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Jean-Baptiste Lully (1632 – 1687) Tragédie lyrique in einem Prolog und 5 Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Griechenland in mythischer Zeit Prolog Landschaft mit Weilern und einem Sumpf. Morgendämmerung Erster Akt Ein Garten Zweiter Akt Ein Raum im Palast mit goldenen Statuetten Dritter Akt Wüste mit einer Höhle Vierter Akt Marsfeld Fünfter Akt Ein Palast, den Pallas für die Hochzeit von Cadmus und Hermione vorbereitet hat 1) Alte Stadt im Libanon © Gerhard Wischniewski Jean-Baptiste Lully (1632 – 1687) Tragédie lyrique in einem Prolog und 5 Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Griechenland in mythischer Zeit Prolog Landschaft mit Weilern und einem Sumpf. Morgendämmerung Erster Akt Ein Garten Zweiter Akt Ein Raum im Palast mit goldenen Statuetten Dritter Akt Wüste mit einer Höhle Vierter Akt Marsfeld Fünfter Akt Ein Palast, den Pallas für die Hochzeit von Cadmus und Hermione vorbereitet hat 1) Alte Stadt im Libanon © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Hör- und Videobeispiele findet man auch auf youtube. Informationen zum Werk Hör- und Videobeispiele findet man auch auf youtube.LULLY,Jean-Baptiste: CADMUS ET HERMIONE
CADMUS ET HERMIONE
Libretto von Philippe Quinault
Uraufführung: 1603 in Paris
Originalsprache: Französisch
1) Prolog
Palès Hirtengöttin (Sopran)
Mélisse Göttin der Wälder (Alt)
Pan,Hirtengott (Bass)
Arkas, ein Begleiter Pans (Alt)
L’Envie, der Neid (Alt)
Die Sonne (Sopran)
Winde der Luft und der Unterwelt
2) Oper
Cadmus, König von Tyrus1)(Bariton)
Zwei Prinzen aus Tyrus(Tenöre)
Arbas , Afrikaner im Gefolge Cadmus'(Bass)
Hermione, Tochter von Venus und Mars (Mezzosopran)
Venus, Liebesgöttin (Sopran)
Charité, Grazie, Begleiterin Hermiones (Sopran oder Mezzosopran)
Aglante, Begleiterin Hermiones
La Nourrice, Hermiones Amme (Alt)
Draco, Riese (Bass)
Jupiter, oberster Gott (Bass)
Juno, Göttin, seine Gattin(Sopran)
Pallas, Göttin der Weisheit und der Künste (Mezzosopran)
Amor, Liebesgott (Mezzosopran)
Mars, Kriegsgott(Bass)
L’Hymen, Hochzeitgott (Countertenor)
Oberpriester des Mars (Bass)
Nymphen, Hirten, Pagen, Afrikaner, Riesen, von der Liebe belebte Statuen, Amoretten, Furien
Palès und Melisse, zwei Naturgötter, rufen die Nymphen und Hirten zum Spiel zusammen, die ihr Lob auf den bezaubernden Tag wiederholen. Dann erscheint auch Pan, der Hirtengott, begleitet von Arkas, Instumentalisten und Tänzern. Er ruft zum Fest auf. Bäuerliche Tänze beginnen.
Plötzlich entstehen unterirdische Geräusche. Die Anwesenden sehen, wie sich Abgründe öffnen und der Himmel verblasst. Sie wollen fliehen. Es wird dunkel und L’Envie, der Neid, steigt aus einer Höhle. Er ruft stürmische Winde und das Ungeheuer Python herbei, die ihm helfen sollen, das Sonnenlicht zu vertreiben. Er schickt Schlangen in die Winde und Python hebt sie in die Lüfte. Doch flammende Blitze zerstören Python und zwingen L’Envie, in die Höhle zurück zu kehren. Die Wolken lösen sich auf und die ländliche Versammlung kehrt mit Opfergaben zurück, um den Sieg der Sonne zu feiern. Dann erscheint diese auf ihrem Wagen. Sie verschmäht die Opfergaben. Ihr Lohn sei es, die Menschen glücklich zu sehen. Tänze und Freudenlieder erklingen. Palès, Melisse, Pan und Arkas singen ein besonderes Lob auf die Liebe.
Die beiden tyrischen Prinzen fragen Cadmus, wie lange sie noch in der Fremde bleiben müssen. Er, der – bisher vergeblich – auf der Suche nach seiner Schwester war, teilt den ihnen mit, dass er sich in Hermione, die Tochter von Mars und Venus verliebt habe. Die Prinzen wenden ein, dass diese unter der Macht eines Riesen stehe, dem sie verlobt sei und dass Mars auf dessen Seite stehe. Doch Cadmus hat sich vorgenommen, sie zu befreien.
Arbas kommt und Cadmus fragt ihn, wo seine Afrikaner bleiben, die vor Hermione tanzen sollen. Arbas erklärt, dass alles bereit sei, aber der Riese Draco habe verfügt, dass seine Riesen tanzen müssen. Er (Arbas) wäre wütend geworden und habe den Riesen heimlich beschimpft. Cadmus will den Riesen besänftigen, da er hier der Herr ist. Sollte er keine Gelegenheit bekommen, mit Hermione zu sprechen, sollen die Afrikaner ihr mit süßen Gesängen von seiner Liebe berichten. Arkas solle alles vorbereiten. Er selbst gehe zu dem Riesen. Alle gehen ab.
Hermione erscheint mit ihren Begleiterinnen Charité und Aglante sowie ihrer Amme. Sie fühlt sich tyrannisiert und möchte dem Zwang entfliehen. Ihre Begleiterinnen meinen, dass man der Liebe nicht entkommen könne, aber die Amme rät, dass sie sich fügen solle, vor allem, weil ihr Vater Mars es so wolle. Sie solle also die unglückliche Liebe zu Cadmus vergessen.
Nun treten Cadmus, die beiden Prinzen, Arbas mit den Afrikanern, aber auch Draco, der Riese, mit vier weiteren Riesen auf. Die Afrikaner tanzen und singen zusammen mit Arbas von dern Reizen der Liebe. Danach will Hermione sich zurückziehen, wird aber von dem Riesen zurückgehalten, Er erinnert sie daran, sich nun endlich zu entschließen, ihn zu heiraten, da es ihr Vater Mars so vorgesehen habe. Sie hält entgegen, dass ihre Mutter Venus, die Göttin der Liebe sei. Er entgegnet, dass Hymen, der Hochzeitsgott nicht immer dem Rat der Liebe folge. Er (Draco) werde ihr überall hin folgen, und wenn es ihr nicht gefalle, so werde es sie wenigstens quälen.
Als alle abgegangen sind, meint Cadmus, es sei höchste Zeit, gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen und Hermione zu befreien. Die beiden Prinzen warnen ihn vor der Gefahr, der er sich aussetzt. Aber Cadmus entgegnet, er werde lieber sterben, als die Geliebte leiden zu sehen.
Da kommen Juno und Pallas auf ihren Wagen. Juno als Mutter des Mars will Cadmus von seinem Vorhaben abhalten. Pallas hingegen will ihn bestärken, den Kampf mit Draco aufzunehmen. Sie verspricht, ihm zu helfen.
Arbas erzählt Charité, dass Cadmus den Riesen besiegen will. Gleichzeitig erklärt er ihr seine Liebe, klagt aber, dass sie ihm gegenüber so gleichgütltig sei. Er müsse nun Abschied von ihr nehmen und erwartet ein paar zärtliche Abschiedsworte. Doch sie meint, etwas Gleichgültigkeit sei beim Abschied tröstlicher. So diskutieren sie noch ein wenig, bis manHermiones Amme kommen sieht, die in Arbas verliebt ist, was wiederum ihn gleichgültig lässt.
Er will sich entfernen, doch sie hält ihn auf. Die Eifersüchtige fragt, warum er plötzlich so schnell fort müsse, obwohl er doch für Charité soviel Zeit gehabt habe, und verlangt zumindest für sich auch ein höfliches Lebewohl.Er sagt ihr Lebewohl und geht.
Die Amme lässt nun ihren Zorn an Charité aus mit der sie eine Weile zankt, bis sie Cadmus und Hermione kommen sehen. Dann gehen sie.
Cadmus will mit dem Drachen kämpfen, der Hermione bewacht und nimmt Abschied von ihr. Hermione will ihn davon abhalten, weil nach ihrer Meinung niemand etwas gegen den zornigen Mars ausrichten könne. Doch für ihre Liebe ist er auch bereit, den Tod auf sich zu nehmen. Trotz aller Einwände reißt er sich schließlich von ihr los und verschwindet.
Hermione klagt nun über die Liebe, die so grausam sein kann. Da erscheint Amor und beruhigt sie. Ihm sei alles möglich und alles muss sich der Liebe beugen. Als Beweis belebt er die goldenen Statuetten, die von ihren Sockeln springen und tanzen. Kleine Amoretten kommen mit Blumen und Amor befiehlt, diese vor Hermione auszustreuen. Doch sie möchte in ihrem Schmerz verharren. Amor verspricht, ihr zu helfen und eilt mit den Amoretten davon.
Von den tyrischen Prinzen erfahren wir, dass Cadmus Mars ein Opfer bringen will. Sie meinen, dass man vorsichtig sein müsse. Auch Arbas, der mit zwei Afrikanern bei ihnen ist, hält das für richtig, aber er habe Mut. Alle drei kommen jedoch zu dem Schluss, dass die Liebe von allem Übeln des Leben wohl das gefährlichste sei. Da ihnen unterschiedliche Aufgaben zugewiesen sind, gehen die beiden Prinzen, um sich vorzubereiten.
Während Arbas die beiden Afrikaner schickt, um Wasser für die Zeremonie zu holen, kommt der Drache aus seiner Höhle, stürzt sich auf die beiden und schleppt sie fort.
Arbas, der fliehen will, wird von Cadmus aufgehalten. Er erzählt ihm zitternd, dass der Drache, den Cadmus noch nicht sieht, die beiden Gefährten verschleppt habe und Cadmus will sie sofort rächen. Arbas, der vorgibt, nicht aus Angst sondern aus Wut wie gelähmt zu sein, versteckt sich schnell. Der Drache kommt erneut hervor, Cadmus kämpft mit ihm und tötet ihn. Dann will er schnell seine Leute versammeln, um Mars das Opfer zu bringen.
Arbas, der glaubt, dass der Drache Cadmus getötet und sich nun in seine Höhle zurückgezogen habe, kommt hervor. Da sieht er den Drachen in seinem Blut liegen und will nun wagen, ihm einen Stich mit seinem Schwert zu versetzen. Aber als dieser sich noch bewegt, zieht er sich schnell zurück.
Die beiden Prinzen kommen zurück und bedauern, dass sie zu spät kommen. Arbas ist aber so außer Atem, dass er ihrer Forderung, ihnen den Kampf zu schildern, nicht nachkommen kann.
Dann kommt Cadmus mit dem Hohepriester und sechzehn weiteren Priestern, um das Opfer zu vollziehen. Sie bitten Mars, ihr Opfer gnädig anzunehmen.
Nach einigen Opfergesängen und -tänzen erscheint Mars selbst auf seinem Wagen. Er erklärt, dass er seine Gesetze nicht widerrufen werde. Cadmus könne ihn nur zufrieden stellen, indem er große Werke vollbringe. Er ruft vier Furien herbei, die den Opferaltar zerstören.
Cadmus hat die Zähne des Drachen gesammelt und will sie ausstreuen, um sein Vorhaben zu beenden. Arbas warnt ihn: Es werden daraus Soldaten entstehen, die er allein nicht bewältigen könne. Und er habe nur ihn an seiner Seite. Cadmus will niemanden der Gefahr aussetzen und allein kämpfen. Er bittet Arbas lediglich, Hermione zu benachrichtigen, falls er falle. Dann schickt er Arbas fort.
Amor erscheint auf einer Wolke, bringt ihm eine Art Granate, die er unter die entstehenden Soldaten werfen soll und fliegt davon. Cadmus streut die Drachenzähne aus und acht Soldaten entstehen. Da wirft er die Granate und verwirrt bekämpfen sich die Soldaten untereinander.
Die fünf Überlebenden legen ihre Waffen zu Cadmus‘ Füßen. Einer von ihnen fordert dazu auf, dem von den Göttern begünstigten Helden zu dienen. Cadmus schickt sie fort, der Prinzessin zu huldigen
Der Riese tritt auf und schlägt vor, entweder mit ihm um die Geliebte zu kämpfen oder (weil er sich als der Stärkere fühlt) auf Hermione zu verzichten. Doch Cadmus verweigert den Verzicht. Da ruft der Riese drei weitere Riesen herbei.
Doch Pallas erscheint, enthüllt ihr Schild und sofort erstarren alle Riesen zu Steinstatuen. Cadmus weiß nicht, wie er ihr danken soll, doch sie ruft im Fortfliegen, einen großmütigen Fürsten zu schützen sei die süßeste Aufgabe der Götter.
Hermione kommt und freut sich mit Cadmus über seinen Sieg.
Da hüllt eine Wolke Hermione ein. Juno tritt auf und erklärt, dies sei ihre Rache dafür, dass ihr untreuer Gatte ihnen beistehe. Sie läßt Hermione entführen.
Cadmus klagt, weil er glaubt, dass er Hermione nun verloren hat. Da erscheint Pallas auf einer Wolke und berichtet, dass Jupiter und Juno ihren Streit beigelegt haben und Hermione in den Palast herabsteigen werde.
Auf einem von zwei Thronen sitzt Hymen, der Hochzeitsgott. Der Himmel öffnet sich und alle Götter begleiten Hermione, die sich auf den zweiten Thron setzt. Hymen überlässt Cadmus seinen Thron und stellt sich zwischen das Brautpaar. Jupiter wünscht den Brautleuten im Namen aller Götter viel Glück. Auch Hymen, Juno, Venus, Pallas, Amor und sogar Mars, der alle Streitigkeiten von ihnen fernhalten will, tragen zu den Glückwünschen bei. Jupiter fordert Hymen auf, für Tänze und Spiele zu sorgen. Baumnymphen bringen Körbe voller Früchte. Auch Arbas und die Amme finden zueinander. Es folgen Tänze, an denen auch die Götter teilnehmen. Charité singt ein Lied über die Liebe und alle stimmen mit ein.
CADMUS ET HERMIONE
Libretto von Philippe Quinault
Uraufführung: 1603 in Paris
Originalsprache: Französisch
1) Prolog
Palès Hirtengöttin (Sopran)
Mélisse Göttin der Wälder (Alt)
Pan,Hirtengott (Bass)
Arkas, ein Begleiter Pans (Alt)
L’Envie, der Neid (Alt)
Die Sonne (Sopran)
Winde der Luft und der Unterwelt
2) Oper
Cadmus, König von Tyrus1)(Bariton)
Zwei Prinzen aus Tyrus(Tenöre)
Arbas , Afrikaner im Gefolge Cadmus'(Bass)
Hermione, Tochter von Venus und Mars (Mezzosopran)
Venus, Liebesgöttin (Sopran)
Charité, Grazie, Begleiterin Hermiones (Sopran oder Mezzosopran)
Aglante, Begleiterin Hermiones
La Nourrice, Hermiones Amme (Alt)
Draco, Riese (Bass)
Jupiter, oberster Gott (Bass)
Juno, Göttin, seine Gattin(Sopran)
Pallas, Göttin der Weisheit und der Künste (Mezzosopran)
Amor, Liebesgott (Mezzosopran)
Mars, Kriegsgott(Bass)
L’Hymen, Hochzeitgott (Countertenor)
Oberpriester des Mars (Bass)
Nymphen, Hirten, Pagen, Afrikaner, Riesen, von der Liebe belebte Statuen, Amoretten, Furien
Palès und Melisse, zwei Naturgötter, rufen die Nymphen und Hirten zum Spiel zusammen, die ihr Lob auf den bezaubernden Tag wiederholen. Dann erscheint auch Pan, der Hirtengott, begleitet von Arkas, Instumentalisten und Tänzern. Er ruft zum Fest auf. Bäuerliche Tänze beginnen.
Plötzlich entstehen unterirdische Geräusche. Die Anwesenden sehen, wie sich Abgründe öffnen und der Himmel verblasst. Sie wollen fliehen. Es wird dunkel und L’Envie, der Neid, steigt aus einer Höhle. Er ruft stürmische Winde und das Ungeheuer Python herbei, die ihm helfen sollen, das Sonnenlicht zu vertreiben. Er schickt Schlangen in die Winde und Python hebt sie in die Lüfte. Doch flammende Blitze zerstören Python und zwingen L’Envie, in die Höhle zurück zu kehren. Die Wolken lösen sich auf und die ländliche Versammlung kehrt mit Opfergaben zurück, um den Sieg der Sonne zu feiern. Dann erscheint diese auf ihrem Wagen. Sie verschmäht die Opfergaben. Ihr Lohn sei es, die Menschen glücklich zu sehen. Tänze und Freudenlieder erklingen. Palès, Melisse, Pan und Arkas singen ein besonderes Lob auf die Liebe.
Die beiden tyrischen Prinzen fragen Cadmus, wie lange sie noch in der Fremde bleiben müssen. Er, der – bisher vergeblich – auf der Suche nach seiner Schwester war, teilt den ihnen mit, dass er sich in Hermione, die Tochter von Mars und Venus verliebt habe. Die Prinzen wenden ein, dass diese unter der Macht eines Riesen stehe, dem sie verlobt sei und dass Mars auf dessen Seite stehe. Doch Cadmus hat sich vorgenommen, sie zu befreien.
Arbas kommt und Cadmus fragt ihn, wo seine Afrikaner bleiben, die vor Hermione tanzen sollen. Arbas erklärt, dass alles bereit sei, aber der Riese Draco habe verfügt, dass seine Riesen tanzen müssen. Er (Arbas) wäre wütend geworden und habe den Riesen heimlich beschimpft. Cadmus will den Riesen besänftigen, da er hier der Herr ist. Sollte er keine Gelegenheit bekommen, mit Hermione zu sprechen, sollen die Afrikaner ihr mit süßen Gesängen von seiner Liebe berichten. Arkas solle alles vorbereiten. Er selbst gehe zu dem Riesen. Alle gehen ab.
Hermione erscheint mit ihren Begleiterinnen Charité und Aglante sowie ihrer Amme. Sie fühlt sich tyrannisiert und möchte dem Zwang entfliehen. Ihre Begleiterinnen meinen, dass man der Liebe nicht entkommen könne, aber die Amme rät, dass sie sich fügen solle, vor allem, weil ihr Vater Mars es so wolle. Sie solle also die unglückliche Liebe zu Cadmus vergessen.
Nun treten Cadmus, die beiden Prinzen, Arbas mit den Afrikanern, aber auch Draco, der Riese, mit vier weiteren Riesen auf. Die Afrikaner tanzen und singen zusammen mit Arbas von dern Reizen der Liebe. Danach will Hermione sich zurückziehen, wird aber von dem Riesen zurückgehalten, Er erinnert sie daran, sich nun endlich zu entschließen, ihn zu heiraten, da es ihr Vater Mars so vorgesehen habe. Sie hält entgegen, dass ihre Mutter Venus, die Göttin der Liebe sei. Er entgegnet, dass Hymen, der Hochzeitsgott nicht immer dem Rat der Liebe folge. Er (Draco) werde ihr überall hin folgen, und wenn es ihr nicht gefalle, so werde es sie wenigstens quälen.
Als alle abgegangen sind, meint Cadmus, es sei höchste Zeit, gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen und Hermione zu befreien. Die beiden Prinzen warnen ihn vor der Gefahr, der er sich aussetzt. Aber Cadmus entgegnet, er werde lieber sterben, als die Geliebte leiden zu sehen.
Da kommen Juno und Pallas auf ihren Wagen. Juno als Mutter des Mars will Cadmus von seinem Vorhaben abhalten. Pallas hingegen will ihn bestärken, den Kampf mit Draco aufzunehmen. Sie verspricht, ihm zu helfen.
Arbas erzählt Charité, dass Cadmus den Riesen besiegen will. Gleichzeitig erklärt er ihr seine Liebe, klagt aber, dass sie ihm gegenüber so gleichgütltig sei. Er müsse nun Abschied von ihr nehmen und erwartet ein paar zärtliche Abschiedsworte. Doch sie meint, etwas Gleichgültigkeit sei beim Abschied tröstlicher. So diskutieren sie noch ein wenig, bis manHermiones Amme kommen sieht, die in Arbas verliebt ist, was wiederum ihn gleichgültig lässt.
Er will sich entfernen, doch sie hält ihn auf. Die Eifersüchtige fragt, warum er plötzlich so schnell fort müsse, obwohl er doch für Charité soviel Zeit gehabt habe, und verlangt zumindest für sich auch ein höfliches Lebewohl.Er sagt ihr Lebewohl und geht.
Die Amme lässt nun ihren Zorn an Charité aus mit der sie eine Weile zankt, bis sie Cadmus und Hermione kommen sehen. Dann gehen sie.
Cadmus will mit dem Drachen kämpfen, der Hermione bewacht und nimmt Abschied von ihr. Hermione will ihn davon abhalten, weil nach ihrer Meinung niemand etwas gegen den zornigen Mars ausrichten könne. Doch für ihre Liebe ist er auch bereit, den Tod auf sich zu nehmen. Trotz aller Einwände reißt er sich schließlich von ihr los und verschwindet.
Hermione klagt nun über die Liebe, die so grausam sein kann. Da erscheint Amor und beruhigt sie. Ihm sei alles möglich und alles muss sich der Liebe beugen. Als Beweis belebt er die goldenen Statuetten, die von ihren Sockeln springen und tanzen. Kleine Amoretten kommen mit Blumen und Amor befiehlt, diese vor Hermione auszustreuen. Doch sie möchte in ihrem Schmerz verharren. Amor verspricht, ihr zu helfen und eilt mit den Amoretten davon.
Von den tyrischen Prinzen erfahren wir, dass Cadmus Mars ein Opfer bringen will. Sie meinen, dass man vorsichtig sein müsse. Auch Arbas, der mit zwei Afrikanern bei ihnen ist, hält das für richtig, aber er habe Mut. Alle drei kommen jedoch zu dem Schluss, dass die Liebe von allem Übeln des Leben wohl das gefährlichste sei. Da ihnen unterschiedliche Aufgaben zugewiesen sind, gehen die beiden Prinzen, um sich vorzubereiten.
Während Arbas die beiden Afrikaner schickt, um Wasser für die Zeremonie zu holen, kommt der Drache aus seiner Höhle, stürzt sich auf die beiden und schleppt sie fort.
Arbas, der fliehen will, wird von Cadmus aufgehalten. Er erzählt ihm zitternd, dass der Drache, den Cadmus noch nicht sieht, die beiden Gefährten verschleppt habe und Cadmus will sie sofort rächen. Arbas, der vorgibt, nicht aus Angst sondern aus Wut wie gelähmt zu sein, versteckt sich schnell. Der Drache kommt erneut hervor, Cadmus kämpft mit ihm und tötet ihn. Dann will er schnell seine Leute versammeln, um Mars das Opfer zu bringen.
Arbas, der glaubt, dass der Drache Cadmus getötet und sich nun in seine Höhle zurückgezogen habe, kommt hervor. Da sieht er den Drachen in seinem Blut liegen und will nun wagen, ihm einen Stich mit seinem Schwert zu versetzen. Aber als dieser sich noch bewegt, zieht er sich schnell zurück.
Die beiden Prinzen kommen zurück und bedauern, dass sie zu spät kommen. Arbas ist aber so außer Atem, dass er ihrer Forderung, ihnen den Kampf zu schildern, nicht nachkommen kann.
Dann kommt Cadmus mit dem Hohepriester und sechzehn weiteren Priestern, um das Opfer zu vollziehen. Sie bitten Mars, ihr Opfer gnädig anzunehmen.
Nach einigen Opfergesängen und -tänzen erscheint Mars selbst auf seinem Wagen. Er erklärt, dass er seine Gesetze nicht widerrufen werde. Cadmus könne ihn nur zufrieden stellen, indem er große Werke vollbringe. Er ruft vier Furien herbei, die den Opferaltar zerstören.
Cadmus hat die Zähne des Drachen gesammelt und will sie ausstreuen, um sein Vorhaben zu beenden. Arbas warnt ihn: Es werden daraus Soldaten entstehen, die er allein nicht bewältigen könne. Und er habe nur ihn an seiner Seite. Cadmus will niemanden der Gefahr aussetzen und allein kämpfen. Er bittet Arbas lediglich, Hermione zu benachrichtigen, falls er falle. Dann schickt er Arbas fort.
Amor erscheint auf einer Wolke, bringt ihm eine Art Granate, die er unter die entstehenden Soldaten werfen soll und fliegt davon. Cadmus streut die Drachenzähne aus und acht Soldaten entstehen. Da wirft er die Granate und verwirrt bekämpfen sich die Soldaten untereinander.
Die fünf Überlebenden legen ihre Waffen zu Cadmus‘ Füßen. Einer von ihnen fordert dazu auf, dem von den Göttern begünstigten Helden zu dienen. Cadmus schickt sie fort, der Prinzessin zu huldigen
Der Riese tritt auf und schlägt vor, entweder mit ihm um die Geliebte zu kämpfen oder (weil er sich als der Stärkere fühlt) auf Hermione zu verzichten. Doch Cadmus verweigert den Verzicht. Da ruft der Riese drei weitere Riesen herbei.
Doch Pallas erscheint, enthüllt ihr Schild und sofort erstarren alle Riesen zu Steinstatuen. Cadmus weiß nicht, wie er ihr danken soll, doch sie ruft im Fortfliegen, einen großmütigen Fürsten zu schützen sei die süßeste Aufgabe der Götter.
Hermione kommt und freut sich mit Cadmus über seinen Sieg.
Da hüllt eine Wolke Hermione ein. Juno tritt auf und erklärt, dies sei ihre Rache dafür, dass ihr untreuer Gatte ihnen beistehe. Sie läßt Hermione entführen.
Cadmus klagt, weil er glaubt, dass er Hermione nun verloren hat. Da erscheint Pallas auf einer Wolke und berichtet, dass Jupiter und Juno ihren Streit beigelegt haben und Hermione in den Palast herabsteigen werde.
Auf einem von zwei Thronen sitzt Hymen, der Hochzeitsgott. Der Himmel öffnet sich und alle Götter begleiten Hermione, die sich auf den zweiten Thron setzt. Hymen überlässt Cadmus seinen Thron und stellt sich zwischen das Brautpaar. Jupiter wünscht den Brautleuten im Namen aller Götter viel Glück. Auch Hymen, Juno, Venus, Pallas, Amor und sogar Mars, der alle Streitigkeiten von ihnen fernhalten will, tragen zu den Glückwünschen bei. Jupiter fordert Hymen auf, für Tänze und Spiele zu sorgen. Baumnymphen bringen Körbe voller Früchte. Auch Arbas und die Amme finden zueinander. Es folgen Tänze, an denen auch die Götter teilnehmen. Charité singt ein Lied über die Liebe und alle stimmen mit ein.
„Cadmus et Hermione“ ist die erste von insgesamt 13 „Tragédies lyriques“, die Lully geschrieben hat. Das Libretto von Philippe Quinault basiert auf Ovids „Metamorphosen“. Die Sage, in der Cadmus seine Schwester Europa sucht wird vom Textdichter dahingehend abgewandelt, dass Cadmus sich in Hermione, die Tochter von Venus und Mars verliebt, die Mars dem Riesen Draco zugesagt hat.
Der Prolog steht in keinem Zusammenhang mit der Handlung der fünf Akte. Wie bei den meisten seiner Prologe ist er zu Ehren König Ludwigs XIV geschaffen, der auch der Uraufführung des Werkes beiwohnte.
Die Oper enthält auch verschiedene Ballette, wie das zu der Zeit üblich war.
Audio- und Video-Aufnahmen gibt es auf CD und DVD.
Der Inhaltsangabe liegt das französische Libretto zugrunde.
„Cadmus et Hermione“ ist die erste von insgesamt 13 „Tragédies lyriques“, die Lully geschrieben hat. Das Libretto von Philippe Quinault basiert auf Ovids „Metamorphosen“. Die Sage, in der Cadmus seine Schwester Europa sucht wird vom Textdichter dahingehend abgewandelt, dass Cadmus sich in Hermione, die Tochter von Venus und Mars verliebt, die Mars dem Riesen Draco zugesagt hat.
Der Prolog steht in keinem Zusammenhang mit der Handlung der fünf Akte. Wie bei den meisten seiner Prologe ist er zu Ehren König Ludwigs XIV geschaffen, der auch der Uraufführung des Werkes beiwohnte.
Die Oper enthält auch verschiedene Ballette, wie das zu der Zeit üblich war.
Audio- und Video-Aufnahmen gibt es auf CD und DVD.
Der Inhaltsangabe liegt das französische Libretto zugrunde.
Kontakt
Telefon: 0178-1069333
Gestaltung Agentur kuh vadis