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Étienne-Nicolas Méhul (1763-1817): Uraufführung am 27. Dezember 1800 in der Salle Favart der Opéra-Comique in Paris. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Die Insel Salamis im antiken Griechenland. Einziger Akt. Bion ist ein Poet und man kann ihn, ohne zu übertreiben, als Menschenfreund bezeichnen. Das hat er vor langer Zeit bewiesen, als er ein Mädchen, das auf den Namen Nysa hört, aus dem Sklavendienst befreit und anschließend aufgezogen hat. Eines Tages bekommt Bion Besuch von zwei Reisenden mit den Namen Cratès und Agénor. Inzwischen ist aus dem kleinen Mädchen Nysa eine hübsche junge Dame geworden, die bei den jungen Männern in ihrer Umgebung manchen Verehrer hat, was allerdings bisher keine Auswirkungen zur Folge hatte. Nysa hängt sehr an Poet Bion und fühlt sich zu Dank verpflichtet, der sich zum Beispiel darin zeigt, dass sie ihrem Retter aus der Sklaverei den Haushalt führt. Die Besucher bei Bion haben so einiges verändert: Agénor hat sich ziemlich schnell in Nysa verliebt und Nysa erwidert sogar diese Liebe, hat dadurch aber eindeutige Schuldgefühle gegenüber Bion. Was ist also zu tun? Sowohl Agénor als auch Nysa überlegen immer wieder, wie sie ihre Situation verbessern und Bion überzeugen können. Da kommt ihnen der Hausherr und Gastgeber mit dem Plan zu Hilfe, eine Reise machen zu müssen, nach der Rückkehr jedoch Nysa heiraten zu wollen. Das ist für das Liebespaar das Zeichen, ihre Lage in ihrem Sinn verändern zu können: sie beschließen nämlich, die Abwesenheit Bions zu nutzen, zu heiraten und damit vollendete Tatsachen zu schaffen. Doch an dem Tag, als der staatliche Beamte und die Priester vor Ort sind, um den Trauungsritus zu vollziehen, taucht unerwartet Bion wieder auf und behauptet steif und fest, es handele sich hier um seine Hochzeit mit Nysa. Agénor äußert seine Betrübnis, weil er die Gastfreundschaft des Hausherrn Bion missbraucht hat. Die Folgerung daraus, dass er sofort abzureisen gedenkt, die gefällt jedoch Bion nicht. Er erklärt nämlich, dass ihm seit längerer Zeit aufgefallen war, dass sich zwischen seiner Ziehtochter und Agénor zarte Liebesbande ergeben haben, was nicht mehr oder weniger bedeutet, dass er von der Liebe der beiden zueinander gewusst hat. Und er gibt zu verstehen, dass die angebliche Reise nur ein Vorwand war, weil er das Pärchen auf die Probe stellen wollte. Bion erklärt sich nicht nur damit einverstanden, dass Nysa und Agénor den Bund der Ehe schließen, sondern erklärt beiden, dass er von der Verliebtheit der beiden schon lange gewusst habe und er sie nur auf die Probe habe stellen wollen. Das Happy End ist fest! © Manfred Étienne-Nicolas Méhul (1763-1817): Uraufführung am 27. Dezember 1800 in der Salle Favart der Opéra-Comique in Paris. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Die Insel Salamis im antiken Griechenland. Einziger Akt. Bion ist ein Poet und man kann ihn, ohne zu übertreiben, als Menschenfreund bezeichnen. Das hat er vor langer Zeit bewiesen, als er ein Mädchen, das auf den Namen Nysa hört, aus dem Sklavendienst befreit und anschließend aufgezogen hat. Eines Tages bekommt Bion Besuch von zwei Reisenden mit den Namen Cratès und Agénor. Inzwischen ist aus dem kleinen Mädchen Nysa eine hübsche junge Dame geworden, die bei den jungen Männern in ihrer Umgebung manchen Verehrer hat, was allerdings bisher keine Auswirkungen zur Folge hatte. Nysa hängt sehr an Poet Bion und fühlt sich zu Dank verpflichtet, der sich zum Beispiel darin zeigt, dass sie ihrem Retter aus der Sklaverei den Haushalt führt. Die Besucher bei Bion haben so einiges verändert: Agénor hat sich ziemlich schnell in Nysa verliebt und Nysa erwidert sogar diese Liebe, hat dadurch aber eindeutige Schuldgefühle gegenüber Bion. Was ist also zu tun? Sowohl Agénor als auch Nysa überlegen immer wieder, wie sie ihre Situation verbessern und Bion überzeugen können. Da kommt ihnen der Hausherr und Gastgeber mit dem Plan zu Hilfe, eine Reise machen zu müssen, nach der Rückkehr jedoch Nysa heiraten zu wollen. Das ist für das Liebespaar das Zeichen, ihre Lage in ihrem Sinn verändern zu können: sie beschließen nämlich, die Abwesenheit Bions zu nutzen, zu heiraten und damit vollendete Tatsachen zu schaffen. Doch an dem Tag, als der staatliche Beamte und die Priester vor Ort sind, um den Trauungsritus zu vollziehen, taucht unerwartet Bion wieder auf und behauptet steif und fest, es handele sich hier um seine Hochzeit mit Nysa. Agénor äußert seine Betrübnis, weil er die Gastfreundschaft des Hausherrn Bion missbraucht hat. Die Folgerung daraus, dass er sofort abzureisen gedenkt, die gefällt jedoch Bion nicht. Er erklärt nämlich, dass ihm seit längerer Zeit aufgefallen war, dass sich zwischen seiner Ziehtochter und Agénor zarte Liebesbande ergeben haben, was nicht mehr oder weniger bedeutet, dass er von der Liebe der beiden zueinander gewusst hat. Und er gibt zu verstehen, dass die angebliche Reise nur ein Vorwand war, weil er das Pärchen auf die Probe stellen wollte. Bion erklärt sich nicht nur damit einverstanden, dass Nysa und Agénor den Bund der Ehe schließen, sondern erklärt beiden, dass er von der Verliebtheit der beiden schon lange gewusst habe und er sie nur auf die Probe habe stellen wollen. Das Happy End ist fest! © ManfredMÉHUL, Étienne-Nicolas: BION
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B I O N
Libretto von François-Benoit Hoffman
nach Les voyages d’Anténor von Étienne-François de Lantier
Originalsprache: Französisch
Bion, griechischer Poet (Bariton)
Nysa, von Bion großgezogenes Mädchen (Sopran)
Agénor, junger Philosoph und Liebhaber von Nysa (Tenor)
Cratès, Philosoph und Freund Agénors (Tenor)
B I O N
Libretto von François-Benoit Hoffman
nach Les voyages d’Anténor von Étienne-François de Lantier
Originalsprache: Französisch
Bion, griechischer Poet (Bariton)
Nysa, von Bion großgezogenes Mädchen (Sopran)
Agénor, junger Philosoph und Liebhaber von Nysa (Tenor)
Cratès, Philosoph und Freund Agénors (Tenor)
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