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Étienne-Nicolas Méhul (1763-1817): Uraufführung am 17. Mai 1806 in der Salle Feydeau der Pariser Opéra comique. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Schottisches Hochland, 3. Jahrhundert n. Chr. Einziger Akt. Was hier erzählt werden soll, ist eine Geschichte von Verrat, Liebe, Ehre und Macht. Das Besondere daran ist, es spielt sich innerhalb einer Familie ab, allerdings in früher, in sehr früher Zeit. Ritter Uthal hat sich das Land seines Schwiegervaters Larmor, Herrscher in Dunthalmon, „unter den Nagel gerissen“. Dass sich das besagter Larmor nicht gefallen lassen will, ist verständlich, denn es geht auch um Ehre und Würde, nicht nur um das Eigentum und den Diebstahl dessen. Larmor bedient sich bei der Beseitigung des Unrechts des Barden Ullin, den er zu König Fingal entsendet mit der Bitte um Hilfe gegen den Usurpator. Eine Person steht zwischen den beiden Kontrahenten: Malvina, sowohl Larmors Tochter als auch Uthals Gemahlin. Das Dilemma für die Frau ist nicht nur ein ständiges Hin und Her zwischen Vater und Gatte, sondern verlangt auch eine Entscheidung von ihr, wem sie näher steht – Vater oder Gatte. Auf jeden Fall ist Malvina bestrebt, eine kriegerische Auseinandersetzung zu verhindern. Was, das Publikum ahnt es, kaum möglich ist, denn die Fronten sind verhärtet. Eines Tages ist der Punkt erreicht, wo ein Kampf zwischen den Unterstützern Larmors und denen des Ritters Uthal unausweichlich geworden ist. Diese Schlacht um Ehre und Macht geht dann allerdings für Uthal verloren. Larmor schickt seinen Schwiegersohn deshalb in die Verbannung und Malvina kommt nicht umhin, die Entscheidung zu treffen – entweder dem Ehemann ins Exil zu folgen oder beim Vater zu bleiben. Und diese Entscheidung fällt zugunsten des Gemahls aus. Das ist für Ritter Uthal der entscheidende Moment, umzudenken: er gesteht öffentlich sein Unrecht ein und löst damit ein Signal bei seinem Schwiegervater aus, denn Larmor wird bewusst, dass jeglicher Grund für Zwistigkeiten in Familie und Land entfallen ist. Auch er verzichtet öffentlich auf Rache an dem Verlierer im Kampf um Land und Ehre. Anmerkungen. Ein ganz bestimmtes Musikstück aus dieser Oper, die Hymne au soleil, gilt als eines der besten musikalischen Schöpfungen des Komponisten. Bei Méhuls Trauerfeier im Jahr 1817 wurde diese Nummer von den Studenten des Pariser Konservatoriums vorgetragen. © Manfred Étienne-Nicolas Méhul (1763-1817): Uraufführung am 17. Mai 1806 in der Salle Feydeau der Pariser Opéra comique. Personen der Handlung: Ort und Zeit: Schottisches Hochland, 3. Jahrhundert n. Chr. Einziger Akt. Was hier erzählt werden soll, ist eine Geschichte von Verrat, Liebe, Ehre und Macht. Das Besondere daran ist, es spielt sich innerhalb einer Familie ab, allerdings in früher, in sehr früher Zeit. Ritter Uthal hat sich das Land seines Schwiegervaters Larmor, Herrscher in Dunthalmon, „unter den Nagel gerissen“. Dass sich das besagter Larmor nicht gefallen lassen will, ist verständlich, denn es geht auch um Ehre und Würde, nicht nur um das Eigentum und den Diebstahl dessen. Larmor bedient sich bei der Beseitigung des Unrechts des Barden Ullin, den er zu König Fingal entsendet mit der Bitte um Hilfe gegen den Usurpator. Eine Person steht zwischen den beiden Kontrahenten: Malvina, sowohl Larmors Tochter als auch Uthals Gemahlin. Das Dilemma für die Frau ist nicht nur ein ständiges Hin und Her zwischen Vater und Gatte, sondern verlangt auch eine Entscheidung von ihr, wem sie näher steht – Vater oder Gatte. Auf jeden Fall ist Malvina bestrebt, eine kriegerische Auseinandersetzung zu verhindern. Was, das Publikum ahnt es, kaum möglich ist, denn die Fronten sind verhärtet. Eines Tages ist der Punkt erreicht, wo ein Kampf zwischen den Unterstützern Larmors und denen des Ritters Uthal unausweichlich geworden ist. Diese Schlacht um Ehre und Macht geht dann allerdings für Uthal verloren. Larmor schickt seinen Schwiegersohn deshalb in die Verbannung und Malvina kommt nicht umhin, die Entscheidung zu treffen – entweder dem Ehemann ins Exil zu folgen oder beim Vater zu bleiben. Und diese Entscheidung fällt zugunsten des Gemahls aus. Das ist für Ritter Uthal der entscheidende Moment, umzudenken: er gesteht öffentlich sein Unrecht ein und löst damit ein Signal bei seinem Schwiegervater aus, denn Larmor wird bewusst, dass jeglicher Grund für Zwistigkeiten in Familie und Land entfallen ist. Auch er verzichtet öffentlich auf Rache an dem Verlierer im Kampf um Land und Ehre. Anmerkungen. Ein ganz bestimmtes Musikstück aus dieser Oper, die Hymne au soleil, gilt als eines der besten musikalischen Schöpfungen des Komponisten. Bei Méhuls Trauerfeier im Jahr 1817 wurde diese Nummer von den Studenten des Pariser Konservatoriums vorgetragen. © ManfredMÉHUL, Étienne-Nicolas: UTHAL
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U T H A L
Oper (Originalbezeichnung Opéra) in einem Akt
Libretto von Jacques Bins de Saint-Victor
nach dem Gedicht Berrathon aus dem Epos Ossian von James Macpherson
Originalsprache: Französisch
Larmor, Herrscher von Dunthalmon (Bass)
Malvina, seine Tochter (Sopran)
Uthal, Malvinas Mann (Haute-contre)
Ullin, Barde in Larmors Diensten (Tenor)
Anführer der Barden Fingals (Bass)
1. Barde (Bass)
2. Barde (Sprechrolle)
4 Barden (2 Haute-contres, Tenor, Bass)
Chor: Barden, Krieger von Morven
Burghofin Dunthalmon.
Der Einakter hat, wie in der französischen Opéra-comique üblich, gesprochene Dialoge. Allerdings war es für die Musikkritiker schon nach der Uraufführung klar geworden, dass Méhul die Konventionen der Opéra-comique gesprengt hatte. Es gibt mehrere Ensemble-Blöcke und die Auffälligkeit der Dominanz von Männerstimmen, gegen die lediglich eine Frauenstimme ständig ansingen muss. Selbst im Orchestergraben gibt es eigentlich unvorstellbare Änderungen: der Komponist verzichtet auf den Einsatz der Violinen, teilt dafür aber die Bratschen.
(Unter Zuhilfenahme von Wikipedia)
U T H A L
Oper (Originalbezeichnung Opéra) in einem Akt
Libretto von Jacques Bins de Saint-Victor
nach dem Gedicht Berrathon aus dem Epos Ossian von James Macpherson
Originalsprache: Französisch
Larmor, Herrscher von Dunthalmon (Bass)
Malvina, seine Tochter (Sopran)
Uthal, Malvinas Mann (Haute-contre)
Ullin, Barde in Larmors Diensten (Tenor)
Anführer der Barden Fingals (Bass)
1. Barde (Bass)
2. Barde (Sprechrolle)
4 Barden (2 Haute-contres, Tenor, Bass)
Chor: Barden, Krieger von Morven
Burghofin Dunthalmon.
Der Einakter hat, wie in der französischen Opéra-comique üblich, gesprochene Dialoge. Allerdings war es für die Musikkritiker schon nach der Uraufführung klar geworden, dass Méhul die Konventionen der Opéra-comique gesprengt hatte. Es gibt mehrere Ensemble-Blöcke und die Auffälligkeit der Dominanz von Männerstimmen, gegen die lediglich eine Frauenstimme ständig ansingen muss. Selbst im Orchestergraben gibt es eigentlich unvorstellbare Änderungen: der Komponist verzichtet auf den Einsatz der Violinen, teilt dafür aber die Bratschen.
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