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Der hier vorzustellende Komponist gehörte einst zu den berühmtesten Musikern seiner Zeit, wurde dann aber durch den Wandel der Musik schnell vergessen und kommt nun wieder „ans Licht“ der Musikfreunde: Johann Adolf Hasse, am 25. März 1699 in Bergedorf bei Hamburg getauft (das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt). Sein Vater, Peter Hasse (um 1648 in Neuengamme geboren, das Todesdatum konnte ich nicht ermitteln), war ein Nachfahre des Lübecker Orgelmeisters Peter Hasse (um 1585-1640). Er wuchs also, Bach nicht unähnlich, in einer protestantischen Musikerfamilie auf, die zudem noch den Organistendienst an der St.Peter und Paul-Kirche in Bergedorf ausübte. Johann Adolf kam 1718 als Tenorist an die Hamburger und 1719 an die Braunschweiger Oper. Schon 1721 brachte er seine erste Oper mit großem Erfolg heraus und begab von sich dann 1722 auf eine Reise nach Neapel, wo er Schüler von Nicola Porpora und Alessandro Scarlatti wurde. Mit seinen Kompositionen fand Johann Adolf Hasse sofort Anklang und heimste Erfolge ein. 1727 wurde er Kapellmeister am Ospedale degl’Incurabili in Venedig und ehelichte 1730 die berühmte Sängerin Faustina Bordoni (1700-1781), die in ihres Mannes Opern die Mezzopartien sang und später auch mit Händel in London arbeitete. In dieser Zeit konvertierte Johann Adolf Hasse zum Katholizismus. Das Ehepaar Hasse-Bordoni reiste nach Dresden, wo Johann Adolf Hasse nach der Aufführung einer Oper aus eigener Feder mit dem Titel „Königlich polnischer und kurfürstlich sächsischer Kapellmeister“ ausgezeichnet wurde. Nach weiteren Opernerfolgen in Venedig, Parma, Mailand, Turin, Rom Bologna und Wien trat das Künstlerpaar 1733 in sächsische Dienste, und das 30 Jahre lang, allerdings von ausgedehnten Gastspielreisen immer wieder unterbrochen. Italienische Städte, aber auch München, Berlin, Paris und London waren Stationen ihrer Triumphe. 1750 wurde Hasse in Dresden zum Oberkapellmeister ernannt, aber 1760 fiel ein großer Teil seiner Manuskripte der Beschießung von Dresden durch die Preußen zum Opfer. Nach dem Tode von Kurfürst Friedrich August II. im Jahre 1763 wurden die Verträge mit dem Künstlerehepaar wegen akuten Geldmangels nicht mehr erneuert. Daraufhin verlegten die Hasse-Bordonis ihre Wohnsitz zunächst nach Wien, dann 1773 nach Venedig, wo der weltberühmte Komponist 1783, zwei Jahre nach seiner Gemahlin, am 16. Dezember verstarb. Hasse hinterließ 56 Opere serie, wovon 32 auf Texte von Pietro Trapassi, gräzisiert in Metastasio, komponiert wurden. Außerdem hat er 13 Intermezzi für Opern geschrieben. Ferner gibt es 11 Oratorien, Messen, Requiem, Psalmen, Motetten, Hymnen und Litaneien, von denen viele nur als Handschriften erhalten sind. Aus seiner Feder stammen aber auch Flöten-, Violin- und Hornkonzerte (mit Orchester), außerdem Solosonaten, Trio- und Cembalosonaten sowie Gelegenheitskompositionen, wie beispielsweise die Trauer-Musik zum Tode des Kurfürsten Friedrich August II. Man kann aber, ohne zu übertreiben, behaupten, dass Hasses ganzes Schaffen von der Oper beeinflusst war und sich im übrigen in den Stil des Rokoko einfügte. Die Musik geriet schnell in Vergessenheit, weil sich eben dieser Stil bereits überlebt hatte. Abschließend sei noch ein Wort zum italienischen Dichter Pietro Metastasio (1698-1782) verloren: der gebürtige Römer zählt, im Grunde bis heute, zu den bedeutendsten Opern-Librettisten. Seine Werke wurden von zahlreichen Komponisten nicht nur immer wieder vertont, sie wurden auch oft als Schauspiel ohne Musik aufgeführt. Metastasio ging vom französischen Klassizismus aus, ohne sich starr dran zu halten. Die Sprache ist gefeilt formuliert, die Handlungen spitzen sich zwar dramatisch zu, die Konflikte lösen sich aber durch die wachsende Einsicht der Handelnden. Diese Vorgehensweise entsprach der optischen Lebensauffassung des Rokoko, war vielleicht unernst, begeisterte aber seinerzeit das Publikum. Daher war eine Oper mit einem Libretto von dem Literaten von vornherein ein Erfolg sicher. In der deutschsprachigen Wikipedia kann man eine Auflistung der Werke Metastasios finden, sogar mit Angaben der Vertonungen. Dass ich hier Johann Adolf Hasse würdige, ist der Neuerwerbung seiner Oper „Attilio Regolo“ geschuldet, die am 22. Mai 1997 in der Semperoper Dresden konzertant mit der „Capella Sagittariana“ und den Solisten Axel Köhler, Markus Schäfer, Martina Borst, Sibylla Rubens, Carmen Fuggiss, Michael Volle und Randall Wong unter Frieder Bernius aufgenommen wurde. Johann Adolf Hasse ist ansonsten mit seiner Musik bei mir nur sporadisch vertreten:
Der hier vorzustellende Komponist gehörte einst zu den berühmtesten Musikern seiner Zeit, wurde dann aber durch den Wandel der Musik schnell vergessen und kommt nun wieder „ans Licht“ der Musikfreunde: Johann Adolf Hasse, am 25. März 1699 in Bergedorf bei Hamburg getauft (das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt). Sein Vater, Peter Hasse (um 1648 in Neuengamme geboren, das Todesdatum konnte ich nicht ermitteln), war ein Nachfahre des Lübecker Orgelmeisters Peter Hasse (um 1585-1640). Er wuchs also, Bach nicht unähnlich, in einer protestantischen Musikerfamilie auf, die zudem noch den Organistendienst an der St.Peter und Paul-Kirche in Bergedorf ausübte. Johann Adolf kam 1718 als Tenorist an die Hamburger und 1719 an die Braunschweiger Oper. Schon 1721 brachte er seine erste Oper mit großem Erfolg heraus und begab von sich dann 1722 auf eine Reise nach Neapel, wo er Schüler von Nicola Porpora und Alessandro Scarlatti wurde. Mit seinen Kompositionen fand Johann Adolf Hasse sofort Anklang und heimste Erfolge ein. 1727 wurde er Kapellmeister am Ospedale degl’Incurabili in Venedig und ehelichte 1730 die berühmte Sängerin Faustina Bordoni (1700-1781), die in ihres Mannes Opern die Mezzopartien sang und später auch mit Händel in London arbeitete. In dieser Zeit konvertierte Johann Adolf Hasse zum Katholizismus. Das Ehepaar Hasse-Bordoni reiste nach Dresden, wo Johann Adolf Hasse nach der Aufführung einer Oper aus eigener Feder mit dem Titel „Königlich polnischer und kurfürstlich sächsischer Kapellmeister“ ausgezeichnet wurde. Nach weiteren Opernerfolgen in Venedig, Parma, Mailand, Turin, Rom Bologna und Wien trat das Künstlerpaar 1733 in sächsische Dienste, und das 30 Jahre lang, allerdings von ausgedehnten Gastspielreisen immer wieder unterbrochen. Italienische Städte, aber auch München, Berlin, Paris und London waren Stationen ihrer Triumphe. 1750 wurde Hasse in Dresden zum Oberkapellmeister ernannt, aber 1760 fiel ein großer Teil seiner Manuskripte der Beschießung von Dresden durch die Preußen zum Opfer. Nach dem Tode von Kurfürst Friedrich August II. im Jahre 1763 wurden die Verträge mit dem Künstlerehepaar wegen akuten Geldmangels nicht mehr erneuert. Daraufhin verlegten die Hasse-Bordonis ihre Wohnsitz zunächst nach Wien, dann 1773 nach Venedig, wo der weltberühmte Komponist 1783, zwei Jahre nach seiner Gemahlin, am 16. Dezember verstarb. Hasse hinterließ 56 Opere serie, wovon 32 auf Texte von Pietro Trapassi, gräzisiert in Metastasio, komponiert wurden. Außerdem hat er 13 Intermezzi für Opern geschrieben. Ferner gibt es 11 Oratorien, Messen, Requiem, Psalmen, Motetten, Hymnen und Litaneien, von denen viele nur als Handschriften erhalten sind. Aus seiner Feder stammen aber auch Flöten-, Violin- und Hornkonzerte (mit Orchester), außerdem Solosonaten, Trio- und Cembalosonaten sowie Gelegenheitskompositionen, wie beispielsweise die Trauer-Musik zum Tode des Kurfürsten Friedrich August II. Man kann aber, ohne zu übertreiben, behaupten, dass Hasses ganzes Schaffen von der Oper beeinflusst war und sich im übrigen in den Stil des Rokoko einfügte. Die Musik geriet schnell in Vergessenheit, weil sich eben dieser Stil bereits überlebt hatte. Abschließend sei noch ein Wort zum italienischen Dichter Pietro Metastasio (1698-1782) verloren: der gebürtige Römer zählt, im Grunde bis heute, zu den bedeutendsten Opern-Librettisten. Seine Werke wurden von zahlreichen Komponisten nicht nur immer wieder vertont, sie wurden auch oft als Schauspiel ohne Musik aufgeführt. Metastasio ging vom französischen Klassizismus aus, ohne sich starr dran zu halten. Die Sprache ist gefeilt formuliert, die Handlungen spitzen sich zwar dramatisch zu, die Konflikte lösen sich aber durch die wachsende Einsicht der Handelnden. Diese Vorgehensweise entsprach der optischen Lebensauffassung des Rokoko, war vielleicht unernst, begeisterte aber seinerzeit das Publikum. Daher war eine Oper mit einem Libretto von dem Literaten von vornherein ein Erfolg sicher. In der deutschsprachigen Wikipedia kann man eine Auflistung der Werke Metastasios finden, sogar mit Angaben der Vertonungen. Dass ich hier Johann Adolf Hasse würdige, ist der Neuerwerbung seiner Oper „Attilio Regolo“ geschuldet, die am 22. Mai 1997 in der Semperoper Dresden konzertant mit der „Capella Sagittariana“ und den Solisten Axel Köhler, Markus Schäfer, Martina Borst, Sibylla Rubens, Carmen Fuggiss, Michael Volle und Randall Wong unter Frieder Bernius aufgenommen wurde. Johann Adolf Hasse ist ansonsten mit seiner Musik bei mir nur sporadisch vertreten:
Der Unaufhaltsame: Johann Adolf Hasse
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Neu erworben
Schon länger im Regal
Eine hörenswerte Einspielung von Hasses musica sacra
Hier ein lohnendes Hörerlebnis des „katholischen“ Hasse
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