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KANDER, John: CABARET

John Kander:
CABARET
New Musical von Fred Ebb (Gesangstexte) und Joe Masteroff (Buch)
nach John von Drutens Schauspiel „I am a Camera“
Originalsprache: Englisch.

Broadway-Premiere am 20.11.1966 im Broardhurst-Theatre
West-End-Premiere London 28.02.1968 im Palace Theatre
Deutsche Erstaufführung am 14.11.1970 im Theater an der Wien.

Personen der Handlung:
Conférencier
Sally Bowles (Cabaretsängerin)
Clifford Bradshaw (Schriftsteller)
Fräulein Schneider (Pensionswirtin)
Herr Schultz (Gemüsehändler)
Ernst Ludwig (Nazi-Funktionär)
Fräulein Kost (Pensionsgast)
Max (Chef des Kit-Kat-Klubs)
Mausi
Inge
Heidi
Helga
Matrosen
Besucher
Nazis.

Ort und Zeit: Berlin, Anfang der 1930er Jahre.

Erster Akt.
Der Conférencier, ein zu Spott neigender, durchaus fröhlicher Bonvivant eröffnet die Show im Berliner Kit-Kat-Klub, einem Kabaret-Klub (Welcome, Bienvenue).

Clifford Bradshaw, ein US-Amerikanischer Schriftsteller, hält sich zu Recherchen zu einem zeitgeschichtlichen Roman in Berlin auf, und erlebt dort das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der nationalsozialistischen Diktatur. Im Zug in die Reichshauptstadt macht Bradshaw die Bekanntschaft des politisch engagierten Deutschen namens Ernst Ludwig. An der Grenze geschah es dann: Ludwig konnte – unbeobachtet – seine mit Geldscheinen gefüllte Brieftasche in das kontrollierte Gepäck des Amerikaners stecken – und gesteht ihm dann anschließend, dass er – richtig professionell – schmuggelt. Dem erschrockenen Bradshaw gibt Ludwig, was offenbar beruhigend wirken soll, die Adresse der Privatpension von Fräulein Schneider.

Fräulein Schneider verlangt für ein Zimmer zunächst 100 Reichsmark, gibt sich dann aber mit 50 Reichsmark zufrieden (Fräulein Schneider: So What). Am Silvesterabend kommt Bradshaw endlich dazu, den ihm von Ernst Ludwig empfohlenen Kit-Kat-Klub zu besuchen und hört dabei das Auftrittslied von Sally Bowles (Don’t Tell Mama). Sie ruft über das Tischtelefon des Klubs Bradshaw an und setzt sich kurz darauf an seinen Tisch. Das ist aber schon das Höchste der Gefühle, denn eine Verabredung wehrt sie entschieden ab (Ensemble: Telephon Song).

Cliff Bradshaw erteilt Ernst Ludwig Englisch-Unterricht; unerwartet erscheint Sally und erklärt, dass ihr Chef Max sie gefeuert habe, weil sie dem „Amerikaner“ zu viel Aufmerksamkeit gewidmet hat. Plötzlich kommt ein Taxifahrer mit Sallys Gepäck, und noch ehe Cliff Einwände erheben kann, macht sie es sich in seinem Zimmer gemütlich. Sally malt sich die Zukunft schön (Sally, Cliff: Perfectly Marvellous).

Im Kit-Kat-Klub zieht der Conférencier seine große Show ab (Conférencier: Two Ladies). Die Schneider meckert mit dem Pensionsgast Frl. Kost wegen zu häufiger Männerbesuche und ein Herr Schultz, Besitzer eines Gemüseladens, macht der Schneider Avancen und übergibt ihr eine Ananas, ein durchaus exotisches Geschenk (Schneider / Schultz: It Couldn’t Please Me More). Im Kit-Kat-Klub singen die Kellner eine Hymne auf’s Vaterland im Nazi-Jargon (Tomorrow Belong To Me).

Sally hat sich inzwischen in Cliffs Wohnung eingerichtet, was an der überall verstreuten Kleidung abzulesen ist. Ordnung zu halten scheint also nicht ihre große Leidenschaft zu sein. Cliff aber fühlt sich trotzdem wohl (Why Should I Wake up). Sally eröffnet ihm, dass sie in Kind von ihm erwartet, worauf er einen Job bei Ludwig annimmt: Er steigt in den Devisenschmuggel ein. Auch im Kit-Kat-Klub ist das Geld der Hauptgesprächsstoff (Conferencier: Sitting Pretty – The Money Song).

Fräulein Kost, gerade noch von der Vermieterin Schneider wegen ihrer vielen Männerbekanntschaften gerügt, beobachtet, dass Herr Schultz aus dem Zimmer der Schneider kommt. Er macht die Kost sprachlos und überrascht die Schneider mit der Ankündigung, dass er sie (Fräulein Schneider) heiraten will (Schultz, Schneider: Married). Auf der Verlobungsparty ist auch Ernst Ludwig als Gast dabei – er trägt das Hakenkreuz auf seinem Jackett. Cliff weigert sich übrigens, für geleisteten Devisenschmuggel einen Scheck anzunehmen; Sally hat keine Probleme und nimmt das Papier für Cliff an. Dann wird es interessant: Herr Schultz, der etwas zu viel Schnaps getrunken hat, stimmt ein Lied an (Meeskite), das ihn als Juden kennzeichnet, was sofort zu einer unterkühlten Stimmung führt. Ernst Ludwig und seine Freunde singen nun ihre eigene Musik (Tomorrow Belongs to Me [Reprise]- Finale 1. Akt).

Zweiter Akt.
Die Band des Kabarett-Klubs und die Tanzgirls, geben zu Beginn eine große Tanznummer, die mit einer Fanfare beginnt und mit einem Stechschritt-Marsch endet. Im Laden von Schultz gesteht Fräulein Schneider, dass das Gebaren der Nazis sie beunruhigt, was Herr Schultz veranlasst, das Fräulein über ihre Ängste hinweg zu helfen und ihr vorzuschlagen, die Verlobung nicht aufzulösen, weil er ja Jude ist (Married) und sie Schwierigkeiten bekommen könnte. Das ist der Moment, wo ein Stein durch das Schaufenster fliegt.

Der Conferencier des Kit-Kat-Klubs präsentiert sein „Mädchen“ (faszinierend und abstoßend zugleich), nämlich einen Gorilla (If You Could See Her Trough My Eyes). Die Schneider kommt zu Sally und Cliff und gibt ihnen das Verlobungsgeschenk zurück, weil sie die Verlobung aus Angst vor der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten gelöst hat – sie will nicht einen Juden heiraten (What Would You Du), der sie schnell zur Witwe machen würde.

Cliff ist über das Geschehen, das ihm sehr nahe geht, entsetzt und drängt Sally, Berlin zu verlassen und mit ihm in die Vereinigten Staaten zu gehen. Sally aber träumt von einer Karriere beim Kabarett und geht in den Kit-Kat-Klub. Cliff gibt nicht auf, folgt Sally und gerät dort in eine Auseinandersetzung zwischen Sally und Ernst Ludwig, worauf Cliff eingreift, jedoch von den Nazi-Freunden Ludwigs zusammengeschlagen wird. Sally erhält eine große Solo-Nummer, in der sie ihre Lebensphilosophie ausbreiten kann: Das Leben ist ein Kabarett und das ist ihre Welt (Cabaret).

Cliff packt seine Habseligkeiten, wird dabei von Sally überrascht. Ihm fällt auf, dass Sally ohne ihren Pelzmantel daher kommt. Als er sie darauf anspricht, gesteht sie ihm, das gute Stück verkauft zu haben, damit sie das Hindernis für eine große Karriere im Kabarett-Businesss beseitigen lassen kann: das Kind. Cliff ohrfeigt sie und legt ihr eine Zugkarte auf den Tisch. Im Zugabteil hört er die Stimmen von Sally, Fräulein Schneider und Herrn Schultz wie Geisterstimmen (Finale 2. Akt).

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