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Troubadour-Forum für klassische Vokal- und Instrumentalmusik

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Kurze gesangliche Klavierstücke

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Nach diesen wunderbar tiefgründigen „Liedern“ von Beethoven, dürfen wir nun etwas mehr relaxen ????
Cornelius Gurlitt veröffentlichte sein Opus 199 unter dem Titel Melodische Studien für Fortgeschrittene, eine Reihe von 16 kleinen Studien für Klavier.
Daraus erklingt nun das „Mondlied“, Nr. 1 in F-Dur, unter den Händen von Efrain Garcia (Aufnahme: 4. November 2023):

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

In dieses von Jan Lisiecki außergewöhnlich lyrisch gespielte Stück bin ich unsterblich verliebt ????

Frédéric Chopin: Nocturne Op. 48, Nr. 2 fis-Moll. Andantino

Jan Lisiecki

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber André,

wie ich an anderer Stelle im Forum schon einmal erwähnte, wurden meine Mitbesucher und ich zuletzt am 18. Juni dieses Jahres in der Kölner Philharmonie von der Kunst Jan Lisieckis verzaubert, der im Programm 11 der 12  Etuden op. 10 spielte und 11 Nocturnes, darunter das Nocturne c-moll op. 48 Nr. 1, leider nicht das von dir eingestellte Schwester-Nocturne op. 48 Nr.2.

Als Zugaben spielte er noch ein Nocturne von Paderewski und die Etude Nr. 12 aus den op. 10, die berühmte „Revolutionsetüde“.

Hier habe ich das ebenfalls, wie dein Beispiel, sehr berührende Nocturne op. 48 Nr. 1:

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Liebe Grüße

Willi????

Lieber Willi,

ich finde es erstaunlich, wie unterschiedlich beide Stücke im Charakter sind. Beim Op. 48 Nr. 2 merkt man anfangs nicht unbedingt, dass es Chopin ist, vom lyrischen Ausdruck her könnte das Stück etwa auch von Schumann stammen, während Nr. 1 gleich im typischen Chopin-Sound beginnt, und sich auch in der dramatischen Steigerung von meinem Liebling ❤ abhebt.

Liebe Grüße
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Da kann ich dir nur Recht geben, lieber André, wie auch der ganze Konzertabend sowohl bei den Nocturnes als auch bei den hochvirtuosen „Etuden“ zu Tage brachte.
hier habe ich wieder ein Stück von Beethoven, und zwar diesmal aus seiner 12. Sonate, in der er seine Hörer mit einer Neuigkeit überraschte, die zwar bei Mozart z. T. schon auftrat (A-dur-Sonate KV 331), aber noch nicht in dieser bedingungslosen Konsequenz, wo z. B. der langsame Satz nun an dritter Stelle auftaucht und zudem noch ein Trauermarsch ist, eine auch bei Beethoven in seinen Sonaten nur einmalige Sache. Ich möchte hier stattdessen in erster Linie den einleitenden Variationensatz anführen, der, wie ich finde, hoch sanglich  und sehr berührend ist, hier in der Darbietung durch Igor Levit, der seit vielen Jahren zu meinen Lieblingspianisten gehört:

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Liebe Grüße

Willi????

 

Lieber Willi,

ich besitze die 9 CDs der Gesamt-Einspielung Igor Levits. In mancher Hinsicht ist die 12. Sonate etwas Besonderes, sie hat zum Beispiel keinen Sonatensatz, außerdem war sie Chopins Favorit unter allen Klaviersonaten Beethovens. Mir gefällt dein Beispiel auch sehr gut ????????????

Liebe Grüße
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber André,

ich habe auch seit mehreren Jahren die GA in meinem Bestand. Die Sonate Nr. 13 gehört auch zu meinen Lieblingssonaten, auch, weil sie die zweite in einer Reihe Beethovenscher Experimente ist (oder sollte man sagen, die zweite, in der Beethoven die Klaviersonate an sich hörbar weiterentwickelte), weil sie eines derjenigen Werke war, in denen er seiner Zeit weit voraus war. Auch das Schwesterwerk op. 27 Nr. 2 (Mondschein) gehört in diese Kategorie. Doch weil es so schön war, ist Igor Levit hier mit dem langsamen Satz (der bezeichnenderweise an dritter Stelle steht):

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Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand
Robert Schumann: Klaviersonate Nr. 2 In g-Moll, Op. 22 – 2. Andantino
Martha Argerich, Klavier
 
 
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Claude Debussy: Präludien / Buch 1, L. 117 – VIII. Das Mädchen mit flachsblonden Haaren
Menahem Pressler, Klavier

Menahem Pressler (* 16. Dezember 1923 in Magdeburg; † 6. Mai 2023 in London) war ein israelisch-US-amerikanisch-deutscher Pianist und Gründer des Beaux Arts Trios. Heute wäre er 100 Jahre alt geworden ????.

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Lieber André,

Menahem Pressler ist mir in der Tat durchgegangen, weil ich ihn in den 2019er-Dateien garnicht erfasst hatte. Schönen Dank für deine Ergänzung. Ich werde ihn nach dem Mittag mit dem Hinweis auf deine Ergänzung nachträglich in die Erinnerungen einfügen.

Liebe Grüße

Willi????

Schuberts Wanderer-Fantasie basiert auf einem einzigen Grundmotiv, aus dem sich alle Themen entwickeln. Dieses Motiv ist aus dem Thema des zweiten Satzes in cis-Moll abgeleitet, einer Variationsfolge über eine Melodie aus dem Lied „Der Wanderer“, das Schubert 1816 schrieb. Es ist diese Variationsreihe, aus der der populäre Name des Werkes abgeleitet ist. Die Reihe endet schließlich in E-Dur. Da die Sätze alle nahtlos ineinander übergehen, steht das Adagio hier allerdings ein wenig in der Luft ????

Franz Schubert: Fantasie in C-Dur, D. 760, Op. 15 „Wanderer-Fantasie“: II. Adagio (Live)
Alon Goldstein, Klavier

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ich bin wieder bei Beethoven und habe in der Reise durch die langsamen Sätze inzwischen die Sonate Nr. 13 Es-dur op. 27 Nr. 1 erreicht, deren langsamen, von einer tiefen sanglichen Schönheit erfüllten Satz in As-dur, wie schon in den c-moll-Sonaten op. 10 und op. 13, einer der größten Pianisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des bisherigen 21. Jahrhunderts, Maurizio Pollini, in ergreifender Weise spielt:

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Ihn erlebte ich zuletzt am 22. April 2022 in der Kölner Philharmonie, als er ein Beethoven-Konzert von 2019 nachholte, das er damals wegen Krankheit nicht spielen konnte, mit den Beethoven-Sonaten Nr. 28-A-dur op. 101 und Nr. 29 B-dur op. 106 „Hammerklavier-Sonate“ in einer grandiosen, umjubelten Vorstellung spielte.

Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

???????????? Wunderschönes Adagio!
Jetzt gerade bin ich von dieser Sonate auf eine andere Aufnahme gestoßen und habe dabei festgestellt, dass sie schon sehr liedhaft beginnt, aufgelockert nur durch ein kurzes Allegro-Zwischenspiel. Selbst das abschließende Allegro vivace ist bei aller Virtuosität auch sehr melodiös gehalten und greift sogar das Adagio zum Schluss wieder auf:

Beethoven-Sonate Nr. 13 Op. 27 Nr. 1 „Fast eine Fantasie“ Es-Dur.
Valentina Lisitsa, Klavier

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Willi und Wolfgang Kaercher haben auf diesen Beitrag reagiert.
WilliWolfgang Kaercher
"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Diese Sonate, lieber André, ist sowieso eine meiner Lieblingssonaten, und die von dir hier genannte Aufnahme einer meiner Lieblingspianistinnen, Valentina Lisitsa, die du hier mit dem entzückenden Variationen-Kopfsatz eingestellt hast, ist ein veritables Meisterwerk, und, da es noch eine Weile dauern wird, bis ich die Besprechungen der 13. Sonate hier einstellen kann, will ich im Vorgriff wenigstens den Text über den Kopfsatz hier einstellen:

“Ich habe zum Vergleich die m.E. nach Referenzen für diese Sonate aufgeboten, Badura-Skoda, Gilels und Solomon.

Valentina Lisitsa spielt das Andante,  in dem  das Themas in den ersten 12 Takten  in Viertakt-Abschnitten vorgestellt und variiert wird und die jeweils wiederholt werden, in seiner Einfachheit ruhig und entspannt und sehr transparent. Dass ein anscheinend wenig spannungsreiches Gefüge dennoch spannend klingen kann, ist der hohen Aufmerksamkeit und dem tiefen künstlerischen Ernst eines Pianisten oder in diesem Fall einer Pianistin geschuldet, die diese Sonate genauso wichtig nimmt wie etwa eine Hammerklaviersonate.

Valentina  Lisitsa tut genau dies und spürt den dynamischen Bewegungen dieses ersten Abschnitts, in dem Das Thema auf das Einfachste variiert wird, aufmerksam nach.

Auch als die Bögen sich erweitern und die Akkorde sich verdichten (z. B. in Takt 13 achtstimmig!), bleibt sie bei dieser völlig natürlichen  Umsetzung der Partitur und dem klaren Spiel.

Im zweiten vierteiligen Block (Takt 21 bis 36), der mit der Wiederholung des Originalthemas (Takt 1 – 4) beginnt, das dann von Viererblock zu Viererblock variiert wird, behält sie selbstverständlich diese Spielweise bei und setzt auch dynamisch die Vorgaben der  Partitur genau um.

Im temporal und vo allem dynamisch hoch kontrastierenden Mittelteil explodiert Valentina Lisitsa förmlich und zeigt auf eindrucksvolle Weise, welch Geistes Kind Beethoven ist. Die Sforzandoakkorde knallen dem Hörer nur so um die Ohren- grandios!

Im reprisenförmigen „Tempo I“ lässt sie wieder die nötige Ruhe einkehren, wobei Beethoven hier die Variationen von Vierer zu Vierer verändert und jeweils die Oktaven tauscht. Als Bonbon  fügt er noch acht atemberaubende codaartige Takte an, alles von Lisitsa partiturgetreu umgesetzt, was  attacca subito zum zweiten Satz, einem Scherzo führt. De Kopfsatz hat sie etwas langsamer gespielt als Badura-Skoda, aber auch etwas schneller als Solomon Cutner und deutlich schneller als Emil Gilels.

Weil wir aber hier sangliche Klavierstücke einstellen, will ich von ihr noch ein anderes Stück einstellen, das ich hier zwar schon einmal eingestellt habe, aber nicht von ihr, und sie spielt es natürlich auch exzellent:

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Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand

Valentina Lisitsa hat ein wunderbares Talent, unerhörte Spannungen aufzubauen und wieder zu lösen, ich höre ihr sehr gern zu! ????

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ich gehe mal weiter durch die Beethoven-Sonaten und habe in der Sonate Nr. 15 D-dur op. 28, im zweiten Satz, Andante, eine ganz andere sangliche Melodie, hier in d-moll gehalten, in wiegendem,staccato unterlegtem Gewand, zeigt uns Beethoven ein Klanggewand, wie es später in der Romantik bei den großen Balladen-Komponisten wie Loewe in ähnlicher Stimmung wohl des öfteren auftaucht. Alfred Brendel setzt es hier in seiner dritten Gesamtaufnahme der Beethoven-Sonaten von 1993/95  kongenial um:

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Liebe Grüße

Willi????

Und gleich setze ich noch das Adagio grazioso aus der Sonate Nr. 16 G-dur op. 31 Nr. 1, komp. 1801/1802, die trotzdem erst nach der Sonaten Nr. 17, der Sturm-Sonate,  entstanden ist. Das Adagio ist reiner C-dur-Gesang, ebenfalls aus der o. a. Gesamtaufnahme, allerdings schon 1993 eingespielt:

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Liebe Grüße

Willi????

Abschließen möchte ich zur nächstlichen Stunde mit dem melodienreichen Adagio in B-dur aus der Sonate Nr. 17 d-moll op. 31. Nr. 2, „Der Sturm“, das mit Passagen von nahezu erschütternder, jedenfalls mich tief angreifender Schönheit, hier in einer grandiosen Interpretation von Igor Levit, der schon ein Großer ist, aber das Zeug hat, zu einem der Größten zu werden:

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Liebe Grüße

Willi????

Ich gehe mal weiter durch die Beethoven-Sonaten und habe in der Sonate Nr. 15 D-dur op. 28, im zweiten Satz, Andante, eine ganz andere sangliche Melodie, hier in d-moll gehalten

Der Mittelteil in Dur zaubert mir spontan ein Lächeln ins Gesicht ????

https://youtube.com/clip/UgkxxvY7rnan6uhqR-cUfHOt-RzBZ-O8C_yN?si=EV8BBdScVG35VQIN

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Wie in manch anderen Sonaten hatte Beethoven auch in seiner 18. Klavieronate, der dritten aus dem Opust 31, keinen wirklich langsamen Satz. Hier ist es der dritte Satz, das Menuetto. Moderato e grazioso, das an die Stelle des langsamen Satzes tritt- und bei Gott- welche zu Herzen gehende sangliche Musik- natürlich auch- typisch Beethoven- mit Ausbrüchen- hier meisterhaft wieder einmal Daniel Barenboim:

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Liebe Grüße

Willi????

uhrand hat auf diesen Beitrag reagiert.
uhrand
Zitat von Willi am 24. Dezember 2023, 14:29 Uhr

das Menuetto. Moderato e grazioso, das an die Stelle des langsamen Satzes tritt

Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber dieses Menuett wird wirklich schön gesungen! ????

André ❤

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
Zitat von Willi am 23. Dezember 2023, 01:20 Uhr

Das Adagio ist reiner C-dur-Gesang

… mit c-Moll und G-Dur verfeinert, zauberhaft gesungen!

Liebe Grüße
André ❤

 

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
Zitat von Willi am 23. Dezember 2023, 01:38 Uhr

mit dem melodienreichen Adagio in B-dur aus der Sonate Nr. 17 d-moll op. 31. Nr. 2, „Der Sturm“

In der Interpretation von Igor Levit bekommt das an sich relativ heitere Adagio der Sonate Nr. 17 eine ziemlich düstere Note, zum Teil eine Folge des recht langsamen Tempos.

Liebe Grüße
André

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
 

Ich bin nun bei Beethovens 19. Klaviersoante angelangt, die in g-moll op. 49 Nr. 1 erschienen ist, und zwar, anders als man vielleicht an der Opuszahl vermuten mag, schon in den Jahren 1795 -1798, jedoch erst wesentlich später veröffentlich wurde. Hier spielt Swjatoslaw Richter das zauberhafte einleitende Andante, das in leicht melacnholischen Moll beginnt, jedoch sich später aufhellt und eingsesamt sehr sanglich ist:

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Liebe Grüße

Willi????

Und hier habe ich, ebenfalls von Richter, den 2. Satz aus der Schwestersonate Nr. 20 G-dur, op. 49 Nr. 2, ebenfalls ein sehr zauberhaftes sangliches Stück, das im Dreivierteltakt gesetzt ist:

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Liebe Grüße

Willi????

Zitat von Willi am 27. Dezember 2023, 13:25 Uhr

Hier spielt Swjatoslaw Richter das zauberhafte einleitende Andante

Charmant entspannte Musik!

Liebe Grüße
André ❤

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Ich bin nun bei der 21. Sonate Beethovens angelangt, der berühmten „Waldstein-Sonate“, die Beethoven seinem ersten und wohl wichtigsten Förderer und Freund aus Bonner Zeiten  gewidmet hat, obwohl er nach seiner Übersiedlung nach Wien nur noch wenig Kontakt mit ihm hatte. In der Waldstein-Sonate erleben wir nun einen kurzen langsamen Satz quasi als Ruhepol zwischen den beiden gewaltigen Ecksätzen, das Adagio molto (Introduktion), wo er aus einigen dunklen Tönen einen wunderbaren Gesang in F-dur entwickelt, den uns hier Wilhelm Kempff, einer der ganz großen Beethoven-Pianisten vorträgt in einer unspektakulären, aber gleichsam wahrhaftigen Weise vorträgt:

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Liebe Grüße

Willi????

Und weil der dritte Satz, das Rondo (Allegretto.moderato) quasi eine Fortsetzung dieses wunderbaren Gesanges ist, darf es eigentlich hier auch nicht fehlen, und es hat auch etwas Tröstendes in dieser Zeit, in der die Welt eines Trostes und einer Hoffnung auf bessere Zeiten dringend bedarf. Hier habe ich auch wieder Wilhelm Kempff:

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Liebe Grüße

Willi????

Konstantin Semilakovs spielt dazu noch den ursprünglich geplanten Mittelsatz der Waldstein-Sonate: das Andante favori WoO 57.

(Ferdinand Ries)
„Ein Freund Beethoven’s äußerte ihm, die Sonate sei zu lang, worauf dieser von ihm fürchterlich hergenommen wurde. Allein ruhigere Überlegung überzeugte meinen Lehrer bald von der Richtigkeit der Bemerkung. Er gab nun das große Andante in F dur, 3/8 Takt, allein heraus und komponierte die interessante Introduction zum Rondo, die sich jetzt darin findet, später hinzu.“

 

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Das 2. Tempo di Menuetto aus Nr. 20 ist eins meiner Lieblingsstücke, klingt gut!

Liebe Grüße
André ????

"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier

Hier erklingt noch einmal das Impromptu D 899 Nr. 3 (Andante Ges-Dur) von Franz Schubert.
Diesmal wird es von der österreichischen Pianistin Ingrid Marsoner (*1970) gespielt:

 

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"Ein Tag ohne Musik ist ein verlorener." Peter Schreier
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