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Emmerich Kálmán, Kaiserin Josephine. Chor des Lehár Festivals Bad Ischl. Franz Lehár Orchester. Dirigent Marius Burkert. 2 CD 2018, cpo 555 136-2 Das ist – leider – ein Beispiel aus der Kategorie „Operettenaufnahmen, die die Welt nicht braucht“ (mit gesprochenen Dialogen): Kaiserin Josephine, 1936 in Zürich uraufgeführt, ist ein eher schwaches Stück. Das beginnt mit dem Buch von Paul Knepler und Géza Herczeg: Die ersten sechs Bilder erzählen, halbwegs kohärent, wie Bonaparte Joséphine de Beauharnais kennenlernt (obwohl die junge Frau schon sehr naiv gewesen sein müßte, wenn sie angenommen hätte, er würde ihren kleinen Sohn hinrichten lassen, weil der den Säbel seines während der Terreur der Jakobiner hingerichteten Vaters nicht hergeben wollte), wie die beiden heiraten und wie es zur Entfremdung kommt, weil Joséphine sich lieber in Paris amüsiert, als ihrem Mann, der in Italien Krieg führt, zu folgen. Im siebten Bild versöhnen sie sich noch einmal, das achte Bild zeigt als Nachklapp die Krönung Joséphines zur Kaiserin. Damit erfüllt sich die Prophezeiung einer Wahrsagerin zu Beginn, sie würde zur Herrscherin aufsteigen, aber diese Klammer ist zu schwach, als dass sie Kohärenz stiften könnte. Die Fallhöhe der Geschichte ist sehr gering, es wäre viel interessanter gewesen, das Stück mit der endgültigen Trennung und Joséphines Reaktion darauf enden zu lassen. – Kálmáns Musik ist rückwärtsgewandt, Jazzelemente gibt es hier nicht. Es klingt alles ein bißchen brav und nicht sehr originell. https://www.youtube.com/watch?v=8tuwmiAbh7I Den einen Ohrwurm, den die Partitur enthält – Bonapartes Entree „Liebe singt ihr Zauberlied“ hört man insgesamt viermal, und das ist eindeutig zu viel. – Die beiden Protagonisten, Vincent Schirrmacher (Bonaparte), der an sich keine unattraktive Stimme hat, und Miriam Portmann (Joséphine), singen beide viel zu opernhaft und mit zu viel Kraftaufwand. Kálmáns späte Operetten muß man wirklich nicht unbedingt kennen. Emmerich Kálmán, Kaiserin Josephine. Chor des Lehár Festivals Bad Ischl. Franz Lehár Orchester. Dirigent Marius Burkert. 2 CD 2018, cpo 555 136-2 Das ist – leider – ein Beispiel aus der Kategorie „Operettenaufnahmen, die die Welt nicht braucht“ (mit gesprochenen Dialogen): Kaiserin Josephine, 1936 in Zürich uraufgeführt, ist ein eher schwaches Stück. Das beginnt mit dem Buch von Paul Knepler und Géza Herczeg: Die ersten sechs Bilder erzählen, halbwegs kohärent, wie Bonaparte Joséphine de Beauharnais kennenlernt (obwohl die junge Frau schon sehr naiv gewesen sein müßte, wenn sie angenommen hätte, er würde ihren kleinen Sohn hinrichten lassen, weil der den Säbel seines während der Terreur der Jakobiner hingerichteten Vaters nicht hergeben wollte), wie die beiden heiraten und wie es zur Entfremdung kommt, weil Joséphine sich lieber in Paris amüsiert, als ihrem Mann, der in Italien Krieg führt, zu folgen. Im siebten Bild versöhnen sie sich noch einmal, das achte Bild zeigt als Nachklapp die Krönung Joséphines zur Kaiserin. Damit erfüllt sich die Prophezeiung einer Wahrsagerin zu Beginn, sie würde zur Herrscherin aufsteigen, aber diese Klammer ist zu schwach, als dass sie Kohärenz stiften könnte. Die Fallhöhe der Geschichte ist sehr gering, es wäre viel interessanter gewesen, das Stück mit der endgültigen Trennung und Joséphines Reaktion darauf enden zu lassen. – Kálmáns Musik ist rückwärtsgewandt, Jazzelemente gibt es hier nicht. Es klingt alles ein bißchen brav und nicht sehr originell. https://www.youtube.com/watch?v=8tuwmiAbh7I Den einen Ohrwurm, den die Partitur enthält – Bonapartes Entree „Liebe singt ihr Zauberlied“ hört man insgesamt viermal, und das ist eindeutig zu viel. – Die beiden Protagonisten, Vincent Schirrmacher (Bonaparte), der an sich keine unattraktive Stimme hat, und Miriam Portmann (Joséphine), singen beide viel zu opernhaft und mit zu viel Kraftaufwand. Kálmáns späte Operetten muß man wirklich nicht unbedingt kennen. KÁlMÁN, Emmerich, Kaiserin Josephine
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