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Johann Simon (Giovanni Simone) Mayr (1763-1845): Uraufführung am 19. Februar 1815 im Teatro San Carlo in Neapel. Charaktere: Zur Mythologie: Einziger Akt. Posaunen in unisono, flattrige Streicherpassagen und Generalpausen sollen die unruhig schlafende Ariadne skizzenhaft darstellen, ehe sie aus ihrem Traumschlaf erwacht und sich alleingelassen auf Naxos wiederfindet. Für sie ist der Alptraum aber noch nicht zu Ende; ihre Seele wird nicht nur von Leid und Schmerz, sondern auch von Rachegelüsten geplagt und das äußert sie rezitativisch. In der sich anschließend in Moll beginnenden und sich nach Dur wendenden Arie bringt sie ihre Gefühle bis zu Raserei zum Ausdruck, wobei der gefühlsmäßig düstere Charakter der Arie trotz der Dur-Klänge nicht verloren geht. Das Ende des Stücks, im dreifach Pianissimo verhauchend, zeigt Ariadne im Schmerz wieder ohnmächtig dahin sinkend. Ein Marsch in Dur mit Moll-Einschüben wirkt wie ein neuer Aktbeginn, zumindest wie eine neue Szene. Und die kündigt einen Stimmungsumschwung an, denn am Horizont ist ein Schiff zu sehen; es hat Bacchus, den Sohn von Zeus, an Bord, der gerade von der Eroberung des Ostens kommend auf Naxos zusteuert. Bacchus gibt sich als leutseliger Imperator der Lust aus, was Mayr auch in seiner Musik, einer zweiteiligen Arie mit Chor, zum Ausdruck bringt. Während Bacchus die Überlegung anstellt, weshalb er gerade auf dieser Insel anlanden musste, hat sein Gefolge die Umgebung erkundet und die schlafende Ariadne entdeckt. Bacchus ist sofort von der Schönheit der Schlafenden in Liebe entbrannt. Erwachend ist Ariadne aber immer noch in ihrem Leid gefangen und will ihr Leben beenden, findet jedoch weder einen Dolch noch ein Schwert, weshalb für sie nur das Meer bleibt. Mayr findet auch für diese Stimmungslage bei Ariadne die richtige Musik: ihre verzweifelte Lage wird von auffahrenden Läufen symbolisiert, Triolen in den Streichern sollen möglicherweise die heimliche Abreise des geliebten Teseo markieren. Der Suizid gelingt dennoch nicht, denn Bacchus schafft es, sie im letzten Moment von den todbringenden Meereswellen fernzuhalten. Ein Duett bringt Bacchus nicht nur dazu, sich erkennen zu geben, sondern auch um Ariadne zu werben. Das löst bei ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus und in der Folge erwachen auch bei ihr Liebesgefühle. Ariadne hat aber trotzdem noch eine Frage: wie kommt es, dass ein Gott sich mit einer Sterblichen abgibt? Bacchus beschwichtigt Ariadne und ruft seine Freunde aus dem Gefolge herbei, um zu feiern. Es kommt zu einem allgemeinen Jubel, in dem man Ariadne hochleben lässt. Darauf folgt eine dreiteilige Arie mit Chor, in der Ariadne ihr Glück besingt Fast erdrückt Das Interessante an dieser Arie ist hier der Einsatz einer Harfe, die der Musik irgendwie etwas überirdisches verleiht. Himmel und Erde verbinden sich mit Bacchus und Ariadne, der tatsächliche Schlussgesang ist wie ein fröhlicher Kehraus komponiert: Von Arianna und von Bacchus Quelle: © Manfred Johann Simon (Giovanni Simone) Mayr (1763-1845): Uraufführung am 19. Februar 1815 im Teatro San Carlo in Neapel. Charaktere: Zur Mythologie: Einziger Akt. Posaunen in unisono, flattrige Streicherpassagen und Generalpausen sollen die unruhig schlafende Ariadne skizzenhaft darstellen, ehe sie aus ihrem Traumschlaf erwacht und sich alleingelassen auf Naxos wiederfindet. Für sie ist der Alptraum aber noch nicht zu Ende; ihre Seele wird nicht nur von Leid und Schmerz, sondern auch von Rachegelüsten geplagt und das äußert sie rezitativisch. In der sich anschließend in Moll beginnenden und sich nach Dur wendenden Arie bringt sie ihre Gefühle bis zu Raserei zum Ausdruck, wobei der gefühlsmäßig düstere Charakter der Arie trotz der Dur-Klänge nicht verloren geht. Das Ende des Stücks, im dreifach Pianissimo verhauchend, zeigt Ariadne im Schmerz wieder ohnmächtig dahin sinkend. Ein Marsch in Dur mit Moll-Einschüben wirkt wie ein neuer Aktbeginn, zumindest wie eine neue Szene. Und die kündigt einen Stimmungsumschwung an, denn am Horizont ist ein Schiff zu sehen; es hat Bacchus, den Sohn von Zeus, an Bord, der gerade von der Eroberung des Ostens kommend auf Naxos zusteuert. Bacchus gibt sich als leutseliger Imperator der Lust aus, was Mayr auch in seiner Musik, einer zweiteiligen Arie mit Chor, zum Ausdruck bringt. Während Bacchus die Überlegung anstellt, weshalb er gerade auf dieser Insel anlanden musste, hat sein Gefolge die Umgebung erkundet und die schlafende Ariadne entdeckt. Bacchus ist sofort von der Schönheit der Schlafenden in Liebe entbrannt. Erwachend ist Ariadne aber immer noch in ihrem Leid gefangen und will ihr Leben beenden, findet jedoch weder einen Dolch noch ein Schwert, weshalb für sie nur das Meer bleibt. Mayr findet auch für diese Stimmungslage bei Ariadne die richtige Musik: ihre verzweifelte Lage wird von auffahrenden Läufen symbolisiert, Triolen in den Streichern sollen möglicherweise die heimliche Abreise des geliebten Teseo markieren. Der Suizid gelingt dennoch nicht, denn Bacchus schafft es, sie im letzten Moment von den todbringenden Meereswellen fernzuhalten. Ein Duett bringt Bacchus nicht nur dazu, sich erkennen zu geben, sondern auch um Ariadne zu werben. Das löst bei ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus und in der Folge erwachen auch bei ihr Liebesgefühle. Ariadne hat aber trotzdem noch eine Frage: wie kommt es, dass ein Gott sich mit einer Sterblichen abgibt? Bacchus beschwichtigt Ariadne und ruft seine Freunde aus dem Gefolge herbei, um zu feiern. Es kommt zu einem allgemeinen Jubel, in dem man Ariadne hochleben lässt. Darauf folgt eine dreiteilige Arie mit Chor, in der Ariadne ihr Glück besingt Fast erdrückt Das Interessante an dieser Arie ist hier der Einsatz einer Harfe, die der Musik irgendwie etwas überirdisches verleiht. Himmel und Erde verbinden sich mit Bacchus und Ariadne, der tatsächliche Schlussgesang ist wie ein fröhlicher Kehraus komponiert: Von Arianna und von Bacchus Quelle: © Manfred Nachträglich möchte ich noch anfügen, dass die hier vorgestellte Ariadne-Komposition von Mayr als Kantate bezeichnet ist. Ich habe sie bei den Opern eingefügt, weil sie Darstellungshinweise enthält, die auf die Möglichkeit einer szenischen Inszenierung schließen lässt. Nachträglich möchte ich noch anfügen, dass die hier vorgestellte Ariadne-Komposition von Mayr als Kantate bezeichnet ist. Ich habe sie bei den Opern eingefügt, weil sie Darstellungshinweise enthält, die auf die Möglichkeit einer szenischen Inszenierung schließen lässt.MAYR, Johann Simon (Giovanni Simone): Arianna in Nasso
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ARIANNA IN NASSO (Ariadne in Naxos)
Azione drammatica in einem Akt auf ein Libretto von Giovanni Schmidt
Originalsprache: Italienisch.
Arianna/Ariadne (Sopran)
Bacco/Bacchus (Tenor)
Chor: Gefolgsleute von Teseo, Bacco und Bacchanten.
Der griechische Gott Dionysos (den Rom später Bacchus nannte) galt als Eroberer Asiens. Er war, wie Euripides mitteilte, nach Theben zurückgekehrt, nachdem er Lydien für sich gewonnen hatte. Die Vorstellung in den Köpfen der Leute war die friedliche Invasion und Eroberung der östlichen Landstriche. Die Begegnung mit der kretischen Prinzessin Ariadne hat – beispielsweise – Ovid literarisch verarbeitet: Die Tochter des Minos hatte dem Helden Theseus (Teseo) geholfen, den Minotaurus zu töten. Anschließend war sie mit Teseo geflohen; beide ließen sich auf Naxos nieder, ausgerechnet auf der Lieblingsinsel des Bacchus. Dort traf er auf die klagende Ariadne, in die er sich verliebte und heiratete. Als Hochzeitsgeschenk erhielt sie eine Krone aus Juwelen, die nach ihrem Tod als eines der Sternbilder an den Himmel gezaubert wurde. Ariadne half Bacchus aus dem Hades in den Olymp, wo sie selbst zur Göttin wurde.
Die Azione drammatica beginnt mit einer Sinfonia, die mit einem Fortissimo-Premier coup d’archet, einem raketenartigen Lauf in den Streichern, aufwartet. Nach dieser Sinfonia artikulieren zwei alternierende Männerchöre in der Introduktion das für sie schreckliche Schicksal der gerade schlafenden Ariadne und Matrosen verkünden die Abreise von Ariadnes geliebtem Teseo von der Insel Naxos. Mayr komponiert in der Begleitung des Chores die Ruderbewegung und zeichnet musikalisch das Schiff, das sich immer weiter vom Ufer der Insel Naxos entfernt und, im Pianissimo, in der Ferne verschwindet.
ist dieses Herz
vom Übermaß der Freude.
Hilf mir dabei,
deine göttliche Zuneigung zu verkraften.
Chor: Hymen und Amor laden dich ein,
dein Glück zu genießen.
soll nun jeder die Hochzeit feiern,
und erfüllt sei Erd’ und Himmel
von den fröhlichen Klängen.
ARIANNA IN NASSO (Ariadne in Naxos)
Azione drammatica in einem Akt auf ein Libretto von Giovanni Schmidt
Originalsprache: Italienisch.
Arianna/Ariadne (Sopran)
Bacco/Bacchus (Tenor)
Chor: Gefolgsleute von Teseo, Bacco und Bacchanten.
Der griechische Gott Dionysos (den Rom später Bacchus nannte) galt als Eroberer Asiens. Er war, wie Euripides mitteilte, nach Theben zurückgekehrt, nachdem er Lydien für sich gewonnen hatte. Die Vorstellung in den Köpfen der Leute war die friedliche Invasion und Eroberung der östlichen Landstriche. Die Begegnung mit der kretischen Prinzessin Ariadne hat – beispielsweise – Ovid literarisch verarbeitet: Die Tochter des Minos hatte dem Helden Theseus (Teseo) geholfen, den Minotaurus zu töten. Anschließend war sie mit Teseo geflohen; beide ließen sich auf Naxos nieder, ausgerechnet auf der Lieblingsinsel des Bacchus. Dort traf er auf die klagende Ariadne, in die er sich verliebte und heiratete. Als Hochzeitsgeschenk erhielt sie eine Krone aus Juwelen, die nach ihrem Tod als eines der Sternbilder an den Himmel gezaubert wurde. Ariadne half Bacchus aus dem Hades in den Olymp, wo sie selbst zur Göttin wurde.
Die Azione drammatica beginnt mit einer Sinfonia, die mit einem Fortissimo-Premier coup d’archet, einem raketenartigen Lauf in den Streichern, aufwartet. Nach dieser Sinfonia artikulieren zwei alternierende Männerchöre in der Introduktion das für sie schreckliche Schicksal der gerade schlafenden Ariadne und Matrosen verkünden die Abreise von Ariadnes geliebtem Teseo von der Insel Naxos. Mayr komponiert in der Begleitung des Chores die Ruderbewegung und zeichnet musikalisch das Schiff, das sich immer weiter vom Ufer der Insel Naxos entfernt und, im Pianissimo, in der Ferne verschwindet.
ist dieses Herz
vom Übermaß der Freude.
Hilf mir dabei,
deine göttliche Zuneigung zu verkraften.
Chor: Hymen und Amor laden dich ein,
dein Glück zu genießen.
soll nun jeder die Hochzeit feiern,
und erfüllt sei Erd’ und Himmel
von den fröhlichen Klängen.
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