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Nicolo Piccini (1728 – 1800) Tragédie lyrique in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Itaka, 8 Jahrhundert v. Chr. Erster Akt Vorhalle zu einem Saal im Palast des Odysseus Zweiter Akt Ein Dorf, in dem sich die alte Burg Laërtes‘ befindet. Szenenwechsel: Eine durchbrochene Höhle. Im Hintergrund das Meer Dritter Akt Ein Saal im Palast des Odysseus Szenenwechsel: Ein öffentlicher Platz, in dessen Mitte das Grab des Odysseus errichtet wurde © Gerhard Wischniewski Nicolo Piccini (1728 – 1800) Tragédie lyrique in drei Akten Personen der Handlung Ort und Zeit der Handlung: Itaka, 8 Jahrhundert v. Chr. Erster Akt Vorhalle zu einem Saal im Palast des Odysseus Zweiter Akt Ein Dorf, in dem sich die alte Burg Laërtes‘ befindet. Szenenwechsel: Eine durchbrochene Höhle. Im Hintergrund das Meer Dritter Akt Ein Saal im Palast des Odysseus Szenenwechsel: Ein öffentlicher Platz, in dessen Mitte das Grab des Odysseus errichtet wurde © Gerhard Wischniewski Informationen zum Werk Dieser Abschnitt der “Odyssee” Homers wurde von verschiedenen Komponisten und Textdichtern aufgegriffen, vgl. hierzu Monteverdis “Die Heimkehr des Odysseus in sein Vaterland”, Faurés “Pénélope” und August Bungerts “Odysee (Teil 3)” in diesem Opernführer. Piccinis Werk ist weniger bekannt und ich habe bisher auch keine Aufnahmen auf Tonträgern gefunden.
Informationen zum Werk Dieser Abschnitt der “Odyssee” Homers wurde von verschiedenen Komponisten und Textdichtern aufgegriffen, vgl. hierzu Monteverdis “Die Heimkehr des Odysseus in sein Vaterland”, Faurés “Pénélope” und August Bungerts “Odysee (Teil 3)” in diesem Opernführer. Piccinis Werk ist weniger bekannt und ich habe bisher auch keine Aufnahmen auf Tonträgern gefunden.
PICCINI, Nicolo: PÉNÉLOPE
PÉNÉLOPE
Libretto von Jean-François Marmontel
Uraufführung: 1785 in Fontainebleau
Originalsprache: Französisch
Penelope, Gattin des Odysseus (Sopran)
Odysseus, König von Itaka (Bassbariton)
Telemachos, beider Sohn (Tenor)
Laërtes, Vater Oysseus‘ (Bariton)
Eumäus, Berater Penelopes (Tenor)
Theone, Zofe Penelopes (Sopran)
Nesus, Bewerber Penelopes (Bassbariton)
Acht Freier, Zofen, Nymphen, Volk
Im Hintergrund sitzen die Freier und vergnügen sich bei Essen, Trinken und Spielen. Penelope, die mit ihren Zofen vorn steht, schaut voller Schmerzen zu, denn immer noch gibt es keine Nachricht von Odysseus, der vor 20 Jahren in den Krieg um Troja gezogen ist.
Als Volksvertreter auftreten, ziehen sich die Freier zurück. Die Abgeordneten flehen Penelope an, der Unterdrückung durch diese Freier, unter denen auch das Volk leidet, ein Ende zu setzen. Sie hat zwar für das Leid des Volkes Verständnis, will sich aber nicht in eine Ehe zwingen lassen.
Als die Abgeordneten gegangen sind klagt sie den Göttern ihr Leid. Sie hofft auf die Rückkehr ihres Sohnes Telemachos von einer Seereise.
Da erscheint Nesus, einer der Bewerber. Er berichtet, dass man Telemachos eine Todesfalle gelegt habe. Er wolle aber nicht Komplize dieser Leute sein und in seine Heimat zurückkehren. Theone, eine der Zofen, spricht ihn darauf an, dass er der Einzige sei, von dem Penelope Hilfe erwartet hätte. Er erklärt, sie habe ihn abgewiesen und er habe keine Hoffnung mehr. Doch wenn sie Telemachos einen Vater geben, wolle, werde er sie am Altar erwarten. Dann geht er.
Penelope sieht sich nun gezwungen, entweder Odysseus zu verraten oder Telemachos sterben zu lassen. Der Chor der Zofen bedauert sie und erinnert sie daran, dass ihr Sohn sterben werde. Sie ist verzweifelt.
Eumäus, einer ihrer Berater tritt auf. Er berichtet, dass Telemachos zurückkehre; er habe auf dem Meer seine Fahnen gesehen. Theone bittet ihn, sich ein Boot zu nehmen und Telemachos zu entführen, bevor er in die Falle gerät. Er aber geht, weil er glaubt, in so kurzer Zeit nichts bewirken zu können.
In ihrer Verzweiflung schickt Penelope Theone zu Nesus mit der Bitte, Telemachos zu helfen. Sie werde sich ihm als Preis dafür übergeben. Der Chor will ihr Hoffnung auf bessere Zeiten machen. Doch Penelope bleibt in ihrem Schmerz versunken. Sie spricht in einer Arie ihren vielleicht noch lebenden Gatten oder seinen Schatten an. Sie habe ihm Treue bis zum Tode geschworen, doch wenn sie nun die Schuld des Treuebruchs nicht auf sich nehme, werde ihr Sohn sterben.
Die Freier treten wieder auf. Penelope wirft ihnen das geplante Verbrechen vor und bittet darum, sie zu töten. Doch sie halten entgegen, dass die tötliche Gefahr sehr schnell am Alter beseitigt werden könne, wenn sie endlich unter den zwanzig Königen, die um sie werben, einen auswähle. Sie bittet, ihr ihren Sohn zurückzugeben und wenn dieser bestätige, dass Odysseus tot sei, werde sie auf die Treue verzichten, ihnen ihre Güter überlassen und zu ihrem Vater Ikarus zurückkehren. Doch die Freier bezeichnen das als Ausrede und drängen auf ihre Entscheidung für einen von ihnen. Während Penelope und ihre Frauen noch klagen, tritt Telemachos auf und sie stürzt sich in seine Arme.
Auch Eumäus und das Volk von Itaka sind mit ihm gekommen und Telemachos kann allen verkünden, dass Odysseus lebt und nicht mehr fern sei. Doch die Freier sind der Ansicht, dass sie die Hoffnung des jungen Mannes noch heute zerstören könnten.
Laërtes, der Vater Odysseus‘, kommt auf zwei Hirten gestützt und begegnet Eumäus, der ihm berichtet, dass sein Sohn lebe und zurückkehre. Dieser freut sich darauf, vor seinem Tod Odysseus noch einmal umarmen zu können. Dann kündigt Eumäus Telemachos an.
Telemachos kann dem alten Mann bestätigen, dass Odysseus auf dem Weg hierher sei. Laërtes, der seinen Tod schon vor Augen sieht, hofft, dass dieser zögert, bis er seinen Sohn noch einmal gesehen habe.
Eine Schar Hirten tritt auf und als Laërtes ihnen die freudig die Botschaft verkünden will, bestätigen diese, dass die Nachricht auch schon bis zu ihnen gedrungen sei. Alle drücken ihre Freude durch Tänze aus. Ein Sturm kommt auf und alle befürchten, dass Odysseus auf dem Meer in Gefahr geriete.
Odysseus hat Schiffbruch erlitten und ist ans Ufer gespült worden. Er fragt sich, wo er ist. Doch dann erinnert ihn der Ort an Itaka und die Höhle, wo sich die Nymphen versammeln.
Während er weiter suchen gegangen ist, erscheinen singend die Nymphen. Er kehrt zurück und eine Nymphe bestätigt ihm, dass er in Itaka gelandet ist. Gleichzeitig warnt sie ihn, dass seine Gattin und sein Sohn in Gefahr seien.
Als er allein zurückbleibt, begrüßt er zwar sein geliebtes Itaka, fragt sich aber, welches neue Unglück ihn hier erwartet.
Telemachos kommt mit Eumäus und fragt den ihm Fremden, ob auf dem Schiff , das von Sturm zerschmettert wurde, Odysseus gewesen sei. Er stellt sich als sein Sohn vor. Doch Odysseus verrät ihm noch nicht seine Identität, sondern erwähnt lediglich, dass dieser nach Itaka wollte. Telemachos und Eumäus glauben, dass Odysseus tot sei, doch dieser freut sich heimlich über sein Glück. In einem Trio drücken die drei ihre Gefühle aus. Danach fordert Odysseus Eumäus auf, näher hinzuschauen und gibt sich zu erkennen. Die Freude ist groß. Eumäus berichtet von den Tyrannen, die seine treue Frau belagern. Sie beschließen, Rache zu üben, wobei Odysseus zunächst unerkannt im Aussehen eines schwachen Greises auftreten will.
Odysseus bittet Telemachos, der Penelope überredet hat, mit dem alten Mann zu sprechen, ihn mit ihr allein zu lassen und draußen die Nachricht über seinen Tod zu verbreiten.
In Erwartung seiner Gattin und wegen seines Zorns gegen die Freier, die ihn verspottet haben, fällt es ihm schwer, die Besonnenheit zu wahren und den Fremden zu spielen.
Penelope erscheint, erklärt ihm ihr Leid und fragt sofort, ob er Odysseus gesehen habe. Er bestätigt, dass er Odysseus kenne, erklärt, dass dieser trotz allen Unglücks, das er erlebt habe, immer das geliebte Bild seiner Gattin bewahrt habe. Auch Penelope erzählt, dessen Bild immer vor Augen gehabt zu haben und alles, was seinLeben bedrohen könnte, sie erschreckt habe. Er berichtet ihr von den vielen Gefahren, die Odysseus beim Kampf um Troja und während seiner Irrfahrten erlebte und denen er um der Liebe zu seiner Gattin willen entgehen konnte. Sie betont, dass sie immer an seine Treue geglaubt habe.
Telemachos, Eumäus, Nesus, die Zofen und kommen herein. Nesus erklärt sofort, dass nun feststehe, Odysseus sei tot. Der Fremde hier könne es bezeugen. Odysseus gibt vor, der Letzte zu sein, der dem Schiffsbruch entgangen sei. Penelope wendet sich an den “alten Mann” (Odysseus), erklärt, dass ihr das von den Freiern schon mehrfach gesagt worden sei. Aus seiner Rührung ersehe sie, dass er ihr etwas verberge. Sie habe immer noch eine schwache Hoffnung. Odysseus, der sich kaum mehr zurückhalten kann, weicht ihr aus. Da sie weiterhin das Gefühl hat, dass er etwas verschweige, fordert sie einen Beweis und er zeigt ihr den Ring des Odysseus. Nun glaubt sie alle Hoffnung verloren und bittet Eumäus, am Ufer alles zu sammeln, was von dem Scvhiff noch übrig sei. Man solle ein Grab errichten, an dem sie jeden Tag um Odysseus weinen könne. Dort werde sie vor allem Volk verkünden, was sie versprochen habe. Die Freier drängen weiterhin darauf, dass sie jetzt nicht mehr zögern dürfe und ziehen sich zurück.
Odysseus fragt nun, was sie beschlossen habe und sie erklärt, dass sie sterben wolle, um sich der Verfolgung durch die Freier zu entziehen. Doch die Frauen erinnern sie, dass sie doch Mutter sei. Auch der Fremde bestärkt sie, weiter zu leben, denn Odysseus habe vorausgesagt, dass sie befreit werde. Er selbst sei gekommen, sessen Willen zu offenbaren und die Freier erzittern zu lassen. Er sagt voraus, dass die Rache des Himmels bald erfolgen werde.
Das Volk betrauert den Verlust seines Königs. Auch die Freier sind anwesend. Laërtes kommt auf zwei Hirten gestützt, und bittet darum, ihm das Grab zu öffnen, damit er Odysseus folgen könne
Penelope erscheint mit Odysseus. Sie verkündet, dass der “alte Mann” den letzten Willen des Odysseus verkünden werde. Dann begibt sich dieser an das Grab und erklärt, dass Odysseus von der Gefahr erfahren habe und gekommen sei, um Rache zu üben. Er gibt sich als Odysseus zu erkennen und ruft seinen Sohn und das Volk auf, sich zu bewaffnen. Er verteilt selbst Waffen. Auch die Freier entfernen sich, um sich zu bewaffnen. Odysseus und die seinen eilen den Verfolgern nach.
Penelope und die auf dem Platz Verbliebenen vernehmen von außen das Kampfgeschrei und die Freier, die fliehen. Sie beschreiben wie Odysseus kämpft. Schließlich kehrt dieser siegreich wieder. Penelope, Odysseus, Laërtes und Telemachos drücken ihre Freude über das Wiedersehen aus. Alle jubeln und wünschen, dass die Götter ihren guten König bewahren mögen
Ein Ballett beendet die Oper.
PÉNÉLOPE
Libretto von Jean-François Marmontel
Uraufführung: 1785 in Fontainebleau
Originalsprache: Französisch
Penelope, Gattin des Odysseus (Sopran)
Odysseus, König von Itaka (Bassbariton)
Telemachos, beider Sohn (Tenor)
Laërtes, Vater Oysseus‘ (Bariton)
Eumäus, Berater Penelopes (Tenor)
Theone, Zofe Penelopes (Sopran)
Nesus, Bewerber Penelopes (Bassbariton)
Acht Freier, Zofen, Nymphen, Volk
Im Hintergrund sitzen die Freier und vergnügen sich bei Essen, Trinken und Spielen. Penelope, die mit ihren Zofen vorn steht, schaut voller Schmerzen zu, denn immer noch gibt es keine Nachricht von Odysseus, der vor 20 Jahren in den Krieg um Troja gezogen ist.
Als Volksvertreter auftreten, ziehen sich die Freier zurück. Die Abgeordneten flehen Penelope an, der Unterdrückung durch diese Freier, unter denen auch das Volk leidet, ein Ende zu setzen. Sie hat zwar für das Leid des Volkes Verständnis, will sich aber nicht in eine Ehe zwingen lassen.
Als die Abgeordneten gegangen sind klagt sie den Göttern ihr Leid. Sie hofft auf die Rückkehr ihres Sohnes Telemachos von einer Seereise.
Da erscheint Nesus, einer der Bewerber. Er berichtet, dass man Telemachos eine Todesfalle gelegt habe. Er wolle aber nicht Komplize dieser Leute sein und in seine Heimat zurückkehren. Theone, eine der Zofen, spricht ihn darauf an, dass er der Einzige sei, von dem Penelope Hilfe erwartet hätte. Er erklärt, sie habe ihn abgewiesen und er habe keine Hoffnung mehr. Doch wenn sie Telemachos einen Vater geben, wolle, werde er sie am Altar erwarten. Dann geht er.
Penelope sieht sich nun gezwungen, entweder Odysseus zu verraten oder Telemachos sterben zu lassen. Der Chor der Zofen bedauert sie und erinnert sie daran, dass ihr Sohn sterben werde. Sie ist verzweifelt.
Eumäus, einer ihrer Berater tritt auf. Er berichtet, dass Telemachos zurückkehre; er habe auf dem Meer seine Fahnen gesehen. Theone bittet ihn, sich ein Boot zu nehmen und Telemachos zu entführen, bevor er in die Falle gerät. Er aber geht, weil er glaubt, in so kurzer Zeit nichts bewirken zu können.
In ihrer Verzweiflung schickt Penelope Theone zu Nesus mit der Bitte, Telemachos zu helfen. Sie werde sich ihm als Preis dafür übergeben. Der Chor will ihr Hoffnung auf bessere Zeiten machen. Doch Penelope bleibt in ihrem Schmerz versunken. Sie spricht in einer Arie ihren vielleicht noch lebenden Gatten oder seinen Schatten an. Sie habe ihm Treue bis zum Tode geschworen, doch wenn sie nun die Schuld des Treuebruchs nicht auf sich nehme, werde ihr Sohn sterben.
Die Freier treten wieder auf. Penelope wirft ihnen das geplante Verbrechen vor und bittet darum, sie zu töten. Doch sie halten entgegen, dass die tötliche Gefahr sehr schnell am Alter beseitigt werden könne, wenn sie endlich unter den zwanzig Königen, die um sie werben, einen auswähle. Sie bittet, ihr ihren Sohn zurückzugeben und wenn dieser bestätige, dass Odysseus tot sei, werde sie auf die Treue verzichten, ihnen ihre Güter überlassen und zu ihrem Vater Ikarus zurückkehren. Doch die Freier bezeichnen das als Ausrede und drängen auf ihre Entscheidung für einen von ihnen. Während Penelope und ihre Frauen noch klagen, tritt Telemachos auf und sie stürzt sich in seine Arme.
Auch Eumäus und das Volk von Itaka sind mit ihm gekommen und Telemachos kann allen verkünden, dass Odysseus lebt und nicht mehr fern sei. Doch die Freier sind der Ansicht, dass sie die Hoffnung des jungen Mannes noch heute zerstören könnten.
Laërtes, der Vater Odysseus‘, kommt auf zwei Hirten gestützt und begegnet Eumäus, der ihm berichtet, dass sein Sohn lebe und zurückkehre. Dieser freut sich darauf, vor seinem Tod Odysseus noch einmal umarmen zu können. Dann kündigt Eumäus Telemachos an.
Telemachos kann dem alten Mann bestätigen, dass Odysseus auf dem Weg hierher sei. Laërtes, der seinen Tod schon vor Augen sieht, hofft, dass dieser zögert, bis er seinen Sohn noch einmal gesehen habe.
Eine Schar Hirten tritt auf und als Laërtes ihnen die freudig die Botschaft verkünden will, bestätigen diese, dass die Nachricht auch schon bis zu ihnen gedrungen sei. Alle drücken ihre Freude durch Tänze aus. Ein Sturm kommt auf und alle befürchten, dass Odysseus auf dem Meer in Gefahr geriete.
Odysseus hat Schiffbruch erlitten und ist ans Ufer gespült worden. Er fragt sich, wo er ist. Doch dann erinnert ihn der Ort an Itaka und die Höhle, wo sich die Nymphen versammeln.
Während er weiter suchen gegangen ist, erscheinen singend die Nymphen. Er kehrt zurück und eine Nymphe bestätigt ihm, dass er in Itaka gelandet ist. Gleichzeitig warnt sie ihn, dass seine Gattin und sein Sohn in Gefahr seien.
Als er allein zurückbleibt, begrüßt er zwar sein geliebtes Itaka, fragt sich aber, welches neue Unglück ihn hier erwartet.
Telemachos kommt mit Eumäus und fragt den ihm Fremden, ob auf dem Schiff , das von Sturm zerschmettert wurde, Odysseus gewesen sei. Er stellt sich als sein Sohn vor. Doch Odysseus verrät ihm noch nicht seine Identität, sondern erwähnt lediglich, dass dieser nach Itaka wollte. Telemachos und Eumäus glauben, dass Odysseus tot sei, doch dieser freut sich heimlich über sein Glück. In einem Trio drücken die drei ihre Gefühle aus. Danach fordert Odysseus Eumäus auf, näher hinzuschauen und gibt sich zu erkennen. Die Freude ist groß. Eumäus berichtet von den Tyrannen, die seine treue Frau belagern. Sie beschließen, Rache zu üben, wobei Odysseus zunächst unerkannt im Aussehen eines schwachen Greises auftreten will.
Odysseus bittet Telemachos, der Penelope überredet hat, mit dem alten Mann zu sprechen, ihn mit ihr allein zu lassen und draußen die Nachricht über seinen Tod zu verbreiten.
In Erwartung seiner Gattin und wegen seines Zorns gegen die Freier, die ihn verspottet haben, fällt es ihm schwer, die Besonnenheit zu wahren und den Fremden zu spielen.
Penelope erscheint, erklärt ihm ihr Leid und fragt sofort, ob er Odysseus gesehen habe. Er bestätigt, dass er Odysseus kenne, erklärt, dass dieser trotz allen Unglücks, das er erlebt habe, immer das geliebte Bild seiner Gattin bewahrt habe. Auch Penelope erzählt, dessen Bild immer vor Augen gehabt zu haben und alles, was seinLeben bedrohen könnte, sie erschreckt habe. Er berichtet ihr von den vielen Gefahren, die Odysseus beim Kampf um Troja und während seiner Irrfahrten erlebte und denen er um der Liebe zu seiner Gattin willen entgehen konnte. Sie betont, dass sie immer an seine Treue geglaubt habe.
Telemachos, Eumäus, Nesus, die Zofen und kommen herein. Nesus erklärt sofort, dass nun feststehe, Odysseus sei tot. Der Fremde hier könne es bezeugen. Odysseus gibt vor, der Letzte zu sein, der dem Schiffsbruch entgangen sei. Penelope wendet sich an den “alten Mann” (Odysseus), erklärt, dass ihr das von den Freiern schon mehrfach gesagt worden sei. Aus seiner Rührung ersehe sie, dass er ihr etwas verberge. Sie habe immer noch eine schwache Hoffnung. Odysseus, der sich kaum mehr zurückhalten kann, weicht ihr aus. Da sie weiterhin das Gefühl hat, dass er etwas verschweige, fordert sie einen Beweis und er zeigt ihr den Ring des Odysseus. Nun glaubt sie alle Hoffnung verloren und bittet Eumäus, am Ufer alles zu sammeln, was von dem Scvhiff noch übrig sei. Man solle ein Grab errichten, an dem sie jeden Tag um Odysseus weinen könne. Dort werde sie vor allem Volk verkünden, was sie versprochen habe. Die Freier drängen weiterhin darauf, dass sie jetzt nicht mehr zögern dürfe und ziehen sich zurück.
Odysseus fragt nun, was sie beschlossen habe und sie erklärt, dass sie sterben wolle, um sich der Verfolgung durch die Freier zu entziehen. Doch die Frauen erinnern sie, dass sie doch Mutter sei. Auch der Fremde bestärkt sie, weiter zu leben, denn Odysseus habe vorausgesagt, dass sie befreit werde. Er selbst sei gekommen, sessen Willen zu offenbaren und die Freier erzittern zu lassen. Er sagt voraus, dass die Rache des Himmels bald erfolgen werde.
Das Volk betrauert den Verlust seines Königs. Auch die Freier sind anwesend. Laërtes kommt auf zwei Hirten gestützt, und bittet darum, ihm das Grab zu öffnen, damit er Odysseus folgen könne
Penelope erscheint mit Odysseus. Sie verkündet, dass der “alte Mann” den letzten Willen des Odysseus verkünden werde. Dann begibt sich dieser an das Grab und erklärt, dass Odysseus von der Gefahr erfahren habe und gekommen sei, um Rache zu üben. Er gibt sich als Odysseus zu erkennen und ruft seinen Sohn und das Volk auf, sich zu bewaffnen. Er verteilt selbst Waffen. Auch die Freier entfernen sich, um sich zu bewaffnen. Odysseus und die seinen eilen den Verfolgern nach.
Penelope und die auf dem Platz Verbliebenen vernehmen von außen das Kampfgeschrei und die Freier, die fliehen. Sie beschreiben wie Odysseus kämpft. Schließlich kehrt dieser siegreich wieder. Penelope, Odysseus, Laërtes und Telemachos drücken ihre Freude über das Wiedersehen aus. Alle jubeln und wünschen, dass die Götter ihren guten König bewahren mögen
Ein Ballett beendet die Oper.
Der Inhaltsangabe liegt das französische Libretto zugrunde.
Der Inhaltsangabe liegt das französische Libretto zugrunde.
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