nun,
Sofie um Liebe fragt,
wenn Söhne gehen im Herbst
und wieder kehren im Mai,
wenn die Ebene dampft
und zittert im Julei,
wenn der Wind sich vergnügt,
wenn er übers Korn springt,
wenn der Wind kommt von Süd,
hört her, Leut’, wie es singt.
Mein flaches Land,
Oh, du bist mein.

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Jacques Brel: Der Trauertango (Live Olympia 1964).

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Ah, ich sehe sie schon vor mir
Wie sie mich mit Küssen bedecken
Und an meinen Händen reißen
Und mit gedämpfter Stimme fragen:
Kommt der Tod?
Verschwindet der Tod?
Ist es noch warm?
Ist es schon kalt?
Sie öffnen meine Schränke
Sie betasten mein Steingut
Sie durchwühlen meine Schubladen
Schwelgen schon im Voraus
in meinen Liebesbriefen
Paarweise gebunden
Die sie am Kamin lesen werden
Herzlich lachend
Ah ah ah ah ah ah

Ah, ich sehe sie schon vor mir
Steif und zitternd
Folgen wie Künstler meinem hölzernen Kostüm
Sie drängen sich gegenseitig die Herzen
um am traurigsten zu sein
Sie drängen sich gegenseitig die Arme
um die Ersten zu sein
Sie brachten alte Frauen mit
Die mich nicht mehr kannten
Sie brachten Kinder mit
Die mich nie kannten
Sie denken an den Preis der Blumen
Und finden es unanständig
nicht im Frühling zu sterben
Wenn man Flieder liebt
Ah ah ah ah ah ah

Ah, ich sehe sie schon vor mir
All meine lieben falschen Freunde
Lächelnd unter der Last
der erfüllten Pflicht
Ah, ich sehe dich schon vor mir
Zu traurig, zu sehr in Ruhe
Schützend unter dem Laken
Deine Tränen, Lyon
Du ahnst es nicht einmal
Wenn du meinen Friedhof verlässt
Dass du deine Hölle betrittst
Wenn sich der Arm deines Niemands an deinen Arm klammert
Der Arm deines Letzten
Der dich zum Weinen bringen wird
So anders als ich
Ah ah ah ah ah ah

Ah, ich sehe mich schon
Mich für immer niederlassend
So traurig, so kalt
Auf meinem Feld der Knöchel
Ah, ich sehe mich schon
Ich sehe mich ganz am Ende
Dieser Reise
Von der man von allem zurückkehrt
Ich sehe das alles schon vor mir
Und man hat die kühne Dreistigkeit
Mich zu bitten
Nur noch Wasser zu trinken von nun an
Aufzuhören, den Mädchen nachzujagen
Geld beiseite zu legen
Makrelenfilets zu lieben
Und zu rufen: „Es lebe der König!“
Ha ha ha ha ha ha

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Gestaltung Agentur kuh vadis