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MACDERMOT, Galt: HAIR

Galt MacDermot:
HAIR
The American Tribal Love-Rock Musical in zwei Akten
Gesangstexte und Buch von Gerome Ragni und James Rado
Originalsprache: Englisch.

Off-Broadway-Premiere am 17.10.1967 im Anspacher Theatre, New York,
Broadway-Premiere am 29.04.1968 im Biltmore Theatre,
West-End-Premiere London am 27.09.1968 im Shaftesbury Theatre,
Deutsche Erstaufführung am 24.10.1968 im Theater an der Brienner Straße, München.

Personen der Handlung:
Claude
Berger
Ron
Woof
Hud
Jeanny
Dionne
Sheila
Crissy
The Tribe, 12 junge Leute zwischen 17 und 25 Jahre
Claudes Mom und Dad
Touristenpaar
Frau vom Box Office
General Grant
Junger Soldat
Sergeant
Abraham Lincoln
Schuldirektor
Kellnerin
Andere Eltern.

Ort und Zeit: USA, Ende der 1960er Jahre.

Erster Akt.
Die Bühne wird von Jugendlichen zwischen 17 und 25 Jahren bevölkert, die die Hippie-Bewegung repräsentieren – eine stringente Handlung gibt es nicht. Dafür sind Blumen und Räucherstäbchen, auch orientalische Accessoires, wichtige Requisiten der Jugendlichen, die ein friedvolles Miteinander, die Liebe zum Mitmenschen, praktizieren und dieses Lebensgefühl der Gesellschaft nahebringen wollen. Ihre Erwartung ist auf eine neue Ära, und zwar auf die des Wassermanns gerichtet (Ensemble: Aquarius).

Claude stellt sich mit seinem Freund Berger dem Publikum vor (Claude: Manchester, England; Berger: Manhattan). Hud, ein Schwarzer, und Woof sind zwei weitere und auch wichtige Protagonisten in diesem Spiel (Hud, Claude: Colored Spade; Woof: Sodomie) und erklären ihre Einstellung zum Leben (Hud, Woof, Berger, Claude: Ain’t Got No).

Claudes Mutter meckert mit ihrem Sohn, weil er keiner Arbeit nachgeht und außerdfem kein richtiger Amerikaner ist (Claude, Mom, Ensemble: I Got Life). Das Ensemble wendet sich gegen Kriege und Luftverschmutzung (Ain’t Got No [Reprise] und Air). Ein weiterer Song über LSD blendet in die „Intergalaktische Badewanne“ über (Ensemble: Initials), wo Drogenrausch die Lebensangst der jungen Menschen (angeblich) mildern und (ebenso angeblich) über die Probleme der pluralistischen Gesellschaft hinweghelfen, andererseits aber auch das Liebesgefühl steigern soll.

Berger, der mehr oder weniger als Anführer des „Tribe“ gilt, der außerdem von der High School flog (Going Down), und Claude, der zum Wehrdienst in die Army eingezogen werden soll, überlegen, wie man aus der Nummer herauskommen könnte. Als ein Beispiel kommen sie auf den Gedanken, tuntiges Gehabe vorzutäuschen um als „175er“ (Homos) angesehen zu werden. Als Versuch lässt sich Claude von Berger die Lippen schminken. In der Gruppe diskutiert man auch das Tragen von langen Haaren als ein Ausdruck der Hippiefreiheit (Claude: Hair). Mom sieht das anders und wertet das als eine Phase pubertären Ausdrucks (Mom: My Conviction). Die Studentin Sheila kommt auf den Gedanken, die Gruppe zur Anfertigung von Postern für einen Protestmarsch zu animieren. Überraschend wird plötzlich in einer Liebesszene deutlich, dass Sheila über den Rausschmiss von Berger aus der Schule beunruhigt ist, denn sie erwartet ein Kind von ihm (Sheila, Ensemble: Dead End).

Berger und Woof ergehen sich, über eine zerrissene amerikanische Flagge gebeugt, in patriotische Gefühle (Berger, Woof: Don’t put it Down) und Crissi berichtet von einem Jungen, den sie vor dem Waverly Theater traf (Crissi: Frank Mills).

Mit Glöckchen an Füßen und Händen, mit Kerzen, Räucherstäbchen und Friedenspfeifen treffen sich alle zu einem „be-in“, bei dem Früchte und Blumen ausgeteilt werden, auch für das Publikum. Mom und Dad aber kritisieren die Verantwortungslosigkeit und die großen Bildungslücken der jungen Leute. Als sich Berger seiner Kleidung erledigt, ist plötzlich die Polizei zur Stelle. Berger aber wird von seinen Freunden und Freundinnen umringt (Hare Krishna singt das Ensemble) und vor den aggressiv auftretenden Polizisten geschützt. Der erste Akt wird beendet mit Claudes Frage, warum er in den Krieg ziehen soll (Claude mit Ensemble: Where Do I Go).

Zweiter Akt.
Der zweite Akt beginnt mit zwei alten Hits (Anything goes und White Cliffs of Dover), wobei dann vier Angehörige des Tribe mit einer Rocknummer gegen den Krieg anschließen (The Electric Blues). Berger will, dass Sheila mit Claude die letzte Nacht vor seinem Eintritt in die Army verbringt (Easy to be Hard). Dass Claude den Dienst in der Army nicht einfach verweigert, bringt Sheila gegen ihn auf (Claude: Manchester, England, Reprise). Die jungen Frauen der Gruppe unterhalten sich über die Vorzüge der schwarzen und der weißen Jungs ( Dionne, zwei Girls, Jeannie, Crissy: Wihite Boys – Black Boys).

Auf Vorschlag von Berger verschließt Hud die Tür (Walking in Space) und beginnt mit einer Themensetzung über den Krieg und die bürgerlichen Rechte des einzelnen Individuums. Dabei geht er bis George Washington zurück, zu den Indianerkriegen, dem Bürgerkrieg und dem Spanisch-Amerikanischen Krieg. Es kommt zu einer tänzerischen Darstellung gegen das Töten und zum Anti-Kriegs-Song (Prisoners in Niggertown).

Berger und Claude diskutieren über das Thema, wie man er Realität entkommen könnte, ehe es dann zu den Vorbereitungen für den Abend kommt (Ensemble: Good Morning, Starshine). Sodann richtet man ein Nachtlager mit bewusstseinserweiternden „sheets“ für Sheila und Claude her (The Bed). Als beide, Sheila und Claude, alleine sind, behauptet er, von einem anderen Planeten zu stammen, zu dem er nun zurückzukehren gedenke (Exanaplanetooch) – Sheila will ihn unbedingt dahin begleiten.

Das Finale beginnt mit dem gemeinsamen Zubettgehen von Claude und Sheila, wobei eine letzte Szene zeigt, wie Claude mit anderen Soldaten in den Krieg zieht (Sentimental Ending).

Kontakt
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E-Mail: info@troubadour-forum.de

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