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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Johannes Brahms – Sapphische Ode

Hallo

Nach der griechischen Dichterin Sappho (Lesbos, ca. 600 v. Chr.) ist die Gedichtform „Sapphische Ode“ benannt. Es handelt sich dabei um fünffüßige Jamben, das heißt, fünf Silben, die betont sind und insgesamt je Zeile um 11 Silben. Jede Strophe besteht aus vier Versen, von denen die ersten drei in dieser Form aufgebaut sind. Der vierte Vers ist fünfsilbig.
 
Sollte ich mit dieser Erklärung falsch liegen, bitte ich um Korrektur, da ich mich hier auf einem Terrain befinde, in dem ich mich nicht wirklich auskenne.
 
Jedenfalls hat der Musiker und Dichter Hans Schmidt sein Gedicht „Sapphische Ode“ in dieser Versform verfasst.
 
Rosen brach ich nachts mir am dunklen Hage,
Süßer hauchten Duft sie, als je am Tage;
Doch verstreuten reich die bewegten Äste
Tau, der mich näßte.
Auch der Küsse Duft mich wie nie berückte,
Die ich nachts vom Strauch deiner Lippen pflückte;
Doch auch dir, bewegt im Gemüt gleich jenen,
Tauten die Tränen.
 
Johannes Brahms vertonte das Gedicht im Jahre 1884. Es ist Bestandteil seiner „Fünf Lieder Opus 94“.
Brigitte Fassbaender wird von keiner Geringeren als Elisabeth Leonskaja begleitet. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1994.ö
 
 
Gruß Wolfgang

Gestaltung Agentur kuh vadis