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Troubadour-Forum für die Freunde der Oper, des Gesangs und der Klaviermusik

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Persönliche Begegnungen und Erlebnisse mit Sängern und Pianisten

Wahrscheinlich ist der Bericht über das Entstehen des Künstlertreffens bei der Gottlob Frick Gesellschaft eine wirkungsvolle Einführung in die Thematik Begegnungen mit Sängerinnen und Sängern: Das Präsidium der Gesellschaft meinte, dass es eine gute Idee wäre, wenn man Künstler, die mit Gottlob Frick noch auf der Bühne standen, zu einem Besuch bei einer Veranstaltung  einladen würde. Der Plan wurde in die Tat umgesetzt und übertraf alle unsere Erwartungen. Wir schlagen jetzt nicht groß nach, sondern nennen, wer uns spotan einfällt: Ingeborg Hallstein, Josef Metternich, Gerhard Unger, Inge Borkh, Bernd Weikl, Ruth-Margret Pütz, Fritz Uhl, Claes Ahnsjö, Christl Goltz, Franz Crass, Annelie Waas, Thommy Tipton, Oskar Czerwenka, Ira Malaniuk, Theo Adam, Friedl Lenz, Hans Sotin, Jean Cox mit seiner Gattin Anne Reynolds, Horst Günter, Sena Jurniac und, und und – insgesamt etwa 30 Gesangsgrößen kamen. Es wurde das 1. Künstlertreffen  mit einer Intensität und Herzlichkeit in den Begegnungen, die so stark und ergreifend waren, dass Ingrid und Hans die Sängerfreunde noch heute eine Gänsehaut-Feeling bekommen, wenn sie an die Geburt des Künstlertreffens zurückdenken.

Zur Verabschiedung saßen wir  alle im Garten von Fricks  Haus Waldfrieden bei einer Kaffeetafel. Als der Aufbruch kam, hieß es plötzlich ziemlich unisono: „Wir kommen im nächsten Jahr wieder! Die Verantwortlichen der GFG waren baff nahmen die Vorlage gerne auf und so entstand das Künstlertreffen- ein ganz wunderbares Treffen, bis heute!

Beitrag der Sängerfreunde:

Beim ersten Künstlertreffen der Gottlob Frick Gesellschaft ist auch die berühmte Sängerlegende,   Christl Golz aus Wien gekommen, um  ihrem verstorbenen Kollegen, Freund und Jagdgenossen Gottlob Frick zu ehren. Christ Golz war nicht nur eine weltberühmte Sopranistin, sondern auch eine leidenschaftliche  Jägerin.

Wir wussten, dass Frau Goltz 80 Jahre längst überschritten hatte. Zu uns kam jedoch eine alterslose, schöne  und ungemein lebendige Frau. Großes Erstaunen bei uns allen über diese Jugendlichkeit.

Beim ersten Künstlertreffen waren wir noch ein kleines Häuflein von Gästen aus dem künstlerischen Bereich. Diese konnten wir alle im Gästehaus des Gasthof „Bahnhöfle“  unterbringen.

Wir hatten die Wirtin gebeten, die betagten Gäste im Parterre unterzubringen und die jüngeren in den höheren Stockwerken da es keinen Aufzug gab.

Ich stellte vor: „Frau Kammersängerin Golz. Bitte geben sie ihr ein schönes Zimmer“. die Wirtin mussterte  Frau Golz und sagt im  schönsten Schwäbisch: „Die kann gut laufe, die kommt oben nuff“.

Frau Golz bekam selbstverständlich ein ruhiges Zimmer im Parterre. Danach entstand eine sehr nette Freundschaft mit Frau Golz und den Hey’s und wir waren bei unseren Wien Besuchen immer mit ihr zusammengetroffen, denn jede Begegnung mit der lieben Christl war ein Vergnügen.

Herzlichst Grüßen

Ingrid und Hans die Sängerfreunde.

 

Ich habe den Beitrag hierhin kopiert.

 

Liebe Grüße

Willi😀

Danke lieber Willi, 

nun ist diese interessante Thematik durch Deine Aktivität ein eigener Bereich geworden. Ich hoffe, dass viele von unseren Mitgliedern ihre Begegnungen mit Sängerpersönlichkeiten schildern, denn kaum jemals kann man einen Künstler besser kennenlernen als ungeschminkt im persönlichen, privaten Kontakt.

Da Du lieber Willi auch oft persönlichen Kontakt mit großen Pianisten hattest wäre auch die Schilderung dieser Kontakte sehr bereichernd. Ich weiß zum  Beispiel, dass Gerhard Oppitz Begegnung und Gespräch mit Dir  interessant fand, weil er Dich als fachlich sehr kompetent bezeichnete und mich ausdrücklich bat, Dich zu grüßen. Was ich auch getan habe.

Es wäre schön, wenn wir in diesem Themenbereich  die Distanz  , die den Künstler auf der Bühne vom Publikum trennt aufheben könnten und den Mensch hinter der Maske und dem Klischee der Bühnenrolle weit lebendiger geschildert bekämen.

Die Sängerfreunde hatten das große Glück, dass sie durch die 45 jährige Tätigkeit von  Hans als 1. Vorsitzender des  Heilbonner Sinfonieorchesters, seine Autoren- und Kritikertätigkeit und  sein Wirken in  der Gottlob Frick Gesellschaft fast zahllose Begegnung und Erlebnisse mit Künstlern hatten und noch haben. Wir freuen uns, wenn wir einiges davon mit Euch teilen können, wollen das Thema jedoch keinesfalls dominieren. Die Vielfalt der Künstlerbegegnungen wird die Würze dieses Gedankenaustausches sein.

 

 

Liebe Sängerfreunde,

ich habe auch einen Beitrag vorbereitet, den ich noch mit Willi absprechen muss.

Wenn Du aber auch Pianisten Persönlichkeiten hier haben möchtest, stimmt die Überschrift „Persönliche Begegnungen mit Sängerinnen und Sängern“ nicht mehr.

musika

 

 

Hallo,

ich habe in den zwei Jahren, in denen ich bei den Künstlertreffen dabei war, viele bekannte Sängerinnen und Sänger erleben dürfen. Ein Sänger ist mir da besonders in Erinnerung geblieben, der hier nicht genannt wurde, KS Eike Wilm Schulte, Bariton. Er ist am 13. Oktober 84 Jahre geworden, doch seine Gesundheit lässt eine Unterhaltung nicht mehr zu. Es war traurig, ihn so zu sehen. Von den „Stars“ am Prominententisch leider nicht wahrgenommen, saß er bei uns am Tisch im Eckchen mit seiner Frau, die sich ganz lieb um ihn kümmerte. Ein Jammer, was aus ihm geworden ist. Ein großer Sänger, der in 60 Jahren über 7000 Opern- und Konzert-Vorstellungen gesungen hat, unter 75 Dirigenten und 125 Regisseuren hat er weltweit gesungen und sein Wissen an junge Sänger weitergegeben. Nun ist er alt, seine Erinnerungen an seine Weltkarriere, hoffentlich bleibt sie ihm erhalten.

In sehr positiver Erinnerung ist mir voriges Jahr Anja Silja geblieben. Eine sehr quirlige, lustige und natürliche Persönlichkeit, die aus ihrem Leben erzählte. Sie ist ebenfalls 84 Jahre, was man ihr nicht ansieht, voller Lebenslust und immer ein Spruch auf den Lippen.

So durfte ich auch Frau Kammersängerin Professor Renate Behle kennenlernen. Ich konnte sie für einen Meisterkurs für unsere Bel-Voce Sänger gewinnen Ende Juli, in der Musikakademie Hammelburg, wir freuen uns sehr.

In diesem Jahr werden Willi und ich nicht zum Künstlertreffen fahren, es waren doch voriges Jahr einige Dinge, die wir so von den Jahren davor als sehr negativ empfanden.

 

musika

Liebe Musika,

nachdem das Forum um Pianisten erweitert wurde ist es richtig, dass diese Gleichbehandlung verdienen.

Der Name müsste Deinem Vorschlag entsprechend geändert werden in:

Persönliche Begegnungen mit Sängern und Pianisten

Danke für die nochmalige Änderung und Richtigstellung  des Titels.

Herzlich grüßen die Sängerfreunde.

Liebe Sängerfreunde,

ja, das ist besser, werde es ändern.

 

Liebe Grüße

musika

Wir Sängerfreunde können und sollten von einer Sänger-Begegnung berichten aus der eine langjährige, tiefe Freundschaft  entstanden ist, die bis heute noch nachwirkt. 

1960  war das Hochzeitsjahr von Ingrid und mir. Als bereits damals glühende Opernfreunde gab es keine Flitterwochen sondern 2 Festspielbesuche in Salzburg und Bayreuth.

Salzburg „Zauberflöte“  in einer denkwürdigen Besetzung: Mit Erika Köth, Lieselotte Fölser, Craziella Sciutti, Walter Berry, Fritz Wunderlich, Gottlob Frick u. a. Josef Keilberth am Pult. Für uns heute noch eine der großartigsten Opernerinnerungen.

Nach der Vorstellung selbstverständlich anstehen und   die Künstler um Autogramme bitten. Alle waren dazu willig bereit. Als wir zu Gottlob Frick kamen und er uns reden hörte fragte er: Woher kommt Ihr denn?“ wir „Aus Heilbronn“ darauf er „Ich komme aus Ölbronn“ . Nach weiterem kurzen Gespräch fragte Frick uns: Was macht Ihr mit dem angebrochenen Abend? Wir zuckten mit den Schultern. Darauf er: “ Dann lade ich Euch, wenn Ihr wollt, in den Hirschen ein, da treffen wir Künstler uns jetzt nach der Vorstellung.“ Obwohl etwas verdutzt von dieser völlig unerwarteten Einladung sagten wir mit einer Riesenfreude zu. Es wurde in diesem illustren, ja einmaligen Künstlerkreis ein unvergesslicher Abend. Es folgten weitere Begegnungen, die Beziehung vertiefte sich. Hans der Sängerfreund war inzwischen  1. Vorsitzender des Heilbronner Sinfonieorchesters. Er organisierte  nun Konzerte mit dem weltberühmten Bassisten und  das HSO wurde das Hausorchester von Frick, das er immer engagierte, wenn er im Süddeutschen Raum ein Konzert hatte. Lange rätselten wir, was wohl der Grund für diese Spontaneinladung gewesen sein könnte. Später als wir den Lobl näher kannten    wussten wir, es war sein ungemein liebenswürdiges, , großzügiges Wesen. Er wollte zwei jungen Landsleuten ganz einfach eine Freude bereiten. Das war Gottlob Frick mit seiner Warmherzigkeit, seiner Güte, das Herz, das auch in den meisten seiner Interpretationen mitschwingt und ihn bis heute unvergesslich macht.

 

 

 

Erich Ruthner hat auf diesen Beitrag reagiert.
Erich Ruthner

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