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Étienne-Nicolas Méhul (1763-1814): Uraufführung im Jahr 1810. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Burg Drachenstein in der Zeit der Kreuzzüge. Einziger Akt. Zwei adlige Frauen, Madame Karoline und ihr Tante Kunigunde, befinden sich auf einer Pilgerfahrt, auf der sie zwei Troubadoure und deren Lieder kennenlernen. Später, wieder zu Hause, sind es diese Lieder, die der jungen Karoline immer wieder ins Gedächtnis zurückkommen. Tante Kunigunde ist diejenige, die vor genau den in ihren Augen mehr als leichtsinnigen und leichtlebigen Sängern warnt. Es ist vor allen Dingen Graf Eduard, der schon weithin bekannt ist als ein Schwerenöter, und vor dem Kunigunde besonders warnt. Es mag merkwürdig erscheinen, aber gerade, als sie ihre Warnrede beendet hat, lässt sich jener Graf Eduard, der einen gewissen Ritter Giselher als Begleiter bei sich hat, im Burghof mit seinen Gesängen hören. Als Eduard seinen Gesang zu Ende gebracht hat, bittet er, von Ritter Giselher eindeutig unterstützt, in die Burg eingelassen zu werden. Da das Personal keinen Grund erkennen kann, die Troubadoure nicht einzulassen, bitten sie die Sänger in die Burg und ein Diener führt sie zu den Damen im großen Saal. Und hier werden die beiden Ritter zu „balzenden“ Höflingen, wobei vor allen Dingen die junge Karoline die vornehmlich Umworbene ist, Tante Kunigunde dagegen kaum Beachtung findet – wobei auffällt, dass sich Kunigunde darob wenig beeindruckt zeigt. Karoline ist offensichtlich von Giselher schwer angetan und insofern wundert es nicht, dass sie sich auch für ihn entscheidet. Bisher waren immer nur die beiden Burgfräulein im Blick des Publikums, aber jetzt tritt der Inhaber des beeindruckenden Gemäuers auf die Szene, Baron mit Namen und Großvater von Karoline. Er ist in Begleitung einiger Herren gekommen, mit denen er die Ritter herzlich begrüßt. Nach diesen Höflichkeiten fordert er die beiden Troubadoure auf, in einen Gesangwettstreit einzutreten, was bei den Betreffenden keinerlei Bedenken auslöst, haben sie doch genug Lieder in ihrem Repertoire. Karoline unterstützt ihren Giselher und der Ritter und Troubadour gewinnt den Preis. Aber jetzt muss erwähnt werden, dass Tante Kunigunde in Erfahrung gebracht hat, dass einer von den beiden der berüchtigte Graf Eduard sein soll. Es bleibt natürlich nicht aus, dass bei den Zuhörern des Wettstreits der Verdacht aufkommt, Giselher ist der Graf. Der echte Graf Eduard nimmt seinem Begleiter jedoch das Versprechen ab, an seiner Stelle den Grafen zu mimen. Er glaubt nämlich, dass er mit der von ihm geliebten Karoline leichteres Spiel hat, soll heißen, sie erobern zu können. Das Vorhaben geht aber voll daneben, obwohl Eduard sehr geschickt die eigenen Interessen vorantreibt. Karoline hat aber eine Wandlung durchgemacht, sie will nämlich von Giselher, den sie zunächst für den Ritter Graf Eduard gehalten hat, nichts mehr wissen. Jetzt ordnet der falsche Graf aber an, Karoline mit Giselher von Frauenlob zu verehelichen und der solle die Burg auf seine Kosten restaurieren. Das ist für den echten Graf Eduard nun zu viel, er bricht in ein schallendes Gelächter aus, gibt sich geschlagen und verspricht den Brautleuten eine respektable Mitgift, worauf der erlösende Jubel auf Burg Drachenstein nicht enden will… © Manfred Étienne-Nicolas Méhul (1763-1814): Uraufführung im Jahr 1810. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Burg Drachenstein in der Zeit der Kreuzzüge. Einziger Akt. Zwei adlige Frauen, Madame Karoline und ihr Tante Kunigunde, befinden sich auf einer Pilgerfahrt, auf der sie zwei Troubadoure und deren Lieder kennenlernen. Später, wieder zu Hause, sind es diese Lieder, die der jungen Karoline immer wieder ins Gedächtnis zurückkommen. Tante Kunigunde ist diejenige, die vor genau den in ihren Augen mehr als leichtsinnigen und leichtlebigen Sängern warnt. Es ist vor allen Dingen Graf Eduard, der schon weithin bekannt ist als ein Schwerenöter, und vor dem Kunigunde besonders warnt. Es mag merkwürdig erscheinen, aber gerade, als sie ihre Warnrede beendet hat, lässt sich jener Graf Eduard, der einen gewissen Ritter Giselher als Begleiter bei sich hat, im Burghof mit seinen Gesängen hören. Als Eduard seinen Gesang zu Ende gebracht hat, bittet er, von Ritter Giselher eindeutig unterstützt, in die Burg eingelassen zu werden. Da das Personal keinen Grund erkennen kann, die Troubadoure nicht einzulassen, bitten sie die Sänger in die Burg und ein Diener führt sie zu den Damen im großen Saal. Und hier werden die beiden Ritter zu „balzenden“ Höflingen, wobei vor allen Dingen die junge Karoline die vornehmlich Umworbene ist, Tante Kunigunde dagegen kaum Beachtung findet – wobei auffällt, dass sich Kunigunde darob wenig beeindruckt zeigt. Karoline ist offensichtlich von Giselher schwer angetan und insofern wundert es nicht, dass sie sich auch für ihn entscheidet. Bisher waren immer nur die beiden Burgfräulein im Blick des Publikums, aber jetzt tritt der Inhaber des beeindruckenden Gemäuers auf die Szene, Baron mit Namen und Großvater von Karoline. Er ist in Begleitung einiger Herren gekommen, mit denen er die Ritter herzlich begrüßt. Nach diesen Höflichkeiten fordert er die beiden Troubadoure auf, in einen Gesangwettstreit einzutreten, was bei den Betreffenden keinerlei Bedenken auslöst, haben sie doch genug Lieder in ihrem Repertoire. Karoline unterstützt ihren Giselher und der Ritter und Troubadour gewinnt den Preis. Aber jetzt muss erwähnt werden, dass Tante Kunigunde in Erfahrung gebracht hat, dass einer von den beiden der berüchtigte Graf Eduard sein soll. Es bleibt natürlich nicht aus, dass bei den Zuhörern des Wettstreits der Verdacht aufkommt, Giselher ist der Graf. Der echte Graf Eduard nimmt seinem Begleiter jedoch das Versprechen ab, an seiner Stelle den Grafen zu mimen. Er glaubt nämlich, dass er mit der von ihm geliebten Karoline leichteres Spiel hat, soll heißen, sie erobern zu können. Das Vorhaben geht aber voll daneben, obwohl Eduard sehr geschickt die eigenen Interessen vorantreibt. Karoline hat aber eine Wandlung durchgemacht, sie will nämlich von Giselher, den sie zunächst für den Ritter Graf Eduard gehalten hat, nichts mehr wissen. Jetzt ordnet der falsche Graf aber an, Karoline mit Giselher von Frauenlob zu verehelichen und der solle die Burg auf seine Kosten restaurieren. Das ist für den echten Graf Eduard nun zu viel, er bricht in ein schallendes Gelächter aus, gibt sich geschlagen und verspricht den Brautleuten eine respektable Mitgift, worauf der erlösende Jubel auf Burg Drachenstein nicht enden will… © ManfredMÉHUL, Étienne-Nicolas: LE PRINCE TROUBADOUR
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LE PRINCE TROUBADOUR (Die Troubadoure)
Opéra Comique in einem Akt
Libretto von Alexandre-Vincent-Pineu Duval
Originalsprache: Französisch.
Karoline (Sopran)
Kunigunde, ihre Tante (Sopran)
Baron, Karolines Großvater (Bass)
Eduard IX. und Giselher, Troubadoure (Tenöre)
Thumbo, Golo und Botho, Hofleute (Sprechrollen)
Burg Drachenstein.
LE PRINCE TROUBADOUR (Die Troubadoure)
Opéra Comique in einem Akt
Libretto von Alexandre-Vincent-Pineu Duval
Originalsprache: Französisch.
Karoline (Sopran)
Kunigunde, ihre Tante (Sopran)
Baron, Karolines Großvater (Bass)
Eduard IX. und Giselher, Troubadoure (Tenöre)
Thumbo, Golo und Botho, Hofleute (Sprechrollen)
Burg Drachenstein.
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